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Das Spunkkrachlexikon

 von Frieder Butzmann

Vom, zum und über das Hören 

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spunk@friederbutzmann.de

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G

 Geräusch 

Begriffsdefinition Geräusch. 2 Bedeutungen:

1. fachsprachlich: Eingeweide von erlegten Tieren, Fleischseite der Haut, rohes Stück Fett.

2. von Mittelhochdeutsch (13. Jh) geriusche, Verbalabstraktum von rauschen, schwaches Verb Mittelhochdeutsch rûschen, riuschen, mittelniederdeutsch: rùsken, altenglisch hryscan: krachen, sausen, schwirren. Neuenglisch: rush. Bedeutungsverallgemeinerung zur Bezeichnung beliebiger Gehörseindrücke.
(Kluge, Etymologisches Wörterbuch der dtsch. Sprache, 23. Auflage, Berlin, New York, 1999)

Tatsächlich gibt es eine physikalische Definition, die sich in den Begriffsdefinitionen der DIN 1320 niederschlägt:
Ton: Schall von sinusförmigem Verlauf
Tongemisch: Aus Tönen beliebiger Frequenz zusammengesetzter Schall
Klang: Aus harmonischen Tönen zusammengesetzter Klang
Geräusch: Tongemisch, das sich aus verschiedenen aperiodischen Einzeltönen zusammensetzt
Knall: Schallstoß, vornehmlich von großer Schallstärke
Lärm: Jede Art von Schallschwingung, die eine gewollte Schallaufnahme oder Stille stört
(Webers, J., Tonstudiotechnik, 5. Auflage, München 1989)

Daneben gibt es die informationstheoretische Definition:
Geräusche tauchen da auf, wo die Bedeutung von Tönen nicht erkannt wird. Es sind akustische Signale, die vom Empfänger nicht verstanden werden, die er nicht deuten kann.

Das ist keine Musik. Das sind nur Geräusche! (Gerhard Köhler am 13. 11 1964 zu seinem Sohn Klaus über das zu hörende musikalische Artefakt der Popgruppe "The Rolling Stones")

Zusammenfassung: Das umgangssprachliche Wort "Geräusch" hat mindestens 2 Definitionen:
1. Physikalisch ist es undefinierbarer wilder Krach
2. Es ist ein Tongemisch, ein Signal, dessen Bedeutung (zumindest nach dem ersten Eindruck) nicht identifizierbar ist. In dem Moment, in dem es erkannt wird, ist es kein Geräusch mehr:
Dieser Übergang wird durch viele täglichen Szenen nachvollziehbar.

 


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