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Woche des Hörspiels 13
14.11. - 19.11.99 in der Akademie der Künste
Berlin-Tiergarten, Hanseatenweg 10


Die Woche des Hörspiels findet jährlich im November statt. Sie ist eine Veranstaltung der Akademie der Künste mit ARD und DeutschlandRadio.

Zur Geschichte



Studio

Das Hörspiel war und ist mit seiner mehr als 75jährigen Tradition ein Experimentierfeld für Schriftsteller, Dichter und Komponisten. Das Hörspiel - die einzige Kunstform des Radios - entsprach mit der „Woche des Hörspiels" dem Bedürfnis nach Öffentlichkeit. Die Neue Gesellschaft für Literatur, die öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten und RIAS Berlin sowie die Akademie der Künste hatten sie 1986 ins Leben gerufen.
Die Hörspielabteilungen der ARD und des RIAS Berlin wurden aufgefordert, ihr bestes Hörspiel des jeweils vergangenen Jahres einzusenden. Um ein abwechslungsreiches Programm zu ermöglichen, verpflichtete man die Sender ab 1989, zwei Stücke einzusenden. Ein fünfköpfiges Kuratorium stellt seitdem das endgültige Programm zusammen. Die Einreichung unterliegt keinen Regularien.
Dem diesjährigen Kuratorium gehören an: der Sekretär der Abteilung Film-und Medienkunst der Akademie, zwei ARD-Hörspielleiter, die Hörspiel-und Filmkritikerin Gaby Hartel sowie Dr. Monika Klostermeyer, ehemalige Hörspielleiterin des NDR.
Der Rundfunk der DDR präsentierte sich 1990 erst- und letztmalig auf der „Woche des Hörspiels" mit dem Stück „Hamletmaschine" von Heiner Müller (Musik: Einstürzende Neubauten,
Regie: Blixa Bargeld und Wolfgang Rindfleisch).

Related Links:
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-> Veranstaltungen Hörspiel und Feature
-> Literatur im DeutschlandRadio


Otto Sander

Der Preis "Der Lautsprecher"

Die Novität und das Besondere der Hörspielwoche war und ist eine fünfköpfige Publikumsjury. Vor Beginn der Hörspielwoche werden interessierte Hörerinnen und Hörer aufgefordert, sich schriftlich zu bewerben.
Die Publikumsjury wird am Eröffnungsabend öffentlich ausgelost und vergibt am Schluss einen Preis, den "Lautsprecher". Die Jury begründet die Entscheidung.

Publikumsjury für die Woche des Hörspiels 13

Die Woche des Hörspiels vergibt auch in diesem Jahr wieder zum Abschluss den Publikumspreis "Der Lautsprecher".
Sie können Mitglied der Jury werden.
Bewerbungen schriftlich an:

"Publikumsjury", Akademie der Künste, Abteilung Film- und Medienkunst, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin

oder per e-mail: jury@adk.de

Voraussetzung ist die Teilnahme an allen Abendveranstaltungen
vom 14.-19. November ab 20 Uhr und an den anschliessenden Arbeitsgesprächen.



Elisabeth Bergner

Bisherige Preisträger bzw. Teilnehmer der
"Woche des Hörspiels"


Die erste ARD-Anstalt, die den "Lautsprecher" erhielt, war 1986 der SFB für die Produktion „Savannah Bay" von Marguerite Duras,
Regie: Georges Peyrou.
In „Savannah Bay" spielt die legendäre, damals 88jährige Schauspielerin Elisabeth Bergner zusammen mit Jutta Lampe in ihrem ersten Hörspiel zugleich ihre letzte Rolle.

Weitere Preisträgerstücke sind:

  • 1987: „Der Augenblick des Verlangens"
    von Alfred Behrens
    Regie: Alfred Behrens/ Manfred Herold
    Produktion: NDR, SR
  • 1988 wurde kein Preis vergeben
  • 1989: „Wolokolamsker Chaussee I-V"
    von Heiner Müller
    Regie: Heiner Goebbels
    Produktion: SWF, BR, hr
  • 1990: „Der Sündenhund"
    von Theodor Weißenborn
    Regie: Ulrike Brinkmann
    Produktion: RIAS Berlin
  • 1991: „Roberte und Gulliver"
    von Pierre Klossowski
    Regie: Norbert Schaeffer
    Produktion: SWF
  • 1992: „Roter Stern"
    von Simone Schneider
    Regie: Ulrich Gerhardt
    Produktion: BR, SFB
  • 1993: „Nix"
    von Peter Wawerzinek
    Regie: Barbara Schäfer
    Produktion: SFB, DS-Kultur
  • 1994: „Zoo"
    von Patricia Görg
    Regie: Hans Gerd Krogmann
    Produktion: SWF,RB
  • 1995: Dem (d)eutschen (V)olke oder So klang der kalte Krieg
    von Marianne Weil
    Regie: Marianne Weil/Stefan Dutt
    Produktion: SR, SFB
  • 1996: „Hochzeitsreise"
    von Vladimir Sorokin
    Regie: Walter Adler
    Produktion: SDR
  • 1997: „Prozedur 7.7.0"
    von Hermann Bohlen
    Regie: Hermann Bohlen
    Produktion: SFB
  • 1998: „Annas zweite Erschaffung der Welt"
    von Lothar Trolle
    Regie: Jörg Jannings
    Produktion: SDR, DLR Berlin

Seit 1986 waren bei der „Woche des Hörspiels" u.a. zu Gast:
Susanne Amatosero, Esther Dischereit, Heiner Goebbels, Raymond Federman, Jürgen Holtz, Jutta Lampe, Karl Mickel, David Moss, Heiner Müller,
Hans Neuenfels, Ulrich Plenzdorf, Friederike Roth, Rafael Sanchez,
Christoph Schlingensief, Simone Schneider, Jens Sparschuh, Vladimir Sorokin,
George Tabori, Yoko Tawada, Lothar Trolle, Peter Urban, John von Düffel,
Ingomar von Kieseritzky, Gisela von Wysocki, Gerd Wameling,
Peter Wawerzinek, Angela Winkler.



Woche des Hörspiels 1998

Zur Präsentation

Die Hörspiele werden im Grossen Studio der Akademie (518 Sitzplätze) vorgestellt. Nach kurzer Einführung durch die zuständige Hörspielredaktion wird das Wettbewerbs-Stück vorgeführt (zwei pro Abend). Der Raum präsentiert sich 1999 als Hörraum mit einer Installation von Carsten Minkewitz. Sie spielt mit Licht, Metall und mit der räumlichen Dimension. Vier 5 Meter hohe Plastiken bestimmen die Bühne. Grosse Interferenzmuster, mit Laserstrahl aus Stahlplatten geschnitten, korrespondieren mit einer Vielzahl von Stäben im Zuschauer/Zuhörer-Raum, an deren oberen Enden chemisches Licht entwickelt wird.
Im Anschluss finden im Foyer Gespräche mit Dramaturgen, Redakteuren, Autoren, Regisseuren, Komponisten oder Schauspielern statt. Die Gesprächsleitung hat Gaby Hartel.



Irina Wanka

Kinderhörspieltag

Die diesjährige Hörspielwoche wird erstmalig mit einem Kinderhörspieltag eröffnet. Am Sonntag, dem 14. November 1999, gehört die Akademie der Künste von 11 bis 17 Uhr den ARD-Kinderhörspielproduktionen und damit ihrem Publikum - den Kindern und Familien. Für alt und jung und im stündlichen Wechsel werden im Grossen Studio, im Clubraum sowie im Salon Hörspiele vorgeführt. Der Eintritt ist frei.
Im Foyer stellen Verlage ihr Kinderhörspiel-Sortiment aus.

<- workshop

Von Montag bis Mittwoch (15.-17. November 1999) vor- und nachmittag finden in den Räumen der Akademie erstmalig Kolloquien statt. Diese Veranstaltungen sind öffentlich, sie wenden sich aber vor allem an Autoren, Regisseure, Komponisten, Dramaturgen, Kritiker und an jeden engagierten Zeitgenossen mit speziellem Interesse an der „Theorie und Praxis der Hörspielkunst". Unter diesem Generalthema sollen Werke vorgestellt und analysiert, Thesen formuliert und durch Beispiele veranschaulicht, Probleme der Arbeitspraxis sowie Lösungsmodelle dafür dargestellt und Institutionen des Rundfunks und des Kulturbetriebs kritisch behandelt werden.
Über das genaue Programm und wie man sich dafür einschreiben kann, erfahren Sie demnächst auf dieser Seite.

Ort, Zeit und Eintrittspreise der Woche des Hörspiels 13

Die Veranstaltungen finden in der Akademie der Künste am Hanseatenweg 10 in Berlin-Tiergarten statt.
Beginn: Sonntag, 14. November 1999 mit dem Kinderhörspieltag ab 11 Uhr
Ende: Freitag, 19. November 1999
Beginn der Abendveranstaltungen: 20 Uhr
Eintritt für die Abendveranstaltungen:
DM 10,- ermässigt DM 8,-
Freier Eintritt am Kinderhörspieltag
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