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Die Staatssicherheit habe sich verhalten, als sei er der Leibhaftige gewesen. So urteilt der Schriftsteller Günter Grass über die gesammelten Stasiakten zu seiner Person, die demnächst als Dokumentation veröffentlicht werden. Grass sagte im Deutschlandradio Kultur, er und sein Einfluss seien von der Stasi überschätzt worden. Sie habe ihn behandelt, als sei er allein in der Lage gewesen, DDR-Autoren zu Konspirationen zu bewegen oder dazu, in den Westen zu kommen. Diese herrschenden Ängste hätten zu übermäßigen Anstrengungen geführt. Die Akten der Staatssicherheit über Grass umfassen die Jahre 1961 bis 1989 und belaufen sich auf mindestens 700 Seiten. Grass meinte, da gebe es vieles "Langweilige" in den Berichten - trotzdem finde er sie interessant, denn sie spiegelten einen Teil der deutsch-deutschen Kulturgeschichte mit all ihren Streitfällen wider.
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