Nach fünf Jahrzehnten Bürgerkrieg scheint in Kolumbien die Chance auf Frieden größer denn je. Doch das Schicksal von rund 50.000 Verschleppten und Verschollenen steht einem Friedensabkommen zwischen Regierung und Guerilla nach wie vor im Weg.
Als Reformer will der Vorsitzende der deutsch-iranischen Parlamentariergruppe, Bijan Djir-Sarai, (FDP) den als gemäßigt geltenden Geistlichen Hassan Rohani nicht bezeichnen. Rohani hätte jedoch die Chance, die Konflikte zwischen dem Iran und dem Westen zu beruhigen.
Karlsruhe darf und soll von der EZB fordern, dass sie sich nicht finanzpolitisch von europäischen Regierungen vereinnahmen lässt. Aber es sollte in seinem Urteil die Eigengesetzlichkeit der EZB in einem schwierigen geldpolitischen Umfeld achten, meint Klemens Kindermann.
Das Einzige, was an der Enthüllung des jungen IT-Technikers Edward Snowden nicht nur verblüfft, sondern erschüttert, ist die Tatsache, dass US-Präsident Barack Obama die Paranoiapolitik seines Vorgängers übernommen und den Überwachungswahn zur Staatsräson erhoben hat, meint Christian Bommarius.
Deutschlandfunk · Themen der Woche · 15.6.2013
Anlasslose Überwachung eines jeden ist Demokratie-inkompatibel, meint Falk Steiner. Deshalb müsse die Kanzlerin beim Besuch von US-Präsident Barack Obama klare Position zur NSA-Überwachungsaffäre beziehen.
Die Demonstranten auf dem Istanbuler Taksim-Platz haben dasselbe Ziel wie die EU: mehr Demokratie in der Türkei. Um sie zu unterstützen, müsste Brüssel dem türkischen Premierminister unmissverständlich klarmachen, dass er so nicht weitermachen kann, meint Matthias Krupa.
Zollschranken senken, Grenzen öffnen, Standards angleichen: Wettbewerb kann in der Tat zu unser aller Bestem wirken. Doch rote Linien, wie sie nicht nur Frankreich, sondern auch Verbraucherschützer für das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA fordern, sind sinnvoll, meint Jule Reimer.
Die Lohnpolitik in Deutschland habe katastrophale Folgen für die südlichen Länder Europas, kritisiert Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. Setze man sie fort, werde "die Währungsunion vermutlich auseinanderfliegen".
Der außenpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Philipp Mißfelder, setzt zur Beendigung des syrischen Bürgerkriegs weiter auf den Verhandlungsweg. Wenn sich Bündnispartner nun für Waffenlieferungen an die syrische Opposition entschließen sollten, müsse sich Deutschland nicht zwingend daran beteiligen.
Die Franzosen torpedieren das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der Europäischen Union. Paris fordert kulturelle Ausnahmen und droht mit einem Veto, wenn Bereiche wie die Filmindustrie und digitale Medien nicht ausgeklammert werden.
Am Morgen des 17. Juni 1953 versammelten sich nicht nur in Berlin, sondern überall in der DDR zahllose Demonstranten. Autos wurden demoliert, öffentliche Gebäude gestürmt, Kioske gingen in Flammen auf. Der Protest gegen die Arbeitsnormen schlug um in einen Volksaufstand gegen das SED-Regime.
Ein Freihandelsabkommen mit den USA könne durchaus Vorteile für deutsche Verbraucher bringen, sagt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Es mache aber skeptisch, wenn hinter verschlossenen Türen verhandelt werde.
10.000 Brillengläser stellt die Augenoptiksparte von Carl Zeiss täglich her - und jedes Glas ist ein Unikat. Viele Patente gehen auf die Forschungslabors im schwäbischen Aalen zurück. Und seit 2012 ist das Unternehmen wieder aus der Verlustzone heraus.
Waffen für syrische Aufständische? Sylke Tempel, Chefredakteurin von "Internationale Politik" warnt, dass es in Syrien nicht eindeutig gute und weniger gute Rebellen gäbe. Je länger der Krieg dauere, desto weniger würden Regierungstruppen und Rebellen eine friedliche Lösung suchen.
In Spanien erweisen sich Kooperativen als ausgesprochen krisenfest: Während anderswo Stellen gekürzt werden und Firmen Sparprogramme auflegen, floriert das genossenschaftliche Modell. Gerade für junge Menschen sind die Kooperativen eine Möglichkeit, zu arbeiten und im Land zu bleiben.
Eine neue Brücke über die Donau verbindet seit heute die Orte Widin in Bulgarien und Calafat in Rumänien. Auf der nunmehr zweiten Donaubrücke zwischen beiden Ländern ruhen viele Hoffnungen - doch es fehlen gut ausgebaute Zufahrtswege.
Das klingt sympathisch: Niemand soll im Alter mit weniger als 1050 Euro netto im Monat auskommen müssen. Mit derlei Forderungen will die Linkspartei die Altersvorsorge umkrempeln. Doch die Probleme des Rentensystems sind damit noch nicht gelöst.
Der französische Präsident François Hollande steht vor einer Mammutaufgabe: Die EU-Kommission zwingt ihn, das Rentensystem des Landes zu reformieren. Dass die Vorgabe aus Brüssel stammt, macht das Projekt nicht einfacher.
Umweltminister Peter Altmaier (CDU) zufolge macht die Suche nach einem Atommüll-Endlager Fortschritte. Das Gesetz könne vor der Bundestagswahl im Herbst auf den Weg gebracht werden. Er sei überzeugt, dass ein späterer Vorschlag für ein Zwischenlager angenommen werde.
Die Konsumenten in Deutschland könnten von einem gemeinsamen Wirtschaftsraum mit den Vereinigten Staaten profitieren, sagt Verbaucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Es könne aber nicht zulasten der deutschen Standards gehen. Hormonfleisch müsse beispielsweise mindestens gekennzeichnet werden.
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die Homo-Ehe muss beim Ehegattensplitting mit der Ehe gleichgestellt werden. Schon vor dem Urteil war der Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg, Thomas Strobl, für die Gleichbehandlung eingetreten. Damit macht er sich in der Partei nicht nur Freunde.
Vor dem heute beginnenden Parteitag der Linken in Dresden blickt Parteichefin Katja Kipping auf ein "wirklich gutes Jahr" für ihre Partei zurück. Der Linken sei es gelungen, sich auf ihre Kernthemen zu fokussieren.
Die Entscheidung, die Suche nach einem weiteren Zwischenlager für Castoren auf 2014 zu verschieben, sei auf die anstehenden Wahlen in Bayern und Hessen zurückzuführen, sagt die atompolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl.
Pünktlich zum 60. Jahrestag liegen neue Erkenntnisse darüber vor, wie die Geheimdienste in Ost und West, die DDR-Staatssicherheit und die damalige Organisation Gehlen in der Bundesrepublik, den Volksaufstand wahrgenommen und darauf reagiert haben.
Deutschlandfunk · Studiozeit · Aus Kultur- und Sozialwissenschaften · 13.6.2013
In den USA dreht sich das Übernahmekarussel wieder: Der US-Medienriese Gannett will Belo, einen Betreiber von Fernsehstationen, für 2,2 Milliarden Dollar übernehmen. Auch besser als erwartete US-Konjunkturdaten versetzen die Anleger in Kauflaune.
Die FDP-Bundestagsabgeordnete Elke Hoff sortiert nicht nur ihre Gedanken neu, sondern ihr ganzes Leben. 30 Jahre lang hat sie Politik gemacht. Nun steigt die Sicherheits-Expertin aus dem Geschäft aus - sie will studieren und gärtnern.
Bisher war der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), die Partei der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein, von der Fünfprozentklausel befreit. Doch das schmeckt nicht allen. Vier Mitglieder der Jungen Union haben beim Landesverfassungsgericht gegen das Privileg geklagt.
Es ist überraschend, dass Regierung und Opposition so kurz vor der Bundestagswahl überhaupt noch Kompromisse finden können - doch das Zustandekommen des Endlagersuchgesetzes ist eine Blaupause dafür, wie es nicht laufen darf, meint Georg Ehring.
Die geplatzte Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens hat die staatliche Betreibergesellschaft 2012 tiefer in die roten Zahlen gedrückt. Unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 185 Millionen Euro, wie die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH mitteilte. Im Vorjahr hatte das Minus bei 75 Millionen Euro gelegen.
Alle vier Jahre wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Ein Mann muss es sein, sagt der Wächterrat. Mahmud Ahmadinedschad darf nach zwei Wahlperioden nicht mehr antreten. Am Kurs des Landes dürfte sich nach der Wahl aber wenig, bis nichts ändern.
Die türkische Regierung unter Ministerpräsident Erdogan hat ein Referendum über die Umgestaltungspläne des Gezi-Parks in Istanbul angedeutet. Allerdings ist unklar, ob das Ergebnis des Referendums für die Regierung bindend sein würde und wann es stattfinden könnte.
Deutschlandradio · Aktuell · 13.6.2013
Die Demonstranten in der Türkei verhielten sich zutiefst europäisch, sagt Cem Özdemir. Ministerpräsident Erdogan nehme aber Staaten wie Dubai zum Vorbild. Gerade deshalb hält der Vorsitzende der Grünen jetzt ernsthafte EU-Beitrittsverhandlungen für nötig.
EU-Kommissar Günther Oettinger stellt heute seine Pläne für EU-weite AKW-Stresstests vor. Alle sechs Jahre sollen die Meiler künftig Prüfungen unterzogen werden. Über deren Ausgestaltung gehen die Ansichten von Umweltschützern und Betreibern weit auseinander.
Auch im vereinten Europa müssen sich Menschen, die in einem anderen Land arbeiten wollen, mit bürokratischen Hürden herumschlagen. In der slowakischen Hauptstadt Bratislava ärgern sich viele über stundenlange Wartezeiten und überforderte Beamte. Hilfsorganisationen wollen das ändern.
Bei den Demonstranten im Istanbuler Gezi-Park gibt es kostenloses Essen, eine Bibliothek und Gezi-TV. Der Fernsehsender ist eines der Medien, die den Protestlern eine Stimme geben und die etablierten Sender und Zeitungen des Landes infrage stellen.
Die Prüfung von Staatsanleihenkäufen durch das Bundesverfassungericht könnte ohne Folgen für die Europäische Zentralbank bleiben, sagt Bert von Roosebeeke vom Centrum für Europäische Politik. Letztlich müsse ein Einwand vom Europäischen Gerichtshof kommen.
Deutschlandfunk · Interview · 13.6.2013
Auch der Chefvolkswirt der DiBa-Bank, Carsten Brzeski, glaubt, dass Juristen Anleihekäufe nicht beurteilen könnten: "Wir vergessen immer wieder, dass Volkswirtschaftslehre keine exakte Wissenschaft ist." Es gebe in der Wirtschaft oft kein richtig oder falsch.
Viele Menschen in Syrien fühlen sich von der internationalen Staatengemeinschaft im Stich gelassen, sagt Valerie Ann Amos. Es fehle an Treibstoff, Strom und Wasser und auch an Lebensmitteln, berichtet die Nothilfekoordinatorin der Vereinten Nationen.
Steuerschlupflöcher gibt es noch zahlreiche, auch innerhalb der Europäischen Union. Im Mai hatten die Staats- und Regierungschefs sich auf eine härtere Gangart gegen Steuerflüchtlinge geeinigt. Die EU-Kommission will möglichst alle Lücken schließen. Die dazu vorgelegten Pläne würden das Bankgeheimnis in der EU aufheben.
Kanzlerin Merkel wird sich am Donnerstag mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten, wie und vor allem in welchem Umfang den Hochwasseropfern geholfen werden kann. Die Länderchefs Tillich und Bouffier sprachen sich im Vorfeld für einen Hilfsfonds von Bund und Ländern aus.
Mit der Überprüfung der Rechtmäßigkeit von Staatsanleihen-Käufen durch die EZB beschäftigt sich das Bundesverfassungsgericht. Zuständig wäre eine andere Instanz - aber es wäre eine Sensation, wenn Karlsruhe erstmals eine Rechtsfrage dorthin überweist, meint Deutschlandradio-Chefkorrespondent Stephan Detjen.
Stefan Mappus hat seine politische Karriere längst hinter sich. In den Schlagzeilen ist der frühere Regierungschef von Baden-Württemberg aber weiter wegen seines umstrittenen Rückkaufs von der EnBW-Aktien. Auch seine Partei, die CDU, hat sich inzwischen von ihm abgewandt.
Nicht nur Oppositionelle, auch viele enttäuschte Wähler von Ministerpräsident Erdogans AKP protestieren gegen die religiös-konservative Regierung der Türkei. Eine bunte Koalition wehrt sich vor allem gegen die Einmischung der Politik in ihr Privatleben. Es droht weitere Eskalation.
Schwule und Lesben werden es in Russland künftig noch schwerer haben als bisher: Das russische Parlament beschloss, sogenannte Homosexuellen-Propaganda zu verbieten. So könnten Medien, die über den Alltag von Homosexuellen berichten, künftig mit hohen Geldstrafen belegt werden.
Erdogan gefährdet mit seinem Vorgehen gegen die Demonstranten den demokratischen Prozess in der Türkei, sagt der Europapolitiker Elmar Brok (CDU). Die EU müsse sich nun um Bindungen zur Türkei bemühen, um das Land im "eigenen Lager" zu halten und eine anti-westliche Ausrichtung zu verhindern.
Er sei zuversichtlich, dass das Bundesverfassungsgericht Weisung erteilen werde, bis zu welchen Limits die Rettungsmaßnahmen der EZB gehen dürften, sagt der SPD-Politiker Martin Schulz. Er rechne aber nicht damit, dass die Richter das Vorgehen der Bank komplett untersagen.
Die Datensammlung des US-Geheimdienstes NSA verletzt viele deutsche Bundesbürger in ihren Grundrechten, sagt Konstantin von Notz, Netzpolitiker der Grünen. Angela Merkel müsse von Barack Obama die Einstellung der Methoden und die Löschung aller bisher gespeicherten Daten fordern.
Die Türken werden nicht zulassen, dass Ministerpräsident Erdogan noch mehr autoritäre Tendenzen zeige, sagt der Politologe Hussein Bagci von der Technischen Universität Ankara. Erdogan sollte deshalb den Konflikt mit einem politischen Dialog und nicht mit Polizeigewalt lösen.
First Solar rutscht ab, Dole und Sprint auf dem Weg nach oben.
Zwei Drittel des deutschen Energieverbrauchs entstehen im Verkehr, 90 Prozent der Treibstoffe bestehen aus Erdöl. Das soll sich ändern. In ihrer neuen Kraftstoffstrategie will die Bundesregierung ehrgeizige Klimaziele und wachsendes Verkehrsaufkommen unter einen Hut bringen.
Die etwa 500 Stahlfirmen in der EU sind in einer angespannten Lage: Einerseits gibt es ein Überangebot am Weltmarkt und andererseits ist die Nachfrage in Europa aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich zurückgegangen. Die EU-Kommission hat deswegen einen Aktionsplan ausgearbeitet.
Die Überwachung von Google, Facebook und anderen Internetportalen durch den US-Geheimdienst sei ein Eingriff in den Datenschutz deutscher Internetnutzer, sagt der SPD-Politiker Carsten Voigt. Er fordert Kanzlerin Merkel auf, US-Präsident Obama Zugeständnisse abzuringen.
Unternehmen, die im Ausland Rohstoffe fördern, zahlen an die jeweiligen Regierungen Geld für dieses Förderrecht. Oft ist Korruption die Folge. Das EU-Parlament will die Unternehmen dazu verpflichten, ihre Zahlungen künftig offenzulegen. Deutschland blockierte monatelang die Initiative.
Wie sollen die rund sieben Milliarden Menschen auf der Welt langfristig alle satt werden? Diese Frage beschäftigt Experten unterschiedlichster Fachgebiete - auch die Pflanzenzüchter. Ihr Vorschlag: Umgezüchtetes Getreide und Gemüse bringe mehr Ertrag und könne bald alle Menschen satt machen.
Es gebe berechtigte juristische Einwände gegen die Staatsanleihenkäufe der Europäischen Zentralbank, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Max Otte. Dennoch glaube er nicht an einen Erfolg der Klage vor Gericht, denn die Richter könnten eine daraus resultierende Verfassungskrise nicht ignorieren.
Im Jahr 2000 bildete die rechtspopulistische FPÖ zusammen mit der konservativen ÖVP die Regierung in Österreich. Eine Aufsatzsammlung überwiegend konservativer Autoren versucht, diese Form der Koalition als normal und wenig gefährlich zu beschreiben.
Die Wahl Kurt Waldheims zum österreichischen Bundespräsidenten 1986 erschütterte die Alpenrepublik. Zwar wurde der hochrangige Wiener Diplomat trotz seiner unklaren NS-Verstrickungen gewählt. Die Debatte aber brachte den Opfer-Mythos ins Wanken.
Literaturnobelpreisträger John Steinbeck reiste 1960 quer durch die USA und schrieb seine Erlebnisse in "Die Reise mit Charley" nieder. Der niederländische Autor Geert Mak hat sich auf dessen Spuren begeben und entdeckt: Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten existiert nur noch in den Köpfen der Menschen.
In Italien pushen die Medien die Verhandlungen vor dem Bundesverfassungsgericht zu den Euro-Rettungsschirmen zu einem deutsch-italienischen Duell hoch. Doch der Italiener und EZB-Chef Mario Draghi ist nicht der mächtige Gegenspieler Deutschlands.
Die luxemburgische Regierung hat angekündigt, ihr Bankgeheimnis zu lockern. Seitdem versuchen einige Deutsche ihr Geld aus dem kleinen Fürstentum, wo es sich jahrelang am deutschen Fiskus vorbei vermehrte, zurückzuholen. Vor allem der Zoll im Grenzgebiet spürt das.
Die Zeit für die Verteilung von Geld sei noch lange nicht gekommen, sagt Ulrich Grillo. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie erteilt den Steuer- und Ausgabenprogrammen der Parteien eine Absage. Wichtiger seien Investitionen, damit Deutschland auch künftig leistungsfähig bleibe.
Es könne nicht sein, dass ein Millionenschaden entstehe und niemand merke etwas, sagt Tom Koenigs. Der Grünen-Abgeordnete fordert einen Untersuchungsausschuss, der die Verantwortungen für das Drohnendebakel offenlegt.
Der von SPD und Grünen geplante Untersuchungsausschuss zur Euro-Hawk-Affäre mag in der Sache begründet sein, sagt der Politikwissenschaftler Everhard Holtmann. Allerdings spiele auch der Wahlkampf eine Rolle.
Über die womöglich unbegrenzten Anleiheankäufe der EZB von Schuldenländern muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Einige Experten bezweifeln allerdings, dass es dafür zuständig ist. Die Vorgehensweise in Karlsruhe könnte europaweite Auswirkungen haben.
Barack Obama ist angetreten mit dem Anspruch, eine neue Ära der Offenheit und Transparenz einzuleiten. Würde man ihn an diesem Maßstab messen, müsste man seine Präsidentschaft schon jetzt als gescheitert bezeichnen, meint Marcus Pindur.
Ausgerechnet an dem Tag, an dem er sein Kompetenzteam komplett macht, feuert Peer Steinbrück seinen Sprecher und Wahlkampfmanager Michael Donnermeyer. Damit gesteht er das Scheitern seiner bisherigen Kampagne ein, meint Frank Capellan.
Man mag Thomas de Maizière glauben oder nicht. Im Ergebnis aber bleibt es sich gleich: Als Minister hat er in der Euro-Hawk-Affäre versagt. Geht er, ist Merkel beschädigt. Bleibt er, wird der Schaden für sie vielleicht noch größer, meint Falk Steiner.
Die Internationale Energieagentur beklagt, dass der weltweite Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids weiter wächst. Auch Europa bekommt nicht nur gute Noten.
Mehr als die Hälfte der deutschen Industrie befürchtet negative Auswirkungen bei einem längerfristigen Ausfall eines Lieferanten. Das ergab eine Umfrage des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Im vierten Jahr nach der Finanz- und Wirtschaftskrise habe sich die Lage der Banken deutlich entspannt, sagt die Ratingagentur Fitch. Allerdings ist das niedrige Zinsniveau schwierig für die Geldhäuser.
Der US-amerikanische Agrarkonzern Monsanto wird sich nicht vom europäischen Markt zurückziehen, sagt Heike Moldenhauer, Gentechnik-Expertin beim Umweltverband BUND. Ganz im Gegenteil: Die EU-Kommission berät derzeit über die Zulassung einer weiteren genmanipulierten Maissorte von Monsanto.
2013 soll ein Rekordjahr für den griechischen Tourismus werden: Über 17 Millionen Gäste aus der EU und Russland sollen das Festland und die zahlreichen Inseln besuchen. Die Russen sind besonders willkommen: Sie geben 95 Euro pro Tag aus - so viel wie sonst kein anderer Europäer.
Binnen eines Jahres hat der weißrussische Rubel zwei Drittel seines Wertes verloren. Die wirtschaftliche Krise im Land trifft vor allem die Rentner. Lange Zeit galten sie als die Unterstützer des autoritären Präsidenten Alexander Lukaschenko. Doch jetzt breitet sich Unzufriedenheit aus.
Man müsse darüber sprechen, ob bei dem US-Spionageprogramm die Daten deutscher Nutzer betroffen seien, fordert Bernhard Rohleder vom Branchenverband BITKOM. Allerdings sei für ein sicheres Internet eine Kooperation zwischen Sicherheitsbehörden und Dienstleistern notwendig.
Die Türkei erlebt derzeit nie da gewesene Proteste gegen die Regierung Erdogan. Politisch völlig gegensätzliche Gruppen wehren sich gegen den autoritären Politikstil des Ministerpräsidenten - der bleibt jedoch auf Konfrontationskurs. Und könnte bei der nächsten Wahl doch wieder gewinnen.
Das Bundesverteidigungsministerium funktioniere nicht anders als andere Ministerien, meint Michael Wolffsohn. Der Münchner Historiker und Publizist sieht die Verantwortung für das Euro-Hawk-Debakel daher bei Minister de Maizière. Dass dieser von besonderen Strukturen rede, sei eine bequeme Ausrede.
17 Stunden diskutierten die Unterhändler, dann verkündeten Vertreter beider Seiten: Es soll wieder Gespräche zwischen den beiden Regierungen geben zum ersten Mal seit sechs Jahren. Dabei soll es unter anderem um die Zukunft der Sonderwirtschaftszone Kaesong gehen.
Außenminister Guido Westerwelle hat versprochen, Afghanistan auch nach dem Abzug der Bundeswehr "nicht zu vergessen". Für die Helfer vor Ort ein schwacher Trost. Denn die internationalen Truppen haben nicht erreicht, wofür sie einmal angetreten waren: Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Die EU und die Vereinigten Staaten wollen die transatlantischen Zollschranken abschaffen. Von einem umfassenden Freihandelsabkommen versprechen sich Industrie und Politik satte Gewinne. Europas Kleinbauern fürchten stattdessen Existenznöte.
Sie haben Albträume, Depressionen, manche neigen zu unerklärlichen Zornes- und Wutausbrüchen: Über 23 Jahre nach dem Fall der Mauer leiden viele ehemalige Häftlinge des Stasi-Gefängnisses Bautzen II an sogenannten posttraumatischen Belastungsstörungen.
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Deutschlandfunk
Sport aktuell vom 15. Juni 2013
Sendezeit: 15.06.2013, 22:50
Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
Sendezeit: 15.06.2013, 20:45
"Brasiliens Sportminister als Feuerwehrmann" - Porträt Aldo Rebelo
Sendezeit: 15.06.2013, 20:40
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