Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Böhmer hat den Überfall mehrerer Rechtsextremer auf einen zwölfjährigen farbigen Schüler als beschämend für sein Land bezeichnet.
Es handle sich um eine schwere Belastung für das Ansehen Sachsen-Anhalts, sagte der Regierungschef der Deutschen Presse-Agentur in Magdeburg. Vorwürfe, die Regierung tue nicht genug gegen Rechtsextremismus, wies Böhmer zurück.
Am Montagabend hatten fünf rechtsextreme Jugendliche bei Schönebeck einen aus Äthiopien stammenden deutschen Schüler zusammengeschlagen und gedemütigt. Sie drückten ihm eine glühende Zigarette ins Gesicht und bedrohten ihn mit einer Waffe. Sie nötigten ihn außerdem, ihre Stiefel abzulecken. Die Gruppe soll den Jungen vor einem Jahr schon einmal überfallen haben. Gegen einen der Verdächtigen aus der rechtsextremen Szene ist inzwischen Haftbefehl ergangen.

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