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von Frieder Butzmann |
Vom, zum und über das Hören |
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GlossolalieVon Jochen |
Gott war ein Redner und kein Schreiber. Am Anfang war das Wort und zwar das gesprochene.Und Gott sprach: Es werde Licht Die Kirche wurde mittels einer Kommunikationstechnologie gegründet, die nicht über Schrift und Bild, sondern über die Stimme funktionierte, die Glossolalie: 1 Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle beieinander an einem Ort. 2 Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie eines gewaltigen Windes und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. 3 Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen, 4 und sie wurden alle voll des heiligen Geistes und fingen an zu predigen in anderen Zungen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt; denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden
Die Zungenrede setzt sich aus völlig unverständlichen Bestandteilen zusammen und ist nur von beseelten oder besessenen Sprechern in ekstatischer Rede hervorzubringen (- und zu verstehen). Dazu der Kulturwissenschaftler Thomas Macho: "Die Sprachorgane sind ganz unabhängig von dem Willen des Subjekts in starke Bewegung versetzt. Dabei kommen unartikulierte Einzellaute, sinnlose Lautverbindungen, aber auch richtige Wörter und Lautverbindungen zustande." Erst seit im 19. Jahrhundert psychoanalytisch ambitioniert Theologen die Zungenrede protokolliert haben wissen wir, wie sie klingt. Thomas Macho gibt Aber auch heute wird noch in Zugen geredet: |