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Der türkische Journalist und Menschenrechtler Ragip Zarakolu soll umgehend freigelassen werden. Das fordert die Organisation "Reporter ohne Grenzen", ROG. Sie kritisierte in Berlin, mit Zarakolu werde ein Journalist von internationalem Renommee und ein beachteter Menschenrechtsaktivist "zu einem weiteren Opfer des türkischen Justizsystems". Er war im Zuge einer Verhaftungswelle festgenommen und ins Istanbuler Metris-Gefängnis gebracht worden. Wie rund 90 anderen Festgenommen wird ihm vorgeworfen, ein Kollaborateur der "Union der Gemeinschaften Kurdistans" zu sein - das ist ein Verband, der der verbotenen Kurdenorganisation PKK nahe steht. ROG erklärte, die Vorwürfe seien absurd. Sie würden missbraucht, um Kritik und Meinungen zu sensiblen Themen zu unterdrücken. Der Publizist Zarakolu hatte seit den 80er Jahren Bücher über politische Gefangene in der Türkei sowie die armenische Minderheit verlegt.
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