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Samstag, 26. Mai 2012
17:00 Uhr
Deutschlandradio Kultur
Vorschau für morgen

Vorschau 26.05.2012

00:00 Uhr Nachrichten

00:05 Uhr Lange Nacht

Verfreundete Nachbarn
Österreich, Schweiz und
Deutschland in einer Langen Nacht
Von Jochen Rack

Die Schweiz und Österreich sind für Deutsche beliebte Urlaubsländer Die Grenzen zwischen den Nachbarländern sind nicht erst seit dem Schengenabkommen durchlässig, seit langer Zeit arbeiten, studieren, heiraten, wohnen Angehörige der jeweiligen Nationalitäten im Nachbarland Doch neuerdings scheint es, als würden die Differenzen von nationalspezifischer Mentalität und Lebensart intensiver erlebt und bewusster gepflegt als früher. Man spricht die deutsche Sprache, aber das Deutsche klingt in Österreich und der Schweiz anders als in Deutschland, und die Vorurteile und Klischees, die sich über den jeweiligen anderen im Umlauf befinden, haben Konjunktur.

Sind es die politischen und ökonomischen Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung und der Globalisierung, die bei den kleineren deutschsprachigen Nachbarn ein neues Bedürfnis nach kultureller und politischer Abgrenzung zur Folge haben? In der Schweiz jedenfalls gibt es eine verstärkte Hinwendung zum Schwyzerdütsch. Deutsche in Spitzenpositionen der Wirtschaft oder der Universitäten werden kritisch gesehen, und die Ausschaffungsinitiative/gesetz indiziert Fremdenangst sowie das Erstarken patriotischer Gefühle und nationalistischer Politik. In Österreich erfreut man sich am Deutschen-Bashing, es grassiert das Ressentiment vom rechthaberischen, humorlosen Piefke, der den Einheimischen die Studienplätze wegnimmt, während die Deutschen sich gegenüber ihren deutschsprachigen Nachbarn indifferent bis herablassend verhalten, ihnen wachsenden Provinzialismus und das Erstarken ausländerfeindlicher Parteien vorwerfen.

Woher rühren die gegenseitigen Abgrenzungsbedürfnisse? Gibt es einen deutschen, österreichischen und Schweizer Nationalcharakter? Was ist dran an den Stereotypen über den jeweiligen Nachbarn? Welche historischen Gemeinsamkeiten gibt es eigentlich noch zwischen diesen drei Ländern?

01:00 Uhr Nachrichten

02:00 Uhr Nachrichten

03:00 Uhr Nachrichten

03:05 Uhr Tonart

Musical Time mit Birgit Kahle

Stephen Schwartz: Godspell

Liedtexte: Stephen Schwartz
Orchestrierungen: Michael Holland
Musikalische Leitung: Charlie Alterman
Regie: Daniel Goldstein

Mit Hunter Parrish, Wallace Smith, Uzo Aduba, Nick Blaemire, Celisse Henderson, Morgan James, Anna Maria Perez De Taglé, Charlie Alterman und Matt Hinkley

Unkraut vergeht nicht und: was gut ist, kommt wieder. Vor allem der letzte Teil dieses lockeren, respektlosen Spruches darf im vorliegenden Fall getrost unterstrichen werden, denn das Broadway-Revival eines 40 Jahre alten Rock-Musicals, das seine Premiere am 7. November 2011 im New Yorker Circle in the Square Theatre hatte, war durchaus ein Erfolg - trotz einiger weniger kritischer Stimmen.

Dass man eine Show, die vor vier Jahrzehnten geboren wurde aus zaghaften Gehversuchen und die sich schließlich weltweiter Popularität erfreute, nicht einfach so wiederholen kann, war den Autoren klar. Und so kam "Godspell", das Erstlingswerk von Stephen Schwartz, dessen Erst-Inszenierung manchen unter Ihnen vielleicht noch in guter Erinnerung sein wird, in neuem, zeitgemäßem Gewand, mit teilweise neuen Texten und musikalisch deutlich aufpoliert daher.

"Godspell" erzählte 1971 als erstes Musical mit Hilfe einer Reihe von Gleichnissen und sich unterschiedlicher Musikstile bedienend, Stationen aus dem Leben Jesu, und zwar, wie es der damals erst 23-jährige Autor des Buches, John-Michael Tebelak, formulierte, als "freie theatralische Form unter Verwendung von Themen des Neuen Testamentes". Genauer gesagt aus dem Matthäus-Evangelium, mit einer kleinen Anleihe auch bei Lukas.

Nun also das Revival, - mit einem veränderten Buch, höchst ansprechenden neuen Orchestrierungen und Arrangements von Michael Holland, intoniert von einer sechsköpfigen Band unter der Leitung von Charlie Alterman. Die Regie oblag Daniel Goldstein.

In der Neu-Inszenierung sprechen unsere energiegeladenen, spielfreudigen Darsteller die Sprache von heute und nehmen augenzwinkernd Bezug auf die Moden und Schrullen unserer Tage. Und da die Haltungen und Diskussionen zwischen den Menschen und ihrer Kirche sich in den vergangenen 40 Jahren weiter entwickelt haben, erwartet man von "Godspell" heute natürlich nicht mehr, dass es die Kirche herausfordert. Aber nach wie vor ist die religiöse Erfahrung primär eine Demonstration der Freude, und eine Feier der Gemeinschaft der Menschen.

04:00 Uhr Nachrichten

05:00 Uhr Nachrichten

05:05 Uhr Ortszeit

Themen des Tages

05:30 Uhr Aus den Feuilletons

05:45 Uhr Kalenderblatt

Vor 60 Jahren:

Mit der Unterzeichnung des Deutschlandvertrages endet der Besatzungsstatus der Bundesrepublik

05:50 Uhr Presseschau

06:00 Uhr Nachrichten

06:15 Uhr Länderreport

Berlin-Neukölln: Vom Problem-

kiez zum Szeneviertel

Von Friedericke Wyrwich

06:23 Uhr Wort zum Tage

Pfarrer Lutz Nehk

06:30 Uhr Kulturnachrichten

06:50 Uhr Interview

07:00 Uhr Nachrichten

07:20 Uhr Wochenkommentar

DieLinke

Von Andre Zantow

07:30 Uhr Kulturnachrichten

07:50 Uhr Interview

Deutsch-israelisches

Verhältnis - Erwartungen an

Bundespräsident Gauck -

anläßlich des Staatsbesuchs

in Israel u. palästinensische

Gebiete (28.-31.5.)

Ralf Hexel, Leiter d. Israel-

Büros d. Friedrich-Ebert-

Stiftung

08:00 Uhr Nachrichten

08:10 Uhr Netscout

08:20 Uhr Reportage

In Bio veritas - wie Biowein

Italien durch die Krise hilft

Von Sarah Zerback

08:30 Uhr Kulturnachrichten

08:50 Uhr Kulturtipp

Opern-Tipp:

"Beatrice Cenci" von Berthold

Goldschmidt, Opernhaus

Dortmund

Von Stefan Keim

09:00 Uhr Nachrichten

09:05 Uhr Radiofeuilleton - Im Gespräch

Live mit Hörern -
00800-2254 2254
Thema: Mehr oder weniger
Demokratie wagen? -
Über Sinn und Unsinn von
Bürgerbeteiligung
Gäste:
- Laszlo Trankovits, Journalist
und Autor
- Claudine Nierth
Vorstandssprecherin von "Mehr
Demokratie e.V."

09:30 Uhr Kulturnachrichten

10:00 Uhr Nachrichten

10:30 Uhr Kulturnachrichten

11:00 Uhr Nachrichten

11:05 Uhr Radiofeuilleton - Themen der Woche

Woche
Künstler und Genie:
Nürnberg zeigt eine große
Dürerausstellung
Gespräch mi Thomas Schauerte,
Leiter des Dürer-Hauses in
Nürnberg

11:20 Uhr CD der Woche

Klassik: Francois Leleux

"Der Charme der Oboe"

11:30 Uhr Kulturnachrichten

11:33 Uhr Kritik

Buch der Woche: David Graeber

Schulden: Die ersten 5000

Jahre, übersetzt von Ursel

Schäfer, Hans Freundl,

Stephan Gebauer, Klett-Cotta

Verlag, Stuttgart 2012

11:40 Uhr CD der Woche

Joe Bonamassa: "Driving

Towards The Daylight"

11:55 Uhr Kalenderblatt

Vor 60 Jahren:

Mit der Unterzeichnung des Deutschlandvertrages endet der Besatzungsstatus der Bundesrepublik

12:00 Uhr Nachrichten

12:05 Uhr Ortszeit

Themen des Tages

12:30 Uhr Schlaglichter

Der Wochenrückblick
Moderation: Michael Groth

13:00 Uhr Nachrichten

13:05 Uhr Tacheles

Marco Bode, Ex-Fußballprofi
im Gespräch mit Martin
Steinhage und Thomas Wheeler

13:30 Uhr Kakadu

Von Mund zu Ohr
Radio- und Tontechnik
Von Elmar Krämer
Moderation: Tim Wiese

Eine Stimme, gesprochen in ein Mikrofon - das ist der Anfang. Aber was kann der Stimme auf dem Weg zu euren Lautsprechern alles passieren? Wir begleiten eine kleine Stimme durch die Welt der Tontechnik. Wir sind dabei, wenn sie Abenteuer unter Wasser erlebt, durch Keller und Flure läuft, die höchsten Berge erklimmt und in einer engen Kiste gefangen gehalten wird. Wie wird aus unserer kleinen Stimme die eines gefährlichen Gangsters oder die eines coolen Geheimagenten, oder die einer Frau? Unsere kleine Stimme kann nicht richtig singen - kann sie dennoch klingen wie ein Popstar? Was machen Computer möglich und wie wurde bevor die Computer kamen im Radiostudio gezaubert? Wir gucken hinter die Kulissen, besuchen Tonstudios und lassen uns von Experten und Soundtüftlern einige Tricks verraten. Kino für den Kopf - was man mit der Stimme basteln kann.

14:00 Uhr Nachrichten

14:05 Uhr Breitband

Medien und digitale Kultur

15:00 Uhr Nachrichten

15:05 Uhr Deutschlandrundfahrt

Vom Brennpunktstadtteil zum Szeneviertel
Der Reuterkiez in Berlin-Neukölln
Von Friederike Wyrwich

Wenn man das berühmte Kaufhaus Karstadt am Hermannplatz hinter sich lässt und in die stille Weserstraße einbiegt, gelangt man in eine andere Welt: Vom geschäftigen Treiben am Eingangstor nach Neukölln über den Reuterplatz zum grünen Ufer des Landwehrkanals. Hier, im Norden von Berlin-Neukölln, machte die Rütli-Schule im Frühjahr 2006 bundesweit Schlagzeilen.

In einem Offenen Brief prangerte die Rektorin die unhaltbaren Zustände an der weitgehend von jugendlichen Migranten besuchten Hauptschule an. Doch inzwischen ist aus der Rütli-Schule ein Modellprojekt geworden - und der umliegende Kiez hat sich gewandelt. Szenekneipen und Cafés eröffnen allerorten und ziehen Einheimische wie Touristen an. Frischgebackene Hauseigentümer streiten mit alteingesessenen Mietern über die Verdrängung armer Leute. Und ein Gartenkulturpfad verbindet das Szeneviertel mit der Wiege des Bezirks: dem alten Rixdorf.

16:00 Uhr Nachrichten

16:05 Uhr Religionen

- Aufbruch zu neuen Ufern? - Evangelische Kirche gründet am Pfingstsonntag in Ratzeburg die Nordkirche

- Fleischlos feiern - Warum am jüdischen Feiertag Schawuot nur Milchspeisen auf den Tisch kommen:
An Schawuot feiern die Juden den Empfang der Zehn Gebote am Berg Sinai. Außerdem ist es ein Erntedankfest, da zu dieser Zeit in Israel Weizen geerntet wird. Und wie bei allen jüdischen Feiertagen spielt auch an Schawuot das Essen eine große Rolle. An diesem Tag jedoch essen die Juden nur milchige Speisen, Fleisch steht nicht auf dem Speiseplan. Die jüdische Überlieferung begründet diese Tradition unter anderem damit, dass das Volk Israel am Sinai die Thora begierig aufgenommen habe - wie ein Baby seine Milch. Die europäische jüdische Küche ist vor allem für Spezialitäten wie Tscholent-Eintopf oder Gehackte Leber bekannt, die milchigen Speisen führen im jüdischen Alltag eher ein Schattendasein. Ein Beitrag über die Herausforderung, an Schawuot ein festliches, milchiges Feiertagsmenü zuzubereiten.

- Vereint ungläubig: Der Ketzerstammtisch Münster

- Internationale Atheistische Tagung in Köln - Die Kirchen und die Kampagne "Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz (GerDiA)" - Gespräch mit Ingrid Matthäus-Maier, ehemalige FDP- und spätere SPD-Spitzenpolitikerin und Sprecherin der Kampagne

Konservativ und erfüllt vom Heiligen Geist - Charismatische Katholiken in Lateinamerika

Moderation: Ita Niehaus

17:00 Uhr Nachrichten

17:05 Uhr Ortszeit

Themen des Tages mit Sport

17:30 Uhr Lesung

Aus "Katzentisch" von
Michael Ondaatje
Gelesen von Johannes Steck

18:00 Uhr Nachrichten

18:05 Uhr Feature

So weit die Verse tragen
Ein Ritt durch die Welt der Cowboy Poetry
Von Susann Sitzler
Regie: Denise Dreyer
Mit Jochen Striebeck, Hans-Georg Körbel, Brigitte Mages u.a.
Ton: Ingo Siegrist
SR 2011/54'01

Seit 150 Jahren gibt es Cowboy Poetry. Gedichte, in denen Cowboys aus ihrem Leben erzählen, sind eine eigenständige Gattung der amerikanischen Literaturgeschichte, die in Europa weitgehend unbekannt ist. Das Feature führt in die Bergwelt von Colorado und nach Texas, zu modernen Cowboylyrikern wie dem Naturführer John Nelson, dem Literaturprofessor und Rancher Mark Todd oder der Dichterin Laurie Wagner Buyer - und auch zu historischer Cowboylyrik.

Zu hören sind auch jene Stimmen dieser lebendigen Szene, die Hollywood in seiner Version des Wilden Westens lange unterschlug: die der schwulen und die der schwarzen Cowboys.

19:00 Uhr Nachrichten

19:05 Uhr Oper

Deutsche Oper Berlin
Aufzeichnung vom 19.5.12

Operndoppel konzertant

Felix von Weingartner: "Die Dorfschule"
Oper in einem Akt nach dem altjapanischen Drama Terakoya op. 62

Gèmba - Simon Pauly
Matsuo - Clemens Bieber
Schiò - Fionnuala MaCarthy
Kotarò - Jana Kurucová
Kwan Shasài - Kathryn Lewek
Genzò - Stephen Bronk
Tonàmi - Elena Zhidkova
Der Stotterer - Matthew Pena
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Leitung: Jacques Lacombe

ca. 20.10 Pause mit Nachrichten

Carl Orff: "Gisei - Das Opfer"
Musikdrama op. 20
Libretto: Carl Orff
frei nach "Terakoya" von Takeka Izumo in der Übertragung von Karl Florenz

Kwan Shusài - Kathryn Lewek
Genzo - Ryan McKinney
Tonami - Ulrike Helzel
Matuo - Markus Brück
Chiyo - Elena Zhidkova
Kotaro - Jana Kurucová
Gamba - Burkhard Ulrich

Orchester der Deutschen Oper Berlin
Leitung: Jacques Lacombe

21:45 Uhr Die besondere Aufnahme

Goffredo Petrassi:
Konzert für Klavier und Orchester

Partita und Toccata per Pianoforte

Pietro Massa, Klavier
Göttinger Symphoniker
Leitung: Christoph-Mathias Mueller
DKultur 2011

22:30 Uhr Erotikon

Aus "Traumnovelle" von
Arthur Schnitzler
Gelesen von Wilfried
Hochholdinger

23:00 Uhr Nachrichten

23:05 Uhr Fazit

Kultur vom Tage u.a.
- Schnell, klein, stilprägend:
Polaroids - Ausstellung im
NRW-Forum Düsseldorf
- Dortmund:Berthold Goldschmidt
"Beatrice Cenci"
- Champions League, EM, Theater
Fußball über alles - UA "Der
Aufstieg der Amateure" von
Steffen Mensching am Theater
Rudolstadt
- Musikthema: Siegeszug der
singenden Großmütter?
Eurovision Song Contest in
Baku - Das Finale
- Berlin, C/O: Larry Clark
Eröffnung: 25.05.12