Wir haben allen Grund zu feiern, meint Ursula Welter, Frankreich-Korrespondentin des Deutschlandradio. 50 Jahre ist es friedvoll zugegangen zwischen Frankreich und Deutschland. Das reichte zu anderen Zeiten für mindestens zwei Kriege.
Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur machen die deutsch-französische Freundschaft zum Programmschwerpunkt. Bis zum 30. Januar berichten beide ausführlich über das 50. Jubiläum des Elysée-Vertrags. Hier finden Sie eine Übersicht der geplanten Berichterstattung.
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag. Hier finden Sie eine Übersicht historischer Aufnahmen anlässlich unserer Berichterstattung rund um das Jubiläum.
Deutschlandradio · Aktuell · 21.1.2013
Länder und Regierungen haben Interessen, im besten Fall gemeinsame. Leidenschaft füreinander, das lehrt das Einmaleins der Realpolitik, kennen sie nicht. Auch wenn uns dies die Medien am Beispiel von 50 Jahren Elysée-Vertrag gerne suggerieren.
Oskar Lafontaine parlierte, Peter Müller radebrechte französisch. Und seitdem sie Ministerpräsidentin ist, verbessert Annegret Kramp-Karrenbauer regelmäßig ihre Sprachkenntnisse. Hat aber die saarländische Politik überhaupt noch was mit Frankreich am Hut?
Auf 50 Jahre Elysée-Vertrage blicken Deutschland und Frankreich zurück - da geht es um den Frieden und die Freundschaft. Aber auch um handfeste Wirtschaftsinteressen. Eine Spurensuche.
Die deutsch-französische Freundschaft besteht nicht nur auf dem Papier: In vielen Bereichen sind die Länder seit dem Elysée-Vertrag ganz natürlich zusammengewachsen, so auch in der Bildung. "Campus & Karriere" stellt in einer vierteiligen Reihe solche "Grenzgänger" im Bildungswesen vor.
Das Verhältnis zwischen Rheinland-Pfalz und der französischen Nachbarregion ist freundschaftlich. Nur das AKW Cattenom trübt die engen Beziehungen. Während der Mainzer Landtag die Abschaltung der pannenträchtigen Anlage fordert, wollen sie die Franzosen noch 30 Jahre weiterlaufen lassen.
Das deutsch-französische Verhältnis lässt sich besonders an der Geschichte des Saarlandes verfolgen. Als 1945 die weißen Bettlaken verschwanden und dem US-Sternenbanner die Trikolore Frankreichs folgte, begann der Sonderweg des jüngsten der alten Bundesländer.
Kern des Elysée-Vertrages ist die regelmäßige Begegnung von Deutschen und Franzosen. Darauf basiert auch die Arbeit des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Es organisiert einen Austausch zwischen dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois und dem Berliner Bezirk Neukölln.
Im Zweiten Weltkrieg war Stéphane Hessel in der Résistance aktiv, wurde von der Gestapo verhaftet und hat das KZ nur mit Glück überlebt. Die Tatsache, dass junge Deutsche und Franzosen sich gut verstehen, sei das Wichtigste, was der Élysée-Vertrag mit sich gebracht hat, so der 95-Jährige.
Flitterwochen, Vernunftehe, Seitensprung, Rosenkrieg: Für das deutsch-französische Verhältnis muss in der Politik immer wieder das Paar als Metapher herhalten. Aber wie sieht es tatsächlich im Alltag deutsch-französischer Paare aus?
Die deutsch-französische Freundschaft besteht nicht nur auf dem Papier: In vielen Bereichen sind die Länder seit dem Elysée-Vertrag ganz natürlich zusammengewachsen, so auch in der Bildung. "Campus & Karriere" stellt in einer vierteiligen Reihe solche "Grenzgänger" im Bildungswesen vor.
Die deutsch-französischen Kultur- und Wissenschaftsbeziehungen in historischer Perspektive - Hansgerd Schulte, Gründungsdirektor und langjähriger Leiter des DAAD in Paris, im Gespräch mit Dirk Fuhrig.
Wer heute in Frankreich "Kaiser" sage, denke nicht an Wilhelm Zwo, sondern an Franz Beckenbauer, bilanziert der Publizist Alfred Grosser das deutsch-französische Verhältnis 50 Jahre nach Unterzeichnung des Elysée-Vertrages. Ein Abkommen, das man feiern solle, meint Grosser. Gleichwohl seien die anstehenden Feierlichkeiten "ein bisschen übertrieben".
Beim Elysée-Vertrag müssten zwei Ebenen unterschieden werden, die politische und die freundschaftliche, sagt Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg.
Es ist ein besonderes Jubiläum. 50 Jahre Elysée-Vertrag – 50 Jahre deutsch-französische Aussöhnung. Am 22. Januar 2013 werden Deutschland und Frankreich dieses historische Datum mit einem Festakt in Berlin feiern. Doch ein Schatten liegt über den Jubiläumsfeiern.
Etwa 25.000 Deutsche und Franzosen haben auf unsere Fragebogenaktion anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags zwischen Deutschland und Frankreich geantwortet. Wir wollten wissen, wie sie über das Verhältnis der beiden Länder zueinander denken - jetzt liegen die Ergebnisse vor.
Anlässlich von 50 Jahren Élysée-Vertrag steht das Berliner Ultraschall-Festival von Deutschlandradio Kultur und RBB in diesem Jahr im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Was diese Nationen musikalisch verbindet und was sie trennt, erklärt der künstlerische Leiter Rainer Pöllmann.
Einst erbitterte Kriegsfeinde, heute in aufrichtiger Freundschaft verbunden: Wie steht es um das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich? Wo knirscht es noch - und welche Perspektiven haben die beiden Länder? Politiker, Diplomaten und Politologen diskutieren.
Am 22. Januar 1963 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und Frankreich offiziell Freundschaft. Die Annäherung auf privater Ebene war nach den Schrecken der Vergangenheit mindestens ebenso schwierig. Geholfen hat dabei das Lied "Göttingen" der Chansonsängerin Barbara.
Der französische Premierminister Jean-Marc Ayrault, gelernter Deutschlehrer, über die gemeinsamen Zukunftsaufgaben von Frankreich und Deutschland in Europa. Dazu gehörten unter anderem mehr Solidarität und auch mehr Hoffnung für die junge Generation in Europa, sagt Ayrault.
Man dürfe die deutsch-französische Freundschaft nicht als selbstverständlich nehmen, sagt Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mit Blick auf das 50. Jubiläum der Annäherung der Länder nach dem Zweiten Weltkrieg. Europäer, Franzosen und Deutsche bildeten eine Schicksals- und Kulturgemeinschaft.
Am 22. Januar jährt sich die Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages zum 50. Mal. Grund genug für Thomas Pigor, sich dem Jubiläum in der französischsten aller Gesangsformen zu widmen.
Deutsch-französische Freundschaft? Nun, so richtige Freunde sind die Saarländer und Lothringer nicht. Dafür sind sie viel zu verwandt. Wer miteinander kocht, zusammen isst und dabei auch noch die gleiche Mundart spricht, der gehört eben zur Familie.
In Ludwigsburg haben Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident François Hollande den 50. Jahrestag von Charles de Gaulles "Rede an die Jugend" gefeiert - sie gilt als wichtiger Schritt in der deutsch-französischen Aussöhnung. Auch deshalb beendete Hollande seine Rede auf Deutsch.
Im Juli 1962 trafen sich Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle zum ersten offiziellen Staatsbesuch. Im September des gleichen Jahres hielt de Gaulle eine viel beachtete Rede in Ludwigsburg, die wir anlässlich des Jubiläums zum Nachhören anbieten.
Deutschlandradio · Aktuell · 9.9.2012
Auf sämtlichen Stationen seiner Deutschlandreise vor 50 Jahren hatte Charles de Gaulle für die deutsch-französische Aussöhnung geworben. Hermann Kusterer hat ihm im September 1962 begleitet. Der heute 85 Jahre alte Dolmetscher des französischen Präsidenten erinnert sich.
Zu Frankreich pflegte Bundeskanzler Konrad Adenauer ganz besondere Kontakte, auch nach dem Scheitern der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft Mitte der 50er-Jahre setzte er weiterhin auf gute Beziehungen zum Nachbarland. Er besuchte Staatspräsident Charles de Gaulles zwölf Mal, auch in dessen Privathaus. Zum offiziellen Staatsbesuch aber kam es erst am 2. Juli 1962
Heute eine Selbstverständlichkeit, hatte es Staatsbesuche bis zu jenem 4. September 1962, an dem Bundeskanzler Konrad Adenauer General de Gaulle in Bonn feierlich begrüßte, nicht gegeben. Die über Jahrhunderte von Franzosen und Deutschen gepflegte Erbfeindschaft war dafür ein zu unüberwindliches Hindernis.
Deutschlandradio Kultur · Kalenderblatt · 4.9.2012
Frankreich und Deutschland hätten miteinander mehr Schul- und Städtepartnerschaften als mit irgendeinem anderen Land, sagt der Publizist Alfred Grosser. Er erinnert sich noch gut an Charles de Gaulles "Rede an die deutsche Jugend" in Ludwigsburg.
Die Deutsche Botschaft in Paris wollte es wissen: Hat man in Frankreich seit der Finanzkrise weiterhin kriegsbedingte Vorurteile gegen die Deutschen oder ist das Verhältnis freundschaftlicher Natur? Unsere Korrespondentin Ursula Welter mit den Ergebnissen und eigenen Eindrücken.
Am 22. Januar 2013 jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung Elyséevertrags. Deutschlandradio hat Persönlichkeiten in beiden Ländern nach ihrem Verhältnis zum einstigen "Erbfeind" gefragt. Die deutsche Schauspielerin Hanna Schygulla zog 1962, im Jahr des Freundschaftsvertrags, nach Paris.
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Beiträge zum Nachhören
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Schmalspurbahn in Lettland
Sendezeit: 16.06.2013, 11:30
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Ilko-Sascha Kowalczuk: 17. Juni 1953, Roger Engelmann: DDR im Blick der Stasi
Sendezeit: 16.06.2013, 12:34
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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013
Sendezeit: 15.06.2013, 15:05
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