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EURO IN DER KRISE
Wer Jean-Claude Juncker als Chef der Eurogruppe nachfolgt, ist noch nicht klar. (Bild: picture alliance / dpa / EPA / Olivier Hoslet)

Juncker: Es heißt jetzt Kurs halten

Scheidender Chef der Eurogruppe hält Krise noch nicht für überwunden

Die Eurostaaten dürften in Sachen Haushaltskonsolidierung nicht nachlassen, mahnt Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker. Das Amt des Eurogruppenchefs gibt er nun ab: "Es ist mir in den letzten beiden Monaten ein bisschen zu bunt geworden."

Deutschlandfunk · Interview · 21.12.2012

 
Jürgen Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Grüne (Bild: AP)

Trittin wirft Schäuble Schwächung der EU-Kommission vor

Grünen-Politiker lehnt mehr Macht für den Währungskommissar ab

Jürgen Trittin (Bündnis 90/Grüne) wirft Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) vor, die EU-Kommission durch seine Idee eines mächtigeren Währungskommissars schwächen zu wollen. Das werde der Rest Europas nicht mitmachen.

Deutschlandfunk · Interview · 18.10.2012

 
Jean-Luc Mélenchon (Bild: picture alliance / dpa / Guillaume Horcajuelo)

Französischer Linkspolitiker fordert Abkehr vom Sparkurs

Mélenchon: Merkel betreibt "engstirnige und sehr dogmatische Politik"

Der Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon hält den Sparkurs der Euro-Länder in der Schuldenkrise für falsch. Eine solche Politik führe zu einem enormen Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Sozialausgaben, kritisierte er.

Deutschlandfunk · Interview · 28.9.2012

 
Unions-Fraktionschef Volker Kauder (Bild: dpa / Peter Endig)

Kauder: Vergemeinschaftung der Schulden hätte keinen Wert

CDU-Politiker Volker Kauder verteidigt bisheriges Euro-Krisenmanagement

Unions-Fraktionschef Volker Kauder verteidigte die Ablehnung weiterer Ankäufe von Staatsanleihen durch die Europäische Union. Es sei richtig gewesen, dass Bundesbankpräsident Jens Weidmann bei der Sitzung des EZB-Rates als Einziger gegen den Kurs von Notenbank-Chef Mario Draghi gestimmt habe.

Deutschlandfunk · Interview der Woche · 5.8.2012

 
Viele Niederländer fragen sich, wie es um den Euro in ihrem Portemonnaie steht.  (Bild: Stock.XCHNG / Valentina Frate)

Holland in Not

Niederländischer Senat debattiert über ständigen Euro-Rettungsschirm ESM

Ähnlich wie in Deutschland, beobachten die Niederländer mit großer Sorge, wie es mit dem Euro, Europa, und dem Schuldenmachen weitergehen soll. Jetzt tagt der Senat - die Erste Kammer des niederländischen Parlaments –, um über diese Themen zu debattierten.

Deutschlandfunk · Europa heute · 26.6.2012

 
Unabhängige Gutachter haben den Finanzbedarf der spanischen Geldinstitute auf bis zu 62 Milliarden Euro beziffert.  (Bild: picture alliance / dpa / perschfoto)

Spanien und der Niedergang der Sparkassen

Wenn Politiker zu viel Druck machen

Die Ratingagentur Moody's hat sich die spanischen Banken vorgeknöpft. Das Ergebnis: schlechte Noten für den gesamten Bankensektor. Vor allem die ehemaligen Sparkassen wurden auf Ramschniveau herabgestuft.

Deutschlandfunk · Europa heute · 26.6.2012

 
Frank Schäffler (FDP), Mitglied im Bundestags-Finanzausschuss. 
 (Bild: frank-schaeffler.de)

"Weil das ein Wachstumsverhinderungsprogramm ist"

FDP-Bundestagsabgeordneter Frank Schäffler spricht sich gegen Finanztransaktionssteuer aus

Die SPD will neue Wachstumsprogramme für das Land schaffen - finanziert durch die Einnahmen einer Finanztransaktionssteuer. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler ist überzeugt: Dieses Konzept kann nicht funktionieren. Der Staat könne schließlich nicht die Wirtschaft ersetzen.

Deutschlandfunk · Interview · 15.5.2012

 
Hubert Aiwanger (Bild: Freie Wähler Bayern)

"Für deutsche Angelegenheiten im eigenen Land ist kein Geld mehr da"

Chef der Freien Wähler kritisiert Euro-Rettungskurs der Bundesregierung

Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, ist gegen "Europazentralismus" und die Übernahme von Schulden fremder Länder. Es sei falsch zu behaupten, dass die Deutschen nun einmal für den Frieden in Europa finanziell "bluten" müssten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 13.3.2012

 
Keine Kanzlermehrheit für Merkel (Bild: picture alliance / dpa - Tim Brakemeier)

Große Mehrheit für zweites Rettungspaket

Bundestag billigt Finanzhilfen für Griechenland in Höhe von 130 Milliarden Euro

Der Bundestag hat dem zweiten Rettungspaket für Griechenland mit großer Mehrheit zugestimmt. Für den Regierungsantrag stimmten 496 Abgeordnete, 90 Parlamentarier waren dagegen, fünf enthielten sich der Stimme. Wie hoch der deutsche Anteil am Hilfspaket sein wird, steht noch nicht genau fest.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.2.2012

 
Proteste in Athen gegen den Sparkurs der Regierung (Bild: dpa / picture alliance / Alexandros Beltes)

"Hier wird ein Land zu Tode gespart"

Jorgo Chatzimarkakis (FDP) fordert "Herkules-Plan" und Griechenlands Verbleib in der Euro-Zone

Eine "massive Verarmung" der Griechen infolge der Sparpolitik kritisiert der Liberale Jorgo Chatzimarkakis. Das "Zombie-System" der Klientelparteien in Athen werde zwar bald zerfallen, doch die EU müsse sofort einen anderen Kurs einschlagen - sonst drohe eine Tragödie.

Deutschlandfunk · Interview · 9.2.2012

 
Rolf-Dieter Krause weist auf viele Fehlentwicklungen des Euro hin. (Bild: dpa picture alliance / Sven Hoppe)

Euro sollte "uns zusammenschweißen"

ARD-Europa-Korrespondent Krause zu 20 Jahre Maastricht-Vertrag

Anlässlich des 20. Jahrestages des Maastricht-Vertrages hat der ARD-Europa-Experte Rolf-Dieter Krause, davor gewarnt, dass der Euro als „Spaltpilz“ Europas wirksam wird. Er erinnerte daran, dass damals ein Argument für den Euro gewesen sei, er werde Europa zusammenschweißen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.2.2012

 
Polleit: Schuldenschnitt ist

Im schlimmsten Fall muss "der Steuerzahler wieder einmal sein Portemonnaie öffnen"

Chefvolkswirt der Barcleys Bank über den Schuldenschnitt für Griechenland

Eine Herabsetzung der Schulden Griechenlands bedeute Verluste für Banken und Versicherungen, sagt Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Barcleys Bank. Sollten die Geldhäuser diese nicht tragen können, müssten sie im schlimmsten Fall durch staatliche Hilfen am Leben gehalten werden.

Deutschlandfunk · Interview · 3.2.2012

 
Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy bei einem EU-Gipfel (Bild: AP)

Eine Chance für Europa

Wie sich die EU in der Krise verändern könnte

Auch mit dem neuen Fiskalpakt bleiben die Mitgliedsstaaten der EU die Herren der Verträge - und Europa damit eine Domäne der Exekutive. Doch weil nationale Autonomie zunehmend als ohnmächtig empfunden wird, wird die Krise zur Chance für die europäische Utopie, meint die Politologin Ulrike Guérot.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 30.1.2012

 
Ohne Auf und Ab keine Marktwirtschaft: Ein Händler betrachtet in der Frankfurter Börse den Aktienkurs. (Bild: AP - Michael Probst)

Das vorläufige Ende finanzieller Sicherheit

Warum eine gelegentliche Begegnung mit der Realität vielleicht gar nicht schlecht ist

Glücklicherweise ist die Marktwirtschaft enorm flexibel. Sie denkt nicht daran, an ihren Widersprüchen zu Grunde zu gehen. Wenn der Strukturbruch vorbei ist, wird es wieder Sicherheit geben, aber sie wird anders aussehen, als es sich die Mehrheit heute denkt.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 26.1.2012

 
Gemessen an der Bevölkerung hat Griechenland von allen Ländern Europas den höchsten Militärhaushalt. (Bild: AP / Thanassis Stavrakis)

Deutsche Waffen für das verschuldete Griechenland

Solidarität oder Geschäftssinn?

Griechenland hält Europa in Atem. Es lebt am Rande des Staatsbankrotts und gefährdet den Euro. Zur Schuldenkrise Athens erheblich beigetragen haben deutsche Rüstungsexporteure, die weder Griechenlands noch Europas Gemeinwohl im Blick haben, meint Bruno Schoch.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 25.1.2012

 
Christine Lagarde, Direktorin des Internationalen Währundsfonds (IWF) (Bild: dpa / picture alliance)

Lagarde fordert höhere "Brandschutzmauer" für den Euro

IWF-Chefin mahnt bessere Zusammenarbeit der EU-Staaten und eine gemeinsame Haushaltspolitik an

Um gefährdete Euro-Staaten besser zu schützen, hat sich die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, dafür ausgesprochen, den permanenten Rettungsschirm ESM aufzustocken. Länder wie Spanien und Italien dürften nicht in eine Solvenzkrise rutschen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 23.1.2012

 
Ein Teilnehmer des EU-Gipfels zur Eurokrise in Brüssel trägt einen Plastikbeutel mit Euro-Symbol. (Bild: AP)

Europapolitiker: Weitere Mitarbeit des IWF an Schuldenproblematik unnötig

Streit um Erhöhung des Euro-Rettungsschirms

Die Eurozone sollte ihr Schuldenmanagement in Zukunft ohne den IWF meistern können, meint der liberale Europapolitiker Wolf Klinz. Der Vorsitzende des EU-Parlamentsausschusses erteilt der Aufstockung des permanenten Rettungsschirms eine Absage.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 23.1.2012

 
Die Flaggen der EU, der Griechischen Nationalbank und Griechenlands wehen vor dem Gebäude der Griechischen Nationalbank in Athen (Bild: AP / Kostas Tsironis)

Insolvenzexperte: Schuldenschnitt wird nicht an Hedgefonds scheitern

Paulus: Die Politik beansprucht in Sachen Griechenland weiter die Handlungshoheit

Der Berliner Jurist und Insolvenzexperte Christoph Paulus schätzt die Chancen von Hedgefonds, den Schutz ihrer Griechenland-Investments vor dem Europäischen Gerichtshof in Straßburg einzuklagen, als minimal ein. Der politisch beschlossene Schuldenschnitt werde an dieser Klage nicht scheitern.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 20.1.2012

 
Beim Thema Troika verlässt die Griechen die gute Laune. (Bild: picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

"Zum Teufel mit der Troika!"

Griechen blicken mit Sorge auf den Besuch der Kontrolleure

Die Kontrolleure der sogenannten Troika von EU, IWF und Europäischer Zentralbank sind nach Griechenland zurückgekehrt, um mit der Regierung über weitere Sparmaßnahme und Hilfen zu verhandeln. Doch viele Griechen haben fast keine Hoffnung, dass dies die Schuldenkrise bekämpfen kann.

Deutschlandfunk · Europa heute · 18.1.2012

 
Filippos Petsalnikos (PASOK):

"Griechenland hält sich an die Vereinbarungen"

Griechischer Parlamentspräsident weist Kritik an Reformbemühungen seines Landes zurück

Der griechische Parlamentspräsident Filippos Petsalnikos fordert Anerkennung für die Bemühungen seines Landes. Man habe das Staatsdefizit innerhalb von zwei Jahren um sechs Prozent gesenkt. Daher sei er optimistisch, dass die Troika weiteren Finanzhilfen für Griechenland zustimmt.

Deutschlandfunk · Interview · 18.1.2012

 
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Schäuble: Ratingagenturen sollten "objektive Schiedsrichter" sein

Nach den Herabstufungen im Euroraum

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sagt, dass sichergestellt werden müsse, dass Ratingagenturen nicht eigene Geschäftsinteressen haben. Dazu arbeite man in Europa an Regeln. Trotz der Herabstufungen hält er Europa für die "stärkste Wirtschaftsregion der Welt".

Deutschlandfunk · Interview · 16.1.2012

 
Fiskalpakt könnte Europa spalten. (Bild: picture alliance / dpa - Uli Deck)

"Blockadehaltungen helfen uns nicht weiter"

FDP-Obfrau hofft auf schnelle Einigung beim Fiskalpakt

Der Fiskalpakt muss "Verbesserungen gegenüber der augenblicklichen Rechtslage bringen", meint Gabriele Molitor, Obfrau der FDP im Europaausschuss. Für die Kritik der Europaparlamentarier am aktuellen Vertrag hat sie zwar Verständnis, eine Blockadehaltung lehnt sie aber ab.

Deutschlandfunk · Interview · 12.1.2012

 
Mario Monti und Angela Merkel in Berlin (Bild: dpa / picture alliance / Wolfgang Kumm)

"Italien ist nicht mehr ansteckend für die Eurozone"

Merkel und Monti beraten über Schuldenkrise

Ende Januar findet ein weiterer EU-Gipfel zur Bewältigung der Schuldenkrise statt. Im Vorfeld versuchen die großen europäischen Wirtschaftsnationen eine gemeinsame Marschrichtung festzulegen. In Berlin war der italienische Ministerpräsident Mario Monti zu Gast bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 11.1.2012

 
Evangelos Antonaros (Bild: dpa / picture alliance / Karlheinz Schindler)

"Wir müssen in der Euro-Zone bleiben"

Griechischer Politiker plädiert für mehr Geduld mit seinem Land

Der Abgeordnete der liberal-konservativen "Nea Dimokratia", Evangelos Antonaros, warnt davor, in Griechenland nur auf Sparmaßnahmen zu setzen. Man brauche auch Wachstumsimpulse, "möglicherweise in der Form eines Marshall-Plans".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 11.1.2012

 
Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank (Bild: picture alliance / dpa - Peter Endig)

Banken werden "nahe an die 70 Prozent" abschreiben

Chefvolkswirt der Deutschen Bank über Griechenland und die Schuldenkrise

Athen arbeite "am Rande der Pleite entlang" und brauche ein Entgegenkommen der privaten Gläubiger, sagt Thomas Mayer. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank rechnet mit weiteren Belastungen seiner Branche durch eine Finanztransaktionssteuer: "Die Politik hat sich das in den Kopf gesetzt".

Deutschlandfunk · Interview · 11.1.2012

 
Wolff:

Steuer für das Finanzsystem "sollte nicht an Transaktionen hängen"

Co-Direktor von Brüsseler Think Tank lehnt Finanztransaktionssteuer ab

Eine Transaktionssteuer treffe nicht zwangsläufig die Finanzindustrie, sagt Guntram Wolff, stellvertretender Direktor der Brüsseler Denkfabrik Bruegel. Daher sei eine Steuer auf Profite oder Gewinne sinnvoller.

Deutschlandfunk · Interview · 10.1.2012

 
Streit um Finanzabgabe: Vizekanzler Philipp Rösler (FDP) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) (Bild: picture alliance / dpa / Michael Kappeler)

Finanztransaktionssteuer spaltet Regierungskoalition

FDP kritisiert Merkels Kurs

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft heute in Berlin mit IWF-Chefin Christine Lagarde zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche dürfte die geplante Finanztransaktionssteuer stehen, für die Merkel vom Koalitionspartner FDP harsche Kritik einstecken muss.

Deutschlandradio · Aktuell · 10.1.2012

 
Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Bild: picture alliance / dpa / Ian Langsdon)

Das deutsch-französische Verhältnis ist "rational erforderlich"

Frankreich-Kenner über das deutsch-französische Treffen zur Schuldenkrise in Berlin

Deutsch-französische Vorsondierungen bei europäischen Problemen seien unverzichtbar, sagt Frank Baasner, Direktor des Deutsch-Französischen Instituts Ludwigsburg. Andere Länder auszuschließen oder vor vollendete Tatsachen zu stellen sei aber nicht unbedingt geschickt.

Deutschlandfunk · Interview · 10.1.2012

 

Im Alleingang

Frankreich kündigt Transaktionssteuer an

Einen Moment lang wirkte Angela Merkel fast neidisch, heute Nachmittag an der Seite des französischen Staatspräsidenten. Sie persönlich, sagte die Kanzlerin, würde ja auch gerne eine Börsensteuer einführen, aber so weit sei man in Berlin noch nicht.

Deutschlandfunk · Kommentar · 9.1.2012

 
Sarkozy und Merkel bereiten den EU-Gipfel Ende Januar vor. (Bild: picture alliance / dpa - Wolfgang Kumm)

Fiskalunion: Merkel und Sarkozy erwarten Vertragsunterzeichnung bis März

Keine Einigung bei Transaktionssteuer

Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy sind zuversichtlich, dass die EU-Verträge zur geplanten Fiskalunion spätestens im März unterzeichnet werden können. Uneinigkeit herrscht nach wie vor über die Ausgestaltung der Finanztransaktionssteuer.

Deutschlandradio · Aktuell · 9.1.2012

 
Eine Transaktionssteuer stellt eine Börsenabgabe dar. (Bild: picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Finanzexperte: Man kann Finanzmärkte nicht mehr regional einschränken

Frankreich erwägt nationalen Alleingang bei Transaktionssteuer

Udo Steffens sagt, dass eine Transaktionssteuer nur global eingeführt werden könne. Das werde aber nicht passieren, so der Präsident der Frankfurt School of Finance and Management, weil es die Zukunft der Finanzplätze behindern würde.

Deutschlandfunk · Interview · 9.1.2012

 
Euro-Münzen auf einer Griechenlandfahne. (Bild: picture alliance / dpa / Arno Burgi)

Steuerbehörden hinken Steuereinnahmen hinterher

Griechenlands Steuersünder

Die Steuerhinterziehung ist einer der Hauptgründe für die dramatische Finanzlage Griechenlands. Experten hatten ausgerechnet, dass das Land innerhalb von zehn Jahren keine Finanzprobleme mehr hätte, wenn der Staat alle Steuern eintreiben könnte.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 6.1.2012

 
Elmar Brok, Mitglied des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Europäischen Parlament (CDU) (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)

"All das muss natürlich zusammengedacht werden"

EU-Parlamentarier Elmar Brok zu den Verhandlungen über die Euro-Fiskalunion

Der Europa-Abgeordnete Elmar Brok (CDU) rechnet damit, dass die meisten EU-Staaten dem Fiskalpakt zustimmen werden. Gerade die Schuldenländer seien auf die Solidarität der anderen Mitgliedstaaten angewiesen, so der außenpolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 6.1.2012

 
Die Euro-Skulptur vor dem Hauptgebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt (Bild: AP)

Die Staatsanleihe als geldpolitische Waffe

Ausblick auf die Politik der EZB

Die Europäische Zentralbank kauft Staatsanleihen vieler krisengebeutelter EU-Staaten auf, für die sich keine anderen Käufer finden. Wird die EZB 2012 weiter gehen und Staatsanleihen unbegrenzt aufkaufen? Das wäre ein Tabubruch.

Deutschlandfunk · Wirtschaft am Mittag · 2.1.2012

 
2011 mussten die Politiker den Euro gegen eine immer größere Krise retten. (Bild: picture alliance / dpa)

2011- Krisenjahr für den Euro

Rückblick auf das härteste Jahr seit Geburt der Gemeinschaftswährung

2011 begann für den Euro mit der Feier für ein neues Mitglied und endet in der Frage, ob es gelingen wird, die Schuldenkrise der Eurostaaten zu lösen und die Gemeinschaftswährung zu retten. Scheitert der Euro, scheitert Europa – das war die Angstformel, die ihre Gültigkeit auch im kommenden Jahr behält.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 29.12.2011

 
Zwei Beutel mit Euromünzen als

Für eine Handvoll Euro

Vor zehn Jahren wurden die ersten Starterkits mit Euromünzen ausgegeben

Schaut man heute in die besorgten Gesichter all der Menschen, die den Euro retten wollen, mag man kaum glauben, welche Partystimmung vor zehn Jahren herrschte, als in Deutschland die ersten Starterkits mit Euromünzen ausgegeben wurden.

Deutschlandradio Kultur · Kalenderblatt · 17.12.2011

 
Joachim Fritz-Vannahme ist Europa-Experte bei der Bertelsmann Stiftung. (Bild: Bertelsmann Stiftung,  Fotograf: Thomas Kunsch)

Risiken für Merkels Stabilitätsunion

Europa-Experte Fritz-Vannahme rechnet mit juristischen Schritten der Briten

Der auf dem EU-Gipfel in Brüssel beschlossene Euro-Plus-Vertrag über eine Fiskalunion muss nun mit dem geltenden Lissabon-Vertrag in Einklang gebracht werden. Joachim Fritz-Vannahme, Europa-Experte bei der Bertelsmann-Stiftung, hält es für wahrscheinlich, dass der britische Premier David Cameron dazu den Europäischen Gerichtshof anruft.

Deutschlandfunk · Interview · 16.12.2011

 
Sir Peter Torry, ehemaliger britischer Botschafter in Deutschland (Bild: AP Archiv)

Sir Peter Torry: Camerons "Nein" zu EU-Abkommen keine Absage an EU

Ehemaliger britischer Botschafter bezweifelt, dass Euro-Krise mit Pakt überwunden werden kann

Großbritannien habe sich immer für "die Liberalisierung, Eröffnung und Erweiterung der EU engagiert" und werde dies auch weiterhin tun, betont Sir Peter Torry, ehemaliger britischer Botschafter in Deutschland nach der Rede von Premier Cameron in seinem Land.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 13.12.2011

 
Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie (Bild: AP)

"Ich bin vom Europa der zwei Geschwindigkeiten nicht sehr überzeugt"

EU-Kommissar Oettinger zum Stabilitätskompromiss der 17 plus 6

Ein separater Stabilitätsvertrag der 17 Eurogruppenländer unter möglicher Beteiligung sechs weiterer: EU-Kommissar Günther Oettinger hält das für die "zweitbeste" Lösung. Er befürchtet ein Auseinanderdriften der Europäischen Union.

Deutschlandfunk · Interview · 9.12.2011

 
Euro-Symbol: Wieder beschäftigt sich ein Gipfel mit der Zukunft der Währungsunion. (Bild: AP)

EU-Gipfel zur Zukunft des Euros

Veränderung der EU-Verträge in der Diskussion

Die 27 EU-Staaten suchen auf dem Gipfel nach einem Weg aus der Schuldenkrise. Im Vorfeld bezeichnete der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy das Brüsseler Treffen als letzte Chance und warnte vor einem Auseinanderbrechen Europas.

Deutschlandradio · Aktuell · 8.12.2011

 
EZB versucht in der Krise Kurs zu halten. (Bild: AP)

Trübe Aussichten für die Eurozone

EZB-Chef Draghi steht mitten im Sturm

Mario Draghi ist derzeit nicht zu beneiden. Die Abgesänge auf den Euro werden von Tag zu Tag lauter, manche Beobachter halten das Projekt gemeinsame Währung längst für gescheitert. Gleichzeitig wächst das Misstrauen zwischen den Banken selbst, droht der wichtige Geldkreislauf zu versiegen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 8.12.2011

 
Jean-Claude Juncker, Premierminister von Luxemburg (Bild: AP)

Juncker: Den Ratingagenturen nicht mehr Glauben schenken als sie verdienen

Vorsitzende der Euro-Gruppe drängt auf EU-Vertragsänderungen

Die Drohung der Ratingagentur Standard & Poor's, die Bonität Deutschlands und 14 weiterer Eurostaaten herabzusetzen, ist für Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker maßlos überzogen und ungerecht. Angesichts der Schuldenkrise sei aber eine rasche Reform der EU-Verträge angezeigt.

Deutschlandfunk · Interview · 6.12.2011

 
Graham R. Watson, Fraktionsvorsitzender der Allianz der Liberalen und Demokraten im Europäischen Parlament (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)

"Wir müssen die Finanzmärkte überzeugen"

EU-Abgeordneter über eine mögliche Herabstufung der Euro-Länder durch Standard & Poor's

Das schottische Vorstandsmitglied der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, Graham Watson, hat die von der Ratingagentur Standard & Poor's angedrohte Herabstufung der Kreditwürdigkeit mehrerer Euro-Länder kritisiert. Es gebe keinen guten Grund für eine Abwertung.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 6.12.2011

 
Mächtige Agentur: S&P (Bild: picture alliance / dpa - Justin Lane)

Standard & Poor's überprüft Eurostaaten

Auch Deutschland und Frankreich droht Herabstufung

Die Ratingagentur Standard & Poor's will die Kreditwürdigkeit von 15 der 17 Eurogruppenstaaten überprüfen. Deutschland droht der Entzug der Bestnote AAA. Die Aktienkurse in der Eurozone reagierten mit Verlusten - EU-Politiker mit Unverständnis.

Deutschlandradio · Aktuell · 6.12.2011

 
Klaus Hänsch: Lissabon-Vertrag gibt verstärkte Kooperation her (Bild: spd.de)

Ex-EU-Parlamentspräsident: Lissabon-Vertrag erlaubt verstärkte Zusammenarbeit

Klaus Hänsch zum Status quo des europäischen Vertragswerks

Der Lissabon-Vertrag erlaube es den EU-Mitgliedsstaaten, eine "Zusammenarbeit in Währungs- und Steuerfragen" zu vereinbaren, sagt der frühere EU-Parlamentspräsident Klaus Hänsch. Es komme darauf an, ob Deutschland und Frankreich Vorschläge machten, die andere mitgehen könnten.

Deutschlandfunk · Interview · 5.12.2011

 
Auf sie kommt es an: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. (Bild: picture alliance/ dpa/ Jesco Denzel)

Europa muss autoritärer werden

In der Eurokrise wäre eine starke Führung von Deutschland und Frankreich gut

Europa braucht mehr Führungsstärke. Wem sich bei dem Wort "autoritär" der Magen umdreht, befindet sich nicht unbedingt auf dem richtigen Dampfer. Ein Staatenverbund, dem die Fähigkeit abgeht, die Aufgaben zu bewältigen, verliert zuerst das Ansehen, dann die Legitimität, meint Günter Müchler.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 5.12.2011

 
Udo Bullmann (Bild: privat)

"Ohne Wachstum keine Überwindung der Schuldenkrise"

SPD-Europapolitiker wirft Kanzlerin Merkel Versagen vor

Der SPD-Europapolitiker Udo Bullmann hat sich dafür ausgesprochen, die Haushaltsdisziplin der Euro-Staaten stärker zu kontrollieren. Um die Krise zu überwinden, müsse die Wirtschaft wieder wachsen. Dieses Wachstum dürfe nicht durch übermäßiges Sparen gefährdet werden.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 5.12.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in Cannes. (Bild: dpa picture alliance / Christophe Karaba)

Rolle rückwärts

Sarkozy, Merkel und die Rettung Europas

Plötzlich ist das, was vor einem Jahr nicht wichtig war, entscheidend bei der Rettung der Gemeinschaft. Jetzt müssen die anderen Länder dem deutsch-französischen Ansinnen nur noch zustimmen. Die Fiskalunion kommt, et voilà. Das klingt wohl gut in deutschen Ohren, kommt aber ganz sicher nicht gut an in den Ländern, die mit dem Rücken zur Wand stehen, meint Cerstin Gammelin.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 3.12.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert die Vollendung der Europäischen Union (Bild: picture alliance / dpa / Robert Schlesinger)

Auf der Suche nach Lösungen und Stabilität in Europa

Die Regierungserklärung der Kanzlerin zur Euro-Schuldenkrise

Anfang der Woche keimte bei manchen die Hoffnung nach einem Befreiungsschlag in der Euro-Schuldenkrise. Bei ihrer Regierungserklärung machte Kanzlerin Merkel aber klar: Eine Lösung der Krise wird noch Jahre dauern.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 2.12.2011

 
Romano Prodi (Bild: AP)

"Italien ist zu den notwendigen Opfern bereit"

Romano Prodi wirft Deutschland verspätetes Handeln vor

Romano Prodi, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission und früherer Ministerpräsident Italiens, hat sich für einen Schutz des Euros durch Eurobonds ausgesprochen. Haushaltsdisziplin sei zwar ebenfalls nötig, aber man dürfe nicht erst handeln, wenn es schon zu spät ist.

Deutschlandfunk · Interview · 2.12.2011

 
Die EU-Fahne vor den Flaggen der Mitgliedsstaaten (Bild: AP)

Manifest gegen das Klein-Klein der Europapolitik

Deutsche und französische Intellektuelle erinnern an die "politische Utopie Europas"

Inmitten der Schuldenkrise droht die Vision eines geeinten Europas langsam zu verblassen. Dies fürchten jedenfalls die beiden deutschen Autoren Hans Christoph Buch und Peter Schneider. Mit ihrem Manifest wollen sie Intellektuelle und Politiker wachrütteln und den Traum von Europa wiederbeleben.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 30.11.2011

 
Für ausländische Investoren sei wichtig, dass sie der Stabilität der Eurozone vertrauen könnten, sagt Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden. (Bild: AP Archiv)

"Das Euro-Land verlangt eine gemeinsame Stabilitätspolitik"

Luxemburgs Finanzminister fordert besseres Regelwerk für Währungsunion

Er sei zuversichtlich, dass die Hebelung des Euro-Rettungsschirms dessen Schlagkraft erhöhen wird, sagt der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden. Hilfszahlungen dürfe es aber nur geben, wenn sich die Empfänger-Staaten auch an die strikten Auflagen halten.

Deutschlandfunk · Interview · 30.11.2011

 
Der SPD-Finanz- und Haushaltsexperte und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß. (Bild: picture alliance / dpa)

Elitebonds sind "nicht im Sinne der gemeinsamen europäischen Idee"

SPD-Fraktionsvize fordert Diskussion über alternative Lösungsmöglichkeiten der Schuldenkrise

Es zeichne sich ab, dass der Rettungshebel nicht die Kraft haben wird, um größere Problemfälle zu bewältigen, sagt der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Joachim Poß. Er erhofft sich überzeugende Signale, "mit denen Europa klar macht, wir haben eine gemeinsame Zukunft".

Deutschlandfunk · Interview · 29.11.2011

 
Carsten Schneider: Der Finanzminister hat die Sache nicht im Griff. (Bild: spdfraktion.de)

SPD-Haushaltspolitiker: "Am Ende steht der Eurobond"

Diskussion um Elite-Bonds hat "Lage wieder ein bisschen verrückter" gemacht

Selbst als Notmaßnahme tauge die Einführung von Elite-Bonds nicht, sagt der SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider. Finanzminister Wolfgang Schäuble wirft er vor, mithilfe von Eurobonds die Fiskalunion voranzutreiben.

Deutschlandfunk · Interview · 29.11.2011

 
Das Kapital des EFSF soll mithilfe privater Investoren aufgestockt werden. (Bild: picture alliance / dpa)

Griechenlandhilfe, EFSF-Stärkung und Montis Rettungspläne

Finanzchefs der 17 Euro-Länder treffen sich in Brüssel zu Beratungen

Die Euro-Finanzminister beraten am Abend in Brüssel über die nächste Teilzahlung an Griechenland und die beabsichtigte Verstärkung des Euro-Krisenfonds EFSF. Italiens neuer Ministerpräsident und Finanzminister Mario Monti will der Eurogruppe zudem seinen Spar- und Reformkurs erläutern.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.11.2011

 
Portugal muss sparen - das schadet der schwächelnden Wirtschaft (Bild: picture alliance / dpa)

Portugals Mittelstand droht das Kapital auszugehen

Die Restrukturierung der Wirtschaft kommt nur schleppend voran

Die Kreditwürdigkeit Portugals wurde vergangene Woche auf Ramschniveau herabgestuft. Für 2012 erwartet die EU-Kommission, dass die Wirtschaft Portugals um drei Prozent schrumpfen wird. Hauptsächlich betroffen, wie so oft: der Mittelstand.

Deutschlandfunk · Europa heute · 28.11.2011

 
Heute sei

Politologe: "Die Europäische Union hat schon viele Krisen überstanden"

Europa-Experte fordert mehr Transparenz und demokratische Mitwirkung

Der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld sieht trotz Schulden- und Finanzkrise das europäische Projekt nicht grundsätzlich in Gefahr. Bei Krisen in der Vergangenheit habe man "zugepackt" und unter Druck Reformen durchgeführt. "Und das wird genauso jetzt in Europa wieder stattfinden", sagte Weidenfeld.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 28.11.2011

 
Die Bundesregierung lehnt Eurobonds ab. (Bild: picture alliance / dpa - Jens Büttner)

Süßes Gift

Eurobonds und ihre Wirkung in der Schuldenkrise

Eurobonds heißen zwar jetzt Stabilitätsanleihen, doch besser wird die Idee durch die neue Namensgebung nicht. Die Vergemeinschaftung von Schulden setzt die falschen Signale, sie nimmt den hoch verschuldeten Ländern jeden Anreiz zur soliden Haushaltspolitik, meint Sven Afhüppe.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 26.11.2011

 
Polnische Zloty-Scheine im Hauptquartier der Polnischen Nationalbank in Warschau. (Bild: picture alliance / dpa / Jacek Turczyk)

Krisenwährung Euro

Warum Polen der Währungsunion vorerst nicht beitreten will

Die Europäische Währungsunion ist in der Dauerkrise und so hat auch der Euro inzwischen erheblich an Attraktivität verloren. Potenzielle Beitrittskandidaten wenden sich ab - etwa Polen. Das Land will vorerst an der eigenen Währung festhalten.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 25.11.2011

 
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der britische Premierminister David Cameron. (Bild: picture alliance / dpa/Rainer Jensen)

Briten kritisieren Merkels Europolitik

Großbritannien, die Krise und der Arbeitsmarkt

Führt Deutschland einen Wirtschaftskrieg? Mancher britischer Politiker und Publizist äußert sich so. Der Ton in Großbritannien zur Euro-Schuldenkrise verschärft sich.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 23.11.2011

 
Jean Asselborn ist Außenminister Luxemburgs. (Bild: Außenministerium Luxemburg)

Asselborn lehnt Änderung der EU-Verträge ab

Luxemburgs Außenminister hält Euro-Stabilisierung für wichtiger

Eine Änderung der EU-Verträge, wie sie Bundeskanzlerin Angela Merkel anstrebt, sei kein Spaziergang, warnt Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Die EU-Staaten sollten dabei nun keine Kraft verlieren, sondern sich auf die Umsetzung der Beschlüsse zur Euro-Stabilisierung konzentrieren.

Deutschlandfunk · Interview · 17.11.2011

 
Die Euro-Skulptur vor dem Hauptgebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt (Bild: AP)

Letzte Rettung?

Rufe nach der Europäische Zentralbank werden lauter

Nachdem es so aussieht, als ob auch der gehebelte Rettungsschirm nicht alle Zweifel an der Bewältigung der Schuldenkrise wegfegt, steigt der Druck. Immer mehr internationale Ökonomen fordern: Die Europäische Zentralbank muss endlich eine tragende Rolle spielen.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 16.11.2011

 
Der Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler Max Otte ist selbst Manager eines Investmentfonds. (Bild: Max Otte)

Ökonom Otte fordert erneut europäische Ratingagentur

Regulierungsvorschläge der EU-Kommission reichten nicht aus, um Dominanz der US-Agenturen zu brechen

"Die amerikanischen Agenturen messen mit zweierlei Maß", sagt der Wirtschaftswissenschaftler Max Otte. Das Defizit der USA sei mehr als doppelt so hoch wie das Italiens, dennoch blieben die USA bei der Bestnote AAA. Nur eine europäische Ratingagentur könne hier als Gegenmacht wirken.

Deutschlandfunk · Interview · 16.11.2011

 
Die Zwei-Euro-Gedenkmünze von San Marino mit dem Porträt des berühmten italienischen Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi. (Bild: picture alliance / dpa)

Der Euro ist "das Paradepferd der Stabilität"

Chefvolkswirt der Bremer Landesbank verteidigt Erfolg der Gemeinschaftswährung

Der Euro sei nicht am Ende, sagt Folker Hellmeyer, Chefvolkswirt der Bremer Landesbank, und empört sich über entsprechende Äußerungen von Ökonomen. Die Neuverschuldung der Eurozone sei viel geringer als die der USA oder Japans, und auch Italien könne sich selbst retten.

Deutschlandfunk · Interview · 11.11.2011

 
Die italienische und die EU-Flagge wehen am Palazzo di Montecitorio, dem Sitz des italienischen Parlaments in Rom. (Bild: picture alliance / dpa - Patrick Seeger)

"Im italienischen Parlament sitzen dieselben Personen wie bisher"

Wirtschaftswissenschaftler zweifelt an Sparmaßnahmen Italiens

Der Eurorettungsschirm könne Italien nicht retten, weil das Land wirtschaftlich zu groß sei, sagt Stefan Homburg. Sparprogramme seien fraglich, weil das Parlament über diese entscheide. Auch zweifelt der Wirtschaftswissenschaftler wegen des Schuldenschnitts an der künftigen Sicherheit von Staatsanleihen.

Deutschlandfunk · Interview · 11.11.2011

 
Der FDP-Ehrenvorsitzende und maßgebliche Mitgestalter der Europäischen Union, Hans-Dietrich Genscher (Bild: AP)

Genscher will "Stärkung der europäischen Institutionen"

FDP-Ehrenvorsitzender mahnt, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen

Hans-Dietrich Genscher begrüßt, dass sich angesichts der Schuldenkrise "mit Gewalt" eine neue Stabilitätskultur in Europa durchsetzt. Wer künftig Stabilitätsregeln verletzt, muss aus Sicht Genschers zudem durch europäische Institutionen sanktioniert werden können.

Deutschlandfunk · Interview · 10.11.2011

 
Proteste in Athen gegen den Sparkurs der Regierung (Bild: dpa / picture alliance / Alexandros Beltes)

Politologe wirft griechischen Beamten Reformblockade vor

Daniel Gros befürchtet weitere Hängepartie in Athen

Auch der beste Technokrat an der Spitze einer griechischen Regierung könne wenig ändern, wenn sich Beamte und Gewerkschaften weiterhin Reformen verweigern, sagt Daniel Gros vom Centre for European Policy Studies.

Deutschlandfunk · Interview · 10.11.2011

 
Ferber: Teilentschuldung ist die höchste Form der Solidarität, die man gewähren kann. (Bild: AP)

Sorgen um das "Schiff Europa"

CSU-Politiker Markus Ferber fordert Konsequenzen aus der Griechenlandkrise

Markus Ferber, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Europaparlament, hat mehr Macht für die Europäische Kommission gefordert. Wenn sich 17 europäische Regierungschefs um das Ruder rissen, könne man keinen stabilen Kurs fahren.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.11.2011

 
 Alexander Graf Lambsdorff (FDP) (Bild: picture alliance / dpa)

Lambsdorff: Griechische Parteien müssen zuammenarbeiten

Eine Neuwahl könnte Griechenland völlig verändern, meint der EU-Politiker

Noch ist unklar, wie das Votum bei der Vertrauensfrage des griechischen Ministerpräsidenten Papandreou ausgehen wird. Mögliche Neuwahlen würden nach Ansicht des Europaparlamentariers Alexander Graf Lambsdorff aber die Chance bieten, eine breitere Mehrheit für die Sparprogramme zu finden.

Deutschlandfunk · Interview · 4.11.2011

Der Zickzackkurs des griechischen Ministerpräsidenten mache die Lage im Land noch verwirrender und sei nicht im Sinne Europas. Papandreou müsse sein Amt aufgeben und der Bildung einer Übergangsregierung zustimmen, fordert Evangelos Antonaros, Abgeordneter der Oppositionspartei Nea Dimokratia.

Deutschlandfunk · Interview · 4.11.2011

Die Mehrheit für Ministerpräsident Papandreou im griechischen Parlament sei seit Langem hauchdünn und auch die Stimmung unter den Bürgern sei sehr negativ. Genau hier sieht der EU-Abgeordnete der Pasok-Partei Dimitris Droutsas das Grundproblem, um so große Reformmaßnahmen weiterhin durchzubringen.

Deutschlandfunk · Interview · 4.11.2011

Griechenlands Ministerpräsident Papandreou stellt im Parlament die Vertrauensfrage. Alles deute auf eine provisorische Übergangsregierung hin, sagt der Politikwissenschaftler Janis Emmanouilidis. Deren zentrale Aufgabe sei es, unter welcher Führung auch immer die Entscheidungen des Brüsseler Gipfels umzusetzen.

Deutschlandfunk · Interview · 4.11.2011

 
Barack Obama und Nicolas Sarkozy in Cannes (Bild: picture alliance / dpa /Lionel Bonaventure)

Eurokrise überschattet G20-Treffen in Cannes

Die größten Industrie- und Schwellenländer beraten heute über die wirtschaftliche Entwicklung

"Die Welt wartet ungeduldig auf eine Lösung der Eurokrise." Eindringlich hat US-Präsident Obama auf dem G20 Gipfel gewarnt. Auch China und Russland sind besorgt. Die Reform des internationalen Währungssystems - das sollte eigentlich auf der Tagesordnung in Cannes stehen. Doch die schweren Turbulenzen in der Eurozone überlagern praktisch alles andere.

Deutschlandradio · Aktuell · 3.11.2011

 
Mario Draghi ist Nachfolger von Jean-Claude Trichet (Bild: AP)

Mario Draghis EZB-Präsidentschaft beginnt mit Paukenschlag

Nachfolger von Jean-Claude Trichet senkt die Leitzinsen

Es war ein unerwarteter Auftakt: Am dritten Arbeitstag als EZB-Präsident überraschte Mario Draghi mit einer Absenkung des Leitzinses für die Eurozone von 1,5 auf 1,25 Prozent. Draghi begründete diese Entscheidung mit einem sich abschwächenden Wirtschaftswachstum im Euroraum.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 3.11.2011

 
Die Regierung von Ministerpräsident Zapatero fährt einen harten Sparkurs in Spanien. (Bild: AP)

Griechenland lässt Spanien zittern

Angst vor negativen Auswirkungen des Referendums

Das angekündigte Referendum über die Sparauflagen der EU in Griechenland treibt die Risikoaufschläge für viele EU-Länder in die Höhe. Insbesondere in Spanien reagiert die Politik verärgert, hat man dort doch den Eindruck, alles unternommen zu haben, um die Märkte zu beruhigen.

Deutschlandfunk · Europa heute · 3.11.2011

 
 (Bild: dradio.de)

Volksabstimmung wäre die sauberste Lösung

Europakolumne: Bürger müssen stärker in wichtige Entscheidungen eingebunden werden

Die griechischen Wähler sind die richtige Adresse für die Frage, ob sie für den Euro leiden oder auf den Euro verzichten wollen. Das Problem ist nur, dass von der Antwort auch das Wohl vieler anderer Länder abhängt. Das führt zur zentralen Frage: Welche Demokratie braucht Europa?

Deutschlandfunk · Europa heute · 2.11.2011

 
Bartholomäus Kalb (CSU), haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag  (Bild: picture alliance / dpa)

Griechen gehen "einen hoch riskanten Weg"

CSU-Haushaltspolitiker Bartholomäus Kalb über Papandreous Referendum

Er habe ein "gewisses Maß an Verständnis" für die Referendumspläne des griechischen Premiers Giorgios Papandreou, sagt der CSU-Politiker Bartholomäus Kalb. Wichtiger sei aber Papandreous Vertrauensfrage: Verlöre er sie, wäre die griechische Regierung über Monate hinweg handlungsunfähig.

Deutschlandfunk · Interview · 2.11.2011

Der EU-Sozialdemokrat Martin Schulz ist sich nicht sicher, ob die Regierung von Giorgios Papandreou angesichts der für Freitag geplanten Vertrauensfrage das kommende Wochenende noch übersteht. Papandreous Kurs löse international "große Ängste und Irritationen" aus.

Deutschlandfunk · Interview · 2.11.2011

Das geplante Referendum über das europäische Hilfspaket in Griechenland sorgt für Aufregung: Deutsche Banken kritisierten den Vorstoß und die Börsen reagierten mit Kursstürzen. Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Sarkozy haben für Mittwoch ein EU-Krisentreffen einberufen.

Deutschlandradio · Aktuell · 1.11.2011

Das von Papandreou angesetzte Referendum hält der Ökonom Clemens Fuest für "riskant". Bei einem "Nein" drohe der Austritt aus der Währungsunion und damit der "ungeordnete Staatsbankrott" Griechenlands. Dies könne den "Beginn des Auseinanderbrechens der Eurozone" bedeuten.

Deutschlandfunk · Interview · 2.11.2011

 
Mario Draghi war bislang Chef der italienischen Notenbank. (Bild: AP)

Rolle der Europäischen Zentralbank hat "in keinster Weise abgenommen"

Chef-Volkswirt der UBS Deutschland über den Wechsel an der EZB-Spitze und den neuen Präsidenten Mario Draghi

Der neue Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, müsse gegen das Vorurteil ankämpfen, dass er "als italienischer Staatsbürger für eine zu laxe Geldpolitik stehen könnte", sagt Martin Lück, Chef-Volkswirt der UBS Deutschland. Um dem Klischee entgegenzuwirken, werde sich Draghi wahrscheinlich davor hüten, als erste Amtshandlung die Zinsen zu senken.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.11.2011

 
Wolf Klinz (FDP) ist Vorsitzender des Sonderausschusses zur Wirtschafts- und Finanzkrise im Europäischen Parlament. (Bild: www.wolf-klinz.de)

"Nicht so tun, als ob der ganze EFSF in Gefahr wäre"

FDP-Europapolitker zu Euro-Sondergremium-Urteil

Der Europapolitiker Wolfgang Kilz (FDP) sieht durch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts gegen ein Euro-Sondergremium keine Gefahr für eine wirksame Euro-Nothilfe. Auch der Haushaltsausschuss des Bundestages könne effektiv arbeiten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 29.10.2011

 
Ein Sondergremium zum Euro ist vom Bundesverfassungs-gericht gestoppt worden.  (Bild: picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

"Entscheidung ist Plädoyer für die deutsche Demokratie"

Finanzwissenschaftler begrüßt gekipptes Euro-Eilverfahren

Im Nein des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Sondergremium erkennt der Finanzexperte Markus Kerber einen "Sieg für die parlamentarischen Statusrechte". Der Rettungsfonds sei faktisch ein europäisches Finanzministerium geworden.

Deutschlandfunk · Interview · 29.10.2011

 
Griechenland kann mit einem Schuldenschnitt von 50 Prozent von Gläubigerbanken rechnen. (Bild: AP)

"Der Schuldenschnitt allein reicht nicht"

Griechenlands Opposition fordert Papandreou zum Handeln auf

Zur Ankurbelung der griechischen Wirtschaft seien Konjunkturprogramme nötig, sagt der Oppositionspolitiker Evangelos Antonoaros. Seine liberal-konservative Partei Nea Dimokratia fordert daher, nach dem Schuldenschnitt beschlossene Gesetze auch anzuwenden.

Deutschlandfunk · Interview · 28.10.2011

 
Italien ist zum größten Sorgenkind in der Eurozone geworden (Bild: picture alliance / dpa)

Das Problem Berlusconi

Brüssel drängt Italien zum Sparen

Italien spielt längst nicht mehr in der ersten Liga. Der Schuldenberg ist riesig und beläuft sich auf fast zwei Billionen Euro. Das ruft nicht nur die Ratingagenturen auf den Plan. Auch die Euro-Regierungschefs sind alarmiert und zwingen Silvio Berlusconi zum Sparen.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.10.2011

Der Euro muss nicht in Brüssel gerettet werden und nicht in Athen, sondern in Rom. Kippt Italien, dann wird auch die Billion nicht mehr reichen, auf die der Rettungsschirm nun aufgepumpt wird, heißt es aus dem Umfeld der Bundesbank.

Deutschlandradio Kultur · Kommentar · 27.10.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel erläutert die Ergebnisse des EU-Gipfels. (Bild: picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Banken verzichten auf die Hälfte der Forderungen

Euro-Gipfel einig über Schuldenschnitt für Griechenland

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone einigten sich beim Gipfel in Brüssel auf einen Schuldenschnitt Griechenlands. Die Banken erlassen dem Land die Hälfte der Schulden. Zudem wird der Euro-Rettungsschirm mit einem Finanzhebel auf eine Billion Euro erhöht und die Banken werden dazu verpflichtet ihr Kapital aufzustocken.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.10.2011

 
Sigmar Gabriel fordert jetzt die Besteuerung der Finanzmärkte.  (Bild: AP)

"In allerletzter Sekunde eine Wende um 180 Grad" in der Finanzkrise

SPD-Vorsitzender begrüßt Entscheidungen des EU-Gipfels

Spät, aber immerhin - der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel spricht von wichtigen Schritten, die beim EU-Gipfel in Brüssel gemacht worden seien. Schuldenschnitt und Rettungsschirm allein reichten aber nicht aus. Jetzt sei es Zeit, endlich die Finanztransaktionssteuer durchzusetzen.

Deutschlandfunk · Interview · 27.10.2011

Er fordert vor allem eine gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik, mit der Steuerdumping unterbunden wird.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 27.10.2011

 
Elmar Brok, Europaabgeordneter der CDU (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Banken haben keine andere Chance"

CDU-Europolitiker: Haltbarkeit des Euros wird mit neuen EFSF glaubhaft

Der Europaparlamentarier Elmar Brok glaubt, dass die Banken ihre Zustimmung zu den EU-Beschlüssen nicht verweigern werden. Sollten sie sich querstellen, würde das ein solches Durcheinander an den Märkten bedeuten, dass gerade diese Banken den meisten Verlust haben würden, so Brok.

Deutschlandfunk · Interview · 27.10.2011

 
Verantwortlich für die Europa-Projekte der Bertelsmann Stiftung: Joachim Fritz-Vannahme (Bild: Bertelsmann Stiftung,  Fotograf: Thomas Kunsch)

"Moment der Freiwilligkeit ist von vornherein eine Schwäche"

Joachim Fritz-Vannahme: Abmachungen des EU-Gipfels sind nicht einklagbar

Joachim Fritz-Vannahme, Leiter der Europa-Projekte bei der Bertelsmann-Stiftung, bleibt auch nach der Einigung auf den Schuldenschnitt für Griechenland skeptisch: Die europäischen Regierungen seien nach wie vor in einer schwachen Position gegenüber der Finanzwelt und den eigenen Partnern.

Deutschlandfunk · Interview · 27.10.2011

 

Keine Bankenkrise, sondern eine Staatsschuldenkrise

Bankmanager Uwe Fröhlich: Banken und Politik können nicht ohne einander

Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken, rechnet damit, dass sich zwar nicht alle, aber der überwiegende Teil der Banken beim geplanten freiwilligen Forderungsverzicht zugunsten Griechenlands beteiligen werden.

Deutschlandfunk · Interview · 27.10.2011

 
Italiens Schulden bedrohen die Eurozone.  (Bild: picture alliance / dpa / Federico Gambarini)

Die Angst, "mit diesem italienischen Schiff unterzugehen"

Italienische Europaabgeordnete über die Stimmung im Land und die Regierung Berlusconi

In Italien geht die Angst um, darin sind sich diejenigen Europaabgeordneten einig, die nicht zu Berlusconis Partei gehören. Der Ministerpräsident sei angezählt und dabei, "Italien zu zerstören". Längst überfällige Reformen oder Infrastrukturmaßnahmen würden einfach nicht angepackt.

Deutschlandfunk · Europa heute · 26.10.2011

 
Rumäniens Staatspräsident Basescu kritisiert das zögerliche Vorgehen seiner Amtskollegen. (Bild: AP Archiv)

Rumänien sorgt sich wegen der Eurokrise

Staatspräsident Basescu fürchtet Auswirkungen für Nicht-Euro-Länder

Vor seinem Abflug zum EU-Gipfel beklagte der rumänische Staatspräsident das zögerliche Vorgehen seiner Amtskollegen. Er fürchtet massive Auswirkungen der Schuldenkrise für die eigene Volkswirtschaft und stimmte seine Landsleute schon einmal auf harte Zeiten ein.

Deutschlandfunk · Europa heute · 26.10.2011

 
Krohn: Wenn es zu einem vollständigen Ausfall einer Anleihe kommt, dann muss der private Gläubiger für 80 Prozent aufkommen. (Bild: AP)

Hebelung ist "Teilkaskoversicherung"

"FAZ"-Wirtschaftsredakteur erklärt den Hebel zur Euro-Rettung und seine Risiken

Mit der Hebelung werde ein Teil des Wertes einer Staatsanleihe durch den Rettungsfonds abgesichert, sagt Philipp Krohn - in der Regel zwischen 20 und 40 Prozent des Wertes. Das mache dieses Modell für Banken und Versicherungen attraktiv - im Normalfall müssten sie für 100 Prozent ihres Ausfalls geradestehen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 26.10.2011

 
Europäische Farbenlehre (Bild: picture alliance / ZB)

Bundestag muss Farbe bekennen

CSU-Politiker Alois Karl sieht die Euro-Länder als "schicksalshafte Gemeinschaft"

Wie der CSU-Abgeordnete sagt, muss der Bundestag bei der Entscheidung zum Euro-Rettungsschirm heute Farbe bekennen. Er selbst werde für eine Neuregelung stimmen, erklärte Karl, der auch Mitglied des Haushaltsausschusses ist.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.10.2011

 
Torsten Albig, SPD-Spitzenkandidat und  Oberbürgermeister von Kiel (Bild: dapd)

SPD-Politiker: Schuld darf nicht auf die Banken abgewälzt werden

Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig fordert eine nachhaltige Finanzpolitik

Wie Albig sagt, darf die Schuld an der Euro-Schuldenkrise nicht auf einige Investmentbanker abgewälzt werden. Die ganze Gesellschaft sei zu gierig. Deutschland brauche ein funktionierendes Finanzsystem und mehr Ehrlichkeit.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.10.2011

 
Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken (Bild: BDB)

Michael Kemmer: Schuldenschnitt von 60 Prozent keine Gefahr für deutsche Banken

Bankenvertreter fordert Gesamtpaket zur Lösung der griechischen Schuldenkrise

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Michael Kemmer, drängt beim Schuldenschnitt auf eine freiwillige Regelung.

Deutschlandfunk · Wirtschaft am Mittag · 25.10.2011

 
Europa-Fahne (Bild: dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Kornblum: "Es gibt keine Entscheidungskultur"

Ex-US-Botschafter in Deutschland kritisiert Handeln der Europäischen Union in der Krise

Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, attestiert der Europäischen Union in der Euro-Krise fehlende Entscheidungskultur und unzureichende politische Strukturen. Kornblum sagte, es habe "seit einem Jahr - wollen wir es höflich sagen - ein gewisses Zaudern gegeben".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 25.10.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) (Bild: AP)

Merkel kann mit Mehrheit rechnen

Auch SPD und Grüne haben Zustimmung zur EFSF-Erweiterung signalisiert

Alles deutet darauf hin, dass der Bundestag am Mittwoch mit großer Mehrheit für eine effektivere Ausgestaltung des Euro-Rettungsschirms (EFSF) stimmen wird. So haben am Dienstag auch die Grünen und die SPD signalisiert, dem geplanten Hebelmechanismus ihren Segen zu geben.

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Günter Verheugen plädiert für eine

"Wir haben eigentlich nur noch die Wahl zwischen einer ganzen Reihe von Übeln"

Günter Verheugen (SPD) hält die Bundestagsabstimmung vor dem EU-Sondergipfel für notwendig und richtig

Der ehemalige EU-Kommissar für Erweiterungsfragen und Industrie sieht eines der Grundprobleme der europäischen Einigung darin, dass "wir nicht so viel Demokratie auf der Brüsseler Ebene verwirklicht haben, wie sie in Wahrheit längst möglich wäre".

Deutschlandfunk · Interview · 25.10.2011

 
Alexander Alvaro:

FDP-Politiker: Parteikollegen sind sich Verantwortung bewusst

Alexander Alvaro rechnet mit Mehrheit für Regierung bei Abstimmung zum Euro-Rettungsschirm

Der FDP-Europaabgeordnete Alexander Alvaro ist zuversichtlich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit einem Mandat des Deutschen Bundestages zum Gipfel nach Brüssel reisen kann.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 25.10.2011

 
Angesichts der andauernden Eurokrise sind die Märkte nervös.  (Bild: AP)

Ratingagentur: Hoffnung, dass "die Starre" der Politik sich auflöst

Reaktionen der Märkte nach dem Euro-Gipfel in Brüssel

Die Erwartungshaltung der Anleger bezüglich einer Lösung für die Verschuldungskrise sei inzwischen sehr hoch, sagt Thomas Morgenstern von der europäischen Ratingagentur PSR. Mittelfristig werde sich die EU-Schuldenkrise auch negativ auf die Realwirtschaft auswirken.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 24.10.2011

 
Europa steckt in der Schulden-Krise. (Bild: dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Belastungsprobe für die Europäische Union

Die Finanzkrise und die Neuordnung der Institutionen

Die Vorstellungen der Regierungen zur Euro-Rettung gehen weit auseinander. Vor allem zwischen Frankreich und Deutschland klaffen ideologische Gräben. Dahinter stehen grundsätzliche Unterschiede im Staatsverständnis.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 21.10.2011

 
Kanzlerin Angela Merkel (l.) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (Bild: picture alliance / dpa (Horacio Villalobos))

Angst vor der Ansteckung

Wittener Ökonom über Europas Kampf gegen Staatsverschuldung und Bankenkrise

Die Kernfrage sei jetzt, wer die "Anpassungslasten" der Verschuldungskrise tragen müsse, meint der Wirtschaftswissenschaftler André Schmidt. Darüber gebe es elementar unterschiedliche Ansichten von Deutschland und Frankreich.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 21.10.2011

Eckart Stratenschulte, Leiter der Europäischen Akademie, meint, dass die EU durch die Dominanz von Deutschland und Frankreich Schaden nehmen könnte. Mit mäßigem Optimismus reagiert er auf die Frage, ob es nach dem EU-Gipfel ein überzeugendes Ergebnis geben wird.

Deutschlandfunk · Interview · 21.10.2011

"Chaos pur, das ist Anlass zur höchsten Sorge", lautet Cem Özdemirs Kommentar zur aktuellen Finanzpolitik von Angela Merkel. Die Grünen seien darauf vorbereitet, dass es möglicherweise auch vor 2013 schon zu Neuwahlen in Deutschland komme.

Deutschlandfunk · Interview · 21.10.2011

 
Derzeit herrscht Streit um den Einsatz des Rettungsschirms (Bild: dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

Die Zeit des Durchwurstelns ist vorbei

Die andauernde Diskussion um die Euro-Krise

Gestern Nachmittag in Frankfurts Alter Oper gab es große Worte über die Bedeutung Europas. Allmählich scheint auch den Politikern zu dämmern, dass sie den Worten nun endlich Taten folgen lassen müssen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 20.10.2011

 
Die Flaggen der EU, der Griechischen Nationalbank und Griechenlands wehen vor dem Gebäude der Griechischen Nationalbank in Athen (Bild: AP / Kostas Tsironis)

Bangen um den nächsten Griechen-Kredit?

Troika-Entwurf empfiehlt die Auszahlung der nächsten Tranche

Vor der Abstimmung über die letzte Etappe des Sparpaketes in Athen ist es unsicher, dass die nächste Kredittranche fließen kann. Zwar hat die Troika im Berichtsentwurf zur Lage Griechenlands die Zahlung der nächsten Hilfstranche empfohlen, aber der Internationale Währungsfonds meldet Kritik an.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 20.10.2011

 
Der Nussknacker - durch ihn kennt jedes Kind die Hebelwirkung. (Bild: AP Archiv)

Von Hebeln und Schirmen

Die Metaphorik der Eurokrise

Die faszinierende Idee der magischen Geldvermehrung - sie soll nun mit Hilfe des Hebels umgesetzt werden. Der Hebel suggiert solide Mechanik. Würde man vom Aufblasen eines Geldballons sprechen, stellten sich ganz andere Assoziationen ein, kommentiert Burkhard Müller-Ullrich.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 20.10.2011

 
Griechenland soll sich möglichst selbstständig aus der Misere holen (Bild: AP / Thanassis Stavrakis)

Unternehmensberater schlägt Treuhandmodell für Griechenland vor

"Eureka" soll das Land aus der Rezession holen

Markus Krall von der Unternehmensberatung Roland Berger setzt im Falle Griechenlands auf ein Treuhandmodell, das er entwickelt hat: Dabei würde das öffentliche Eigentum des Landes an die EU verkauft. Mit den Geldern könnte Athen seine Wirtschaft binnen etwa 15 Jahren sanieren.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 20.10.2011

 
Wie riskant ist die EFSF-Hebelung? (Bild: AP)

Rechnung mit vielen Unbekannten

Die Ausstockung des EFSF mittels Hebelung ist ein riskantes Spiel

Vor der Hebelung hätten eigentlich alte Beschlüsse umgesetzt werden müssen: Automatisierte Haushaltsdisziplin im Euroraum, dazu kleinere und regulierte Banken, möglichst international. Das wurde versäumt. Weil die Zeit drängt, wird die Politik ihr Spiel mit dem Hebel wohl bald beginnen. Ohne alle Kräfte und Risiken zu kennen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 19.10.2011

 
Der Euro soll gerettet werden - koste es, was es wolle? (Bild: dpa / picture alliance / Julian Stratenschulte)

Kommt der Zwei-Billionen-Euro-Hebel?

Zeitungsberichte: EFSF soll massiv gestärkt werden

Vor dem EU-Gipfel zur Schuldenkrise am Sonntag kursieren Berichte über eine mögliche Aufstockung des Euro-Rettungsfonds.Offenbar haben sich Deutschland und Frankreich geeinigt, den Rettungsschirm EFSF mittels einer Hebelung auf zwei Billionen Euro heraufzusetzen.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.10.2011

Alle Welt spricht vom Kredithebel für den Euro-Stabilisierungsmechanismus EFSF. Doch wie genau funktioniert der Hebel?

Deutschlandfunk · Wirtschaft am Mittag · 19.10.2011

 
Nicht alle Regierungspolitiker stehen hinter dem Kurs von Ministerpräsident Papandreou.  (Bild: AP / Kostas Tsironis)

Ruhe für Griechenland, Rettung für Europa?

Die Erwartungen an den EU-Gipfel variieren

Am kommenden Sonntag ist EU-Gipfel zur Euro-Schuldenkrise in Brüssel. Bis dahin will das griechische Parlament das nächste Sparpaket beschlossen haben. Gleichwohl ist den Athener Politikern bewusst: Das Gesetzespaket bedeutet große Einschnitte für die Bevölkerung.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 18.10.2011

 
Gruppenbild der Teilnehmer beim G-20-Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs in Paris (Bild: picture alliance / dpa / Ian Langsdon)

G-20 sei Dank!

Die Europäer treffen Entscheidungen

Die Welt ist klein geworden. Da kriseln die Europäer vor sich hin, aber sie brauchen wohl den Druck der ganzen Welt, um endlich Entscheidungen zu treffen. Fast willkürlich angesetzt vor Monaten, hat sich dieses G-20-Treffen in Paris schon jetzt gelohnt, kommentiert Jule Reimer.

Deutschlandfunk · Kommentar · 15.10.2011

Die G-20-Finanzminister haben in Paris über die Lösungen für die Schuldenkrise in der Eurozone beraten. Die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer erhöhten den Druck auf die Euroländer , im Kampf gegen die Schuldenkrise entschlossen zu handeln.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.10.2011

 
Angermüller: Wenn Maßnahmen wie der Rettungsschirm nicht glaubwürdig sind, werden sie nachher nur sehr teuer potenziell, aber sie bringen nichts. (Bild: dpa / picture alliance / Horst Galuschka)

Angermüller: Deutschland kann nicht die gesamte EU retten

Wirtschaftswissenschaftler hält weiteren Ausbau des Rettungsschirmes für nicht vermittelbar

Der Ökonom Niels Angermüller hält die Lage Deutschlands in der Schuldenkrise für ernst, aber beherrschbar. Griechenland werde allerdings nicht um einen Schuldenschnitt herumkommen. Dies habe besonders für französische Banken, die viele griechische Anleihen halten, Konsequenzen.

Deutschlandfunk · Interview · 14.10.2011

 
Bundestagspräsident  Norbert Lammert (CDU) (Bild: Deutscher Bundestag)

Lammert kritisiert EFSF-Abstimmungverfahren in Slowakei

Bundestagspräsident über Euro-Rettungsschirm und die Mitbestimmung nationaler Parlamente

Das slowakische Parlament hat im zweiten Anlauf für den erweiterten Euro-Rettungsschirm gestimmt. Der Vorgang sei zwar rechtlich korrekt, aber offensichtlich von taktischem Kalkül geprägt, kritisiert Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU). Für das Ansehen und die Autorität politischer Entscheidungen sei dies nicht hilfreich.

Deutschlandfunk · Interview · 14.10.2011

 
Portugals Jugend protestiert in Lissabon. (Bild: picture alliance / dpa)

Dann machen wir doch eine Revolution!

Portugals Protestbewegung sucht neue Wege

Die Jugendproteste in Portugal im März standen ganz am Anfang der europaweit spürbaren Bewegung für mehr Demokratie. Vor der auf den morgigen Samstag angesetzten weltweiten Demonstration sucht die "Bewegung 12. März" in Lissabon nach neuen Partnerschaften.

Deutschlandfunk · Europa heute · 14.10.2011

 
Eurogruppen-Chef und Ministerpräsident von Luxemburg, Jean-Claude Juncker (Bild: AP)

Juncker bringt Zwangsbeteiligung an Schuldenschnitt ins Spiel

Luxemburgs Premier will aber Gespräche mit Gläubigerbanken abwarten

Er wolle die anstehenden Gespräche mit Privatbanken über eine Beteiligung an einem Schuldenschnitt für Staaten nicht vorbelasten, sagt Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker: Wenn deren freiwillige Beteiligung aber nicht ausreiche, müsse man eine "nicht freiwillige" ins Auge fassen.

Deutschlandfunk · Interview · 14.10.2011

 
Banken in Not sollten eine stärkere Aufsicht bekommen, fordert Hans-Peter Burghof (Bild: AP)

Wirtschaftsprofessor fordert stärkere Bankenaufsicht

Hans-Peter Burghof zum Umgang mit gefährdeten Finanzinstituten

Der Bankenexperte Hans-Peter Burghof hält nichts von einer Rekapitalisierung von Banken mit der Rasenmähermethode. Hätte Deutschland eine starke Bankenaufsicht, könnte diese sich um Institute kümmern, die tatsächlich Kapital bräuchten.

Deutschlandfunk · Interview · 14.10.2011

 
Die Experten warnen vor dem Übergreifen der Schulden- und Finanzkrise auf die Realwirtschaft. (Bild: picture alliance / dpa)

Ein ziemlich guter Kompass

Herbstgutachten der Wirtschaftsinstitute

Winston Churchill hatte von Wirtschaftsexperten keine gute Meinung: Das seien Leute, die hinterher genau sagen könnten, warum ihre Prognosen nicht gestimmt hätten. Bundeskanzlerin Merkel, Finanzminister Schäuble, die Abgeordneten und die anderen Akteure in der Euro-Schuldenkrise sollten sich diese Haltung Churchills nicht zu eigen machen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 13.10.2011

 
Die Flagge der EU und die slowakische Flagge wehen vor dem Nationalrat in Bratislawa (Slowakei). (Bild: picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

Europa will aufs Tempo drücken

Slowakei stimmt im zweiten Anlauf für Ausweitung des Euro-Rettungsschirms

Auf zu neuen Taten wird in Brüssel und manch einer anderen Hauptstadt in der Eurozone heute ausgerufen werden. Der neue Instrumentenkasten der jetzt in Kraft tritt soll sogleich weidlich genutzt werden. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat die Konturen gestern bereits skizziert.

Deutschlandfunk · Kommentar · 13.10.2011

 
Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Garrelt Duin (Bild: AP)

Investieren statt Sparen

Wrtschaftspolitischer Sprecher der SPD zur Konjunktur in Deutschland und Europa

Man spreche nicht über die passende Medizin für einen kranken Patienten, sondern nur darüber, wer dessen Beerdigung bezahlt, kritisiert Garrelt Duin, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD. Er fordert Investitionsprogramme statt weiterer Sparmaßnahmen.

Deutschlandfunk · Interview · 13.10.2011

 
Europa-Fahne (Bild: dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

"Die planen die Wiedereinsetzung eines Wiener Kongresses in Brüssel"

Fraktionschef der Sozialdemokraten im EU-Parlament fordert Wahrung demokratischer Mindeststandards

Der sozialdemokratische EU-Politiker Martin Schulz kritisiert die Pläne zur Schaffung einer europäischen Wirtschaftsregierung. Man könne mit dem Druck der Märkte vieles begründen, nicht aber die Abschaffung des Parlamentarismus in Europa.

Deutschlandfunk · Interview · 13.10.2011

 
Heinrich Haasis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) (Bild: AP)

"Wir haben im Moment keine Bankenkrise"

Sparkassenverbandspräsident Haasis ist gegen Schuldenerlass für Staaten

Werden Staaten Schulden erlassen, fehlt den Gläubigerbanken das angelegte Geld. Als Konsequenz müssten einige Banken mit Staatsgeldern gestützt werden. Das sei "Unsinn", sagt Sparkassenverbandschef Heinrich Haasis. Für die Sparkassen sieht Haasis keine Gefahr.

Deutschlandfunk · Interview · 13.10.2011

 
Wochenlang gab es Proteste auf der Madrider Puerta del Sol gegen den Sparkurs der Regierung (Bild: picture alliance / dpa)

Spanien rettet Banken und kürzt bei Schulen

Hitzige Debatte um die Rekapitalisierung der Finanzinstitute

Spanien hat seine Sparkassen teilweise gestützt. Dabei hat das Land eigentlich gar kein Geld für solche Ausgaben. Schulen und Altersheime werden dagegen nicht mit Geld versorgt - und so wird die Bankenrettung zum bürgerlichen Konfliktstoff.

Deutschlandfunk · Europa heute · 13.10.2011

 
Die Euro-Zone brauche eine einheitliche Führung, sagt Martin Schulz, Fraktionschef der Sozialisten im Europa-Parlament. (Bild: AP Archiv)

Schulz: Mangelndes Management zerstört das Vertrauen in die EU

Europa-Abgeordneter kritisiert das Verhalten der Regierungen in der Euro-Zone

Der Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament, Martin Schulz, wirft den Regierungen der Euro-Zone vor, durch planloses, nicht durch Brüssel kontrollierte Agieren das Vertrauen in die europäische Währung zu verspielen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.10.2011

 
José Manuel Barroso (Bild: AP)

Mehr Kapital für die Banken

Die Pläne von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso

Ein erstes Opfer hat die Schuldenkrise schon gefordert: die belgisch-französische Dexia-Bank - am Wochenende ist sie zerschlagen worden. Nun wird in Berlin, Paris und Brüssel über das Vorgehen diskutiert. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat seine Vorschläge präsentiert.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 12.10.2011

 
Robert Fico, Vorsitzender der slowakischen Sozialdemokraten (Bild: picture alliance / dpa - Peter Hudec)

Slowakei lehnt Rettungsschirm ab

Erneute Abstimmung im Laufe der Woche geplant

Es ist das Ende der Regierung Iveta Radicova und eine Blockade des Euro-Rettungsschirms: Das slowakische Parlament hat gegen das Paket gestimmt und damit der Regierungschefin das Vertrauen entzogen. Noch gibt es aber eine Chance, dass die Slowakei umschwenkt.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.10.2011

Das Nein der Slowakei zum EU-Rettungsschirm zeige, "dass man europäische Entscheidungen nicht einer Kakofonie nationaler Parlamente überlassen kann," sagt der EU-Abgeordnete Sven Giegold. Das Europäische Parlament und der EU-Rat müssten solche Entscheidungen treffen.

Deutschlandfunk · Interview · 12.10.2011

 
Die EU-Flagge weht über dem Pantheon auf der Akropolis in Griechenland. (Bild: AP / Thanassis Stavrakis)

Grünes Licht für Milliarden-Notkredit an Griechenland

Experten-Troika beendet Inspektion

Vermutlich Anfang November können die Milliarden nach Griechenland fließen, nachdem heute die Experten-Troika der EU, der EZB und des Internationalen Währungsfonds ihre Überprüfung beendet hat. Damit wäre Griechenland zunächst vor dem Bankrott gerettet.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 11.10.2011

 
Alle Zinskurven weisen auf einen Schuldenschnitt Griechenlands hin, sagt Ansgar Belke. (Bild: picture alliance / dpa)

DIW-Forschungsdirektor: Irland wird sich aus Rettungsschirm befreien können

Schieflage in Griechenland ist nach Ansicht von Ansgar Belke nicht mit der in Irland vergleichbar

"Bei Irland kann man davon ausgehen, dass es seinen Rettungsschirm loswerden kann, wenn es so weitergeht", sagt der Forschungsdirektor am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Ansgar Belke. Das Budgetdefizit habe sich stark verringert. Bei Griechenland rechnet er hingegen mit einem Schuldenschnitt.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 11.10.2011

 
Der IG-Metall-Gewerkschaftsvorsitzende Berthold Huber (Bild: AP)

"Wir sind die Gewinner des Euros"

IG-Metall-Chef Huber setzt sich für Euro-Rettung ein

Deutsche Unternehmen und die Arbeitnehmer hätten von der Einführung des Euros profitiert, sagt IG-Metall-Chef Berthold Huber. Jetzt müsse man größten Wert darauf legen, dass die gemeinsame Währung erhalten bleibe. Außerdem müsse die Politik klare Regeln für den Finanzmarkt formulieren, sagte der Gewerkschafter.

Deutschlandfunk · Interview · 11.10.2011

 
Otto Fricke, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Fricke: Wir machen uns vor, dass Staaten nicht pleitegehen können

FDP-Politiker fordert Umdenken in Banken- und Wirtschaftskrise

Haushaltspolitiker Otto Fricke (FDP) fordert mehr Ehrlichkeit beim europäischen Krisenmanagement: Länder könnten pleitegehen. Fricke stellt zudem den Bankenstresstest infrage: Die jetzt in Schieflage geratene Dexia-Bank habe bei dem Test gut abgeschnitten.

Deutschlandfunk · Interview · 10.10.2011

Die deutsch-französische Dexia Bank ist das erste Opfer der europäischen Schuldenkrise. Sie soll zerschlagen werden. Doch längst wächst die Angst, dass auch andere Geldinstitute gefährdet sein könnten, zumal sich die Banken kaum noch untereinander Geld ausleihen.

Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 5.10.2011

 
Deauville ist inzwischen das Symbol für eine Europapolitik, wie Angela Merkel und Nicholas Sarkozy sie seit Jahren machen. (Bild: AP)

Politische Klimapflege

Angela Merkels Besuch Brüssel

Angela Merkels Besuch in Brüssel war so etwas wie politische Klimapflege. Immer noch hängt der Geist von Deauville wie eine dunkle Wolke über Europa. Angela Merkel und Nicolas Sarkozy hatten im letzten Herbst in Deauville beschlossen, welchen Weg Europa in der Schuldenkrise einzuschlagen habe.

Deutschlandfunk · Kommentar · 5.10.2011

 
Von Festland-Portugiesen umzingelt - diese Insel-Mentalität befördert Alberto João Jardim auf Madeira. (Bild: AP)

Madeira macht Miese

Neue Milliardenlöcher im portugiesischen Haushalt

Portugals neue Regierung wähnte sich auf der sicheren Seite, nachdem sie unlängst Schutz unter dem Euro-Rettungsschirm gesucht hatte. Doch nun meldet der Provinzfürst von Madeira „Land unter“ in der Staatskasse - und erntet plötzlich heftige Kritik.

Deutschlandfunk · Europa heute · 5.10.2011

 
Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou in Berlin. (Bild: picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

Reichenbach: Griechische Regierung ist zu großen Opfern bereit

Chef der EU-Taskforce über die technische Hilfe für Griechenland

Die Taskforce der EU-Kommission für Griechenland soll helfen, die Wirtschafts- und Finanzstrukturen in dem Schuldenstaat zu verbessern. Gerade in der Rezession sei es notwendig, den Aufschwung vorzubereiten, sagt Taskforce-Leiter Horst Reichenbach. Insbesondere die Verwaltung müsse reformiert werden.

Deutschlandfunk · Interview · 5.10.2011

 
Wäre die Drachme besser für Europa? (Bild: AP)

Was kommt nach der Staatspleite?

Szenarien für eine Insolvenz Griechenlands

Im Bundeswirtschaftsministerium arbeitet man bereits an Plänen für eine geordnete Insolvenz Griechenlands. Andere Experten plädieren jedoch eher für eine Durchfinanzierung per EFSF und wirtschaftliche Quarantäne. Eine Staatspleite könnte ansteckend sein, meinen sie.

Deutschlandfunk · Wirtschaft am Mittag · 4.10.2011

 
Der Bundestag stimmt über den Euro-Rettungsschirm ab (Bild: picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

Finanzexperte: Deutschland rutscht in die Insolvenzgefahr

Stefan Homburg rügt Erweiterung der Rettungsschirme

Der Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen, Stafan Homburg hält das Ende des Euros für eine Möglichkeit, die Finanzlage in Europa wieder zu stabilisieren. Zudem warnt er davor, dass Deutschland durch die Hebelwirkung der erweiterteten Rettungsschirme selbst in die Insolvenz rutschen könnte.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 4.10.2011

 
Christine Lieberknecht (CDU) (Bild: AP)

"Wir haben doch ein solidarisches Volk"

Thüringens Ministerpräsidentin fordert Standhaftigkeit bei der Hilfe für die Schuldenländer

Die finanzpolitischen Debatten verstehe ohnehin kaum ein Mensch, meint die CDU-Ministerpräsidentin von Thüringen, aber die politische Klasse solle den Stammtischen klar machen, dass die Krisenstaaten der EU nicht fallen gelassen würden.

Deutschlandfunk · Interview · 30.9.2011

 
Thomas Oppermann, SPD (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Oppermann wirft Schäuble "Täuschung" der Parlamentarier vor

SPD-Geschäftsführer über die Entscheidung zum Euro-Rettungsschirm

Die Sozialdemokraten halten die Kanzlermehrheit bei der Euro-Abstimmung für wahrscheinlich. Doch die neuesten Gerüchte über einen erweiterten Rettungsschirm seien unerträglich, meint SPD-Geschäftsführer Thomas Oppermann.

Deutschlandfunk · Interview · 29.9.2011

 
Auf eine Europafahne fallen in Karlsruhe Euromünzen. Die Niederlande debattieren über den Euro-Rettungsschirm. (Bild: picture alliance / dpa - Uli Deck)

Kein Cent zu viel nach Griechenland

Niederlande debattieren über Rettungsschirm-Erweiterung

Der Deutsche Bundestag hat der Aufstockung des Euro-Rettungsschirms zugestimmt. Diese Entscheidung steht im niederländischen Parlament noch bevor. Ministerpräsident Mark Rutte ist dafür. Ganz anders der Populist Geert Wilders - keinen Cent mehr für Griechenland, so die Devise.

Deutschlandfunk · Europa heute · 29.9.2011

 
Michael Sommer, DGB-Vorsitzender (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

DGB-Chef unterstützt Ausweitung des Euro-Rettungsschirms

Sommer fordert Wirtschaftsregierung für Europa

Es gebe keine "vernünftige Alternative" zur Ausweitung des europäischen Rettungsschirms, unterstreicht DGB-Chef Michael Sommer. Dennoch müsse Europa an völlig anderen Ecken endlich die Schulaufgaben machen. Dazu gehörten eine vernünftige Besteuerung von Vermögenden und Unternehmen sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.

Deutschlandfunk · Interview · 28.9.2011

 
Klaus-Peter Willsch: Lage Griechenlands hat sich noch verschlechtert. (Bild: dpa / Salome Kegler)

CDU-Politiker Klaus-Peter Willsch bekräftigt Kritik am Euro-Rettungsschirm

Haushaltsexperte: "Für die Griechen wäre es das Beste, es außerhalb des Euro-Raumes zu versuchen"

Der CDU-Haushaltsexperte und EFSF-Kritiker Klaus-Peter Willsch hat seine Ablehnung gegenüber einer Aufstockung des Euro-Rettungsschirms bekräftigt. Der für Donnerstag im Bundestag geplante Beschluss sei nur ein Versuch, Schulden mit noch mehr Schulden zu bekämpfen, so Willsch.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 27.9.2011

 
 Alexander Graf Lambsdorff (FDP) ist Abgeordneter des Europaparlamentes. (Bild: picture alliance / dpa)

Lambsdorff hält Obamas Kritik an Europa für ungerechtfertigt

FDP-Europapolitiker: USA sind Schuld an der Krise

US-Präsident Barack Obama hatte der EU vorgeworfen, in der Finanzkrise nicht schnell genug zu handeln. Dabei sei die amerikanische Niedrigzinspolitik Auslöser der Probleme gewesen, empört sich der FDP-Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff.

Deutschlandfunk · Interview · 27.9.2011

 
Ljubljana ist die Hauptstadt und größte Stadt Sloweniens. (Bild: AP)

Slowenien entscheidet über Euro-Rettungsschirm

Land steckt selbst tief in den Schulden

Die slowenischen Abgeordneten müssten über die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms entscheiden, unter dem eines Tages vielleicht auch Slowenien Schutz suchen wird: Die Staatsverschuldung des Landes liegt mittlerweile bei 45 Prozent. Dennoch ist ungewiss, ob das Parlament zustimmt.

Deutschlandfunk · Europa heute · 27.9.2011

 
Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) (Bild: AP)

BDI-Präsident schlägt Fiskalfonds für Europa vor

Hans-Peter Keitel fordert langfristige Strukturänderungen zur Krisenbewältigung

"Wir brauchen eine Weiterführung der Stabilitätsfonds in Richtung eines europäischen Fiskalfonds," sagt BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. Der Fonds solle ähnlich arbeiten wie der Internationale Währungsfonds - unabhängig von der Politik und als Garant für eine stabile Euro-Währung.

Deutschlandfunk · Interview · 27.9.2011

 
Die Kanzlerin warb bei Günther Jauch für den Kurs der Bundesregierung in der Euro-Krise. (Bild: picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

Kanzlerin zwischen Rettungsschirm und Schuldenschnitt

Schwarz-Gelb wirbt für Euro-Rettungsschirm, Wirtschaft kritisiert ihn

Während die Abstimmung im Bundestag über den Euro-Rettungsschirm am Donnerstag näher rückt und die Kanzlerin bei "Günther Jauch" eindringlich vor einem Schuldenschnitt Griechenlands warnte, mehren sich kritische Stimmen aus der Wirtschaft, die eine Umschuldung fordern.

Deutschlandradio · Aktuell · 26.9.2011

 
Peter Bofinger: Griechenland spart sich zu Tode. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Bofinger: Euro-Rettungsschirm reicht nicht aus

Wirtschaftsweiser fordert Schuldenschnitt - abgesichert mit Eurobonds

Peter Bofinger spricht sich für einen Schuldenschnitt Griechenlands aus. Dieser müsse mit Eurobonds und einer europäischen Kontrolle der überschuldeten Haushalte einhergehen. Der Bundesregierung warf er vor, sie habe die vergangenen eineinhalb Jahre nicht genutzt, um eine umfassende Lösung voranzubringen.

Deutschlandfunk · Interview · 26.9.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz der Regierung (Bild: picture alliance / dpa / Markus Schreiber)

"Für Merkel wäre es ein Problem, keine eigene Mehrheit zu haben"

Politikwissenschaftler Langguth zur Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm

Eine Niederlage in der Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm im Bundestag wäre für Angela Merkel "symbolisch der Beginn des Endes ihrer Kanzlerschaft", glaubt der Politikwissenschaftler und Merkel-Biograf Gerd Langguth.

Deutschlandfunk · Interview · 26.9.2011

 
In der Kritik: Italiens Premierminister Silvio Berlusconi (Bild: AP / Mauro Scrobogna)

Ratingagentur bewertet auch Italiens Politik

Italienische Wissenschaftler und Parlamentarier reagieren empört auf Herabstufung und Sparpakete

Die wirtschaftliche Lage Italiens ist, abgesehen von den hohen Zinsbelastungen, im europäischen Vergleich gar nicht so schlecht. Doch Standard & Poor's hat offenbar auch die Politik von Silvio Berlosconi als negativen Wirtschaftsfaktor gewertet.

Deutschlandfunk · Europa heute · 21.9.2011

 
Der FDP-Politiker Hermann Otto Solms (Bild: picture alliance / ZB)

Solms: Italien hat notwendige Strukturveränderungen versäumt

FDP-Wirtschaftsexperte fordert stabilitätsorientierte Haushaltspolitik von EU-Staaten

Der Schlingerkurs der italienischen Regierung bei der Haushaltssanierung habe zu Irritationen geführt, kritisiert der FDP-Wirtschaftsexperte Hermann Otto Solms. Insgesamt könne man die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens aber gelassen sehen.

Deutschlandfunk · Interview · 20.9.2011

 
Max Otte:

"Griechenland ist nicht mehr zu retten, Italien doch"

Wirtschaftsexperte hält die Bewertungen der Ratingagentur Standard & Poor’s für unausgewogen

Die Herabsetzung Italiens durch die Ratingagenturen ist für den Fondsmanager Max Otte, "fast schon ein Wirtschaftskrieg". Von den europäischen Politikern fordert er eine sofortige Umschuldung Griechenlands und ein Aussetzen der Ratings.

Deutschlandfunk · Interview · 20.9.2011

 
Birgit Homburger, FDP-Vize bekennt sich zu Europa - will aber strengere Stabilitätskriterien für Euro-Länder. (Bild: dpa)

FDP will "saubere Stabilitätskriterien" für Europa

Parteivize Homburger bekräftigt Euro-Kurs der Liberalen

"Wir sind eine europafreundliche Partei," entgegnet Birgit Homburger den Kritikern der FDP. Man wolle aber nicht einfach die Schulden anderer Länder bezahlen. Ihre Partei wolle für Europa strengere Stabilitätskriterien und eine Insolvenzordnung für Staaten.

Deutschlandfunk · Interview · 20.9.2011

 
In Europa herrscht Pessimismus, in Amerika Gleichgültigkeit gegenüber Schuldenbergen (Bild: picture alliance / dpa /)

Gute Schulden, schlechte Schulden

Die Europa-Kolumne

Die Angst vor Schulden scheint zu unserem gemeinsamen kulturellen Erbe zu gehören, zumindest gilt das für Deutschland und ein paar seiner Nachbarstaaten. Selbst fremde Schulden machen uns Angst, Staatsschulden sowieso.

Deutschlandfunk · Europa heute · 19.9.2011

 
Angela Merkel (l.) und Nicolas Sarkozy beim Schuldengipfel in Paris. (Bild: picture alliance / dpa (Horacio Villalobos))

Europas neue Beweglichkeit

Unterschiede zum Krisenmanagement der USA

Die Länder der Eurozone sind dabei, verloren gegangenes Vertrauen wieder zurück zu gewinnen und den alten Kontinent auf eine neue Stufe zu heben. Auch wenn der Alltag manchmal das Gegenteil vermuten lässt, meint Volker Finthammer.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 17.9.2011

 
Der Euro in der Krise (Bild: picture alliance / dpa / Patrick Pleul)

Schuldenabbau und Wachstum

EU-Finanzminister beenden Treffen in Breslau

Als größter Erfolg des EU-Finanzministertreffens gilt die Einigung auf die Reform des Stabilitäts- und Wachstumspakts. Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer dagegen bleibt umstritten. Konjunkturprogrammen, wie sie der US-Finanzministers forderte, erteilten die Europäer eine Absage.

Deutschlandfunk · Wirtschaft am Mittag · 17.9.2011

 
Für den FDP-Politiker müsse Europa eine

"Ich bin für Europa"

FDP-Politiker Burkhard Hirsch befürwortet den Mitgliederentscheid zum Euro-Rettungsschirm

Die Verträge zur Euro-Rettung sollten, laut FDP-Politiker Burkhard Hirsch, durch Volksentscheidung in Kraft gesetzt werden. Er wäre froh, wenn es einen Mitgliederentscheid zur Euro-Rettung nicht nur in der FDP geben würde, damit "eine ernsthafte Diskussion zwischen der Politik und dem Bürger gibt".

Deutschlandfunk · Interview · 17.9.2011

 
Wie sieht die Zukunft Griechenlands aus? (Bild: AP / Thanassis Stavrakis)

Die griechische Tragödie

Szenarien einer Rettung

Ob die nächste Finanzspritze Griechenland wieder auf die Beine hilft, bleibt abzuwarten. Doch was passiert, sollten die internationalen Kreditgeber die Geduld verlieren und den Geldhahn in den nächsten Wochen zudrehen? Für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Landes gibt es mehrere Szenarien.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 15.9.2011

Ein Austritt Griechenlands aus dem Euro ist - trotz aller politischen Wunschszenarien - nach Ansicht einiger Wirtschaftswissenschaftler durchaus im Bereich des Möglichen. Er müsste formal von Athen selbst initiiert werden - mit weitreichenden Folgen.

Deutschlandfunk · Wirtschaft am Mittag · 15.9.2011

 
Dunkle Wolken ziehen über der großen Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main auf. (Bild: picture alliance / dpa)

"Wir müssen jetzt kurzfristig hart sein" mit Griechenland

Familienunternehmer: EZB darf keine Staatsanleihen kaufen

Lutz Goebel, Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, spricht sich für eine geordnete Insolvenz Griechenlands aus. Dafür sei eine Umschuldung und die Beteiligung privater Gläubiger nötig. "Das andere Szenario, retten, koste es was es wolle, das werden wir nicht durchhalten."

Deutschlandfunk · Interview · 15.9.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz der Regierung (Bild: picture alliance / dpa / Markus Schreiber)

Die Mehrheit steht auf dem Spiel

Regierung Merkel vor der ungeordneten politischen Insolvenz

Politisch bankrott! Angela Merkel steht kurz davor, eine solche Erklärung abgeben zu müssen. Nie zuvor sah es für ihre Koalition so düster aus wie heute. Vergeblich hat sie versucht, ihren Vizekanzler zu bändigen. Der Koalitionspartner reagiert trotzig im Streit um die Euro-Schuldenkirse.

Deutschlandfunk · Kommentar · 14.9.2011

 
Dunkle Wolken ziehen über der großen Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main auf. (Bild: picture alliance / dpa)

FDP-Äußerungen zu Griechenland-Krise sorgen weiter für politischen Streit

Machtwort der Kanzlerin zeigt wenig Wirkung

Auch nach Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen sich die Liberalen in der Griechenland-Debatte nicht den Mund verbieten lassen. Es dürfe in der Koalition "kein Schweigegelübde" geben, forderte Generalsekretär Christian Lindner. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler habe nur Selbstverständlichkeiten ausgesprochen.

Deutschlandradio · Aktuell · 14.9.2011

Im Streit zwischen CDU und FDP um den Umgang mit der Euro-Schuldenkrise rät der finanzpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Bartholomäus Kalb, schwierige Euro-Themen nicht mit Koalitionsfragen zu belasten.

Deutschlandfunk · Interview · 14.9.2011

 
Eine auseinander gebrochene Euromünze (Bild: picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Aus Gier aufs falsche Pferd gesetzt

Frankreichs Griechenlandhilfe ist nicht altruistisch

Die griechische Schuldenbombe tickt. Sie hätte schon längst entschärft werden müssen. Stattdessen setzt man wieder einmal auf das, was man nicht mehr hat: Zeit. Zeit ist es indes, die Notbremse zu ziehen, Griechenland drastisch und schlagartig, aber geordnet zu entschulden.

Deutschlandfunk · Kommentar · 13.9.2011

 
Droht ein griechischer Staatsbankrott? (Bild: picture alliance / dpa)

Debatte über mögliche Griechenland-Insolvenz

Im Oktober geht Athen das Geld aus - wenn keine weiteren Hilfen fließen

Seit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) eine geregelte Insolvenz nicht mehr ausgeschlossen hat, geht die Debatte über die Zukunft Griechenlands weiter. Ist ein Staatsbankrott überhaupt möglich? Welche Folgen hätte er für die Währungsunion? Und gibt es Alternativen?

Deutschlandradio · Aktuell · 13.9.2011

 
Für Michael Hüther ist die Bewältigung der Euro-Krise

Hüther: Obamas Euro-Kritik ist auch Botschaft an Amerikaner

Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft zu Obamas Kritik

Die Aussagen von US-Präsident Barack Obama zur Euro-Krise seien auch als Botschaft an das eigene amerikanische Volk zu sehen, meint der Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Michael Hüther. Die USA habe ein großes Interesse an einer "funktionierenden europäischen Wirtschaftsunion", so der Wirtschaftswissenschaftler.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 13.9.2011

 
Griechenlands Ministerpräsident George Papandreou spricht auf einer Konferenz der regierenden Sozialisten in Athen (Bild: AP / Kostas Tsironis)

"Mit einer gewissen industriellen Logik" an die Rettung Griechenland rangehen

BDI-Hauptgeschäftsführer hält die Finanzprobleme für lösbar

Es müsse wieder Vertrauen in die Finanz- und Kapitalmärkte einkehren, sagt Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband der Deutschen Industrie. Dafür sei ein umfassender Umbau der Euro-Zone notwendig. Außerdem müsse der Rettungsplan Europas einem realistischen Zeithorizont entsprechen - und der betrage ungefähr zehn Jahre.

Deutschlandfunk · Interview · 13.9.2011

 

"Es gibt keine Insolvenzordnung für Staaten"

Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes öffentlicher Banken plädiert für Teilverzicht der Gläubiger

Ein Staat kann nicht pleite gehen und aufgelöst werden wie ein Unternehmen - daran erinnert der Banken-Lobbyist Hans Reckers. Die Finanzprobleme der Griechen hält er für lösbar, falls ein hartes Sanierungsprogramm wirksam wird.

Deutschlandfunk · Interview · 13.9.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und FDP-Chef Philipp Rösler. (Bild: picture alliance / dpa)

Schwarz-gelbes Laienspiel

Zum Kurs der Regierung in der Euro-Debatte

Auch in dieser sehr ernsten Lage bietet Schwarz-Gelb nur das gewohnte Bild von Uneinigkeit und Ziellosigkeit, kocht jeder Koalitionspartner sein eigenes Überlebenssüppchen, setzt die Kanzlerin den deutschen Zickzack-Kurs in der Euro-Krise entschlossen fort.

Deutschlandfunk · Kommentar · 12.9.2011

 
Athen braucht jeden Cent (Bild: picture alliance / dpa / Arno Burgi)

Pleite Griechenlands wird nicht mehr ausgeschlossen

Bundeswirtschaftsminister Rösler: "Keine Denkverbote"

Die CSU will Haushaltssünder notfalls aus der Eurozone ausschließen, die FDP spricht offen über eine "geordnete Insolvenz" Griechenlands. Die EU mahnte Athen, Strukturreformen zügig umzusetzen, damit weitere Hilfsgelder fließen könnten.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.9.2011

 
Kösters:

"Griechenland ist schon lange insolvent"

Volkswirtschaftsprofessor Kösters kritisiert mangelnde Reformbereitschaft des Landes

Mit Rettungsschirmen habe sich Europa zur Geisel Griechenlands und anderer Peripherieländer gemacht, sagt Wim Kösters vom Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstitut. Griechenland treibe eigene Reformen zu wenig voran und habe die Sparmaßnahmen nie zur eigenen Sache gemacht.

Deutschlandfunk · Interview · 12.9.2011

 
Dr. Georg Nüßlein, ist haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag. (Bild: Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde)

Nüßlein: Rettungsschirm soll Bankenkrise verhindern

CSU-Politiker rechnet mit Staatspleite Griechenlands

Eine Insolvenz Griechenlands könnte eine Bankenkrise verursachen, sagt der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Georg Nüßlein. Die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms sei nötig, um in diesem Fall den Banken zu helfen.

Deutschlandfunk · Interview · 12.9.2011

 
Die Wirtschafts- und Haushaltspolitik innerhalb der EU müsse besser koordiniert und überwacht werden, sagt Erwin Huber. (Bild: AP)

Huber: Griechenland nicht um jeden Preis retten

CSU-Politiker befürwortet Ausschluss hoch verschuldeter Länder aus dem Euro-Raum

Griechenland soll nach Ansicht der CSU den Euro-Raum verlassen, wenn es seine Haushaltsprobleme nicht in den Griff bekommt. Die CSU habe Griechenland noch nicht abgeschrieben, man müsse jetzt aber alle Szenarien kalkulieren, sagt Ex-CSU-Vorsitzender Erwin Huber.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.9.2011

 
 Alexander Graf Lambsdorff (FDP) (Bild: picture alliance / dpa)

"Nicht blindlings das Land in eine ungeordnete Insolvenz treiben"

Vorsitzender der FDP-Gruppe im Europa-Parlament über Griechenlands Schuldenkrise

Der Liberale Lambsdorff warnt vor einer europäischen Bankenkrise für den Fall, dass eine Umschuldung Griechenlands nicht gelinge. Nötig sei eine Insolvenzordnung für Staaten, um Ansteckungseffekte zu vermeiden.

Deutschlandfunk · Interview · 12.9.2011

 
Das Verfassungsgericht sagt Ja zum Rettungsschirm (Bild: AP)

Bundesverfassungsgericht billigt deutschen Anteil am Euro-Rettungsschirm

Auch Griechenland-Hilfen sind mit dem Grundgesetz vereinbar

Die Klage gegen die deutsche Beteiligung am Euro-Rettungsschirm vor dem Bundesverfassungsgericht ist abgewiesen. Die Richter hoben aber hervor, dass künftige Zahlungen an andere EU-Staaten nur mit Zustimmung des Bundestags geleistet werden dürften.

Deutschlandradio · Aktuell · 7.9.2011

Der Ökonom Joachim Starbatty bezeichnete die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts als salomonisch. Um die Märkte nicht aufzuschrecken, hätten die Richter die Klage abgewiesen - in ihrer Begründung den Klägern in Teilen jedoch recht gegeben. Starbatty hatte zusammen mit anderen die Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Deutschlandfunk · Interview · 7.9.2011

Die parlamentarische Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland habe durch dieses Urteil eine Stärkung erfahren, sagt der Politikwissenschaftler Wichard Woyke.

Deutschlandfunk · Interview · 7.9.2011

Die Finanzmärkte verlangten von der Politik immer schnelle Entscheidungen im Hinterzimmer, sagt FDP-Finanzpolitiker Volker Wissing. Das Haushaltsrecht liege aber beim Parlament, und die sorgfältige Beratung im Bundestag sei wichtiger als "die Öffnung irgendeiner Börse".

Deutschlandfunk · Interview · 7.9.2011

 
Karl Lamers (CDU) ist Europapolitiker und Außenpolitikexperte. (Bild: Deutscher Bundestag)

Karl Lamers: Es kommt auf uns an in Europa

CDU-Politiker beklagt mangelndes Verständnis seiner Partei für die Rolle Deutschlands

Europa sei nicht etwas, das man tun oder lasse könne, sagt der frühere außenpolitische Sprecher der Union-Bundestagsfraktion, Karl Lamers. Eine neue Organisationsform von Politik in Europa sei nötig, weil die Idee von Staat und Macht in festen Grenzen längst überholt sein.

Deutschlandfunk · Interview · 7.9.2011

 
Daumen hoch, Daumen runter in Europa (Bild: picture alliance / dpa / Klaus Titzer)

Die Chance der Euro-Krise

Das Europäische Parlament braucht das volle Haushaltsrecht!

Das ist endlich die richtige Debatte. Mehr Europa erfordert letztlich, nationale Haushaltssouveränität teilweise aufzugeben. Und es ist intellektuelle Redlichkeit, dies auszusprechen, meint die Politologin Ulrike Guérot.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 7.9.2011

 
Auf eine Europafahne fallen in Karlsruhe Euromünzen. (Bild: picture alliance / dpa - Uli Deck)

Verzögerung der Euro-Rettung droht

Slowakei will erst im Dezember über Rettungsschirm entscheiden

Bis Ende September sollen alle Euro-Staaten die Beschlüsse des letzten Euro-Sondergipfels verabschieden. Dafür muss jedes der Euro-Länder zustimmen. Doch die Slowakei könnte den Zeitplan durcheinander bringen: Dort will das Parlament erst Ende des Jahres abstimmen.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 6.9.2011

 
Tausende Menschen protestieren in Rom gegen das Sparparket der Regierung Berlusconi (Bild: picture alliance / dpa / Claudio Peri)

Generalstreik gegen italienisches Sparpaket

Protest legt weite Teile des Landes lahm

Zehntausende Menschen protestierten mit landesweiten Streiks gegen das Sparprogramm der Regierung Berlusconi. Viele öffentliche Einrichtungen blieben geschlossen. Größte Sorge unter den Demonstranten ist, dass das Sparpaket Italien in die selbe Situation wie Griechenland bringt.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 6.9.2011

Auch in Spanien haben die Gewerkschaften zu Protesten aufgerufen. Der Unmut richtet sich gegen die regierenden Sozialisten und die konservative Volkspartei, die im Schnellverfahren die Aufnahme der Schuldenbremse in die Verfassung beschlossen hatten.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 6.9.2011

 
Michael Fuchs ist stellvertetender Vorsitzender der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag. (Bild: Deutscher Bundestag)

Unions-Fraktionsvize glaubt an Mehrheit für Ausweitung des Euro-Rettungspakets

Zusammenhang mit Griechenlandfrage

Noch ist unsicher, ob der Bundestag für die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms stimmen wird. Neben den Mitwirkungsrechten des Parlaments sei für die Entscheidung vieler Abgeordneter auch das Votum der Troika aus EZB, IWF und EU zu weiteren Zahlungen an Griechenland ausschlaggebend, meint Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs.

Deutschlandfunk · Interview · 6.9.2011

 
Otto Fricke, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, MdB (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Eine Rettung Griechenlands um jeden Preis, die wird es nicht geben"

Haushaltspolitischer FDP-Sprecher zur Debatte um den Euro-Rettungsschirm

Falls Griechenland hart und klug spart, habe das Land eine Chance, die Schuldenproblematik zu lösen, sagt Otto Fricke, Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion. Sollte dies nicht geschehen, könne und dürfe man kein weiteres Geld einsetzen.

Deutschlandfunk · Interview · 5.9.2011

 
Quo vadis, EU? (Bild: AP)

Was wird aus der Europäischen Union?

Die Europa-Kolumne von Cerstin Gammelin, Süddeutsche Zeitung

Die Euro-Krise zeigt deutlich, dass sich in der europäischen Finanzpolitik dringend etwas ändern muss. Brauchen wir künftig mehr oder weniger Europa? Cerstin Gammelin, Brüssel-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung, meint klar: mehr.

Deutschlandfunk · Europa heute · 5.9.2011

 
Eine Rückkehr zur Drachme schließt Evangelos Antonaros aus. (Bild: picture alliance / dpa / Arno Burgi)

"Der vernünftige Weg wäre jetzt, kurzfristig Neuwahlen abzuhalten"

Griechischer Abgeordneter wirft Regierung seines Landes Fehler bei Haushaltskonsolidierung vor

Die Regierung Griechenlands habe das Vertrauen der Bevölkerung verloren. "Wir sind (...) der Überzeugung, dass (...) die Griechen mit dieser Regierung, mit dieser Partei, nichts mehr zu tun haben wollen", sagt der griechische Parlamentsabgeordnete Evangelos Antonaros. Er fordert Neuwahlen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 5.9.2011

 
Der Reichstag in Berlin. Die Abgeordneten des Bundestags pochen auf ihr Mitspracherecht in Budgetfragen. (Bild: AP)

Ein Mittelweg bahnt sich an

Die Euro-Rettung und die Mitsprache des Parlaments

Das Bundeskabinett hat beschlossen, den Euro-Rettungsschirm aufzustocken. Der Bundestag entscheidet nun, wie die parlamentarische Kontrolle über die Zahlungen und Kreditgewährungen aussehen soll.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 3.9.2011

 
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (Bild: picture alliance / dpa / Ian Langsdon)

Stabilitätspolitik ohne Biss

Frankreichs Kompromissangebot überzeugt nicht

So viel ist sicher: Es wird sich rächen. Die Finanzmärkte lassen sich von Rhetorik nicht blenden, Wirtschaftspolitik mit Winkelzügen nehmen sie nicht ernst, was sie einfordern, ist echte Stabilitätspolitik, meint Ursula Welter.

Deutschlandfunk · Kommentar · 2.9.2011

 
Horn:

"Wer zu hart auf die Bremse tritt, der lässt die Wirtschaft entgleisen"

Ökonom fordert Wachstumsimpulse Griechenland

Die harten Sparauflagen stürzten die griechische Wirtschaft weiter in die Krise, sagt Wirtschaftswissenschaftler Gustav Adolf Horn. Dies verschärfe die Schuldensituation noch, da man in einer Depression keine Steuereinnahmen generiere.

Deutschlandfunk · Interview · 2.9.2011

 
Ohoven hält es für sinnvoll, bei der Auflage von Eurobonds lediglich eine Teilhaftung der einzelnen Länder festzulegen. (Bild: picture alliance / dpa)

"Notfalls spielen wir die Karlsruher Karten aus"

Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft droht mit Klage gegen Haftungsunion der Euro-Länder

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft lehnt die Haftungsbedingungen und die hohen Haftungsrisiken für Deutschland im Rahmen der geplanten gemeinsamen Schuldenfinanzierung im Euroraum ab. Notfalls werde man gegen den Euro-Kurs der Bundesregierung klagen, sagt Verbandspräsident Mario Ohoven.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 31.8.2011

 
Manfred Weber: Was wir jetzt brauchen, ist Stabilitätskultur. (Bild: AP)

Manfred Weber (CSU): Wir haben genug Gremien in Europa

Europapolitiker spricht sich gegen EU-Wirtschaftsregierung aus

Der CSU-Europaabgeordnete Manfred Weber hat die ablehnende Haltung seiner Partei gegenüber einer EU-Wirtschaftsregierung bekräftigt. Man brauche keine neuen Strukturen in Brüssel. Der Lissabon-Vertrag biete genügend Möglichkeiten, gemeinsam zu handeln.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 30.8.2011

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

Unionspolitiker drohen mit Ablehnung des Euro-Rettungsschirms

Widerstand gegen Merkel aus eigenen Reihen

Die Kanzlermehrheit bei der Abstimmung zum Eurorettungsschirms wankt. Aus der Union und der FDP hagelt es Kritik. Die CSU lehnt die Einführung einer europäischen Wirtschaftsregierung strikt ab. Und andere Abgeordnete sehen durch die Abstimmung die die Parlamentsrechte beschnitten.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.8.2011

Wer für die Schulden seines Nachbarn nicht unbegrenzt aufkommen möchte, ist kein schlechter, sondern ein kluger Nachbar. Ebenso ist, wer eine europäische Transfer-Union ablehnt, kein schlechter, sondern ein kluger Europäer. Das Positionspapier der CSU zur Euro-Schuldenkrise ist deshalb ein vernünftiges Papier.

Deutschlandfunk · Kommentar · 29.8.2011

 
CSU-Europagruppenchef Markus Ferber (Bild: picture alliance / dpa)

"Wir sind jetzt die, die aufräumen"

CSU-Politiker für Verschärfung des Stabilitäts- und Wachstumspakts

Einer Regierung, die die Makroökonomie für alle Staaten der Eurozone definiere, lehne die CSU ab, so der EU-Parlamentarier Marcus Ferber. Die Staaten, die bisher ordentlich gewirtschaftet hätten, würden dadurch abgestraft werden, so der CSU-Politiker weiter.

Deutschlandfunk · Interview · 29.8.2011

 
Der CDU-Finanzexperte Friedrich Merz  fordert präventieve Haushaltskontrollen in der Währugnsunion. (Bild: AP)

Merz: Haushaltskontrolle in der Währungsunion ist unverzichtbar

Der Euro und die Frage der Staaten-Souveränität

Der ehemalige Unions-Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz plädiert für mehr Haushaltsdisziplin in den EU-Staaten. Sollten Länder sich nicht daran halten, bräuchte man wahrscheinlich Instrumente, um die Länder "auf Zeit aus der Währungsunion zu suspendieren", so Merz weiter.

Deutschlandfunk · Interview · 29.8.2011

 
Guérot:

EU-Expertin: Wir steuern auf "Operation am offenen Herzen" zu

Ulrike Guérot fordert vereintes Euro-Schuldenmanagement

Nach Meinung der EU-Expertin Ulrike Guérot braucht die Europäische Union in der aktuellen Schuldenkrise dringender denn je gemeinsame Entscheidungsmechanismen – eine gemeinsame Fiskalpolitik sei längst überfällig.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 29.8.2011

 
Dunkle Wolken ziehen über der großen Euro-Skulptur vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main auf. (Bild: picture alliance / dpa)

Wirtschaft regiert

Auf dem Weg in die Vereinigten Staaten von Europa

In seinem Urteil zur Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zitierte das Bundesverfassungsgericht 1998 (übrigens ohne Nennung der Quelle) Dostojewski: "Geld ist geprägte Freiheit", heißt es in der Karlsruher Euro-Entscheidung ebenso wie in Dostojewskis "Aufzeichnungen aus einem Totenhaus".

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 20.8.2011

 
Börsenexperte Robert Halver verfolgt in Frankfurt am Main den Handel (Bild: picture alliance / dpa)

"Herr Sarkozy und Frau Merkel hätten besser Murmeln gespielt"

Chefanalyst der Baader-Bank kritisiert Gipfelbeschlüsse als vertane Zeit

Die Talfahrt an der Börse setzt sich weiter fort. Das war zu erwarten, nachdem sich Angela Merkel und Nicolas Sarkozy beim Gipfeltreffen für eine Euro-Regierung und eine einheitliche Schuldengrenze aussprachen. Doch mit kaputtsparen werde man keinem Land eine Perspektive bieten, sagt Robert Halver, Chefanalyst der Baader-Bank.

Deutschlandfunk · Interview · 19.8.2011

 
Luc Frieden ist Finanzminister in Luxemburg. (Bild: AP Archiv)

"Über Euro-Bonds sollte man weiter nachdenken"

Luxemburgs Finanzminister wünscht sich "mehr Europa"

Der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden hat die Ergebnisse des deutsch-französischen Gipfels begrüßt. Eine gemeinsame Wirtschaftsregierung für die Euro-Zone sei sinnvoll. Er sprach sich grundsätzlich für die Einführung von Eurobonds aus. Priorität müsse aber zunächst die Haushaltssanierung haben.

Deutschlandfunk · Interview · 18.8.2011

 
Nach dem Gipfel in Paris: Christoph Schalast erkennt

"Euro-Bond nicht vom Tisch"

Finanzexperte befürwortet "marktwirtschaftlich ausgestaltete" Anleihen

Laut Christoph Schalast von der Frankfurt School of Finance and Management könnten Euro-Bonds langfristig die Lösung der Schuldenkrise bedeuten - allerdings nur, wenn die Anleihen an die Maastrichtkriterien gekoppelt seien.

Deutschlandfunk · Interview · 17.8.2011

 
Jürgen Koppelin, Obmann der FDP im Haushaltsausschuss des Bundestages (Bild: Deutscher Bundestag)

"Die Bundesregierung hat sich durchgesetzt"

FDP-Politiker Koppelin zum deutsch-französischen Gipfel

Nach Einschätzung des FDP-Haushaltsexperten Jürgen Koppelin haben Frankreich und Deutschland bei dem Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine gemeinsame Spreche gefunden. Gleichzeitig findet er kritische Worte für die Haltung der Opposition - aber auch für seine eigene Partei.

Deutschlandfunk · Interview · 17.8.2011

 
Jürgen Trittin (Bild: AP)

Trittin: Bundesregierung versucht Eurokrise "auszusitzen"

Grünen-Fraktionschef sieht keine konkreten Ergebnisse des Gipfeltreffens

Die Schuldenkrise werde wegen der "europapolitischen Zerstrittenheit" der Bundesregierung nicht gelöst, sagt der Fraktionschef der Grünen, Jürgen Trittin. Auf dem Schuldengipfel in Paris hätten sich Kanzlerin Merkel und Nicolas Sarkozy zudem "in eine selbst gewählte Blockade reinbegeben".

Deutschlandfunk · Interview · 17.8.2011

 
Klaus-Peter Willsch:

"Euro-Bonds wären genau der falsche Weg"

CDU-Politiker erleichtert über Gipfel-Absage an EU-Anleihen

Laut Klaus-Peter Willsch würden die Einführung von Euro-Bonds eine Mehrbelastung Deutschlands von 40 Milliarden im Jahr bedeuten. Darüber hinaus würde die Ausgabe von gemeinsamen Anleihen den Druck auf die Schuldenländer mindern, besser zu wirtschaften.

Deutschlandfunk · Interview · 17.8.2011

 
Peter Altmaier ist gegen Prinzipienreiterei. (Bild: Bundestagsbüro Peter Altmaier)

Altmaier: Eurobonds verringern den Spardruck

CDU und FDP halten europäische Anleihen für den falschen Weg aus der Krise

Eurobonds seien nicht der richtige Weg, um der Schuldenkrise zu begegnen, so der CDU-Politiker Peter Altmaier. Allerdings müsse man mit kategorischen Festlegungen vorsichtig sein, denn man habe in der Vergangenheit immer wieder vor Situationen gestanden, für die es kein Drehbuch gegeben habe.

Deutschlandfunk · Interview · 15.8.2011

 
Rösler:

"Eurobonds setzen die eindeutig falschen Anreize"

Bundeswirtschaftsminister drängt auf Stabilitätsunion statt gemeinsamer Anleihen

Philipp Rösler fordert zur Bewältigung der Euro-Krise erneut eine Schuldenbremse in allen Mitgliedsstaaten der Währungsunion. Wer dagegen verstoße, müsse automatisch mit Sanktionen rechnen. Eurobonds lehnt der FDP-Politiker als leistungsfeindlich ab.

Deutschlandfunk · Interview · 16.8.2011

 
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel (Bild: AP)

Gabriel: Eurobonds schaffen Sicherheit für die Märkte

SPD-Chef hält europäische Anleihen für unumgänglich

Eurobonds seien ein wichtiges Mittel, um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen, sagt SPD-Chef Sigmar Gabriel. Er plädiert weiter für eine gemeinsame europäische Wirtschafts- und Finanzpolitik.

Deutschlandfunk · Interview · 16.8.2011

 
Jakob von Weizsäcker, Volkswirt, Mitentwickler des Eurobonds-Modells.  (Bild: privat)

"Wir sagen nicht, dass mit unserem Modell alle Probleme gelöst werden"

Mitentwickler der Eurobonds verteidigt seine Idee

Sie seien zwar keine Gesamtlösung, dennoch könnten Eurobonds "ein ganz wichtiger Baustein" zur Bewältigung der Finanzkrise sein, sagt Jakob von Weizsäcker. Im Moment hafte die EU durch die Rettungsschirme für die Schuldenländer, Eurobonds könnten für mehr Transparenz sorgen.

Deutschlandfunk · Interview · 15.8.2011

 
Volker Wissing ist finanzpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag. (Bild: Deutscher Bundestag/H.J. Müller)

"Die Bundesrepublik hat sogar an den Stabilisierungsmaßnahmen verdient"

FDP-Finanzpolitiker verteidigt Reform des Euro-Rettungsschirms

Bis zur Behandlung des Euro-Rettungsschirms im Bundestag im September werde die Regierung präzise Zahlen hinsichtlich der Risiken für den Bundeshaushalt vorlegen, sagt Volker Wissing, finanzpolitischer Sprecher der FDP im Bundestag.

Deutschlandfunk · Interview · 12.8.2011

 

Ankauf von Staatsanleihen geht weiter

Ist die EZB auf dem Weg zur Bad Bank?

Man muss EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wohl zugute halten, dass er die Entscheidung zur Wiederaufnahme der Anleihekäufe nicht leichtfertig getroffen hat. Seit März hatte die Europäische Zentralbank sich mit diesen Käufen von Staatsanleihen am Finanzmarkt zurückgehalten. Erst seit Donnerstag ist sie wieder am Markt aktiv.

Deutschlandfunk · Kommentar · 9.8.2011

 
Alexander Graf Lambsdorff: Ratingagenturen haben mit zum Ausbruch der Krise beigetragen. (Bild: picture alliance / dpa)

Europa-Politiker bringt europäische Ratingagentur ins Spiel

Lambsdorff fordert mehr Wettbewerb auf dem Bewertungsmarkt

Der FDP-Europa-Politiker Alexander Graf Lambsdorff hält die Idee einer europäische Ratingagentur für vernünftig. Diese sollte jedoch keine staatliche Institution sein, damit sie nicht unter politischen Einfluss geraten könnte.

Deutschlandfunk · Interview · 9.8.2011

 
Die Europäische Zentralbank (EZB) steht für ihren Finanzkurs in der Kritik (Bild: AP)

"Wie sollen sich da Märkte orientieren?"

Ökonom Wim Kösters kritisiert den europäischen Wirtschaftskurs

Das Aufkaufen von Anleihen kriselnder Euroländer durch die Europäische Zentralbank ist ein großer Fehler, sagt der Wirtschaftsforscher Wim Kösters. Das beruhige die Märkte kurzfristig - mache aber die Bank von den Krisenländern abhängig.

Deutschlandfunk · Interview · 9.8.2011

 
Heinrich Oberreuter, Direktor der Akademie für Politische Bildung Tutzing (Bild: Akademie für Politische Bildung Tutzing)

Finanzkrise: Oberreuter fordert Sondersitzung des Bundestages

Politologe unterstreicht Mitbestimmungsrecht des Parlaments

Der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter fordert von der Politik angesichts der Finanzkrise, den Kreis der Entscheidungsfinder zu erweitern. Derzeit würden sich nur Kanzlerin und Vizekanzler miteinander über die Probleme an den Börsen abstimmen - der Bundestag sei außen vor.

Deutschlandfunk · Interview · 9.8.2011

 
Ein Frau steht mit einem blauen EU-Schirm im Regen vor dem Gebäudekomplex des EU-Parlaments in Brüssel. (Bild: picture alliance / dpa)

Barrosos Brandbrief und die Eurokrise

Misstöne im Streit um die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms

Es ist schon erstaunlich, wie gering die Gemeinsamkeiten der Europartnerländer in dieser Schuldenkrise einzuschätzen sind. Auch wenn hektisch telefoniert wird, von einer Schicksalsgemeinschaft, wie sie die Wirtschafts- und Währungsunion nach Auffassung der Europäischen Zentralbank darstellt, ist kaum etwas zu spüren.

Deutschlandfunk · Kommentar · 5.8.2011

 
Ein Aktienhändler beobachtet an der Madrider Börse den Aktienkurs. (Bild: AP)

Viel Herdentrieb beim Abgesang an den Börsen

Wirtschaftswissenschaftler plädiert für mehr Optimismus in der Eurokrise

Aufgrund guter Unternehmenszahlen hält Rudolf Hickel, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität Bremen, die Talfahrt an den Börsen für irrational. Allerdings gebe es berechtigte Zweifel daran, ob die Politik mit der Schuldenkrise richtig umgeht.

Deutschlandfunk · Interview · 5.8.2011

 
EU in der Krise (Bild: AP)

"Grauenhafte Figuren"

Geschäftsführer der Herrhausen-Gesellschaft übt harte Kritik an EU-Politikern

Die griechische Schuldenkrise hat nicht nur die Währungsunion ins Wanken gebracht, sie gefährdet das Konzept eines vereinten Europas. Die Politik, so sagt Wolfgang Nowak, habe in Bezug auf Europa alles falsch gemacht - vor allem habe sie die falschen Leute nach Brüssel geschickt.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 21.7.2011

 
Europa muss den Schirm für alle Mitglieder aufspannen. (Bild: picture alliance / dpa)

Bekenntnis zum Euro ist das Mindeste

Der Countdown für das EU-Sondertreffen läuft

Die Bundesregierung, die beim bisherigen Krisenmanagement wegen der ständigen Meinungswechsel eine miserable Figur abgegeben hat, muss sich endlich klar positionieren. Dabei sollte die Kanzlerin auch die ausgestreckte Hand der wahlkämpfenden Sozialdemokraten annehmen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 18.7.2011

 
Ist

Euroland – Pleiteland? Hintergründe zur Schuldenkrise

Gast: Prof. Dr. Max Otte, Finanz- und Wirtschaftswissenschaftler

Kein Tag ohne neue Hiobsbotschaften zur europäischen Schuldenkrise. Verbraucher und Sparer sind verunsichert: Was wird aus "unserem Euro"? Welche Rolle spielen die Banken, welche die Ratingagenturen? Wer verliert, wer profitiert von der Schuldenkrise? Ist der Euro noch zu retten?

Deutschlandradio Kultur · Im Gespräch · 16.7.2011

 
Wie soll es mit der Krise in Griechenland und in der EU weitergehen? (Bild: picture alliance / dpa / Arno Burgi)

Eine Operation am offenen Herzen

Wie Europa die Krise überwinden kann

Wer in diesen Tagen wissen möchte, wie es um Griechenland und die Lösung der Krise bestellt ist, der wird in Europa nicht fündig. Statt an klaren Lösungen zu arbeiten, wächst die Ratlosigkeit unter den europäischen Finanzpolitikern.

Deutschlandradio Kultur · Kommentar · 16.7.2011

 
Der spanische Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero kündigt im Parlament in Madrid einen rigiden Sparkurs an. (Bild: AP)

Mehr Macht für Brüssel

Spanien zeigt sich über Verzögerung der Griechenland-Hilfen verärgert

Die Spekulationen um das griechische Hilfspaket haben auch Spanien wieder schwer geschadet. Regierungschef Zapatero fordert daher mehr Verantwortungsbewusstsein von den mächtigen Ländern der Eurozone.

Deutschlandfunk · Europa heute · 15.7.2011

 
Zentralismus? Kommt nicht in die Eurotüte, meint Werner Abelshauser. (Bild: AP)

"Europa lebt von der Vielfalt seiner Vorteile"

Wirtschaftsexperte: Souveränität der einzelnen EU-Mitgliedstaaten muss in der Euro-Krise gewahrt bleiben

Europas Wettbewerbsprofil liegt in der Vielfalt der Denkweisen im kulturellen wie wirtschaftlichen Bereich, meint der der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser. Deshalb sei auch trotz Eurokrise keine zentrale Lenkung in Wirtschaftsfragen angeraten.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 15.7.2011

 
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (Bild: AP)

Schäuble: Private Gläubiger am Hilfspaket für Griechenland beteiligen

Bundesfinanzminister will jedoch keine "Zuspitzungen an den Märkten" provozieren

Auf ein zweites Hilfspaket für Griechenland konnte sich die Euro-Gruppe noch nicht verständigen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble beharrt weiterhin auf einer Beteiligung privater Gläubiger. Diese müssten nach Abstimmung mit dem IWF und der EZB eingebunden werden.

Deutschlandfunk · Interview · 12.7.2011

 
Kein Reformweg führt Italien an Rom und Silvio Berlusconi vorbei (Bild: picture alliance / dpa)

"Italien hat jetzt wirklich die eigenen Hausaufgaben zu machen"

Der Südtiroler Abgeordnete Brugger sorgt sich um Roms Reformbemühungen

Italien ist die drittgrößte Volkswirtschaft Europas und ächzt unter Milliarden-Schulden. Zwar hat Premier Silvio Berlusconi ein Sparprogramm aufgelegt, "aber in der Umsetzung gibt es bereits wieder Aufweichungen," moniert Siegfried Brugger von der Südtiroler Volkspartei.

Deutschlandfunk · Interview · 12.7.2011

 
Gemeinsam in die Zukunft statt Einzelgänge (Bild: picture alliance / dpa)

EU muss den "Schritt zu einer europäischen Wirtschaftsunion gehen"

Grünen-Politiker Sven Giegold empfiehlt, den Finanzmärkten nicht weiter hinterherzulaufen

Der finanzpolitische Sprecher der Europa-Grünen fordert - wie viele vor ihm - eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik. Wer eine gemeinsame Währung habe, müsse auch eine Wirtschaftsunion haben, statt nationale Einzelinteressen zu verfolgen.

Deutschlandfunk · Interview · 12.7.2011

 
Italien könnte zum nächsten Sorgenkind in der Euro-Zone werden. (Bild: picture alliance / dpa)

Die Geister der Bonitätsbenotung

Zur Diskussion um die Euro-Krise und den Einfluss der Rating-Agenturen

Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass die Politiker in Europa nicht mehr ein noch aus wissen. Seit Freitag steht Italien am Pranger: nicht der Politiker, sondern der Märkte.

Deutschlandfunk · Kommentar · 11.7.2011

 
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor der Regierungsmaschine Konrad Adenauer (Bild: picture alliance / dpa)

Merkel mahnt Italiener zum Sparen

EU-Finanzminister beschließen neuen Rettungsschirm

Die Euro-Zone zittert vor einem Übergreifen der Schuldenkrise auf Italien. Kanzlerin Merkel ruft das Land zur Verabschiedung eines Sparhaushalts auf. Die EU-Finanzminister haben derweil einen neuen, permanenten Rettungsschirm gegründet, der ab 2013 in Kraft treten soll.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.7.2011

 
Reißt Griechenland den Euro mit in den Abgrund? (Bild: Jan-Martin Altgeld)

Grünes Licht für Griechenland-Milliarden

Staatsbankrott vorerst abgewendet

Die Euro-Finanzminister haben eine weitere Kredit-Tranche für Griechenland freigegeben. Zwölf weitere Milliarden Euro können nun bis Mitte Juli nach Athen fließen. Außerdem sollen Investitionen im Land durch technische Unterstützung in großem Umfang angeschoben werden.

Deutschlandradio Kultur · Ortszeit · 3.7.2011

 
Eine griechische Fahne weht vor dem Parlamentsgebäude in Athen im Wind. (Bild: AP)

Abgestimmt

Die Griechen und das große Sparen

Europa atmet auf nach der Billigung des neuen Sparpakets durch das griechische Parlament. Die Menschen in Griechenland wissen nicht so genau, ob sie sich freuen oder aufregen sollen. Ab sofort wird jede griechische Familie auf weitere zehn Prozent ihres bereits gekürzten Jahreseinkommens verzichten müssen.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 2.7.2011

 
Hans-Gert Pöttering (CDU) (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Man hilft den Schwächeren"

Pöttering: Idee Europas hervorheben

Hans-Gert Pöttering fordert anhaltende Solidarität mit Griechenland. "Diejenigen Länder, die in Schwierigkeiten sind, müssen selbst Anstrengungen unternehmen, aber mit ihnen muss auch solidarisch verfahren werden", sagte der Vorsitzende der Konrad-Adenauer Stiftung.

Deutschlandfunk · Interview · 2.7.2011

 
Euro-Münzen auf einer Griechenlandfahne. (Bild: picture alliance / dpa / Arno Burgi)

"Immer mehr Staaten könnten in die Schieflage geraten"

Griechenland-Krise kann zu Vertrauensverlust führen

Die angebotenen Finanzhilfen der privaten Banken zur Rettung Griechenlands entsprechen nicht dem Ernst der Lage, sagt der Geschäftsführenden Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, Kai A. Konrad.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 2.7.2011

 
SPD-Finanzexperte Joachim Poß (Bild: picture alliance / dpa)

"Eine Alibiveranstaltung unter dem Druck der deutschen Öffentlichkeit"

SPD-Politiker kritisiert Beteiligung der Banken an Griechenland-Krise

Joachim Poß, SPD Fraktionsvize, hält die angekündigte Beteiligung der deutschen Banken bei der Griechenland-Rettung für "offenkundig nicht ausreichend". Man hätte von Anfang an eine verpflichtende Mithaftung vorsehen müssen.

Deutschlandfunk · Interview · 1.7.2011

 
Die Krise in Griechenland habe zu

Politologe betont deutsche Führungsrolle in Europa

Emmanouilidis: Kollateralschäden wegen Griechenland-Krise

Angesichts der Griechenland-Krise werde Berlin mehr Verantwortung übernehmen müssen, sagt der Politologe Janis A. Emmanouilidis – und erwartet eine Zustimmung des griechischen Parlaments zum Sparpaket der Regierung.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 29.6.2011

 
Julian Nida-Rümelin fordert einen behutsamen Umgang mit der Griechenland-Krise. (Bild: AP Archiv)

"Mit dem Euro steht und fällt nicht Europa"

Nida-Rümelin wirft Politik Konzeptlosigkeit vor

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie, Julian Nida-Rümelin, hat die Einführung des Euro angesichts der Griechenland-Krise als "programmatisch-konzeptionell undurchdacht" kritisiert. Die europäische Idee insgesamt sei deshallb aber nicht in Gefahr.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 24.6.2011

 
Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei

"Banken machen die Parlamente lächerlich"

Die Linke macht Geldhäuser für Griechenlandkrise mitverantwortlich

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Saarland, Oskar Lafontaine, hält das griechische Sparprogramm für grundfalsch. Man dürfe in ökonomischen Krisen nicht bei Rentnern sparen. Stattdessen empfiehlt er, "die Banken an die Leine" zu legen.

Deutschlandfunk · Interview · 22.6.2011

 
Die Euro-Skulptur vor dem Hauptgebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt (Bild: AP)

Vom Schiedsrichter zum Mitspieler

Die Europäische Zentralbank und die Griechenland-Krise

Helfen die milliardenschweren Hilfsprogramme Griechenland wirklich? Oder wäre eine Umschuldung, der sogenannte "Haircut", die bessere Lösung. Gläubiger müssten teilweise oder sogar ganz auf ihr Geld verzichten - betroffen wäre auch die Europäische Zentralbank.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 17.6.2011

 
Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken. (Bild: BDB)

Banken wollen mitmachen

Beteilgung an Hilfe für Griechenland

Der Bundesverband deutscher Banken hat der Regierung Gesprächsbereitschaft für eine Beteiligung privater Gläubiger an einem neuen Hilfspaket für Griechenland signalisiert. Hauptgeschäftsführer Kemmer nannte die gestern vom Bundestag gebilligten Vorschläge von Finanzminister Schäuble vernünftig.

Deutschlandfunk · Interview · 11.6.2011

 
Eine Euro-Münze zeigt Europa. (Bild: picture alliance / dpa)

Alle sitzen in der Falle

Immer neue Milliarden für Griechenland

Die bittere Wahrheit ist: Allein weil den Griechen schon 110 Milliarden Euro zugeschoben wurden, können sie nun kühl kalkulierend 90 Milliarden Nachschlag einfordern. Mit jeder zusätzlichen Milliarde an Athen wird es schwieriger, das Land pleite gehen zu lassen oder es aus der Euro-Zone auszuschließen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 11.6.2011

 
Die Hypo Real Estate war in Deutschland die Bank mit dem größten Griechenland-Anleihenbestand - und wurde verstaatlicht. (Bild: AP)

Finanzexperte: Den Schaden trägt der Steuerzahler

Beteiligung privater Gläubiger an Griechenland-Hilfe komme viel zu spät

Ein Großteil der privaten Gläubiger Griechenlands, also der Banken, sei ja längst in Staatsbesitz, betont Wolfgang Gerke, Präsident des Bayerischen Finanzzentrums München. Für Griechenland wäre die Insolvenz der bessere Weg gewesen. Mit den jetzigen Sparprogrammen zwinge man das Land in die Rezession.

Deutschlandfunk · Interview · 10.6.2011

 
Max Otte hat das Buch

Experte: Griechenland soll nicht Staatsvermögen "verschleudern"

EU-Streit um Rettungspaket

Der Wirtschafts- und Finanzwissenschaftler Max Otte warnt davor, dass Griechenland sein "Tafelsilber" verkauft. Davon würden wieder nur die Investmentbanken profitieren. Durch den harten Sparkurs in der Krise werde zudem die Wirtschaft abgewürgt, so Otte.

Deutschlandfunk · Interview · 9.6.2011

 
Die Finanzhilfen für Athen werden morgen im Bundestag debattiert. (Bild: picture alliance / dpa)

Schwarz-Gelb sucht Einigung bei Griechenland-Hilfe

Schäuble sieht zusätzliche 90 Milliarden Euro Bedarf

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble haben sich in den Koalitionsfraktionen für weitere Hilfen an Griechenland stark gemacht. Eine Einigung über die Finanzhilfen für das hoch verschuldete Land soll bei einer Klausurtagung erzielt werden.

Deutschlandradio · Aktuell · 9.6.2011

Neue Hilfe für Griechenland nur, wenn nicht mehr allein der Steuerzahler zahlen müsse, sondern auch Banken und private Gläubiger, fordert FDP-Politiker Jürgen Koppelin.

Deutschlandfunk · Interview · 9.6.2011

Griechenland braucht "einfach mehr Zeit" um ohne EU-Hilfe zu wirtschaften, sagt Norbert Barthle.

Deutschlandfunk · Interview · 9.6.2011

Der griechische Wirtschaftswissenschaftler Theodoros Paraskevopoulos setzt auf eine europäische Lösung der Griechenland-Krise.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 9.6.2011

 
Finanzminister Schäuble: Griechenland umschulden (Bild: AP)

Schäuble plädiert für Umschuldung Griechenlands

Koalitionsfraktionen ringen um gemeinsame Haltung

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) spricht sich für ein zweites Hilfspaket und eine Umschuldung Griechenlands aus. Am Abend entscheiden die Koalitionsfraktionen von Union und FDP über eine gemeinsame Position.

Deutschlandradio · Aktuell · 8.6.2011

Spät, vielleicht zu spät hat der Finanzminister mit seinem Brief auf die vielen Bedenken reagiert. Doch auch inhaltlich ist der Kurswechsel überfällig. Denn das bisherige EU-Krisenmanagement ist gescheitert. Ein Staatsbankrott ist trotz der milliardenschweren Infusionen noch immer nicht abgewendet.

Deutschlandfunk · Kommentar · 8.6.2011

 
Der ehemalige  Ministerpräsident Islands Geir Haarde (Bild: picture alliance / dpa)

Angeklagt der fahrlässigen Amtsführung

Islands ehemaliger Ministerpräsident muss sich wegen Finanzkrise verantworten

Es ist der Wunsch vieler, von der Finanzkrise hart getroffenen Isländer: Einen Politiker vor Gericht bringen, der in ihren Augen mitverantwortlich für das Unheil ist. Und so beginnt vor einem Sondergericht heute der Prozess gegen den früheren Ministerpräsidenten Geir Haarde.

Deutschlandfunk · Europa heute · 7.6.2011

 
Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (Bild: picture alliance / dpa /Marcus Brandt)

Sparen kann einen "Kranken kränker" werden lassen

Wirtschaftsexperte über Griechenlands Chancen auf eine wirtschaftliche Gesundung

Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts, warnt: Griechenland braucht Zeit, "um überhaupt eine reale Chance zu haben, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen". Als Zeitfenster nannte er zehn bis 20 Jahre.

Deutschlandfunk · Interview · 7.6.2011

 
Reißt Griechenland den Euro mit in den Abgrund? (Bild: Jan-Martin Altgeld)

"Ich fürchte mich vor der Transferunion"

Politikwissenschaftler: Idee der Währungsunion steht auf der Kippe

Die Transferunion sei eine Haftungsunion, kritisiert Heribert Dieter Heribert Dieter von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Sie sorge dafür, dass unseriöses Wirtschaften belohnt werde.

Deutschlandfunk · Interview · 5.6.2011

 
Eine Euro-Münze steht auf einem Tisch. (Bild: picture alliance / dpa)

DIW-Forscher: Griechenland kommt um Umschuldung nicht herum

Ansgar Belke: Mit Strauss-Kahn verlieren die Griechen einen "Gönner"

Griechenland stehe derzeit auf "des Messers Schneide". Mit einer Umschuldung würde vermieden, dass das Land dauerhaft am Tropf der Europäischen Union hänge, sagt Ansgar Belke, Forschungsdirektor für Makroökonomie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Deutschlandradio Kultur · Interview · 17.5.2011

 
Jürgen Koppelin, FDP-Obmann im Haushaltsausschuss.  (Bild: Deutscher Bundestag)

"Da gibt es gute Leute beim IWF"

FDP-Haushaltspolitiker zum Fall Strauss-Kahn

IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn muss sich dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung stellen. Jürgen Koppelin, FDP-Obmann im Haushaltsausschuss des Bundestages, glaubt jedoch nicht, dass dieser Fall die Beratungen über weitere Finanzhilfen für Griechenland und Portugal belasten könnte.

Deutschlandfunk · Interview · 16.5.2011

 
Die Finanzminister der Euro-Gruppe tagen in Brüssel (Bild: picture alliance / dpa)

Hilfe für Portugal, Zweifel an Griechenland

Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel

Heute beraten die Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel über die Kredite für die angeschlagenen Euro-Länder. Die nächste Tranche für Griechenland steht im Juni an. Portugal soll 78 Milliarden Euro bekommen.

Deutschlandradio · Aktuell · 16.5.2011

 
Kann Europa Griechenland retten? (Bild: picture alliance / dpa)

Euro-Domino

Teure Hilfe für Griechenland

Neue Krise, altes Problem: Griechenlands Wirtschaft steht vor dem Kollaps. EZB, EU-Finanzminister und Ökonomen diskutieren die Optionen. Doch was ist das Beste - für Griechenland und Europa: neue Kredite, Umschuldung, Euro-Austritt?

Deutschlandfunk · Hintergrund · 12.5.2011

 
Bekommt Griechenland seine Probleme in den Griff - in der Euro-Zone herrschen offenbar Zweifel (Bild: AP)

"Zinsen und Zinslasten müssen ja Risikoeinschätzungen folgen"

Unions-Finanzexperte lehnt Umschuldung oder Euroaustritt Griechenlands ab

Griechenland müsse das Risiko eines Zahlungsausfalls reduzieren, sagt Michael Meister, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag. Dann sei es denkbar, dem Land eine Zinserleichterung zuzugestehen.

Deutschlandfunk · Interview · 9.5.2011

 
Nach dem informellen Treffen der EU-Finanzminister büßte der Euro im Wert ein. (Bild: AP)

"Man sollte hier lieber mit offenen Karten spielen"

Nach Geheim-Treffen zur Finanzkrise in Griechenland

Der EU-Parlamentarier der Liberalen, Wolf Klinz, spricht sich für einen offenen Umgang mit der Schuldenkrise Griechenlands aus. Ein Geheim-Treffen wie am Freitag führe nur dazu, dass noch mehr Unruhe auf den Finanzmärkten eintrete.

Deutschlandfunk · Interview · 7.5.2011

 
Frank Schäffler (FDP) ist Mitglied des Deutschen Bundestags und Finanzexperte. (Bild: frank-schaeffler.de)

"Es ist ein kollektiver Rechtsbruch"

FDP-Finanzexperte kritisiert Rettungspaket für Portugal

Portugal erhält 78 Milliarden Euro aus dem EU-Rettungsschirm und muss dafür massiv sparen. Darauf haben sich EU und Währungsfond geeinigt. FDP-Finanzexperte Frank Schäffler bemängelt, der Beschluss verstoße gegen die europäischen Verträge.

Deutschlandfunk · Interview · 5.5.2011

 
EU-Sorgenkind Portugal bittet um Milliardenhilfen (Bild: picture alliance / dpa)

Pflichtbündnis fürs Sparpaket

Die Wahlkampfstragien der portugisischen Parteien

Die Verhandlungen um EU-Finanzhilfen für das hoch verschuldete Portugal sollen noch diese Woche abgeschlossen werden. Über dem Treffen mit den internationalen Institutionen liegt allerdings der Schatten der anstehenden Parlamentswahlen im Juni.

Deutschlandfunk · Europa heute · 2.5.2011

 
Alexander Alvaro, kümmert sich für die FDP in der EU um Haushaltsfragen (Bild: picture alliance / dpa)

Abstimmungsverfahren für Rettungsschirm muss geändert werden

EU-Haushaltspolitiker (FDP) fordert 80-Prozent-Mehrheit

Vor dem Hintergrund des politischen Rechtsrucks in Finnland stellt der stellvertretende Vorsitzende im Haushaltsausschuss des EU-Parlaments, Alexander Alvaro (FDP), infrage, warum diese Abstimmung einstimmig erfolgen muss.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 19.4.2011

 
Die Euro-Skulptur vor dem Hauptgebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt (Bild: AP)

Abgeschirmt

Portugal sucht den EU-Beistand

Jetzt also auch Portugal! Na gut, das war zu erwarten, dass das ärmste Land Westeuropas in diesen schweren Zeiten nicht ohne die Hilfe seiner Euro-Partner würde auskommen können.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 9.4.2011

 
Geldscheine der Währung Euro - Portugal ist auf Finanzhilfen der EU angewiesen. (Bild: Jan-Martin Altgeld)

Blum: "Man muss ein geordnetes System finden"

IWH-Präsident kritisiert EU-Finanzpolitik

Anstatt nur Finanzlöcher zu stopfen sei es wichtig, die Ursachen zu bekämpfen, kritisiert Ulrich Blum, Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle. Der Euro sei an sich solide, es sei die Stabilisierung der Länder, über die man sich Gedanken machen müsse.

Deutschlandfunk · Interview · 9.4.2011

 
EU-Sorgenkind Portugal bittet um Milliardenhilfen (Bild: picture alliance / dpa)

Portugal bekommt Hilfe

EU-Finanzministertreffen im ungarischen Gödöllö diskutiert Bedingungen für Finanzmittel

80 Milliarden Euro für Portugal: Die EU will das nicht ohne Weiteres an Lissabon überweisen oder ohne Gegenleistung dafür geradestehen. Und auch die deutschen Banken warnen vor den Rückzahlungsrisiken.

Deutschlandradio · Aktuell · 8.4.2011

Private Gläubiger müssen in Zukunft einen substanziellen Beitrag leisten, fordert Hans Michelbach, Vorsitzender der CSU-Mittelstands-Union. Man könne die Steuerzahler nicht immer wieder in Bürgschaftssituationen bringen, wenn die Gläubiger "völlig ungeschoren bleiben".

Deutschlandfunk · Interview · 8.4.2011

 
Portugal rettet sich unter den Schirm. (Bild: picture alliance / dpa)

Schuldenkrise bleibt für die Eurozone ein gefährliches Monster

Portugal muss unter den Rettungsschirm

Es war nur noch eine Frage der Zeit. Seit Wochen wurde an den Märkten und innerhalb der europäischen Regierungen offen darüber spekuliert, wann Portugal endlich unter den Euro-Rettungsschirm flüchten würde. Jetzt war der Druck von außen einfach zu groß.

Deutschlandfunk · Kommentar · 7.4.2011

Nicht sparen, bis nationale Konjunkturen vollends abgewürgt sind: Klaus Busch empfiehlt dem Euroraum stattdessen einen vierfachen Krisenbekämpfungsansatz - damit die Euro-Skepsis nicht weiter wächst.

Deutschlandfunk · Interview · 7.4.2011

Nach Griechenland und Irland muss der europäische Rettungsfonds EFSF einem dritten EU-Land helfen. Portugals geschäftsführender Premier José Sócrates gestand am Abend die Notlage ein - zwei Wochen, nachdem sein Sparprogramm abgelehnt worden war.

Deutschlandradio · Aktuell · 7.4.2011

Portugal hat nun doch Finanzhilfen beim Euro-Rettungsfonds beantragt. Das werde die Finanzmärkte beruhigen, hofft der Vorsitzende des Bundestagsfinanzausschusses, Volker Wissing (FDP). Nun müssten die rechtlichen Fragen rasch geklärt werden.

Deutschlandfunk · Interview · 7.4.2011

Nach Meinung des FDP-Finanzpolitikers Oliver Luksic gibt es für Griechenland keinen anderen Weg aus dem horrenden Staatsdefizit als eine Umschuldung. Man könne die Laufzeiten von Krediten verlängern oder niedrige Zinszahlungen vereinbaren.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.4.2011

 
SPD-Finanzexperte Joachim Poß (Bild: picture alliance / dpa)

"Mittendrin in einem schwierigen Prozess"

Poß (SPD): Deutschland gewinnt, wenn Euroländer sich stabilisieren

Joachim Poß, Vizevorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, hofft, dass der neue Euro-Rettungsfonds für die Stabilisierung des Euro ausreichen wird. Die Sicherheit der Währung sei der einzige Grund, der eine so hohe Summe rechtfertige, erklärte er.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 26.3.2011

 
Eine griechische und eine portugiesische Ein-Euro-Münze (Bild: AP)

Euro-Rettungspaket steht

Regierungskrise in Portugal überschattet EU-Finanzgipfel in Brüssel

Der dauerhafte Euro-Rettungsfonds ESM ist beschlossen - er wird 700 Milliarden Euro Volumen umfassen.

Deutschlandradio · Aktuell · 25.3.2011

 
Fine Gael-Chef Enda Kenny werden beste Chancen aud das Amt als Premierminister eingeräumt. (Bild: AP)

Die innenpolitischen Folgen der Eurokrise

Wahl in Irland: Regierungspartei droht Abstrafung für harten Sparkurs

Irland ist das erste der Euro-Länder, dass heute wohl seine Regierung abwählt, weil sich die rund drei Millionen wahlberechtigten Iren von der regierenden Fianna Fail verraten und verkauft fühlen. Sie werfen der Regierung vor, die Rettung bankrotter Banken dem Wohl der Nation vorgezogen zu haben.

Deutschlandfunk · Europa heute · 25.2.2011

 
Die EU-Länder als Puzzle (Bild: picture alliance / dpa)

Ein EU-Gipfel und drei Krisen: Ägypten, Euro, Energie

Die Europäische Union steht vor einer Belastungsprobe

Eigentlich sollte sich der heute beginnende EU-Gipfel mit dem Euro-Rettungsschirm und Binnen-Energien beschäftigen, doch die Krise in Ägypten hat den Staatschefs eine weitere heikle Aufgabe aufgetragen: Sie müssen Position beziehen.

Deutschlandradio · Aktuell · 4.2.2011

 
Ein Frau steht mit einem blauen EU-Schirm im Regen vor dem Gebäudekomplex des EU-Parlaments in Brüssel. (Bild: picture alliance / dpa)

"Die Vorschläge von Herrn Barroso halte ich für schlicht unverantwortlich"

Klare Worte zum Rettungsschirm von FDP-Politiker Volker Wissing

"Wenn aber nur erst zehn Prozent eines Rettungsschirms ausgeschöpft sind und man dann daraus den Schluss zieht, dass man den Rettungsschirm ausweiten muss, dann passt das nicht mehr zusammen" - Volker Wissing warnt vor einer Transferunion.

Deutschlandfunk · Interview · 18.1.2011

Was bisher an Bürgschaften für in Not geratene Euro-Länder zur Verfügung stand, soll in verfügbares Kreditvolumen umgewandelt werden. Außerdem im Fokus: die Haushaltssanierung und Banken-Stresstests.

Deutschlandradio · Aktuell · 18.1.2011

Reicht der EU-Rettungsschirm in seiner jetzigen Form aus oder sollte er ausgeweitet werden? Darüber diskutieren heute in Brüssel die Finanzminister der Euro-Zone. EZB-Chef Trichet ist einer der Befürworter, Bundesfinanzminister Schäuble hat sich dagegen ausgesprochen.

Deutschlandradio · Aktuell · 17.1.2011

 
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) (Bild: AP)

Schäuble lehnt größeren Euro-Rettungsschirm ab

Bundesfinanzminister sieht keinen Handlungsbedarf

Wie Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hält auch Finanzminister Schäuble (CDU) die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms für unnötig. Vor dem heutigen Treffen der EU-Finanzminister warnte Schäuble davor, die Märkte zu verunsichern.

Deutschlandfunk · Interview · 17.1.2011

 
Hat 2011 ausgedient, meint Franz Hörmann: der Euro. (Bild: AP)

Schuldenkrise und kein Ende

Wirtschaftswissenschaftler erwartet 2011 zahlreiche Staatsbankrotte

Auch große Länder könnten bald ihre Zinsen auf die Staatsschuld nicht mehr bezahlen, sagt der Ökonom Franz Hörmann voraus: "Genau dieser Fall wird jetzt 2011 eintreten. Das ist dann in Wirklichkeit der Staatsbankrott."

Deutschlandradio Kultur · Thema

 
Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Die Finanzmärkte drängen die Regierungen massiv in die Ecke"

Wirtschaftsweise Peter Bofinger blickt auf 2011

Peter Bofinger ist positiv überrascht von der guten wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands in der Euro-Krise. Er befürwortet Euro-Bonds. warnt aber vor Euphorie und benennt das Risiko für 2011: die Finanzmärkte selbst.

Deutschlandfunk · Interview

 
Eine Euromünze mit dem Konterfei des spanischen Königs Juan Carlos I. (Bild: AP)

Gefährdet die Euro-Unsicherheit ihr Geld?

Antworten von Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest"

Ist eine private Geldanlage angesichts des sinkenden Euro-Wechselkurses zum Dollar noch sicher? Hermann-Josef Tenhagen klärt auf, beruhigt und gibt Rat.

Deutschlandfunk · Umwelt und Verbraucher

 
Europa hat den Euro. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Wie funktioniert der Euro-Rettungsschirm?

DLF-Reihe: "Euro in der Krise"

Er ist in aller Munde: der 750-Millionen-Euro-Rettungsschirm. Allein die Ankündigung dieser Maßnahme hat die Märkte beruhigt, weil Spekulationen gegen den Euro dadurch mehr als nur zu einer unsicheren Wette werden. Die Wetten laufen schlicht ins Leere.

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Firmenschild der Lehman Brothers Bank in Tokio (Bild: AP)

Was sind Kreditausfallversicherungen - sogenannte CDS?

DLF-Reihe: "Euro in der Krise"

Im Grunde genommen ist es ungefährlich, sich gegen Kreditausfälle zu versichern. Doch diese Credit Default Swaps, kurz CDS, haben die Eurozone in eine tiefe Krise gestürzt - und die Lehman Brothers Bank zu Fall gebracht. Wie funktionieren sie?

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Sie wetten etwa auf einen sinkenden Kurs einer Aktie. (Bild: AP)

Wie Hedgefonds funktionieren

DLF-Reihe "Euro in der Krise"

Hedgefonds brauchen vor allem eines: Intransparenz. Denn wenn die anderen Marktteilnehmer wüssten, welche Strategie sie verfolgten, dann wären sie damit nicht mehr erfolgreich.

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Stapel von Münzen (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Ist eine Schuldenbremse in Europa durchsetzbar?

DLF-Reihe "Euro in der Krise"

Europa sucht nach Antworten auf die Krise. Auch Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble hat einen Vorschlag: die Schuldenbremse. Denn ginge es nach ihm, dann wäre Schluss mit milliardenteuren Rettungspaketen und dem öffentlichen Schuldenmachen.

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Der Kurs der Aktie Griechenland sinkt. (Bild: AP)

Finanztransaktionssteuer in der Diskussion

DLF-Reihe "Euro in der Krise"

Die Krise lehrt: Lässt man Finanzmarktakteure ungehindert agieren, denken sie häufig nur noch an die Vermehrung ihrer Gewinnmöglichkeiten - ohne Rücksicht auf die Verluste anderer. Verschiedene Mittel sind in der Diskussion, auch die Finanztransaktionssteuer.

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Bundespräsident Horst Köhler  (Bild: AP)

Sind Zinsspekulanten Monster?

DLF-Reihe: "Euro in der Krise"

Monster haben längst die Welt der Märchen und Fantasy-Geschichten verlassen, sind in der realen Welt angekommen. Das glaubt zumindest Bundespräsident Horst Köhler, der die internationalen Finanzmärkte schon beim Ausbruch der Finanzkrise als "Monster" bezeichnet hat.

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Europa hat den Euro. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Droht Europa eine Inflationswelle?

DLF-Reihe "Euro in der Krise"

Die Angst vor einer Inflationswelle geht um. Die EZB hat begonnen, als Teil des Rettungsschirms Anleihen aus Griechenland zu kaufen, um den Markt zu stützen. Ein Tabubruch, der ihre Unabhängigkeit und damit ihre Autorität infrage stellt, monieren Experten.

Deutschlandradio · Euro in der Krise

 
Ein Teilnehmer des EU-Gipfels zur Eurokrise in Brüssel trägt einen Plastikbeutel mit Euro-Symbol. (Bild: AP)

EU-Gipfel segnet dauerhaften Rettungsschirm für Eurozone ab

Bankenverband begrüßt EU-Beschlüsse zum Euro

Die EU-Staats- und Regierungschefs setzen heute ihre Beratungen vor allem über die Folgen der Schuldenkrise fort. Der Bundesverband der deutschen Banken hat die auf dem EU-Gipfel in Brüssel beschlossenen Maßnahmen zur Stabilisierung des Euros begrüßt.

Deutschlandradio · Aktuell

750 Milliarden Euro umfasst der Schirm - eine gigantische Summe, die auch aus psychologischen Gründen so hoch angesetzt wurde. Die Botschaft: Seht her, Anleger und Fondsmanager! Unsere Garantien sind so hoch, dass ihr euer Geld auf keinen Fall verliert.

Deutschlandradio · Aktuell

 
Trotz Krise konnte Estland alle Maastricht-Kriterien für die Euro-Einführung erfüllen (Bild: AP)

Euro-Einführung in Estland

Optimismus überwiegt

Estland, das östlichste der drei baltischen Länder, wird zum Jahreswechsel den Euro einführen. Nicht eben ein günstiger Zeitpunkt, mag man denken, doch für die Esten überwiegt nach wie vor der Optimismus.

Deutschlandradio · Aktuell

 
Laut ARD-Deutschland-Trend-Umfrage will mehr als jeder dritte Deutsche die D-Mark zurück. (Bild: AP)

Mit der Härte eines Schokotalers

Wer rettet den Euro?

Diese Nachricht ist nur scheinbar eine gute. 60 Prozent der Bundesbürger stehen nach der jüngsten ARD-Deutschland-Trend-Umfrage zum Euro. Aber jetzt kommt es: Mehr als jeder dritte Deutsche will die D-Mark zurück, immer noch, nach fast einem Jahrzehnt europäischer Gemeinschaftswährung.

Deutschlandfunk · Themen der Woche

 
Euro-Geldscheine (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Europäische Staatsanleihen: Pro und Kontra

Was sind die richtigen Antworten auf die Euro-Krise? Der Vorschlag einer länderübergreifenden Euro-Anleihe heizt die ohnehin schärfer gewordene Diskussion unter den EU-Ländern weiter auf. Denn große Mitgliedsstaaten - so auch Deutschland - sind strikt dagegen.

Deutschlandradio · Aktuell

 
Jürgen Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen.  (Bild: AP)

"Mit Finanzmärkten hat das überhaupt nichts zu tun"

Grünen-Vorsitzender über die Verhandlungen zum Rettungsschirm

Die Bundesregierung möchte das Paket mit dem deutschen Anteil zum Euro-Rettungsschirm verabschieden. Der Grünen-Vorsitzende Jürgen Trittin sagt, auch seine Partei würde gerne zustimmen, doch leider fehlten wichtige Fakten über das Finanzbündel.

Deutschlandfunk · Interview

 
Attac-Aktivist Detlev von Larcher bezweifelt, dass die Bundesregierung es ernst meint mit der Transaktionssteuer. (Bild: AP)

"Da muss Europa vorangehen"

Detlev von Larcher: Europaweite Einführung der Transaktionssteuer hat Signalwirkung

Bundesfinanzminister Schäuble glaubt, eine Transaktionsteuer lasse sich bei den G20-Staaten nicht durchsetzen. "Dann muss man es in Europa anfangen", fordert Attac-Aktivist Detlev von Larcher: "Der Euroraum muss vorangehen und eine Pioniertat vollbringen, der dann andere folgen".

Deutschlandradio Kultur · Interview

 
Eine Euromünze mit dem Konterfei des spanischen Königs Juan Carlos I. (Bild: AP)

Merkel: Euro-Rettungsschirm ist alternativlos

SPD will Zustimmung von strengeren Regeln für Finanzmärkte abhängig machen

Die Opposition hat der Bundesregierung vorgeworfen, in der Euro-Krise mutlos zu handeln. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sagte im Bundestag, das milliardenschwere Rettungspaket sei offenbar an Deutschland vorbei geplant worden. Union und FDP bezeichneten das Rettungspaket gleichermaßen als alternativlos

Deutschlandradio · Aktuell

 
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Die Entscheidung ist notwendig, und sie ist richtig"

Bundesfinanzminister Schäuble bezeichnet Euro-Rettungsschirm als alternativlos

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verteidigt den Euro-Stabilisierungsfonds. Wenn man den Euro stärken wolle, sei das die richtige Entscheidung. Die geforderte Finanztransaktionssteuer sei hingegen mit vielen Hindernissen verbunden.

Deutschlandfunk · Interview

 
So manche Maßnahme gilt auch unter Juristen als umstritten.  (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

"Mit Tricks sollte man geltendes Recht nicht aus dem Weg räumen"

Ehemaliger Bundesverfassungsrichter über den Euro-Rettungsschirm

Vor der Entscheidung des Bundestages über den Euro-Rettungsschirm hat Professor Hans Hugo Klein, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht, Zweifel am juristischen Bestand der getroffenen Maßnahmen geäußert. In einigen Bereichen könnte man gegen geltendes europäisches Recht verstoßen.

Deutschlandfunk · Interview

 
Peter Gauweiler, CSU-MdB (Bild: peter-gauweiler.de)

"Das Ganze ist natürlich heller Wahnsinn"

Gauweiler: EU-Kreditsünder nicht belohnen

Der CSU-Politiker erwägt wegen des milliardenschweren Euro-Stabilisierungsfonds einen Gang nach Karlsruhe. Diese Hilfen würden gegen den Artikel 125 des Lissabon-Vertrages verstoßen.

Deutschlandfunk · Interview

 
Bundespräsident Horst Köhler bezeichnete die internationalen Finanzmärkte als Monster. (Bild: AP)

Fragwürdige Solidaritätsadresse

Der Bundespräsident in Karlsruhe

Die Deutlichkeit, mit der sich der Bundespräsident heute hinter die politischen Entscheidungen zur Stabilisierung des Euros gestellt hat, ist bemerkenswert. Horst Köhler machte sich dabei jene fragwürdige Notstandsrhetorik zu eigen, mit der auch die Bundesregierung ihren Kurswechsel zugunsten gemeinschaftlicher Rettungsaktionen für notorische Defizit-Sünder begründet hat.

Deutschlandfunk · Kommentar

 
Eine Euro-Skulptur steht vor der Europäischen zentralbank (EZB) in Frankfurt am Main. (Bild: AP)

"Die Notenpresse wird nicht angeworfen"

EZB tritt Sorgen vor Inflation im Euroraum entgegen

Die Europäische Zentralbank hat die Befürchtungen einer Inflation im Zuge der Rettungsmaßnahmen für den Euro zurückgewiesen. Das zusätzlich in den Markt gegebene Geld werde zu entsprechender Zeit wieder abgezogen, versicherte der Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark.

Deutschlandfunk · Interview

 
Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank Wim Duisenberg, links, und sein Nachfolger Jean Claude Trichet (Bild:  EZB/Martin Joppen)

Gute Schulden, schlechte Schulden

Die Europäische Währungsunion am Limit

"Die Deutschen glauben eher an die Bundesbank als an den lieben Gott", sagte einst Jacques Delors als der Vertrag von Mastricht 1992 ausgehandelt wurde. Ein Satz, den wohl heute kaum noch jemand unterschreiben würde.

Deutschlandfunk · Hintergrund

 
Eine EU-Fahne weht vor der EU-Kommission in Brüssel  im Wind. (Bild: AP)

Bundeskabinett segnet Euro-Rettungsschirm ab

Bundestag debattiert kommende Woche

Deutschland wird sich am Rettungspaket für den Euro beteiligen. Damit bürgt die Bundesrepublik für circa 125 Milliarden Euro an Krediten, die kriselnden Euroländern bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden. Die Zustimmung im Bundestag steht noch aus.

Deutschlandradio · Aktuell

 
Millarden und Abermilliarden für diverse Rettungspakete - diese Zahlen sind für uns nicht vorstellbar. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Unvorstellbare Zahlen

Die Summen der Rettungspakete übersteigen unser Vorstellungsvermögen

750 Milliarden zur Rettung des Euro. "Wir Menschen sind einfach nicht dafür gemacht, solche großen Zahlen uns vorstellen zu können", sagt der Mathematiker Albrecht Beutelspacher und fordert deshalb "künstliche Sicherheitsmechanismen" bei gewissen Transaktionen.

Deutschlandradio Kultur · Thema

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy.  (Bild: AP)

Sarkozy am Ziel

Wie sehr beeinflusst Frankreichs Staatspräsident Europas Wirtschaftspolitik?

Europas Regierungschefs haben ein milliardenschweres Rettungspaket geschnürt, um überschuldeten Staaten zu helfen. Damit ist auch die Strategie der Einzelfallhilfe an Länder wie Griechenland passé. Stattdessen können nun alle Euroländer auf einen Fonds zugreifen.

Deutschlandfunk · Europa heute

 
Bei einem früheren Eingreifen der Politik hätte es Alternativen zum Rettungsschirm von IWF und EU gegeben, sagt Rolf Langhammer. (Bild: AP)

"Man hätte viel, viel schneller reagieren müssen"

IfW-Vizepräsident Langhammer: Politik trägt Mitschuld an Krise in Euro-Ländern

Es hätte Alternativen zum 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm von EU und IWF gegeben, wenn die Politik früher reagiert hätte, sagt der Vizepräsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Rolf Langhammer.

Deutschlandradio Kultur · Interview

 
Der Börsenraum in Frankfurt am Main. (Bild: AP)

"Es würde eine Unterschrift des Chefs der BaFIN" reichen

Wirtschaftswissenschaftler Enderlein über Verbotsmöglichkeiten für Spekulationsgeschäfte

Hendrik Enderlein fordert zur Stabilisierung der Finanzmärkte ein Verbot von hoch spekulativen Geschäften. Dazu genüge in Deutschland eine Unterschrift der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFIN.

Deutschlandfunk · Interview

 
P. Jorion:

Zerstörerisches Geld

Lehren aus der Hyperkrise, Teil 2: Gespräch mit dem Wirtschaftskolumnisten Paul Jorion

Die ungehemmte Liberalisierung der Märkte und die Ausdehnung der internationalen Arbeitsteilung haben die gigantischen Wachstums- und Wohlstandsversprechen nicht einlösen können. Der Aktienkurs sei wichtiger geworden als die eigentliche Produktion, kritisiert Paul Jorion.

Deutschlandfunk · Essay und Diskurs

 
Im Hafen von Piräus stapeln sich die nicht abgefertigten Container. (Bild: AP)

Verkehrsunfall oder Systemfehler?

Gesprächsserie "Lehren aus der Hyperkrise"

In der Gesprächsserie "Lehren aus der Hyperkrise" unterhält sich Stefan Fuchs mit dem Wirtschaftswissenschaftler Heiner Flassbeck darüber, ob es sich beim Finanzcrash und seinen Folgen nur um einen Verkehrsunfall oder gar einen Systemfehler handelt.

Deutschlandfunk · Essay und Diskurs

 
Wird Dänemark jemals den Euro-Ländern angehören?  (Bild: AP)

In weiter Ferne

Die Dänen tun sich schwer mit dem Euro

In der Frage der Euroeinführung ist in Dänemark noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Nun hat der Fall Griechenland die Angst vor der internationalen Währung weiter geschürt.

Deutschlandfunk · Europa heute

 
Geldscheine der Währung Euro. (Bild: Jan-Martin Altgeld)

"Wir steigen im Moment aus der Stabilitätsunion aus"

Finanzexperte Max Otte zur Euro-Stützung

Die EU-Finanzminister haben sich auf einen Kreditrahmen für kriselnde Euro-Staaten verständigt. Keine langfristige Lösung, meint Finanz- und Wirtschaftsexperte Max Otte, verrät aber: Er habe heute morgen selbst schon Aktien gekauft.

Deutschlandfunk · Interview

 
EU-Kommissionspräsident Barroso nach dem Sondergipfel. (Bild: AP)

Erste Hilfe für den Euro

Notfallsystem für angeschlagene Währung auf Sondergipfel in Brüssel beschlossen

In der vergangenen Nacht beschlossen die Staats- und Regierungschefs der 16 Euro-Länder ein Rettungspaket für den Euro. Es soll verhindern, dass Staaten in eine gefährliche Schieflage geraten und die gemeinsame Währung gefährden.

Deutschlandradio · Aktuell

 
Eine Euromünze liegt auf einer Dollarnote (Bild: AP)

Chefvolkswirt erwartet "weiterhin Druck auf den Euro"

Ulrich Kater: Lösung der Probleme um Staatsfinanzierung Voraussetzung für Erholung

Ein Euro ist zurzeit etwa 1,27 US-Dollar wert, ein Minus von 12 Prozent seit Jahresbeginn. Ulrich Kater beruhigt: Der Euro sei stabil, doch die Märkte hinterfragten "die Konstitution der Länder, die den Euro bilden".

Deutschlandfunk · Interview

 
2008 kam der Börsencrash - nun will die Politik Konsequenzen ziehen.  (Bild: AP)

Banker an die kurze Leine

Europa und die Lehren aus der Finanzkrise

Die Europäische Union berät über eine stärkere Regulierung des europäischen Finanzmarktes. Im Gespräch sind unter anderem eine Bankenabgabe, ein neues Bankeninsolvenzrecht, eine höhere Eigenkapitalausstattung der Banken oder eine Finanztransaktionssteuer.

Deutschlandfunk · Hintergrund

 
Griechenland leidet an der Finanzkrise (hier die Akropolis in Athen). (Bild: AP)

"Es gibt einen Geburtsfehler des Euro"

FDP-Politiker Chatzimarkakis fordert Kontrolle bei Griechenland-Hilfe

Der FDP-Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis hat angesichts der Finanzkrise Griechenlands eine starke Kontrolle internationaler Hilfen und die Schaffung eines Europäischen Währungsfonds verlangt. Es brauche nun eine kurzfristige Lösung für das Land, sagte Chatzimarkakis.

Deutschlandradio Kultur · Interview

 
Peter Bofinger, Mitglied im Rat der

Wirtschaftweiser: IWF-Vorschlag zur Inflation ist "Schnapsidee"

Bofinger: Europäische Zentralbank wird auf bisherigem Konsens zu Geldwertstabilität beharren

Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, spricht sich gegen den Vorschlag des Internationalen Währungsfonds aus, eine höhere Inflation zuzulassen.

Deutschlandradio Kultur · Interview

 
 

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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013

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