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Das Spunkkrachlexikon

 von Frieder Butzmann

Vom, zum und über das Hören 

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spunk@friederbutzmann.de

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C

 Commercials and 
 Sound Design

1937 wurde von den Psychologen Wyatt und Langdon herausgefunden, daß Fabrikarbeiter, die Musik am Arbeitsplatz hören, schneller, somit produktiver arbeiten. Muzak war geboren.

Abhängig vom Kundenstamm soll Musik- und Sounduntermalung in Kaufhäusern, Boutiquen, Spielhallen, Einkaufscentern, Verwaltungen, auf Telefonwarteschleifen, in Banken, Restaurants, Hotels Atmosphäre schaffen.

Im Produktinfo der Firma mit Namen "Funktionelle Musik" heißt es: "Harmonie, emotionale Wärme, Wohlbefinden und Motivation werden vermittelt. Eine amerikanische Studie von 1989 belegt, daß Muzak den Umsatz in Kaufhäusern um 17% steigert." (Klangtapete - Muzak liegt in der Luft. In: Ztschft. Zitty Nr.5, Berlin, 1993)

Quasi tiefer setzt das produkt- und verkaufsunterstützende industrielle Sound Design an.
Alles ist so perfekt durchdesigned, daß die Funktionen von irgendwelchen Apparaturen aller Hersteller praktisch gleich sind. Ein akustisches Design soll diese Apparaturen, z. Bsp. Autos wieder individualisieren und emotionalisierend wirken.

Ganz neu ist dies nicht: "Schon im 15. Jahrhundert prüfte man Seidenstoffe durch reiben zwischen den Fingern, und schätze die Qualität durch den sogenannten "Seidenschrei" ab. Billigere Stoffe wurden mit Seifen, Fetten, Säuren behandelt, damit sie einen ähnlichen Schrei produzieren." (Bolz, A., Kammerton für Autos. In: Ztschft. Die Zeit Nr. 10, Hamburg 1997)

"Die Firma "Synotec-Psychoinformatik" hat den Hals, die Form einer Bierflasche so modifiziert, daß das Gluckern in der Flasche beim Bier einschenken ein tieffrequentes Blubbern erzeugt, das Wohligkeit und Ruhe ausstrahlt." (Ebda.)

 


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