Die Kämpfe im Nordosten Nigerias mit der islamistischen Sekte Boko Haram seien vermutlich nicht mit mehr Soldaten zu beenden, schätzt Thomas Mättig von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Nigeria. Hinter dem Konflikt stecke eine tiefgreifende Verbitterung gegenüber der Regierung.
Seit 20 Jahren gibt es die Tafeln - Vereine, die Lebensmittel an Menschen verteilen. Derzeit stehen sie heftig in der Kritik. Der Vorwurf: Sie helfen, den Staat bei der Betreuung der Armen aus der Verantwortung zu entlassen. Ein Blick auf die Motivationen und die Arbeit der Freiwilligen.
Dominik Wullers ist Ende 20 Jahre und überzeugter Christ. Kein leichtes Leben, findet er. Denn immer wieder begegnet er Vorurteilen, wenn er von seinem Glauben spricht. Der Grund: Den Menschen sei der Glaube systematisch aberzogen worden.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 21.5.2013
Neonazis, Arbeitslosigkeit, Autoklau: Geschichten, die man schon häufiger über die deutsch-polnische Grenzregion gehört hat. Was aber ist dran an diesen Geschichten? Was ist Klischee und was Realität?
Erst im Erwachsenenalter erfuhr Madeleine Albright die wahre Geschichte ihrer Familie: Ihre Großeltern und weitere Verwandte wurden von den Nazis ermordet. Was andere in eine Schockstarre versetzt hätte, arbeitet die US-Außenministerin a.D. mit großem weltpolitischen Hintergrundwissen in ihren Erinnerungen auf.
"Plötzlich war ich Ministerpräsidentin", erinnerte sich Heide Simonis später an den Tag, an dem sie das höchste politische Amt Schleswig-Holsteins übernahm. Sie trat die Nachfolge Björn Engholms an und wurde am 19. Mai 1993 erste Landeschefin in Deutschland.
Drei Mal besuchte der junge John F. Kennedy Deutschland, bevor er US-Präsident wurde. In seinen Reiseaufzeichnungen spricht er von "nordischen Rassen" und Hitler als "Legende". Oliver Lubrich, Herausgeber der Texte, sagt, Kennedy sei vom Faschismus in gewisser Weise fasziniert gewesen.
Der Friedensprozess in Kolumbien scheint voranzukommen: Rebellen der FARC und die Regierung haben wieder Gespräche aufgenommen. Und Alberto Franco verfolgt diese sehr aufmerksam - seit Jahren kümmert sich der Priester um Menschen, die von ihrem Land vertrieben wurden.
Der Eucharistische Kongress ist ein Herzensanliegen von Kardinal Meisner, der Ende des Jahres aus dem Amt scheiden wird. Die Veranstaltung soll die Begeisterung vermitteln, die auf dem gemeinsam gefeierten Abendmahl entsteht. Doch es gibt auch Kritik.
Der Chef der Deutschen Energieagentur, Stephan Kohler, hat eine Änderung des Gesetzes zur Förderung Erneuerbare Energien (EEG) gefordert. Derzeit werde mit Wind- und Sonnenkraftwerken mal zu viel und mal zu wenig Strom produziert - was die Netze nicht verkraften würden.
Mitten im Kalten Krieg führte Willy Brandts Ostpolitik 1970 zur Unterzeichnung des "Moskauer Vertrages". Er war die Grundlage für den ersten Besuch des mächtigsten sowjetischen Politikers in der Bundesrepublik Deutschland 28 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
In Deutschland wird Atomenergie produziert und deshalb ist es auch deutsche Verantwortung, den dabei entstehenden Müll zu entsorgen. Doch trotz des zuletzt gefundenen Endlager-Kompromisses wird Altmaier noch dicke Bretter bohren müssen, meint Christel Blanke.
Ise Bosch ist die Enkelin von Robert Bosch und arbeitet hauptberuflich als Stifterin. Sie wünscht sich eine "Kultur des Teilens und Gebens" in Deutschland - und höhere Steuern für die oberen Einkommensschichten.
Ein falsches Wort und es folgt die große Schelte. Doch was wäre Politik ohne Ausrutscher? Wenn man sich an vergangene Politiker-Aussagen erinnert, dann sind es ja oft Anekdoten voll von politischen Unkorrektheiten und Ausrutschern, meint der Schriftsteller Ulrich Woelk.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 17.5.2013
Schon heute fehlen in deutschen Großstädten 250.000 Wohnungen, im Jahr 2025 könnten es rund eine Million sein, warnt der Mieterbund. Der Verband fordert die Politik auf, Wohnraum für sozial Schwache zu schaffen und Mieterhöhungen nach Umzügen zu begrenzen.
Seit zwei Jahren regiert Olaf Scholz die Freie und Hansestadt Hamburg mit absoluter Mehrheit. Für seinen Regierungsstil aber erntet er viel Kritik: Alle großen Entscheidungen ziehe er an sich, behauptet die Opposition.
Das deutsche Modell der Berufsausbildung könne einen Beitrag dazu leisten, die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu verringern, sagt Steffen Bayer vom Deutschen Industrie- und Handelstag. Das Modell habe sich bei deutschen Firmen In Spanien und Portugal bewährt.
Das Verteidigungsministerium zahlt mehrere Hundert Millionen Euro für die Entwicklung einer Aufklärungsdrohne, die nicht zugelassen werden wird. Ein Schildbürgerstreich, für den niemand die politische Verantwortung übernehmen will - das ist ein fatales Signal für die Soldaten und die Volksvertreter, meint Klaus Remme.
Durch das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz könne die Qualität der Medikamente verbessert werden, sagt Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission. Auch bereits zugelassene Medikamente könnten damit erneut überprüft werden. Doch das neue Gesetz ist nur ein erster Schritt.
Die nordfriesische Insel Föhr ist seit Jahren in Mode. Immer mehr Häuser und Wohnungen werden von wohlhabenden Festländern aufgekauft - und der Platz für Einheimische wird knapp.
Heute trifft der türkische Ministerpräsident Erdogan in Washington US-Präsident Obama. Erdogan wolle die Amerikaner zu einem stärkeren Engagement in Syrien bewegen, sagt der Politologe Nail Alkan.
Weil Jugendliche die Entscheidungsträger von morgen sind, hält der Polarforscher Arved Fuchs den Gipfel in Berlin für sehr sinnvoll. Dass junge Menschen aus aller Welt Botschafter in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden, habe eine große Streuwirkung.
Bei rund 60.000 Todesfällen pro Jahr finden sich in Deutschland keine Erben, die den Nachlass beanspruchen. Dann schlägt oft die Stunde der Erbenermittler. Sie wühlen sich durch Geburts-, Heirats- und Sterbeakten, um erbberechtigte Verwandte ausfindig zum machen.
Es heißt, es sei die nächste industrielle Revolution: Mit Hilfe von 3D-Druckern könne künftig jeder das herstellen, was er braucht. Hebt der 3D-Drucker also die kapitalistische Massenproduktion aus den Angeln? Wohl kaum, meint der Publizist Michael Böhm.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 15.5.2013
Vor den Küsten der Inselgruppen der Lofoten werden gewaltige Ölvorkommen vermutet. Dabei ist das artenreiche Gebiet als hochsensibler Lebensraum besonders geschützt. Der Konflikt zwischen Fischern und Industrie ist entbrannt.
Chinas Umwelt befindet sich nach 30 Jahren Wirtschaftsboom in erbärmlichem Zustand. Ein großer Teil der Böden, von denen sich das Land ernährt, ist verseucht. Nicht nur die Fabriken, sondern auch die Bauern sind daran schuld.
Micha Brumlik, Publizist und ehemaliger Grüner, hat die Partei gegen Pädophilie-Vorwürfe verteidigt. Die Grünen selbst hätten das Thema in den 80er-Jahren "nicht gepusht". Bei Neugründungen versuchten sich stets alle möglichen Gruppen anzuhängen, sagte er.
Der angeschlagene ThyssenKrupp-Konzern verschärft sein Sparprogramm und will weltweit 3000 Stellen in der Verwaltung streichen. In Deutschland sind von dem «Act» getauften Sparprogramm mehr als 1500 Arbeitsplätze betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber nicht geben.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise sorgt in den meisten Ländern für eine immer ungleichere Verteilung der Einkommen. Das Armutsrisiko steigt. Nur in Deutschland und Österreich ist die Situation leicht besser, wie eine Studie der OECD zeigt.
500.000 Flüchtlinge, zu wenig Wasser, eine schwache Verwaltung das sind nur einige der Gründe, warum Mali Geld braucht. Heute beraten in Brüssel Vertreter von 100 Staaten darüber, wie durch einen Wiederaufbau die Sicherheitslage verbessert werden kann.
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandradio Kultur
Kulturnachrichten
Sendezeit: 21.05.2013, 09:30
"5 Jahre Leben" - Surviving Guantanamo
Sendezeit: 21.05.2013, 09:12
Murat Kurnaz Fünf Jahre Leben
Sendezeit: 21.05.2013, 09:10
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