Deutschlandradio-Mobil
Samstag, 26. Mai 2012
17:00 Uhr
Deutschlandfunk
Vorschau für morgen

Vorschau 26.05.2012

00:00 Uhr Nachrichten

00:05 Uhr Mitternachtskrimi

West-östlicher Divan
Utopie und Wirklichkeit
Morituri
Von Yasmina Khadra
Aus dem Französischen
von Bernd Ziermann
und Regina Keil-Sagawe
Bearbeitung: Karlheinz Koinegg
Regie: Frank-Erich Hübner
Mit Christian Brückner, Josef Tratnik, Philipp Schepmann, Volker Niederfahrenhorst,
Gert Haucke, Heinrich Giskes, Peer Augustinski u.a.
WDR 2002/ca. 54'

Eine Tochter aus gutem Hause ist verschwunden. Kommissar Brahim Llob wird mit dem Fall beauftragt - vom Vater persönlich, einem Ex-Politiker, der in den Zeiten des Einparteienstaates mit an der Spitze stand. Schnell führt die Suche nach dem Mädchen zwischen die Fronten eines vom Bürgerkrieg zerrissenen Algerien, in dem das Militär, die alte Nomenklatura und islamistische Fundamentalisten um Macht und Einfluss kämpfen. Ein gefährliches Terrain für einen Polizisten, zumal wenn er, wie Kommissar Llob, in seiner Freizeit Bücher schreibt.

01:00 Uhr Nachrichten

01:05 Uhr Soundcheck

Immer in bester Gesellschaft
Ike Turner als Bandleader
und Begleitmusiker
Am Mikrofon: Michael Frank

02:00 Uhr Nachrichten

03:00 Uhr Nachrichten

03:05 Uhr Nachtkonzert vom DLF

Jean Françaix
L'Apocalypse selon St. Jean
Jürgen Essl, Orgel
Claudia Boettcher, Sopran
Bernhard Kratzer, Trompete
Martin Maier, Trompete

Robert Schumann
5 Lieder, op. 40
Bo Skovhus, Bariton

Ambroise Thomas
Entr" acte und Monolog des Hamlet aus der Oper 'Hamlet'

Erich Wolfgang Korngold
Szene und Romanze des Fritz aus der Oper 'Die tote Stadt', op. 12

Benjamin Britten
Ballade und Schlussmonolog
aus der Oper 'Billy Budd'

Richard Wagner
Ausschnitte aus 'Tannhäuser
Bo Skovhus, Bariton

04:00 Uhr Nachrichten

04:05 Uhr Nachtkonzert vom DLF

Ernst Krenek
Five Prayers, op. 97
RIAS Kammerchor

Ausschnitte aus der Oper
'Jonny spielt auf'

Alessandra Marc - Anita
Marita Posselt - Yvonne
Heinz Kruse - Max
Michael Kraus - Daniello
Dieter Schwartner - Hoteldirektor
Dieter Scholz - Manager

Italienische Balladen, op. 77b
Katherine Arthur, Sopran
Reinhard Schmiedel, Klavier

'Nachdenklich'. Studie, op. 184a
Lucas Fels, Violoncello

Kantate von der Vergänglichkeit des Irdischen, op. 72
RIAS Kammerchor

05:00 Uhr Nachrichten

05:05 Uhr Klassik am Morgen

Claude Debussy
'Suite bergamasque', L 75
Friedrich Gulda, Klavier

Ferdinand Ries
Ouvertüre aus 'Die Räuberbraut'
Die Kölner Akademie

Joseph Haydn
Klaviertrio Es-Dur, Hob. XV: 22
Haydn Trio Eisenstadt

05:30 Uhr Nachrichten

05:35 Uhr Presseschau

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr Nachrichten

06:05 Uhr Kommentar

Dirk Birgel von den Dresdner

Neuesten Nachrichten:

Zwischen Berufsethos und

Rentabilität - Der Deutsche

Ärztetag in Nürnberg

06:10 Uhr Informationen am Morgen

06:30 Uhr Nachrichten

06:35 Uhr Morgenandacht

06:50 Uhr Interview

Noch ein Rest Hoffnung? - Entscheidung über Zukunft Schleckers zunächst vertagt - Interview mit Jörg Funder, International Management und Handelsmanagement, FH Worms

Moderation: Anne Raith

07:00 Uhr Nachrichten

07:05 Uhr Presseschau

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Uhr Interview

Ausstiegsszenarien für Griechenland - Deutscher Sechs-Punkte Plan für Wachstum. Interview mit Gunther Krichbaum, CDU, Vorsitzender des Bundestags-Ausschusses für die Angelegenheiten der Europäischen Union

Moderation: Anne Raith

07:28 Uhr Sendezeichen

07:30 Uhr Nachrichten

07:35 Uhr Börse

07:40 Uhr Politik und Sport aktuell

07:50 Uhr Podium

08:00 Uhr Nachrichten

08:10 Uhr Interview

Meinungsfreiheit in Aserbaidschan und die Chancen des ESC - Vor dem Eurovision Song Contest in Aserbaidschan ein Interview mit Emin Milli, aserbaidschanischer Blogger

Moderation: Anne Raith

08:30 Uhr Nachrichten

08:35 Uhr Börse

08:40 Uhr Sport aktuell

08:45 Uhr Politik kompakt

08:50 Uhr Presseschau

Aus deutschen und

ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr Nachrichten

09:05 Uhr Kalenderblatt

Vor 60 Jahren:
Mit der Unterzeichnung des Deutschlandvertrages endet
der Besatzungsstatus der Bundesrepublik

09:10 Uhr Das Wochenendjournal

Himmlischer Klang -
Von der Faszination des
Orgelspiels

10:00 Uhr Nachrichten

10:05 Uhr Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Schriftsteller und Kabarettist Franz Hohler

Franz Hohler erzählt Kindern und Erwachsenen haarsträubende oder auch poetische Geschichten: Sie handeln von fleißigen Tiefkühltruhen und tödlichen Steinlawinen, von Spaziergängen durch seine Heimat und von der Entstehung der Welt und der Menschen. Franz Hohler, der 1943 im schweizerischen Biel geboren wurde und heute in Zürich lebt, hat schon während seines Studiums der Germanistik und Romanistik lieber erzählt.

Auf der Bühne gab er auf Hochdeutsch oder Schweizerdeutsch ein Programm zum Besten, das so erfolgreich war, dass er sein Studium nach fünf Semestern hinwarf und sich ganz dem Erzählen widmete. Aus seiner Leidenschaft entstanden Bücher, Theaterstücke, Kabarettprogramme und Lieder, die er gerne mit Hilfe diverser Musikinstrumente aufführte. Er spielt Cello, verschiedene Flöten, Okarina, Schlagzeug und Schreibmaschine. Heute widmet sich Franz Hohler aber vor allem dem Schreiben für Erwachsene und Kinder. Er gilt als einer der größten Schweizer Autoren.

11:00 Uhr Nachrichten

11:05 Uhr Gesichter Europas

Ganz nah und doch so fern
Leben an der litauisch-
weißrussischen Grenze
Mit Reportagen von
Anja Schrum und
Ernst-Ludwig von Aster
Am Mikrofon: Norbert Weber

Es liegen nur 120 Meter zwischen den Holzhäusern auf beiden Seiten - doch für die Familien, die einmal gemeinsam in diesem Dorf lebten, sind es Welten. Seit dem Zerfall der Sowjetunion wohnen die einen in Norviliskes, die anderen in Pizkuny. Die einen in Litauen, die anderen in Weißrussland. Ein Eisenzaun markiert heute die Grenze. Hier die junge baltische EU-Demokratie, dort die Lukaschenko-Diktatur. Über die System-Grenzen hinweg gibt es jedoch enge Verbindungen. 2004 emigrierte eine komplette Universität von Minsk in die litauische Hauptstadt.

Heute studieren in Vilnius mehr als 2000 junge Weißrussen. Auch belarussische Menschenrechtler und Oppositionspolitiker nutzen Vilnius als Zufluchtsort. Für die litauische Außenpolitik ist dies Risiko und Chance zugleich. Immer wieder kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Nachbarn. Wenn etwa litauische Banken über die Auslandskonten weißrussischer Oppositioneller Auskunft geben. Und wenn die weißrussischen Behörden dieses Wissen dazu nutzen, um unliebsame Oppositionelle zu langen Haftstrafen zu verurteilen, wie im Fall des weißrussischen Menschenrechtlers Ales Byalyatski.

12:00 Uhr Nachrichten

12:10 Uhr Informationen am Mittag

Berichte Interviews Musik

12:10 Uhr Interview

12:50 Uhr Internationale Presseschau

13:00 Uhr Nachrichten

13:10 Uhr Themen der Woche

- Frank Wiebe / Handelsblatt
Nach dem Wachstumsgipfel -
Europa muss sich für einen
Weg entscheiden
- Michael Bauchmüller / SZ
Bund und Länder gehen an die
Arbeit - Die Energiewende
braucht entschlossenes
Handeln
- Stefan Reinecke / taz
Bemüht um Einigkeit - Die
Personaldebatte bei der
Partei Die Linke -
- Rolf Clement / DLF
Verteidigung, Arbeitsteilung
und Erweiterung - Zukunfts-
saufgaben der NATO

13:30 Uhr Eine Welt

Auslandskorrespondenten
berichten
- Ulrich Leidholdt: Flucht-Ort
Jordanien - Ammans Syrien-
Politik
- Gunnar Köhne: Kurden im sy-
risch-türkischen Grenzgebiet
Furcht vor der PKK und der
Türkei
- Sandra Pfister: Krankheit als
Armutsrisiko - Licht und
Schatten des indischen
Gesundheitssystems

14:00 Uhr Nachrichten

14:05 Uhr PISAplus

- Zu viel Klein-Klein in der
Bildung - Braucht Deutschland
einen Nationalen Bildungsrat
als ordnende Hand?

15:00 Uhr Nachrichten

15:05 Uhr Corso

Kultur nach 3
Musikmagazin
- Here we are: Sommerlicher
Synthie-Pop mit Citizens!
- Casting-Gewinnerin
Ivy Quainoo auf Tour
- Die Wahrheit der Mächtigen
Das Powertrio Stone Raiders

16:00 Uhr Nachrichten

16:05 Uhr Büchermarkt

Bücher für junge Leser
- Nina Weger: Helden wie Opa
und ich
- Portrait des niederländischen
Autors Guus Kuijer
- Martin Bengtsson: Freistoß
ins Leben

16:30 Uhr Forschung aktuell

Computer und Kommunikation
- Lass Tux tanzen - Open Source
Software in der Robotik und
in virtuellen Welten
- Hartes Geschäft
Linux und OpenSource müssen
sich der Realität der Märkte
stellen
- Aus allen Wolken gefallen
Die Cloud-Branche hadert mit
ihrem Image

17:00 Uhr Nachrichten

17:05 Uhr Markt und Medien

- DPA unterliegt vor Gericht
im Vergabestreit mit dem
Auswärtigen Amt
- Der gefährliche Alltag einer
investigativen Journalistin
in Aserbaidschan
- Sind Internetportale wie
Everyblock die Lokalzeitung
der Zukunft?

17:30 Uhr Kultur heute

- Die Uraufführung von Olga
Neuwirths Musiktheater
"The Outcast" am National-
theater Mannheim
- Lieder ohne Freiheit in Baku
Wie politische Kritik in
Aserbaidschan unterdrückt
wird

18:00 Uhr Nachrichten

18:10 Uhr Informationen am Abend

18:35 Uhr Sporttelegramm

18:40 Uhr Hintergrund

19:00 Uhr Nachrichten

19:05 Uhr Kommentar

19:10 Uhr Sport am Samstag

- Fußball Freundschaftsspiel in
Basel: Schweiz gegen Deutsch-
land
- Leichtathletik - Mehrkampf-
Meeting in Götzis
- Radsport: Interview mit Jens
Heppner, Sportdirektor beim
deutschen Zweitligateam
NetApp
- Bilanz der Special Olympics
in München
- Kleiner Schritt in die
richtige Richtung: DOSB be-
kennt sich zu den Leitlinien
des Runden Tisches gegen
sexuellen Kindesmissbrauch.

20:00 Uhr Nachrichten

20:05 Uhr Hörspiel/Studio LCB

Studio LCB
Aus dem Literarischen
Colloquium Berlin
Lesung: Hermann Peter Piwitt
Gesprächspartner: Matthias Altenburg und Michael Braun
Moderation: Maike Albath

"Viel gelernt bei Adorno und Höllerer", beschreibt der 1935 bei Hamburg geborene Hermann Peter Piwitt seine Studienzeit in Frankfurt am Main und Westberlin. Erste Texte erschienen in den Zeitschriften konkret, Akzente und Sprache im technischen Zeitalter. Sein Debüt 'Herdenreiche Landschaften' von 1965, für das Günter Grass den Schutzumschlag zeichnete, war ein literarisches Ereignis. Lineare Handlungen weisen die zehn Geschichten nicht auf, stattdessen fließt die Frage nach der Form in den erzählerischen Prozess mit ein.

Die Landschaft soll als Gedächtnisraum erobert werden. Sein Roman 'Rothschilds' (1972), nach dem Prinzip der Collage gearbeitet, war eine Abrechnung mit der Restauration der Nachkriegszeit. Eine atmosphärisch dichte Beschreibung der Bundesrepublik in den 70er-Jahren gelang Piwitt in 'Die Gärten im März' (1979). Mit ironischem Sprachwitz lässt er seine Helden in Aktion treten, die gegen den Zeitgeist ankämpfen. Seinen scharfen Blick für die politischen Verhältnisse stellte Hermann Peter Piwitt immer wieder in streitlustigen Essays unter Beweis.

Der italienische Schriftsteller-Dandy D" Annunzio stand in dem Roman 'Der Granatapfel' (1986) im Mittelpunkt. In seiner neuen Novelle 'Erbarmen' schlägt Piwitt wieder einen anderen Ton an und lässt eine Frau von Sehnsüchten und Selbsttäuschungen erzählen. Mit dem Literaturkritiker Michael Braun und dem Schriftsteller Matthias Altenburg diskutiert Hermann Peter Piwitt über sein Werk und den Bedeutungsverlust der Literatur.

22:00 Uhr Nachrichten

22:05 Uhr Atelier neuer Musik

Local Heroes
Neue Kompositionen von
Nikolaus A. Huber,
Antoine Chessex, Erwin
Koch-Raphael u.a.
oh ton-ensemble
Leitung: Eckart Beinke
Aufnahme vom 29.11.11
in Oldenburg
Vorgestellt von Egbert Hiller

22:50 Uhr Sport aktuell

- Fußball Freundschaftsspiel in
Basel: Schweiz - Deutschland
- Schwimm-EM 2012 in Debrecen/
Ungarn
- Mehrkampf-Meeting in Götzis
Zehnkampf und Siebenkampf 1.
Tag
- Bilanz der Special Olympics
in München

23:00 Uhr Nachrichten

23:05 Uhr Lange Nacht

Verfreundete Nachbarn
Österreich, Schweiz und Deutschland in einer
Langen Nacht
Von Jochen Rack

Die Schweiz und Österreich sind für Deutsche beliebte Urlaubsländer. Die Grenzen zwischen den Nachbarländern sind nicht erst seit dem Schengenabkommen durchlässig, seit langer Zeit arbeiten, studieren, heiraten, wohnen Angehörige der jeweiligen Nationalitäten im Nachbarland. Doch neuerdings scheint es, als würden die Differenzen von nationalspezifischer Mentalität und Lebensart intensiver erlebt und bewusster gepflegt als früher. Man spricht die deutsche Sprache, aber das Deutsche klingt in Österreich und der Schweiz anders als in Deutschland und die Vorurteile und Klischees, die sich über den jeweils anderen im Umlauf befinden, haben Konjunktur.

Sind es die politischen und ökonomischen Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung und der Globalisierung, die bei den kleineren deutschsprachigen Nachbarn ein neues Bedürfnis nach kultureller und politischer Abgrenzung zur Folge haben? In der Schweiz jedenfalls gibt es eine verstärkte Hinwendung zum Schwyzerdütsch. Deutsche in Spitzenpositionen der Wirtschaft oder der Universitäten werden kritisch gesehen, und die 'Ausschaffungsinitiative/gesetz' indiziert Fremdenangst sowie das Erstarken patriotischer Gefühle und nationalistischer Politik.

In Österreich erfreut man sich am 'Deutschen-Bashing', es grassiert das Ressentiment vom rechthaberischen, humorlosen 'Piefke', der den Einheimischen die Studienplätze wegnimmt, während die Deutschen sich gegenüber ihren deutschsprachigen Nachbarn indifferent bis herablassend verhalten, ihnen wachsenden Provinzialismus und das Erstarken ausländerfeindlicher Parteien vorwerfen.

Woher rühren die gegenseitigen Abgrenzungsbedürfnisse? Gibt es einen deutschen, österreichischen und schweizerischen Nationalcharakter? Was ist dran an den Stereotypen über den jeweiligen Nachbarn und welche historischen Gemeinsamkeiten gibt es eigentlich noch zwischen den drei Ländern?

23:57 Uhr National- und Europahymne