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Antonio hat einen guten Beruf, eine Frau und eine Geliebte. Aber ihn verfolgt ein Trauma. Eines Tages bricht er alle Brücken hinter sich ab, kündigt sieben Jahre vor der Pensionierung und begibt sich alleine auf eine Nilkreuzfahrt.
Sie ist die traurige Ikone des "Cyber-Mobbings": "Dog Shit Girl", eine junge Koreanerin, deren Hund seine Notdurft in der U-Bahn verrichtete: Fotografiert, ausspioniert, ins Netz gestellt. Die Komposition "Dog Shit Girl" thematisiert öffentliche Denunziation und private Entäußerung im web 2.0.
Wir schreiben das Jahr 1895. In Köln, in einer dunklen Gasse neben einem Revuetheater, wird der reiche Jungerbe Baron Olaf von Dollingen mit eingeschlagenem Schädel aufgefunden. Offensichtlich kein einfacher Raubmord, denn Dollingens gefüllte Geldbörse ist noch vorhanden.
Dr. Martin G. Hirt, begnadeter Assistenzarzt an der Eden-Klinik, steht kurz vor seiner hundertsten Schenkelhals-OP, die ihn endlich zur Facharzt- Prüfung qualifizieren wird. Doch dramatische Ereignisse ver¬düstern die Vorfreude des jungen Arztes: Chefarzt Dr. Roller, genannt „der Kugelblitz“, macht ihm wegen eines lapidaren Ausrutschers das Leben schwer.
Eine Frau überfällt in ihrer Freude über neuerworbene Designer-Möbel die Gewissheit des Scheiterns ihrer Liebe. Ein frischgebackener Hausbesitzer verzweifelt über der erdrückenden Schuldenlast. So unterschiedlich die Szenarien auch sind: Immer fungiert die Wohnung als Kulisse, vor der sich die inneren Dramen abspielen.
Man hätte ja längst darauf kommen können: Ein Haustier kann einem lebensuntüchtigen Langzeitarbeitslosen zu einem strukturierten Alltag verhelfen! Das neue Programm soll für den Hartz IV Empfänger Nr. 137569 die letzte Chance sein, denn nach gut zehn Jahren ohne Arbeit hat er es in hinhaltendem Widerstand gegen Maßnahmen zu einer gewissen Meisterschaft gebracht.
Gay Limerick, der Butler von Benmore Castle, hat es nicht leicht. Nicht nur, dass sich sein Schlossherr, Lord Benmore, hoch verschuldet hat und sich jetzt umbringen will. Er bekommt auch noch eine ganze Gangsterbande ins Haus.
"Nachrichten von den Gefühlen". Um Zusammenhang herzustellen, muss Zusammenhang aufgegeben werden. Die Geschichten in "Unheimlichkeit der Zeit" erschienen erstmals 1977. In 18 Heften sind Bruchstücke aus DDR-, Kriegs- und Vorkriegszeiten versammelt. Zur Zeit der Niederschrift lag Alexander Kluges Vater im Sterben.
"Sie setzt sich auf den Boden der Telefonzelle und weint. Sie achtet darauf, dass sie von draußen gesehen wird. Es tröstet sie, ein Bild zu sein, das jemand einem anderen beschreiben könnte, in einer Stunde vielleicht oder morgen, vielleicht öfter noch, vielleicht immer wieder, ein Bild, das vielleicht nie vergessen wird."
"Ein Feld, eine Wiese, Wind, ein entferntes Auto, Vogelstimmen. Abwarten. Eine Auffälligkeit, ein kurzes Flattern rechts neben den Strommasten. Der Griff zum Fernglas. Die Jacke raschelt – viel zu laut ... Jetzt den Blick halten und das Okular vor das Gesichtsfeld schieben: Da ist er. Schaut direkt in deine Richtung, als würden sich die Blicke treffen. Plötzlich eine Bewegung, dein Blick verliert seinen Fixpunkt. Ein kurzes Schwindelgefühl. Weg ist er."
Kaum zu glauben, dass es in Harlem, New Yorks dreckigem Hinterhof, so vertrauensselige und tollpatschige Kerle gibt wie Jackson: Zuerst sitzt er einer Bande von vermeintlichen Geldfälschern auf, dann verschwindet seine große Liebe Imabelle samt Geld und Goldkoffer, und auf der Suche nach ihr gerät Jackson in die Hände einer Mörderbande.
Sara, verlassene Ehefrau, Mitte 50, wartet bereits seit sieben Stunden auf ihren Urlaubsflieger und vertreibt sich die Zeit mit Telefonaten, obwohl sie Handys hasst. Auch Claudia, Ende 40, Ex-Call-Girl und Firmenchefin, telefoniert ständig und droht ihrem Liebhaber Jan mit Geld-und Liebesentzug. Plötzlich bricht Chaos aus, ein Attentat.
„Du bist viel jünger als ich. Du weißt nicht, was es heißt, alt zu sein.“ Karl ist 82 und sein Sohn Martin bringt ihn beim Waldspaziergang auf Trab. Mobil sein ist alles. Aber das Tempo ist zu verschieden, auch die Wahrnehmung ist anders. Im Wald gibt es Irrwege, Irrtümer und Wunder.
Patsy Randolph sucht Hilfe bei dem Psychiater Dr. Bernstein. Sie erklärt, ihr Mann Peter wolle sie in den Wahnsinn treiben, um an ihr Vermögen zu kommen. Der Psychiater zweifelt. Aber Patsy fühlt sich verfolgt von alten Ängsten aus ihrer Kindheit, als der Vater sie strafte, weil eine der wunderbaren Vogelplastiken zerbrochen war. Jetzt hört sie die Stimme ihres toten Vaters, den ihr Mann schon immer gut imitieren konnte. Und nur er weiß, wie sehr sie die Vogelplastiken liebt, von denen plötzlich wieder eine mit zerbrochenen Flügeln am Boden liegt.
Frank Mol, technischer Redakteur des Pharmaunternehmens "Beeep", beschäftigt sich tagtäglich mit Texten, die sonst kaum jemand liest: mit Beipackzetteln. Er sammelt die irrsinnigsten Stilblüten und fantastischsten Nebenwirkungen, die er in den Packungsbeilagen finden kann. Ein unterhaltsamer Job. Doch Frank Mol ist krank. Er weiß es genau.
Ob sie noch da sind, will er wissen, die Soldaten in der Stube unterm Teppich. "Du hast träumt, Vatter", sagt die Tochter, "dea Krieg is vorbei. Scho lang." Aber wenn's finster ist, hilft ihm nicht mal Medizin. Da sind sie wieder unterm Teppich. Existieren sie nur im Wahn eines alten, einsamen Mannes? Oder auch in anderen Köpfen?
Ende der 60er-Jahre tauchten zum ersten Mal Schallplatten mit Geräuschen für den Heimgebrauch auf. Sie hießen "Die Kulisse", "Musik zum Unterlegen" oder "Geräusche in Stereo mit Kennrille und Ansage" und richteten sich vor allem an "den Schmalfilmer, Tonband- und Diafreund".Ausgehend von diesem Format konstruiert Felix Kubin eine polymorphe Klangbibliothek, deren Ziel es ist, die Geräusche vom Katalog zu befreien.
Moskau, 1961. Zu Yevgeny Marlov, dem selbst ernannten Privatdetektiv, kommt man nur, wenn ein Fall jenseits aller politischen und gesetzlichen Grenzen gelöst werden muss. Kein Geringerer als der Erste Parteisekretär und Regierungschef Nikita Sergejewitsch Chruschtschow wendet sich an ihn: Eine Leiche muss verschwinden.
In "Koma Island" führt Anne Krüger eine rastlose Gesellschaft vor, stetig auf der Suche nach Ablenkung, um nicht mit sich, mit der eigenen Amoral und Gefühllosigkeit, konfrontiert zu sein. Eine Welt voller Egomanen auf der Flucht vor sich selbst.
Das Sterben im Moment der Vollkommenheit: Der Samurai, der sich den Bauch aufschlitzt, nimmt dem Feind die Möglichkeit, sich mit seinem Tod zu brüsten. Kamikazeflieger stürzen sich, begleitet von den Segenswünschen der zurückbleibenden Offiziere, auf amerikanische Schlachtschiffe. Der Schriftsteller Mishima scheitert mit einem Putsch und begeht Harakiri. Ein Mädchen will wegen der Quälereien ihrer Mitschüler sterben: Gesichter des Freitods in Japan.
Frühmorgens schneit dem Privatdetektiv Lew Archer ein Auftraggeber ins Haus. Carl Hallmann ist gerade aus der psychiatrischen Anstalt geflohen. Er behauptet, sein Bruder Jerry und dessen Frau hätten ihn nach dem Tod des Vaters in die Psychiatrie einweisen lassen, um in den Besitz seines Erbes zu kommen. Archer glaubt Carl nicht und will ihn zurück in die Psychiatrie bringen. Carl flieht. Kurz darauf findet man Jerrys Leiche. Für die Öffentlichkeit ist der Fall klar. Es beginnt eine Menschenjagd auf den "gemeingefährlichen Irren”. Jetzt interessiert sich auch Lew Archer für Carls Geschichte.
Seemann Paul ist 20 und will Schiffskoch in Genua werden. Aber er ist ein Pechvogel und landet in einer süddeutschen Kleinstadt, wo er nun sein Glück versucht. Mama soll ihm Geld für die Weiterreise nach Italien schicken. Bis dahin träumt Paul von der rosigen Rosi. Die hat einen Petticoat und arbeitet im Friseursalon "Rosi" neben der Milchbar.
"Die Architektur des Gehirns als Modell für komplexe Stadtstrukturen?" – Dieser Aufsatz des Hirnforschers Wolf Singer hat den Komponisten Norbert Walter Peters zu einer Überlagerung von neuronalen, urbanen und musikalischen Gestalten angeregt.
Mitte des 19. Jahrhunderts. Tom Sawyer lebt bei seiner Tante Polly in der Kleinstadt St. Petersburg am Mississippi. Er hat keine Eltern mehr und zum Ärger der strengen Tante nur Unsinn im Kopf. Zusammen mit seinem neuen Freund Huckleberry Finn, der am Rande der Stadt in einer Tonne haust und seltsame Geheimnisse kennt, träumt er von großen Abenteuern. Am liebsten würde er Seeräuber werden oder Schatzgräber.
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"Learning by ear", Interaktives Jugendradio in Afghanistan
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Beim Americas Cup kämpfen Yacht-Ungetüme und Juristenteams der Milliardäre
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Boomtown Istanbul: Gespräch mit Ernst Struck, Prof. für Anthropogeographie
Sendezeit: 09.02.2010, 12:48
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