Welche Rolle spielt Religion für die Identität, was ist religiöse Identität? Viele Filme der diesjährigen Berlinale waren von dieser Frage getrieben. Tag für Tag stellt vier dieser Filme der 63. Filmfestspiele von Berlin vor - unter anderem den Gewinner des queeren "Teddy Awards".
Auch der Große Preis der Jury ging an einen osteuropäischen Regisseur an Danis Tanovic aus Bosnien. Geehrt wurde ein Low-Budget-Film, der mit nur 17.000 Euro entstanden ist und dessen Hauptdarsteller Nazif Mujic, ein Laie, zugleich als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde.
In "Child's Pose" versucht eine sehr dominante Mutter mit allen Mitteln, ihren schwachen Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren. Calin Peter Netzer erhielt für den Film, der in einem korrupten Rumänien spielt, den Goldenen Bären.
Deutschlandradio Kultur · Kino und Film · 17.2.2013
Die Spannung bei der 63. Berlinale hat sich aufgelöst: Der Goldene Bär der Filmfestspiele ging an den Film "Die Stellung des Kindes" ("Child's Pose") des rumänischen Regisseurs Calin Peter Netzer.
Calin Peter Netzer erzählt in seinem Film von einer Mutter, die ihren Sohn schützen will, nachdem dieser einen kleinen Jungen überfahren hat. Die pathologischen Züge der Mutter-Sohn-Beziehung hätten ihn besonders interessiert, sagt Netzer.
Gewalt unter Jugendlichen ist ein Akzent der diesjährigen Berlinale. Der Wettbewerbsfilm "Harmony Lessons" aus Kasachstan und der israelische Panorama-Beitrag "Youth" beschäftigen sich mit diesem Thema. Die Regisseure stützen sich auch auf eigene Erfahrungen.
Ein Film in Begleitung eines Sterne-Koch-Menüs zum Preis von 85 Euro: Wer es sich leisten kann, der ist auf der Berlinale wieder zum Schmausen eingeladen - im kulinarischen Kino. Dort kann man dem Genuss huldigen - oder ihn sich verderben lassen.
Schonungslos werden in "The Broken Circle Breakdown" die existenziellen Fragen des Lebens zwischen der Tätowiererin Elise und dem Banjo-Spieler Didier verhandelt. Regisseur und Hauptdarsteller sprechen im Interview darüber, wie belastbar eine Liebe sein kann.
Interviews, Reportagen, Kritiken: Deutschlandradio Kultur und der Deutschlandfunk berichten bis zum 17. Februar 2013 umfassend über die 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Hier finden Sie die Gesamtübersicht.
Frauen seien neben dem osteuropäischen Film das Thema der 63. Berliner Filmfestspiele, so Festivalleiter Dieter Kosslick. Und tatsächlich, sie bestimmen auch die nun beginnende Schlussphase des Wettbewerbs.
Am Samstag werden die Goldenen und Silbernen Bären verliehen. Deutschlandradio Kultur ist vor Ort und berichtet täglich von der Berlinale. 19 Filme gibt es im Wettbewerb, für unsere Kritiker aber nur zwei große Favoriten.
Eine Roma-Familie und ihr täglicher Kampf ums Überleben. Regisseur Danis Tanovic lässt die beiden Hauptdarsteller seines Berlinale-Beitrags ihre eigene Geschichte spielen: "Wir hatten kein Skript, nichts, und wir haben einfach dann neun bis zehn Tage gedreht und eben den Film fertig gemacht".
Im letzten Jahr lief sein Action-Streifen "Haywire" auf der Berlinale, nun ist US-Regisseur Steven Soderbergh mit einem Psychothriller zurück. "Side Effects" erzählt von einer depressiven jungen Frau - und den Machenschaften der Pharmaindustrie.
Die Entscheidungen von Filmjurys fallen hinter verschlossenen Türen. Ein kleiner asiatischer Streifen erlaubt einen Blick durchs Schlüsselloch. Kim Don Ho, langjähriger Leiter eines der größten Festivals in Südkorea, hat in "Jury" seine Erfahrungen ironisch auf den Punkt gebracht.
"Das Ermorden eines Menschen zu zeigen, hat noch nicht zum Nachdenken über die Verwerflichkeit des Mordens geführt" - der Historiker Wolfgang Benz kritisiert den bei der Berlinale gezeigten Film The Act of Killing, der die Jagd auf Kommunisten im Indonesien der 60er-Jahre thematisiert.
Der älteste koreanische Stummfilm, "Crossroads of Youth", wird auf der Berlinale so dargeboten, wie Stummfilme in Korea traditionell aufgeführt werden: Zum Film agieren Schauspieler in kleinen Zwischenszenen und ein Ensemble spielt Livemusik - ein Erzähler kommentiert live das Geschehen.
Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl hat auf der Berlinale den letzten Teil seiner Paradies-Trilogie "Hoffnung" vorgestellt. Darin erzählt er die Geschichte einer 13-Jährigen, die ihre Ferien in einem streng geführten Diätcamp verbringt – und sich in den 40 Jahre älteren Arzt verliebt.
Berlin im "Berlinale"-Fieber: Das Defilee der Stars hat begonnen - über 400 Filme werden präsentiert. Die werden erstmals in der Festival-Geschichte fast ausschließlich als Datenpakete verschickt. Der Kinotechnik-Experte Rolf Giesen über die digitale Gegenwart und Zukunft des Films.
Berlin ist das Lieblingsziel internationaler Partytouristen auf der Suche nach dem großen Rausch. Einer von ihnen ist der Spanier Luis in "Lose Your Head". Der Berlinale-Beitrag zeigt eine düstere Seite der Hauptstadt, hat das Zeug zum Kultfilm und bietet durchaus praktischen Nutzwert.
Interviews, Reportagen, Kritiken: Deutschlandradio Kultur und der Deutschlandfunk berichten bis zum 17. Februar 2013 umfassend über die 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Hier finden Sie das Programm für den heutigen Tag.
Mit einem Ehrenpreis wird die italienische Schauspielerin Isabella Rossellini für ihr Engangement für die Berlinale ausgezeichnet. Im Radiofeuilleton sprach sie über pragmatische Tiere, romantische Forscher - und erklärte, warum der Naturforscher Charles Darwin Unrecht hatte.
In "Promised Land", der bei der Berlinale im Programm läuft, geht es um Fracking. Oliver Krischer, der Fachmann für Energiewirtschaft der Bundestagsfraktion der Grünen, sieht in dem Film keinen Propaganda-Film gegen diese Rohstoffgewinnung, sondern ein Werk, das zur Beschäftigung mit dem Thema anregt.
Den grauen Winter in Berlin kann er am besten in seiner hellen Hochhauswohnung ertragen. Der griechische Regisseur Athanasios Karanikolas braucht das Licht. Doch sein aktueller Film "Echolot" ist eher düster: Eine Gruppe junger Leute trifft sich nach dem Selbstmord eines Freundes.
Deutschlandradio Kultur · Profil · 8.2.2013
Die Berlinale wurde gestern mit dem Kung-Fu-Film "The Grandmaster" des Jurypräsidenten Wong Kar-Wei eröffnet. Zwischen Schneegestöber und Blitzlichtgewitter fanden sich zur Eröffnungsgala zahlreiche Prominente ein.
Die in den USA lebende Iranerin Shirin Neshat sitzt in der Wettbewerbs-Jury der Berlinale – als eine Bildende Künstlerin unter lauter Filmleuten. Ihr erster Spielfilm zeigte die Mauern, die Männer- von Frauenwelten im Iran trennen.
Rund 400 Filme laufen auf der Berlinale - aber nur 19 konkurrieren um den Goldenen Bären. Einer davon ist "The Necessary Death of Charlie Countryman" mit Schauspielstar Til Schweiger. Was das Filmgeschäft in Hollywood und Deutschland unterscheidet, erzählt er im Radiofeuilleton.
Für zehn Tage wird Berlin wieder im Glanz der großen Kinowelt erstrahlen. Eröffnet wird die Berlinale mit "The Grandmaster". Gedreht hat den Kampfkunst-Streifen der chinesische Regisseur und Jurypräsident Wong Kar-Wai.
Begonnen hat die 1991 geborene Französin Christa Theret ihre Karriere vor vier Jahren im Jugendfilm "LOL" an der Seite von Sophie Marceau. Im Künstlerfilm "Renoir" ist sie derzeit als Muse des Malers Auguste Renoir und Geliebte seines Sohnes Jean Renoir zu sehen. Auf der Berlinale wird Christa Theret als einer der Shootingsstars gefeiert.
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Wagners wonniges Wiegenfest
Sendezeit: 18.05.2013, 09:10
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Kakadu Entdeckertag 18.05.2013
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