Die türkische Polizei hat den seit zwei Wochen von Demonstranten besetzten Gezi-Park in Istanbul mit Gewalt geräumt. Polizisten marschierten nach Angaben von Augenzeugen in das Lager der Aktivisten und besprühten die Zelte mit Tränengas. Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Etliche Menschen wurden nach Angaben von Augenzeugen auf Bahren herausgetragen und in Krankenwagen gebracht. Die deutsche Grünen-Vorsitzende Roth hielt sich zum Zeitpunkt der Erstürmung in dem Park auf. Sie sagte der Nachrichtenagentur dpa, es hätten sich Szenen wie im Krieg abgespielt. Menschen seien durch die Straßen gejagt und gezielt mit Tränengas-Granaten beschossen worden. Kurz vor dem Polizeieinsatz hatte Ministerpräsident Erdogan den Demonstranten ein Ultimatum gesetzt, bis morgen abzuziehen. Dann will die Regierungspartei AKP eine Großdemonstration in Istanbul veranstalten.
Die Präsidentenwahl im Iran hat der Kandidat des Reformlagers, Rohani, klar gewonnen. Er erzielte mit 50,7 Prozent der Stimmen bereits im ersten Durchgang die erforderliche absolute Mehrheit. Nach der offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses strömten zehntausende Anhänger Rohanis auf die Straßen und feierten. International wurde der Wahlsieg des 64-Jährigen mit der Hoffnung auf eine Entspannung im Verhältnis Teherans zum Westen verbunden. Israel verlangte, das iranische Atomprogramm einzustellen. Die britische Regierung forderte Rohani auf, sein Land auf einen anderen Kurs zu bringen. Aus der französischen Hauptstadt Paris hieß es, die internationale Gemeinschaft hege große Erwartungen an die iranische Führung.
Ägypten hat seine diplomatischen Beziehungen zu Syrien abgebrochen. Präsident Mursi ordnete an, die syrische Botschaft in Kairo zu schließen. Auch der ägyptische Vertreter in Damaskus sei zurückgerufen worden, sagte Mursi vor Tausenden Anhängern in Kairo. Überdies rief der Präsident die radikalislamische Hisbollah-Miliz auf, ebenfalls Syrien zu verlassen und ihre Unterstützung für Präsident Assad zu beenden. Die libanesische Miliz kämpft an der Seite der syrischen Regierungstruppen gegen die Rebellen.
Die Linke zieht mit einem Bekenntnis zum Euro in den Bundestagswahlkampf. Die Delegierten des Dresdner Bundesparteitages billigten am Abend eine Passage des Wahlprogramms, in der sich die Partei klar für die Beibehaltung der Gemeinschaftswährung ausspricht. Damit stellten sich die Delegierten gegen die Position des früheren Partei- und Fraktionschefs Lafontaine, der eine Auflösung der Eurozone vorgeschlagen hatte.
In der SPD ist ein offener Streit zwischen Kanzlerkandidat Steinbrück und dem Parteivorsitzenden Gabriel entbrannt. Steinbrück warf dem SPD-Chef im Bundestagswahlkampf mangelnde Unterstützung vor. Nur eine Bündelung aller Kräfte ermögliche es, die Regierung und Frau Merkel abzulösen, sagte Steinbrück dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Auch der Vorsitzende Gabriel müsse sich in den kommenden 100 Tagen konstruktiv und loyal hinter den Spitzenkandidaten und die Kampagne stellen. Hintergrund der öffentlichen Rüge sind laut Spiegel Meinungsverschiedenheiten über das weitere Vorgehen im Wahlkampf.
Im Kampf gegen das Hochwasser an einem gebrochenen Deich bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt sind am Abend zwei Lastkähne in der Elbe versenkt worden. Dadurch wurde eine rund 90 Meter lange Lücke im Deich auf etwa 20 Meter reduziert. Das Hochwasser kann sich nun nicht mehr so stark wie bislang ausbreiten. Die Lastkähne wurden per Sprengung auf den Grund des Flusses gesetzt. Hubschrauber setzten danach große Sandsäcke in die Kähne, um sie zu beschweren. Die verbliebene Öffnung soll morgen durch die Sprengung eines weiteren Kahns geschlossen werden.
Das Wetter: In der Nacht meist trocken bei Werten zwischen 7 und 15 Grad. Morgen im Norden stark bewölkt mit Schauern, sonst meist sonnig und trocken. 15 bis 30 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag im Nordwesten bewölkt bei 18 bis 24 Grad. Sonst meist sonnig bei 25 bis 34 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Südwest 6, Böen 8. Deutsche Ostseeküste: Südwest 5 bis 6, Böen 7.

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