In seinem Buch schildert der Journalist Marco Seliger den Afghanistan-Einsatz aus der Sicht derjenigen, die Leib und Leben riskieren: den Soldaten. Ihren Alltag, ihre Ängste und Erlebnisse beschreibt in einer Sprache, die einem das Grauen der Beteiligten sehr nahebringt.
Wer gerne Monopoly spielt, ist in Berlin gerade richtig. Die Stadt ist hip - und die Immobilienpreise sind im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten niedrig. Viele Wohnungen werden an Investoren verkauft, die sie teuer vermieten.
Die Gefahr von rechts ist bekannt - aber was ist mit der Gefahr von links? Dieser Frage geht das erste heutige Buch "Linksextrem" nach. Weiter geht es mit einem Buch, das die Korruption im demokratischen System Deutschlands aufdeckt und letzlich berichtet ein Hamburger Lehrer über seinen Aufstieg vom kenianischen Straßenkind zum deutschen Beamten.
Der Markt muss es richten: Nur wenn die Folgen für den Klimawandel in Energiekosten einberechnet werden und die Preise dementsprechend steigen, werden die Menschen ins Energiesparen investieren, meinen Andreas Wolfsteiner und Günter Wittmann.
"Iran ist nicht nur das Problem Israels": Die USA und Europa dürften Israel nicht allein lassen, falls es wegen des Atomprogramms zu einem bewaffneten Konflikt mit Teheran kommt, fordert David Harris, der Direktor des American Jewish Committee.
Der Europa-Abgeordnete Daniel Caspary (CDU) hat sich „sehr überrascht“ gezeigt über den Rückzieher der Bundesregierung bei der geplanten Unterzeichnung des ACTA-Abkommens gegen Produktpiraterie. Das Übereinkommen sei im Sinne von Verbrauchern und Arbeitsplätzen.
Angesichts des Todes der elfjährigen Chantal in einer Pflegefamilie in Hamburg hat der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, deutschlandweit einheitliche Standards bei der Auswahl von Pflegefamilien gefordert.
Zwischen dem Kreml und dem russischen Außenministerium herrschte jahrelang eine Art Konkurrenzdenken. Die russischen Außenminister verstanden sich nicht als gehorsame Diener des Präsidenten, sondern verfolgten ihre ganz eigene Politik gegenüber dem Ausland, meint Hermann Krause.
1981 kam in Frankreich die Linke an die Macht. Sie fand eine Wirtschaft vor, die nach dem Ölpreisschock schwächelte. Der Ausweg des neuen Präsidenten François Mitterrand: Verstaatlichung von Schlüsselunternehmen. Vor 30 Jahren bestätigte der Verfassungsrat endgültig die Nationalisierungen.
Nach Polen, Tschechien und Lettland will auch Deutschland das Urheberrechts-Abkommen ACTA nicht unterzeichnen. Sandro Gaycken von der FU Berlin dagegen meint: Mit ACTA würde illegales Downloaden von Musik und Filmen bekämpft und sei kein Einfallstor für Internetzensur.
Am Freitag beginnt in der Hansestadt Bremen die 468. Schaffermahlzeit. Was dazumalen ein Abschiedsessen für Kapitäne war, hat heutzutage sozialen Stiftungscharakter und ist ein politisches Ereignis. Bundestagspräsident Norbert Lammert ist diesmal Ehrengast auf der Schaffermahlzeit.
Der Wolfenbütteler Landrat Jörg Röhmann (SPD) hat die Änderung des Atomrechts durch eine "Lex Asse" gefordert, um die Bergung des Atommülls aus dem ehemaligen Salzbergwerk Asse zu beschleunigen. Das Risiko, den Müll jetzt rauszuholen, sei geringer als den Müll langfristig drin zu lassen.
Die gegenwärtige Krise hat keinen breiten Diskurs darüber ausgelöst, welche Gestalt das zukünftige Europa annehmen soll. Ohne eine politische Vision werden wir unter das Diktat einer Finanz- und Wirtschaftsoligarchie geraten, meint Bernd Wagner.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 10.2.2012
Als 1960 der CIA-Agent Gary Francis Powers mit seinem Flugzeug über der Sowjetunion abgeschossen wurde, drohte ihm eine lange Haftstrafe. Doch Powers musste nur zwei Jahre sitzen: In den USA war bereits ein russischer KGB-Agent infaftiert - eine gute Basis für einen Agentenaustausch.
Viele Südafrikaner gehen sorglos mit Trinkwasser um: Ihre Leitungen und Wasserhähne sind oft defekt. In der Landwirtschaft, wo Halbwüsten falsch bewässert werden, wird viel Flüssigkeit verschwendet - dazu kommt die Belastung der Flüsse und Seen durch Umweltgifte. Längst gilt Südafrika als wasserarmes Land.
"Ein Schuss aus der Hüfte": Volker Lempp vom Automobilclubs ACE übt scharfe Kritik an den Plänen von Verkehrsminister Ramsauer für eine neue Verkehrssünderkartei. Die Reform mache das System weder einfacher noch gerechter.
Bei der Aufklärung der Neonazi-Mordserie müssten alle Fakten auf den Tisch, sagt Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses, . Er setzt dabei auch auf die Mithilfe der Bund-Länder-Kommission.
Die gesetzlichen Krankenkassen schwimmen im Geld, der Gesundheitsfonds hat einen Überschuss in Milliardenhöhe. Dies sei ein Effekt der guten Konjunktur, sagt die Grünen-Politikerin Biggi Bender, kein Ergebnis schwarz-gelber Politik. Man müsse sich auch auf schlechtere Zeiten einstellen.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan misst mit zweierlei Maß. Er beschwert sich über das neue französische Völkermord-Gesetz und wirft anderen Staaten vor, ethnische Minderheiten zu unterdrücken. Dabei hätte er im eigenen Land genug zu tun, zum Beispiel in der Kurdenfrage, meint Ralf Hosfeld.
Sie ist das Gesicht des Kampfes der guatemaltekischen Landbewohner: Rigoberta Menchú, die 1992 als bisher jüngste Preisträgerin den Friedensnobelpreis erhielt. Mit ihrem Einsatz für Menschenrechte stand sie allerdings nicht allein. Mit und hinter ihr kämpften und kämpfen andere Frauen.
In Mexiko werden jedes Jahr Tausende von Flüchtlingen aus Zentralamerika verschleppt, gefoltert und ermordet. Die Behörden schauen weg, wenn sie nicht sogar selber mit den Banden unter einer Decke stecken. Wer keine Verwandten oder Freunde hat, die Lösegeld an die Banden zahlen, wird umgebracht.
Seit der Love-Parade-Katastrophe im Juli 2010 tobt der Streit um Duisburgs CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Seine Abwahl ist das Ziel einer Bürgerinitiative, Gewerkschaften und Vertreter aller Parteien - außer der Duisburger CDU.
Hans Mathias Kepplinger, Professor für empirische Kommunikationsforschung an der Uni Mainz, sieht die Rolle der Medien bei den Vorwürfen gegen Bundespräsident Christian Wulff kritisch. Zum Teil seien Dinge "an den Haaren herbeigezogen".
Wer wie Fritz Vahrenholt davon spricht, dass die Ölreserven in 50 Jahren verbraucht seien, sei noch zu optimistisch, findet der Autor Andreas Eschbach. "Wir werden es noch erleben zu unseren Lebzeiten, wie Öl an Bedeutung verliert, weil es weniger davon geben wird, weil die Preise steigen und steigen werden".
In der Diskussion um weitere Sparanstrengungen Griechenlands werde zu wenig an die Unternehmen im Land gedacht, bemängelt der Leiter der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer, Martin Knapp. Die Reformen müssten von entsprechenden Hilfen für die Konjunktur begleitet werden.
Die Gespräche von Russlands Außenminister Lawrow mit dem syrischen Regime werden nach Ansicht der Grünen-Außenpolitikerin Kerstin Müller ergebnislos bleiben. Dass Moskau sich zufrieden gezeigt habe, sei "zynisch". Eine militärische Intervention wäre ihrer Ansicht nach "nicht zielführend".
Welche Folgen hat der Klimawandel? Wie viele Rentner wird es in zwanzig Jahren geben? Wie entwickeln sich der Eurokurs, die Arbeitslosenzahlen oder die Sympathiewerte der FDP? Ach, wenn man doch nur einmal einen Blick in die Zukunft werfen könnte, wünscht sich Martin Tschechne.
Die größten, bisher nicht ausgebeuteten Grubengasvorkommen liegen unter Australiens fruchtbarstem Land. Die Farmer fürchten, dass das das Grundwasser verseucht. Die Folgen: Blockaden und Demonstrationen.
Leerstand, hohe Arbeitslosigkeit, Brachflächen - das ist das Erscheinungsbild vieler ostdeutscher Städte. Um dagegen etwas zu unternehmen, überlegen die Leipziger Architekten vom Büro Karo Maßnahmen. Darunter: eine Freiluftbibliothek bei Magdeburg und so genannte Wächterhäuser in Leipzig.
Die polnische Kulturwissenschaftlerin Bozena Choluj ist überzeugt, dass es bei den ACTA-Protesten in ihrer Heimat nicht nur um die Informationsfreiheit im Internet geht. Die Wut der Bürger richte sich gegen zu wenig Beteiligung in der Politik Polens insgesamt, sagt sie.
"Nur Sparen" hilft den Kommunen in Schleswig-Holstein nicht. Um den Weg aus der Schuldenfalle zu finden, blicken Politiker im Norden interessiert nach Skandinavien: Die Gemeinden haben dort einen höheren Stellenwert im politischen System.
Anlässlich des 20. Jahrestages des Maastricht-Vertrages hat der ARD-Europa-Experte Rolf-Dieter Krause, davor gewarnt, dass der Euro als „Spaltpilz“ Europas wirksam wird. Er erinnerte daran, dass damals ein Argument für den Euro gewesen sei, er werde Europa zusammenschweißen.
Das luxemburgische Mitglied der Sozialistischen Fraktion, Robert Goebbels, hat die Rolle der Hedgefonds bei den Verhandlungen um die Hilfen für Griechenland kritisiert. Einige Hedgefonds würden "mit allen Mitteln versuchen, sich gegen ein Abkommen zu wehren, um damit Kasse zu machen".
Was die Bundesregierung zu den personellen Kontinuitäten zwischen NS-Staat und Bundesrepublik auf 85 Seiten zusammengetragen hat, liest sich wie ein Befreiungsschlag. Doch wie war der Aufbau demokratischer Strukturen mit diesem Personal überhaupt möglich?
25 Prozent der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Das Land hat keine eigenen Ressourcen, keine Industrie. 90 Prozent der Lebensmittel müssen importiert werden, darunter sogar Trinkwasser. Dennoch gelten die Kapverdischen Inseln seit 2008 als Aufsteiger Afrikas.
Die Energieversorgung ist ein Dauerproblem in Uganda – die Wasserkraft könnte nun endlich Abhilfe schaffen. Das Kraftwerk Bujagali soll die installierte Stromerzeugung in dem ostafrikanischen Land um die Hälfte steigern.
Vor lauter Evaluation kommt der öffentliche Dienst nicht mehr zur eigentlichen Arbeit, kritisiert Christoph Bartmann, Leiter des Goethe-Instituts in New York. Er plädiert für mehr Bürokratie der alten Schule. Alle 20 bis 30 Jahre müsse die herrschende Büroordnung überdacht werden.
Seit dem Erscheinen seines Buchs "Gomorrha" über die neapolitanische Camorra lebt Roberto Saviano mit Personenschutz. Nun ist sein neues Buch auf Deutsch erschienen - eine schriftliche Fassung von TV-Vorträgen, mit denen Saviano in Italien enorme Einschaltquoten erzielte.
Um das iranische Atomprogramm zu stoppen, erwägt die israelische Regierung Militärschläge auf Nuklearanlagen - womöglich schon in diesem Frühjahr. Der Militärtheoretiker Martin van Creveld zweifelt an der Effektivität eines solchen Angriffs.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Ist der Bundespräsident reif für den Rücktritt?
Sendezeit: 13.02.2012, 01:05
Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons 12.02.2012
Sendezeit: 12.02.2012, 23:55
Wien, Burgtheater, Kasino: Luis Buñuel "Der Würgeengel" Regie: Martin Wuttke
Sendezeit: 12.02.2012, 23:52
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