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Günter Grass wartet noch auf Post von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Im Februar hat der Literaturnobelpreisträger an die Bundesjustizministerin geschrieben und um Einsicht in seine Akte bei den deutschen Geheimdiensten gebeten. Eine Antwort stehe noch aus, sagte Grass der "Deutschen Presse-Agentur". Er wolle, so der 82-Jährige, eine gesamtdeutsche Sicht haben. Seine ausführliche Stasi-Akte ist soeben als Buch erschienen. Grass war bei seinen DDR-Besuchen auf Schritt und Tritt beschattet worden. Er habe aber den Verdacht, dass auch Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz Material über ihn gesammelt hätten, denn bei Auslandsveranstaltungen in Goethe-Instituten sei über viele Jahre hinweg eifrig mitgeschrieben worden. - Die Informantensprache in Ost und West dürfte seiner Meinung nach keine wesentlichen Unterschiede aufweisen.
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