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Montag, 17. Juni 2013
01:00 Uhr
Nachrichten

Putin warnt Westen vor Waffenlieferungen an Rebellen in Syrien
Russlands Präsident Putin hat davor gewarnt, Waffen an die Aufständischen in Syrien zu liefern. Putin äußerte sich nach einer Unterredung mit dem britischen Premierminister Cameron im Vorfeld des heute beginnenden Gipfeltreffens der G8-Staaten in Nordirland. Zugleich verteidigte er die Waffenlieferungen seines Landes an das Regime von Machthaber Assad. Cameron nannte Assad einen mörderischen Diktator, der gehen müsse. Er fügte aber auch hinzu, die Differenzen zwischen Russland und dem Westen in Bezug auf Syrien könnten überbrückt werden. - Der zweitägige G-8-Gipfel beginnt am Nachmittag im nordirischen Eniskillen.

Tschechiens Regierungschef Necas kündigt für heute Rücktritt an
Der tschechische Ministerpräsident Necas tritt heute zurück. Dies kündigte er in Prag an und begründete die Entscheidung mit der Korruptionsaffäre in seiner Regierung. Er sagte, zugleich werde er sein Amt als Vorsitzender der konservativen Regierungspartei ODS aufgeben. Damit wolle er seiner politischen Verantwortung gerecht werden. Necas' Kabinettschefin und zwei weitere Vertraute waren am Samstag neben weiteren Personen wegen Bestechungsvorwürfen in Untersuchungshaft gekommen.

Türkische Gewerkschaften rufen zum Generalstreik auf
In der Türkei haben zwei der größten Gewerkschaften für heute zu einem landesweiten Generalstreik aufgerufen. Die beiden Arbeitnehmervertretungen DISK und KESK begründeten dies mit dem gewaltsamen Vorgehen der Polizei bei der Räumung des Gezi-Parks und des Taksim-Platzes am Samstag Abend in Istanbul. Dort sowie in Ankara und anderen Städten war es auch gestern wieder zu Zusammenstößen zwischen regierungskritischen Protestierenden und Sicherheitskräften gekommen. In Istanbul fand zugleich eine Demonstration zehntausender Anhänger der Regierungspartei AKP von Ministerpräsident Erdogan statt.

Elbe-Deich bei Fischbeck wieder weitgehend dicht - drittes Schiff versenkt
Der gebrochene Elbe-Deich bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt ist wieder weitgehend dicht. Experten versenkten am Abend einen dritten Lastkahn vor der Bruchstelle, wie der Krisenstab in Magdeburg mitteilte. Außerdem wurden dort weitere Sandsäcke sowie Schiffscontainer und Betonteile in den Fluss geworfen. Die Lücke sei so gut wie geschlossen, hieß es. Die ersten beiden Lastkähne waren bereits am Samstag Abend versenkt worden. Wegen des Deichbruchs steht in der Region eine Fläche von 10 mal 20 Kilometern unter Wasser; mehr als 8.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

Medienbericht: Entwurf für CDU-Wahlprogramm fertig
Die CDU-Führung hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ihren Entwurf für das Wahlprogramm fertiggestellt. Als Schwerpunkte für die kommende Legislaturperiode würden solide Finanzen, die Unterstützung von Familien, Bildung und Forschung sowie eine moderne Infrastruktur genannt, meldet das Blatt. Die Union verspreche außerdem höhere Renten für Eltern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Die stellvertretende CDU-Chefin Klöckner sagte, hier gebe es eine Gerechtigkeitslücke.

Israel und Palästina vereinbaren Gespräche zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit
Israel und die Palästinenser wollen wirtschaftlich wieder enger zusammenarbeiten. Das teilte der israelische Finanzminister Lapid nach einem Treffen mit seinem palästinensischen Amtskollegen Bischara in Jerusalem mit. Demnach sollen in künftigen Gesprächen gemeinsame Investitionen und engere Handelsbeziehungen beider Seiten gefördert werden. Lapid betonte, die Wirtschaftszusammenarbeit diene beiden Seiten. Die palästinenische Autonomiebehörde ist hoch verschuldet.

Italienische Küstenwache rettet insgesamt 900 Bootsflüchtlinge
Die italienische Küstenwache hat in mehreren Einsätzen hunderte Bootsflüchtlinge in Sicherheit gebracht. Nach Berichten italienischer Medien wurden mehr als 250 Menschen geborgen, dutzende von ihnen aus dem Wasser. Sieben Personen ertranken. Bereits am Samstag waren knapp 700 Flüchtlinge von manövrierunfähigen Schiffen gerettet worden. Sie stammen den Angaben zufolge aus Syrien, Afghanistan und Ägypten.

Wetter: Heute teils wolkig, aber kaum Regen. 18 bis 34 Grad
Das Wetter: In der Nacht im Norden noch einzelne Schauer möglich, sonst vielerorts aufklarend. 7 bis 17 Grad. Tagsüber meist sonnig, im Nordwesten bewölkt. Nachmittags im Westen und am Alpenrand vereinzelt Gewitter. 18 bis 24 Grad im Norden, sonst 25 bis 34 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag meist sonnig, im Norden auch Wolken. Nachmittags sind örtlich Gewitter möglich. 26 bis 37 Grad, an den Küsten kühler.