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"Die türkischen Medien sind wirklich in einem grauenhaften Zustand." Dieser Ansicht ist der Journalist Ahmet Sik. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Sik, wichtiger als die Zensur durch den Staat sei die Selbstzensur. Die Journalisten schrieben das, was ihr Boss von ihnen wolle. Das seien immer große Mischkonzerne. So etwas wie eine unabhängige Presse kenne die Türkei nicht. Nach Siks Ansicht sind die Vorwürfe, er gehöre zum Terrornetzwerk Ergenekon, absurd. Der Ergenekon-Prozess habe die Bahnen des Rechts verlassen, es sei ein politischer Prozess. Sik und sein Kollege Nedim Sener waren Anfang der Woche nach einem Jahr aus der Haft entlassen worden.
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