Bundesbildungsministerin Schavan hält die Proteste der Schüler und Studenten nur zum Teil für berechtigt. Im Deutschlandfunk räumte Frau Schavan ein, dass es bei den 1999 in Bologna beschlossenen Bachelor- und Masterstudiengängen Probleme mit der Umsetzung gebe. Allerdings müsse man auch die Chancen sehen, die diese modernen, europaweiten Abschlüsse nun böten. Die CDU-Politikerin verwies darauf, dass der Bund insgesamt 18 Milliarden Euro ins Bildungssystem investiere. Dies werde in den kommenden zehn Jahren positive Veränderungen nach sich ziehen. In mehr als 80 Städten wollen Schüler und Studenten heute ihre Demonstrationen fortsetzen. Die Proteste, zu denen rund 150.000 Teilnehmer erwartet werden, richten sich vor allem gegen Studiengebühren und die Verkürzung der gymnasialen Oberstufe. Außerdem wird eine solide Finanzierung der Schulen und Universitäten gefordert.

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