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Das Spunkkrachlexikon

 von Frieder Butzmann

Vom, zum und über das Hören 

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spunk@friederbutzmann.de

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B

 Barty-Effekt 

Unter dem Begriff "Cocktailpartyeffekt" versteht man das Verfolgen eines singulären auditiven Musters, wie zum Beispiel der Rede einer Person, in einem akustischen Umfeld, wie z. Bsp. einer Cocktailparty. - Der Psychologe Broadbent entwarf 1958 ein Filtermodell der selektiven auditiven Wahrnehmung. Danach gelangen die Mitteilungen eines Sprechers zunächst in einen theoretisch anzunehmenden sensorischen Pufferspeicher, der die Informationen entweder abblockt oder weitergibt. Broadbent fand heraus, daß zwischen Weiterleitung oder Abblockung stark aufgrund physikalischer Merkmale entschieden wird. Ist das Signal akustisch so deutlich, daß es überhaupt verstanden werden kann, wird es weitergeleitet. Gleichzeitig findet tatsächlich eine inhaltliche Verarbeitung des Inputs statt. - Es wird also unterschieden zwischen: "von Interesse" und "nicht von Interesse". Dies wirft die Frage auf: Wo und mit was hören wir eigentlich?
Offensichtlich gibt es - bevor ein akustisches Signal in unser Bewußtsein gelangt - eine Ebene der klanglichen und inhaltlichen Verarbeitung. Diesen "Apparat" nennt Broadbent "P-System". Das "P-System" vergleicht, beurteilt und selektiert. Es liegt - womöglich ganz verstreut - irgendwo zwischen Hörnerv und Hirnhautrinde.
Dies beweißt: In Wahrheit hören wir nicht mit den Ohren, sondern mit dem Gehirn und während der vielen Verschaltungen auf dem Weg zum Gehirne.

Hier finden Sie mehr zum Filtermodell von Broadbent (1958), vorgestellt von Gernot-Andreas Nieder

 


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