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Roger Casement war nach den Worten von Mario Vargas Llosa der erste Europäer, der einst das Existenzrecht der indigenen Völker anerkannte. Das hat der Schriftsteller und Nobelpreisträger dem "Figaro Magazine" gesagt. Vargas Llosa erzählt in seinem neuen Roman die Geschichte des Iren Casement, der als britischer Gesandter im Kongo und in Peru die menschenunwürdigen Lebensverhältnisse der einheimischen Bevölkerung beschrieb und 1917 wegen Hochverrats hingerichtet wurde. Vargas Llosa kommentiert, Casement habe immer in dem Risiko gelebt, aufzufliegen - als Verräter, Verschwörer und als Homosexueller. Er habe aus seinem Leben einen Kreuzzug gegen die Kolonialisierung, den Rassismus und eine allzu europa-geprägte Sicht der Zivilisation gemacht. Insofern habe er Ideen vertreten, die heute universell, damals aber revolutionär gewesen seien.
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