Montag - Freitag · 6:30 | 7:30 | 8:30 | 9:30 | 10:30 | 11:30 | 14:30 | 15:30 | 16:30 Uhr
Samstag · 6:30 | 7:30 | 8:30 | 9:30 | 10:30 | 11:30 Uhr
Sonntag · 9:30 | 11:30 Uhr
"Die Journalistinnen und Journalisten der 'FR' brauchen eine beruflichen Perspektive." Mit diesem Worten hat Michael Konken, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes auf die Insolvenz der "Frankfurter Rundschau" reagiert. Konken forderte die Mediengruppe "M. DuMont Schauberg" dazu auf, den Betroffenen adäquate Stellen bei anderen Medien der Gruppe anzubieten. Die Insolvenz der Tageszeitung sei besonders bitter für diejenigen, die jahrelang mit Einkommensverzicht für den Erhalt des Blattes gekämpft hätten. Der Verlag müsse sich nun zu seiner Verantwortung für die "FR"-Journalisten bekennen. Das Druck- und Verlagshaus, in dem die Zeitung erscheint, hat nach Angaben des Amtsgerichts Frankfurt am Main einen Insolvenzantrag eingereicht.
Uwe Eric Laufenberg hat einen neuen Job. Der ehemalige Kölner Opernchef wechselt im August als Intendant an das Hessische Staatstheater Wiesbaden. Wie das Kulturministerium des Landes mitteilte, soll Laufenberg für mindestens fünf Jahre die Leitung des Hauses übernehmen. In Köln war er nach monatelangen Etat-Streitigkeiten vorzeitig Ende August ausgeschieden. In Wiesbaden folgt der 51-Jährige Manfred Beilharz nach. Dieser bezeichnete Laufenberg als vielversprechende Wahl. Er schätze dessen Regiearbeit. Das Staatstheater Wiesbaden zählt jährlich etwa 350.000 Zuschauer und bietet rund 900 Vorstellungen.
Der Saal des Dresdner Kulturpalastes darf umgebaut werden. Das Oberlandesgericht Dresden hat die Urheberrechtsklage des Architekten Wolfgang Hänsch auch in zweiter Instanz abgewiesen und sich damit für den Umbau ausgesprochen. Zwar hatte der Dresdner Senat Hänsch das Urheberrecht für den Mehrzwecksaal zugestanden. Ein kompletter Abriss des Saales sei dadurch aber nicht zu verhindern. Im Konflikt zwischem dem geistigen Eigentum des Architekten und dem Sacheigentum der Stadt habe das Interesse der Stadt Vorrang. Der Kulturpalast wurde 1969 errichtet. Nach Plänen der Stadt soll er innerhalb der nächsten zwei Jahre saniert und zu einem Konzertsaal umgebaut werden.
Es bleibt nur noch wenig Zeit, um mehr als 200 Buddha-Relikte zu retten. Weil im kommenden Jahr nahe dem Ort Mes Aynak ein chinesisches Kupferbergwerk in Betrieb gehen soll, haben hunderte Mönche gegen ein Bergwerksprojekt in Afghanistan protestiert. Vor dem Gebäude der UNESCO in Bangkok erklärten sie, durch den Kupferabbau würden Reste von bis zu 2.300 Jahre alten Buddha-Figuren zerstört. Mes Aynak liegt 40 Kilometer südöstlich von Kabul entfernt. 2001 sprengten Taliban im afghanischen Bamiyan die einst größten, 1.500 Jahre alten Buddha-Statusn in die Luft.
Eine Fernsehserie über eine schwule Liebesgeschichte und die Autoimmunschwächekrankheit AIDS hat in Schweden zu einem Anstieg von HIV-Tests geführt. Das berichtet der öffentlich-rechtliche Fernsehsender "SVT". Kliniken bestätigten, dass die Zahl der Anfragen für HIV-Tests seit Oktober wegen der Serie um rund 50 Prozent zugenommen habe. Nun komme man kaum noch hinterher mit den Untersuchungen, und die Wartezeiten seien länger als sonst. Die Fernsehserie "Trockne niemals Tränen ohne Handschuhe" beruht auf dem gleichnamigen Roman des Autors Jonas Gardell. Thema ist das Aufkommen von HIV und AIDS in Schweden während der 80-er Jahre. Einige Romane von Gardell sind auch schon auf Deutsch erschienen, darunter "Wer zuletzt liebt" und "Je Schwester, desto lieber".
Stammt Lieschen Müller von Konfuzius ab? Die Antwort kennt der Stammbaum des chinesischen Philosophen, der nun auch in einer Computer-Version vorliegt. Ahnenforscher haben das 43.000 Seiten starke Familienbuch des Meister Kong digitalisiert. Wer die Suchfunktion des Programms nützt, seinen Namen und Geburtsort sowie direkte Vorfahren angibt, erfährt Näheres über den entsprechenden Stammbaumzweig.Nachfahren können ihre Namen auch hinzufügen und an die Ahnenforscher der chinesischen Konfuzius-Vereinigung übermitteln. Für die letzte Neuberechnung der Nachkommen des Philosophen, der im fünften Jahrhundert vor Christus lebte, brauchten Genealogen 10 Jahre. Die Liste wurde 2009 veröffentlicht und enthält rund zwei Millionen Namen.
"Der Gudiaschwili Platz ist der einzige authentisch erhaltene Platz in Alt-Tiflis." Das sagt Alexander Elisaschwili, Chef einer georgischen Denkmalschutz-Gruppe. Nun wurde ein weiteres historisches Gebäude in der Nähe der Touristenattraktion zerstört. Die Nichtregierungsorganisation "Union der Fürsorger von Tiflis" kämpft seit einem Jahr um den Erhalt des Gudiaschwili Platzes. Seit 2006 unterliegen die historischen Baudenkmäler aus dem 17. Jahrhundert nicht mehr dem Kulturministerium, sondern der georgischen Hauptstadt. Seitdem sind laut Elisaschwili zwanzig Häuser abgerissen worden.
Die norwegischen Königreiche könnten älter sein als bislang vermutet. Archäologen haben am früheren Häuptlingssitz Avaldsnes im Südwesten des Landes eine Königshalle entdeckt, die bereits im 3. Jahrhundert nach Christus gebaut wurde. Bei dem Fund handelt es sich um ein auffallend großes Langhaus, das nach Ansicht der Forscher auf großen Reichtum schließen lässt. Bislang war man davon ausgegangen, dass die norwegischen Königreiche erst um das 8. Jahrhundert entstanden. Sie hatten während der Wikingerzeit die Handelsrouten entlang der Küste kontrolliert.
Im Prozess um Zeitungsartikel zum sogenannten "Sachsensumpf" haben die Anwälte der beiden verurteilten Journalisten Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter gestellt. Sie begründeten das mit einer Veröffentlichung von Martin Schultze-Griebler in der Mitgliederzeitschrift des Sächsischen Richtervereins. In dem 2007 erschienenen Artikel übte Schultze-Griebler massive Medienschelte. Die beiden Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel, deren Berichte auch bei "Zeit Online" und dem "Spiegel" erschienen waren, hätten auch hohe Amtsträger als Kinderschänder verdächtigt. Die beiden Journalisten mussten wegen ihrer Artikel über sächsische Justizbeamte und deren Verstrickungen um das Leipziger Minderjährigenbordell "Jasmin" Geldstrafen zahlen. Sie legten Rechtsmittel gegen das Urteil ein.
Einheitliche Geschmackserlebnisse von Sylt bis Garmisch-Partenkirchen. So lautet das vernichtende Urteil des neuen französischen Restaurantführers "Gault Millau" über die deutsche Küche. In ganz Deutschland bekomme der Gast austauschbare Produkte vorgesetzt, erklärten die Autoren am Abend anläßlich der Buchpräsentation. Das Kochen mit regionalen Produkte sei hierzulande eher ein Lippenbekenntnis, meist werde bei Großhändlern eingekauft. Der 1969 erstmals in Frankreich erschienene "Gault Millau" zählt neben dem "Guide Michelin" zu den Standardwerken der Spitzengastronomie.
Vielleicht liegt der Ursprung der spanischen Gitarre in Anatolien. In der Nähe der zentralanatolischen Stadt Corum sind türkische Archäologen auf einen Felsen mit Reliefs gestoßen, die gitarrenähnliche Instrumente darstellen. Die Bilder, die laut Wissenschaftlern rund 3.500 Jahre alt sind, zeigen musizierende Personen vom Volk der Hetither. Der indogermanische Stamm kam 2.000 vor Christus nach Anatolien.
Warum gibt es in diesem Jahr in Brüssel keinen echten Christbaum auf dem zentralen Platz der Altstadt? Darüber wird in der belgischen Hauptstadt derzeit gestritten. Die Stadtverwaltung hatte beschlossen, den Baum durch eine Lichtinstallation ersetzen. Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los. Bis Montag hatten fast 10.000 Menschen eine Petition für den Erhalt des Baumes unterzeichnet. Gleichzeitig macht das Gerücht die Runde, dass muslimische Organisationen gefordert hätten, den Baum als christliches Symbol abzuschaffen. Dagegen wehrt sich der Brüsseler Bürgermeister Freddy Tielemans nun entschieden. Die muslimische Gemeinde habe mit der Entscheidung nichts zu tun. Vielmehr gehöre die Installation in ein größeres Kunstprojekt.
Für den Erzbischof von Sydney, George Pell, ist der Missbrauch von Kindern durch Geistliche eine "Schande". Pell räumte zwar ein, dass es solche Taten gegeben habe, betonte aber gleichzeitig, dass die Medien in Australien mit ihren Vorwürfen übertrieben. Premierministerin Julia Gillard hatte gestern angeordnet, eine Königliche Kommission einzurichten. Diese soll untersuchen, ob die katholische Kirche versucht hat, Missbrauchsfälle zu vertuschen. Erzbischof Pell kündigte an, mit den Ermittlern zusammen zu arbeiten. Er empfahl Priestern, möglichen Tätern die Beichte nicht mehr abzunehmen. Andernfalls wären sie anschließend zum Schweigen verpflichtet.
Die Oxford University Press, Herausgeber des britischen Standard-Wörterbuchs, hat ihre Entscheidung über das Wort des Jahres bekanntgegeben. Sieger ist der Ausdruck "Omnishambles", was man ungefähr mit "Totalchaos" übersetzen könnte. Das Wort wurde von den Machern einer BBC-Satiresendung geprägt, um völliges Regierungsversagen und das Chaos vor den Olympischen Spielen in London zu umschreiben. Weitere Kandidaten waren "Mummy-Porn", also "Mutti-Porno", als Etikett für die erfolgreiche Buchreihe "50 Shades of Gray" und das Wort "Eurogeddon", das die Europäische Finanzkrise in die Nähe der Apokalypse rückt.
Die amerikanische Unterwäsche-Marke Victorias Secret ist für ihre ausgefallenen Modeschauen bekannt. Bei der letzten Präsentation ist der Hersteller aber offenbar zu weit gegangen. Nun hat er sich auf seiner Facebook-Seite bei den amerikanischen Ureinwohnern entschuldigt. Grund war der Auftritt eines Models, das bei der Präsentation der Wäsche-Kollektion einen indianischen Kopfschmuck getragen hatte. Vertreter des Navajo-Volkes hatten sich daraufhin beschwert: Der Auftritt sei herabwürdigend.
Bislang wurde in keinem Land der Erde versucht, das Kulturerbe so umfangreich zu dokumentieren: In Großbritannien will eine Stiftung sämtliche Plastiken und Skulpturen katalogisieren, die in öffentlichen Gebäuden oder Galerien zu sehen sind. Dafür sollen die Kunstwerke fotografiert und beschrieben werden. Derzeit, so die Organisatoren, bemühe man sich um Fördermittel. Zuvor hatte die Stiftung bereits sämtliche 21.000 öffentlich zugänglichen Ölgemälde registriert. Während dieser Katalog noch als Buch veröffentlicht wurde, sollen die dreidimensionalen Kunstwerke nur im Internet zu sehen sein. Das hat aber nach Ansicht der Organisatoren auch Vorteile: So könne man mehr Fotos zeigen.
Die Pyramiden von Gizeh sind das letzte erhaltene Weltwunder der Antike. Nun hat ein Islamistischer Prediger in Ägypten dazu aufgerufen, die Bauwerke zu zerstören. Sie seien - genauso wie die Sphinx - Götzenbilder. Der Mann forderte in einem Fernsehinterview, man müsse mit diesem antiken Erbe genauso verfahren, wie mit den Buddhastatuen in Afghanistan. Die beiden Statuen im Tal von Bamiyan waren 2001 von den Taliban gesprengt worden. In Ägypten haben radikale Prediger seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak immer mehr Zulauf.
Ist der Entertainer Stefan Raab auch ein guter Politik-Talker? "Nein", findet das "Flensburger Tageblatt" und schreibt: " Stefan Raab unterbietet mit seiner neuen Sendung "Absolute Mehrheit" das vorherrschende Niveau deutscher Talkshows mit traumwandlerischer Leichtigkeit". Etwas weniger dramatisch sieht es die "Frankfurter Allgemeine Zeitung": "Kleiner als bei den öffentlich-rechtlichen Sesselrunden war der Erkenntnisgewinn nicht; in beiden Fällen liegt er sehr nahe bei null." Und die "Frankfurter Rundschau" findet: "Man kann der Show nur wünschen, dass die Quoten in den kommenden Ausgaben halbwegs stabil bleiben - weil das nämlich den eingespielten Politbetrieb ziemlich durcheinander bringen würde". Die Sendung war am Sonntag Abend erstmals bei ProSieben gelaufen.
Der Tower in London gehört zu den am besten gesicherten Museen in Großbritannien. Umso peinlicher ist es deshalb, dass es einem Eindringling wohl gelungen ist, einen Bund mit Schlüsseln zum Tower zu klauen. Der Mann war vor einer Woche in das Außengelände der Anlage eingedrungen und hatte die Schlüssel aus einem unbesetzten Wachhäuschen mitgehen lassen. Die Wachleute einer privaten Sicherheitsfirma hatten ihn zwar dabei erwischt, doch statt ihn zu durchsuchen, hatten sie ihn zum Ausgang geleitet und laufen lassen. Nun müssen zahlreiche Schlösser am Tower ausgetauscht werden. In der früheren Residenz der Könige und späteren Gefängnis werden heute die Kronjuwelen aufbewahrt.
Er war der Vater von Anton, Berti, Conny, Det, Edi und Fritzchen. Der Grafiker und Erfinder der Mainzelmännchen, Wolf Gerlach, ist im Alter von 84 Jahren gestorben, wie das ZDF bekannt gab. Waren seine Zipfelmützenträger beim Sendestart 1963 eigentlich nur als Werbe-Pausenfüller gedacht, entwickelten sie sich bald auch zum Markenzeichen der Mainzer Anstalt. Zunächst nur in Schwarz-Weiß, tollten sie ab 1967 auch in Farbe über den Bildschirm. Im kommenden Jahr feiern die Mainzelmännchen ihren 50. Geburtstag.