In den gefrorenen Böden der Polarregionen sind ungeheure Mengen an Kohlenstoff gespeichert. Was genau allerdings in der Arktis vor sich geht, ist bis heute unbekannt, denn sie ist eine der unzugänglichsten Regionen der Welt. Deshalb setzen amerikanische Forscher jetzt auf kontinuierliche Messkampagnen per Flugzeug.
Ein großer Teil der Europäer habe schon finanzielle Zusagen gemacht, die Amerikaner bewegten sich und auch der Austausch mit den Chinesen sei positiv, fasst Karl-Heinz Florenz, Mitglied im Umweltausschuss des Europaparlaments, die bisherigen Ergebnisse der Klimakonferenz in Doha zusammen.
An Polens Bergbau- und Kohleindustrie hängen Zehnttausende Jobs. Neue Energien sind deshalb leidlich unpopulär. Gleichzeitig plant die Regierung den Bau zweier Atomkraftwerke, das wiederum gegen den Bürgerwillen - und als das Land, das 2013 die Weltklimakonferenz ausrichtet.
Die Referentin für Internationale Umweltpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung, Lili Fuhr, rechnet damit, dass die Klimakonferenz in zu konkreten Ergebnissen führen wird. Sie gehe davon aus, dass das sogenannte Doha-Paket bis Samstagabend vereinbart werde.
Wir können den Klimawandel aufhalten, indem wir das Klima manipulieren, meinen manche Forscher. Algen, die CO2 fressen, Spiegel, die das Sonnenlicht reflektieren, künstliche Vulkanausbrüche - kein Konzept scheint zu weit hergeholt.
Indien ist ein wichtiger Verhandlungsteilnehmer in Doha, denn es stößt die drittgrößte Menge an CO2 aus. Doch Wachstum auf Kosten von Umwelt und Klima es sich nicht länger leisten: die Situation ist in Städten wie Neu Delhi schon heute grenzwertig. Die Regierung hat auf die Probleme mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen reagiert.
Morgen ist zumindest offiziell der letzte Verhandlungstag der UN-Klimakonferenz in Doha. Der Bundesumweltminister kam gestern Abend im Mittleren Osten an. Seine Stimmung war nicht gerade berauschend und optimistisch - doch Doha könnte zu einem Teilerfolg werden.
Bisher galten die USA als Bremser im Bemühen um einen weltweiten Klimaschutz. Wie wichtig er für kommende Generationen sei, hatte Barack Obama allerdings nach seiner Wiederwahl betont. Und tatsächlich scheint sich diesbezüglich in Doha etwas zu bewegen.
Die bisherigen Verhandlungen zum Klimaschutz in Doha sind ernüchternd. Es müsse mehr passieren, damit man dieses Zweigradziel nicht als historische Reminiszenz, sondern als nach wie vor zum Handeln aufrufendes Ziel ansieht, sagt der frühere Umweltminister Klaus Töpfer.
Der Klimagipfel von Doha wird wohl keinen Durchbruch bringen. Trotzdem stehen wichtige Weichenstellungen an. Eine Einigung auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls wäre das mindeste, was erreicht werden soll. Darüber verhandeln jetzt die Minister.
Die Wissenschaftler, die im globalen Kohlenstoffprojekt zusammengeschlossen sind, haben aktuelle Zahlen zu den weltweiten CO2-Emissionen vorgelegt. Demnach wird der Kohlendioxid-Ausstoß noch jahrelang steigen - vor allem wegen eines Landes.
Im Rahmen der Klimakonferenz in Doha haben Germanwatch und Climate Action Network ihren aktuellen Klimaschutzindex präsentiert - mit ernüchternden Ergebnissen. Wirkliche Sieger gibt es nicht, wenn auch kleine Fortschritte in der Klimapolitik.
Er sei "ernüchtert" von den bisherigen Verhandlungen in Doha zum Klimaschutz, sagt Bundesumweltminister Peter Altmaier. In großen Ländern wie China und den USA gebe es derzeit nicht genügend Handlungsspielraum für Maßnahmen gegen den hohen CO2-Ausstoß.
Wenn es tatsächlich gelingen sollte, hier in Doha das Kyoto-Protokoll zu verlängern, wäre dies allenfalls ein kleiner Erfolg: Nur wenige Staaten wollen noch mitmachen und die, die dabei bleiben, nehmen sich zu wenig vor - die Europäische Union ist leider ein ansteckendes Beispiel.
Immer wieder werden auch Zweifel an der Klimaerwärmung laut. Die Skeptiker des Klimawandels treffen sich derzeit in München. Wissenschaftsjournalist Volker Mrasek erklärt, welche Annahmen Konsens sind unter Forschern und welche Fragen noch offen sind.
Das erdgasreiche Golf-Emirat Katar kommt einem nicht in den Sinn, wenn es um besonders klimafreundliche Staaten geht. Dennoch ist die Halbinsel im Persischen Golf Gastgeber des diesjährigen Klimagipfels. Das verpflichtet: Das Land will sich in Sachen CO2-Einsparung wesentlich verbessern.
Dass der Meeresspiegel steigen wird und sich die Küstenlandschaften weltweit darauf vorbereiten müssen, ist kein Geheimnis mehr. Doch Forscher aus Honolulu zeigen in einer Studie, dass die überfluteten Gebiete viel größer sein könnten als bisher angenommen.
Ab 2020 sollen die Entwicklungs- und Schwellenländer von den Industrieländern jährlich bis zu 100 Milliarden US-Dollar für den Klimaschutz bekommen. Doch für die Übergangszeit ab 2013 ringen die Teilnehmer der Doha-Konferenz um eine konkrete Regelung.
Richtiges Heizen und Lüften sind wichtig, um ein angenehmes warmes Innenraumklima zu schaffen und die Entwicklung von Schimmel zu vermeiden. Das gilt auch und erst recht in modernisierten Wohnungen, die durch Wärmedämmung und dichte Fenstern Energie sparen.
Ende 2012 laufen die bindenden Verpflichtungen zur CO2-Einsparung aus, die im Kyoto-Protokoll 1997 festgeschrieben wurden. Ab 2013 soll es eine zweite Verpflichtungsperiode geben. Doch wer will sich darauf einlassen, und welche Staaten steigen aus?
In vielen Unternehmen ist das Thema längst angekommen: Computertechnik, die klimafreundlich ist und den Geldbeutel schont. Aber auch im heimischen Arbeitszimmer lässt sich der Stromverbrauch mit ein paar Tricks erheblich senken.
In der kanadischen Provinz British Columbia zerstört eine Borkenkäferart in großem Stil Bäume. Etwa 170.000 Quadratkilometer Wald sind dem Bergkiefernkäfer bereits zum Opfer gefallen. Fachleute sprechen von der vielleicht größten ökologischen Störung der Neuzeit.
Das Auftauen der Permafrostböden setzt die Treibhausgase Kohlenstoff und Methan frei. In sehr großen Mengen, wie der Permafrostforscher und Geomorphologe Hugues Lantuit vom Alfred-Wegener-Institut für Meeres- und Polarforschung beschreibt.
Entwicklungs- und Schwellenländer leiden stärker unter den Folgen des Klimawandels. Laut einer Studie der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch waren 2011 Thailand, Kambodscha und Pakistan von Überschwemmungen und Stürmen besonders betroffen.
Fünf Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen entstehen durch Urlaubsreisen. Das schätzt zumindest die Welttourismusorganisation. Dabei können Reisende auch umweltschonend zu ihren Zielen gelangen - selbst dann, wenn diese weiter weg liegen.
"Politisch ist es unrealistisch, ein Ziel zu verfolgen, was als nicht mehr erreichbar gilt", sagt Oliver Geden von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Hinblick auf das Zwei-Grad-Ziel und die UN-Klimakonferenz in Doha. Man müsse den "Umstieg schaffen von den ganz großen politischen Zielen auf globaler Ebene" hin zu konkreteren, sektoralen Abkommen.
In der Schottischen See haben Wissenschaftler des Britischen Antarktisdienstes Bedingungen gefunden, wie sie für die Weltmeere erst in rund 90 Jahren erwartet werden. In der aktuellen Ausgabe von "Nature Geoscience" berichten sie über ihre Entdeckung.
Großbritannien will sich als Vorreiter im Klimaschutz präsentieren. Selbstbewusst nennt Premierminister Cameron sein Kabinett die "grünste britische Regierung aller Zeiten", ein neues Energiegesetz soll das beweisen. Die Umweltschützer auf der Insel sind von den Plänen mäßig begeistert.
Vor dem Beginn der UN-Klimakonferenz in Doha hat der Publizist und Umweltaktivist Arved Fuchs vor irreversiblen Schäden durch den Klimawandel gewarnt. Es gehe um Folgen von enormer politischer Brisanz, nach wie vor würden die Auswirkungen des Klimawandels unterschätzt.
Angesichts dramatischer Prognosen zum Weltklima hält Jochen Flasbarth eine CO2-Reduktion um 20 Prozent in der EU bis 2020 für zu wenig ambitioniert. Er plädiert für 30 Prozent. Dass dadurch Industrie-Arbeitsplätze verloren gingen, weist Flasbarth als "Märchen" zurück - Klimaschutz schaffe Stellen.
Am 11. Dezember 1997 wurde es unterzeichnet, 2005 trat es in Kraft: das Kyoto-Protokoll, der erste rechtsverbindliche Klimaschutzvertrag der Staatengemeinschaft. Er läuft dieses Jahr aus und obwohl den entwickelten Nationen auch nicht allzu viel abverlangt wurde, werden seine Ziele wohl nicht erreicht werden.
Die Staaten der Welt tun sich schwer, einen Nachfolgevertrag für das demnächst auslaufende Kyoto-Protokoll zu formulieren. Doch auch die mit viel Getrommel angetretenen kommunalen Klima-Bündnisse scheinen keine Alternative zu Einigung auf Staatsebene zu sein. Die Klimabilanz etwa eines deutschen Musterknaben fällt ernüchternd aus.
Im Vorfeld der UN-Klimaverhandlungen in Doha betonte Bundesumweltminister Peter Altmaier, dass ein Erfolg der Konferenz zu einem wesentlichen Teil von den Europäern abhinge. Sie müssten Druck auf andere erzeugen und dafür sorgen, dass die weltweite Klimaschutzdebatte weitergehe.
Deutschland sollte das Thema Energiewende ins Zentrum seiner Außenbeziehungen stellen, rät Professor Dirk Messmer im Vorfeld der UN-Klimaverhandlungen in Doha. Messmer leitet das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik und berät die Bundesregierung in Umweltfragen.
Bis 2015 soll ein weltumspannendes Abkommen für den Klimaschutz entstehen, dass spätestens 2020 in Kraft treten soll. Die Grundlage dafür wollen Vertreter von 194 Nationen in den nächsten zwei Wochen auf dem Klimagipfel von Doha liefern. Doch im Vorfeld überwiegen die skeptischen Stimmen.
Am Montag beginnt in Doha, Katar, der 18. UN-Weltklimagipfel. Es geht mal wieder um die Frage: Werden sich die Staaten endlich zu stärkeren Reduktionen ihrer Emissionen durchringen können? Das Kyoto-Klimaschutzprotokoll läuft Ende des Jahres aus. Danach gelten fürs erste nur noch freiwillige Minderungsziele, die sich die Staaten selbst setzen.
Am 11. Dezember 1997 wurde es unterzeichnet, 2005 trat es in Kraft: das Kyoto-Protokoll, der erste rechtsverbindliche Klimaschutzvertrag der Staatengemeinschaft. Er läuft dieses Jahr aus und obwohl den entwickelten Nationen auch nicht allzu viel abverlangt wurde, werden seine Ziele wohl nicht erreicht werden.
Auf dem UN-Klimagipfel in Doha müsse die EU ihre Klimaziele engagiert vertreten, sagt Matthias Groote (SPD). Der Klimawandel lasse sich nur global bekämpfen, so der EU-Umweltpolitiker. Die EU müsse deshalb dafür sorgen, dass ihr "schärfstes Instrument, der Emissionshandel, vernünftig funktioniert".
Die EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard erwartet von US-Präsident Barack Obama, dass er in seiner zweiten Amtszeit " mehr politisches Kapital in das Thema Klimawandel" einbringt. Zugleich warnt Europas oberste Klimaschützerin: In ihrer nationalen Energiepolitik dürften die USA nicht allein auf Schiefergas setzen.
Die Arktis gilt als wichtiges Frühwarnsystem für den Klimawandel: In den vergangenen 50 Jahren sind die Temperaturen dort doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. In diesem Jahr steht die Region unter besonderer Beobachtung: Das Meereis ist so stark geschmolzen wie noch nie.
In Bangkok wird zurzeit die UN-Klimakonferenz in Doha Ende des Jahres vorbereitet. Deutschland und Europa spielen dabei eine wichtige Rolle, sagt Sven Harmeling von Germanwatch. Die CO2-Emissionen müssten bis 2020 um 30 statt 20 Prozent sinken, fordert er - und sieht die deutsche Energiewende als weltweites Vorbild.
"Für eine Zukunft, die zu wählen es wert ist": Diese Zukunft aufzuzeigen war eigentlich das Ziel der UN-Konferenz Rio+20, die 22. Juni 2012 in Rio de Janeiro zu Ende ging. Viel Auswahl gibt es danach allerdings (noch?) nicht - denn großartige Ergebnisse hatte der Gipfel nicht zu bieten
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Schmalspurbahn in Lettland
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
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Ilko-Sascha Kowalczuk: 17. Juni 1953, Roger Engelmann: DDR im Blick der Stasi
Sendezeit: 16.06.2013, 12:34
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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013
Sendezeit: 15.06.2013, 15:05
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