Im August 1961 wurde mit dem Mauerbau begonnen - 1989 fiel die Betongrenze zwischen der Bundesrepublik und der DDR. Die "Chronik der Mauer" ist eine Kooperation des Deutschlandradios mit der Bundeszentrale für Politische Bildung und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam und bietet unschätzbare Originalquellen und ausführliche Informationen zum Thema.
Wegen tödlicher Schüsse auf Republikflüchtige mussten sich am 2. September 1991 vor dem Berliner Landgericht erstmals DDR-Grenzsoldaten verantworten. Die vier Grenzer hatten im Februar 1989 einen Flüchtenden verletzt und einen erschossen.
Der Mauerbau und das Unrecht der SED-Diktatur dürften auch bei der jungen Generation nicht in Vergessenheit geraten, fordert Staatsminister Bernd Neumann (CDU). Andernfalls seien junge Leute besonders in Krisenzeiten anfällig gegen "Rattenfänger von links und rechts".
"Wir sagen mal Danke", so titelte die Tageszeitung "junge Welt" zum 50. Jahrestag des Mauerbaus. Illustriert wurde die Schlagzeile mit dem Foto einer DDR-Betriebskampfgruppe zur Sicherung des Mauerbaus. Geschmacklos sagen die einen, ist doch nur Satire die anderen.
Vor 50 Jahren wurde die Berliner Mauer gebaut, 28 Jahre lang war die Stadt geteilt. Die Nacht- und Nebelaktion des SED-Regimes riss Familien auseinander. Hören Sie Originaltönen in einer Chronik um die Tage des Mauerbaus.
Am Wochenende findet in Berlin die körperlich anspruchsvollste Form des Mauer-Gedenkens statt. Mehr als einhundert Läufer werden knapp 161 Kilometer zurücklegen - und zwar entlang der einstigen Mauergrenze.
Ein Tag nach Beginn des Mauerbaus in Berlin sagte der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht bei seinem Besuch der Kampfgruppen am Postdamer Platz: "Das Wichtigste ist, dass der Friede gesichert wird."
Es war eine bewegende Stunde in der Gedenkstätte an der Bernauer Straße in Berlin. Neben dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit sprach auch Bundespräsident Christian Wulff. Er fand kritische Töne für manche Westdeutsche.
Deutschlandradio Kultur · Fazit · 13.8.2011
Ein würdiges Gedenken, ein würdiges Erinnern war das – und es ging doch weit über das Erinnern hinaus. Denn Bundespräsident Christian Wulff entwarf einen weiten Bogen in die Gegenwart.
Was der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht einst mit seinem bekannten Ausspruch geleugnet hatte, wurde am 13. August 1961 bittere Realität. Die deutsch-deutsche Grenze wurde in Berlin mit einer Mauer abgesichert. In den nächsten 28 Jahren sollten unzählige Menschen an ihr den Tod finden.
Die Foto-Ausstellung "Aus anderer Sicht" präsentiert einen ungewohnten Blickwinkel auf die Berliner Mauer. Es handelt sich nämlich um Bild- und Tonmaterial der DDR-Grenztruppen, die ihren antifaschistischen Schutzwall zu technischen Zwecken dokumentiert haben.
In den 28 Jahren, in denen die Mauer stand, haben sich dort viele Geschichten abgespielt - bei einigen von ihnen stand die Musik im Mittelpunkt. Denn hören, was sich auf der anderen Seite abspielte, das konnte man.
Der SPD-Politiker Egon Bahr nennt den Mauerbau "ein ganz einschneidendes Element". Die Sowjets seien auf eine bewaffnete Auseinandersetzung vorbereitet gewesen, doch die Amerikaner hätten Krieg nicht gewollt. Danach sei der Status quo zementiert gewesen.
Die Mauer in Berlin, deren Errichtung heute vor 50 Jahren begann, ist Geschichte – Geschichte, die allerdings bis in die Gegenwart kontrovers diskutiert wird.
Bundespräsident Christian Wulff hat auf der zentralen Gedenkveranstaltung zum Mauerbau in Berlin die Leistung der ostdeutschen Bürgerrechtler gelobt. An der Veranstaltung nahmen 400 Gäste teil, unter ihnen Angehörige von Maueropfern, Politiker und Kulturschaffende.
Mehr als 28 Jahre trennte die Mauer nicht nur eine Stadt, die innerdeutsche Grenze teilte auch Regionen, Familien. Christoph Links arbeitete in der DDR-Zeit bei der "Berliner Zeitung" als Journalist. Peter Pragal zog 1974 von Westdeutschland nach Ostberlin, um von dort für die "Süddeutsche" und den "Stern" zu berichten.
Der West-Berliner Vize-Bürgermeister Franz Amrehn (CDU) sagte am Morgen des 13. August 1961: "Die Berliner im freien Teil der Hauptstadt Deutschlands lassen sich weder durch Betonpfähle noch durch Stacheldraht von ihren Mitbürgern im anderen Teil der Stadt trennen."
Man sei in der West-Berliner Politik vollkommen überrascht gewesen, so der Sozialdemokrat und spätere Regierende Bürgermeister Klaus Schütz über den Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961.
Nicht einmal die Regierung, der Ministerrat, war in die geheimen Vorbereitungen eingeweiht. Am 13. August 1961 startete die "Aktion Rose": Kurz nach Mitternacht riegelte die DDR die Grenzen zu West-Berlin ab und beendet damit die Massenflucht der eigenen Bürger.
Fast 100 Jahre lang förderten die Menschen von Bischofferode Kali. Bis zur deutschen Teilung an enger Seite ihrer benachbarten Kumpel in Hessen und Niedersachsen. Die deutsche Einheit brachte dem Bergwerk in Thüringen dann das Ende.
Die Journalistin Doris Liebermann hat sich bei ihren Recherchen gewundert, wie viele Texte und Gedichte durch die Berliner Mauer inspiriert worden sind. Dass sich Mitte der 90er-Jahre auch die Mauerkinder-Generation literarisch zu Wort gemeldet habe, sei besonders bemerkenswert.
Passend zum Wahlkampf gönnt sich der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern einen Richtungsstreit. Anlass ist ein eher harmloses Zitat des Landeschefs - pünktlich zum 50. Jahrestag des Mauerbaus.
Am 9. November 1989 endete die Geschichte des 13. August '61. Eine neue Reiseregelung sollte die Mauer durchlässiger machen. Doch es war zu spät, die Mauer war hinfällig geworden.
Als er 16 Jahre alt war ging Wolf Biermann von Westdeutschland in die DDR. Er habe zunächst zu jenen gehört, die für den Bau der Mauer waren, bekennt der Liedermacher. Heute befalle ihn aus diesem Grund ein "Gefühl der Scham".
Willy Brandt, Regierender Bürgermeister Berlins, spricht auf dem Nürnberger Deutschland-Treffen der SPD. 17.000 Flüchtlinge aus der DDR habe es allein in diesem August gegeben, und dafür gebe es nur einen Grund: "Weil die Menschen in der Zone Angst haben, dass die Maschen des Eisernen Vorhanges zuzementiert werden."
Die Berliner Mauer trennte Familien, Partner, den geistigen und kulturellen Austausch. Aber nicht nur die innerdeutsche Grenze zeigte die Einschränkung jeder Bewegungsfreiheit. Auch andere Länder kennen diese Trennlinien.
Die Berliner Mauer ist fast komplett abgerissen. Das stellt die Stadt Berlin allerdings vor eine Schwierigkeit: Wie kann man fast ohne Mauer an die Mauer erinnern? Rainer Klemke vom Berliner Senat über das Gedenkkonzept Berliner Mauer.
Das Jenaer Glaswerk Otto Schott und Genossen waren der Inbegriff für deutsches industrielles Glasmacher-Knowhow. Doch nach dem Zweiten Weltkrieges begann eine Teilungsgeschichte der Werke, die ehemalige Angehörige der Firma in Ost und West trennten und einen "kalten Krieg auf Werksebene" trieb.
Die Grenzsoldaten waren eine spezielle Truppe im Gefüge der Nationalen Volksarmee der DDR. Sie und ihre Aufgaben nimmt Jochen Maurer in seinem Buch "Dienst an der Mauer" unter die Lupe.
Auf der 19. Sitzung der SED-Volkskammer spricht der DDR-Politiker Willy Stoph vom "Verrat an der Sache des Friedens" und meint damit die Flucht von zahlreichen Bürgern aus Ost-Berlin. Zeitgleich kommen in den Notaufnahmelagern in West-Berlin 1570 Flüchtlinge aus dem Osten an.
Vor 50 Jahren, am 13. August 1961, ließ die Regierung der DDR die Sektorengrenze in Berlin abriegeln und legte damit den Grundstein für die Berliner Mauer. 28 Jahre lang trennte die Mauer Bekannte, Freunde und Familien voneinander, sperrte Menschen ein und bedeute für viele den Tod.
Der Bau der Mauer 1961 "war ein Eingeständnis einer Niederlage", sagt Dietmar Bartsch, stellvertretender Fraktionschef der Linken. Ebenso wie bei Gesine Lötzsch sei auch seine Grundposition, dass der Sozialismus Mehrheiten brauche und nicht erzwungen werden könne.
Gesine Lötzsch scheint aus der real existierenden Welt derart viele Dinge ausblenden zu können, dass man sich bald Sorgen um sie machen muss. Der Mauerbau einzig und allein als Folge des Zweiten Weltkriegs, als Folge des deutschen Überfalls auf Russland? War da nicht als Aktivposten auch ein gewisser Walter Ulbricht mit im Spiel?
Der amerikanische Journalist Frederick Kempe überrascht in seinem neuen Sachbuch über die Ereignisse des Jahres 1961 mit einer bemerkenswerten Botschaft: Kennedy habe durch sein unentschlossenes Auftreten mit Schuld am Mauerbau. Fazit: sehr spannend, sehr lesenswert.
Stell Dir vor, die Wiedervereinigung hätte es nicht gegeben: Diese Idee entwickelt Simon Urban in seinem Debütroman "Plan D". Die Handys heißen "Minsk", Otto Schily ist Minister für Staatssicherheit und die Trabis fahren mit Rapsöl.
Westbesuch. Ein Begriff, der ähnliche Assoziationen wie Westpaket weckt und zu dem es viele Geschichten gibt. Natürlich wollte der Westbesuch den Wohlstand zeigen und brachte meistens auch Geschenke mit.
Klaus Schröder vom Forschungsverbund SED-Staat sagt, dass der Mauerbau für die DDR und UdSSR notwendig war, um den DDR-Staat zu sichern. Die Aussage von Linke-Chefin Gesine Lötzsch, der Mauerbau sei das Ergebnis des Zweiten Weltkriegs, sei ein Nichteingeständnis, dass die Mauer ein "Symbol des Scheiterns des Sozialismus" sei, so Schröder.
Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist mittlerweile fast anderthalb Kilometer lang - mit Signalzaun, 20 Grenzhäuschen, vier Fluchttunneln sowie einem Tunnel, den die Stasi benutzte. Am 13. August, dem 50. Jahrestag des Mauerbaus, wird das Gelände vom Bundespräsidenten offiziell eröffnet.
Anfangs wurde die Allgemeine Elektricitätsgesellschaft noch mit "C" geschrieben. Weltweit bekannt wurde das Unternehmen unter der Abkürzung "AEG". Gegründet 1883 von Emil Rathenau in Berlin, zog es später nach Hennigsdorf nahe Berlin. Diese Nähe fand mit dem Mauerbau 1961 jäh ihr Ende.
Die Grenzmauern wurden "nachgezeichnet", 20 Grenzhäuschen und vier Fluchttunnel: Zum Jubiläum des Mauerbaus wird die Gedenstätte an der Bernauer Straße in Berlin erweitert.
John F. Kennedy sei der erste US-Präsident gewesen, der Berlin preisgegeben habe, sagt der amerikanische Autor Frederick Kempe. Im Juni 1961 habe er Chruschtschow gegenüber signalisiert, dass er im Falle des Baus einer Mauer "stillhalten würde".
Wie richteten sich Bürger mit der Mauer ein? Viele private Verbindungen wurden gehalten - vom Besuch über Päckchen bis Briefe. Legale und illegale Kontakte wurden gepflegt. Irgendwie wollte und musste man sich den Alltag erträglicher machen, gelegentlich auch auf kuriose Weise.
Hope M. Harrision und Frederick Kempe blicken in ihren Büchern hinter die Kulissen jenes Sommers 1961 in Berlin. Beiden Autoren erzählen in allen Details von den Hintergründen des Mauerbaus.
Die Fluchtwege wurden immer enger, dennoch wollten viele in den Westen. Manchen bezahlten die Flucht mit ihrem Leben, anderen hatten Glück. Zwei Werke beschäftigen sich dem Schicksal der Flüchtlinge und dem Alltag in den Notaufnahmelagern.
Der 13. August 1961. Ein Tag, der Deutschland veränderte. Der Spaltung der Welt, Europas und Deutschlands in zwei Hälften folgte die Mauer - und damit die Spaltung von Familien.
Der Bau der Mauer besiegelte auch die wirtschaftliche Spaltung des Landes. Sichtbar wurde das bei Unternehmen, die in Ost und West ein Standbein hatten. So wie der Mikrofonbauer Neumann: Durch den Mauerbau getrennt treten Neumann Berlin und Neumann Gefell heute als Konkurrenten auf.
Der Bau der Mauer sei keine Zwangsläufigkeit aus der Situation des Kalten Krieges gewesen, sagt der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit. Die DDR-Diktatur habe sich mit der Mauer abgeschottet und ihre Menschen zwangsweise festgehalten, anstatt ihre Politik zu ändern.
Verdient ein Bauwerk der Moderne monströs genannt zu werden, dann war es die Mauer in Berlin. Die Menschenleben, die sie kostete, und die Gewalt, die sie verkörperte, haben in konkreter Weise Schuld begründet.
Als der erste Schock überwunden ist, beginnt die Zeit der größeren und kleineren Hoffnungen. Die Menschen in Ost und West versuchen, die Lage nach dem Mauerbau einzuschätzen. Der Ostteil der Stadt und die DDR aber bleiben abgeschlossen. Auf Jahre hinaus.
Eigentlich war die Bundesrepublik 1961 im Wahlkampf. Willy Brandt, SPD, forderte den fast 40 Jahre älteren Konrad Adenauer, CDU, heraus. Doch der Mauerbau drängte die Wahl in den Hintergrund. Brandt schrieb an US-Präsident Kennedy und appellierte an die Solidarität der Vereinigten Staaten.
Die Geschichte der DDR ist in den Schulbüchern immer noch unterbelichtet und wird im Unterricht selten gelehrt. Das liegt zum Teil am Lehrplan und an den älteren Lehrern, die sich mit dem Umgang ihrer eigenen Biografie schwer tun.
Nach dem 13. August 1961, dem Tag, an dem die SED Ost-Berlin abriegelte, versuchten viele Studenten zu flüchten. Dabei halfen ihnen die Kommilitonen im Westen. Manchmal glückte die Flucht, doch oft ging sie schief.
Der Linken-Kandidat für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, André Brie, hat sich kritisch zu einem Positionspapier seiner Partei geäußert - und für eine weitere Aufarbeitung des Mauerbaus ausgeprochen. "Wir brauchen diese Auseinandersetzung als Bringschuld", sagte Brie.
In den Zeitungen erscheinen die ersten Bilder über gescheiterte Fluchtversuche aus Ost-Berlin. Doch Erich Loest in Bautzen weiß noch immer nicht, dass die Staatsführung der DDR die Grenzen dicht gemacht hat.
Die politische Teilung Deutschlands besiegelt auch die wirtschaftliche Spaltung des Landes. Zu spüren bekamen dies vor allem Unternehmen, die in beiden Teilen Deutschlands existierten. Eine fünfteiligen Reihe befasst sich ab dem 8. August mit der wechselvollen Geschichte.
Am Abend vor dem 13. August 1961 werden die hohen DDR-Offiziere von Polizei und NVA in die Aktion Rose, den Bau der Mauer, eingeweiht. Um Mitternacht gibt Erich Honecker, der Chefplaner des Mauerbaus, den Einsatzbefehl.
Am 12. August 1961 waren die letzten 24 Stunden angebrochen, bevor die DDR-Führung ihre Grenzen schloss. Entlang der Sektorengrenze machten "Stacheldraht, Panzersperren und Betonschwellen die Straßen unpassierbar", beschreibt der englische Historiker Frederick Taylor die Situation.
Im Westberliner Regierungssitz, dem Rathaus Schöneberg, ahnte niemand etwas von den militärischen Vorbereitungen in der DDR. Die Lage war prekär: Weder Washington noch Moskau wollten einen Weltkrieg wegen Berlin riskieren. Der Flüchtlingsstrom aus Ostberlin hielt weiter an.
Walter Ulbricht kehrt aus Moskau mit der Zusage von Nikita Chruschtschow zurück, die Grenze zu schließen. Am 7. August informiert er das Politbüro in Ost Berlin über die Absicht, am 13. August die Stadt abzuriegeln. Es sind Tage des Krieges - ein Krieg der Worte und der Propaganda.
Sowjetische und ostdeutsche Stabsoffiziere haben den Verlauf der Trennung Berlins Anfang August 1961 längst festgelegt. Davon bekam damals auch der Schriftsteller Günter Kunert im Ostberliner Stadtteil Treptow nichts mit und glaubte weiter an den Sonderstatus der Stadt.
Es sind die letzten zehn Tage, bevor die SED-Führung die Grenze in Berlin dicht macht. Vier Männer. Vier sehr verschiedene Lebenssituationen: Egon Bahr, Berater und Pressesprecher von Willy Brandt, sitzt im westlichen Rathaus Schöneberg. Günter Kunert, Dichter, sitzt in seiner Wohnung im östlichen Treptow. Erich Loest, Schriftsteller, sitzt seit vier Jahren im Zuchthaus Bautzen II.
Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Die SED-Führung unter Walter Ulbricht und den KPdSU-Chef Nikita Chruschtschow verband ein gemeinsames Ziel: Beide wollten den anschwellenden Flüchtlingsstrom aus der DDR unterbinden.
Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Tausende Menschen verließen 1961 wöchentlich die DDR. Der Schriftsteller Uwe Johnson schreibt später über diese Zeit sein Buch "Zwei Ansichten".
Am 13. August jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Der Schriftsteller Günter Kunert und der Politiker Egon Bahr erinnern sich daran, wie sie die angespannte gesamtpolitische Lage vor diesem historischen Ereignis erlebt haben.
"August '61 – Mauerstücke" heißt eine zwölfteilige Reihe, die vom 25. Juli an täglich um 7.45 Uhr in der "Ortszeit" von DKultur zu hören sein wird. Im Zentrum steht das Leben in beiden Teilen Berlins vor und nach dem Mauerbau sowie der 13. August selbst.
Die Initiative zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten ging von Osten aus. Zunächst durch die Politik Michail Gorbatschows, dann durch das Aufbegehren vieler hunderttausender DDR-Bürger. Im Westen dagegen hatte man sich mit der deutschen Teilung arrangiert.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 22.7.2011
Am 13. August 2011 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 50. Mal. Die 160 Kilometer lange Grenze um West-Berlin spaltete die Stadt - und trennte Familien, Freunde und Nachbarn. In unserem Programmschwerpunkt präsentieren wir unschätzbare Originaldokumente und zeichnen die Geschichte der Mauer im Detail nach.
Ist das Bild von der Mauer als Ulbrichts Werk zutreffend? Welches Verhältnis hatten Chruschtschow und Ulbricht in den Krisenjahren seit 1958? Und: Welchen Anteil hatten die USA am Mauerbau? Um diese Fragen geht es im Zeitreisen-Gespräch.
Die "Mauersplitter" versammeln 218 Tondokumente, die der Deutschlandfunk vom 13. August 2009 bis zum 18. März 2010 seinen Hörerinnen und Hörern in einer täglichen Audio- und Text-Reihe präsentierte.
1961 war das geteilte Berlin mit seiner offenen, jederzeit passierbaren Sektorengrenze zu einer existentiellen Bedrohung der DDR geworden, denn der ostdeutsche Staat hatte bis dahin schon ein Fünftel bis ein Viertel der Bevölkerung verloren.
Nach den turbulenten Zeiten des Mauerfalls fanden am 18. März 1990 die ersten freien, demokratischen Wahlen in der DDR statt. Die ehemalige Blockpartei CDU konnte die überwiegende Zahl der Stimmen für sich verbuchen. Die Sozialdemokraten schnitten unerwartet schlecht ab.
Nur Margaret Thatcher, die Premierministerin in London, sagte vor 20 Jahren offen, dass sie wenig von einer deutschen Wiedervereinigung hielt. Frankreichs Francois Mitterrand drückte die Bremse eher verdeckt. Doch in Europa knisterte es, als die Mauer fiel.
Fast jeder erinnert sich an die Bilder vom 9. November 1989: Die Mauer fällt. In einer mittlerweile historischen Pressekonferenz gab Günter Schabowski - auf Nachfrage von Journalisten - die Reiseerlaubnis, die zur Öffnung der Grenzen, dem Fall der Mauer und schließlich zur deutschen Einheit führte. Eine Chronologie.
Der Fall der Mauer war ein Ereignis, mit dem niemand gerechnet hatte - trotz der Formierung oppositioneller Gruppen, trotz der vielen Demonstrationen und trotz der Fluchtbewegung. Zehntausende waren im Herbst 1989 aus der DDR geflohen.
9. November 1989: Tausende DDR-Bürger stürmen die Grenzübergänge. Der Vietnamese Hoang Ha allerdings wird von DDR-Grenzsoldaten abgewiesen. Denn für viele Ausländer, die östlich der Elbe leben, gilt nach wie vor ein Ausreiseverbot. Dennoch schafft er es nach "drüben".
9. November 1989, 19:05 Uhr: Die Nachrichtenagentur AP meldet: "DDR öffnet Grenzen". Binnen Stunden drängen sich Abertausende DDR-Bürger an den Grenzübergängen. In den nächsten Stunden werden sich herzzerreißende und dramatische Szenen des Glücks abspielen - vor den Augen einer gebannten Weltöffentlichkeit.
Die seit Anfang der 90er-Jahre wieder aufgepäppelte und expandierte Mikroelektronik in Sachsen umfasst mittlerweile 1200 Unternehmen mit rund 41.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese erwirtschaften einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro, das entspricht übrigens einem Umsatzanteil von mehr zwölf Prozent am verarbeitenden Gewerbe in Sachsen.
Deutschland ist ein rohstoffarmes Land. Große Ausnahme: die Kohle. Und das bedeutet in Ostdeutschland: Braunkohle. In der Lausitz wird sie noch gefördert, im Braunkohletagebau. Heute wie vor 20 Jahren.
Die Werften in Mecklenburg-Vorpommern hatten es schon immer schwer und standen bereits mehrfach vor dem Aus. Die Menschen in der Region haben kaum Alternativen zur Arbeit auf der Werft.
In der Serie "Der Mauerfall - eine Chance für die Ost-Wirtschaft?" zeichnet der Deutschlandfunk die Transformation der Ostwirtschaft nach dem Mauerfall nach. Ein Beispiel ist, wie in Thüringen Lothar Späth aus den Resten des VEB Kombinats Carl Zeiss Jena den ostdeutschen Vorzeigekonzern Jenoptik schmiedete.
Das jetzt aufgefundene Dokument zum Schießbefehl an der Mauer belegt nach Ansicht von Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse, dass die Aufarbeitung des DDR-Unrechts noch lange nicht beendet ist. Eine Verharmlosung dieses Unrechts durch ehemalige SED-Funktionäre dürfe nicht zugelassen werden, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. In Berlin wird heute an den Bau der Mauer vor 46 Jahren erinnert.
Bei der zentralen Einheitsfeier in Bremen hat Bundespräsident Christian Wulff den Mut der Ostdeutschen bei der Überwindung der Mauer vor 20 Jahren gelobt. Doch noch immer gebe es "Risse in der Gesellschaft" zu kitten.
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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013
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