Seit 150 Jahren gibt es Cowboy Poetry. Gedichte, in denen Cowboys aus ihrem Leben erzählen, sind eine eigenständige Gattung der amerikanischen Literaturgeschichte, die in Europa weitgehend unbekannt ist.
Marktforscher und Werbepsychologen versuchen mit immer neuen Methoden, Werbebotschaften an den passenden Kunden zu bringen. Dafür sortieren sie Menschen, stecken sie in Schubladen und drücken ihnen einen Stempel auf: SOHO, DINK oder LOHAS. Was steckt dahinter?
Armut und Chaos allein können den rasanten Aufstieg der somalischen Piraterie nicht erklären. Es handelt sich um organisiertes Verbrechen, das vom Clansystem begünstigt wird. Der Blick auf die Geschichte zeigt, dass Kaperei und Piratenbekämpfung immer wieder politisch instrumentalisiert wurden.
Seit der Osterweiterung der EU stellen Sinti und Roma die größte Minderheit des Kontinents. Über keine andere Volksgruppe wissen die Mehrheitsgesellschaften so wenig und glauben so viel Negatives zu kennen.
"Es ist nie hinreichend über den Zusammenhang von Trostlosigkeit und Trotz nachgedacht worden", schrieb ein Freund über Leben und Arbeit von Rainer Werner Fassbinder. In Christiane Rechts Hörspiel erinnern sich Weggefährten an den großen Regisseur.
20 lange Jahre hat die Tochter des Malers Jürgen Hans Grümmer, in jungen Jahren Geheimtipp der Kölner Kunstszene, nichts von ihm gehört. Sehr langsam entdecken Vater und Tochter füreinander längst verloren Geglaubtes. Nach seinem Tod sieht Grümmers Tochter, dass sein Spätwerk die Trauer um die verlorenen 20 Jahre Gemeinsamkeit spiegelt.
Das Netzwerk couchsurfing.org bietet Weltenbummlern die Möglichkeit, Menschen fern der Heimat für ein paar Tage in ihrem Zuhause kennenzulernen. Die Autorin war mit ihrem siebenjährigen Sohn mehrere Wochen in China zwischen Megastädten und traditionellen Wasserdörfern unterwegs.
Der Begriff Freundschaft hat sich verändert. Durch die sozialen Netzwerke im Internet kann man Tag und Nacht kommunizieren. Aber helfen Statusmeldungen wie "Meine Zähne sehnen sich nach Zahnseide" wirklich, Freundschaften zu pflegen?
"Ich habe es satt! Es muss doch noch etwas anderes geben." Ein Leben ohne Chef, ohne sinnlosen Konsum, nahe an der Natur? Tim Zülch wartet nicht mehr auf die große Revolution, die alles zum Besseren wendet, er macht sich auf die Suche nach einem anderen Leben.
Walter Frevert war der bekannteste Jäger Deutschlands. Seine Bücher sind bis heute Klassiker der Jagdliteratur. Nach dem Krieg und einer fast lupenreinen Entnazifizierung leitete Frevert das Staatsforstamt Kaltenbronn/Baden-Baden im Schwarzwald.
Vor den Bars parken dicke Geländelimousinen, in der Marina dümpeln teure Motoryachten, Türme aus Glas und Stahl wachsen in den Himmel. Seit die Waffen schweigen, zieht es immer mehr Szenegänger und Investoren nach Beirut.
Der 15. August ist der Nationalfeiertag der Akadier in der kanadischen Provinz Neubraunschweig. Überall gehen die Menschen auf die Straße und machen so viel Krach wie möglich. 'Le Grand Tintamarre - Das große Lärmen' ist die trotzige Selbstbehauptung einer französischsprachigen Minderheit in Kanada, die 1755 von den Engländern verjagt wurde.
Menschen, die vor Supermärkten stehen und Obdachlosenzeitungen verkaufen, sind längst ein vertrautes Bild in Großstädten. So auch im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Niemand konnte sich daran erinnern, wann der Mann das erste Mal da stand.
Was haben Wiener Klassik und Rockmusik gemeinsam? Gar nichts? Wer einmal genau hinhört, beispielsweise in die Ouvertüre von Mozarts "Zauberflöte" und in "Smoke on the Water" von Deep Purple, der spürt: Tief unten im musikalischen Fundament, im Bassbereich, erklingt dieselbe rhythmische Figur, ein stetiges Pulsieren von großer Schubkraft.
Kroatien, sagen die Kroaten, ist nicht verloren, solange wir singen und Gott loben. In Dubrovnik loben sie Gott in gleich vier Bekenntnissen. Katholische Gotteshäuser, eine serbisch-orthodoxe Kirche, eine Moschee und eine Synagoge stehen nur einen Steinwurf voneinander entfernt.
Atommülltransporte, Tierfabriken, Großbauprojekte. Auf Sommercamps und Workshopwochenenden werden kreative Protestformen ausprobiert und an den folgenden Tagen vertieft. Kurse wie Klettern, Anketten, Verstecktes Theater oder Sitzblockade sollen den Teilnehmern ein sofortiges Engagement auf Großkundgebungen oder illegalen Protestaktionen ermöglichen.
Seit der Aussetzung der Wehrpflicht ist auch der Zivildienst obsolet. Dafür gibt es nun den sogenannten Bundesfreiwilligendienst, abgekürzt Bufdi. Er dauert sechs bis 24 Monate, Männer und Frauen ab 16 Jahren sollen u.a. in Krankenhäusern, Alten- oder Behindertenheimen eingesetzt werden.
Seit dem Beginn des Irak-Krieges 2003 sitzen sie jeden Freitagnachmittag an einer verkehrsreichen Straßenecke des kleinen nordkalifornischen Städtchens Mill Valley und demonstrieren. Eine Gruppe grauhaariger Menschen - die Seniors for Peace.
Um zu protestieren, braucht man sich keinem Wasserwerfer auszusetzen: Man kann per Mausklick eine Afrikanerin vor der Steinigung retten, bayerische Füchse vor dem Jagdgewehr oder einen spanischen Stier vor dem Torero. Was heute der Klick ist, war früher der Brief.
Als im Mai 2011 Dominique Strauss-Kahn, damals Chef des Internationalen Währungsfonds und in Frankreich hochgehandelter Präsidentschaftskandidat, in New York wegen angeblicher Vergewaltigung festgenommen wurde, überschlug sich die Weltpresse.
Straßenprostitution ist zwar längst legal, doch allerorten geht der Kampf um sie weiter - ob in Dortmund oder Zürich, Köln oder Wien. Im Feature treten auf: die alteingesessene Sexarbeiterin gegen die neue aus Bulgarien, die Lokalpolitikerin, Frauenberaterinnen und Anwohner, das Ordnungsamt und die Polizei, Frauenversteher und Kinderbeschützer.
Miriam Makeba, im März 1932 geboren, war schon mit 30 Jahren, wo immer sie auftrat, "Mama Afrika". Die Sängerin brachte Anfang der 60er-Jahre die Musik ihrer Heimat Südafrika nach Europa und Amerika.
"Mensch gewordener Nerv. Zerplatzender Intellekt. Fakir, der sich die Nadeln gespitzter Gedanken aus dem Gehirn zieht", so begeisterte sich die Vossische Zeitung nach einem Vortrag des österreichischen Journalisten, Essayisten und Redners Anton Kuh 1920 in Berlin.
Am 4. Oktober 2010 bricht der Damm des Auffangbeckens einer Aluminiumhütte im westungarischen Kolontár. Binnen weniger Minuten ergießen sich unter lautem Getöse über 800.000 Kubikmeter hochgiftigen Schlamms über Dörfer und Felder.
Liebesgeschichten, fast Todesgeschichten, und doch real. Die Stimme des Herzens kennt sich im Land der Liebe nicht unbedingt aus: Menschen erzählen von Begegnungen, die gefährlich wurden, sie existenziell an die Kante brachten.
In Kiew findet im August 1942 das sogenannte Todesspiel statt. Die Betriebsmannschaft einer Brotfabrik tritt gegen eine Flakelf der deutschen Wehrmacht an. Und es passierte, was so nicht abgesprochen war: Die ukrainische Mannschaft gewinnt mit 5:3.
Sie haben Millionen Fans zwischen Brixen und Brüssel, Wien und Weimar. Von ihren TV-Einschaltquoten können Popstars nur träumen. Für ihre Spatzen-Fans ist die Pilgerfahrt nach Kastelruth, einer 2000-Seelen-Gemeinde in Südtirol, Höhepunkt im Leben.
Härte gilt in Tschetschenien traditionell als Tugend, nur ein starker Mann kann seine Familie beschützen. Ringen ist im Kaukasus Volkssport, ähnlich beliebt sind Judo, Karate und Boxen. Die mehrfachen Olympiasieger Buwasir und Adam Saitijew werden hoch verehrt.
Was war man tatenfroh mit 13 oder 14. Und: noch leer und suchend. Zack, konnte ein Popstar Vorbild sein - oder die so lebendige Lehrerin in Deutsch. Ja, es gibt auch gute Lehrer. Und immer feinere Lehrmethoden: nonverbale Signale, Pädagogik der Gefühle.
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Uraufführung "The Outcast" am Nationaltheater Mannheim
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Vatikan bestätigt Festnahme des päpstlichen Kammerdieners
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