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Göttingen: nach Kontroverse um Auftritt eines israelischen Musikers zieht sich Stadt aus Jazzfestival zurück

In Göttingen sorgt der geplante Auftritt des israelischen Saxofonisten und Dissidenten Gilad Atzmon beim örtlichen Jazzfestival für Aufregung. Die projüdische Gruppe "a:ka" rief zum Boykott des Konzerts und zu einer Protestkundgebung auf, weil Atzmon ein Holocaust-Leugner und "NS-Verharmloser" sei. Die Gruppe erklärte weiter, die Positionen des Musikers zum Nationalsozialismus seien "auf den ersten Blick kaum von denen der NPD zu unterscheiden". Er habe die Ausmaße des Holocaust mehrfach in Frage gestellt und ihn als "neue jüdische Religion" bezeichnet. Atzmon gilt als scharfer Kritiker der israelischen Palästina-Politik. Die Veranstalter des Festivals erklärten, sie könnten eine Verharmlosung des Nationalsozialismus bei Atzmon "absolut nicht entdecken". Die Stadt Göttingen kündigte ihren Rückzug aus der Leitung des Jazzfestivals an.

 

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