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DER ARABISCHE AUFSTAND
Straßenszene in Kairo (Bild: Deutschlandradio / Cornelia Sachse)

Pressefreit in arabischen Ländern auf tönernen Füßen

ARD-Korrespondenten in Kairo und Rabat berichten über Arbeitsbedingungen von Journalisten

Die Medien in den arabischen Ländern sind nach wie vor von Einschränkungen bedroht. Auch nach der so genannten Arabellion hat die "vierte Gewalt" noch längst nicht westlichen Standard erreicht. Dennoch hat sich in Sachen Pressefreiheit vieles zum Positiven verändert, sagen Björn Blaschke und Alexander Göbel.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 3.5.2012

 
Klaus Brandner (SPD) hofft auf eine weitere Demokratisierung in Ägypten. (Bild: klausbrandner.de)

"Demokratie kommt nicht über Nacht"

Vorsitzender der deutsch-ägyptischen Parlamentarier-Gruppe fordert Toleranz von muslimischen Gruppen ein

Klaus Brandner (SPD), Vorsitzender der deutsch-ägyptischen Parlamentarier-Gruppe, hat sich dafür ausgesprochen, in Ägypten weiter den Dialog mit muslimisch-geprägten Gruppen zu suchen und Feindbilder abzubauen. Der Prozess der Demokratisierung werde noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.5.2012

 
UN-Sonderbeauftragter für Syrien Kofi Annan bei den Gesprächen mit Syriens Staatschef Baschar al-Assad (Bild: picture alliance / dpa / Sana)

Annan-Friedensplan "ist zumindest ein Fortschritt"

Beurteilung der Lage in Syrien

Rainer Stinner, außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, hofft, dass "das Töten aufhört". Vorteilhaft sei die Unterstützung des Friedensplans durch Russland und China. Für den syrischen Diktator Assad beinhalte deshalb ein erneutes Nichteinhalten ein "politisches Risiko", die Duldung der beiden Staaten zu verlieren.

Deutschlandfunk · Interview · 28.3.2012

 
Der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad. (Bild: picture alliance / dpa)

Hamad Abdel-Samad über die "Arabellion"

Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 3

Wohin führt der Weg der "Arabellion"? Im zweiten Teil der Serie "Die Zeit des Zorns" ist der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler und Autor Hamad Abdel-Samad Gesprächspartner von Hans-Jürgen Heinrichs.

Deutschlandfunk · Essay und Diskurs · 1.4.2012

 
Syrische Demonstrantin zeigt sich siegesgewiss (Bild: picture alliance / dpa)

"Ich fühle mich als syrische Bürgerin"

Die Schriftstellerin Samar Yazbek über ihre Chronik der Revolution in Syrien

Die syrische Schriftstellerin und Journalistin Samar Yazbek hat von Anfang an, im März 2011 beginnend, ein Tagebuchprotokoll über die Geschehnisse in Syrien geschrieben. Assad habe versucht, die Gesellschaft zu spalten, doch die Mehrheit glaube nicht mehr, was das Regime sagt.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 26.3.2012

 
In Tunesien und Ägypten schaffte die

Michael Lüders über die Zukunft der "Arabellion"

Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 2

Wohin führt der Weg der "Arabellion"? Im zweiten Teil der Serie "Die Zeit des Zorns" ist der Nahost-Experte Michael Lüders Gesprächspartner von Hans-Jürgen Heinrichs.

Deutschlandfunk · Essay und Diskurs · 25.3.2012

 
Demonstranten in Damaskus dankten im Oktober China für das Veto im Sicherheitsrat  (Bild: picture alliance / dpa/EPA/BADAWI)

Lehren aus Libyen

Chinas Außenpolitik und die Syrien-Krise

Wochenlang hatte Peking mit seinem Veto Syrien-Resolutionen des UN-Weltsicherheitsrats blockiert. Nun stimmte es doch einer deutlich abgeschwächten Erklärung zu. Aber China tut sich weiter schwer damit, eine klare Position in der Syrien-Frage zu formulieren.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 24.3.2012

 
Die Kundgebungen auf dem Tahrir-Platz in Kairo - Sinnbild für die

Martin Mosebach über Europa und die "Arabellion"

Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 1

Der Jubel im Westen über die arabische Rebellion ging mit vielen Fehlanalysen und Illusionen einher. Erste Enttäuschungen machen sich breit. In der dreiteiligen Serie „Die Zeit des Zorns“ zur „Arabellion“ ist der Schriftsteller Martin Mosebach erster Gesprächspartner.

Deutschlandfunk · Essay und Diskurs · 18.3.2012

 
Der Kampf auf der Straße wird an den Unis weitergeführt: Junge Ägypter vor Graffitis. (Bild: picture alliance / dpa / Amel Pain)

"Wir kämpfen wirklich jeden Tag"

Nach dem Arabischen Frühling ringen verschiedene Gruppen um Einfluss an den Universitäten

Der Arabische Frühling war und ist eine Revolution der jungen Generation. Die Jungen haben ihr Forderung nach Freiheit und Demokratie von der Straße in die Hochschulen getragen. Nun ist der Kampf um die Unabhängigkeit der Universitäten in vollem Gange - zum Beispiel in Tunesien und Ägypten.

Deutschlandfunk · Campus & Karriere · 27.2.2012

 
Im Oktober 2011 hat Tunesien gewählt. Es waren die ersten freien Wahlen seit 50 Jahren. (Bild: picture alliance / dpa / Zacarias Garcia)

"Es sind natürlich die ganzen alten Kräfte noch da“

Ex-Justizministerin Däubler-Gmelin setzt auf die Kraft der neuen Verfassung in Tunesien

Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat die Bedeutung der neuen Verfassung für die weitere Entwicklung in Tunesien hervorgehoben. Bei ihrer derzeitigen Tätigkeit als politische Beraterin in Tunis erlebt die frühere Bundesjustizministerin immer wieder eine große gesellschaftliche Unsicherheit.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 23.2.2012

 
Ausschreitungen vor dem ägyptischen Innenministerium in Kairo (Bild: picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

Proteste in Ägypten dauern an

Zwei Tote bei Zusammenstößen in Suez

Erneut blutige Zusammenstöße in Ägypten: Nach den Krawallen im Fußballstadion in Port Said dauern die Proteste gegen den regierenden Militärrat an. In Suez sterben zwei Demonstranten.

Deutschlandradio · Aktuell · 3.2.2012

 
Hintergrund der Unruhen in Ägypten sind die Ausschreitungen nach einem Fußballspiel in Port Said (Bild: picture alliance / dpa / Ahmed Khaled)

"Die Revolution ist nicht zu Ende"

Politologin: Langfristiger Umbruch benötigt mehr Zeit

Auch wenn das Militär die Revolution derzeit gekidnappt habe, der Transformationsprozess in Ägypten sei in vollem Gange, sagt Cilja Harders, Leiterin der Arbeitsstelle Politik des vorderen Orients der Freien Universität Berlin.

Deutschlandfunk · Interview · 3.2.2012

 
Ägypter auf auf dem Tahrir-Platz in Kairo feiern den ersten Jahrestag ihres Aufstandes. (Bild: Maya Alleruzzo/AP/dapd)

Zu viele Kontinuitäten in Ägypten

Todesstrafe für Hosni Mubarak, aber keine Aufarbeitung arabischer Diktatur?

Vor einem Jahr demonstrierten Hunderttausende gegen Hosni Mubarak. 18 Tage später trat der Präsident zurück, inzwischen droht ihm gar die Todesstrafe. Von einer Revolution zu reden war dennoch voreilig, meint Jan Kuhlmann: Ägypten stehe noch ganz am Anfang der Demokratisierung.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 3.2.2012

 
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York berät am Dienstag über eine Resolution gegen Syrien.

Keine Einigung über Syrien-Resolution

Trotz steigender Opferzahlen lehnt Russland den UN-Beschluss weiterhin ab

Großbritannien und Frankreich dringen darauf, dass der UN-Sicherheitsrat endlich eine Resolution gegen Syrien verabschiedet. Russland hat den vorgelegten Entwurf erneut abgelehnt, aber Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen signalisiert. In den nächsten Tagen soll es zu einer Abstimmung kommen.

Deutschlandradio · Aktuell · 1.2.2012

Für Russland sei es wichtig, mit den arabischen Staaten zusammenzuarbeiten, sagt Hans-Henning Schröder von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Deshalb wolle das Land nicht im Schlepptau der USA in die Region einmarschieren.

Deutschlandfunk · Interview · 1.2.2012

Auch ohne Option auf eine militärische Intervention, die Russland unbedingt verhindern will, sei eine UN-Resolution gegen Syrien wirkungsvoll, findet der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Rolf Mützenich. Sie wäre ein "Zeichen an Assad, dass auch die letzten Verbündeten die Unterstützung aufgeben".

Deutschlandfunk · Interview · 1.2.2012

 
Die Beobachter sollten nächste Woche ihren Syrienbericht abliefern. (Bild: picture alliance / dpa / Sana / Handout)

Arabische Liga stoppt Syrienmission

Abgesandte sollen in Damaskus bleiben

Die Arabische Liga hat ihre Syrienmission unterbrochen. Der Staatenbund teilte in Kairo mit, die Arbeit der Beobachter werde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Hintergrund dieser Entscheidung sei die anhaltende Gewalt im Land, die Abgesandten würden aber nicht abgezogen.

Deutschlandradio · Aktuell · 28.1.2012

 
Ägypter tragen eine risiege ägyptische Flagge bei einer Kundgebung auf dem Tahrir-Platz in Kairo. (Bild: Maya Alleruzzo/AP/dapd)

Demokratische Erneuerung und Social Media in Nordafrika

Eine Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung

Soziale Netzwerke und Blogs prägten die revolutionären Prozesse aller nordafrikanischen Staaten im Frühjahr und Sommer 2011. Zum 1. Jahrestag der ägyptischen Revolution am 25. Januar lud die Bundeszentrale für Politische Bildung zu einer Konferenz zum Umbruch in Nordafrika.

Deutschlandfunk · Studiozeit

 
Der Tahrir-Platz - ein Jahr nach Revolutionsbeginn in Ägypten. (Bild: Berit Hempel)

Kultur in Katerstimmung

Arabische Intellektuelle über den ersten Jahrestag der Revolutionen in Nahost

Vor einem Jahr gingen die Ägypter erstmals gegen ihren damaligen Präsidenten Mubarak auf die Straße. Der Tahrir-Platz wurde zum Symbol des arabischen Frühlings. Doch viele Künstler und Intellektuelle der arabischen Welt zeigen sich inzwischen skeptisch im Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 25.1.2012

 
Ein Demonstrant schwenkt eine ägyptische Fahne (Bild: picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

Fragile Freiheiten

Ägyptens literarischer Frühling

Schriftsteller in Ägypten müssen sich ihre künstlerischen Freiheiten erst erobern. Der Kampf gegen staatliche Verbote, Selbstzensur und Tabus ist noch lange nicht gewonnen. Eine Bestandsaufnahme der ägyptischen Literaturszene ein Jahr nach Beginn des Aufstands.

Deutschlandradio Kultur · Literatur · 24.1.2012

 
Freude in Sirte nach dem Tod Gaddafis (Bild: picture alliance / dpa / Jean-Paul Ney)

Libyens Übergangsrat hat "Legitimationsproblem"

Nordafrika-Experte empfiehlt EU beratende Rolle

Weil ihn die revolutionären Brigaden in Libyen als "Altherrenverein" ansähen, der sich selbst ernannt habe, sei die Handlungsfähigkeit des Übergangsrates stark eingeschränkt, sagt Wolfram Lacher von Stiftung Wissenschaft und Politik.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 10.1.2012

 
Ägypter vor einem Wahllokal in Kairo (Bild: dpa / picture alliance / Mohamed Omar)

Unvorhersehbare Entwicklung

Friedrich-Ebert-Stiftung in Kairo fürchtet um die Demokratie in Ägypten

Felix Eikenberg, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, hält die Entwicklung in Ägypten nach dem Wahlsieg der islamischen und islamistischen Parteien für völlig unvorhersehbar. Die staatstragenden Kräfte hielten es offenbar für gefährlich, wenn demokratische Kräfte gestärkt würden.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.1.2012

 
Protestierende Frauen in Ägypten (Bild: picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

Die arabischen Revolutionen

Wegmarken - Teil 3: Über die Vertrauensbildung im Nahen Osten

Der arabische Frühling wird überschattet von einzelnen Rückfällen in totalitäre Regierungsmuster - die aktuelle Situation in Ägypten zeigt dies deutlich. Europa wird sich der Mitverantwortung für Entwicklungen in seiner Nachbarschaft nicht entziehen können. Eine Bestandsaufnahme - und drei Lösungsvorschläge.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 30.12.2011

 
Die Razzien in Kairo werden sowohl von Berlin als auch von Washington scharf kritisiert. (Bild: picture alliance / dpa/Khaled Elfiqi)

Empörung über Razzien bei NGOs in Kairo

Das Auswärtige Amt in Berlin bestellt den ägyptischen Botschafter ein

In Deutschland und den USA hat die Durchsuchung von Nichtregierungsorganisationen und ausländischen Institutionen in Kairo durch ägyptische Beamte der Staatsanwaltschaft und der Polizei für heftige Reaktionen gesorgt. Betroffen waren auch Räume der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Auswärtige Amt legte Protest ein.

Deutschlandradio · Aktuell · 30.12.2011

 
Blick auf das Auditorium der Deutschen Universität in Kairo (Bild: picture alliance / dpa)

Ägyptisches Militär auf deutschem Hochschul-Campus

Die deutsche Universität in Kairo und der "Arabische Frühling"

Die "German University of Cairo" gilt als Musterbeispiel deutschen Bildungsexports. Da will es so gar nicht ins Bild passen, was sich im Zuge des "Arabischen Frühlings"’ ereignete: Offenbar, um aufmüpfige Studierende einzuschüchtern, rief die Hochschulleitung Militär auf den Campus.

Deutschlandfunk · Campus & Karriere · 29.12.2011

 
Die Proteste gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad gehen weiter. (Bild: picture alliance / dpa / Sabri Elmehedw)

Beobachter in Syrien beschreiben die Lage als "ruhig"

Zweifel an Präsident Assads Kooperationsbereitschaft

Seit Dienstagmorgen ist eine Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien unterwegs. Sie soll durch Vermittlung zwischen Regime und Opposition das Blutvergießen beenden. Doch die Proteste gegen Präsident Assad gehen weiter, dessen Willen zum Einlenken auch international bezweifelt wird.

Deutschlandradio · Aktuell · 28.12.2011

 
Buchautor Jürgen Todenhöfer (Bild: picture alliance / ZB)

"Auch die syrische Opposition hat Verpflichtungen gegenüber diesem Land"

Beobachtermission in Syrien beginnt

"Wir haben wirklich hier eine Lage, die sehr stark an einen Bürgerkrieg erinnert", beschreibt Jürgen Todenhöfer, Autor von mehreren Büchern über arabische Entwicklungen, die Situation in Syrien - und sieht Verbrechen auf beiden Seiten. Er fordert dazu auf, dass Assad und die Opposition miteinander verhandeln und der Westen dabei unterstützend wirkt.

Deutschlandfunk · Interview · 27.12.2011

 
Die ersten freien Wahlen in Tunesien seit der Unabhängigkeit vor 50 Jahren. (Bild: picture alliance / dpa / Zacarias Garcia)

Gudrun Krämer: Der Funke des Aufbruchs in den arabischen Ländern bleibt

Islamwissenschaftlerin: Vor Ort wurde der Einfluss der Islamisten unterschätzt

Die Hoffnung auf eine Demokratisierung in der arabischen Region ist nach Ansicht von Gudrun Krämer, Professorin für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin, nicht erloschen. Gleichzeitig rechnet sie aber auch mit Gewalt.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 27.12.2011

 
Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik (Bild: Stiftung Wissenschaft und Politik)

Der Slogan hieß immer: "Das Volk will"

Die arabische Revolution und die Folgen

Als "Berufsoptimist" freut sich Volker Perthes, Direkter der Stiftung Wissenschaft und Politik, über 100 Millionen Menschen, die nach dem arabischen Frühling freier leben - und hofft auf eine weitere positive Entwicklung.

Deutschlandfunk · Interview · 27.12.2011

 
Regimegegner protestieren am 22. April in der syrischen Stadt Homs (Bild: AP)

Syrien: Regierungstruppen setzen Angriffe auf Homs fort

Opposition bittet Arabische Liga um Hilfe

Homs wird auch am dritten Tag in Folge von Regierungstruppen belagert und beschossen. Die zentralsyrische Stadt gilt als Hort des Widerstands gegen Machthaber Baschar al-Assad. Die syrische Opposition forderte Beobachter der Arabischen Liga auf, die Stadt zu besuchen und sich ein Bild von der Lage zu machen..

DRadio Wissen · Weltnachrichten · 26.12.2011

Die Abgesandten der Arabischen Liga sollen in den Hochburgen der Proteste in Syrien beobachten, ob Machthaber Assad seine Vereinbarungen mit den arabischen Staaten einhält: Rückzug der Streitkräfte aus diesen Städten, Gewaltverzicht und die Freilassung von Gefangenen.

Deutschlandfunk · Informationen am Morgen · 26.12.2011

 
Tunesien war das erste Land, das sich im sogenannten

Ungewissheit nach dem Arabischen Frühling

Naher Osten ohne neue Ordnung

Wie geht’s jetzt weiter im Nahen Osten? Wo immer man hinschaut – Gewalt, Instabilität, Ungewissheit. Kaum zu glauben, dass die Region schnell zur Ruhe kommen wird. Wo sie doch niemals in sich geruht hat.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 24.12.2011

 
Ein Demonstrant schwenkt eine ägyptische Fahne vor dem Amtsitz des Premierministers in Kairo (Bild: picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

Ägypten wählt ein neues Parlament

Wahlkampf von Protesten überschattet

Heute beginnen in Ägypten die ersten freien Wahlen. Darauf haben viele Ägypter seit dem Sturz von Hosni Mubarak im Februar dieses Jahres gewartet. Nun hoffen sie auf Demokratie, Freiheit und mehr soziale Gerechtigkeit.

DRadio Wissen · Tagesthema · 28.11.2011

Trotz der anhalten Proteste im Land sind ab heute 50 Millionen Ägypter aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Wegen der Größe des Landes finden die Wahlen nach Regionen aufgeteilt in zwei weiteren Etappen im Dezember und Januar statt.

Deutschlandfunk · Informationen am Morgen · 28.11.2011

Von heute an bis Mitte Januar wird aus organisatorischen Gründen in Ägypten etappenweise ein neues Parlament gewählt. FDP-Außenpolitiker Rainer Stinner befürchtet, dass sich die Bedingungen im Land zwischenzeitlich ändern - und damit der Inhalt des Wahlprozesses.

Deutschlandfunk · Interview · 28.11.2011

 
Junge Männer demonstrieren auf dem Tahrir-Platz in Kairo gegen die Macht der Generäle (Bild: picture alliance / dpa / james Keogh)

Tahrir heißt Befreiung

Die Renaissance der ägyptischen Revolution kurz vor den Wahlen

Tausende Ägypter haben zuletzt auf dem Tahrir-Platz den Rückzug des Militärrats gefordert. Der hat reagiert, zuerst mit Tränengas und Gummigeschossen, schließlich mit Zugeständnissen. Bis Juli 2012 sollen die Präsidentschaftswahlen abgeschlossen sein und das Militär will sich aus der politischen Verantwortung zurückziehen.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 23.11.2011

 
Seit dem Wochenende ist der Tahrir-Platz in Kairo wieder Schauplatz gewalttätiger Proteste. (Bild: picture alliance / dpa / Ahmed Assadya)

Blutige Unruhen in Ägypten gehen unvermindert weiter

Militärrat trotzt anhaltenden Protesten

Vergangene Nacht haben erneut Tausende Ägypter gegen den herrschenden Militärrat demonstriert. Der rief die Bürger zur Ruhe auf, doch das dürfte das aufgebrachte Volk nicht mehr interessieren.

Deutschlandradio · Aktuell · 22.11.2011

 
Der syrische Präsident Bashar Assad hält eine Fernsehansprache. (Bild: AP / Syrisches Fernsehen)

Parteigebäude in Syrien beschossen

Mehrere Menschen bei Demonstrationen getötet

Laut Augenzeugenberichten,wurde am frühen Sonntagmorgen ein Gebäude der syrischen Baath-Partei mit Granaten beschossen. Machthaber Assad hatte zuvor das Ultimatum der Arabischen Liga, die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu beenden, ignoriert.

Deutschlandfunk · Informationen am Mittag · 20.11.2011

 
Ein Demonstrant hebt die ägyptische Flagge vor dem Hintergrund brennender Fahrzeuge auf dem Tahrirplatz in Kairo (Bild: picture alliance / dpa / Ahmed Assadya)

Wieder Proteste auf dem Tahrirplatz in Kairo

Polizei setzt Tränengas und Knüppel gegen Demonstranten ein

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Menschen, die gegen den regierenden Militärrat demonstrierten, gekommen. Mindestens zwei Menschen waren bei Protesten am Vortag ums Leben gekommen, fast 700 wurden verletzt.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 20.11.2011

Das Militär in Ägypten wolle nicht unter demokratische Kontrolle geraten, sagt Thomas Hasel, Nordafrika-Experte an der Freien Universtität Berlin. Das Vertrauen der Ägypter in das Militär sei deutlich geschwunden.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 20.11.2011

 
Der Gaddafi-Sohn Saif al-Islam (Bild: AP)

Gaddafi-Sohn Saif al-Islam festgenommen

39-Jährigem droht womöglich die Todesstrafe

Die Flucht des Lieblingssohnes von Muammar al-Gaddafi ist vorbei: Nach Angaben der libyschen Übergangsregierung wurde Saif al-Islam im Süden des Landes festgenommen. Unklar ist bislang, ob ihm in Den Haag oder in Libyen der Prozess gemacht wird.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.11.2011

 
Der ägyptische Autor und Verleger Mohamed Hashem (Bild: Anette Selg)

"Freiheit ist das Allerwichtigste!"

Der ägyptische Autor und Verleger Mohamed Hashem

Mohamed Hashem, Gründer und Eigentümer des ägyptischen Merit-Verlags, erhält in diesem Jahr den Hermann-Kesten-Preis des deutschen P.E.N.-Zentrums. Der Verleger ist seit vielen Jahren politisch aktiv, er streitet für eine ägyptische Zivilgesellschaft und gegen Korruption.

Deutschlandradio Kultur · Profil · 15.11.2011

 
Demonstranten in Ägypten (Bild: AP)

Der arabische Frühling aus der Distanz und als beobachtender Teilnehmer

Zwei Bücher und Perspektiven auf den poltischen Umsturz in Ägypten

Hamed Abdel Samad ist Ägypter und kam mit 23 Jahren nach Deutschland - er arbeitete als Wissenschaftler, jetzt als freiberuflicher Autor. Volker Perthes ging als Politikwissenschaftler in den Nahen Osten. Heute ist er Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik. Beide haben Bücher über den arabischen Frühling geschrieben.

Deutschlandfunk · Andruck · 14.11.2011

 
Realität überholt Kino: Wenn bei aktuellen arabischen Filmen die Klappe fällt. geht die Handlung weiter. (Bild: Stock.XCHNG - Mathias Mazzetti)

Rebellionskino

Filmfestival in Berlin nimmt die Spuren des arabischen Frühling auf

Beim 3. Festival des arabischen Films in Berlin soll nicht der "cholerische, gewalttätige Araber" gezeigt werden, der nach Meinung der Filmemacher die TV-Kanäle dominiert. Im Vordergrund stehen der arabische Frühling und arabischer Humor.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 7.11.2011

 
Ein zerrissenes Gaddafi-Foto im Rathaus der libyschen Hauptstadt Tripolis (Bild: AP / Francois Mori)

Gaddafi-Verfahren hängt in der Luft

Strafrechtsexperte: Ohne eindeutigen Todesbeweis bleibt der Ex-Machthaber in Den Haag weiter angeklagt

Solange der Tod des Ex-Machthabers nicht hundertprozentig erwiesen ist, zum Beispiel durch eine Autopsie unabhängiger Mediziner, bleibt die Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof bestehen. Verschwörungstheorien wären sonst Tür und Tor geöffnet, sagt Kai Ambos.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 2.11.2011

 
Das zerstörte Sirte in Libyen (Bild: picture alliance / dpa / Mohamed Messara)

Akteure unterstützen, die keinen "islamistischen Gottesstaat" wollen

Außenpolitische Grünen-Sprecherin im EU-Parlament will in Libyen Aufbau von Rechtsstaat fördern

Als Gegengewicht zu den Islamisten müsse der Westen in Libyen freiheitlich gesinnte Kräfte stärken, sagt Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Grünen im EU-Parlament. Europäische Unternehmen dürften keine Schmiergelder zahlen wie zu Zeiten Gaddafis.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.11.2011

 
Demonstranten protestieren am 14.1.2011 in Tunis gegen Präsident Ben Ali. (Bild: AP)

Al Dschasira und die Demokratisierung

TV-Sender berichtet von den Brennpunkten der Revolutionen

Al Dschasira ging am 1. November 1996 zum ersten Mal auf Sendung. Mit journalistisch unabhängiger Berichterstattung sollte der Sender zur Demokratisierung in der arabischen Welt beitragen. Bis zum Anfang dieses Jahres war davon, kaum etwas zu spüren. Dann bekam Al Dschasira jedoch eine zentrale Rolle beim Arabischen Frühling.

Deutschlandfunk · Markt und Medien · 29.10.2011

Am 1. November 1996 nahm der TV-Sender Al Dschasira den Sendebetrieb auf. Dass dies später als medienhistorisches Ereignis gefeiert werden würde, ahnte niemand. Letztlich hat Al Dschasira die Medienfreit für die arabische Welt erkämpft - sagt Abdo Jamil Al Mikhlafy.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 1.11.2011

 
Libyer haben die Chance auf einen neuen Anfang. (Bild: AP)

Die Stunde der Sieger

Lehren aus dem Nato-Einsatz in Libyen

Die Allianz hat erfolgreich den Auftrag der Vereinten Nationen umgesetzt, sie hat die libysche Zivilbevölkerung im Aufstand gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi geschützt. Ohne die NATO-Bombardements wäre es den Rebellen wohl nicht gelungen, das Gaddafi-Regime zu stürzen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 21.10.2011

 
Menschen auf den Straßen der libyschen Hauptstadt Tripolis feiern den Tod Gaddafis. (Bild: picture alliance / dpa -  Sabri Elmhedwi)

Gaddafi auf der Flucht erschossen

Nationaler Übergangsrat meldet Tod des früheren Machthabers

Libyens früherer Machthaber Gaddafi ist tot. Laut Angaben des libyschen Übergangsrats wurde er auf der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte von Milizen der neuen libyschen Regierung erschossen. In Tripolis und anderen libyschen Städten feierten die Menschen den Tod des Diktators.

Deutschlandradio · Aktuell · 20.10.2011

 
Demonstranten im Stadtzentrum von Tunis. Tunesien war das erste Land, in dem Proteste gegen das Regime losbrachen. (Bild: AP)

Weichenstellung für die junge Demokratie Tunesien

Das nordafrikanische Land vor den Wahlen

Am 23. Oktober wird die Verfassungsgebende Versammlung in Tunesien gewählt. Es gibt über 100 politische Parteien und mehr als 11.000 Kandidaten. Am Ende sollen 217 Gewählte bestimmen, wie im Mutterland des Arabischen Frühlings künftig das politische System aussieht.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 19.10.2011

Viele Tunesier sind ernüchtert in den Tagen vor der Wahl am kommenden Sonntag. Nach dem euphorischen Frühling verlangt der politische Herbst die Mühen der Ebene. Wie die Menschen damit umgehen, wird sich auch am Einfluss der islamischen Partei Ennahda zeigen.

Deutschlandradio Kultur · Weltzeit · 19.10.2011

Jahrzehntelang wurden Journalisten, die sich gegen das tunesische Regime stellten, zensiert, unterdrückt, verfolgt, eingesperrt und gefoltert. Jetzt herrscht Presse- und Meinungsfreiheit in Tunesien: Zeitungen, Radio- und Fernsehsender schießen wie Pilze aus dem Boden.

Deutschlandradio Kultur · Weltzeit · 19.10.2011

 
Tunesien steht vor historischer Wahl (Bild: dapd)

Tunesien am Scheideweg

Ersten freien Wahlen nach 23 Jahren Diktatur

Es ist ein historisches Ereignis: Am 23. Oktober 2011 wählen die Tunesier eine verfassungsgebende Versammlung. Es sind die ersten freien Wahlen nach 23 Jahren Diktatur unter Machthaber Ben Ali. Tunesien ist damit schon einen Schritt weiter als manches Nachbarland.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 15.10.2011

 
Immer mehr syrische Oppositionelle fliehen in die Türkei. (Bild: picture alliance / dpa - Shaam New Network)

Rebellische Nachbarn

Die Türkei und die syrischen Dissidenten

Die Türkei ist zum Fluchtpunkt syrischer Oppositioneller geworden. Die türkische Regierung hat sich mittlerweile offen gegen das Regime in Damaskus gestellt und lässt die syrische Opposition in ihrem Land gewähren.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 15.10.2011

 
Ein Protestierender im ägyptischen Tahir (Bild: AP)

Arabische Zeitenwende?

Die Jahreskonferenz der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient“ in Berlin

Die arabischen Revolutionen kamen auch für Fachleute unerwartet. Auf der Jahreskonferenz der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient“ waren sie sich jedoch einig, dass der arabische Wandel für den Westen Folgen habe: in der Wahrnehmung der Region und in den politischen Beziehungen.

Deutschlandfunk · Studiozeit

 
Anhänger von Syriens Präsident Assad demonstrieren in Damaskus (Bild: AP)

Zagorski: Syrien-Resolution führt in entgegengesetzte Richtung

Politologe verteidigt Russlands Veto im Weltsicherheitsrat

Russland widersetzt sich mit seinem Veto im UN-Sicherheitsrat der Resolution gegen Syrien. Die russische Regierung wollte vermeiden, dass ein militärisches Eingreifen des Westens auf libysche Art stattfinden könne, erläutert der Politologe Andrej Zagorski.

Deutschlandfunk · Interview · 6.10.2011

 
Eine junge ägyptische Protestlerin mit einer ägyptischen Flagge in Kairo. (Bild: dapd)

Der Blogger Maikel Nabil in Haft

Das Schicksal eines ägyptischen Kriegsgegners

Er gehört zu den profilierten Intellektuellen, die der arabische Frühling hervorgebracht hat: Maikel Nabil Sanad. Der Name des 25-jährigen Bloggers geht derzeit um die Welt – auch, weil er in Ägypten in Einzelhaft sitzt und sein Leben an einem seidenen Faden hängt.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 20.9.2011

 
Pälastinenserpräsident Abbas möchte vor der UN-Vollversammlung die Mitgliedschaft beantragen. (Bild: AP)

Möglicher Palästinenserstaat sorgt für diplomatisches Kopfzerbrechen

Kulturjournalist über die Anerkennung eines Palästinenserstaats

Auf der 66. UN-Vollversammlung in New York will Palästina, offiziell als Staat gar nicht anerkannt, seine Aufnahme in die Vereinten Nationen beantragen. Kulturjournalist Kersten Knipp beschreibt Optionen der deutschen Diplomatie und verweist besonders auf das Verhältnis zu Israel.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 18.9.2011

 
Straße in Gaddafis Geburtsstadt Sirte: Dort liefern sich libysche Rebellen und Gaddafi-Anhänger noch immer erbitterte Gefechte. (Bild: AP/ Gaia Anderson)

Kämpfe in Libyen dauern an

Sprecher Gaddafis: Zahlreiche Zivilisten bei NATO-Luftangriffen getötet

Die Kämpfe zwischen Anhängern des langjährigen Machthabers Gaddafi und Einheiten der libyschen Übergangsregierung dauern an. Aus Sirte, der Geburtsstadt Gaddafis, und aus Bani Walid werden erneut erbitterte Gefechte gemeldet.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 17.9.2011

 
Auch im Königreich Marokko wird immer wieder für politische Reformen demonstriert. (Bild: picture alliance / dpa)

"Im Großen und Ganzen wird die Meinungsfreiheit respektiert"

Der frühere marokkanische Kulturminister über die politische Situation in seinem Land

Der frühere marokkanische Kulturminister und Schriftsteller Mohammed al-Achaari ist überzeugt, dass die Demokratisierung seines Heimatlandes weiter voranschreiten wird. Allerdings gebe es auch in Marokko eine Reihe islamistischer Strömungen, die sich staatlicher Kontrolle entziehen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 15.9.2011

 
Der britische Premier Cameron (4. v. l.) und Frankreichs Präsident Sarkozy in Tripolis (Bild: picture alliance / dpa -  Stefan Rousseau)

Sarkozy mahnt Rechtsstaat für Libyen an

Beim Besuch in Libyen geht es dem französischen Präsidenten auch um wirtschaftliche Interessen

Frankreichs Präsident Sarkozy und der britische Premierminister Cameron sind zu einem überraschenden Besuch in Tripolis eingetroffen. Nach einem Krankenhaus-Besuch kamen die beiden Staats- und Regierungschefs zu Gesprächen mit Vertretern des Nationalen Übergangsrats zusammen.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.9.2011

 
Avi Primor, von 1993 bis 1999 israelischer Botschafter in Deutschland (Bild: picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

Primor: Auch Israel trägt Verantwortung für Auschreitungen in Ägypten

Ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland sieht aber keine drohende Kriegsgefahr in Nahost

Nach den Angriffen auf die israelische Botschaft in Kairo betont Avi Primor: "Wenn wir weiter neue Siedlungen bauen und wenn wir zu echten, ehrlichen Verhandlungen nicht bereit sind, obwohl unsere Regierung es anders behauptet, dann natürlich tragen auch wir eine Verantwortung".

Deutschlandfunk · Interview · 12.9.2011

 
Der türkische Ministerpräsident Erdogan sucht den Kontakt zu Ägypten - und zur Hamas. (Bild: AP)

Erdogan will in Nordafrika "Bündnisse schmieden"

Friedrich-Ebert-Stiftung: Türkischer Ministerpräsident möchte vom Arabischen Frühling profitieren

Der türkische Regierungschef Erdogan wolle nach den politischen Umbrüchen in Nordafrika seinen Einfluss in der arabischen Welt ausweiten, meint Michael Meier, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Istanbul. Die neuen außenpolitischen Beziehungen der Türkei zur palästinensischen Hamas hält er für bedenklich.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.9.2011

 
Ägyptische Demonstranten protestieren in Kairo vor der israelischen Botschaft. (Bild: picture alliance / dpa - Khaled Elfiqi)

Tote bei Israel-Protesten in Kairo

Israels Botschafter aus Ägypten geflüchtet

Bei gewaltsamen Protesten gegen Israel in Kairo sind mindestens drei Menschen gestorben. Israels Botschafter in Ägypten hat nach der Stürmung der Botschaft das Land verlassen. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu verurteilte den Angriff.

Deutschlandradio · Aktuell · 10.9.2011

 
Der Krieg wird für junge Künstler zum Thema. (Bild: AP / Sergey Ponomarev)

Gewalt verkauft sich gut

Arabische Gegenwartskultur und ihre Darstellung

Bilder von Krieg und Gewalt, Szenen enthemmter Brutalität liefert der "arabische Frühling“ zuhauf. Diese Bilder hat auch die Kunst aufgegriffen, wenn auch nicht erst seit diesem Jahr. Gewaltdarstellungen haben in der arabischen Gegenwartskunst eine lange Tradition.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 10.9.2011

 
Ohne das Scheitern seiner Opposition hätte er wohl nicht angefangen zu schreiben, erzählt Tahar Ben Jelloun. (Bild: picture alliance / dpa)

Arabische Welt hat "Individuum entdeckt"

Schriftsteller Ben Jelloun sieht Umbruch als "Revolte der Jugend"

Man habe von arabischen Intellektuellen lange nichts hören wollen, entschuldigt der französisch-marokkanische Schriftsteller Tahar Ben Jelloun seine Generation. Aus der gegenwärtigen "Revolte der Jugend" lernten die "alten Intellektuellen" sehr viel, und verfolgten sie mit Sympathie.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 9.9.2011

 
Mit dem Einsturz des World Trade Centers begann ein Jahrzehnt voller Gewalt. (Bild: AP / dpa)

Vom 11. September zum arabischen Frühling

Die Schockwellen des Terroranschlags im Nahen und Mittleren Osten

Erst zehn Jahre nach dem 11. September 2001 hat für die Menschen im Nahen und Mittleren Osten eine neue Zeitrechnung begonnen. Experten sind sich einig: Der arabische Frühling wäre ohne Bin Ladens Gewaltorgien und ohne Bushs Anti-Terror-Krieg viel eher gekommen.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 6.9.2011

Schon nach 1989 habe man hoffen können, "dass sich nun auch in der arabischen Welt etwas bewegt", sagt der Islamwissenschaftler Stefan Weidner. Doch durch den 11. September 2001 sei die kleine Demokratiebewegung zurückgeworfen und die Repression verstärkt worden. Immerhin habe der 11. September "unsere Begegnung mit dem Islam intensiviert".

Deutschlandradio Kultur · Thema · 7.9.2011

 
Ruprecht Polenz, CDU (Bild: picture alliance / dpa)

Begrenzte Möglichkeiten der Sanktionspolitik gegen Syrien

Polenz (CDU): Man will die Regierung treffen, nicht die Bevölkerung

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz, verteidigt, dass trotz des Öl-Embargos Geld der deutschen Entwicklungshilfe nach Syrien fließt. Die Trinkwasserprojekte dienten unmittelbar der Bevölkerung, so der CDU-Politiker.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 6.9.2011

 
Der Abgeordnete der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke, Wolfgang Neskovic, (Bild: picture alliance / dpa / Carsten Rehder)

Linken-Politiker rügt Geheimdienst-Kooperation mit Libyen

Wolfgang Neskovic: "Hier muss konsequent aufgeklärt werden"

Der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Neskovic (Die Linke) erwartet Aufklärung darüber, welche terroristischen Aktionen durch die Zusammenarbeit der Kohl-Regierung mit dem libyschen Geheimdienst verhindert worden seien.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 6.9.2011

 
Oberst Muammar al-Gaddafi, als er noch Machthaberin Libyen war. (Bild: AP / John Redman, File)

"Demokratische Staaten haben ein Sicherheitsproblem"

Ex-BND-Chef zur Zusammenarbeit westlicher Geheimdienste mit Libyen

Medienberichten zufolge haben der englische und der US-amerikanische Geheimdienst eng mit dem Gaddafi-Regime kooperiert. Vor dem Hintergrund des Sicherheitsbedürfnisses eines Landes sei das legitim sein, sagt EX-BND-Chef Hans-Georg Wieck.

Deutschlandfunk · Interview · 5.9.2011

Dem widerspricht Rolf Clement im Kommentar: Eine wertorientierte Demokratie darf nicht zum Komplizen des jeweiligen Regimes werden. Auch nicht, wenn man aus anderen Gründen an einem guten Verhältnis zu einem solchen Regime interessiert ist.

Deutschlandfunk · Kommentar · 5.9.2011

 
Eine Demonstration für politische Reformen im marokkanischen Casablanca. (Bild: picture alliance / dpa)

Marokkanische Filmtage in Berlin

Kino Arsenal stellte Maghreb-Land in den Mittelpunkt

Marokko ist das stärkste Filmland im Maghreb. Die im Berliner Kino Arsenal gezeigten Filme spiegeten seine schnelle Modernisierung wider wie die Veränderung des Frauenbildes oder die Auflösung traditioneller Herrschafts- und Familienstrukturen.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 4.9.2011

 
Libysche Rebellen feiern mit Tausenden Bürgern die Einnahme der Hauptstadt Tripolis. (Bild: picture-alliance / dpa)

Gaddafi hinterlässt ein deformiertes Land

Libyen und der Aufbruch in eine neue Zeit

Der Krieg gegen Muammar al-Gaddafi hat die libyschen Aufständischen sechs Monate lang zur Geschlossenheit verdammt. Erst wenn die letzten Gefolgsleute des Ancien Regimes die Waffen niederlegen und die Kämpfe enden, wird sich zeigen, wie einig die neuen Herrscher des Landes wirklich sind.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 3.9.2011

 
Eine Saddam-Hussein-Statue wird in Bagdad von US-Soldaten umgestürzt. (Bild: AP Archiv)

Lernen aus dem Irakeinsatz

Wie der Wiederaufbau in Libyen laufen muss

Als am 9. April 2003 im Zentrum von Bagdad die Saddam-Statue vom Sockel kippte, jubelten viele US-Amerikaner - für die Iraker allerdings, und auch die meisten anderen arabischen Völker, hatte das Bild einen bitteren Beigeschmack.

Deutschlandfunk · Kommentar · 2.9.2011

 
Ein Mann hängt in der libyschen Hauptstadt Tripolis ein Banner mit der Aufschrift

Vor Freude in die Luft schießen

Junge Revolutionäre und ihre Waffen

Als Zeichen ihrer Freude schießen junge Revolutionäre in Libyen regelmäßig in die Luft. Mehrere 10.000 Schusswaffen sind derzeit nach Schätzungen in den Händen von Zivilisten. Solange Gaddafi nicht gefasst sei, wolle man die Waffen nicht abgeben, sagen viele der jungen Männer.

Deutschlandfunk · Informationen am Morgen · 1.9.2011

 
Lüders: Politische Neuorientierung Libyens schwieriger als in Ägypten oder in Tunesien. (Bild: picture alliance / dpa)

Islamwissenschaftler: Übergangsphase in Libyen wird sicherlich noch andauern

Internationale Konferenz in Paris berät die Zukunft des Landes

Frankreich lädt heute zum internationalen Libyen-Gipfel nach Paris. Der Nahost-Experte Michael Lüders hat im Vorfeld die westlichen Regierungen davor gewarnt, den Libyern diktieren zu wollen, wie sie die Zeit des politischen Übergangs in ihrem Land gestalten sollen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.9.2011

 
Andreas Schockenhoff, stellvertretender Unions-Fraktionsvorsitzender im Bundestag

"Wir müssen klar zeigen, dass wir an der Seite des libyschen Volkes stehen"

Fraktionsvize der Union über die Libyen-Konferez und den Wiederaufbau des Landes

Der Wiederaufbau Libyens sei eine Bewährungsprobe der gemeinsamen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik, sagt der CDU-Außenpolitiker Andreas Schockenhoff. Deutschland dürfe als wirtschaftsstärkster EU-Partner dabei nicht außen vor stehen.

Deutschlandfunk · Interview · 1.9.2011

 
Der untergetauchte Muammar al-Gaddafi bei einem seiner letzten TV-Auftritte. (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafi bleibt verschwunden

Familie des Diktators in Algerien eingetroffen

Die NATO und die Rebellen erhöhen den militärischen Druck auf Sirte. Sie vermuten, dass der untergetauchte Muammar al-Gaddafi sich in seiner Heimatstadt versteckt hält. Seine Familie ist nach Angaben des algerischen Außenministeriums nach Algerien geflüchtet.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.8.2011

 
Wolfgang Ischinger leitet die Münchener Sicherheitskonferenz. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Natürlich darf Deutschland nicht der Problembär der NATO werden"

Sicherheitsexperte Ischinger: Militärische Einsätze wie in Libyen dennoch nur im Notfall ratsam

Vertrauen und Berechenbarkeit seien das höchste Gut in der Außenpolitik, betont Wolfgang Ischinger, Ex-Diplomat und Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Alleingänge wie die Enthaltung Deutschlands beim Libyen-Einsatz der UN seien nicht vertrauensfördernd.

Deutschlandfunk · Interview · 29.8.2011

 
Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe, Markus Löning (FDP) (Bild: picture alliance / dpa - Tatyana Zenkovich)

Menschenrechtsbeauftragter: Brauchen eine UN-Resolution gegen Syrien

Markus Löning: Assad muss so stark wie möglich unter Druck gesetzt werden

Der Druck auf den syrischen Diktator Baschar al-Assad müsse weiter erhöht werden, sagt der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP). Wichtig sei, dass nun auch der UN-Sicherheitsrat Sanktionen beschließe.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.8.2011

 
Ein bewaffneter Rebell im Zentrum von Tripolis (Bild: picture-alliance/ dpa)

Treffen der Libyen-Kontaktgruppe in Istanbul

Diplomaten sprechen über mögliche Aufbauhilfe

In Istanbul berät heute die Libyen-Kontaktgruppe über eine Unterstützung für die Übergangsregierung. Dort geht es auch um die eingefrorenen Konten von Muammar al-Gaddafi. Von ihm fehlt weiterhin jede Spur.

Deutschlandradio · Aktuell · 25.8.2011

 
Rebellen in Tripolis (Bild: picture alliance / dpa)

"Al Arabiya"-Journalist: NATO soll Rebellen unterstützen

Der NATO-Eingriff kann in Libyen auch negativ aufgefasst werden

Anis Abul-Ella vom arabischen Fernsehsender "Al Arabiya" sieht den NATO-Eingriff in Libyen auf der einen Seite positiv, weil die Rebellen unterstützt werden. Auf der anderen Seite negativ, weil die Unterstützung als "importierte Rebellion" von außen betrachtet werden könnte.

Deutschlandfunk · Interview · 25.8.2011

 
Die Wintershall-Ölpumpen in Libyen sollen baldmöglichst wieder fördern (Bild: AP)

Wiederaufbau und Wettlauf um libysches Öl

Wintershall-Sprecher: "Wir waren auch schon vor Gaddafi in Libyen tätig"

Für die BASF-Tochter Wintershall habe der libysche Bürgerkrieg trotz Produktionseinstellung im Land geringe Auswirkungen, sagt Unternehmenssprecher Stefan Leunig. Sobald die Sicherheitslage es zuließe, wolle man die Förderung wieder aufnehmen. Gespräche mit den Rebellen habe es bereits gegeben.

Deutschlandfunk · Interview · 25.8.2011

 
Füllfederhalter auf Notizblock (Bild: Stock.XCHNG / Christy Thompson)

Im schöpferischen Exil

Der libysche Dichter Abdouldaim Ukwas ging wie viele seiner Kollegen ins Ausland

Künstler und Intellektuelle hatten in Libyen einen schweren Stand. Das musste auch der Dichter Abdouldaim Ukwas erfahren, der nach London ins Exil ging. Er konnte nur aus der Ferne darauf hoffen, dass die Revolution in seiner Heimat Erfolg hat.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 24.8.2011

 
In Tripolis feiern Libyer den Vormarsch der Rebellen. (Bild: picture alliance / dpa)

Hardy Ostry: Libyscher Übergangsrat noch nicht repräsentativ

Maghreb- und Nahostexperte setzt auf Umzug in die Hauptstadt

Damit Libyen sich in einem demokratischen Sinne entwickeln könne, müsse der Übergangsrat zunächst Ziele formulieren, sagt der Teamleiter Afrika und Naher Osten der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hardy Ostry. Er sieht keine große Gefahr durch Islamisten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 24.8.2011

 
Alexander Graf Lambsdorff: EU-Länder müssen gemeinsam handeln. (Bild: picture alliance / dpa)

Alexander Graf Lambsdorff: Europa muss Stabilisierungsplan für Libyen erarbeiten

EU-Liberaler hofft, dass die EU-Länder ihre Außenpolitik in Nordafrika besser koordinieren

Alexander Graf Lambsdorff, FDP-Außenpolitiker im Europäischen Parlament, hat die Europäische Union aufgefordert, einen "Befriedungsplan" für Libyen für die Zeit nach Gaddafi zu erarbeiten. Libyen benötige nach einem Sieg der Rebellen schnelle Hilfe, um die Infrastruktur wieder aufzubauen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 23.8.2011

 
Rebellen in Tripolis (Bild: picture alliance / dpa)

Rebellen stürmen Gaddafis Residenz

Aufenthaltsort des libyschen Machthabers weiter unklar

Nach schweren Gefechten zwischen Rebellen und Regierungstruppen haben die Aufständischen am Dienstagabend den Militärkomplex Bab al Asisija gestürmt. Fernsehbilder zeigten jubelnde Menschen im Innern der Gadaffi-Residenz. Gaddafi selbst bleibt weiter verschwunden.

Deutschlandradio · Aktuell · 23.8.2011

 
Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußert sich zur Lage in Libyen. (Bild: picture alliance / dpa - Hannibal Hanschke)

"Wir haben auf die internationale Isolierung gesetzt"

Außenminister Westerwelle zur militärische Rolle Deutschlands in Libyen

Bundesaußenminister Westerwelle sieht das Nein der Bundesregierung zum Kampfeinsatz in Libyen weiterhin als richtige Entscheidung. Daher treffe ihn der Vorwurf des Trittbrettsiegers auch nicht. Es gehe jetzt darum, die Menschen beim Wiederaufbau Libyens zu unterstützen.

Deutschlandfunk · Interview · 23.8.2011

 
Rebellen in Tripolis (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafi-Sohn Saif auf freiem Fuß

Die Kämpfe in Tripolis gehen weiter

In der libyschen Hauptstadt liefern sich Rebellen und regimetreue Truppen weiterhin heftige Gefechte. Der Aufenthaltsort von Diktator Gaddafi ist unklar. Sein Sohn Saif al-Islam befindet sich entgegen anders lautender Meldungen nicht in der Hand der Rebellen.

Deutschlandradio · Aktuell · 23.8.2011

 
Der fünfjährige Mustafa Saad in Tripolis mit einer alten libyschen Flagge (Bild: AP / John Redman, File)

Die Stunde Null Libyens

Frei vom Terror durch Gaddafi

Was kommt nach Gaddafi. Welche Rolle wird der Nationale Übergangsrat haben, welche das Volk selbst und in wie weit werden die Kräfte des Westens sich einbringen. Peter Philipps auf der Suche nach Antworten.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 22.8.2011

Es ist wahrscheinlich, dass eine UNO-Truppe den Rahmen für die Wiederaufbauarbeit in Libyen schaffen muss. Und es mache sich keiner etwas vor: Bei dieser Aufgabe werden die Deutschen sich sichtbar beteiligen müssen, kommentiert Rolf Clement.

Deutschlandfunk · Kommentar · 22.8.2011

 
Rebellen in Tripolis feiern die Einnahme des Stadtteils Tajura. (Bild: picture alliance / dpa)

Sechs Monate Aufstand gegen Gaddafi

Eine Chronologie

Sechs Monate dauerte der Aufstand gegen das Gaddafi-Regime und hinter Libyen liegt eine ereignisreiche Woche: Die Rebellen gewinnen die Oberhand, Gaddafi ist untergetaucht, einige seiner Gefolgsleute zu den Rebellen übergelaufen und die internationale Gemeinschaft akzeptiert den Nationalen Übergangsrat.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 22.8.2011

 
Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Ischinger: Deutschland kommt wichtige Rolle beim Wiederaufbau Libyens zu

Chef der Münchner Sicherheitskonferenz fordert umfassendes Aufbau- und Befriedungskonzept der EU

Deutschland hat nach Ansicht des Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, vielfältige Möglichkeiten, Libyen auf dem Weg zu Frieden, Demokratie und wirtschaftlichem Wohlstand zu unterstützen. Es gebe einen "ganzen Strauß von Möglichkeiten" zu helfen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 22.8.2011

 
Libysche Rebellen feiern mit Tausenden Bürgern die Einnahme der Hauptstadt Tripolis. (Bild: picture-alliance / dpa)

Rebellen rücken immer weiter vor

Kämpfe um Tripolis dauern an

Die Macht des Gaddafi-Regimes zerbricht zunehmend. Auch wenn die Rebellen noch nicht die komplette Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis haben, plant der Nationale Übergangsrat bereits von Bengasi nach Tripolis umzuziehen.

Deutschlandradio · Aktuell · 22.8.2011

US-Präsident Obama erkennt den Nationalen Übergangsrat in Libyen an, der deutsche Verteidigungsminister de Maizière schließt einen Bundeswehreinsatz nicht aus - und die NATO fordert die Aufgabe von Machthaber Gaddafi.

Deutschlandradio · Aktuell · 22.8.2011

 
Libysche Rebellen bejubeln in Bengasi die jüngsten Nachrichten aus Tripolis. (Bild: AP - Alexandre Meneghini)

Gaddafi ist angeblich auf der Flucht

Libyens Machthaber soll Tripolis verlassen haben

Der Druck auf Gaddafi ist offenbar zu groß geworden. In der Nacht zu Sonntag hatten libysche Rebellen nach eigenen Angaben auch Teile der Hauptstadt Tripolis unter ihre Kontrolle gebracht. Bereits am Samstag hatten sie den Ölhafen Brega erobert.

Deutschlandradio · Aktuell · 21.8.2011

 
Tausende Menschen feierten die Ausreise von Präsident Saleh in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa (Bild: picture alliance / dpa / Yahya Arhab)

Zwei Bücher über die Wurzeln des Arabischen Frühlings

Jörg Armbruster: Der arabische Frühling / Emmanuel Todd: Frei! Der arabische Frühling und was er für die Welt bedeutet.

Die ersten Menschen gingen im Jemen und in Syrien auf die Straße, um für die Demokratie zu kämpfen. Die Machthaber wie auch der Westen haben die Revolten nicht kommen sehen. Wie war diese Entwicklung möglich? Dieser Frage sind der Historiker Emmanuel Todd und ARD-Korrespondent Jörg Armbruster auf unterschiedliche Weise nachgegangen.

Deutschlandfunk · Andruck · 22.8.2011

 
Libysche Rebellen feiern mit Tausenden Bürgern die Einnahme der Hauptstadt Tripolis. (Bild: picture-alliance / dpa)

Gaddafi-Regime offenbar Geschichte

Rebellen erreichen Zentrum von Tripolis

Die Macht des Gaddafi-Regimes zerbricht zunehmend. In der vergangenen Nacht haben libysche Rebellen weitere Teile von Tripolis erobert. Die Kämpfe in der Stadt dauern an. Unklar bleibt weiterhin der Aufenthaltsort des Machthabers Gaddafi.

Deutschlandradio · Aktuell · 22.8.2011

 
Orthodoxe Juden nach dem Raketenangriff in Ashdod. (Bild: AP / Ariel Schalit)

Schlagabtausch auf beiden Seiten

Israelis und Palästinenser bombadieren sich nach Anschlagsserie im Süden Israels

Die israelische Luftwaffe hat in der vergangenen Nacht den Gazastreifen mit einer Welle von Angriffen überzogen. Israel vermutet, dass die Attentäter der Anschläge von gestern bei Eilat aus dem Gazastreifen stammen. Von dort wurden am Morgen mindestens zwölf Raketen nach Südisrael abgefeuert.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.8.2011

 
Syriens Präsident Bashar Assad (Bild: picture alliance / dpa / SYRIAN ARAB NEWS AGENCY)

Assad reagiert nicht auf Rücktrittsforderungen

EU-Staaten beraten heute über weitere Wirtschaftssanktionen

Wie es aus dem syrischen Informationsministerium hieß, solle der Westen lieber bei der Umsetzung der Reformen helfen, als die Gewalt weiter anzuheizen. Der syrische Präsident Assad hat auf die Rücktrittsforderungen der USA und der EU bisher nicht reagiert.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.8.2011

Nach langem Zögern hat die US-Regierung nun auch offiziell den Rücktritt des syrischen Präsidenten Assad gefordert. US-Präsident Obama will Syrien durch wirtschaftliche Sanktionen stärker als bisher isolieren, vor allem, was den Ölmarkt betriff. Die EU soll dem Beispiel folgen.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.8.2011

 
Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak im Krankenbett im Gerichtssaal. (Bild: picture-alliance/ dpa)

Erschütternder Anblick für Diktatoren

Die Mubaraks vor Gericht

War das nun eine Inszenierung? Hosni Mubarak, gestürzter Präsident Ägyptens, auf einer Bahre im Gerichtssaal. Noch im Januar stand er aufrecht und trotzte seinem Volke. Gewiss, Mubarak ist ein kranker Mann. Dennoch hätte er wohl die Kraft gehabt, zumindest im Rollstuhl zu sitzen.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 6.8.2011

 
Der russische Präsident Dmitri Medwedew. (Bild: AP)

Russland fordert Reformen in Syrien

Lösung des Konflikts ohne Einmischung von außen

Es klingt nach einer Wende der russischen Politik: Moskau hat die UN-Erklärung mitgetragen, in der die Gewalt gegen die Opposition in Syrien verurteilt wurde. Kremlchef Dmitri Medwedew schlug in einem Interview in dieser Woche schärfere Töne gegenüber dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad an.

Deutschlandfunk · Kommentar · 5.8.2011

 
Pro-Regierungsdemonstranten in Damaskus (Bild: picture alliance / dpa / Sana / Handout)

Syrien: Proteste gegen Regime reißen nicht ab

Internationaler Druck auf Assad wächst

Unbeeindruckt vom brutalen Vorgehen des Militärs forderten auch am Donnerstagabend Tausende Menschen in Syrien den Sturz von Präsident Baschar al Assad. US-Außenministerin Hillary Clinton machte Assad für den Tod von über 2000 Demonstranten verantwortlich.

Deutschlandfunk · Informationen am Morgen

Mit verstärkten Sanktionen wollen die Vereinigten Staaten gegen Syrien vorgehen. Von einer Militäraktion gegen das Assad-Regime spricht aber derzeit in den USA niemand. Denn erstens fehlt es an Geld und zweitens an Rückhalt in der Bevölkerung.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit

Waffenembargo, Einreiseverbote, gesperrte Konten: Auch die EU setzt auf Sanktionen gegen Syrien. Auch auf die syrische Wirtschaft, beispielsweise den Öl-Sektor, soll der Druck erhöht werden.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit

Die Neuen Medien sind in Syrien zum Leitmedium geworden, denn nur ihnen trauen die Menschen noch. Im Internet steht die Zahl der Todesopfer. Auch die Namen der Opfer sowie derjenigen, die vermisst werden, findet man online.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 4.8.2011

 
Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak im Krankenbett im Gerichtssaal (Bild: picture-alliance/ dpa)

"Eine absolut sensationelle Wirkung"

Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung in Kairo über den Mubarak-Prozess

Ronald Meinardus, Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung Kairo, zeigt sich vom Prozess gegen den ehemaligen ägyptischen Präsidenten überrascht: "Bis zuletzt hat kaum einer daran geglaubt, dass Hosni Mubarak persönlich erscheinen würde."

Deutschlandradio Kultur · Thema · 4.8.2011

 
Libyen: Rebellen 25 Kilometer außerhalb der Stadt Bengasi (Bild: picture alliance / dpa)

"Ich denke, dass die NATO in Libyen einen Fehler gemacht hat"

Politikwissenschaftlerin: Westliche Interessen bei Anti-Gaddafi-Offensive im Vordergrund

Der Krieg der Opposition gegen den libyschen Herrscher Gaddafi ist nicht entschieden - obwohl die NATO seit Wochen Bombenangriffe fliegt. Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht den Libyen-Einsatz kritisch.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 4.8.2011

 
Aufnahme des Fernsehsenders Al Arabiya zeigt den ehemaligen Präsidenten  Mubarak liegend im Gerichtssaal (Bild: picture alliance / dpa / Al Arabiya / Handout)

Ägyptens ehemaliger Präsident Mubarak vor Gericht

Der 83-Jährige muss sich für den Tod von Demonstranten verantworten

Noch vor weniger als einem Jahr war Hosni Mubarak der mächtigste Mann Ägyptens - heute steht er vor Gericht. Das Verfahren könnte mit einem Todesurteil für den ehemaligen Präsidenten enden, der das Land fast 30 Jahre lang diktatorisch regierte.

DRadio Wissen · Agenda · 3.8.2011

Der Prozess gegen Ex-Präsident Hosni Mubarak sei nicht nur ein Sieg für den Volkswillen und den Rechtsstaat des neuen Ägyptens, sondern auch ein Anfang für die arabische Welt, sagt die aus Ägypten stammende Politikwissenschaftlerin Hoda Salah.

Deutschlandfunk · Interview · 3.8.2011

Für den Publizist und Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad ist der Prozess gegen Mubarak "wichtig für die Glaubwürdigkeit des Systems".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.8.2011

Revolutionäre in Ägypten haben Bedenken, dass ihr Aufstand umsonst war. Journalisten werden unter Druck gesetzt, Prozesse gegen Zivilisten vor Militärgerichten geführt.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 2.8.2011

 
Amnesty International protestiert gegen Menschenrechtsverletzungen in Syrien (Bild: picture alliance / dpa / Bruno Fahy)

Nahostexperte warnt vor Bürgerkrieg in Syrien

Wimmen: Sanktion syrischer Ölexporte in die EU könnte Druck auf Damaskus ausüben

Der Nahostexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik, Heiko Wimmen, fürchtet massive Flüchtlingsströme aus Syrien in die Türkei, wenn Präsident Assad nicht aufhört, die Opposition mit brutaler Gewalt niederzuschlagen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 2.8.2011

 
Gernot Erler ist stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Die ganze Welt schaut jetzt auf den Sicherheitsrat"

SPD-Politiker Erler drängt auf Resolution gegen Syrien

Er könne nicht verstehen, dass die Bundesregierung ihre "exzellenten Beziehungen" zu Moskau und China nicht nutze, um im UN-Sicherheitsrat zu einer Resolution gegen das Regime in Damaskus zu kommen, kritisiert Gernot Erler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag.

Deutschlandfunk · Interview · 2.8.2011

 
Erneute Proteste auf dem Tahrir-Platz in Kairo: Die Demonstranten fordern eine

Hamzawy: Verschleppen der Reformen beunruhigt Ägypter

Politikwissenschaftler befürchtet Stillstand der Demokratisierung in seinem Land

Es fehle bislang ein Plan für die Demokratisierung staatlicher Institutionen sowie die Debatte über eine neue Verfassung, beklagt Amr Hamzawy, Politikwissenschaftler und Gründer der liberalen Partei Freiheitliches Ägypten.

Deutschlandfunk · Interview · 26.7.2011

 
Der syrische Präsident Bashar Assad hält eine Fernsehansprache. (Bild: AP / Syrisches Fernsehen)

Hohle Sprüche beeindrucken nicht

Assad und sein Regime stört US-Kritik wenig

Da wird sich der Löwe von Damaskus aber fürchten - seine Legitimität habe er verloren empört sich US-Außenministerin Hillary Clinton. Na und? Hohle Sprüche können ein Regime kaum beeindrucken, wenn es wie Syrien Sanktionen seit sieben Jahren wie Regen von sich abtropfen lässt.

Deutschlandfunk · Kommentar · 12.7.2011

 
Demonstranten marschieren zur Saudischen Botschaft. (Bild: AP)

Ein Königreich der Angst

In Bahrain glaubt niemand an bessere Zeiten

Mit tatkräftiger Hilfe Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate wurde im Frühjahr die Demokratiebewegung in Bahrain von der Regierung niedergeschlagen. Vier Monate danach herrschen in weiten Teilen der Bevölkerung Angst und Misstrauen.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 9.7.2011

 
Herta Däubler-Gmelin (SPD) begleitet den Verfassungsprozess in Tunesien vor Ort beratend. (Bild: AP Archiv)

Ex-Bundesjustizministerin fordert Öffnung Europas für junge Tunesier

Däubler-Gmelin: Hoffnungen nicht enttäuschen

Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) fordert eine engagiertere europäische Unterstützung bei der Demokratisierung Tunesiens. Besonders die jungen Tunesier müssten endlich sehen, "die tun was für uns".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 24.6.2011

 

Keine Studenten-Revolte

Trotz der blutigen Proteste herrscht an den syrischen Unis relative Ruhe

Beim Aufstand gegen das Assad-Regime in Syrien sind nach Einschätzung der DAAD-Lektorin Ulrike Mitter Studierende nicht die treibende Kraft. Allerdings versuchten viele, das Land für ein Auslandsstudium zu verlassen, sagt die Leiterin des DAAD-Informationszentrums Damaskus, die derzeit in Deutschland ist.

Deutschlandfunk · Campus & Karriere · 23.6.2011

 
Syrische Soldaten dringen in die Protesthochburg Dschisr al Schugur ein, mehr als zehntausend Syrer sind inzwischen in die Türkei geflüchtet. (Bild: AP)

Eisiger Frühling zwischen Damaskus und Aleppo

Der Freiheitskampf der Syrer wird im Keim erstickt

Seit Mitte März demonstrieren auch in Syrien die Menschen für mehr Freiheit und Mitbestimmung, gegen Korruption und staatliche Willkür. Aber das Regime unter Präsident Bashar al-Assad bekämpft den Aufstand mit aller Härte. Eine Innensicht aus einem Land, in dem die Angst regiert.

Deutschlandradio Kultur · Weltzeit · 23.6.2011

 
Eine Demonstration für politische Reformen im marokkanischen Casablanca (Bild: picture alliance / dpa)

Der Zorn der Chancenlosen

Marokko vor der Verfassungsreform

Auch in Marokko gehen die Menschen seit Monaten auf die Straße. Seit Monaten fordert die "Bewegung des 20. Februar" mehr Demokratie, weniger Korruption und Arbeit. Die herrschende politische Klasse hat in den Augen der Demonstranten jede Glaubwürdigkeit verloren.

Deutschlandradio Kultur · Weltzeit · 23.6.2011

 
Ägypter feiern die Nachricht vom Rücktritt des Präsidenten Hosni Mubarak auf den Tahrir-Platz in Kairo (Bild: AP)

Ohne Internet gäbe es weniger Revolutionen

Ein Gespräch mit dem Journalisten Andreas Noll

Vor allem Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke, haben bei den Revolutionen in der arabischen Welt eine Rolle gespielt. Das steht fest. Wie entscheidend sie tatsächlich sind und waren, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen.

DRadio Wissen · Agenda · 23.6.2011

 
Eine junge ägyptische Protestlerin mit einer ägyptischen Flagge in Kairo. (Bild: dapd)

Vorgeschmack auf den arabischen Frühling

Wie die Revolution sich im Film angekündigt hat

Das Goethe-Institut in Berlin hat in einer fünftägigen Reihe Filme gezeigt, die vor den historischen Ereignissen in Tunesien, Ägypten, im Jemen oder im Oman entstanden sind. Jetzt, im Nachhinein, erkennt der Zuschauer überall die Zeichen des heraufziehenden Aufstands der arabischen Jugend.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 22.6.2011

 
Syriens Präsident Baschar al-Assad (Bild: AP)

Ein Diktator erklärt sich

Assads enttäuschende Rede bringt der Opposition nichts

Was immer Prasident Assad sagt – wenn er was sagt: Es ist zu wenig und kommt zu spät. Mindestens drei Monate zu spät. Was vor Beginn der syrischen Proteste noch eine Sensation gewesen wäre, ist heute nicht mehr als ein Ladenhüter. Wahlen, nationaler Dialog – alles schon mal versprochen, aber nicht gehalten.

Deutschlandfunk · Kommentar · 20.6.2011

 
Wimmen:

Syrien: "Die Gewalt wird weitergehen"

Die Assad-Ansprache und ihre Wirkung auf die syrischen Demonstranten

Der Syrien-Experte Heiko Wimmen vermutet, die Rede von Baschir al-Assad werde die Proteste im Land nicht beenden. Der vom syrischen Präsidenten angebotene "nationale Dialog" lasse keine Reformen erkennen, die das Machtmonopol der Assad-Familie infrage stellen würde.

Deutschlandfunk · Interview · 20.6.2011

Im Vorfeld der Assad-Rede forderte der grüne Außenpolitiker Omid Nouripour die EU auf, endlich wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um das Regime des syrischen Präsidenten zu schwächen.

Deutschlandfunk · Interview · 20.6.2011

Er ist in die syrischen Machtverhältnisse eingetaucht, als er 2005 den Mord am libanesischen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri untersuchte: der Berliner Leitende Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis. Für ihn ist klar: Syriens Präsident Baschar al-Assad ist kein Getriebener, sondern "eindeutig Teil dieses finsteren Systems".

Deutschlandfunk · Interview · 16.6.2011

 
Trotz der brutalen Offensive der syrischen Armee bleibt  Salam Said optimistisch. (Bild: AP)

"Da versucht man dann, über Codes zu reden"

Syrische Netz-Aktivistin erklärt die Tricks einer vertrauenswürdigen Kommunikation

Die syrische Netz-Aktivistin Salam Said erzählt, wie sich Oppositionelle in "trusted groups" organisiert haben, um ihre Kommunikation gegen die allgegenwärtigen syrischen Geheimdienste abzuschotten. Die haben sich inzwischen Spezialtechnik aus dem Iran angeschafft.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 14.6.2011

 
July: Aufgabe der Kirchen an das christliche Erbe zu erinnern. (Bild: picture alliance / dpa)

Kritik an europäischer Flüchtlingspolitik

Landesbischof zum Treffen des Lutherischen Weltbundes

Europa tue zu wenig angesichts der Flüchtlinge aus Libyen, beklagt der Vizepräsident im Lutherischen Weltbund, Frank Otfried July, zum Abschluss des Treffens seiner Organisation in Genf.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 14.6.2011

 
Syrische Soldaten dringen in ein Dorf nahe Dschisr al-Schughur im Norden Syriens vor (Bild: AP)

Assads Truppen stürmen Hochburg des Protests

Syrien: Panzer rücken in Dschisr al-Schughur ein

Syrisches Militär hat die Stadt Dschisr al-Schughur gestürmt, die ein Schwerpunkt der Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad ist. Die Regierungstruppen sind laut Berichten von Einwohnern in der Nacht mit Panzern in die seit einigen Tagen eingekesselte Stadt vorgerückt.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.6.2011

 
Eine Demonstration für politische Reformen im marokkanischen Casablanca (Bild: picture alliance / dpa)

Gerechtigkeit, Transparenz, Würde

Marokkos Gesellschaft fordert einen Neuanfang

Auch in Marokko gehen seit Monaten Tausende auf die Straße. Die herrschende politische Klasse hat in den Augen der Demonstranten jede Glaubwürdigkeit verloren. Wer ins Hinterland fährt, begreift schnell, warum.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 11.6.2011

 
Regimegegner protestieren am 22. April in der syrischen Stadt Homs. (Bild: AP)

Syrische Opposition gewinnt an Profil

Erste Abtrünnige innerhalb der Armee

Seit Mitte März demonstrieren die Menschen in Syrien für mehr Freiheit und Mitbestimmung, gegen Korruption und staatliche Willkür. Die brutale Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte gegen die Regierungskritiker dokumentieren die Aktivisten selbst in Form von Videoaufnahmen.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 11.6.2011

 
Syrische Soldaten dringen in ein Dorf nahe Jisr al-Shughour im Norden Syriens vor. (Bild: AP)

Lage in Syrien verschärft sich

Militär greift Oppositionelle aus der Luft an

Weil die Proteste gegen Syriens Präsident Assad nicht abebben, geht das Regime offenbar immer brutaler gegen die Demonstranten vor: Erstmals gibt es jetzt Berichte von Luftangriffen auf Regierungskritiker im Nordwesten des Landes.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.6.2011

 
Gernot Erler, ehemaliger Staatsminister im Bundesaußenministerium (SPD) ist heute stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Jetzt geht es um wirkliche Stiefel im Wüstensand"

SPD-Außenpolitiker über mögliche Erweiterung des Libyen-Einsatzes

Sollten nun doch deutsche Soldaten im Rahmen einer Friedensmission nach Libyen geschickt werden, ginge es diesmal um Bodentruppen, glaubt SPD-Außenpolitiker Gernot Erler. Das sei der Preis, den Deutschland für seine "Fehlentscheidung" im März zahlen müsse.

Deutschlandfunk · Interview · 11.6.2011

 
Cover von Elias Khourys Buch

"Friedliche Proteste sind leistungsfähiger"

Libanesischer Schriftsteller über den arabischen Frühling und den Palästinenser-Staat

"Ein erhabener Augenblick in unserer Geschichte" - der Libanese Elias Khoury ist zur Zeit Gast des Wissenschaftskollegs Berlin und betrachtet mit Freude die demokratischen Umstürze in der arabischen Welt. Sein nächstes Buch wird in Palästina spielen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 9.6.2011

 
Altstadt von Damaskus (Bild: picture alliance / dpa)

"Israel könnte gut mit einem anderen Regime in Syrien leben"

Opposition und Aufbegehren in Syrien

Wenn Machthaber Assad sage, dass eine Erschütterung des syrischen Regimes auch Israel erschüttern werde, sei dies ein "fadenscheiniges Argument", kritisiert der Philosoph Sadiq Jalal al Azm.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 8.6.2011

Syrien und sein Präsident Assad versuchen, mit aller Macht gegen Journalisten und private Berichterstatter vorzugehen. Ein verzweifelter und relativ aussichtsloser Versuch, die Protestbewegung zu zügeln.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 7.6.2011

 
Tausende Menschen feierten die Ausreise von Präsident Saleh in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa (Bild: picture alliance / dpa / Yahya Arhab)

Jemens Präsident zu Behandlung in Riad

Rätseln über Gesundheitszustand des 69-Jährigen

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh ist nach offiziellen saudischen Angaben zur medizinischen Behandlung in Saudi-Arabien eingetroffen. Bei einem Anschlag auf den Präsidentenpalast war er verletzt worden.

Deutschlandradio · Aktuell · 5.6.2011

 
Der jordanische König Abdullah II.  zur Lage seines Landes (Bild: AP)

Der jordanische König und die Unruhen im Mittleren Osten

König Abdullah II. von Jordanien: "Die letzte Chance. Mein Kampf für Frieden im Nahen Osten"

Seit 1999 ist König Abdullah II. im Amman an der Macht. Jordanien ist auf Frieden angewiesen. Das Land ist arm und lebt in gefährlicher Nachbarschaft. In seinem Buch zieht der König eine Bilanz seiner Innen- und Außenpolitik.

Deutschlandradio Kultur · Lesart · 5.6.2011

 
In Tunesien begann die arabische Revolution, friedlich und gewaltfrei (Bild: dapd)

Zwischen Ungeduld und Ungewissheit

Tunesien nach der Revolution

Mehr als vier Monate nach dem Sturz des tunesischen Despoten ist die Euphorie verflogen: Die Übergangsregierung wurde immer wieder umgebildet, die Verwaltung mehrfach ausgetauscht, die Tourismusindustrie ist eingebrochen, um den Wahltermin wird gerungen.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 4.6.2011

 
Blick auf Katars Hauptstadt Doha (Bild: dpa)

Golf-Zwerg contra Wüsten-Despot

Wie Katar die libyschen Rebellen gegen Gaddafi unterstützt

Dass sich Libyens Diktator Gaddafi dauerhaft halten kann, gilt als unwahrscheinlich. Dafür sorgt neben der Militärmacht des Westens auch das kleine Golf-Emirat Katar. Der 1,7-Millionen-Einwohnerstaat ist zu einem zentralen Verbündeten der Gaddafi-Gegner geworden.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 28.5.2011

 
US-Präsident Barack Obama in der saudischen Hauptstadt Riad - in seiner Grundsatzrede wurde Saudi-Arabien nicht erwähnt. (Bild: AP)

Schließt die sunnitischen Reihen!

Arabische Golfstaaten starten die Gegenrevolution

Der arabische Frühling hat die Golfstaaten zutiefst verunsichert. Mit Saudi-Arabien an der Spitze formieren sie sich nun zu einer Abwehrfront gegen die Reformwelle.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 21.5.2011

 
Koptische Christen protestieren in Kairo (Bild: AP)

Ägyptischer Frühling in Gefahr

Aktuelle Sicherheitslage spitzt sich zu

Religiöse Konflikte zwischen Kopten und Muslimen überschatten in den vergangenen Tagen das post-revolutionäre Ägypten. Das Militär profitiert vom Chaos: Es wird gebraucht - und greift zunehmend härter durch.

DRadio Wissen · Globus · 19.5.2011

 
Syrische Demonstranten, die die Politik von Präsident Assad unterstützen. (Bild: AP)

Die Revolution, die keine wird

Die Krise in Syrien

Die Revolution in Syrien braucht eine kritische Masse. Doch die Mittelschicht in Damaskus und Aleppo beteiligt sich nicht. Für diese Großstädter steht einiges auf dem Spiel, im Gegensatz zu der Bevölkerung auf dem Land, die hinter der Entwicklung zurückgeblieben ist.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 19.5.2011

 
Syrien - ein weißer Fleck auf der literarischen Landkarte (Bild: AP)

Dolchtänzer hassen Tangotänzer

Syriens Literaten im Kampf gegen die Tabus Politik, Sexualität und Religion

Gegenwartsliteratur aus dem arabischen Sprach- und Kulturraum ist nicht gerade bestsellerverdächtig, aber auch nicht ganz unbekannt. Schriftsteller aus Syrien jedoch dürften nur Experten kennen.

Deutschlandradio Kultur · Literatur · 17.5.2011

 
Im unabhängig werdenden Süden Sudans ist die Arbeit des Goethe-Instituts nur noch schwer möglich, berichtet Kobler. (Bild: AP)

"Aufbau von Zivilgesellschaften"

Leiterin des Goethe-Institus Khartum zu Chancen der Kulturarbeit

Die Präsenz in Krisenregionen wie dem Sudan biete große Chancen, beurteilt die Leiterin des Goethe-Instituts Lilli Kobler ihre Arbeit in der Hauptstadt Khartum.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 17.5.2011

 
Palästinenser und Syrer rissen am Sonntag einen Grenzzaun zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen nieder. (Bild: picture alliance / dpa)

"Lang geplante Aktion von der Regierung Assad"

Nahost-Experte äußert Verständnis für Reaktion der israelischen Grenzposten

Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, hat Syrien beschuldigt, die Auseinandersetzungen mit mehreren Toten an der israelisch-syrischen Grenzen gesteuert zu haben.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 17.5.2011

 
Nabil Al Araby, ägyptischer Außenminister und Generalsekretär der Arabischen Liga (Bild: picture alliance / dpa)

Ein Vermittler im arabischen Frühling

Arabische Liga hat neuen Generalsekretär

Nabil al Araby wurde nach dem Sturz Mubaraks ägyptischer Außenminister. Der 76-Jährige war Richter am Internationalen Gerichtshof und gehörte dem "Rat der Weisen" an, der in Ägypten die ersten Schritte in Richtung Demokratie vorbereitete. Nun leitet er die Arabische Liga.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 16.5.2011

 
Koptische Christen protestieren in Kairo (Bild: AP)

Straßenschlachten in Kairo

Zahlreiche Verletzte bei religiösen Unruhen in Ägypten

Bei Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen in Kairo wurden mindestens 65 Menschen verletzt. Seit einer Woche blockieren koptische Christen eine Uferstraße in Kairo. Sie protestieren gegen die jüngsten Anschläge auf christliche Kirchen.

Deutschlandfunk · Informationen am Mittag · 13.5.2011

Erst am letzten Wochenende kam es in Kairo zu Straßenschlachten zwischen koptische Christen und Muslimen. Zwei Kirchen brannten, zwölf Menschen starben, rund 230 wurden verletzt. Wie reagieren Kopten in Deutschland auf diese Nachrichten?

Deutschlandradio Kultur · Religionen · 14.5.2011

 
Kampfjet im Militäreinsatz gegen libysche Führung (Bild: picture alliance / dpa)

NATO bombardiert Stellungen in Tripolis

Immer mehr Libyer auf der Flucht

In der Nacht erschütterten mehrere Explosionen die libyische Hauptstadt Tripolis. Kampfjets der NATO bombardierten Stellungen, auch das Gelände mit der Residenz von Machthaber Gadafi soll angegriffen worden sein.

Deutschlandfunk · Informationen am Mittag · 10.5.2011

 
Der Bischof der koptischen Christen in Deutschland Anba Damian. (Bild: picture alliance / dpa)

"Die Christen haben keine Lobby"

Anba Damian zur Situation der koptischen Christen in Ägypten

Der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, hat der ägyptischen Armee vorgeworfen, durch Passivität an der Ermordung von Christen beteiligt zu sein.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 9.5.2011

 
Ein Plakat mit Syriens Präsident Bashar Assad in Damaskus (Bild: picture alliance / dpa)

Syrische Armee belagert Banias

EU beschließt Sanktionen gegen Syrien

Die syrische Armee hat ihre Präsenz in der Küstenstadt Banias massiv verstärkt. Banias war in den vergangenen Woche eine der Hochburgen der Proteste gegen Machthaber Assad. Währenddessen haben sich die 27 EU-Vertreter auf Sanktionen gegen das Regime in Syrien geeinigt.

Deutschlandradio · Aktuell · 7.5.2011

 
Skyline von Dubai: Traditionell gelten Golf-Araber als unpolitisch (Bild: Stock.XCHNG / Jeff Vergara)

Das Schweigen brechen

Auch in den wohlhabenden Arabischen Emiraten regt sich Widerspruch

Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten regt sich Protest gegen die undemokratischen Verhältnisse im Land. Zwar gibt es bislang keine Demonstrationen, doch Bürgerrechtler erheben ihre Stimmen immer lauter und geraten dabei unter Druck.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 7.5.2011

 
Der Blogger Slim Amamou, tunesischer Staatssekretär für Jugend und Sport (Bild: picture alliance / dpa)

"Wir haben im Prinzip keine Legitimität"

Tunesischer Staatssekretär beschreibt Folgen der Revolution

Vor der Revolution hat er als Blogger gegen das Regime in Tunesien protestiert. Inzwischen ist Slim Amamou selbst Mitglied der Übergangsregierung. Wichtigste Aufgabe dieser sei, dafür zu sorgen, dass die Tunesier an der Demokratie auch teilnehmen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 5.5.2011

 
Studierende der Illinois State University feiern den Tod von Osama bin Laden. (Bild: AP)

Wichtiger psychologischer Erfolg für die USA

Citha Maaß: Kein Freudentaumel in der arabischen Welt

Der Tod von bin Laden spielt US-Präsident Obama sehr vor Beginn des Wahlkampfs sehr in die Hände, sagt Citha Maaß von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sie warnt aber, dass zu laute "Triumphtöne" radikale Gruppen zu Racheakten treiben könnten.

Deutschlandfunk · Interview · 2.5.2011

 
Amateurvideo aus der syrischen Stadt Daraa, die am 25.4. 2011 von Regierungstruppen besetzt wurde (Bild: AP)

Eine Stimme der syrischen Opposition

Barada TV sendet aus dem Exil in London

In Syrien gehen Regierungstruppen immer schärfer gegen Protestierende vor. Barada TV sendet aus London per Satellit und über das Internet Informationen und verdeckt aufgenommene Videos über den Protest gegen Präsident Assad. Laut WikiLeaks soll der Oppositionssender mit Geld aus den USA finanziert werden.

Deutschlandfunk · Europa heute · 2.5.2011

 
Die NATO hat ein Haus der Familie Gaddafi per Luftangriff zerstört (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafis jüngster Sohn als tot gemeldet

Angriff auf Haus der Familie: Auch drei Enkel des Diktators angeblich getötet

Bei einem Luftangriff der NATO soll der jüngste Sohn des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi getötet worden sein. Das teilte ein Sprecher der libyschen Regierung mit. Gaddafi selbst sei unverletzt geblieben. Inzwischen gibt es aber Zweifel an dieser Meldung.

Deutschlandradio · Aktuell · 1.5.2011

 
Regimegegner protestieren am 22. April in der syrischen Stadt Homs - und auch an diesem Freitag sind wieder viele Syrer auf der Straße. (Bild: AP)

EU berät über Sanktionen gegen Syrien

Westerwelle verurteilt Gewalt gegen Demonstranten

In Brüssel verhandeln heute die ständigen Botschafter der 27 EU-Staaten über Sanktionen gegen Syrien. Möglich sind Reisebeschränkungen, das Einfrieren von Vermögenswerten und ein Waffenembargo.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.4.2011

 
Barbara Lochbihler, EU-Parlamentarierin (Grüne) (Bild: AP Archiv)

Lochbihler: Deutschland muss Flüchtlinge aufnehmen

EU-Parlamentarierin zur Situation an der libysch-tunesischen Grenze

Die Situation abertausender Flüchtlinge im Grenzland zwischen Tunesien und Libyen bleibt trotz finanzieller EU-Hilfen desolat. Viele könnten nicht in ihre Heimat zurück, sagt Barbara Lochbihler - und fordert deren Aufnahme.

Deutschlandfunk · Interview · 29.4.2011

 
Die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen,  Claudia Roth, ist zur Zeit in Tunesien. (Bild: AP)

Claudia Roth: Europa muss Tunesien helfen

Grünen-Vorsitzende kritisiert EU-Flüchtlingspolitik

Die Grünen-Chefin Claudia Roth, die sich derzeit in Tunesien aufhält, hat den europäischen Ländern mangelnde Unterstützung für das Land und eine "zynische Verweigerungshaltung" angesichts der Flüchtlingswelle aus Libyen vorgeworfen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 29.4.2011

 
Der Journalist Peter Scholl-Latour (Bild: AP)

Der letzte "Welterklärer"

Peter Scholl-Latour gilt als Kenner der arabischen wie der asiatischen Welt

Der deutsch-französische Journalist Peter Scholl-Latour arbeitete für Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen. Seine Fernsehdokumentationen und -reportagen erfreuten sich großer Beliebtheit - heute ist Scholl-Latour Präsident der deutsch-arabischen Gesellschaft.

Deutschlandfunk · Zeitzeugen im Gespräch · 28.4.2011

 
Jorgo Chatzimarkakis (FDP), Mitglied der Bulgarien-Delegation im Europaparlament

"Kernbestandteil der Europäischen Union"

FDP-Europaparlamentarier über die EU-Flüchtlingspolitik

Der FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis kritisiert, dass der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi das Schengen-Abkommen aufweichen will: "Wer raus will aus Schengen, der sollte konsequent eigentlich auch raus wollen aus der EU."

Deutschlandfunk · Interview · 28.4.2011

 
Es gibt Berichte, dass Gaddafis Soldaten systematisch vergewaltigen. (Bild: picture alliance / dpa)

Heinrich-Böll-Stiftung: Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist Kriegstaktik

Vorstandsmitglied Barbara Unmüßig zu Vergewaltigungen im libyschen Bürgerkrieg

Berichte über systematische Vergewaltigungen von Frauen durch Soldaten des libyschen Herrschers Gaddafi haben Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, geschockt, aber nicht überrascht.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 28.4.2011

 
Blick in den Sitzungssaal des UNO-Sicherheitsrates in New York (Bild: AP)

UNO schafft es nicht, Syrien zu verurteilen

Erneut zeigt sich die Völkerrechtsorganisation uneinig

Die Veto-Staaten China und Russland sowie Syriens Nachbar Libanon haben eine Verurteilung Syriens im UNO-Sicherheitsrat blockiert. Die Gewalt im Land geht weiter. Hunderte Menschen sind offenbar getötet worden.

Deutschlandradio · Aktuell · 28.4.2011

 
Syriens Präsident Assad ist allgegenwärtig. (Bild: picture alliance / dpa)

Assad schickt neue Panzer

UNO-Sicherheitsrat prüft Maßnahmen gegen das Regime in Damaskus

Der UNO-Sicherheitsrat will heute über das weitere Vorgehen gegen den syrischen Machthaber Assad beraten, eine gemeinsame Resolution zeichnet sich aber noch nicht ab. Unterdessen hat sich die Lage in Syrien weiter verschärft.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.4.2011

 
Amateurvideo aus der syrischen Stadt Daraa, die am 25.4. 2011 von Regierungstruppen besetzt wurde (Bild: AP)

"Anscheinend helfen diese Verurteilungen wenig"

Deutsche-Welle-Redakteur kritisiert UNO-Kurs gegen Syrien

Der syrischstämmige Journalist Samir Mata glaubt, dass nur Wirtschaftssanktionen den Präsidenten Baschar al-Assad treffen werden: Dessen Familie gehörten große Teile der syrischen Wirtschaft.

Deutschlandfunk · Interview · 27.4.2011

 
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) (Bild: picture alliance / dpa)

De Maizière will Ende der deutschen Enthaltungsdebatte

Verteidigungsminister trifft UNO-Generalsekretär

Schluss mit der Kritik an der deutschen Enthaltung beim Libyen-Einsatz: Thomas de Maizière will heute stattdessen mit Ban Ki Moon über das weitere Vorgehen in Libyen beraten. Die NATO will dort offenbar die Angriffe ausweiten.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.4.2011

 
Zahi Hawass, ägyptischer Altertumsminister (Bild: dpa)

Land im Umbruch

Wissenschaftler berichtet über Ägypten

Ägypten war vor dem Sturz des Mubarak-Regimes ein Zentrum für Tourismus und wissenschaftlichen Austausch in der arabischen Welt. Seit dem Umsturz sind die Touristen weggeblieben und die Arbeit für die Wissenschaftler hat sich erschwert.

Deutschlandfunk · Forschung Aktuell · 26.4.2011

 
Flaggen der NATO-Mitglieder wehen in Brüssel im Wind. (Bild: AP)

NATO darf nicht "Dauertüröffner für Regimewechsel" werden

CDU-Außenpolitiker Kiesewetter warnt vor Militärschlag gegen Syrien

"Die islamische Welt muss ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen," fordert Roderich Kiesewetter und warnt vor einer Überforderung der NATO, sollte sie sich in Syrien engagieren wollen.

Deutschlandfunk · Interview · 26.4.2011

 
Flüchtlinge auf Lampedusa (Bild: picture alliance / dpa)

SPD verlangt "kluge Angebote" für Nordafrika

Innenpolitischer Sprecher übt Kritik an Zurückhaltung und "Panikmache" bei Flüchtlingsproblem

Die Sozialdemokraten sind unzufrieden mit der Bundesregierung wegen deren Haltung im Streit um die Flüchtlinge aus Nordafrika. In Europa fehle ein "fairer Ausgleich" und gegenseitige Unterstützung bei der Aufnahme der Menschen, sagte der SPD-Politiker Wiefelspütz.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.4.2011

 
Ein verwüsteter Innenraum in einem Palast, den Muammar al-Gaddafi in Tripolis genutzt hat (Bild: picture alliance / dpa)

Bomben treffen Gaddafis Bürogebäude

Nato setzt die Luftangriffe auf Tripolis fort

Die NATO hat in der Nacht die Luftangriffe auf die libysche Hauptstadt fortgesetzt. In Tripolis soll es mehrere schwere Explosionen gegeben haben. Teile der Residenz von Staatspräsident Muammar al-Gaddafi wurden getroffen.

Deutschlandradio · Aktuell · 25.4.2011

 
Aufständische in der Stadt Misrata (Bild: picture alliance / dpa)

Kampf in den Vororten Misratas

Taktik von Gaddafis Truppen bleibt unklar

Die libyschen Rebellen haben eigenen Angaben zufolge die umkämpfte Hafenstadt Misrata erobert. Die Kämpfen gehen aber offensichtlich in den Vororten der Stadt weiter. Und auch in Syrien geht das Regime weiter hart gegen seine Kritiker vor. Und im Jemen zeigen die Proteste Erfolge.

Deutschlandradio · Aktuell · 24.4.2011

 
Rebellen erhalten Anweisungen, wie eine Mörsergranate eingesetzt wird. (Bild: picture alliance / dpa)

Was kommt nach Gaddafi?

Der Westen kann nicht alle Diktatoren stürzen

Wahrscheinlich hatte man sich alles zu leicht vorgestellt: ein paar Luftangriffe auf Gaddafis Militärmaschinerie - und schon werde der Diktator aufgeben. Zuerst schien die Rechnung aufzugehen.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 23.4.2011

 
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (Bild: AP)

Die Türkei im Nahost-Dilemma

Die Demonstrationen in Syrien bereiten der Türkei Sorgen

In Ägypten war der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan einer der ersten, der Mubaraks Rücktritt forderte. In Syrien hält sich die Regierung relativ bedeckt. Zwischen nationalen Egoismen und wirtschaftlichen Interessen hat die Türkei eine schwierige Vermittlerrolle.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 23.4.2011

 
Aufständische in der Stadt Misrata (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafi kündigt Rückzug aus Misratra an

Rebellenführer halten dies für Taktik

Der libysche Machthaber Gaddafi will nach eigenen Angaben seine Kampfeinheiten aus der seit Wochen schwer umkämpften Stadt Misrata zurückzuziehen. Die Stämme der Region sollten nun den Kampf gegen die Aufständischen übernehmen, sagt sein Außemminister.

Deutschlandradio · Aktuell · 23.4.2011

 
Eine Drohne der US-Luftwaffe vom Typ MQ-9

USA kämpfen mit Drohnen in Libyen

Unbemannte Flugzeuge sollen Tote unter der Bevölkerung vermeiden - Misrata unter Dauerbeschuss

Das amerikanische Militär setzt jetzt auch bewaffnete Drohnen gegen die Truppen des libyschen Diktators Gaddafi ein. Die Rebellen begrüßten den Einsatz als hilfreich für den Schutz von Zivilisten.

Deutschlandradio · Aktuell · 22.4.2011

 
In der syrischen Hauptstadt Damaskus demonstrieren Regierungsbefürworter (Bild: picture alliance / dpa)

"Die Gewalt wird sich jetzt erst mal zuspitzen"

Nahost-Expertin Helberg zu den Unruhen in Syrien

Trotz einiger Zugeständnisse von Präsident Assad wird die Lage in Syrien weiter eskalieren, glaubt Kristin Helberg. Im Interview spricht die Journalistin über die Proteste gegen das Regime, den Zustand der syrischen Opposition und die Rolle der Religion.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 21.4.2011

 
Klaus Reinhardt, NATO-General a. D. (Bild: AP)

Reinhardt: Waffenstillstand in Libyen auszuhandeln ist "das Entscheidende"

General a.D. befürwortet Verhandlungen mit Gaddafi

Der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber der KFOR, Klaus Reinhardt, sagt, dass der Krieg in Libyen nicht militärisch zu gewinnen sei. Er hält es für richtig, dass die NATO mit Gaddafi über ein Waffenstillstandsabkommen verhandele.

Deutschlandfunk · Interview · 20.4.2011

 
Syriens Staatschef Baschar el Assad hält eine Rede im Fernsehen. (Bild: picture alliance / dpa)

Reformen und auf Demonstranten schießen

Nahostexperte analysiert Verhaltensweise des syrischen Präsidenten

Die Situation in Syrien zeige, dass Präsident Bashar al-Assad unter Druck agiere, meint Volker Perthes von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Wie in Ägypten und Tunesien versuche man, gewisse Reformen einzuleiten, ansonsten aber auf Repressionen zu setzen.

Deutschlandfunk · Interview · 20.4.2011

 
Ägypten steht nach den Jahrzehnten der Diktatur ein steiniger Weg in die Demokratie bevor, sagt Asiem El Difraoui. (Bild: AP)

"Die Revolution ist in Ägypten noch nicht beendet"

Nahost-Experte zum möglichen Prozess gegen Mubarak

Auch wenn jetzt gegen Ägyptens Ex-Präsident Hosni Mubarak ermittelt werde, ist nicht sicher, ob es wirklich zum Prozess gegen ihn kommen wird, meint Asiem El Difraoui von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 19.4.2011

 
Kämpfer der Aufständischen mit der Fahne der libyschen Revolution (Bild: picture alliance / dpa)

Kampf um Misrata - auch mit Streubomben

Die Hochburg der Rebellen steht im Visier der Regierungstruppen

Der Kampf um Misrata hat weitere 16 Tote gefordert. Einheiten von Machthaber Gaddafi sind offenbar ins Stadtzentrum eingedrungen. Sie werden angeblich von Scharfschützen unterstützt. Es gibt Berichte, dass regierungstreue Truppen erneut Streubomben verwendet hätten.

Deutschlandradio · Aktuell · 18.4.2011

 
Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz  (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Wir wollen keine Weltpolizei"

Ischinger: Dennoch zeigt der Libyen-Einsatz, dass territoriale Integrität von Staaten nicht unantastbar ist

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger sagt, dass die NATO ihre Schutzverantwortung für das lybische Volk mit einer neuen operativen Qualität wahrnimmt. Er sieht darin eine Weiterentwicklung des Völkerrechts.

Deutschlandfunk · Interview · 18.4.2011

 
Rebellen erhalten Anweisungen, wie eine Mörsergranate eingesetzt wird. (Bild: picture alliance / dpa)

AI beklagt Waffenlieferungen an Gaddafi

Generalsekretärin von Amnesty International über mögliche Kriegsverbrechen in Libyen

Sollten Streubomben in Libyen zum Einsatz gekommen sein - so ein Bericht von Human Rights Watch - sei dies ein Hinweis auf Kriegsverbrechen durch Gaddafis Truppen, sagt Monika Lüke von Amnesty International. Kritik äußerte sie aber auch an EU-Staaten: Diese hätten das Regime noch bis 2009 massiv mit Waffen beliefert.

Deutschlandfunk · Interview · 18.4.2011

 
Hänsch: EU ist längst auch eine politische Haftungsgemeinschaft. (Bild: AP)

Klaus Hänsch: EU hat sich in Libyen-Krise hinter Nato versteckt

Ehemaliger Präsident des Europaparlaments fordert gemeinsames Vorgehen

Anlässlich des 60. Geburtstags der Montanunion, einem Vorgänger der Europäischen Gemeinschaft, hat Klaus Hänsch eine Wirtschaftsregierung für die EU, eine geopolitische Strategie der Mitgliedsländer und mehr Zusammenhalt in der Außenpolitik verlangt.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 18.4.2011

 
Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafi ist noch lange nicht am Ende

Zum Einsatz von Streubomben in Libyen

Libyens Diktator Gaddafi lässt sein eigenes Volk angeblich mit Streubomben attackieren. Solche Meldungen drohen den Einsatz der NATO immer mehr zu einer "mission impossible" zu verkehren. Mit ergebnislosen Konferenzen wird die Gefahr nicht gebannt, kommentiert Peter Philipp.

Deutschlandfunk · Kommentar · 16.4.2011

 
Wie geht es in Tunesien politisch weiter? (Bild: dapd)

Die Jasmin-Revolution und ihre politischen Folgen

Die islamische Partei En-Nahda vor den tunesischen Wahlen

Die Jasmin-Revolution hat unzählige Tunesier für Politik begeistert. Über 30 Parteien - viele erst jetzt gegründet - wollen bei den Wahlen im Sommer antreten. Dabei ist aber auch die 30 Jahre alte islamistische Partei En-Nahda, die lange verboten war: Doch was will die Partei heute?

Deutschlandradio Kultur · Religionen · 16.4.2011

 
Ein Plakat mit Syriens Präsident Bashar Assad in Damaskus (Bild: picture alliance / dpa)

Aufstand gegen Assad?

Der syrische Präsident und seine Opposition

100.000 protestierende Menschen brachten am Freitag in Syrien zum Ausdruck, dass die Kabinettsumbildung vom Donnerstag noch lange nicht reicht. Anders als in einigen arabischen Nachbarländern kann die Opposition von der Protestbewegung kaum profitieren.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 16.4.2011

 
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen (Bild: AP)

Rasmussen: Rein militärische Libyen-Lösung nicht möglich

Erfolg durch Kombination mit politischem Druck

Ein Rücktritt des libyschen Machthabers Gaddafi sei die Voraussetzung für das Ende der Militäraktionen, sagt NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Je stärker der militärische Druck auf Gaddafi sei, desto leichter werde eine politische Lösung.

Deutschlandfunk · Interview · 16.4.2011

 
Tahar Ben Jelloun, marokkanischer Schriftsteller (Bild: picture alliance / dpa)

"Die Demokratie ist keine Technik, sondern eine Kultur"

Marokkanischer Schriftsteller über das Wiedererlangen der arabischen Würde

"Arabischer Frühling" heißt das Buch des marokkanischen Schriftstellers Tahar Ben Jelloun, das morgen erscheint. Darin erklärt er, wie die neuen alten Werte wie Freiheit, Würde und Gerechtigkeit die Machthaber in den arabischen Staaten überrumpelt haben.

Deutschlandfunk · Interview · 15.4.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßt  in Berlin NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. (Bild: picture alliance / dpa)

Rasmussen verteidigt NATO-Einsatz in Libyen

Außenminister des Bündnisses treffen sich in Berlin

Während der Generalsekretär seine Marschroute beim Libyen-Einsatz gegen Kritik verteidigen muss, zeigt der Militäreinsatz an sich zu wenig Wirkung: Frankreich und Großbritannien wollen die Angriffe verschärfen. Gastgeber und Einsatzverweigerer Deutschland steht verloren in der Mitte.

Deutschlandradio · Aktuell · 14.4.2011

Greift die NATO in Libyen härter ein, wird es Kritik geben - tut sie es nicht, ebenfalls. Johannes Varwick plädiert für Härte inklusive der Androhung von Bodentruppen - und kritisiert Deutschlands Passivität aufs Schärfste.

Deutschlandfunk · Interview · 14.4.2011

 
Zum ersten Mal wird in Ägypten ein ehemaliger Staatschef zur Rechenschaft gezogen. (Bild: AP)

"Ein großer Sieg für die Ägypter"

Politologe Hamzawy begrüßt Festnahme Mubaraks

Die Öffentlichkeit in Ägypten fordere, dass dem ehemaligen Präsidenten Mubarak der Prozess gemacht werde, sagt der Politologe Amr Hamzawy. Ein solches Verfahren könne ein großer "Demokratisierungsschritt" für das Land sein - vorausgesetzt die Rechtsstaatlichkeit bleibe gewahrt.

Deutschlandfunk · Interview · 13.4.2011

 
Demonstrantinnen harren auf dem Tahrir-Platz aus. (Bild: AP)

"Ein Problem für die Glaubwürdigkeit der Amerikaner"

Arabienexperte: Die USA haben derzeit keine strategische Linie für den Nahen Osten

Vor allem Ägypten habe bei der Jagd auf die Terrorgruppe El Kaida viele Informationen geliefert, sagt der Arabienexperte Guido Steinberg. Nach dem politischen Umbruch im Land verlören die westlichen Geheimdienste dort viele Kontakte. Insofern räche sich die jahrelange Kooperation mit dem alten Regime.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 13.4.2011

 
EU - uneins in der Flüchtlingsfrage (Bild: picture alliance / dpa)

Flüchtlingspolitik zeigt "Versagen der Europäischen Union"

Österreichischer Europapolitiker Swoboda übt Selbstkritik

Der SPÖ-Politiker Hannes Swoboda will den flüchtenden Menschen aus Nordafrika und dem Erst-Aufnahmeland Italien helfen: Denn die Union habe über Jahre hinweg in Flüchtlingsfragen "absolut" versagt.

Deutschlandfunk · Interview · 13.4.2011

 
Libysche Rebellen in der Nähe der Stadt al-Agila (Bild: AP)

Nach dem Frühstück an die Front

Unterwegs mit den Rebellen in Libyen

Die Kämpfer gegen Gaddafi kommen aus allen Teilen der libyschen Bevölkerung. Es ist ein loser Verbund mit unterschiedlichen Vorstellungen und unklaren Kommandostrukturen, den nur eines zusammenhält, der Widerstand gegen Gaddafi.

Deutschlandradio Kultur · Weltzeit · 12.4.2011

 
EU-Außenbeauftrage Catherine Ashton tritt in Luxemburg vor die Presse.  (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafi will Hilfe gewaltsam verhindern

EU-Außenminister beraten über militärisches Eingreifen

Die EU-Außenminister kommen heute in Luxemburg zusammen, um über die weitere Libyen-Politik zu beraten. Unterdessen hat das Gaddafi-Regime damit gedroht, EU-Hilfsaktionen für die Stadt Misurata gewaltsam zu verhindern.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.4.2011

 
Die deutsche Fregatte F212

"Wir wollen keine Kampfeinsätze mit deutschen Soldaten in Libyen"

Westerwelle: Militärische Unterstützung nur nach Anforderung

Die EU-Außenminister beraten heute über eine humanitäre EU-Militärmission in Libyen. Außenminister Westerwelle (FDP) signalisiert militärische Hilfsbereitschaft, denn es könne " ja auch eine bedrohliche Situation eintreten".

Deutschlandfunk · Interview · 12.4.2011

Nach Meinung von Omid Nouripur, verteidigungspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, steht die Notwendigkeit eines humanitären Einsatzes der Bundeswehr in Libyen außer Frage.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.4.2011

 
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Volker Beck (Bild: Horst Galuschka /dpa)

Volker Beck will "vorübergehende Aufnahme" von Flüchtlingen

Menschenrechtspolitischer Sprecher der Grünen zur Verantwortung Europas

Italien dramatisiere die Flüchtlingslage, kritisiert Volker Beck. Um der nordafrikanischen Jugend eine Chance zu geben, könne Europa Flüchtlinge befristet aufnehmen und - möglicherweise ausgebildet - wieder in die Heimat schicken.

Deutschlandfunk · Interview · 12.4.2011

 
Anhänger der Opposition im Iran werden von Polizei verfolgt. (Bild: AP)

Schon wer ein Buch liest, ist verdächtig

Der Iraner Mana Neyestani über die allgegenwärtige politische Kontrolle in seinem Land

Der Despotismus hat tiefe Spuren in der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens hinterlassen, sagt der iranische Karikaturist Mana Neyestani. Die Demokratiebewegung brauche daher viel Zeit.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 11.4.2011

 
SPD-Chef Sigmar Gabriel (Bild: AP)

"Das ist ein solcher Schlingerkurs"

Zur Kehrtwende der Regierung in der Libyen-Politik

Die Bundesregierung will sich mit einem humanitären Einsatz in Libyen engagieren. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel glaubt, dass die Welt Deutschland nicht mehr verstehe. Und er kritisiert auch die Haltung des Innenministers zur italienischen Flüchtlingsfrage.

Deutschlandfunk · Interview · 11.4.2011

 
Kampfjet im Einsatz gegen Truppen von Libyens Diktator Gaddafi (Bild: picture alliance / dpa)

Wenn aus humanitärer Intervention ein Krieg wird

Die bewaffnete Umsturzhilfe der Nato in Libyen

Der Schutz unschuldiger Zivilisten sei nicht das einzige Ziel der westlichen Kampfjets. Vor allem leisteten sie bewaffnete Umsturzhilfe für die politisch genehmere der beiden Konfliktparteien im libyschen Stammes- und Bürgerkrieg, meint der Friedensforscher Reinhard Mutz.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 11.4.2011

 
Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi  (Bild: dapd)

Gaddafi akzeptiert Friedensplan

Afrikanische Union will auch mit Aufständischen verhandeln

Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi lenkt ein: Auf Druck der Afrikanischen Union sollen die Waffen schweigen und die Opposition zu Gesprächen eingeladen werden. Unterdessen ringt die EU um eine konzertierte Flüchtlingspolitik.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.4.2011

 
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Bild: picture alliance / dpa)

"Von Massenflucht kann derzeit keine Rede sein"

Flüchtlinge auf Lampedusa: Bundesinnenminister Friedrich sieht Italien in der Verantwortung

Vor dem Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) seine Auffassung unterstrichen, dass Italien die Probleme im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle aus Tunesien alleine lösen müsse.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 11.4.2011

 
Ein Boot mit Flüchtlingen aus Nordafrika erreicht die italienische Insel Lampedusa. (Bild: AP)

EU flüchtet vor Massenexodus aus Afrika

Streit um Flüchtlinge und Italiens Aufnahmepolitik

23.000 Menschen sind bislang aus Nordafrika nach Italien und Malta gekommen, die meisten aus Tunesien. Hunderttausende aus Libyen könnten hinzukommen. Italien will sie weiterleiten - doch die betroffenen EU-Länder ducken sich weg.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.4.2011

 
Kampfjet im Einsatz gegen Truppen von Libyens Diktator Gaddafi (Bild: picture alliance / dpa)

Wenn aus humanitärer Intervention ein Krieg wird

Die bewaffnete Umsturzhilfe der Nato in Libyen

Der Schutz unschuldiger Zivilisten sei nicht das einzige Ziel der westlichen Kampfjets. Vor allem leisteten sie bewaffnete Umsturzhilfe für die politisch genehmere der beiden Konfliktparteien im libyschen Stammes- und Bürgerkrieg, meint der Friedensforscher Reinhard Mutz.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 11.4.2011

 
Demonstranten in Ägypten (Bild: AP)

Ägyptens Regierung lässt Tahrir-Platz räumen

Proteste in der arabischen Welt gehen weiter

In Ägypten ist die Militärpolizei gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen. Mit Warnschüssen, Tränengas und Schlagstöcken ließen sie in der Nacht zum Samstag den Tahrir-Platz gewaltsam räumen. Auch im Jemen, Saudi-Arabien und Syrien gab es Ausschreitungen.

Deutschlandradio · Aktuell · 9.4.2011

 
Gernot Erler (SPD) fürchtet, dass man noch etwas länger mit einer Existenz des Gaddafi-Regimes rechnen muss. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Es war ja nicht nur ein klares Nein zu Kampfeinsätzen"

SPD kritisiert Libyen-"Zickzackkurs" der Regierung

Der Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Gernot Erler, hat bei der Frage eines möglichen Einsatzes von Bundeswehrsoldaten in Libyen die Politik der Bundesregierung als „Zickzackkurs“ kritisiert.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 9.4.2011

Ein militärischer Einsatz und humanitäre Hilfe seien zwei grundverschiedene Dinge, so Alexander Graf Lambsdorff. Allerdings, räumt der FDP-Politiker ein, hätte sich Deutschland bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat nicht enthalten dürfen.

Deutschlandfunk · Interview · 9.4.2011

 
Libysche Rebellen in der Nähe von Brega, Libyen (Bild: AP)

Unorganisiert, aber voller Ideale

Unterwegs mit den Freiheitskämpfern in Libyen

Gemeinsam kämpfen sie gegen das Gaddafi-Regime. Die Revolutionäre in Libyen wollen Freiheit, ein Leben wie im Westen, keine Autoritäten, Selbstorganisation. Von politischen Konzepten ist hingegen kaum zu hören.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 7.4.2011

 
Rückzug von Rebellen aus Ras Lanuff (Bild: picture alliance / dpa)

Profile der Aufständischen

Gespräch mit der ARD-Kairo-Korrespondentin Esther Saoub

Bei der chaotischen Lage in Libyen ist nicht einfach, einen Überblick über die libyschen Gaddafi-Gegner zu bekommen. Wer sind die Rebellen Libyens eigentlich - und welche Rolle spielen terroristische Organisationen im Widerstand gegen Ghadafi?

DRadio Wissen · Agenda · 7.4.2011

 
Wolfgang Ischinger ist Völkerrechtler und Diplomat und leitet die Münchener Sicherheitskonferenz. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Kein Appetit auf mehr Militäreinsätze

Diplomat Ischinger zum Vorgehen der UN in Afrika

Der UN-Sicherheitsrat hat in Libyen und in der Elfenbeinküste schnelle Handlungsfähigkeit gezeigt. Das sei erfreulich, findet Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz. Zu mehr Militäreinsätzen des Westens werde das in Zukunft aber nicht führen.

Deutschlandfunk · Interview · 7.4.2011

 
Nordafrikanische Flüchtlinge auf der italienischen Insel Lampedusa. (Bild: picture alliance / dpa)

Flüchtlingspolitik nach dem Ende der Diktatur

Italiens Regierung verhandelt mit Tunesien

Vor der Küste Italiens spielen sich Flüchtlingsdramen ab. Die vielen Todesopfer der jüngsten Sturmnacht sind ein tragischer Höhepunkt. Je mehr Boote aus Tunesien oder Libyen am Horizont auftauchen, desto mehr gerät auch die Regierung in Rom unter Druck.

Deutschlandfunk · Europa heute · 7.4.2011

 
Libysche Rebellen in der Nähe der Stadt al-Agila (Bild: AP)

NATO weist Vorwürfe der libyschen Rebellen zurück

Allianz: Umfang der Angriffe hat nicht nachgelassen

Die NATO hat der Zivilbevölkerung der umkämpften libyschen Stadt Misrata ihre Unterstützung zugesichert. Der Militärchef der libyschen Rebellen hatte zuvor beklagt, die Allianz lasse die Menschen in der belagerten Stadt im Stich.

Deutschlandfunk · Informationen am Mittag

 
Demonstrantinnen auf dem Tahrir-Platz in Kairo (Bild: AP)

"Die Toleranz ist noch nicht sehr stark ausgeprägt"

Ägypten-Experte hält Anfänge der ägyptischen Demokratie für sehr zerbrechlich

Knapp sechs Wochen nach der Revolution Ägypten sollen die alten Seilschaften noch am Werk sein. Wie Ronald Meinardus von der Friedrich-Naumann-Stiftung sagt, muss Ägypten demokratische Praktiken erst noch erlernen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 5.4.2011

 
Gaddafis Sohn Saif al-Islam (Bild: AP)

Gaddafi-Clan sucht diplomatischen Ausweg

Diktatoren-Söhne bringen Rückzug ihres Vaters ins Gespräch

Im Libyen-Konflikt bemüht sich das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi offenbar um eine diplomatische Lösung. Die Rebellen haben ein Verhandlungsangebot der Gaddafi-Söhne aber zurückgewiesen.

Deutschlandradio · Aktuell · 4.4.2011

 
Abdel-Samad fordert die

Plädoyer für Religion als Privatsache

Hamed Abdel-Samads Thesen zum "Untergang der islamischen Welt"

Im Berliner Ensemble trafen sich "Cicero"-Herausgeber Michael Naumann und der Schweizer Publizist Frank A. Meyer mit dem Islam-Experten Hamed Abdel-Samad zum Foyergespräch.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 3.4.2011

 
Libysche Rebellen in der Nähe der Stadt al-Agila. (Bild: AP)

Land im Machtkampf

Die Rebellen in Libyen und die Unterstützung des Westens

Was mit dem Ruf nach Freiheit, Bürgerrechten und dem Aus für einen verhassten Machthaber begonnen hat, wird zum Bürgerkrieg mit internationaler Einmischung: Der Aufstand gegen Muammar al-Gaddafi könnte bald ganz Nordafrika destabilisieren.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 2.4.2011

 
Ein Plakat mit Syriens Präsident Bashar Assad in Damaskus (Bild: picture alliance / dpa)

Friedliches Miteinander in Gefahr

Ein Gespräch mit dem austro-syrischen Imam und Publizisten Tarafa Baghajati

In Syrien leben unter anderem Christen und Muslime, Kurden, Armenier und Araber zusammen - bislang friedlich. Politische Experten weisen jetzt auf die Gefahr hin, dass ein Sturz des Präsidenten al-Assad einen Bürgerkrieg auslösen könne.

DRadio Wissen · Agenda · 1.4.2011

 
Rückzug von Rebellen aus Ras Lanuff (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafis Regime bröckelt

Libyens Außenminister flüchtet nach London - CIA hat offenbar Kontakt zu Rebellen

Die Lage der Aufständischen ist trotz der Unterstützung durch die NATO schwierig. Eine Schwächung des Regimes bedeutet jedoch die Flucht des Außenministers nach London. Derweil machen Berichte über CIA-Aktivitäten in Libyen die Runde.

Deutschlandradio · Aktuell · 31.3.2011

 
Avi Primor, Präsident des Zentrums für Europäische Studien an der Privatuniversität Interdisciplinary Center (IDC) Herzliya (Bild: picture alliance / dpa)

Primor: Entwickung in Syrien ist für Israel schicksalshaft

Ehemaliger Botschafter in Deutschland zu den Krisen in der arabischen Welt

Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad setze auf Machterhalt, wirkliche Reformen seien deshalb nicht zu erwarten, meint Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland. Für sein Land glaube er, dass die Demokratisierung der arabischen Länder die große Chance auf eine bessere Nachbarschaft mit sich bringe.

Deutschlandfunk · Interview · 31.3.2011

 
Libysche Aufständische protestieren nahe Bin Jawad. Die Fahne ist symbolträchtig. Es handelt sich um die Landesflagge vor der Zeit Gaddafi. (Bild: dpa)

ARD-Korrespondent: Rebellen sind heillos unterlegen

Diskussion um mögliche Waffenlieferungen entbrannt

Trotz der NATO-Angriffe seien die Rebellen in der Defensive, sagt ARD-Korrespondent Jörg Armbruster. Grund sei die schlechte Ausrüstung im Gegensatz zu den Gaddafi-Truppen. Waffenlieferungen an die Aufständischen seien allerdings problematisch, da sie eine eindeutige Parteinahme darstellten.

Deutschlandfunk · Interview · 31.3.2011

 
Syrer schauen sich die Rede Assads im Fernsehen an. (Bild: picture alliance / dpa)

Assad: Syrien ist Opfer einer Verschwörung

Rede des Präsidenten nach Rücktritt der Regierung

Syriens Staatspräsident Bashar al-Assad hat im Hinblick auf die seit Tagen andauernden Unruhen von einer Verschwörung gegen Syrien gesprochen. Zum Ausnahmezustand im Land äußerte er sich nicht. Er befürworte aber Reformen.

Deutschlandradio · Aktuell · 30.3.2011

"Assad, du kommst auch dran", steht auf einer Wand im südsyrischen Darayya. Auch hier sind die Proteste gegen Staatspräsident Bashar al-Assad eskaliert. Der Rücktritt der Regierung allein werde die Demonstranten nicht besänftigen, meint Journalist Samir Matar.

Deutschlandfunk · Interview · 30.3.2011

Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad setze auf Machterhalt, wirkliche Reformen seien deshalb nicht zu erwarten, meint Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland.

Deutschlandfunk · Interview · 31.3.2011

 
NATO-Fahne (Bild: NATO)

NATO übernimmt Libyen-Oberkommando

Unklare Positionen im Umgang mit den Rebellen

Die NATO übernimmt heute von den USA das Kommando über den gesamten internationalen Militäreinsatz in Libyen. Im Wasser, in der Luft - nicht aber zu Lande - will die internationale Gemeinschaft gegen Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi vorgehen.

Deutschlandradio · Aktuell · 30.3.2011

Als Konsequenz aus den Luftschlägen müssten jetzt die libyschen Rebellen in die Lage versetzt werden, die Bevölkerung am Boden zu schützen, sagt Andreas Schockenhoff, stellvertretender Vorsitzender der Unionsbundestagsfraktion.

Deutschlandfunk · Interview · 30.3.2011

Nach Ansicht des NATO-Strategen Karl-Heinz Kamp kann eine militärische Operation in Libyen nur Erfolg haben, wenn die Nachbarländer Libyens sich beteiligen. Es gebe "keine Alternative dazu, diese ganze Angelegenheit zu einer regionalen Angelegenheit zu machen".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 30.3.2011

 
Eine internationale Kontaktgruppe soll sich  um den demokratischen Aufbau in Libyen kümmern,  beschloss die Libyen-Konferenz in London.  (Bild: AP)

Moskau: Ausschaltung Gaddafis geht über UNO-Mandat hinaus

Politikwissenschaftler verteidigt Kritik Russlands an Luftschlägen gegen Libyen

Laut Andrej Zagorski ist das Ziel der UNO-Resolution gegen Libyen die Einstellung des Bürgerkriegs und nicht die Vertreibung des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafis. Moskau kritisiere, dass sich die Alliierten auf die Seite einer Partei im Bürgerkrieg schlügen, sagte der Politologe.

Deutschlandfunk · Interview · 30.3.2011

 
Sowohl in Tunesien als auch in Ägypten ging und geht es in erster Linie um gesellschaftspolitische wie wirtschaftliche Fragen. 
 (Bild: AP)

Herrscher unter Druck

Repression und Widerstand in der arabischen Welt

Auf den ersten Blick scheinen sich die Aufstände in der arabischen Welt in ihren Verlaufsmustern zu gleichen. Ein großer Unterschied ist allerdings darin auszumachen, ob nur das jeweilige Land oder auch andere Staaten die Folgen zu spüren bekommen.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 29.3.2011

 
Libysche Aufständische protestieren nahe Bin Jawad. Die Fahne ist symbolträchtig. Es handelt sich um die Landesflagge vor der Zeit Gaddafis. (Bild: dpa)

Libyens Rebellen stoßen nach Westen vor

Aufständische nehmen Ölhafen Brega ein

Erfolge für die Oppositionsmilizen: Die libyschen Rebellen haben die Stadt Brega erobert und setzen ihren Vormarsch nun in Richtung Ras Lanuf fort. Italiens Außenminister fordert Exil für Gaddafi.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.3.2011

 
Der jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh. (Bild: AP-Archiv)

Krieg oder Frieden?

Der Jemen vor ungewissen Zeiten

Jemens Präsident Ali Abdullah Saleh hat schon seit langem mit der schwierigen Lage in seinem Land zu kämpfen, ohne dass er nachweislich zur Lösung der Probleme beigetragen hätte. Doch seine Tage sind gezählt, der Widerstand hat sich breit aufgestellt.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 26.3.2011

 
In der syrischen Hauptstadt Damaskus demonstrieren Regierungsbefürworter am 25.3.2011. (Bild: picture alliance / dpa)

Eskalation der Gewalt

Syriens Machtapparat geht rigide gegen Demonstranten vor

Zunächst sah es so aus, als bliebe Syrien von den Unruhen in der arabischen Welt verschont. Doch jetzt scheinen sich die Proteste auch dort nicht aufhalten zu lassen. Die Gewalt eskaliert, vor allem in der südsyrischen Stadt Daraa.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 26.3.2011

 
Stadtansicht von Aleppo (Bild: AP)

Die Geduld der Menschen ist zu Ende

Protestwelle erreicht Syrien: Einblicke in die aktuelle Situation im Land

Menschen aus allen Schichten, Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder gehen in Syrien friedlich auf die Straße. Sie demonstrieren gegen ihr Regime, das Milliarden aus dem Land geschmuggelt hat, für ihre Armut verantwortlich ist und sie gängelt. Etliche wurden brutal erschossen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 24.3.2011

 
Libyscher Rebellensoldat feuert Raketenwerfer ab (Bild: picture alliance / dpa)

Erfolge für Gaddafi-Gegner

Rebellen erobern Adschdabija zurück

Aus Libyen werden Erfolge der Gegner des Gaddafi-Regimes gemeldet. So wird die strategisch wichtige Stadt Adschdabija wieder von ihnen kontrolliert. Die internationale Militärallianz soll derzeit auch Ziele rund um Misrata bombardieren.

Deutschlandradio · Aktuell · 26.3.2011

 
John Kornblum sieht Gaddafi in einer ausweglosen Situation. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Am Anfang mussten die Waffen sprechen"

Ex-US-Botschafter: SPD-Kritik an Libyen-Einsatz ist unberechtigt

Der ehemalige Botschafter der USA in Deutschland, John Kornblum, hat die Ereignisse in Libyen als "menschliche Katastrophe" bezeichnet. An eine schnelle militärische Beendigung des Konflikts glaubt er nicht.

Deutschlandradio Kultur · Tacheles · 26.3.2011

 
Die Reform-Ankündigungen von Syriens Machthaber Baschar al-Assad stoßen bei den Demonstranten auf große Skepsis. (Bild: AP)

Reformen in Syrien "unbedingt erforderlich"

Arabienforscher: Sunnitische Mehrheit wird diskriminiert

Der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt in Mainz, Günter Meyer, hält demokratische Reformen in Syrien für "unbedingt erforderlich". Der jetzige Präsident Assad habe diese bereits bei seinem Amtsantritt versprochen, aber nie umgesetzt.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.3.2011

 
Aufgeschlagenes Buch (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)

Modernisierungsschub in der islamischen Welt

Der syrische Soziologe Youssef Courbage über die Umbrüche in Nordafrika und im Nahen Osten

Schon vor drei Jahren brachten der syrische Soziologe Youssef Courbage und der französischer Demograf Emmanuel Tood ein Buch heraus mit dem Titel "Die unaufhaltsame Revolution. Wie Werte der Moderne die islamische Welt verändern“.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 25.3.2011

 
Diktator Franco zur Zeit des spanischen Bürgerkriegs im Jahr 1936. Manch spanischer Historiker sieht Parallelen zu Gaddafi heute. (Bild: picture alliance / dpa)

Böse Erinnerungen an Gernika

Unverständnis in Spanien über deutsche Zurückhaltung in Libyen

Verwundert reiben sich die Spanier die Augen über die deutsche Zurückhaltung bei der militärischen Intervention in Libyen. Dort einzugreifen sei Pflicht, meinen viele.

Deutschlandfunk · Europa heute · 25.3.2011

 
Exillibyer protestieren in Berlin (Bild: picture alliance / dpa)

"Meine Gefühle sind gebrochen"

Exil-Libyer in Berlin

Was lösen die Bilder von Toten und Verletzten bei Libyern aus, die in Deutschland leben? Was denken sie von den Kämpfen? In Berlin versuchen libysche Dissidenten des Regimes jeden Tag, Aufmerksamkeit für die Lage in ihrer Heimat zu erreichen.

Deutschlandradio · Podium

 
Stadtansicht von Aleppo (Bild: AP)

Die Geduld der Menschen ist zu Ende

Protestwelle erreicht Syrien: Einblicke in die aktuelle Situation im Land

Menschen aus allen Schichten, Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder gehen in Syrien friedlich auf die Straße. Sie demonstrieren gegen ihr Regime, dass Milliarden aus dem Land geschmuggelt hat. Etliche wurden brutal erschossen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 24.3.2011

 
Jürgen Chrobog, Ex-Staatssekretär im Auswärtigen Amt (Bild: AP Archiv)

"Das ist ein verheerendes Signal"

Ex-Staatssekretär übt harte Kritik am deutschen Sonderweg in Sachen Libyen

Aus Sicht des früheren Diplomaten Jürgen Chrobog ist die deutsche Enthaltung im UN-Sicherheitsrat und der Abzug deutscher Kriegsschiffe aus dem Mittelmeerraum nicht nachzuvollziehen. Deutschland behindere damit das Vorgehen gegen Gaddafi, das es doch selbst gewollt habe.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 24.3.2011

 
Libysche Rebellen beobachten ein Bombardement der libyschen Luftwaffe in der Nähe von Ras Lanuf. (Bild: picture alliance / dpa)

"Militärisch ist das Thema nicht sinnvoll zu erledigen"

Politologe Walter Stützle kritisiert Politik im Fall Libyen

Hätte es nicht stärkeres politisches Engagement in Libyen bedurft statt eines militärischen Durcheinanders? Walter Stützle attestiert der deutschen wie europäischen Politik Handlungsunfähigkeit und unsauberes Handwerk.

Deutschlandfunk · Interview · 24.3.2011

 
Rebellen außerhalb von Bengasi (Bild: picture alliance / dpa)

Erste Kollateralschäden

Zum Streit über den Libyen-Einsatz

Gleich wie das politische Fingerhakeln letztlich ausgeht: Die NATO und auch die EU sind die ersten Kollateralschäden des Libyen-Einsatzes.

Deutschlandfunk · Kommentar · 23.3.2011

 
Ein irakischer Protestierender tritt in Bagdad auf ein Bild des ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak (Bild: AP)

"Wir wollen dieses ganze verknöcherte System loswerden"

Orientalist Reinhard Schulze zur Motivation der muslimischen Aufständler

Die Mehrheit der arabischen Welt ist jung und wird beherrscht von einer Großeltern-Elite, die gehen soll, sagt Reinhard Schulz - und sieht Parallelen zu Adenauer-Zeit.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 23.3.2011

 
 Zerstörtes Gebäude eines Marinestützpunktes nahe Tripolis (Bild: picture alliance / dpa)

Tripolis unter schwerem Bombardement

CNN meldet Explosionen

Die Luftangriffe der Koalition der Willigen auf Libyen halten an. In der NATO herrscht weiter Uneinigkeit über eine Beteiligung am Einsatz und dessen Oberkommando. Erste Stimmen werden laut, dass Luftangriffe möglicherweise nicht ausreichen.

Deutschlandradio · Aktuell · 23.3.2011

 
Der jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh (Bild: AP-Archiv)

Jemen-Experte: Präsident Saleh hat keinen Rückhalt mehr

Dem Jemen droht der Zerfall

Neben Libyen spitzt sich auch die Lage im Jemen zu. Teile der Armee haben sich am Montag von Präsident Saleh losgesagt. Günter Meyer, Nahost-Experte an der Universität Mainz, sieht noch weitere Länder im Umbruch.

Deutschlandfunk · Interview · 22.3.2011

 
Rebellen 25 Kilometer außerhalb von Bengasi (Bild: picture alliance / dpa)

Völkerrechtler analysiert Rechtmäßigkeit des Libyen-Einsatzes

Michael Bothe über die "Responsibility to protect"

Michael Bothe hält den militärischen Ansatz gegen Libyen durch die völkerrechtliche "Verantwortung zu schützen" gedeckt - doch müsse die Politik generell früher auf den Schutz der Menschenrechte achten.

Deutschlandfunk · Interview · 22.3.2011

 
Volker Perthes: Die Partnerländer fragen jetzt, ob die Bundesrepublik überhaupt eine Strategie hat. (Bild: Stiftung Wissenschaft und Politik)

Perthes: Keine Klarheit über das Ziel

Direktor des Deutschen Instituts für Internationale Politik bewertet Allianz gegen Gaddafi kritisch

Es sei beunruhigend, dass man derzeit nicht wisse, welches Ziel die Allianz mit den Luftschlägen gegen Gaddafis Truppen verfolge, sagt Volker Perthes.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 21.3.2011

 
Abstimmung des UN-Sicherheitsrates zur Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen (Bild: AP)

Der politische Kollateralschaden der Angriffe auf Libyen

Die Arabische Liga irritiert, Deutschland isoliert, die NATO gespalten

Der Beschluss zur UN-Resolution 1973 zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung kam spät - und demonstrierte alles andere als Einigkeit. Insbesondere Deutschlands Enthaltung ist bemerkenswert - wenngleich im historischen Kontext nicht ganz neu.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 22.3.2011

 
NATO will Beratungen zum Militäreinsatz in Libyen heute fortsetzen (Bild: NATO)

Mehrere Tote nach Luftangriffen auf Libyen

Allliierte Truppen führen Militär-Einsatz fort

Nach den Luftangriffen der westlichen Alliierten in der Nacht spricht die Staatsführung in Tripolis von mehr als 40 Toten. Eine unabhängige Bestätigung der Opfer gibt es bislang nicht. Die beteiligten Länder Frankreich, Großbritannien und die USA haben mehr als 20 Ziele im Land aus der Luft beschossen. Machthaber Muammar al-Gaddafi will dem Druck weiter Stand halten.

Deutschlandradio · Aktuell · 20.3.2011

 
Alliierter Militäreinsatz gegen libysche Führung hat begonnen (Bild: picture alliance / dpa)

Militärische Intervention gegen Libyen

Machthaber Gaddafi droht mit Angriffen auf Mittelmeerraum

Die Luftangriffe der westlichen Alliierten auf Libyen sind offenbar in der Nacht weitergegangen. Machthaber Muammar al-Gaddafi drohte nach dem massiven Luftangriff von Samstag nun den Mittelmeerraum anzugreifen und sein Volk zu bewaffnen. Deutsche Truppen sind nicht an dem Einsatz gegen Libyen beteiligt.

Deutschlandradio · Aktuell · 20.3.2011

Nach den massiven Luftangriffen der westlichen Alliierten hat Machthaber Muammar al-Gaddafi mit einer Eskalation der Gewalt gedroht. Das Außenministerium in Tripolis erklärte die UNO-Resolution zur Flugverbotszone für nichtig und forderte eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats.

Deutschlandradio · Aktuell · 20.3.2011

 
 (Bild: dapd)

Französische Kampfjets fliegen erste Einsätze gegen Libyen

Sondergipfel in Paris hatte zuvor die Durchsetzung des Flugverbots beschlossen

Um das Flugverbot über Libyen und die am Donnerstag beschlossene UN-Resolution durchzusetzen, ist es am Samstagnachmittag zu ersten Einsätzen französischer Kampfjets gekommen. Laut Medienberichten wurden dabei auch libysche Panzer angegriffen.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.3.2011

 
Demonstrant in  Bahrain (Bild: AP)

Krisenherd am Golf

Das sunnitische Saudi-Arabien schickt seine Truppen nach Bahrain

Bahrain ist bislang das einzige arabische Land, in dem sich der Volksaufstand gegen einen König richtet. Ein erster Monarchensturz in der Region wäre auch eine direkte Bedrohung für den saudischen König, den Sultan von Oman oder den Emir von Kuwait.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 19.3.2011

 
Ein schiitischer Geistlicher protestiert vor der saudi-arabischen Botschaft in Teheran. (Bild: AP)

Bahrains Opposition fordert politische Reformen

Unzufriedenheit mit König Hamad

Der derzeitige König von Bahrain versprach politische Reformen, die nicht umgesetzt wurden. Deshalb möchte in die Opposition absetzen. Es ist ein politischer Konflikt zwischen Regierten und Regierenden, nicht zwischen Sunniten und Schiiten.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 19.3.2011

 
Wolfgang Ischinger, Leiter der Münchener Sicherheitskonferenz und Allianz-Mitarbeiter (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Zustimmung wäre besser gewesen

Ex-Diplomat hält aber deutsche Zweifel an möglichen Militäreinsatz in Libyen für berechtigt

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, kritisiert die Enthaltung Deutschlands bei der Abstimmung über eine Flugverbotszone in Libyen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 19.3.2011

 
Ruprecht Polenz (CDU) ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages (Bild: ruprecht-polenz.de)

"Ich hoffe, dass es nicht zu spät ist"

Außenpolitiker Ruprecht Polenz über die UN-Resolution zu Libyen

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz, hält das Abwarten der Weltgemeinschaft auf eine UN-Resolution im innerlibyschen Konflikt für richtig - ebenso die Enthaltung Deutschlands. Die Diskussion werde aber weitergehen.

Deutschlandfunk · Interview · 18.3.2011

Der tunesische Politikwissenschaftler Hamadi El-Aouni glaubt, dass durch die Flugverbotszone in Libyen die Ära Gaddafis schrittweise beendet wird. Das hätten die ersten libyschen Reaktionen auf die UN-Resolution gezeigt.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 18.3.2011

Mit zehn Ja-Stimmen und fünf Enthaltungen hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die sofortige Einrichtung einer Flugverbotszone über Libyen beschlossen. Die Resolution beinhaltet Luftangriffe und alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Zivilisten. Der Einsatz von Bodentruppen ist dagegen ausgeschlossen.

Deutschlandradio · Aktuell · 18.3.2011

 
Brennende Zeltstadt auf dem Perlenplatz in Manama, der Hauptstadt Bahrains, nach der Räumung durch das Militär. (Bild: AP)

Saudis wollen "vor ihrer Haustür keine revolutionären Veränderungen"

Nahostexperte bewertet Unruhen in Bahrain

Durch die militärische Unterstützung des Königs von Bahrain dokumentiere Saudi-Arabien seinen Anspruch als regionale Macht am Persischen Golf, sagt Volker Perthes, Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik. Daher setze Riad inzwischen auf die "nackte Macht" des Militärs.

Deutschlandfunk · Interview · 17.3.2011

 
Bundesaußenminister Guido Westerwelle und sein französischer Amtskollege Alain Juppé, der eine Flugverbotszone über Libyen vorgeschlagen hatte.

"Ich möchte nicht, dass Deutschland Teil eines Krieges in Libyen wird"

Bundesaußenminister will politischen Druck auf Gaddafi erhöhen

Deutsche Soldaten könnten nicht überall in der Welt eingreifen, wo Unrecht geschieht, sagt Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP). Er lehnt eine militärische Beteiligung Deutschlands an einer Flugverbotszone in Libyen ab.

Deutschlandfunk · Interview · 17.3.2011

 
Der Sitzungssaal des UNO-Sicherheitsrates in New York (Bild: AP)

Flugverbot für Gaddafis Armee?

UNO-Sicherheitsrat liegt Reslutionsentwurf vor

Die Entscheidung über eine Flugverbotszone in Libyen steht offenbar bevor. Dem UNO-Sicherheitsrat liegt ein Resolutionsentwurf vor, eine Abstimmung darüber könnte es schon heute geben.

Deutschlandradio · Aktuell · 17.3.2011

 
Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi ist im Visier des Internationalen Strafgerichtshofs. (Bild: dapd)

"Mr. Strafgerichtshof": Keiner kann sich sicher sein

Internationaler Strafrichter zu Ermittlungen gegen Gaddafi

Nach Einschätzung von Hans-Peter Kaul, deutscher Richter am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, gibt es eine reelle Chance, Libyens Machthaber Gaddafi vor Gericht zu bringen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 17.3.2011

 
Ein vom Militär angeschossener Protestler in Bahrain wird zum Krankenhaus getragen (Bild: dapd)

Politologe sieht in Bahrain Stellvertreterkrieg

Michael Lüders über den Führungsanspruch in der islamischen Welt

In Bahrain werden mithilfe Saudi Arabiens zaghafte Proteste für mehr Demokratie blutig niedergeschlagen - ein drittes Land mit Anspruch auf Vormachtstellung sieht dem mit Argwohn zu: der Iran. Darin liege das Krisenpotenzial, sagt Michael Lüders.

Deutschlandfunk · Interview · 17.3.2011

 
Ein libyscher Rebellensoldat feuert einen Raketenwerfer ab. (Bild: picture alliance / dpa)

Keine Einigung auf Flugverbot über Libyen

G8-Außenminister und UNO-Sicherheitsrat wollen Druck auf Gaddafi erhöhen

Deutschland hat bei den Vereinten Nationen Vorbehalte gegenüber einem Flugverbot in Libyen geltend gemacht. Auch die Außenminister der G8-Staaten sprachen keine Empfehlung für diese Maßnahme aus.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.3.2011

 
Der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi bei einer TV-Ansprache in Tripolis. (Bild: picture alliance / dpa)

Die Europäische Libyenpolitik

Sondergipfel in Brüssel

Na, da wird Muammar al Gaddafi sich nun aber wirklich Sorgen machen müssen: Die Regierungschefs der EU fordern ihn zum sofortigen Rücktritt auf. Dies ist der zentrale Punkt der Abschlusserklärung eines EU-Sondergipfels.

Deutschlandradio Kultur · Kommentar · 12.3.2011

 
Libysche Rebellen beobachten ein Bombardement der libyschen Luftwaffe in der Nähe von Ras Lanuf. (Bild: picture alliance / dpa)

Bomben sind das Letzte

EU-Sondergipfel zur Lage in Libyen

Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell manche mit Luftangriffen und Bomben bei der Hand sind. Nicht nur an den Stammtischen, selbst einige Politiker träumen laut davon, Gaddafi und seine Schergen einfach wegzubomben.

Deutschlandfunk · Kommentar · 11.3.2011

 
Die alte libysche Flagge von 1951 weht vor Flugabwehrstellungen von Rebellen nahe der Stadt Ras Lanouf. (Bild: AP)

EU fordert Gaddafi zum Rücktritt auf

Einigkeit auf dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel

Laut Medienberichten haben die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Staaten auf ihrem Sondergipfel in Brüssel Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi zum Rücktritt aufgefordert. Die Forderung werde Teil der Abschlusserklärung des EU-Gipfels sein.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.3.2011

Frankreich akzeptiert als erstes Land der EU den Übergangsrat der libyschen Opposition. Derweil dauern die Kämpfe in Libyen an - Gaddafi-Truppen rücken auf die Ölstadt Ras Lanuf vor.

Deutschlandradio · Aktuell · 10.3.2011

 
Günther Oettinger (CDU) war Ministerpräsident von Baden-Württemberg und ist jetzt EU-Energiekommissar. (Bild: AP)

"Wir sind von Gaddafi nicht erpressbar"

EU-Energiekommissar: Libyen ist kein Öl-Großlieferant

Libyens Bruttoinlandsprodukt stamme zu 50 Prozent aus dem Öl- und Gasexport, sagt der deutsche EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Deshalb sei Machthaber Gaddafi von Europa abhängig und nicht umgekehrt. Zum europäischen Ölmarkt trage Libyen nur zwei Prozent bei.

Deutschlandfunk · Interview · 10.3.2011

 
 Alexander Graf Lambsdorff (FDP) (Bild: picture alliance / dpa)

Alexander Graf Lambsdorff: Flugverbot in Libyen bedeutet "Krieg"

Europapolitiker sieht "Lücke im Völkerrecht"

Um der Opposition in Libyen zu helfen, müsse man den Beschluss der Arabischen Liga zu einer Flugverbotszone abwarten, sagt Alexander Graf Lambsdorff. Erst mit einer solchen regionalen Forderung hält er ein militärisches Eingreifen für vertretbar.

Deutschlandfunk · Interview · 10.3.2011

 
Eine Flagge der Internationalen Tourismusbörse (ITB) weht  in Berlin vor dem Messegelände. (Bild: AP)

Abwarten statt buchen

Das veränderte Touristenverhalten nach den Umstürzen in Nordafrika

Angesichts des Umsturzes in Ägypten und Tunesien warten viele Urlauber erst einmal ab und buchen keine Reisen in diese Länder, sagt der Psychologe Jürgen Kagelmann. Der Wunsch nach Abwechslung und Spaß vertrage sich nicht "mit negativen Emotionen" wie Angst und Sicherheitsbedenken.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 9.3.2011

Dennoch sind auch die Länder Tunesien, Ägypten und Libyen mit Ständen auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin vertreten.

Deutschlandradio · Aktuell · 9.3.2011

 
Ägypter feiern den Rücktritt des Präsidenten Mubarak auf den Tahrir-Platz in Kairo. (Bild: AP)

Revolution - und was dann?

Der schwierige Neuanfang in der arabischen Welt

In der Aufregung über die Revolutionen, die noch im Gange sind, gerät die weltpolitisch entscheidende Frage in den Hintergrund: Wie geht es weiter in Tunesien und Ägypten, wo die ungeliebten Diktatoren schon gestürzt wurden?

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 9.3.2011

 
Gunter Pleuger, Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. (Bild: AP)

Pleuger: Militärisches Eingreifen in Libyen unwahrscheinlich

Ex-Diplomat rechnet mit Veto Russlands und Chinas

Der frühere Diplomat Gunter Pleuger hält ein militärisches Eingreifen in den Libyen-Konflikt nur mit einem Mandat des UN-Sicherheitsrates für denkbar. Dieser werde jedoch keine Aktion beschließen, die in den arabischen Staaten auf erheblichen Widerstand stoße.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 9.3.2011

 
Der finnische Außenminister Alexander Stubb. (Bild: promo)

Militärisches Vorgehen in Libyen nur mit UN-Resolution

Finnlands Außenminister Stubb setzt auf Sanktionen

Der finnische Außenminister Alexander Stubb hält in der Libyen-Krise die politischen Möglichkeiten der EU für weitgehend ausgeschöpft. Die Sanktionen ließen sich vielleicht noch etwas verstärken. Doch jetzt gelte es, sich auf die humanitäre Hilfe zu konzentrieren an der Grenze von Tunesien und Libyen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 9.3.2011

 
.Gaddafi lässt die Rebellen durch die Luftwaffe bombadieren. (Bild: AP)

"Lage ist noch nicht eindeutig"

Botschafter der Arabischen Liga: Flugverbotszone hängt von Mitlgiedsstaaten ab

Der Westen denkt über die Einführung einer Flugverbotszone in Libyen nach, um weitere Luftangriffe auf die Aufständischen zu verhindern. Der Botschafter der Arabbischen Liga in Deutschland, Mussayab, sagte, dafür sei es noch zu früh.

Deutschlandfunk · Interview · 8.3.2011

 
Frauen in der arabischen Welt gingen nicht nur gegen die Herrscher auf die Straße. (Bild: AP)

"Frauen fordern ihre Gleichberechtigung"

Beate Rudolf: Frauenrechte in den arabischen Ländern gezielt stärken

Nach den Umbrüchen in der arabischen Welt wollen die Frauen selbst über ihr Schicksal bestimmten. Es sei wichtig, die Frauen in diesen Ländern zu stärken und nicht einfach westliche Vorstellungen zu verpflanzen, sagte die Direktorin des Instituts für Menschenrechte, Beate Rudolf, anlässlich des Weltfrauentags.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 8.3.2011

 
Eine Rauchwolke ist nach einem Luftangriff über der ostlibyschen Hafenstadt Ras Lanuf zu sehen. (Bild: AP)

Kampf um libyschen Ölhafen

Opposition beklagt gezielte Desinformation

Im Osten Libyens versuchen die Anhänger von Gaddafi, die Kontrolle zurückzugewinnen. Im Ringen um die Hafenstadt Ras Lanuf wird erneut deutlich, dass der Kampf um die Macht in Libyen auch Propaganda-Krieg geworden ist.

Deutschlandradio · Aktuell · 7.3.2011

 
Libyens Machthaber Gaddafi (Bild: epa Sabri Elmhedwi)

Nicht den Fantasien folgen

Erwartungen an die Libyen-Mission der Europäischen Union

Es sieht ganz danach aus, als wäre die Resolution des UN-Sicherheitsrates gegenüber Libyen nur der erste Schritt gewesen. Mit jeder Bombe, die der libysche Herrscher Gaddafi auf die Bevölkerung wirft, wächst der Druck, diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht ungesühnt zu lassen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 7.3.2011

 
Gaddafi-Anhänger feiern in Tripolis einen militärischen Erfolg über die Aufständischen. (Bild: AP)

Cohn-Bendit: Europa muss Scherben seiner Politik verantworten

Grünen-Europaabgeordneter für Flugverbotszone über Libyen

Die UNO müsse eine Flugverbotszone über Libyen einrichten und die Übergangsregierung anerkennen, sagt Daniel Cohn-Bendit, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Europaparlament. Schon die Bereitschaft der UNO zu einem Militäreinsatz könne Diktator Gaddafi wohlmöglich dazu bringen, "zu einer Lösung zu finden".

Deutschlandfunk · Interview · 7.3.2011

 
Ruprecht Polenz: Waffenlieferungen an Gaddafi waren falsch. (Bild: ruprecht-polenz.de)

Krieg in Libyen - Soll Europa eingreifen?

Ruprecht Polenz sieht Afrikanische Union und Arabische Liga in der Pflicht

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Polenz (CDU), hält die Durchsetzung einer Flugverbotszone über Libyen ohne die Unterstützung "wenigstens eines islamischen Landes" für hochriskant.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.3.2011

 
Der Aufbau der Medienlandschaft Tunesiens nach der Revolution gestaltet sich schwierig. (Bild: AP)

"Großes Bedürfnis nach Informationen"

Schwieriger Aufbau demokratischer Medien in Tunesien

Die Journalistin Susanne Fischer vom Institute for War and Piece Reporting hat die mühsame Entwicklung der tunesischen Medien nach der Revolution beobachtet. Das Informationsbedürfnis der Bevölkerung kann dort noch längst nicht befriedigt werden, sagt sie.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 7.3.2011

 
Pöttering: Das Ausland sollte sich jetzt nicht aufdrängen. (Bild: AP)

Hilfe für Ägypten auf dem Weg zur Demokratie

CDU-Politiker Pöttering fordert von Europa Fingerspitzengefühl

"Wenn ihr unsere Hilfe wollt, dann bieten wir sie gerne an" – mit dieser Haltung müsse das Ausland an Ägypten herantreten, sagt Hans-Gert Pöttering. Der Chef der Konrad-Adenauer-Stiftung hält sich derzeit zu Gesprächen in Kairo auf.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.3.2011

 
Die wichtigsten Sportfunktionäre der arabischen Welt gehören den Dynastien der Kleptokraten an. (Bild: AP)

Opportunisten am Hof der Herrscher

Auch die arabische Sportwelt in Aufruhr

Im organisierten Sport versammeln sich stets die Staatstreuen und größten Opportunisten, das lässt sich auch in der arabischen Revolution gut beobachten, die seit zwei Monaten die Welt in Atem hält.

Deutschlandfunk · Sport · 6.3.2011

 
Flüchtlinge in Bengasi: Sie wollen Libyen verlassen. (Bild: picture alliance / dpa)

Flüchtlinge aus Libyen übernachten im Freien

DRK-Nothelfer: Camps werden aber zügig errichtet

Nach Ansicht des DRK-Nothelfers Holger Schmidt hat sich die Lage der Flüchtlinge an der libysch-tunesischen Grenze etwas entspannt.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 5.3.2011

 
Harald Kujat (Bild: AP-Archiv)

"Alle Optionen ins Kalkül ziehen"

Kujat: Gaddafi ist zu allem bereit und hat Unterstützung am Boden

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, glaubt nicht, dass man mit der Sperrung des Luftraums die Gewalt in Libyen stoppen kann.

Deutschlandfunk · Interview · 5.3.2011

 
Rolf Mützenich, SPD-Außenpolitiker (Bild: Rolf Mützenich MdB)

"Als internationale Gemeinschaft auch noch stärker positionieren"

Gaddafi angeblich für Verhandlungslösung bereit

Angeblich hat Diktator Muammar al-Gaddafi einen Friedensplan des venezuelanischen Präsidenten Hugo Chávez akzeptiert. "Wir brauchen natürlich auch Akteure, die an Gaddafi überhaupt herankommen", sagt Rolf Mützenich, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Er fordert ein stärkeres Engagement der internationalen Gemeinschaft.

Deutschlandfunk · Interview · 4.3.2011

 
Nach dem Sturz von Ben Ali ist Schluss mit Propaganda. (Bild: AP)

Endlich Journalist sein

Frischer Wind in Tunesiens Medienlandschaft

Jahrzehntelang wurden tunesische Journalisten zensiert, unterdrückt, verfolgt, eingesperrt und gefoltert. Oder sie fügten sich einfach der staatlichen Propaganda. Nun müssen sie lernen mit der neuen Freiheit umzugehen.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 5.3.2011

 
Jo Leinen, Sozialdemokratische Fraktion im Europäischen Parlament (Bild: joleinen.de)

"Es sieht ein bisschen wie Hilflosigkeit aus"

SPD-Europapolitiker Jo Leinen: Entwicklung in Nordafrika hat EU überrascht

Der SPD-Europaabgeordnete Jo Leinen hat in der Libyenkrise mehr Einstimmigkeit in der europäischen Außenpolitik gefordert. Es gebe immer noch Fürsprecher für Gaddafi, sagte Leinen. Das lähme die EU und sei kein gutes Zeichen für die gemeinsame Außenpolitik.

Deutschlandfunk · Interview · 4.3.2011

 
Der Grünhelm-Geschäftsführer Rupert Neudeck. (Bild: AP)

"Das Politisch Klügste wäre eine UN-Legitimation"

Neudeck: Intervention in Libyen ist notwendig

Der Gründer der Hilfsorganisation Grünhelme, Rupert Neudeck, befürwortet eine Intervention in Libyen. Er rät dazu, rein militärische Ziele aus der Luft anzugreifen und warnt vor einem rein westlichen Eingriff.

Deutschlandfunk · Interview · 4.3.2011

 
Deutsche Staatsbürger und Bürger anderer Nationalitäten besteigen eine Transall C-160 D der Bundeswehr auf einem Flugfeld in Libyen. (Bild: picture alliance / dpa)

Publizist warnt vor westlicher Einmischung in Libyen

Omar Belhouchet zur Lage in und um Tripolis

Der Herausgeber der algerischen Tageszeitung "El Watan" gibt Muammar al-Gaddafi in Libyen nicht mehr allzu viel Zeit - doch eine Intervention des Westens könne "in den Augen der Araber das Gegenteil bewirken".

Deutschlandfunk · Interview · 4.3.2011

 
Jürgen Chrobog, ehemaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt (2002) (Bild: AP Archiv)

Flugverbotszone in Libyen ist "unausweichlich"

Jürgen Chrobog, Ex-Diplomat, zu Handlungsmöglichkeiten

"Es muss eingegriffen werden", mit UNO-Mandat, NATO-Beschluss oder nur als Vereinbarung mit der libyschen Opposition, denn Jürgen Chrobog hält die Situation in Libyen für "unerträglich".

Deutschlandfunk · Interview · 3.3.2011

Muammar al-Gaddafi lässt Bomben auf Demonstranten werfen und der Westen schaut weg. Der libysche Diktator setzt Kampfjets gegen Städte, Ölanlagen und Flüchtlinge ein und der Westen unternimmt nichts. Der Westen versagt.

Deutschlandfunk · Kommentar · 3.3.2011

Walther Stützle von der Stiftung für Wissenschaft und Politik lehnt militärische Interventionen in Libyen ab. Die einzige Hilfestellung könnte die EU geben, indem sie sich um die Flüchtlinge vor Ort kümmert.

Deutschlandfunk · Interview · 3.3.2011

Die arabische Diplomatie rügt den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi. Sie erwägt eine Flugverbotszone und will sich darin mit der Afrikanischen Union abstimmen. Während die Welt noch zusieht, spricht die UNO von einem Flüchtlingsdrama.

Deutschlandradio · Aktuell · 3.3.2011

 
Nach der Machübernahme von Muammar al-Gaddafi im Jahr 1969 hielt sich die Begeisterung in der Cyrenaika in Grenzen.  (Bild: dapd)

Freiheitskampf im Osten

Libyens Opposition im Kampf gegen den Gaddafi-Clan

Der Rückhalt für Libyens Diktator Gaddafi bröckelt. Die Opposition besetzt zwar Teile des Landes, verfügt aber nicht über ausreichende Ressourcen, um sich den Gaddafi-Milizen entgegenzustellen. Und direkte Hilfe aus dem Ausland ist nicht zu erwarten.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 2.3.2011

 
Ägypter feiern auf dem Tahrir-Platz in Kairo den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak (Bild: AP)

Gohary: Die schönsten Tage meines Lebens

Ägyptischer Autor kehrte in seine Heimat zurück, um den Umbruch auf dem Tahrir-Platz mitzuerleben

Es sei ein Gefühl gewesen, wie frisch verliebt - so schildert der an die 70 gehende Autor und Friedensaktivist Magdi Gohary seine Erlebnisse in Kairo. Er habe selbst auf dem Platz geredet und sich vor den jungen Leuten verneigt.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 2.3.2011

 
Der syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami, aufgenomen in Frankfurt am Main  am Rande der Frankfurter Buchmesse. (Bild: picture alliance / dpa)

"Alle Herrscher in Arabien fangen an zu wackeln"

Schriftsteller Rafik Schami hält Wandel in arabischen Ländern für kaum aufhaltbar

Die Freiheitsbewegungen im Nahen und Mittleren Osten werden nicht nach einem Schema laufen, meint der aus Syrien stammende Schriftsteller Rafik Schami. Die Bevölkerung habe gemerkt, dass Wandel möglich sei. Die Herrscher müssten mit Reformen reagieren - oder stürzen.

Deutschlandfunk · Interview · 2.3.2011

 
Ägypter feiern den Rücktritt von Mubarak auf den Tahrir-Platz in Kairo (Bild: AP)

Brodelnde Nachbarschaft

Europa und die Umbrüche in der arabischen Welt

Manchmal fällt die Geschichte mit der Tür ins Haus, ein ungebetener Gast, und jeder Status quo geht zu Bruch. Und so geht es auch heute, wenn die Europäer von ihren südlichen Küsten gen Süden und Südosten schauen.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 1.3.2011

 
Sogar ein kompletter Ausfall der libyschen Erdölproduktion würde den Weltmarkt nicht durcheinander bringen, sagt Leschus. (Bild: AP)

"Libyen ist kein großer Ölanbieter weltweit"

Rohstoffexperte erwartet keine Ölpreiskrise durch Unruhen in Libyen

Die tatsächlichen Förderausfälle durch die Unruhen in Libyen seien auf jeden Fall ausgleichbar, sagt Leon Leschus vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut. Die Anleger sorgten sich derzeit eher, dass sich die Unruhen auf Länder wie Saudi-Arabien ausweiten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.3.2011

 
Wulff (CDU) verteidigt den diplomatischen Kontakt zu nichtdemokratischen Regierungen. (Bild: AP)

Bundespräsident: Haben Systeme zu positiv bewertet

Christian Wulff für Kontaktabbruch bei Gewalt gegen eigene Bevölkerung

Bundespräsident Christian Wulff hat Fehler Europas im Umgang mit Diktaturen eingeräumt. "Fakt ist, dass wir Systeme in Europa, in Deutschland positiv eingeschätzt hatten, die ein kritischeres Wort verdient gehabt hätten“, erklärte Wulff.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.3.2011

 
Günter Gloser (SPD), Mitglied des Bundestages (Bild: Gloser/Pressefoto)

EU muss Strategie für den Mittelmeerraum entwickeln

SPD-Politiker Gloser tadelt langsame Entscheidungen

Die von der EU beschlossenen Sanktionen gegen Libyen waren längst überfällig, sagt Günter Gloser (SPD), Chef der Deutsch-Maghrebinischen Parlamentariergruppe. Und auch ein Sondergipfel der Europäischen Union stehe dringend an, um wichtige Dinge zu erörtern.

Deutschlandfunk · Interview · 1.3.2011

 
Libysche Demonstranten fordern lautstark den Rücktritt Gaddafis. (Bild: AP)

Es wird eng für Gaddafi

UNO-Menschenrechtsrat tagt in Genf

Nach den USA und den Vereinten Nationen haben nun auch die EU-Staaten Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime beschlossen. In Genf trifft sich der UN-Menschenrechtsrat zu einer Krisensitzung, während in Libyen die Regimegegner offenbar auch den Westen des Landes erobern.

Deutschlandradio · Aktuell · 28.2.2011

 
Deutsche Staatsbürger und Bürger anderer Nationalitäten besteigen eine Transall C-160 D der Bundeswehr auf einem Flugfeld in Libyen. (Bild: picture alliance / dpa)

"Die Lösung muss eine libysche Lösung sein"

Libyen-Experte strikt gegen Militärschlag in Libyen

Einem militärischen Eingreifen von NATO oder UNO in Libyen erteilt Andreas Dittmann eine strikte Absage. Ein bewaffneter Konflikt würde bloß Gaddafis Argumente bekräftigen, dass der Aufstand vom Ausland initiiert sei.

Deutschlandfunk · Interview · 28.2.2011

 
Libysche Demonstranten in Bengasi fordern lautstark den Rücktritt Gaddafis (Bild: AP)

"El Kaida hat eigentlich nichts zu melden"

Wirtschaftswissenschaftler über die demokratische Perspektive der nordafrikanischen Staaten

Eine optimistische Prognose stellt der in Berlin lehrende Experte Hamadi El-Aouni den revolutionären Umbrüchen in Libyen, Ägypten und Tunesien. Die islamistische Gefahr sei aufgebauscht worden.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 28.2.2011

 
Saif al-Islam Muammar Gaddafi spricht vor einem gigantischen Poster seines Vaters (Bild: picture alliance / dpa)

Demokratie und Islam

Islamkenner sieht darin eine Kombination mit vielen Fragezeichen

Auf dem Reißbrett können sich die Demokratie im Orient nicht entwickeln, meint Islam-Experte Hans-Peter Raddatz. Das islamische Gesetz reguliere das Leben bis ins kleinste Detail - damit sei kein Raum für demokratische Entwicklungen.

Deutschlandfunk · Interview · 28.2.2011

 
 Verschiedene Archivbilder zeigen Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi in seinen schillernden Outfits. (Bild: picture alliance / dpa)

Umsturz in Libyen ist "nicht mehr umkehrbar"

Österreichische Botschafterin in Tripolis berichtet über die Lage

Dorothea Auer ist zurzeit im tunesisch-libyschen Grenzgebiet. Aus ihrer Sicht wird Muamar al-Gaddafi sich nicht halten können - zu viele kleinere Städte und Regionen haben sich vom Revolutionsführer losgesagt.

Deutschlandfunk · Interview · 28.2.2011

 
Heidemarie Wieczorek-Zeul: Keine Waffenexporte mehr in politisch instabile Regionen. (Bild: AP)

Wieczorek-Zeul: "Marshall-Plan" für Nordafrika

SPD-Politikerin fordert neue Flüchtlingspolitik der EU

Man müsse die Ursachen der Flucht bekämpfen und nicht die Flüchtlinge, sagte die SPD-Abgeordnete und ehemalige Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 28.2.2011

 
Ölpumpe (Bild: AP)

"Dann würde es knapp mit dem Öl in der Welt"

ifo-Institutschef Sinn fürchtet Aufruhr in Saudi-Arabien und Katar

Der Ölpreis hat zwar auf die Entwicklung in Libyen reagiert - doch das wahre Problem seien Saudi-Arabien, Katar und andere Länder mit ungleich höheren Ölförder-Quoten, sagt Hans-Werner Sinn - wenn es dort zu ähnlichen Aufständen käme.

Deutschlandfunk · Interview · 28.2.2011

 
Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen legt großen Wert auf ein Mandat der UNO (Bild: AP)

Libyen macht Entscheidungsfindung bei der NATO schwer

Ehemalige NATO-General Egon Ramms über politische und militärische Möglichkeiten

Wie handeln gegenüber Libyen? Man müsse vorsichtig sein, dass nicht der Eindruck entstünde, der Westen versuche, seine Kultur und Denkweise arabischen Ländern überzustülpen, betont der ehemalige NATO-General Egon Ramms.

Deutschlandfunk · Interview · 28.2.2011

 
Mohamed Ghannouchi (Bild: picture alliance / dpa)

Tunesiens Ministerpräsident tritt zurück

Mohammed Ghannouchi gibt nach Protesten sein Amt auf

Tunesien kommt nicht zur Ruhe: Seit Freitag demonstrieren tausende Menschen gegen die amtierende Übergangsregierung. Deren Chef Mohammed Ghannouchi hat nun seinen Rücktritt erklärt.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.2.2011

 
Sitzungssaal des UNO-Sicherheitsrates in New York (Bild: AP)

UN beschließen Sanktionen gegen libysche Regierung

Einigung auf Waffenembargo und Reisebeschränkungen

Der Druck auf Libyens Diktator Gaddafi wächst: Der UN-Sicherheitsrat hat nach einer Krisensitzung in New York geschlossen für Sanktionen gegen das libysche Regime gestimmt. Zudem hat die Opposition im Osten des Landes eine Übergangsregierung gebildet.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.2.2011

 
Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi bei einem Treffen in Sabha, Libyen, im Jahr 2007. (Bild: dapd)

Bizarre Schimpftiraden

Libyens Staatschef Gaddafi klammert sich an die Macht

Die irren Auftritte und Erklärungen des libyschen Noch-Staatschefs Muammar al-Gaddafi während der zurückliegenden Woche hatten in erster Linie das Ziel, die eigene Bevölkerung zu solidarisieren, sie einzuschüchtern oder auch zu bedrohen.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 26.2.2011

 
Die Regierungsgegner in Ägypten hoffen auf einen tatsächlichen Wandel, doch die Opposition ist noch schwach. (Bild: AP)

Der Wandel ist noch nicht geschafft

Die Lage in Ägypten einen Monat nach Beginn der Proteste

Noch immer demonstrieren die Ägypter freitags auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Einig sind sich die Menschen jedoch nur in ihrem Misstrauen gegenüber der Übergangsregierung. Gerüchte über eine geplante Konterrevolution gehen um. Die Demokratie im Land ist noch unsicher.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 26.2.2011

 
NATO-Fahne (Bild: NATO)

Eingreifen des Westens "sehr heikel"

Nato-Expertin hält Intervention in Libyen für wenig wahrscheinlich

Die Militärsoziologin Florence Gaub schließt ein Eingreifen der Nato in Libyen ohne UN-Mandat aus: Das Bündnis wolle eine Situation wie in Jugoslawien nicht wiederholen. Zudem sei das Image der Nato in den arabischen Ländern "nicht gut".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.2.2011

 
Emotionaler Moment: Der libysche UN-Vize-Botschafter, Ibrahim Dabbashi (rechts), fällt Botschafter Abdel Rahman Shalgam in die Arme. (Bild: AP)

UNO entscheidet über Sanktionen

Gaddafis Regime in Libyen bröckelt immer mehr

US-Präsident Obama hat bereits Sanktionen gegen Libyen in Kraft gesetzt, die Vereinten Nationen entscheiden heute über einen Resolutionsentwurf. Saif al-Islam, ein Sohn des Machthabers Gaddafi, kündigte Gespräche mit den Regimegegnern an.

Deutschlandradio · Aktuell · 26.2.2011

 
Wegen der

EU-Parlamentarier: Gaddafi schnell isolieren

Elmar Brok beklagt zögerndes Verhalten der EU

Eine militärische Operation in Libyen vorzubereiten, dauere viel zu lange. Jetzt sofort seien Schritte nötig, damit Gaddafi keine neuen Söldner mehr rekrutieren kann, mahnt CDU-Politiker Elmar Brok, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des EU-Parlaments.

Deutschlandfunk · Interview · 25.2.2011

Das Ende der Gaddafi-Ära steht bevor. Die internationale Gemeinschaft kann seinen Machtzerfall beeinflussen, sie muss seinen Sturz befördern. Dies gilt auch für die amerikanische Regierung.

Deutschlandfunk · Kommentar · 25.2.2011

 
Libysche Demonstranten in Bengasi fordern lautstark den Rücktritt Gaddafis. (Bild: AP)

EU erwägt Sanktionen gegen Libyen

Mitgliedsländer wollen Druck erhöhen

Die Europäische Union plant ein Paket von Maßnahmen gegen Libyen. "Wir prüfen alles", sagte die Außenbeauftragte Catherine Ashton. Unterdessen gingen regierungstreue Truppen erneut gegen Aufständische vor.

Deutschlandradio · Aktuell · 25.2.2011

 
Tunesische Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in einem italienischen Flüchtlingslager auf Lampedusa (Bild: picture alliance / dpa)

"Es wird ein bisschen überreizt"

Direktor des Italienischen Flüchtlingsrates hält Massenflucht nach Europa für unwahrscheinlich

Die italienische Regierung klagt über Flüchtlingsströme aus Libyen und Tunesien. Der Direktor des Italienischen Flüchtlingsrates, Christopher Hein, geht davon aus, dass die Flüchtlingszahlen bei weitem nicht so hoch sind, wie von Rom befürchtet.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 25.2.2011

 
Die deutsche Fregatte F212

Westerwelle will UN-Dringlichkeitssitzung im Fall Libyen

Außenminister entsendet Marineschiffe zur Rückholung Deutscher

Guido Westerwelle (FDP) will die Entsendung dreier Marineschiffe nach Libyen ausschließlich als Transportmittel für ausreisewillige Deutsche verstanden wissen. Gegen das "wahnwitzige" Gaddafi-Regime will Westerwelle die UN anrufen.

Deutschlandfunk · Interview · 25.2.2011

 
Ein Boot voller Flüchtlinge aus Tunesien vor der italienischen Insel Lampedusa. (Bild: AP)

Pro Asyl kritisiert Flüchtlingspolitik Deutschlands

Europareferent Karl Kopp fordert menschenwürdige Aufnahme

Momentan schaffen es kaum Bootsflüchtlinge nach Europa, sagt Karl Kopp, doch das könne sich ändern. Man könne nicht wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière so tun, als gingen uns Europas Außengrenzen nichts an.

Deutschlandfunk · Interview · 25.2.2011

 
Libyens Machthaber Muamar Gaddafi (Bild: epa Sabri Elmhedwi)

Obama verurteilt Gewalt in Libyen

EU-Politiker fürchten Flüchtlingswelle

US-Präsident Barack Obama hat sich erstmals zu den Unruhen in Libyen geäußert - und das Regime von Diktator Muammar al-Gaddafi scharf kritisiert. In der EU wird unterdessen über den Umgang mit Flüchtlingen diskutiert.

Deutschlandradio · Aktuell · 24.2.2011

 
Auf dem Plakat der Kinder im libyschen Tobruk steht:

Libyen-Heimkehrer: "Die Waffe wird offen getragen"

Ein Deutscher berichtet von seinen Eindrücken aus Tripolis

Dirk Hoffman, der für eine deutsche Firma in Libyen arbeitete, erzählt von Campieren der Ausreisewilligen am Flughafen, ersten Hamsterkäufen der Bevölkerung - und der eigenen Angst vor der latenten Gewalt im Land.

Deutschlandfunk · Interview · 24.2.2011

 
Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn (Bild: AP Archiv)

Asselborn spricht von "Völkermord" in Libyen

Luxemburgischer Außenminister fordert UN-Einschreiten

Angesichts der angespannten Lage in Libyen hat Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn die internationale Gemeinschaft zu einem massiven Eingreifen aufgefordert - und schlägt ein entsprechendes UN-Mandat vor.

Deutschlandfunk · Interview · 23.2.2011

Rainer Stinner widerspricht der Forderung des luxemburgischen Außenministers Jean Asselborn nach einem Einschreiten der UNO in Libyen. Wer einen militärischen Einsatz fordere, müsse auch sagen, "welche Soldaten er hinschicken möchte". Der FDP-Politiker gestand aber ein, dass EU und UNO derzeit nicht über geeignete Hebel verfügten, das Morden zu beenden.

Deutschlandfunk · Interview · 23.2.2011

 
Jean Ziegler kennt Gaddafi persönlich. (Bild: AP Archiv)

Forderung nach einem Embargo gegen Libyen

Beratender Ausschusses verlangt Maßnahmen von UN-Menschenrechtsrat

Nach dem blutigen Vorgehen des Gaddafi-Regimes gegen die eigene Bevölkerung fordert Jean Ziegler, Mitglied des beratenden Ausschusses des UN-Menschenrechtsrates, ein europäisches Embargo gegen Libyen. Stattdessen verhandele die EU mit dem Land noch immer über ein Freihandelsabkommen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 23.2.2011

 
Noch ist Muammar al-Gaddafi der libysche Machthaber. (Bild: picture alliance / dpa)

"Er war sicher einmal ein Revolutionsführer"

Soziologe Ziegler über Libyens Staatschef Gaddafi

Nach Einschätzung des Soziologen Jean Ziegler befindet sich der libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi in einer schwierigen Situation. Was jetzt passiere, sei eine "grauenhafte, fürchterliche Repression gegen das eigene Volk", sagt Ziegler.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 23.2.2011

 
Blick zurück: Zine El Ben Ali, Ali Abdullah Salih, Muammar al-Gaddafi  und Hosni Mubarak (v.l.n.r.)  (Bild: picture alliance / dpa)

Nordafrika im Aufruhr

Diskussion zur arabischen Welt im Umbruch

Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Bahrain - eine Welt begehrt auf. In Berlin diskutierten nach einer Aufführung von Albert Camus "Der Fremde" im Maxim-Gorki-Theater Theaterleute und Orientexperten über den Menschen in der Revolte und die arabische Welt im Umbruch.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 22.2.2011

 
 Verschiedene Archivbilder zeigen Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi in seinen schillernden Outfits. (Bild: picture alliance / dpa)

Pakt mit dem Despoten

Libyen ist Europas Partner - gegen afrikanische Flüchtlingsströme und als Öllieferant

Die europäischen Außengrenzen müssen geschützt werden, darin scheint man sich in der EU einig. Und so schloss man bereits Ende vergangenen Jahres einen Pakt mit Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi. Bis 2013 soll Libyen 50 Millionen Euro erhalten und dafür die Grenzen zu Europa sichern, so sieht es die "Migrationskooperation" vor.

DRadio Wissen · Agenda · 22.2.2011

 
Schon nach dem tunesischen Umsturz sind auf der italienischen Insel Lampedusa Tausende von Flüchtlingen angekommen. (Bild: picture alliance / dpa)

Asylpolitik-Experte rechnet mit Flüchtlingsstrom aus Libyen

Tillmann Löhr stellt EU-Grenzpolitik infrage

Der Asylpolitik-Experte Tillmann Löhr rechnet mit einem Flüchtlingsstrom von Libyen nach Europa, sollte das Regime unter Gaddafi zusammenbrechen. Er fordert von der EU, ihre Strategie im Umgang mit Flüchtlingsströmen aus Afrika zu überdenken.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 22.2.2011

 
Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi ist nicht außer Landes geflohen. (Bild: picture alliance / dpa)

"Eine Kraft, mit der zu rechnen ist"

Auch in Libyen gibt es Muslimbrüder

Wer folgt auf Gaddafi, wenn er denn geht? Laut Isabelle Werenfels von der Stiftung Wissenschaft und Politik könnte die Antwort wie in Ägypten lauten: die Muslimbrüder. Ob diese Organisation sich aber zu einer nationalen Bewegung auswachsen werde, sei ungewiss.

Deutschlandfunk · Interview · 22.2.2011

 
Ein riesiges Plakat von Zine el-Abidine Ben Ali hängt zerrissen an einem Haus in Tunis. (Bild: AP)

Wie man einen Staat macht

Ben Alis langer Schatten

Auch einen Monat nach dem Sturz des Regimes ist die politische Zukunft Tunesiens unklar. Die Begeisterung über die Revolution ist noch groß, aber die Angst vor der Zukunft wächst.

DRadio Wissen · Globus · 22.2.2011

 
Libyens Machthaber Muamar Gaddafi (Bild: epa Sabri Elmhedwi)

"Tage von Gaddafi wirklich gezählt"

Experte sieht Libyens Regime mit dem Rücken zur Wand

Der Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz rechnet mit einem baldigen Ende der Herrschaft Gaddafis in Libyen. Der TV-Auftritt des Staatschefs sei "reine Propaganda".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 22.2.2011

 
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei einem Treffen mit Libyens Staatschef Moammar Gaddafi in Tripolis. (Bild: AP)

Roter Teppich und Beduinenzelt sind offenbar passé

Die Beziehung von Frankreich und Libyen

Frankreich macht seit Jahren gute Geschäfte mit Muammar al- Gaddhafi. Nicht im Stillen und Verborgenen - in aller Öffentlichkeit zeigten Nicolas Sarkozy und Gaddafi, wie gut sie miteinander konnten. Unvergessen das Beduinenzelt Gaddafis, im Garten des Elysée-Palastes.

Deutschlandfunk · Europa heute · 22.2.2011

 
Verschiedene Archivbilder zeigen Gaddafi in seinen schillernden Outfits. (Bild: picture alliance / dpa)

Gaddafi ist angezählt

Libyens Staatschef meldet sich mit einem skurrilen TV-Auftritt

Die Gewalt wütet in Libyen weiter, aber Staatschef Muammar al-Gaddafi pocht weiter auf seine Macht. Aus einem Auto heraus, mit aufgespanntem Regenschirm, gab er im libyschen Staatsfernsehen ein Statement ab.

Deutschlandradio · Aktuell · 22.2.2011

Muamar al Gaddafi wird gehen, sagt Udo Steinbach, ehemaliger Direktor des Orient-Instituts Hamburg. Doch was dann, denn Libyen sei ein zutiefst islamisch geprägtes Land, die Gesellschaft gespalten und politische Führungspersönlichkeiten fehlten.

Deutschlandfunk · Interview · 22.2.2011

Der Rat der EU-Außenminister hat am Montag das gewaltsame Vorgehen der libyschen Regierung gegen die Massenproteste verurteilt. Werner Hoyer (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt, fordert Europa müsse "als wichtiger Akteur in der Region sichtbarer werden".

Deutschlandfunk · Interview · 22.2.2011

Von einer Demokratiebewegung könne man bei den Protesten in Libyen nicht sprechen, sagt die GEO-Autorin Gabriele Riedle. Sie rechne weiter mit blutigen Niederschlagungen der Aufstände und lang anhaltenden Repressionen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 21.2.2011

 
Flüchtlinge auf Lampedusa. (Bild: picture alliance / dpa)

Italien bereitet sich auf Massenansturm vor

Auf der Insel Lampedusa kommen immer mehr Flüchtlinge an

Laut Augenzeugenberichten flüchten über die libysche Grenze bereits die ersten Menschen. Mehr als alles andere fürchten die Italiener eine noch größere Flüchtlingswelle, sollte der libysche Machthaber Gaddafi gestürzt werden.

Deutschlandfunk · Europa heute · 22.2.2011

 
Ein Netzwerkkabelstecker (Bild: Stock.XCHNG / Matthias Pahl)

Internet-Nachhilfe für Diktatoren

Hosni Mubarak hat die Macht des Netzes unterschätzt

Am Wochenende hat die Regierung in Libyen zeitweise den Zugriff auf das Internet gesperrt. Das hatte auch Mubarak versucht, als er in Ägypten die Proteste unterbinden wollte. Seitdem diskutiert das Netz darüber, welche Auswirkungen solche Maßnahmen haben.

DRadio Wissen · Agenda · 21.2.2011

 
Ägypter feiern die Nachricht vom Rücktritt des Präsidenten Hosni Mubarak auf den Tahrir-Platz in Kairo. (Bild: AP)

"Eine neue Art von Bewegung"

Politikwissenschaftlerin zur weltweiten Protestvernetzung

Politologin Cilja Harders von der FU Berlin ist überzeugt, dass die ägyptischen Aktivisten sich im Vorfeld sehr von der serbischen Widerstandsbewegung Otpor inspirieren ließen. Aber dann sei daraus eine kraftvolle "neue Art von Bewegung" geworden.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 21.2.2011

 
Der ugandische Präsident Yoveri Museveni. (Bild: AP Archiv)

Afrika im Taumel der Revolutionen

Wird auch Schwarzafrika ergriffen?

Am vergangenen Wochenende wurde in Uganda der amtierende Präsident Yoweri Musevini in seine vierte Amtszeit gewählt. Der unterlegene Präsidentschaftskandidat Kizza Besigye sagte, die Zeit sei reif für einen Volksaufstand nach agyptischem Vorbild.

DRadio Wissen · Agenda · 21.2.2011

 
Sinnbild für den Umbruch in den arabischen Staaten: der Tahrir-Platz in Kairo. (Bild: AP)

Der arabische Mauerfall - wie verändert er unseren Blick?

Gäste: Christian Hanelt (Nahost-Experte bei der Bertelsmann-Stiftung) und Azza Hassan (ägyptisch-deutsche Schriftstellerin und Journalistin)

Die Wut der Tunesier und Ägypter gegen ihre autokratischen Herrscher und ihr unbändiger Freiheitswille haben eine beispiellose Reaktion in den arabischen Staaten ausgelöst. Täglich erreichen uns Nachrichten von neuen Demonstrationen.

Deutschlandradio Kultur · Im Gespräch · 19.2.2011

 
Ägypter feiern die Nachricht vom Rücktritt des Präsidenten Hosni Mubarak auf den Tahrir-Platz in Kairo (Bild: AP)

Der Wandel

Bürgerproteste in der arabischen Welt verändern starre Bilder und Positionen

Wie nach dem Ende des Kalten Krieges scheinen derzeit starre Feindbilder zu bröckeln, bisherige Schwarz-Weiß-Bilder werden immer bunter. Die aktuellen Geschehnisse verändern unser Weltbild, und sie verändern die Parameter für die Konflikte in der arabischen Welt.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 19.2.2011

 
Flüchtlinge aus Tunesien kommen in einem italienischen Flüchtlingslager auf Lampedusa an. (Bild: picture alliance / dpa)

Die Flucht der Ungeduldigen

Tunesische Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa

Ben Ali ist vorbei und Tunesien muss wieder auf die Beine kommen. Viele Junge wollen aber nicht mehr warten, sondern haben sich auf den Weg nach Europa aufgemacht.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 19.2.2011

 
Sicherheitskräfte im Jemen (Bild: AP)

Regime halten noch Stand

Protestwellen in Bahrain, Jemen und Libyen

Während in Ägypten der Rücktritt von Präsident Mubarak weiter gefeiert wird, protestieren Regime-Kritiker in Libyen, Jemen und Bahrain. Auch wenn die Protestler dasselbe Ziel haben, sind die Ausgangssituationen in den arabischen Länder völlig unterschiedlich.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.2.2011

 
Ein vom Militär angeschossener Protestler in Bahrains Hauptstadt Manama wird zum Krankenhaus getragen. (Bild: dapd)

Bahrain: Sicherheitskräfte schießen auf unbewaffnete Demonstranten

Carsten Kühntopp spricht von blutigen Auseinandersetzungen

ARD-Korrespondent Carsten Kühntopp beurteilt die Lage in Bahrain als äußert angespannt. Die Regime-Protestler, vorrangig Schiiten, fordern den Sturz des Königs und wollten Reformen, so Kühntopp. Nach seinen Angaben gehe die Armee in blutiger Weise gegen die Demonstranten vor.

Deutschlandfunk · Interview · 19.2.2011

 
In Kairo wurden die Protestler vom Militär geschütz. (Bild: AP)

"Mit Polizeigewalt allein sind diese Protestbewegung nicht zu beheben"

Jürgen Chroborg zu den Regime-Protesten im Jemen, Libyen und Bahrain

Der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Jürgen Chroborg, sieht im Vergleich zur Revolution in Ägypten andere Ausgangssituationen für die Regime-Proteste in Libyen, Jemen und Bahrain. So sei in Libyen die Armee keine Volksarmee wie in Ägypten und stehe unter der Kontrolle des Machthabers Gaddafi.

Deutschlandfunk · Interview · 19.2.2011

 
Der Ruf nach Demokratie im arabischen Raum ist gut für die Islam-Diskussion hierzulande, meint Kelek. (Bild: AP)

Necla Kelek: Islam anscheinend demokratiefähig

Publizistin erkennt Gewinn für die Diskussion hierzulande

Die Publizistin Necla Kelek sieht in den Revolten in der arabischen Welt einen großen Gewinn für die Diskussion über den Islam. Die demokratischen Umwälzungen in diesen Ländern hätten auch Auswirkungen auf die Muslime in Deutschland, sagte sie.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 18.2.2011

 
Ein verletzter Demonstrant wird in Manama, Bahrain, ins Krankenhaus gebracht. (Bild: picture alliance / dpa)

Protestwelle gegen autoritäre Regime in arabischen Ländern

Tote nach Zusammenstößen in Libyen und Bahrain

Nach dem Polizeieinsatz in Bahrain gegen tausende Regierungskritiker spricht die schiitische Opposition von mindestens drei Toten. Auch in Libyen hat die Opposition für heute zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen.

Deutschlandradio · Aktuell · 17.2.2011

Stehen weitere arabische Staaten auf der Kippe? Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur arabischen Welt an der Uni Mainz, stuft die Chancen auf einen Umsturz in Libyen als gering ein.

Deutschlandfunk · Interview · 17.2.2011

 
Flüchtlinge aus Tunesien kommen in einem italienischen Flüchtlingslager auf Lampedusa an. (Bild: picture alliance / dpa)

Flüchtlingshilfe "gehört zur europäischen Solidarität"

Grünen-Fraktionschef Trittin kritisiert Nord-Süd Wohlstandsgefälle

Die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem arabischen Raum dürfe keine Dauersituation werden, sagt Jürgen Trittin - doch eine Ausgrenzung durch verschärfte Grenzkontrollen verhindere Migration auch nicht.

Deutschlandfunk · Interview · 17.2.2011

 
Straßenszene in Sidon, Libanon (Bild: AP)

Deutschland muss "sehr stark" auf den Libanon achten

Außenpolitiker Mützenich zur fragilen Situation vor Ort

Rolf Mützenich (SPD) berichtet aus Beirut, dass die jungen Menschen im ägyptischen Protest ein Vorbild sähen: Protest lohne sich. Zudem machten die Spannungen zwischen Christen, Sunniten und Schiiten die Situation "fragil".

Deutschlandfunk · Interview · 16.2.2011

 
Regime-Gegner protestieren auf dem Tahrir-Platz in Kairo (Bild: AP)

Die Geschichte umschreiben

Ein Schriftsteller und sein Buchprojekt über Ägypten

Ursprünglich wollte der in Deutschland lebende arabischstämmige Schriftsteller Abbas Khider ein Buch über die Hoffnungslosigkeit der arabischen Intellektuellen verfassen. Doch dann wendete sich das Blatt. Bewegt schildert er seine Erlebnisse in Kairo.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 15.2.2011

 
Bei der ersten größeren Protestaktion der Opposition seit mehr als einem Jahr kam es zu Gewalt. (Bild: picture alliance / dpa)

Ägypten hat Iranern "Mut gegeben"

Iranischer Journalist über Proteste im Iran

Teheran hat Angst davor, dass sich die sporadischen Demonstrationen im Iran zu einem Massenprotest entwickeln, sagt der Journalist Farhad Payar. Umgekehrt hätten die Geschehnisse in Ägypten den iranischen Regimegegnern gezeigt, dass ein Umsturz möglich sei.

Deutschlandfunk · Interview · 15.2.2011

 
Dirk Niebel will auch in berufliche Bildung investieren. (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)

"Wir werden nicht von außen kolonialisieren"

Bundesregierung will Demokratisierungsprozess in Nordafrika unterstützen

Die Bevölkerung in Ägypten brauche Hilfe bei der Gründung von Parteien oder bei der Organisation von Wahlen, sagt Entwicklungsminister Niebel. Dabei dürfe jedoch nicht der Anschein erweckt werden, "es würde sich um eine Demokratisierungsbewegung des westlichen Auslandes handeln".

Deutschlandfunk · Interview · 15.2.2011

 
Ägyptische Demonstranten während des Aufstandes gegen Hosni Mubarak (Bild: AP)

Deutschland fängt diplomatisch in Ägypten bei "null" an

Politologe analysiert die neue deutsch-ägyptische Beziehung

Michael Lüders hält die politische Lage in Ägypten für unübersichtlich: Es sei schwer zu ermessen, welche Gruppierung künftig den Ton angeben werde. Der Westen und Deutschland müssten sich neue Ansprechpartner suchen.

Deutschlandfunk · Interview · 15.2.2011

 
Ein Boot voller Flüchtlinge aus Tunesien vor der italienischen Insel Lampedusa. (Bild: AP)

Pro Asyl wirft Italien Missmanagement vor

Europareferent Karl Kopp kritisiert "Notstandsrhetorik"

Der Europareferent von Pro Asyl, Karl Kopp, wirft Italien vor, das Aufnahmelager auf Lampedusa viel zu spät geöffnet zu haben. Der Notstand sei so künstlich hergestellt worden. Stattdessen sei es wichtig, ein geregeltes Verfahren für die menschenwürdige Aufnahme zu finden.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 15.2.2011

 
Ägyptische Frauen demonstrieren auf dem Tahrir-Platz in Kairo gegen den Präsidenten Hosni Mubarak. (Bild: AP)

Zwischen Moderne und Tradition

Frauen im "Neuen Ägypten"

Nicht nur die Männer waren auf den Straßen. Auch viele Frauen demonstrierten gegen den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak. Politikwissenschaftlerin Hoda Salah erläutert die Rolle der ägyptischen Frauen beim Umsturz und ihre Zukunft im "Neuen Ägypten".

DRadio Wissen · Agenda · 14.2.2011

 
Afrikanische Flüchtlinge auf Lampedusa (Bild: AP)

"Es ist ihnen egal, ob sie es überleben oder nicht"

Lampedusa quillt über vor menschlichen Schicksalen

Seit dem Sturz von Präsident Ben Ali Mitte Januar herrscht Chaos in Tunesien. Die Seehäfen werden nicht mehr kontrolliert. 5000 Menschen flüchteten per Boot nach Lampedusa: Die Insel ist völlig überfüllt, die Helfer überfordert.

Deutschlandfunk · Europa heute · 14.2.2011

 
Ein Boot voller Flüchtlinge aus Tunesien vor der italienischen Insel Lampedusa. (Bild: AP)

Westerwelle sagt Tunesien Hilfe zu

Außenminister sieht "Chance des Aufbaus"

Tausende Tunesier flüchten gen Europa und landen auf der italienischen Flüchtlingsinsel Lampedusa. Guido Westerwelle (FDP) rät den Menschen, zuhause am Umbruch mitzuwirken: Das Land sei wirtschaftlich gut aufgestellt.

Deutschlandfunk · Interview · 14.2.2011

 
Franziska Brantner: Generell überlegen, wie wir unsere Flüchtlingspolitik ändern. (Bild: Bernhard Kreutzer)

"Mit allen reden, die sich auf demokratische Prozesse einlassen"

Grünen-Politikerin fordert Dialog der EU mit Muslimbrüdern

Die EU könne nicht verlangen, dass die Muslimbrüder von den Wahlen in Ägypten ausgeschlossen würden, sagt die grüne Europa-Abgeordnete Franziska Brantner.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 14.2.2011

 
Auf dieser Archivaufnahme patroullieren algerische Anti-Krawall-Einheiten auf der Straße von Rouiba nach Algiers. (Bild: AP Archiv)

Politologe befürchtet Gewalt in Algerien

Protestmarsch in Algier erwartet, Sicherheitskräfte in Stellung

Auch in Algerien hat die Opposition zu Protesten aufgerufen und für heute einen "Tag des Zorns" angekündigt. Der Politikwissenschaftler Rachid Ouaissa warnt, dass es dabei zu Gewaltakten von Seiten des Militärs kommen könnte.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.2.2011

 
Ägyptische Soldaten reißen die Zelte der Demonstranten auf dem Tahrir-Platz ab. (Bild: AP)

Ägypten: Demonstranten fordern Ende des Ausnahmezustands

Hunderte harren auf Tahrir-Platz in Kairo aus

Während sich der neue Machthaber in Ägypten, das Militär, um eine Rückkehr zur Normalität bemüht, protestieren weiterhin Hunderte in Kairo. Derweil machen sich Tausende Tunesier auf den Weg nach Europa.

Deutschlandradio · Aktuell · 13.2.2011

 
In Israel herrscht Sorge vor der Ungewissheit über die zukünftige Führung Ägyptens (Bild: AP)

Segev: Nach Mubaraks Amtsverzicht Hoffnung und Unsicherheit in Israel

Historiker sieht im Wandel in Ägypten ein Vorbild für die Palästinenser

Der israelische Historiker Tom Segev sieht nach dem Amtsverzicht des ägyptischen Präsidenten Mubarak weiter eine große Ungewissheit über eine künftige demokratische Führung des Landes. Wenn man von Demokratie rede, könne man nicht gleichzeitig auch von einem Militärregime sprechen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.2.2011

 
Algerische Demonstranten bei einem Protestmarsch in der Hauptstadt Algier (Bild: AP)

Polizei schlägt Protestmarsch in Algerien nieder

Massives Aufgebot gegen Demonstranten

Mit Knüppeln gegen Regime-Gegner: Die Polizei in Algier hate eine geplante Großdemonstration gegen die Regierung von Staatspräsident Bouteflika gewaltsam verhindert.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.2.2011

 
Ein irakischer Protestierender tritt in Bagdad auf ein Bild des ägyptischen Staatspräsidenten Hosni Mubarak (Bild: AP)

Abgang aus dem Amt

Wann tritt ein moderner "Pharao" rechtzeitig zurück?

Hosni Mubarak sah sich als Staatschef auf Lebenszeit. Er werde seinem Land bis zum letzten Atemzug dienen, was danach komme, das wisse Allah allein, so der ägyptische Präsident einmal. Doch nicht Allah, sondern das Volk bestimmte das Ende seiner Regierungszeit.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 12.2.2011

 
Eine Karikatur von Hosni Mubarak an einem Schild in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. (Bild: AP)

Abschied vom Pharao

Ägypten ohne Mubarak

In Ägypten ist nichts mehr, wie es einmal war. Die Menschen wollten Veränderungen und haben den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak erzwungen. Doch das ist erst der Anfang. Das Land steht vor großen Herausforderungen.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 12.2.2011

 
Algerische Demonstranten bei einem Protestmarsch in der Hauptstadt Algier (Bild: AP)

Ausschreitungen bei Protesten in Algier

Algerier protestieren gegen Regime von Bouteflika

Erst Tunesien, dann Ägypten - und jetzt Algerien? Bei Protesten in der Hauptstadt Algier kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. 30.000 Sicherheitskräfte sollen im Einsatz sein.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.2.2011

Der Politikwissenschaftler Rachid Ouaissa warnt, dass es bei den Demonstrationen in Algerien zu Gewaltakten vonseiten des Militärs kommen könnte.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.2.2011

 
Die Schweiz will kein veruntreutes Geld aus Ägypten (hier Protestler am Tahrir-Paltz in Kairo) (Bild: dapd)

"Die Schweiz will kein schmutziges Geld"

Bundespräsidentin Calmy-Rey über mögliche Konten mit veruntreuten Geldern aus Ägypten

Die schweizerische Bundespräsidentin und Außenministerin Micheline Calmy-Rey hat die Unterstützung ihres Landes bei der Suche nach möglichen Konten mit veruntreuten Geldern aus Ägypten zugesichert.

Deutschlandradio Kultur · Tacheles · 12.2.2011

 
Jungen halten auf einem zerstörten Bus in der Nähe des Tahrir-Platzes eine ägyptische Fahne (Bild: AP)

Ägypter feiern Ende der Ära Mubarak

Machtwechsel stößt auf positive Reaktionen im Ausland

Nach dem Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak hat die ägyptische Bevölkerung bis tief in die Nacht hinein gefeiert. Im Ausland ist der Machtwechsel fast überall positiv aufgenommen worden.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.2.2011

 
In Israel herrscht Sorge vor der Ungewissheit über die zukünftige Führung Ägyptens (Bild: AP)

Segev: Nach Mubaraks Amtsverzicht Hoffnung und Unsicherheit in Israel

Historiker sieht im Wandel in Ägypten ein Vorbild für die Palästinenser

Der israelische Historiker Tom Segev sieht nach dem Amtsverzicht des ägyptischen Präsidenten Mubarak weiter eine große Ungewissheit über eine künftige demokratische Führung des Landes.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.2.2011

 
Protestierende in Kairo bejubeln den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak (Bild: AP)

Mubarak zurückgetreten

Armee übernimmt das Land

Die tagelangen Proteste haben Wirkung gezeigt. Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak ist nach Angaben seines Stellvertreters Omar Suleiman zurückgetreten. Ein Militärrat soll die Amtsgeschäfte übernehmen.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.2.2011

17 Tage lang hatten die Ägypter protestiert – es hat ihren Präsidenten nicht erreicht: Hosni Mubarak ist wider Erwarten nicht zurückgetreten – stattdessen zeigte er sich in einer Ansprache im ägyptischen Fernsehen als landestreuer Soldat, der sich Einmischungen von außen verbittet.

Deutschlandradio · Aktuell · 10.2.2011

 
Ein Regierungsgegner in Ägypten: Rainer Stinner (FDP) hofft auf demokratische Reformen am Nil (Bild: AP)

"Ich hoffe aufs Solidarnosc-Modell"

Außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion bewertet Szenarien für Ägypten

Er hoffe für Ägypten auf ein "Modell demokratischer Entwicklung durch einen Runden Tisch", sagt Rainer Stinner, außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Eine Militärdiktatur oder eine dominierende Rolle der Muslimbrüderschaft hält er für nahezu ausgeschlossen.

Deutschlandfunk · Interview · 11.2.2011

 
Ruprecht Polenz (CDU) ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, dem er seit 1994 angehört. (Bild: ruprecht-polenz.de)

Polenz fordert Wiederholung der ägyptischen Parlamentswahlen

Außenpolitiker hält Präsidentenwahlen nicht für ausreichend

Für den Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz (CDU), ist entscheidend, dass es einen geordneten Übergang mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in Ägypten gibt - und es nicht nur bei Präsidenten-Neuwahlen bleibt.

Deutschlandfunk · Interview · 11.2.2011

 
Protestierende in Kairo (Bild: picture alliance / dpa)

"Das Regime versucht ganz offensichtlich, diese Proteste auszusitzen"

Politologe Guido Steinberg zur Zukunft Ägyptens

Dauerproteste und ein Regime, dass diesem Druck stur standhält: Guido Steinberg ist solch eine Kombination noch nicht begegnet. Der Politologe hält alle Szenarien für möglich - aber von unseriösen Prognosen zur Zukunft des Landes nichts.

Deutschlandfunk · Interview · 11.2.2011

 
Barack Obama (Bild: AP)

USA reagieren enttäuscht auf Mubarak-Rede

Sicherheitsexperten: Obama muss deutlicher Partei ergreifen

Wie die Demonstranten in Kairo hatte auch Washington mehr von der Rede des ägyptischen Machthabers erwartet. US-Präsident Obama forderte erneut einen glaubwürdigen Weg zu einer "echten" Demokratie.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 11.2.2011

 
Der libysche Staatschef Gaddafi (Bild: AP)

Ben Ali, Mubarak - und bald Gaddafi?

Wie gefestigt ist Tripolis wirklich?

Libyen ist das reichste Land Nordafrikas. Hier herrscht der schrille Autokrat und "Revolutionsführer" Mummar al-Gaddafi mithilfe schärfster Unterdrückung. Wie wirken sich die Proteste in den anderen arabischen Ländern auf Libyen aus?

DRadio Wissen · Agenda · 10.2.2011

 
Das Handy hat der roten Telefonzelle die Bedeutung geraubt. (Bild: AP Archiv)

Zaungast in Großbritannien

Die ägyptische Gemeinde in London blickt nach Kairo

Die ägyptische Gemeinde in Groβbritannien umfasst geschätzte 250.000 Mitglieder, viele von ihnen sind hoch qualifiziert Akademiker. Ägypten ist für sie keine Heimat mehr. Aus der Ferne beobachten sie allerdings mit großem Interesse die Revolution am Nil.

Deutschlandfunk · Europa heute · 9.2.2011

 
Ein Regierungsgegner hängt ein Plakat mit einer Karikatur von Hosni Mubarak an ein Schild in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. (Bild: AP)

Wir versuchen, einen "Hauch von Normalität einkehren zu lassen"

Schulleiter in Kairo schildert seine Eindrücke

Ein normaler Schulbetrieb ist für Thomas Schröder-Klementa, Schulleiter der Deutschen Evangelischen Oberschule in Kairo, zurzeit nicht möglich. Viele Lehrkräfte hätten aufgrund der Reisewarnung Ägypten verlassen.

Deutschlandfunk · Interview · 9.2.2011

 
Offline-Protest: Auf dem Tahrir-Platz in Kairo haben Demonstranten Anti-Mubarak-Slogans mit Steinen gelegt (Bild: AP)

"Bedeutungsverschiebung in Richtung der neuen Medien"

Politologe über Twitter und Facebook in Ägypten

Der Gießener Politologe Christoph Bieber sieht soziale Netzwerke als Teil einer neuen Öffentlichkeit in Ägypten. Nicht die Zahl der Nutzer sei entscheidend, sondern dass "die Kommunikation im Netz ja nicht im Netz bleibt" und Informationen weiter getragen würden.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 8.2.2011

 
Die Kanadierin Louise Arbour, ehemalige Hochkommissarin für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen (Bild: AP)

"So viele Mythen haben sich als unbegründet herausgestellt"

Ex-UN-Hochkommissarin für Menschenrechte fordert großzügigere Finanzhilfe des Westens für Ägypten

"Übertriebene Angst" des Westens vor radikal-islamischen Bewegungen kritisiert Louise Arbour. Die Präsidentin der International Crisis Group rät der ägyptischen Opposition, prinzipientreu zu sein und die Muslimbrüder in den demokratischen Prozess einzubinden.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 8.2.2011

 
Die Hoffnungen der jungen Ägypter sind zu oft enttäuscht worden, meint Schielke. (Bild: AP)

Ägyptische "Gerontokratie" am Ende

Ethnologe: Ägypten braucht "keine alten Männer mehr"

Dass die mehrheitlich jungen Ägypter selbst für ihre Gesellschaft sorgen wollen, ist für den Ethnologen Samuli Schielke der Hauptgrund für den Aufstand. Deren wiederholte Enttäuschungen und Frustrationen seien die treibende Kraft der Revolution.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 7.2.2011

 
 (Bild: dapd)

Hält sich der Westen zu weit zurück?

Aufruhr in Arabien

Soll sich die EU stärker in den Kampf um Demokratie in Ägypten einbringen? Oder ist es eine Bevormundung der Menschen in der Arabischen Welt? Hoda Salah, ägyptische Politikwissenschaftlerin, Michael Lüders, Nahostexperte, Rainer Stinner und der außenpolitischer Sprecher FDP-Bundestagsfraktion diskutieren.

Deutschlandradio · Kontrovers

 
Ägypten braucht nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Reformen, meint Herret. (Bild: dapd)

Keine Anzeichen für neue Suez-Krise

Deutsch-Arabische IHK: Ägypter würden unter Blockade selbst am meisten leiden

Rainer Herret, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer in Kairo, sieht angesichts des Volksaufstands in Ägypten keine Anzeichen für eine neue Suez-Krise. Der Suezkanal sei in Ägypten eine Frage der nationalen Sicherheit, erklärte er.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 7.2.2011

 
Screenshot der Startseite des Microblogging-Dienstes Twitter. (Bild: Deutschlandradio)

Ägypten ist keine "Twitter-Revolution"

Journalist und Blogger Philip Rizk relativiert Rolle der Social Media

Philip Rizk berichtet via Internet aus Ägypten - wenn er es kann: An neuralgischen Tagen hatte die Regierung sämtliche Social-Media-Dienste abgestellt. Eher war es eine Revolution zu Fuß: Aus Wenigen wurden Abertausende.

Deutschlandfunk · Interview · 7.2.2011

 
Daniel Cohn-Bendit, grüner Europaparlamentarier (Bild: AP Archiv)

"Ashton ist eine Katastrophe"

Grünen-Europapolitiker kritisiert fehlenden Mumm der EU-Außenbeauftragten gegenüber Ägypten

Harte Worte von Daniel Cohn-Bendit, Vorsitzender der Grünen im Europäischen Parlament: Der Außenbeauftragten der EU, Catherine Ashton, fehle der Mumm, entscheidende Schritte zur Lösung der Krise in Ägypten zu gehen. Auf europäischer Ebene sei man in den Verstrickungen einer verfehlten Realpolitik verfangen.

Deutschlandfunk · Interview · 7.2.2011

 
Unterstützung für die neuen Parteien fordert Ruprecht Polenz (CDU) auch von Deutschland.  (Bild: ruprecht-polenz.de)

Polenz: Opposition in Ägypten braucht Zeit

Ein sofortiger Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak nutzt nach Ansicht des CDU-Politikers und Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Ruprecht Polenz, nur dem alten Regime und den Muslimbrüdern in Ägypten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.2.2011

 
Ein Protestler mit der Zeitungsüberschrift

"Anfänge eines demokratischen Wandels"

Nahost-Experte entwirft Zukunftsszenarien für Ägypten

Europa müsse alle gesellschaftlichen Elemente, die einen sofortigen Wandel in Ägypten forderten, unterstützen, sagt Asiem El Difraoui von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sollte Ägypten der Aufbau einer wirkliche Demokratie gelingen, wäre dies ein enormes Beispiel für die arabische Welt.

Deutschlandfunk · Interview · 7.2.2011

 
 (Bild: dapd)

Hamzawy: Es gibt ausreichend politische Kräfte

Nahost-Expterte fordert Dialog mit dem Regime in Kairo

Amr Hamzawy, Politikwissenschaftler des Carnegie Middle East Centre in Beirut, glaubt, dass nun in Ägypten die Suche nach einem politischen Kompromiss beginnen wird. Dabei gehe es nicht um eine Übergangsregierung, sondern um einen Dialog zwischen Regime und anderen politischen Kräften.

Deutschlandfunk · Informationen und Musik

 
Ägyptens Vizepräsident Omar Suleiman (v.l.) im Gespräch mit Oppositionsgruppen. (Bild: dapd)

Ägypten: Demonstranten beharren auf Mubaraks Rücktritt

Gespräche mit Muslimbruderschaft erwartet

Nach dem gestrigen Rücktritt der ägyptischen Führungsriege fordern Demonstranten weiterhin Mubaraks Rücktritt. Auf der Suche nach einem politischen Kompromiss soll es heute erstmals Verhandlungen mit der Muslimbruderschaft geben.

Deutschlandradio · Aktuell · 6.2.2011

 
 (Bild: AP)

Auch Netanjahu ist von gestern

Israels Reaktionen auf die Unruhen in Ägypten

In Israel schätzt man Ägyptens Präsident Hosni Mubarak seiner ausgleichenden Rolle im Nahost-Friedensprozess wegen. Es verwundert also nicht, dass man in Israel in Sorge ist um die Zukunft der Friedensverträge im Nahen Osten.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 5.2.2011

 
. (Bild: AP)

Schutzpatron der alten Ordnung

Amerikas Rolle in Ägypten

Drei Jahrzehnte lang war Hosni Mubarak Washington ein nützlicher Despot, nun wird er für US-Präsident Barack Obama zur Belastung.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 5.2.2011

 
 (Bild: dapd)

Die Mühen der Ebene

Chancen für die Demokratie in Tunesien

Die so genannte "Jasmin-Revolution“ ist vollbracht, Ben Ali wurde aus Tunesien getrieben, eine Übergangsregierung hat ihre Arbeit aufgenommen. Und doch bleibt noch viel zu tun.

Deutschlandfunk · Eine Welt · 5.2.2011

 
Der CSU-Generalsekretär Karl-Theodor zu Guttenberg (Bild: AP)

"Das Militär hat bisher eine positive Rolle gespielt"

Verteidigungsminister über Ägyptens Armee und die EU-Gespräche mit der Opposition

Das Militär habe bis jetzt eher deeskalierend auf den Konflikt in Ägypten eingewirkt, obwohl es sich für eine Seite hätte entscheiden können, sagte zu Guttenberg. Auch Polizei und Sicherheitskräfte müssten neutral bleiben, forderte der Verteidigungsminister.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 5.2.2011

 
 (Bild: AP)

"Wir sollten uns nicht anmaßen, hier eine Entscheidung zu treffen"

Staatsminister im Auswärtigen Amt über deutsche Außenpolitik zwischen Wertekonsens und Realpolitik

Für Werner Hoyer ist entscheidend, dass der Veränderungsprozess in der Hand von Ägyptern bleibt. Andernfalls könne sich der Prozess gegen den Westen oder die Umgebung richten, meint der Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Deutschlandfunk · Interview · 5.2.2011

 
 (Bild: AP)

Obama fordert "Prozess des geordneten Übergangs"

Internationale Reaktionen auf die Lage in Ägypten

Barack Obama hat sich in einer Rede von Ägyptens Präsident Mubarak distanziert, dessen Rücktritt jedoch nicht gefordert. Der US-Präsident betonte, dass die Zukunft des Landes vom Volk bestimmt werden müsse.

Deutschlandradio · Aktuell · 5.2.2011

 
Ein Demonstrant hält ein Anti-Mubarak-Plakat in die Kamera. (Bild: AP)

Ägypten und der neue Nahe Osten

Eine Region im Umbruch

Das Ultimatum der Oppositionellen zum Rücktritt von Ägyptens Präsident Hosni Mubarak lief am Freitag aus. In den letzten Stunden vor dem Schicksalstag ist in die scheinbar festgefahrene Lage Bewegung gekommen.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 4.2.2011

 
Am Freitag lief das Ultimatum aus, das die Oppositionsbewegung Präsident Mubarak gestellt hatte. (Bild: AP)

Anspannung beim Freitagsgebet

Geschätzte eine Million Demonstranten in Kairo

Seit dem Beginn der Freitagsgebete versammeln sich erneut immer mehr Menschen auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Noch ist es ruhig, doch die Lage ist angespannt. Heute läuft das Ultimatum aus, das die Oppositionsbewegung Präsident Mubarak gestellt hat.

Deutschlandradio · Aktuell · 4.2.2011

 
Ein Strand (Bild: Stock.XCHNG / Xavier Hoche)

Welche Rechte haben Ägypten-Reisende?

Auswirkungen der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

Aufgrund der gewaltsamen Auseinandersetzungen warnt das Auswärtige Amt nun offiziell vor Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez mit der höchsten Warnstufe und empfiehlt die Ausreise - das hat juristische Folgen für Touristen.

Deutschlandradio · Aktuell · 4.2.2011

Das auswärtige Amt hat eine Reisewarnung für Ägypten ausgesprochen. Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest", rät den Urlaubern, die sich jetzt noch in Ägypten aufhalten, in Bezug auf die Proteste "nicht neugierig" zu sein.

Deutschlandfunk · Umwelt und Verbraucher · 4.2.2011

 
Für die Demonstranten steht das Reiseziel schon fest:

"Da ist kein Mirabeau, da ist kein Lenin"

Politologe von Beyme über den Aufstand in Ägypten

Frühere Revolutionen wurden meist von elitären Organisationen geführt. In Ägypten ist das nun anders, sagt der Heidelberger Politikwissenschaftler Klaus von Beyme - und erklärt, wie Revolten entstehen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 4.2.2011

 
Auf dem Tahrir-Platz in Kairo stehen sich Anhänger und Gegner des ägyptischen Präsidenten Mubarak unversöhnlich gegenüber. (Bild: picture alliance / dpa)

"In den ersten drei Nächten war bei uns absoluter Tumult"

GIZ-Mitarbeiterin Abou-Zeid über das Alltagsleben in Ägypten

Die Mitarbeiterin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Mona Abou-Zeid, erlebt die gegenwärtigen Unruhen in einem Vorort von Kairo. In den ersten Tagen sei "wegen der Panik" in den Geschäften Vieles ausverkauft gewesen, sagt Abou-Zeid.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 4.2.2011

 
Herfried Münkler, Politikwissenschaftler an der HU Berlin (Bild: HU Berlin)

"Man schaut eher zu und wartet, wie die Dinge ausgehen"

Politologe Herfried Münkler zu Ägypten: Nicht nur Regierungen sind skeptisch

Der Politikwissenschaftler Herfried Münkler sieht nicht nur bei den Regierungen, sondern auch innerhalb der Bevölkerungen westlicher Staaten eine tiefe Unsicherheit hinsichtlich der Demokratisierung Ägyptens.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 4.2.2011

 
Avi Primor, früherer Botschafter Israels in Deutschland (Bild: picture alliance / dpa)

Avi Primor: Israel fürchtet Islamismus in Ägypten

Präsident des Israelischen Zentrums für Europäische Studien wirft Israel Ratlosigkeit vor

Israel hat zwar ein Interesse am Fortbestand des Friedens mit Ägypten, traue sich aber nicht, Initiative in der jetzigen Krise Kairos zu ergreifen, sagt Avi Primor. Die USA müssten sich "energischer einmischen", fordert Primor.

Deutschlandfunk · Interview · 4.2.2011

 
In der Kritik: EU-Außenbeauftrage Catherine Ashton äußert sich auf einer Pressekonferenz zur Situation in Ägypten. (Bild: AP)

"Es gibt natürlich Kontakte"

Vize-EU-Außenbeauftragte Schmid weist Kritik an Ägyptenpolitik zurück

Die Stellvertreterin der europäischen Außenbeauftragten Catherine Ashton, Helga Schmid, hat vor dem heutigen EU-Gipfel in Brüssel die Zurückhaltung der EU in Ägypten verteidigt. Die EU könne nicht entscheiden, wer dort eine Übergangsregierung zu leiten habe, sagte sie.

Deutschlandfunk · Interview · 4.2.2011

 
Rolf Mützenich, SPD-Außenpolitiker (Bild: Rolf Mützenich MdB)

Mützenich: Appelle an Ägypten reichen nicht aus

Außenpolitiker räumt Fehler in den Beziehungen zu Kairo ein

Rolf Mützenich (SPD) fordert eine konsequentere Haltung der EU und der Mittelmeer-Union gegenüber dem ägyptischen Regime - bis hin zu Sanktionen auf diplomatischer Ebene.

Deutschlandfunk · Interview · 4.2.2011

 
Die EU-Länder als Puzzle (Bild: picture alliance / dpa)

Ein EU-Gipfel und drei Krisen: Ägypten, Euro, Energie

Die Europäische Union steht vor einer Belastungsprobe

Eigentlich sollte sich der heute beginnende EU-Gipfel mit dem Euro-Rettungsschirm und Binnen-Energien beschäftigen, doch die Krise in Ägypten hat den Staatschefs eine weitere heikle Aufgabe aufgetragen: Sie müssen Position beziehen.

Deutschlandradio · Aktuell · 4.2.2011

 
Der Protest gegen Mubarak geht trotz der blutigen Auseinandersetzungen weiter. (Bild: picture alliance / dpa)

Lage in Ägypten bleibt angespannt

Neuer Ministerpräsident Ahmad Schafik entschuldigt sich für Gewalt

Der Unmut gegenüber Ägyptens langjährigem Präsident Hosni Mubarak hält an. Am Donnerstag kam es in Kairo immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern des Diktators. Die ägyptische Armee bemühte sich vergeblich, die Ausschreitungen zu beenden.

Deutschlandradio · Aktuell · 3.2.2011

 
Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland, sieht die ägyptischen Muslimbrüder als einzige organisierte Macht hinter der jetzigen Regierung. (Bild: AP)

Avi Primor: Machtübernahme durch Muslimbrüder in Ägypten möglich

Ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland sieht trotzdem Friedenschance in Nahost

Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Avi Primor, vermutet hinter den Protesten in Ägypten die Muslimbruderschaft. Aber auch wenn Islamisten in Ägypten die Macht übernehmen würden, gäbe es immer noch die Chance auf Frieden im Nahen Osten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.2.2011

 
Uri Avnery, israelischer Autor und Publizist (Bild: AP)

"Wir müssen Frieden machen mit unseren Nachbarn"

Autor Uri Averny: Israel sollte ägyptische Demokratie mit islamischen Elementen unterstützen

"Es wäre klug für eine israelische Regierung, wenn sie heute klarmacht, dass sie für die Demokratie in Ägypten ist und auch für die Integration der muslimischen Elemente in diese Demokratie", sagt der irsraelische Autor Uri Avnery. Der Krieg gegen den Islam sei "eine dumme und schädliche Idee".

Deutschlandradio Kultur · Thema · 3.2.2011

 
Der jahrzehntelange Ausnahmezustand in Ägypten hätte thematisiert werden müssen, meint Gniffke. (Bild: AP)

Versäumnisse in der Ägypten-Berichterstattung

Chefredakteur von ARD aktuell: Frage der Menschenrechte lange vernachlässigt

Kai Gniffke, der Chefredakteur von ARD aktuell, hat eingeräumt, dass die Frage der Menschenrechte in der Ägypten-Berichterstattung lange zu kurz gekommen ist. Es sei nicht hinreichend gewürdigt worden, dass in Ägypten seit Jahrzehnten Ausnahmerecht herrsche.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.2.2011

 
Auf dem Tahrir-Platz in Kairo stehen sich Anhänger und Gegner des ägyptischen Präsidenten Mubarak unversöhnlich gegenüber. (Bild: picture alliance / dpa)

"Alle Ägypter fühlen sich alleine gelassen"

Ägyptischer Autor zeigt sich tief enttäuscht von der internationalen Staatengemeinschaft

"Ein Regime nimmt sein Volk als Geisel und die Welt schaut Fernsehen und amüsiert sich", wirft Autor Hamed Abdel-Samad der internationalen Gemeinschaft vor. Jetzt müsse der Westen endlich eine klare Linie gegenüber Mubarak verfolgen.

Deutschlandfunk · Interview · 3.2.2011

 
Dirk Niebel, Bundesentwicklungsminister  (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Niebel: Demokratische Kräfte brauchen Gehör

Entwicklungshilfeminister betont Chancen für demokratieferne Staaten im arabischen Raum

Ob Umbrüche Chance oder Bedrohung seien, das wisse man im Grunde immer erst hinterher, sagt Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) mit Blick auf die Situation in Ägypten. Den Rückhalt der Moslembrüder sehe er lediglich bei 15 bis 20 Prozent, was die islamistische Gefahr relativiere.

Deutschlandfunk · Interview · 3.2.2011

 
Ägyptische Demonstranten klatschen auf dem Tahrir-Platz in kairo in die Hände. (Bild: AP)

"Die Muslimbruderschaft ist eine moderate Bewegung"

Politologe hält die ägyptische Opposition nicht für gefährlich

Holger Albrecht erinnert daran, dass Präsident Mubarak 82 Jahre alt und an Krebs erkrankt sei - es gebe Hinweise auf einen schnelleren Rücktritt. Von der Opposition erwartet er keine Radikalisierung.

Deutschlandfunk · Interview · 3.2.2011

 
Ein Demonstrant hält ein Anti-Mubarak-Plakat in die Kamera. (Bild: AP)

Ägyptologin verteidigt Mubarak und mahnt zur Geduld

Mai Haikal zu den Schwierigkeiten des Wandels in ihrem Land

Die Kulturwissenschaftlerin Mai Hakal erinnert an die Verdienste Hosni Mubaraks insbesondere beim Aufbau der Tourismusindustrie. An die Demonstranten appelliert sie, dem Wandel im Land Zeit zu geben - Mubarak werde doch bald abtreten.

Deutschlandfunk · Interview · 3.2.2011

 
Demonstranten protestieren trotz Ausgangssperre auf dem abendlichen Tahrir-Platz in Kairo. (Bild: picture alliance / dpa)

Für unser Land

Proteste auf den Straßen Ägyptens

Das Internet abgeschaltet, der Hauptfernsehkanal gestört, die Zugverbindungen blockiert - und doch sind Hunderttausende gekommen. Nicht nur in Kairo sind die Menschen heute auf die Straße gegangen - der 1. Februar 2011 wird zweifellos in Ägypten Geschichte schreiben.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 1.2.2011

 
Auf dem Tahrir-Platz in Kairo stehen sich Anhänger und Gegner Mubaraks unversöhnlich gegenüber. (Bild: picture alliance / dpa)

Gewalt zwischen Gegnern und Anhängern Mubaraks

EU-Außenbeauftragte Ashton fordert "geregelten Übergang" in Ägypten

In Kairo ist es zu Zusammenstößen zwischen Gegnern und Anhängern von Präsident Hosni Mubarak gekommen. Nach Berichten von Korrespondenten schlugen sie mit Knüppeln und Eisenstangen aufeinander ein. Die Europäische Union mahnte indes zu einem schnellstmöglichen politischen Wandel.

Deutschlandradio · Aktuell · 2.2.2011

 
Ägyptischer Soldat in einem Panzer inmitten von Demonstranten (Bild: AP)

"Das Militär steht sicherlich nicht auf der Seite einer Machtclique"

Politikwissenschaftlerin sieht die ägyptische Armee als Schlüsselfaktor und "Königsmacher"

Ägyptens Militär sei eher volkstümlich und werde kein Instrument zur Wiederherstellung der alten Ordnung sein, meint Margret Johannsen vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 2.2.2011

 
Hörster: Die Entwicklungen in Tunesien, Algerien und Ägypten sind unterschiedlich. (Bild: AP)

"Jedes arabische Land ist anders"

CDU-Nahost-Experte: Kein Dominoeffekt in der arabischen Welt

Joachim Hörster hält ein Überspringen des Protests von Ägypten auf andere Länder für unwahrscheinlich. Das System in Libyen beispielsweise sei derartig autokratisch, dass es dort an Menschen "mit der entsprechenden Qualifikation" fehle, um gegen das Regime zu revoltieren.

Deutschlandfunk · Interview · 2.2.2011

 
Lübben:

Moslembruderschaft ist "Mainstream der ägyptischen Gesellschaft"

Politologin erwartet "eine härtere Gangart" gegenüber Israel

Laut Ivesa Lübben wird sich Israel nach einem Sturz Mubaraks "auf einen härteren Verhandlungspartner einstellen" müssen. Die Moslembruderschaft fordere beispielsweise eine Volksabstimmung über das Camp-David-Abkommen und einen "atomfreien Nahen Osten".

Deutschlandfunk · Interview · 2.2.2011

 
Über den Köpfen der ägyptischen Demonstranten hängt eine Puppe, die den Präsidenten Hosni Mubarak darstellen soll. (Bild: AP)

Europa muss "Trittbrettfahrer einer demokratisierenden Entwicklung werden"

Nahostexperte Kai Hafez: Angst vor Muslimbruderschaft in Ägypten ist übertrieben

Der Politik- und Medienwissenschaftler Kai Hafez hat von der Bundesregierung und anderen europäischen Regierungen ein klares Bekenntnis zur Demokratiebewegung in Ägypten gefordert.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 2.2.2011

 
Ägyptens Präsident Hosni Mubarak  in Scharm-el-Scheich (Bild: AP)

"Mubarak wird mit Sicherheit nicht bis im September im Amt bleiben"

Für Politikwissenschaftler Kai Hafez ist die Ära Mubarak so gut wie beendet

"Es gilt jetzt zu verhindern, dass in diesem Prozess des Übergangs und der Vorbereitung von Wahlen das alte System noch Spuren hinterlässt." Kai Hafez blickt bereits auf die Post-Mubarak-Ära Ägyptens - und erwartet monatelange, schwierige Verhandlungen.

Deutschlandfunk · Interview · 2.2.2011

 
Martin Schulz, Fraktionschef der Sozialisten im Europa-Parlament (Bild: AP Archiv)

EU-Parlament ist "noch am kritischsten mit diesen Regimes umgegangen"

SPD-Europapolitiker verteidigt Haltung zu Tunesien und Ägypten

Martin Schulz nimmt das EU-Parlament gegen Vorwürfe in Schutz, es sei zu lax mit den Despoten in Ägypten und Tunesien umgegangen. Brüssel habe die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und die Folter in den fraglichen Staaten stets kritisiert.

Deutschlandfunk · Interview · 2.2.2011

 
Demonstranten protestieren trotz Ausgangssperre auf dem abendlichen Tahrir-Platz in Kairo. (Bild: picture alliance / dpa)

Für unser Land

Proteste auf den Straßen Ägyptens

Das Internet abgeschaltet, der Hauptfernsehkanal gestört, die Zugverbindungen blockiert - und doch sind Hunderttausende gekommen. Nicht nur in Kairo sind die Menschen heute auf die Straße gegangen - der 1. Februar 2011 wird zweifellos in Ägypten Geschichte schreiben.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 1.2.2011

 
Mitarbeiterinnen des Krisenstabes im Auswärtigen Amt (Bild: AP)

Blamable Vorstellung

Auswärtiges Amt tut sich mit Reiswarnung nach Ägypten schwer

Welch ein Eiertanz. In Sachen Warnungen vor Reisen in das von bürgerkriegsähnlichen Unruhen erschütterte Ägypten hat sich das Auswärtige Amt nach Strich und Faden blamiert.

Deutschlandfunk · Kommentar · 1.2.2011

 
Demonstranten beten   auf dem Tharir-Platz in Kairo. (Bild: picture alliance / dpa)

Marsch der Millionen

El Baradei: Mubarak muss Ägypten verlassen

Hunderttausende haben sich in Ägyptens Hauptstadt Kairo zu einer Massenkundgebung gegen Staatsoberhaupt Mubarak versammelt. Der Friedensnobelpreisträger Mohamed El Baradei hat den Präsidenten aufgefordert, das Land zu verlassen.

Deutschlandradio · Aktuell · 1.2.2011

 
Ein Ägypter nimmt ein Foto von einem brennenden Einkaufszentrum in Kairo mit seinem Mobiltelefon auf (Bild: AP)

"Die Ägypter sind jetzt umso mehr auf der Straße"

Berlin-Korrespondent von Al-Dschasira zur Lage in Ägypten

Während Millionen auf den Straßen demonstrieren, hat die Staatsmacht Al-Dschasira, den wichtigsten arabischen Fernsehsender in Ägypten, lahmgelegt. Dass dadurch weniger Ägypter protestieren würden, sei eine falsche Kalkulation, sagt Aktham Suliman, Deutschlandkorrespondent des Senders.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 1.2.2011

 
Für die Demonstranten steht das Reiseziel schon fest:

Schluss mit den guten Geschäften

Italien: Der bange Blick nach Ägypten

In Italien herrscht seit Ausbruch der Unruhen in Tunesien und Ägypten banges Schweigen - weiß doch niemand, was jetzt kommt, nach den Jahrzehnten einer zweifelhaften Stabilität, die mitunter teuer erkauft wurde.

Deutschlandfunk · Europa heute · 1.2.2011

 
Der Journalist Peter Scholl-Latour (Bild: AP)

Peter Scholl-Latour: Mubarak wird wohl in Kürze abtreten

Publizist erwartet keine Radikalisierung des Landes

Peter Scholl-Latour entwirft ein Post-Mubarak-Szenario für Ägypten: Mohammed El Baradei spielt darin bestenfalls eine kurze Rolle - während die noch abwartende Muslimbruderschaft Chancen hat, die tiefgläubige islamische Landbevölkerung zu repräsentieren.

Deutschlandfunk · Interview · 1.2.2011

 
Der ägyptische Badeort Scharm el Scheich (Bild: AP)

Ägypten fern des Touristenimages

Eindrücke aus einem Land im Aufruhr

Bislang war Ägypten für Deutsche hauptsächlich das Land der Pauschalreisen. Doch erst jetzt nimmt eine größere Öffentlichkeit die jahrzehntelangen Konflikte im Land wahr.

DRadio Wissen · Tagesthema

 
Für die deutsche Wirtschaft sei vor allem wichtig, dass in Ägypten Stabilität herrsche, meint Herret. (Bild: AP)

"Für uns ist wichtig, dass Stabilität herrscht"

Deutsch-Arabische IHK sieht keine Gefahr für Exporte nach Ägypten

Egal, wer in Ägypten das Sagen haben wird - die deutsche Industrie rechnet weiter mit Aufträgen aus dem Land am Nil: "Es ist ein Hauptabsatzmarkt für unsere Maschinen und Anlagen", sagt Rainer Herret von der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer (DAIHK) in Kairo.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.2.2011

 
Philipp Mißfelder, Bundesvorsitzender der Jungen Union (Bild: Junge Union Deutschlands)

Mißfelder warnt vor voreiligen Schlüssen bei Ägypten-Krise

Bundesvorsitzender der Jungen Union hofft auf moderate Entwicklung

"Das Militär ist nach wie vor sehr, sehr stark in Ägypten", sagt Philipp Mißfelder und befürchet mit Blick auf die Muslimbruderschaft, "dass manche vielleicht im arabischen Raum unter Demokratie was ganz anderes verstehen als wir".

Deutschlandfunk · Interview · 1.2.2011

 
Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo fordern den Rücktritt von Präsident Mubarak. (Bild: AP)

Nicht einfach abwarten

FDP-Europa-Abgeordnete fordert klare Position im Ägypten-Konflikt

"Wir sollten insgesamt eine stärkere Rolle als Europäische Union im Nahen Osten spielen," meint die FDP-Politikerin Alexandra Thein. Es sei wichtig, Ägypten bei der Demokratisierung zu unterstützen und eine klare Position im derzeitigen Konflikt am Nil zu beziehen.

Deutschlandfunk · Interview · 1.2.2011

 
Ein Mitglied der ägyptischen Spezialeinheiten bewacht das Erdgeschoss des Ägyptischen Museums in Kairo.  (Bild: AP)

"Die wirkliche Sahne der ägyptischen Kunst"

Ägyptologe über die Sicherheit der Kunstschätze Kairos

Ägypten befindet sich im Ausnahmezustand. Das nutzen einige Menschen aus - für Plünderungen. Doch wie sicher sind unter diesen Umständen die Kunstschätze des Landes? Der Ägyptologe Christian Loeben erläutert im Interview mit Jochen Steiner die Gefahren der Situation.

Deutschlandfunk · Forschung Aktuell · 1.2.2011

 
Statue am Tempel der altägyptischen Pharaonin Hatschepsut in der Nähe von Luxor (Bild: Deutschlandradio / Cornelia Sachse)

In Luxor schützen Panzer antike Grabungsstätten

Nicole Kehrer vom Deutschen Archäologischen Institut fürchtet Plünderer

Kulturelle Kehrseite der ägyptischen Unruhen: Im Tal der Könige haben Archäologen ihre Arbeiten eingestellt, lokale Helfer und das Militär bewachen teilweise die antiken Schätze des Landes - denn die Armut der Menschen könnte Plünderungen auslösen, meint Nicole Kehrer.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 31.1.2011

 
Die Proteste richten sich primär gegen Ägyptens Präsident Hosni Mubarak. (Bild: AP)

"Den Oppositionellen geht es primär um einen Machtwechsel"

Politikwissenschaftler analysiert Protestbewegung in Ägypten

Der in Kairo lebende und lehrende Politikwissenschaftler Holger Albrecht sieht die Protestbewegung in Ägypten allein durch die Rücktrittsforderung an Präsident Hosni Mubarak geeint.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 31.1.2011

 
Demonstranten auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo fordern den Rücktritt von Präsident Mubarak. (Bild: AP)

Ägypten: Armee erklärt Gewaltverzicht

Weiter Massenproteste gegen Mubarak

In Kairo haben sich trotz Ausgangssperre erneut Zehntausende Menschen versammelt, um gegen die Regierung von Präsident Mubarak zu demonstrieren. Im Staatsfernsehen erklärte ein Armeesprecher, die Armee werde keine Gewalt gegen die Bevölkerung einsetzen.

Deutschlandradio · Aktuell · 31.1.2011

 
Angespannte Lage: Ägyptische Soldaten stehen vor den Pyramiden in Gizeh auf einem gepanzerten Fahrzeug (Bild: AP)

Mubarak bildet Regierung erneut um

Opposition plant Massendemonstration und Generalstreik

Unter dem Druck der anhaltenden Unruhen hat der ägyptische Präsident Hosni Mubarak seine Regierung erneut umgebildet. Davon unbeeindruckt riefen Oppositionelle zu Massendemonstrationen und Generalstreik auf.

Deutschlandradio · Aktuell · 31.1.2011

 
Ägyptisches Militär im Zentrum Kairos (Bild: AP)

Panzer in Scharm el Scheich

Ausländer wollen raus aus Ägypten

Im Touristenzentrum Scharm el Scheich am Roten Meer ist der Frieden vorbei - am Morgen hat die Armee dort Stellung bezogen. Zudem wurde der Empfang des arabischen Fernsehsenders El Dschasira verboten.

Deutschlandradio · Aktuell · 30.1.2011

 
Der Protest gegen den Präsidenten Hosni Mubarak immer lauter. (Bild: AP)

Entscheidung auf der Straße

Wohin führen die Unruhen in Ägypten?

Wenn ich in den letzten Jahren mit Freunden in Ägypten über die Lage im Land sprach und darüber, was passieren müsste, damit sich die Verhältnisse zum Besseren ändern, dann fragte meistens irgendeiner: "Merkt Ihr, genau dasselbe Gespräch haben wir schon Anfang der neunziger Jahre geführt."

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 29.1.2011

 
Geheimdienstchef Omar Suleiman wurde von Staatschef Husni Mubarak zum Vizepräsidenten ernannt. (Bild: AP)

Während der Massenproteste bildet Mubarak die Regierung um

Geheimdienstchef Omar Suleiman wurde zum Vize-Präsidenten ernannt

Zehntausende Demonstranten in Kairo und anderen ägyptischen Städten ignorieren die Ausgangssperre und protestieren auf den Straßen, obwohl die Zusammenstöße mit den Ordnungskräften schon zahlreiche Tote forderten. Unterdessen bildete Präsident Mubarak wie angekündigt sein Kabinett um und machte mit Omar Suleiman einen Vertrauten zum Vize-Präsidenten.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.1.2011

 
Demonstranten beim Abendgebet in Kairo (Bild: AP)

Ägyptens Militär in "Schlüssel"-Rolle

Nahostexperte kann sich Militär-Übergangsregierung vorstellen

Henner Fürtig, Direktor des GIGA-Instituts für Nahost-Studien in Hamburg, sieht nach den massiven Protesten in Ägypten das Militär in einer Schlüsselrolle. Er könnte sich sogar vorstellen, "dass für eine gewisse Übergangszeit das Militär die Sache in die Hand nimmt", sagte der Nahostforscher.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 29.1.2011

 
Protestierende in Kairo, die von Wasserwerfern auseinander getrieben werden sollen. (Bild: AP)

Demonstrationen trotz Ausgangssperre

Militär unterstützt Polizei

Auch heute demonstrierten in Ägypten Zehntausende Menschen gegen das Regime unter Präsident Hosni Mubarak - trotz einer heute verhängten Ausgangssperre. Die Polizei setzt Tränengas, Wasserwerfer und Gummigeschosse gegen die Demonstranten ein.

Deutschlandradio · Aktuell · 28.1.2011

 
Demonstranten tragen die ägyptische und tunesische Flagge (Bild: AP)

"Eine Bewegung, die die Bevölkerung irgendwie beeindruckt"

Ex-Widerstandskämpfer Hessel hofft auf Eroberung der Demokratie in Tunesien und Ägypten

Der frühere französische Widerstandskämpfer Stéphane Hessel hebt mit Blick auf die Ereignisse in Tunesien und Ägypten die Verantwortung für die Zeit nach einem Umsturz hervor. "In Ägypten wäre es ein enormer Fortschritt, wenn man den Mubarak loswürde", sagt Hessel.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 28.1.2011

 
Demonstranten zwischen brennenden Autoreifen in Ägypten (Bild: picture alliance / dpa)

Gespanntes Warten auf das Freitagsgebet

CDU-Politiker Polenz fordert Umdenken in der EU

In Ägypten halten die Proteste an. In der Hauptstadt Kairo und in Suez versammelten sich Demonstranten und forderten erneut den Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak. Weitere Kundgebungen soll es nach den Freitagsgebeten geben.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.1.2011

 
Polizisten und Demonstranten liefern sich Auseinandersetzungen in der ägyptischen Hauptstadt Kairo (Bild: AP)

Tausende Regierungsgegner in Ägypten trotzen dem Demonstrationsverbot

Behörden blockieren soziale Online-Netzwerke

Trotz massiver Drohungen haben in Ägypten am Mittwoch erneut tausende Menschen gegen die Regierung von Präsident Hosni Mubarak protestiert. Demonstrationen gab es unter anderem in Kairo und in Suez.

Deutschlandradio · Aktuell · 26.1.2011

 
Demonstranten im Stadtzentrum von Tunis (Bild: AP)

Tunesien: Die neue Regierung ist (fast) die alte

Freilassung aller politischen Gefangenen angekündigt

Der tunesische Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi hat die neue Übergangsregierung vorgestellt. Im neuen Kabinett sind auch Oppositionspolitiker vertreten. Allerdings bleiben die Schlüsselressorts Inneres, Verteidigung, Finanzen und Auswärtiges in der Hand der bisherigen Amtsinhaber.

Deutschlandradio · Aktuell · 17.1.2011

 
Ein tunesischer M60-Panzer steht auf einem Platz im Zentrum von Tunis. (Bild: picture alliance / dpa)

Tunesien kämpft um einen Neuanfang

Volksaufstand mögliches Vorbild für Nachbarstaaten

Mit großer Spannung wird in Tunesien die Vorstellung einer Übergangsregierung erwartet. Gegen Demonstranten in Tunis, die die Auflösung der Regierungspartei RCD verlangten, setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Auch in Ägypten meldet sich die Opposition zu Wort.

Deutschlandradio · Aktuell · 17.01.2011

 
Demonstranten im Stadtzentrum von Tunis (Bild: AP)

Tunesien: Die neue Regierung ist (fast) die alte

Freilassung aller politischen Gefangenen angekündigt

Der tunesische Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi hat die neue Übergangsregierung vorgestellt. Im neuen Kabinett sind auch Oppositionspolitiker vertreten. Allerdings bleiben die Schlüsselressorts Inneres, Verteidigung, Finanzen und Auswärtiges in der Hand der bisherigen Amtsinhaber.

Deutschlandradio · Aktuell · 17.1.2011

 
Demonstranten protestieren am 14.1.2011 in Tunis gegen Präsident Ben Ali. (Bild: AP)

Unsichere Lage in Tunesien

Erneuter Wechsel an der Staatsspitze

In Tunesien hat der Verfassungsrat den Chef des Parlaments Mbazaa zum neuen Übergangs-Präsidenten ernannt. Der 77-Jährige soll innerhalb von 60 Tagen Neuwahlen vorbereiten. Nach der Flucht von Präsident Ben Ali ins Exil in Saudi-Arabien hatte zuerst Ministerpräsident Ghannouchi die Amtsgeschäfte übernommen.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.1.2011

 
Ein Demonstrant entfernt sich von einer brennenden Barrikade in der tunesischen Stadt Regueb. (Bild: picture alliance / dpa)

Ben Ali flieht aus Tunesien

Land im Ausnahmezustand - Auswärtiges Amt warnt vor Reisen

In Tunesien hat Premierminister Ghannouchi nach eigenen Angaben die Macht übernommen. Im staatlichen Fernsehen erklärte er, Präsident Ben Ali sei nicht mehr in der Lage, das Amt auszuüben. Deshalb werde er ihn bis zu baldigen Neuwahlen kommissarisch an der Staatsspitze ablösen.

Deutschlandradio · Aktuell · 14.1.2011

 
Nach der Fernsehansprache, in der Tunesiens Präsident Ben Ali Reformen versprochen hatte, jubeln Unterstützer in Tunis (Bild: AP)

Tunesiens Präsident entlässt Regierung

Ben Ali kündigt vorgezogene Parlamentswahlen an

Der tunesische Präsident Zine El Abidine Ben Ali hat die Regierung aufgelöst und vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt, die in sechs Monaten stattfinden sollen. Wie die staatlichen tunesischen Medien meldeten, wurde erneut Ministerpräsident Ghannouchi mit der Bildung eines Kabinetts beauftragt.

Deutschlandradio · Aktuell · 14.01.2011

 
 

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Schmalspurbahn in Lettland

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Ilko-Sascha Kowalczuk: 17. Juni 1953, Roger Engelmann: DDR im Blick der Stasi

Sendezeit: 16.06.2013, 12:34

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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013

Sendezeit: 15.06.2013, 15:05

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