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INTEGRATIONSDEBATTE
Bei vielen türkischstämmigen Menschen seien Wulffs Signale positiv wahrgenommen worden, meint Hilal Sezgin. (Bild: AP)

Wulff um Integration "aufrichtig bemüht"

Die türkischstämmige Schriftstellerin Hilal Sezgin bedauert den Rücktritt des Bundespräsidenten

Obwohl er nötig gewesen sei, bedauere sie Christian Wulffs Rücktritt, sagte die türkischstämmige Schriftstellerin Hilal Sezgin. Wulff habe sich als Präsident aller in Deutschland lebenden Menschen begriffen, nicht nur als Oberhaupt der Deutschen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 18.2.2012

 
Durch Ausgrenzung gehen der Gesellschaft viele Kompetenzen verloren, warnt Schouler-Ocak. (Bild: Stock.XCHNG / Cathy Kaplan)

"Sogar Selbstmordgedanken" durch rassistische Ausgrenzung

Ärztin der Psychiatrie zu den psychischen Folgen von Diskriminierung

Depressionen, Zwangserkrankungen, Suchterkrankungen und andere gesundheitliche Beschwerden sind mögliche Folgen für Opfer von rassistischer Diskriminierung, sagt Meryam Schouler-Ocak, Oberärztin der Psychiatrie der Charité in Berlin.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 8.2.2012

 
DJ Ipek (Bild: DJ Ipek)

"Allah liebt mich, weil er mich zu einer Lesbe gemacht hat"

Die Deutsch-Türkin Ipek über ihre Liebe zu Frauen und die Arbeit als DJ

Lesbisch und türkisch zu sein war für sie nie ein Widerspruch, sagt DJ Ipek. Als "typisches Kofferkind" pendelte sie als Mädchen zwischen der Türkei und Deutschland. Heute ist Ipek Ipekcioglu 38 und ein internationaler Star in der Club- und Musikszene.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 31.10.2011

 
Für die Recherchen von

Türkische Arbeiter "waren Menschen zweiter, dritter Klasse"

Autor Wallraff verweist auf Erfolg seiner Enthüllung "Ganz unten"

Mit seiner vor über 25 Jahren geschriebenen Gastarbeiter-Reportage "Ganz unten" habe er einiges bewegt, ist der Journalist Günter Wallraff überzeugt. Mittlerweile setzten sich Türken und Deutsche auf vielen Ebenen "auf Augenhöhe" auseinander.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 31.10.2011

 
Türkische Gastarbeiter kommen am Flughafen in Düsseldorf an. (Bild: picture alliance / dpa /Wolfgang Hub)

Ein kompliziertes Verhältnis

50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei den Vertrag über die Anwerbung von Arbeitskräften. Die Arbeitslosigkeit war in der Türkei damals hoch und viele versuchten ihr Glück in der Fremde.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 30.10.2011

 
Eine Gruppe türkischer Gastarbeiter in Hannover liest aufmerksam in der türkischen Zeitung

50 Jahre türkische Einwanderung

Programmschwerpunkt im Radiofeuilleton

Als vor 50 Jahren die ersten türkischen "Gastarbeiter" nach Deutschland kamen, glaubte niemand, dass dies eine Langzeitbeziehung werden würde. Doch die Türkinnen und Türken kamen, und viele von ihnen blieben.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 28.10.2011

 
Der deutsch-türkische

"Kiezdeutsch ist informelle gesprochene Sprache"

Sprachwissenschaftlerin über deutsch-türkische Sprachblüten

Heike Wiese von der Uni Potsdam beschäftigt sich mit dem Kiezdialekt. Die neudeutschen Stilblüten hätten türkische Fremdwörter integriert. Dadurch, dass viele Sprecher mehrsprachig sind, sei die Kiezsprache ein sehr dynamischer Dialekt.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 28.10.2011

 
Während Döner in Deutschland überwiegend aus Kalbfleisch hergestellt wird, besteht er in der Türkei aus Rind oder Lamm. (Bild: AP)

In der Türkei isst man Döner vom Teller

Der Herr der Spieße aus Berlin über seinen Aufstieg und seine Pläne

Nach Ansicht des Unternehmers Remzi Kaplan haben sich die Türken in dem halben Jahrhundert seit Beginn der Anwerbung in Deutschland sehr verändert. Er selbst hat es vom kleinen Markthändler zum millionenschweren Döner-Produzenten gebracht.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 27.10.2011

 
Eine Gruppe türkischer Gastarbeiter liest aufmerksam in der türkischen Zeitung

Wenn man nie richtig dazugehört

Autor Imran Ayata über seine Erfahrungen als Migrant

Das Anwerbeabkommen mit der Türkei sei eine Geschichte mit vielen Brüchen, Widersprüchen und Ungereimtheiten, sagt der Autor Imran Ayata. Der Sohn türkischer Einwanderer hofft, dass der Aspekt der Herkunft und der Abstammung in Zukunft nicht mehr die Bedeutung haben werde wie in seinem Leben.

Deutschlandfunk · Interview · 28.10.2011

 
Armin Laschet (CDU) glaubt, dass der Islam auch ohne 9/11 ein großes Thema geworden wäre. (Bild: AP Archiv)

"Mit Sicherheit hat sich das Interesse am Islam verändert"

Ex-Integrationsminister sieht "Differenzierung" nach 9/11

Der CDU-Politiker Armin Laschet, glaubt, dass nach 9/11 die Auseinandersetzung mit dem Islam an Dramatik gewonnen habe. Das gesteigerte Interesse habe auch dazu geführt, zwischen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden und den Islam als Teil der Gesellschaft anzuerkennen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 12.9.2011

 
Bilkay Öney beim Amtsantritt im Mai 2011 (Bild: picture alliance / dpa / Bernd Weißbrod)

Politik bei Familiennachzug-Sprachtest "nicht in Zugzwang"

Baden-Württembergs Integrationsministerin: Stellungnahme der EU-Kommission nicht bindend

Die Integrationsministerin von Baden-Württemberg, Bilkay Öney (SPD), sieht bei den Sprachtests für Familiennachzügler keinen Bedarf einer gesetzlichen Nachbesserung. Die Stellungnahme der EU-Kommission sei rechtlich nicht bindend.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 6.8.2011

 
Ein polnischer Arbeiter auf einer Baustelle (Bild: picture alliance / dpa)

Polen in Berlin

Wie sieht der deutsch-polnische Alltag aus?

Während die Öffentlichkeit lautstark darüber debattiert, wie das Zusammenleben mit den türkischen Einwanderern funktionieren kann, stehen die polnischen Berliner selten im Mittelpunkt des Interesses. Kein Wunder, führen sie doch ein verhältnismäßig unauffälliges Leben in der Hauptstadt.

Deutschlandradio Kultur · Länderreport · 5.8.2011

 
Die Uni ist ein sozialer Lebensraum. (Bild: picture alliance / dpa)

Auswärtige Studierende vermissen "Willkommenskultur"

DAAD-Tagung zu Integrationsprojekten an deutschen Hochschulen

Studierende aus dem Ausland finden oft keinen Zugang zu ihren deutschen Kommilitonen und fühlen sich auch von den Profs nicht angenommen, sagt Yasemin Karakasoglu, Konrektorin für Interkulturalität an der Uni Bremen. Die Uni sei ein sozialer Lebensraum, in dem man nur gut lernen könne, "wenn man sich akzeptiert fühlt".

Deutschlandfunk · Campus & Karriere · 7.6.2011

 
Das Bundeskanzleramt in Berlin (Bild: Stock.XCHNG / Ronald Schuster)

Bundesbeirat für Integration nimmt Arbeit auf

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde fordert Einwanderungsministerium

Er ist im Bundeskanzleramt angesiedelt und wird von der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer geleitet: Heute konstituiert sich der Bundesbeirat für Integration. Begleitet wird die Premiere von Kritik und der Forderung nach einem Ministerium für diese Aufgabe.

Deutschlandradio · Aktuell · 23.5.2011

Er hat 32 Mitglieder und soll die Frage beantworten, wie Migranten und Deutsche zusammenleben wollen und können: Im Bundesbeirat für Migration hat Maria Böhmer Menschen versammelt, für die ein unvoreingenommenes Miteinander erste Priorität ist.

Deutschlandfunk · Interview · 23.5.2011

Vor der ersten Sitzung des Bundesbeirats für Integration hat der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, die Forderung nach einem Einwanderungsministerium bekräftigt. Er setzt auf eine grundsätzliche Veränderung der gesellschaftlichen Debatte.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 23.5.2011

 
Thilo Sarrazin (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

SPD hat "grundlegende Werte" verraten

Ausgetretener SPD-Politiker wirft seiner ehemaligen Partei Versagen vor

Der Gründer des "Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokraten", Sergey Lagodinsky, hat seiner ehemaligen Partei Versagen in der Integrationspolitik vorgeworfen. Er beklagte im Fall Sarrazin den fehlenden Mut der Sozialdemokraten.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 28.4.2011

 
Tanriverdi: Thilo Sarrazin hat Millionen von Menschen beleidigt und diskriminiert. (Bild: AP)

"Sarrazin ist Rassist und islamfeindlich"

Immigrantenvertreter wirft der SPD-Führung Wahltaktik vor

Mehmet Tanriverdi ist aus der SPD ausgetreten. Damit reagierte er auf die Einstellung des Ausschlussverfahrens gegen Parteimitglied Thilo Sarrazin. Tanriverdi wirft Sarrazin Rassismus vor - der SPD unterstellt er wahltaktische Manöver wegen der bevorstehenden Berliner Senatswahlen.

Deutschlandfunk · Interview · 27.4.2011

 
Thilo Sarrazin, Buchautor und weiterhin SPD-Mitglied (Bild: AP)

Sarrazin-Debatte: "Man kann nicht einfach jemanden rauswerfen"

SPD-Generalsekretärin Nahles zum Ausstieg vom Ausschluss

Thilo Sarrazin zeigte sich in fünfstündigen Parteiauschluss-Verhandlungen augenscheinlich geläutert - die SPD sieht keinen Grund, ihn wegen seiner umstrittenen Migrantenthesen aus der Partei zu werfen: Alles Teil der Meinungsfreiheit, meint Andrea Nahles.

Deutschlandfunk · Interview · 26.4.2011

 
Ab heute verboten: eine Burka tragende Frau in den Tuilerien in Paris. (Bild: picture alliance / dpa)

Wider das "textile Gefängnis"

Burka-Verbot tritt in Frankreich in Kraft

Frankreich ist das erste westliche Land, in dem das Tragen eines Ganzkörperschleiers nun per Gesetz geahndet werden soll. Das Verbergen des Gesichts in der Öffentlichkeit verstoße gegen die Grundwerte der Republik, lautet die Begründung.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.4.2011

Dass sich die Ganzkörperverhüllung mit dem westlichen Frauenbild nicht in Einklang bringen lässt, liegt auf der Hand. Es gibt aber auch islamische Frauen, die Burka oder Niqab freiwillig tragen. Der Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe plädiert für mehr Gelassenheit.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 11.4.2011

 
Friedrichs Vorschlag einer

Eine verpasste Chance

Sechste Islamkonferenz in Berlin

Wolfgang Schäuble hatte die Konferenz einst ins Leben gerufen. Als damaliger Bundesinnenminister wollte er die Kulturen zusammenführen. Der Neue im Amt, Hans-Peter Friedrich, hat wohl endgültig die Chance verpasst, das fortzuführen.

Deutschlandfunk · Kommentar · 29.3.2011

 
Ein gewohntes Bild: Moslems in Deutschland (Bild: AP)

Nicht schweigen, sondern reden über die deutsch-türkisch-islamische Identität!

Wer verneint, dass der Islam hierzulande dazugehört, beschwört die Leitkultur

Mit seiner Aussage, dass der Islam ein Teil Deutschlands sei, hat sich Bundespräsident Christian Wulff zum Teil heftige Kritik eingehandelt. Junge Moslems hingegen bestätigen seine Einschätzung. Umgekehrt ist das "Deutschsein" Teil ihrer eigenen Identität, meint der Lehrer Hakan Turan.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 17.3.2011

 
Thilo Sarrazins Buch hat nicht nur provoziert, sondern ganz allgemein zu einer Verrohung der Islam-Debatte beigetragen. (Bild: AP)

Selbstreinigungskräfte der Öffentlichkeit

Patrick Bahners: "Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift", C. H. Beck, München 2011, 320 S.

Thilo Sarrazins Buch, Deutschland könne sich abschaffen, weil es die Gefahren des Islams unterschätze, hat sich millionenfach verkauft. Grund genug für Patrick Bahners, "FAZ"-Feuilletonchef, vor den Gefahren irrationaler Islamkritik zu warnen.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 21.2.2011

 
Der Ruf nach Demokratie im arabischen Raum ist gut für die Islam-Diskussion hierzulande, meint Kelek. (Bild: AP)

Necla Kelek: Islam anscheinend demokratiefähig

Publizistin erkennt Gewinn für die Diskussion hierzulande

Die Publizistin Necla Kelek sieht in den Revolten in der arabischen Welt einen großen Gewinn für die Diskussion über den Islam. Die demokratischen Umwälzungen in diesen Ländern hätten auch Auswirkungen auf die Muslime in Deutschland, sagte sie.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 18.2.2011

 
Dreyer wies besonders auf die Anerkennung von Abschlüssen aus nicht EU-Ländern hin. (Bild: AP)

Nachholbedarf bei Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz beklagt offene Finanzierung

Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) warnt davor, die Finanzierung der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse weiter ungeklärt zu lassen. Die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz sieht hier großen Handlungsbedarf.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 17.2.2011

 
Muslimische Mädchen in der Frankfurter Innenstadt - primäre Zielgruppe von Styleislam sind Menschen zwischen 18 und 35 Jahren (Bild: AP)

"Religiosität und weltlicher Erfolg kann Hand in Hand gehen"

Gründer des Streetware-Labels Styleislam über Mode mit politisch-gesellschaftlicher Aussage

Im Westen habe die Mehrheitsgesellschaft ein bizarres und verzerrtes Bild vom Islam, sagt Melih Kesmen, Deutschtürke aus Witten. Mit seinem Streetware-Label Styleislam will er die Kernbotschaft des Islams bekannt machen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 31.1.2011

 
Die Sichtbarkeit des Islam macht verunsicherten Europäern Probleme, meint Tariq Ramadan. (Bild: AP)

"Wer sind wir?"

Islamwissenschaftler sieht europäische Identitätskrise als Grund für Angst vor Muslimen

Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan sieht die Ursache der Islam-Ängste von Europäern in einer Identitätskrise durch die Globalisierung. Gleichzeitig nehme die "Sichtbarkeit" des Islam in Europa zu, sagte der Professor für islamische Studien an der Universität Oxford.

Deutschlandradio Kultur · Religionen · 22.1.2011

 
Das Haus der Kulturen der Welt (Bild: Sabine Wenzel)

Deutschlands Muslime, europäischer Islam

Eine Diskussionsrunde im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Thilo Sarrazin ist Persona non grata im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Als sein Verlag kürzlich anfragte, gab es eine brüske Absage. Nun war ein Mann zu Gast, dessen Ansichten einen absoluten Kontrast zu Sarrazins Thesen darstellen: der Islamwissenschaftler Tariq Ramadan.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 22.1.2011

 
In den Fahnenmeeren während der letzten beiden Fußball-WM's sieht Arslan einen neuen, emotionaleren Patriotismus. (Bild: AP Archiv)

"Integration hat viel mit Gefühl zu tun"

Deutsch-Türkisches Forum der CDU will Patriotismus stärken

Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU Nordrhein-Westfalen, Bülent Arslan, hat einen neuen Patriotismus-Begriff und Deutschlandfahnen an Schulen gefordert. Er schlägt vor, sich klassische Einwanderungsländer als Vorbild zu nehmen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 15.1.2011

 
Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, stellt  in Berlin sein neues Buch

Gutsituierter Stubenhocker

Wer hat Sarrazins Buch gelesen?

Die Süddeutsche Zeitung hat untersuchen lassen, wie der durchschnittliche Sarrazin-Leser aussieht. Weil das Buch sich 1,2 Millionen Mal verkauft hat, finden sich unter den Befragten genügend Personen, um Aussagen zum durchschnittlichen Sarrazin-Leser zu treffen.

DRadio Wissen · Agenda · 13.1.2011

 
Langhoff: Aus Sarrazins Thesen kann man höchstens Theater machen.  (Bild: AP)

Türkischstämmige Intendantin: Auch Islamkritiker sind frauenfeindlich

Shermin Langhoff fordert Demokratie- statt Integrationsdebatte

Die Theaterintendantin Shermin Langhoff hat den Islamkritikern in Deutschland vorgeworfen, zum Teil ebenso chauvinistisch und antisemitisch zu sein wie fundamentalistische Moslems.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 29.12.2010

 
Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu (Bild: AP-Archiv)

Einwanderungsgeschichten

Feridun Zaimoglu über Fremdsprachigkeit und Integration

Feridun Zaimoglu selbst ist Migrantenkind, in der Türkei geborener Sohn türkischer Einwanderer der ersten Generation, heute berühmter deutschsprachiger Schriftsteller. Weil er die deutsche Sprache liebt, war sie für ihn sowohl Angebot als auch Ausflucht.

Deutschlandfunk · Kulturfragen · 26.12.2010

 
Eine türkische Flagge weht an einem Wohnhaus in Berlin. (Bild: AP)

Ein schwieriger Schritt

Eine türkische Famlie kehrt in ihr Heimatland zurück

Immer mehr Türken kehren zurück in ihre Heimat. Wer sich noch was aufbauen möchte, der versucht, den Zeitpunkt nicht zu spät zu wählen. So auch eine Familie aus Hamburg. Die Eltern haben die Rückkehr nicht bereut, die beiden ältesten Kinder jedoch möchten so schnell wie möglich wieder nach Deutschland zurückkehren.

Deutschlandfunk · Podium

 
Die Deutschen stempelten ihn als Türken ab, die Türken im Viertel brandmarkten ihn als Juden. (Bild: AP)

Jugend im kleinen Nahen Osten von Berlin

Arye Sharuz Shallicar: "Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude". dtv

Er ist das Kind iranischstämmiger Juden und verlebt seine Jugend in Berlin. Von seinen muslimischen Altersgenossen wird Arye Sharuz Shallicar diskriminiert. Als junger Erwachsener wandert er nach Israel aus. Heute ist er Sprecher der israelischen Armee und hat ein Buch über sein Leben verfasst.

Deutschlandfunk · Andruck · 6.12.2010

 
 (Bild: AP)

Land und Leute verändert

Tagung "Heimatmuseum. Migration und Erinnerung"

Die einen kamen als Gastarbeiter, die anderen suchten Asyl. Heute leben viele der Zugewanderten sowie deren Kinder in zweiter oder dritter Generation als Deutsche in der Bundesrepublik. Im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen diskutierten Experten über das Thema Migration.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 26.11.2010

 
Befeuert wird diese Debatte natürlich auch durch das umstrittene Statement Christian Wulffs. (Bild: AP)

Im Zeichen der Sarrazin-Debatte

Blick in politische Zeitschriften

Im November befassen sich die politischen Zeitschriften mit der Sarrazin-Debatte und ihrer Folgen. Eine davon ist das Nachdenken über den Terminus "Integration".

Deutschlandfunk · Andruck · 22.11.2010

 
Wie sehr trägt Politik zur Muslimisierung von Migranten bei? Eine Türkin beim Sprachunterricht in der Volkshochschule in Berlin Neukölln (Bild: AP Archiv)

"Wenn man über Islamophobie spricht, dann spricht man auch über Rassismus"

Bloggerin beklagt Ethnisierung des Islams in Deutschland

Die Gastarbeiter von damals sind die Muslime von heute, sagt Politikwissenschaftlerin und Journalistin Kübra Yücel. Der Islam sei in Deutschland nicht mehr eine Religion, sondern werde ethnisiert und rassifiziert. Die daraus entstehende Ausgrenzung führe zu sozialen Problemen, klagt Yücel.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 12.11.2010

 
Eine deutsche und eine türkische Flagge wehen vor dem Minarett einer Moschee im Stadtteil Hassel in Gelsenkirchen. (Bild: AP)

Das Eigene gegen das Fremde

Tzvetan Todorov: "Die Angst vor den Barbaren, Kulturelle Vielfalt vs. Kampf der Kulturen." Hamburger Edition

Im neuen Buch des französisch-bulgarischen Kulturwissenschaftlers Tzvetan Todorov geht es um die Angst vor dem Abstieg - individuell und kollektiv. "Die Angst vor den Barbaren" heißt es, und die Rolle dieser Barbaren haben seiner Ansicht nach die Islamisten eingenommen. Konsequenz: Die Kultur erhält in den politischen Debatten auf einmal ein starkes Gewicht.

Deutschlandfunk · Andruck · 8.11.2010

 
Integrationsdefizite müssen behoben werden. (Bild: AP)

Gipfel der Ängste

Die Integration nach Sarrazin

Jeden Tag integrieren sich in unserem Land Millionen von Einwanderern in die deutsche Gesellschaft, und keiner nimmt Notiz davon. Diese Menschen sind gesetzestreu, respektieren die Verfassung und sprechen deutsch.

Deutschlandfunk · Kommentar · 7.11.2010

 
Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Bild: Integrationsbeauftragte der Bundesregierung)

Böhmer: Integrationspolitik soll verbindlicher werden

Vierter Integrationsgipfel beschäftigt sich mit Sprache, Bildung und Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie von Migrantenvereinigungen kommen in Berlin zum vierten Integrationsgipfel zusammen. Staatsministerin Maria Böhmer sagte, es sei Zeit, die bisher beschlossenen Maßnahmen zu konkretisieren.

Deutschlandfunk · Interview · 3.11.2010

 
Kinder von Zuwanderern sollten möglichst früh eine Kindertagesstätte besuchen, um dort die deutsche Sprache zu erlernen, sagt Janina Ben-Fadhel. (Bild: AP)

Ben-Fadhel: Moscheenvereine müssen sich öffnen

SPD-Stadtverordnete sieht Handlungsbedarf bei Politikern und Migranten zur Verbesserung der Integration

"Moscheenvereine sollen sich der hiesigen Gesellschaft gegenüber öffnen, sowie ihre Ziele und Arbeitsstrukturen transparenter gestalten", fordert Janina Ben-Fadhel (SPD). So könne man Vorwürfe wie Radikalisierung oder Islamisierung im Vorfeld ausräumen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.11.2010

 
Eine Türkin beim Sprachunterricht in der Volkshochschule in Berlin Neukölln. (Bild: AP Archiv)

"Integrationsmaschine, die immer schön am Laufen bleibt"

Bürgermeisterin Birgit Simon über Integration in Offenbach

Die Offenbacher Bürgermeisterin Birgit Simon weiß, dass viel Kraft und Geld nötig sind, um eine wirkungsvolle Infrastruktur für Migranten und Flüchtlinge bereitzustellen. Die von der Bundesregierung geplante Verschärfung des Integrationsgesetzes hält sie für falsch: "In der Realität wird das kaum greifen."

Deutschlandradio Kultur · Thema · 28.10.2010

 
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast über die Regierung:

"Wer hier lebt, muss Deutsch können!"

Grünen-Fraktionschefin stimmt Ziel der Regierung zu, hält den Weg zur besseren Integration aber für falsch

Das Kabinett beschloss jetzt Maßnahmen gegen Zwangsheirat und Scheinehen. Außerdem soll die Teilnahme an Integrationskursen besser gefördert werden - von Symbolpolitik spricht Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Deutschlandfunk · Interview · 28.10.2010

 
Hessens Integrationsminister Hahn will die

"Wir sind ein Einwanderungsland"

Jörg-Uwe Hahn (FDP) spricht sich für strikte Zuwanderungsregeln aus

Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) will mithilfe eines Punktesystems nur noch Migranten ins Land lassen, die "anpassungsfähig" seien. Einwanderern, die sich nicht um Integration bemühten, müsse notfalls mit Sanktionen begegnet werden, "bis hin zur Reduzierung von staatlichen Transferleistungen".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 25.10.2010

 
CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Hans-Peter Friedrich (Bild: Hans-Peter Friedrich)

"Fachkräfte, wo immer auf der Welt, sind willkommen"

CSU-Landesgruppenchef zur Integrationsdebatte

Hans-Peter Friedrich hat den Vorwurf zurückgewiesen, in der Debatte um Zuwanderung würden Pauschalurteile gefällt. Fachkräfte seien willkommen, egal wo sie herkämen. Allerdings müsse man zunächst das Potenzial in Deutschland und Europa ausnutzen.

Deutschlandfunk · Interview · 20.10.2010

 
Die Wirtschaft fürchtet einen Fachkräftemangel, die FDP setzt deshalb auf Zuwanderung von Hochqualifizierten. (Bild: AP)

"Wir müssen die Kriterien aufstellen nach der Nützlichkeit"

Tören: Kulturkreis kein Kriterium für Zuwanderung

Um den Mangel an Fachkräften auszugleichen, brauche man dringend eine Zuwanderung von qualifizierten Kräften, sagt Serkan Tören. Qualifikationsmaßnahmen von Menschen, die bereits in Deutschland lebten, reichten allein nicht aus, betont der FDP-Politiker.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 19.10.2010

 
Karneval der Kulturen in Berlin (Bild: AP)

Zuwanderungsstopp oder nicht?

Debatte um die Integration von Zuwanderern

Jetzt meldet sich auch der IT-Branchenverband Bitkom in der Zuwanderungsdebatte zu Wort, fordert ein Ende der "unerträglichen Debatte über einen Zuwanderungsstopp". Ob eigene Werbekampagnen oder bessere Qualifikation hier lebender Zuwanderer: Über das Wie wird weiter gestritten.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.10.2010

 
Piening: Das Fundament der Integrationspolitik wird zurzeit systematisch zerstört. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

"Die Spaltung der Gesellschaft wird vorangetrieben"

Integrationsbeauftragter fürchtet Langzeitfolgen der Diskussion um Zuwanderung

Laut Günter Piening herrscht angesichts der Integrationsdebatte bei den Einwanderern "das blanke Entsetzen". Positionen, die bisher nur an den Rändern des demokratischen Spektrums vertreten waren, würden "in die Mitte geschoben".

Deutschlandfunk · Interview · 19.10.2010

 
Thilo Sarrazin und seine Thesen sind auch Thema in politischen Magazinen. (Bild: AP)

Verschwörungstheorie rund um Integrationsdebatte

Auszug aus politischen Magazinen

Wer ist eigentlich integrationsunwilliger? Die anatolischen Krethis und Plethis in Berlin-Kreuzberg oder der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer? Das ganze Land debattiert - und natürlich widmen sich auch die Autoren der aktuellen Ausgaben der politischen Zeitschriften diesem Thema.

Deutschlandfunk · Andruck · 18.10.2010

 
In bestimmten Fällen wird in Deutschland traditionell ausländisches Recht angewendet. (Bild: AP)

Scharia light

In Deutschland kann auch nach fremdem Recht geurteilt werden

Bei den Themen Familie, Ehe und Erbe wenden deutsche Gerichte bisweilen die Scharia an, sagt der Jurist Mathias Rohe. Allerdings gelte dies nur in Fällen, in denen das fremde Recht für das deutsche Rechtsempfinden "nicht zu anstößig" sei.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 18.10.2010

 
Die SPD-Laizisten wollen die strikte Trennung des Staats von der Kirche. (Bild: Stock.XCHNG / Robert Aichinger)

"Aber Deutschland hat keine Staatskirche"

SPD-Laizisten wollen Gottesbezug im Grundgesetz streichen

Die Laizisten innerhalb der SPD setzen sich für eine strikte Trennung von Staat und Kirche ein. Die derzeitige Integrationsdebatte gehe deshalb in dieser Beziehung "in die falsche Richtung", sagt der Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz und Mitglied der Gruppe.

Deutschlandfunk · Interview · 18.10.2010

 
Ludwig Spaenle, CSU, Präsident der Kultusministerkonferenz und Bayerischer Staatsminister für Unterricht und Kultus. (Bild: KMK)

"Man muss die aktive Mitwirkung von Migrantenfamilien einfordern"

Der Vorsitzende der Kultusministerkonferenz zu Maßnahmen gegen Deutschenfeindlichkeit an Schulen

In Brennpunktschulen werden deutsche Mitschüler von ausländischen Klassenkameraden gemobbt und schikaniert. Fremdenfeindlichkeit einmal umgekehrt. Heute berät die Kultusministerkonferenz, deren Vorsitzender Ludwig Spaenle (CSU) ist, in Berlin zusammen mit den Migrantenverbänden über das Thema.

Deutschlandfunk · Interview · 15.10.2010

 
Geert Wilders ist Mehrheitsbeschaffer der neuen niederländischen Minderheitsregierung. (Bild: AP Archiv)

Auf der Woge des Populismus

Dänemark und das Phänomen der neuen Rechten in Westeuropa

In Österreich, Schweden und den Niederlanden verzeichneten Rechtspopulisten zuletzt große Wahlerfolge, bestimmen als potenzielle Mehrheitsbeschaffer Regierungshandeln mit. Ein Modell, das schon seit vielen Jahren in Dänemark Realität ist - dort etablierte sich die Volkspartei.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 14.10.2010

 
Für viele junge Deutschtürken bietet Istanbul berufliche Optionen. (Bild: AP)

Neue Heimat Istanbul

Wie junge Deutschtürken in der Türkei ihr Glück versuchen

Die Debatte über Begrenzung von Zuwanderung blendet aus: Inzwischen wandern mehr Menschen aus als ein. Darunter auch die Deutschtürkin Rahükal Turgut. Wie 40.000 andere Türken aus Deutschland arbeitet und lebt sie jetzt in Istanbul und ist froh, "dass ich eine Auszeit habe von diesen ganzen Debatten".

Deutschlandradio Kultur · Thema · 13.10.2010

 
FDP-Generalsekretär Christian Lindner (Bild: AP)

"Wir werben für ein solches System"

FDP bekräftigt Forderung nach neuem Zuwanderungsgesetz

Die FDP hat ihre Forderung nach einer gesteuerten Zuwanderung bekräftigt. FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte, Deutschland benötige eine Einwanderung in die Wirtschaft und nicht in die Sozialsysteme.

Deutschlandfunk · Interview · 12.10.2010

 
Florian Pronold,  bayerischer SPD-Landeschef  (Bild: florian-pronold.de)

Pronold: Ins rechtsradikale Horn stoßen

SPD-Politiker wirft Seehofer bei Zuwanderungsdebatte billigen Stimmenfang vor

"Seit Mitte der 80er-Jahre, wenn es der CSU schlecht geht, wird sie ausländerfeindlich", konstatiert Bayerns SPD-Chef Florian Pronold. Horst Seehofer fahre eine rechtspopulistische Masche und versuche, einen Kulturkampf auszurufen. Das sei gefährlich.

Deutschlandfunk · Interview · 12.10.2010

 

Islam und Feminismus

Alice Schwarzer: "Die große Verschleierung" und Nicholas D. Kristof, Sheryl WuDunn: "Die Hälfte des Himmels"

Die Gesellschaften, in denen Frauen am meisten zu leiden haben, sind häufig islamisch. Ob Frauen tatsächlich Opfer der Religion oder vielmehr einer Jahrhunderte alten Macho-Tradition sind, darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

Deutschlandfunk · Andruck · 11.10.2010

 
Löw:

Soziologin: Moderne Gesellschaften brauchen Zuwanderung

Martina Löw plädiert für "Akzeptanz der Differenzen"

Der Vorschlag von Horst Seehofer, Zuwanderung zu begrenzen, sei unrealistisch, meint die Soziologin Martina Löw. Allein aus demografischen Gründen brauche man Menschen mit neuen Ideen aus anderen Ländern. "Die Idee von Reinheit ist einfach geradezu schädlich für moderne Gesellschaften".

Deutschlandradio Kultur · Thema · 11.10.2010

 
Luft:

"Es wandern mehr ab als zuziehen"

Migrationsforscher über Ein- und Auswanderung

Laut Stefan Luft ist es "eher schwerer denn leichter geworden", nach Deutschland einzuwandern. Gründe dafür seien die Verschärfung des Asylrechts und der Heiratsmigration durch die Forderung eines Nachweises einfacher Deutschkenntnisse im Herkunftsland.

Deutschlandfunk · Interview · 11.10.2010

 
Der Antrag auf Einbürgerung eines Mannes aus Ghana wird  bei der Ausländerbehörde in Düsseldorf vom Antragssteller unterschrieben. (Bild: AP)

Seehofer bringt scharfen Ton in die Integrationsdebatte

Diskussion auch mit Blick auf geeignete Fachkräfte

Die CSU-Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung von Menschen aus fremden Kulturkreisen stößt auf Kritik. Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland nannte die Äußerungen diffamierend. Die Integrationsbeauftragte zeigte sich schockiert.

Deutschlandradio · Aktuell · 11.10.2010

 
Raddatz:

"Überhaupt nicht kritikfähig"

Orientalist kritisiert Einheit von Politik und Religion im Islam

Laut Hans-Peter Raddatz ist der Islam "nicht nur eine Religion, sondern auch eine Ideologie". Diese Ideologie sei nicht kritikfähig und habe einen hohen Geltungsanspruch, der sich beispielsweise in der Scharia manifestiere.

Deutschlandfunk · Interview · 11.10.2010

 
Roland Koch  (Bild: AP)

"Wir müssen Standards der Einwanderung setzen"

Roland Koch will Zuwanderung besser steuern

Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch meint, Kriterien der Zuwanderung müssten Integrationswille und -fähigkeit sein. Dazu sollten Standards für Einwanderung definiert werden.

Deutschlandfunk · Interview · 11.10.2010

 
Cem Özdemir, Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen:

"Die Muslime in diese Gesellschaft hineinholen"

Grünen-Chef fordert modernen, europäischen Islam

Der Vorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat sich für eine Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft ausgesprochen. Allerdings müssten die Muslime dafür die erforderlichen Voraussetzungen schaffen. Als Beispiel nannte er eine ausreichende Organisation in Dachverbänden.

Deutschlandfunk · Interview der Woche · 10.10.2010

 
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan (Bild: AP)

Erdogan fordert mehr Unterstützung für türkischen EU-Beitritt

Einigkeit beim Thema Integration

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, sein Land aktiv bei den EU-Beitrittsverhandlungen zu unterstützen und betont, es dürfe keine Verlangsamung in diesem Prozess geben.

Deutschlandradio · Aktuell · 9.10.2010

 
Die DITIB-Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh. (Bild: Deutschlandradio - Ulf Dammann)

Integration - eine Frage des Selbstbewusstseins

Wulff, der Islam und die Debatte

Der Bundespräsident hätte auch sagen können "die Migranten gehören zu Deutschland", aber er sagte "inzwischen gehört auch der Islam zu uns" und wie fast immer in letzter Zeit, wenn es um den Islam geht, gibt es hysterische Reaktionen.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 9.10.2010

 
Peter Müller (CDU), saarländischer Ministerpräsident. (Bild: AP)

"Integration kann Bereicherung sein"

Peter Müller lehnt die Entstehung von Parallelgesellschaften ab

Integration sei ein beidseitiger Prozess, sagt Peter Müller (CDU). Wenn alle Beteiligten aufeinander zu gingen, könne dies eine Bereicherung für die Gesellschaft sein, so der saarländische Ministerpräsident vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und der Türkei.

Deutschlandfunk · Interview · 8.10.2010

 
Blick auf das Dach des Neubaus der Merkez-Moschee in Duisburg (Bild: AP)

"Muslimisches Leben gehört zur Gesellschaft"

Für den Integrationsbeauftragten der Union sind die Werte aber christlich geprägt

Der Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion, Stefan Müller, hat die Äußerungen von Bundespräsident Wulff über die Stellung des Islam in Deutschland unterstützt. Muslimisches Leben gehöre selbstverständlich zur gesellschaftlichen Realität, sagte der CSU-Politiker. Die Werteordnung Land gründe sich aber auf das Christentum.

Deutschlandfunk · Interview · 7.10.2010

 
Wohin führt die Islam-Diskussion in Deutschland? (Bild: AP)

"Sie ist langsam auch ein bisschen gruselig"

Publizistin Sezgin über die Islam-Debatte

Die deutsch-türkische Schriftstellerin Hilal Sezgin ist besorgt über die Langzeitfolgen der Islam-Diskussion nach der Rede von Bundespräsident Christian Wulff. Es kämen so viele Gehässigkeiten an die Oberfläche, dass man sich frage, wo das hinführen solle.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.10.2010

 
Bülent Arslan, Deutsch-Türkisches Forum in der NRW-CDU (Bild: buelent-arslan.de)

Islamische Kulturen befinden sich in einem "dynamischen Umwandlungsprozess"

CDU-Mitglied Bülent Arslan plädiert für interkulturellen Austausch

Die islamische Kultur bereichere die deutsche, sagt Bülent Arslan. Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen nennt dazu die Bedeutung der Familie und die gelebte Solidarität der islamischen Gemeinschaft als mögliche Beiträge zur deutschen Kultur.

Deutschlandfunk · Interview · 6.10.2010

 
Eine deutsche und eine türkische Fahne hängen zwischen Wohnhäusern in Berlin. (Bild: AP)

CSU-Politiker: Islam "hat keinen Beitrag zu unseren Werten geleistet"

Manfred Weber stellt christlich-jüdische Prägung Deutschlands heraus

Die Debatte um die Äußerungen von Bundespräsident Wulff zum Islam dauert an. Manfred Weber, Vorsitzender der CSU-Zukunftskommission, versteht dessen Äußerungen als eine Situationsbeschreibung. Gleichwohl sehe er nicht, dass der Islam zu den Werten Deutschlands beigetragen habe.

Deutschlandfunk · Interview · 5.10.2010

 
Norbert Geis, CSU- Innenexperte (Bild: Norbert Geis)

Geis: Integration steht erst noch bevor

CSU-Innenexperte fordert mehr Anpassung der Muslime

Norbert Geis bewertet die Rede des Bundespräsidenten Wulff teilweise als missverständlich. Dass der Islam wie das Judentum und das Christentum zu Deutschland gehöre, könne nicht ganz richtig sein.

Deutschlandfunk · Interview · 4.10.2010

 
Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders (PVV) (Bild: AP)

Händler in Sachen Angst

Minderheitsregierung in den Niederlanden unter Duldung des Rechtspopulisten Wilders

Die Niederlande werden künftig von einer Minderheitsregierung unter Duldung der Freiheitspartei PVV regiert. Damit kommt Rechtspopulist Geert Wilders eine Schlüsselrolle zu. Dieser setzt er sich für einen Immigrationsstopp aus muslimischen Ländern ein.

Deutschlandfunk · Europa heute · 29.9.2010

Nach der Wahl in Schweden sind nun in vier europäischen Ländern rechtspopulistische Parteien in aller Munde. Ihr ideologischer Nährboden ist vor allem die Angst vor Überfremdung.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 25.9.2010

 
Für Kinder wird zu wenig getan. Torsten Albig beklagt

Die Sarrazin-Debatte ist "heuchlerisch"

Kieler Oberbürgermeister fordert mehr Geld für Schulen

Der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) kritisiert die Unterfinanzierung kommunaler Aufgaben wie Bildung und Integration scharf. Die Erziehung der Kinder bezeichnet er als die "entscheidende Frage für die Qualität dieser Nation".

Deutschlandradio Kultur · Tacheles · 25.9.2010

 
Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger plädiert für staatliche Zurückhaltung in religiösen Fragen. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Immer unterscheiden zwischen Islam und Islamismus"

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Religion und Integration

"Einfache Antworten" helfen laut Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in der Integrationsdebatte nicht weiter. Sie hält am im Grundgesetz vorgesehenen Prinzip der staatlichen Zurückhaltung für den Umgang mit den verschiedenen Religionen fest.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 21.9.2010

 
Großer Abstand zweier Welten, die räumlich scheinbar so nahe liegen.  (Bild: AP)

Gefährliches Doppelleben

Güner Yasemin Balci: "Arab Queen"

Halb fiktional, halb dokumentarisch erzählt die deutsch-türkische Autorin Güner Yasemin Balci in "Arab Queen" das absurde Leben einer 16-Jährigen zwischen zwei Kulturen im Berliner Bezirk Wedding.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 20.9.2010

 
Thilo Sarrazin nun auch in Rußkohle und gerahmt zu sehen. (Bild: AP)

Thilo Sarrazin als Ausländer in Rußkohle

Wie der Ex-Banker einen russischen Maler inspiriert

Für den Migranten Dimitri Vrubel ist Thilo Sarrazin schon Teil seiner Familie. Der russischstämmige Künstler hat den umstrittenen Ex-Bundesbanker 20 Mal mit Kohle gezeichnet und ihm ungewöhnliche Zitate in den Mund gelegt.

Deutschlandfunk · DLF-Magazin · 16.9.2010

 
Gegenwind: EU-Fahne vor der EU-Kommission in Brüssel. (Bild: AP)

Integration mit der Brechstange

Nicht nur Frankreich geht in der Integrationsdebatte zuweilen radikal vor

Ausweisungen von Roma, Burka- und Minarettverbote, hoher Zulauf für Anti-Islam-Bewegungen - in vielen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird intensiv über Integration gestritten. Und teilweise radikal gehandelt.

Deutschlandradio · Aktuell · 14.9.2010

Die Ausweisung von Roma brachte Nikolas Sarkozy beim französischen Wähler Punkte - kann aber ein EU-Strafverfahren nach sich ziehen. Sylvie Goulard weiß um die Schwierigkeit, Roma zu integrieren - warnt aber vor Diskiminierung.

Deutschlandfunk · Interview · 15.9.2010

Endlich! Endlich hat sich die Europäische Kommission dazu durchgerungen, Frankreichs Vorgehen gegen die Roma nicht mehr zu tolerieren - meint Doris Simon in Brüssel.

Deutschlandfunk · Kommentar · 15.9.2010

 
Ein Hinweisschild an einem Kreisverkehr  (Bild: AP)

Ist rechts der CDU nur populistisch oder schon extrem?

Politologe hält Partei-Neugründung für unwahrscheinlich

Sarrazin, Steinbach, Integration und das Konservative: Wie viel Potenzial hätte eine Partei rechts der Union? Wenig, meint Politologe Frank Decker, auch weil "rechts" zu nah an rechtsextrem ist.

Deutschlandfunk · Interview · 13.9.2010

 
Muslimische Frauen stehen an einer Haltestelle in Duisburg-Marxloh. (Bild: AP)

Muslime in Deutschland

Jenseits von Hartz IV und Kopftuch

Am 3. September 2010 hat Hilal Sezgin in der Wochenzeitung DIE ZEIT geschrieben: Deutschland schafft mich ab. Mit ihrem Artikel reagiert die Autorin und freie Publizistin auf die Sarrazin-Debatte und kritisiert, dass Muslime in Deutschland auf diese Weise zu Unrecht verurteilt würden.

DRadio Wissen · Agenda · 13.9.2010

 
Tyron Ricketts will, dass sich die

"Input bekommen von den Kids"

Schauspieler Tyron Ricketts über das Integrationsprojekt RESPEKT 2010

Der Schauspieler Tyron Ricketts vermisst die Einsicht, dass Deutsche und Einwanderer in einem Boot sitzen. Weil ihm eine Gesellschaft vorschwebt, in der "für jeden Platz" sein müsse, beteiligt er sich an der Aktion RESPEKT 2010.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 13.9.2010

 
Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration (Bild: Integrationsbeauftragte der Bundesregierung)

"Schulen müssen zu Orten der Integration werden"

Integrationsbeauftragte Böhmer setzt auf frühkindliche Integration

Maria Böhmer will "Riesenversäumnisse" Deutschlands bei der Integration von Migranten aufarbeiten. Schon in der Schule sollen Migrantenkinder gezielt gefördert werden - noch gebe zu viele Schulabbrecher unter Einwandererkindern.

Deutschlandfunk · Interview · 13.9.2010

 
Mitglieder der türkischen Gemeinde demonstrieren für mehr Rechte vor dem Bundesinnenministerium in Berlin (Bild: AP Archiv)

Integration "ist eine Aufgabe der Gesamtgesellschaft"

Buchautor und Migrationsforscher Stefan Luft fordert und will fördern

Die sarrazin'schen Migrantenthesen haben zu einem "Hype" geführt, kritisiert Migrationsforscher Stefan Luft. Die Politik diskutiere Scheinlösungen. Migranten müssten sich der Gesellschaft angleichen - Deutschland müsse jungen Einwanderern aber auch mehr "Eintrittskarten" bieten.

Deutschlandfunk · Interview · 13.9.2010

 
Thilo Sarrazin:

Freies Wort im Urania

Noch-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin hatte in Berlin ein "Heimspiel" vor 800 Zuschauern

Der vom Haus der Kulturen der Welt ausgeladene Thilo Sarrazin diskutierte nun im Bildungszentrum Urania in Berlin mit dem ehemaligen Spiegel-Kulturchef Matthias Matussek seine umstrittenen Thesen. Die Provokationserwartungen bei manchen waren hoch. Sie wurden nicht erfüllt.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 11.9.2010

 
Die Migrationsdebatte als Bühnenthema am Wiener Burgtheater.  (Bild: Stock.XCHNG / Michael Gordon)

Analytische Kurzsichtigkeit

"Die Jüdin von Toledo" muss für die Integrationsdebatte herhalten

Am Wiener Burgtheater eröffnet Stephan Kimmig die Saison mit Franz Grillparzers "Die Jüdin von Toledo". Er verlegt die Handlung in die Gegenwart und möchte, in Gestalt der schönen Jüdin, auch über die Migranten von heute reden.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 11.9.2010

 
Muslime seien in den USA anders und besser integriert, sagt Michael Werz. (Bild: AP)

Migrationsexperte: Deutschland kann in Integrationsdebatte von den USA lernen

Politikwissenschaftler verweist auf Tradition der Toleranzgebote in Amerika

In der amerikanischen Gesellschaft würde Verschiedenheit als Stärke, nicht als Schwäche betrachtet. Eine Diskussion über Parallelgesellschaften wie in Deutschland gebe es dort nicht, sagt der Migrationsexperte Michael Werz angesichts der Integrationsdebatte um die Thesen von Thilo Sarrazin in Deutschland.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 10.9.2010

 
Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Buches

Ein Feuerchen, viele Süppchen

Die Sarrazin-Debatte und die Realitäten

"Resonanz zu bekommen geht schnell, wenn man es intelligent anfängt. Die Medien lieben es, wenn Krach ist", sagte Thilo Sarrazin vor einem Jahr. Und nun hat er mit fetzigen Sätzen, biologischer Halbbildung und statistischen Halbwahrheiten ein Feuerchen entzündet, auf dem viele Süppchen köcheln.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 10.9.2010

 
Ein verhüllte Palästinenserin in Gazastadt (Bild: AP)

Schleier des Anstosses

Die Kopfbedeckung muslimischer Frauen ist außerhalb der islamischen Welt immer wieder Stein des Anstoßes. In einigen europäischen Ländern wie Belgien und Frankreich gibt es mittlerweile Burkaverbote, die das Tragen eines Schleiers verbieten, der auch das Gesicht verhüllt.

DRadio Wissen · Globus · 10.9.2010

 
Jovan Radosavlevic: Ein Lehrer mit Migrationshintergrund kann Vorbildcharakter für die Schüler haben. (Bild: AP)

Hauptschullehrer: Deutschlernen hat oberste Priorität

Für Jovan Radosavlevic ist Lernwilligkeit nationalitätenunabhängig

Die Regierung will mehr Lehrer mit Migrationshintergrund an Schulen einsetzen. Jovan Radosavlevic, Hauptschullehrer serbischer Herkunft, hält das für einen guten Ansatz. Es könne den Migratenkindern den Start erleichtern, werde sie aber nicht von der Pflicht des Deutschlernens entbinden.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 9.9.2010

 
Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer DIHK (Bild: DIHK)

"Wir müssen früher als Wirtschaft in die Schulen gehen"

DIHK: Schulen und Eltern müssen Kinder besser auf Ausbildung vorbereiten

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Bedeutung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die Wirtschaft hervorgehoben. Diese Auszubildenden seien eine Chance für die Firmen, sagte der Hauptgeschäftsführer, Martin Wansleben.

Deutschlandfunk · Interview · 9.9.2010

 
Tayfun Keltek, Vorsitzender des Integrationsrats der Stadt Köln (SPD) (Bild: nrwspd.de)

"In dieser Diskussion ist Frau Böhmer untergetaucht"

Kölner SPD-Politiker fordert Rücktritt der Integrationsbeauftragten

Tayfun Keltek schließt sich der Kritik seiner Partei an der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer an. Die CDU-Politikerin sei "dieser Aufgabe nicht gewachsen". Keltek habe schon mehrere Integrationsbeauftragte erlebt. Keine sei "so defensiv gewesen wie Frau Böhmer".

Deutschlandfunk · Interview · 8.9.2010

 
Thilo Sarrazin hat mit seinem Buch

"Er allein hat nicht die Statur eine Partei zu gründen"

Thilo Sarrazins Erfolgschancen mit einer politischen Partei

Thilo Sarrazins kontroverse Thesen zur Integration von Migranten haben hohe Wellen geschlagen. Viele Beobachter meinen, er könnte eine erfolgreiche Partei gründen. Über diese Stimmung in Deutschland spricht der Psychologe Stephan Grünewald vom Rheingold-Institut in Köln.

Deutschlandfunk · Interview · 8.9.2010

 
Schule bald für Kinder und Eltern? Eine Türkin beim Sprachunterricht in der Volkshochschule in Berlin Neukölln. (Bild: AP Archiv)

"Es schaffen eigentlich nur die öffentlichen Institutionen"

Frühere Berliner Ausländerbeauftragte zur Integrationsdebatte

Die frühere Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John, befürwortet einen stärkeren Umbau der Schule zu öffentlichen Einrichtungen, in denen Integration, Bildung und soziale Kontakte auch mit den Eltern von Migrantenkindern gepflegt würden.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 8.9.2010

 
Wahl-Logo (Bild: dradio.de)

Die Causa Sarrazin

Meinung wird gemacht

18 Prozent der Deutschen würden sofort eine Partei unter der Führung von Thilo Sarrazin wählen. So sehr befürworten sie seine Thesen und seine Argumentation. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid hat dies so ergeben.

DRadio Wissen · Hörsaal · 7.9.2010

 
Keskin: Ohne Schulbildung kein Weiterkommen.  (Bild: AP)

Recep Keskin: Druck ausüben

Türkisch-deutscher Unternehmer fordert besseren Spracherwerb von Kindern von Migranten

Recep Keskin, Vorstandsvorsitzender des Verbandes türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa (ATIAD), hat sich für staatlichen Druck auf Migranten ausgesprochen, deren Kinder kein Deutsch lernen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 7.9.2010

 
Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wurde für seinen Bestseller

Flucht in den Biologismus

Interview mit Frank Schirrmacher

Sarrazin glaube an die biologischen Grundlagen von Gesellschaft, die eindeutig definiert seien, so FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher im Gespräch mit DRadio Wissen.

DRadio Wissen · Agenda · 7.9.2010

 
Ein Demonstrant protestiert in Berlin gegen die Vorstellung des neuen Buchs von Thilo Sarrazin. (Bild: AP)

"Menschenverachtende Äußerungen"

Politikwissenschaftler über Sarrazins Thesen und Rechtspopulismus

Thilo Sarrazins Thesen bewegen sich in der Nähe des Nationalsozialismus, findet Politikwissenschaftler Christoph Butterwege. Eine Umfrage, nach der 18 Prozent der Wähler für Sarrazin stimmen würden, ist für ihn nur eine Momentaufnahme.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 6.9.2010

 
Klaus von Dohnanyi (SPD) (Bild: AP)

"Für die SPD finde ich das völlig unentschuldbar"

SPD-Politiker von Dohnanyi: Sarrazin ist kein Rassist

Klaus von Dohnanyi rät seiner Partei, Thilo Sarrazin vor einem möglichen Rauswurf zunächst anzuhören. Der Bundesbankmanager habe nichts geschrieben, was einen Parteiausschluss rechtfertige. Die Bundesbank dagegen habe keine andere Wahl, als Sarrazin zu entlassen.

Deutschlandfunk · Interview · 6.9.2010

 
Thilo Sarrazin (Bild: AP)

Gen Sie weg!

Die Bundesbank will Thilo Sarrazin loswerden

Über ein paar Dinge im Zusammenhang mit Thilo Sarrazin muss man nicht mehr streiten. Etwa darüber, ob er ein guter Buchvermarkter ist. Und dass sich im Köcher seiner Argumente neben manchem, was zutreffend ist, Giftpfeile befinden – auch darüber herrscht Einigkeit.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 4.9.2010

 

Erreger und Erregte

Warum uns Thilo Sarrazin in dieser Woche so beschäftigen musste

Die Debatte über das Buch des Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin zeigt, wie es um unsere Diskussionskultur bestellt ist. Wirklich kulturell relevante Themen geraten da schnell mal in den Hintergrund.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 4.9.2010

 
Christian Wulff legt seinen Amtseid als Bundespräsident ab. (Bild: AP)

Sarrazin, Wulff und die Würde des Amtes

Hat sich der Bundespräsident im Fall Sarrazin nonpräsidial verhalten?

Was der Bundespräsident darf und sollte, das war oft Thema in den Wochen vor und nach dem beispiellosen Rücktritt von Horst Köhler. Christian Wulff hat seine Rolle noch nicht gefunden.

Deutschlandfunk · Kommentar · 4.9.2010

 
Der nordrhein-westfälische Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, Armin Laschet (CDU) zum Fall Sarrazin (Bild: AP)

"Ein Thema, das die gesamte Gesellschaft angeht"

Ehemaliger NRW-Integrationsminister zu den Äußerungen von Thilo Sarrazin

"Ich glaube, es tut uns gut, jetzt auch über Defizite zu sprechen." Für Armin Laschet ist Integration ein Prozess, der Zeit braucht und den man sowohl fördern als auch fordern müsse. In Bezug auf seine Kandidatur als NRW-Parteivorsitzender gab sich Laschet zuversichtlich.

Deutschlandfunk · Interview · 4.9.2010

 

Die Aufregungsspirale

Sarrazins Thesen und das Versagen des Journalismus

Hat Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin in der vergangenen Woche zu viel mediale Aufmerksamkeit erhalten? Der sprichwörtliche "Blick aufs Wesentliche" wird in so mancher blitzartig geborenen Debatte schnell verstellt.

Deutschlandfunk · Markt und Medien · 4.9.2010

 
Sarrazin bewegt sich in kontraproduktiver Tradition (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

Ein historischer Wiedergänger

Die Sarrazin-Kontroverse

Alle paar Jahrzehnte tritt dieser Typus an die Rampe: Der Prophet des Untergangs des eigenen Volkes, mit seinen angeblichen, nie gesagten Wahrheiten. Dabei zielt er doch nur auf die irrationale Gefühlswelt einer bürgerlichen, zutiefst verunsicherten Gesellschaft.

Deutschlandradio Kultur · Kommentar · 4.9.2010

 
Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, stellt  in Berlin sein neues Buch

Von Zahlenmenschen und Gefühlsspezialisten

Anmerkungen zum Fall Sarrazin

Der Fall Sarrazin ist eine historische Wegmarke für Deutschland - er bewegt in diesen Tagen wie kein anderes Thema. Es wird heftig über die Thesen seines Buches gestritten, noch heftiger über seine Äußerungen im Verlaufe dieser Debatte.

Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 3.9.2010

 
Stephan Detjen, Deutschlandfunk- Chefredakteur. (Bild: Deutschlandradio - Bettina Straub)

"Die Mehrheit der Hörer ist deutlich für Thilo Sarrazin"

Der Chefredakteur des Deutschlandfunks zu den Hörerreaktionen auf den Fall Sarrazin

Eine ungewöhnliche Flut von Hörerreaktionen per Mail, per Post, per Telefon erreichte die Redaktionen des Deutschlandfunks im Zuge der Berichterstattung über Thilo Sarrazin - viele stellten sich hinter ihn.

Deutschlandfunk · Interview · 3.9.2010

 
Dr. Thilo Sarrazin, Senator für Finanzen, Berlin (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)

Bundesbank-Vorstand will Sarrazin abberufen lassen

Eindeutiges Votum für Trennung - Bundespräsident entscheidet

Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat sich einstimmig für eine Trennung von Thilo Sarrazin ausgesprochen.

Deutschlandradio · Aktuell · 2.9.2010

 
Die leeren Rednerpulte für eine Pressekonferenz während einer SPD Klausurtagung in Werder an der Havel. (Bild: AP)

SPD-Politiker begrüßen Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin

Berliner Kreisverband stellt sich gegen Bundesbank-Vorstandsmitglied

Nachdem der Vorstand der Bundesbank sich gestern für eine Entlassung von Thilo Sarrazin ausgesprochen hatte, legt die SPD nun nach. Politiker fordern derweil eine sachliche Integrationsdebatte.

Deutschlandradio · Aktuell · 3.9.2010

 
Rabbiner Homolka:

"Wir können dabei helfen, dass Muslime sich hier in Deutschland heimisch fühlen"

Rabbiner Homolka: Judentum ist gut integriert

Anlässlich der Eröffnung der neuen Synagoge in Mainz wertet der Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs, Walter Homolka, das Leben der jüdischen Gemeinden in Deutschland als "recht unproblematisch" und würdigt den Islam als "Schwesterreligion".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.9.2010

 
Thilo Sarrazin (Bild: AP)

"Er landet furchtbar auf dem Bauch"

Historiker Ulrich Herbert nennt Sarrazin "blauäugig" und sein Werk "ziemlich traurig, auch intellektuell"

Nach Meinung des Freiburger Historikers Ulrich Herbert ist der SPD-Politiker Thilo Sarrazin kein ernst zu nehmender Analytiker gesellschaftlicher Verhältnisse: Er „verschmeißt ja die verschiedenen Bereiche andauernd ineinander“.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 3.9.2010

 
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast hält nichts von Thilo Sarrazins Theorien. (Bild: AP)

"Unsere Interessen vertreten, das geht so nicht"

Grünen-Fraktionsvorsitzende über den Fall Sarrazin

In seiner Funktion als Bundesbankvorstand repräsentiert Thilo Sarrazin auch die Bundesrepublik. Durch seine Äußerungen schade er dem Ansehen dieser, findet Renate Künast. Er werte Menschen ab - und verletze damit die Grundregeln des Zusammenlebens.

Deutschlandfunk · Interview · 3.9.2010

 
Papiermenschenkette (Bild: Stock.XCHNG)

Zahlen der Integration

Was sagt die Statistik über Intelligenz?

Wenn alles Reden nicht mehr hilft, muss man auf die Zahlen schauen. Genau das tut Katharina Schüller im Statistikgespräch. Denn sie hat sich die - wissenschaftlichen - Thesen des Thilo Sarrazin einmal zur Brust genommen.

DRadio Wissen · Agenda · 2.9.2010

 
Thilo Sarrazin präsentiert sein Buch

Bundesbank-Vorstand will Sarrazin abberufen lassen

Eindeutiges Votum für Trennung - Bundespräsident entscheidet

Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat sich einstimmig für eine Trennung von Thilo Sarrazin ausgesprochen.

Deutschlandradio · Aktuell · 2.9.2010

 
Spielfiguren (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Gute Menschen, schlechte Menschen

Die neue Debatte um den Biologismus

Bundesbanker Thilo Sarrazin postuliert die genetische Identität innerhalb bestimmter Volksgruppen und behauptet Intelligenz sei biologisch begründbar. Welche wissenschaftlichen Behauptungen stecken hinter solchen Thesen?

DRadio Wissen · Biologismus-Debatte · 1.9.2010

 
Die Hände betender Muslime in der

"Mehr und mehr im rechtspopulistischen Raum beheimatet"

Sozialwissenschaftler über die Beliebtheit Thilo Sarrazins in der Neuen Rechten

Die Thesen Thilo Sarrazins finden in den Kreisen der Neuen Rechten Applaus, sagt der Journalist Andreas Speit. Doch anders als bei diesen würden Sarrazins Ansichten wahrgenommen in der Mitte der Gesellschaft, aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung und seiner beruflichen Reputation.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 1.9.2010

 
Der Schriftsteller Günter Wallraff (Bild: AP)

"Das ist NS-Ideologie"

Günter Wallraff zum Fall Sarrazin

Mit seinen Äußerungen zu genetischen Besonderheiten bestimmter Gruppen habe Thilo Sarrazin eine Grenzlinie überschritten, meint der Publizist Günter Wallraff. Dennoch warnt er die SPD davor, Sarrazin aus der Partei auszuschließen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 31.8.2010

 
Ernst Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte in Konstanz. (Bild: Ernst Peter Fischer)

"Da schmeißt Sarrazin alles durcheinander"

Wissenschaftshistoriker über die Genetik-Thesen des Bundesbank-Vorstands

Sind Menschen bestimmter Herkunft von Natur aus dümmer? Einige Thesen von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin suggerieren so etwas. Professor Ernst P. Fischer, Naturwissenschaftler an der Uni Konstanz, hält das für "platt" und "dumm".

Deutschlandfunk · Interview · 31.8.2010

 
Aufgeschlagenes Buch (Bild: Deutschlandradio / Bettina Straub)

Populistische Pauschal-Diffamierung

Thilo Sarrazin: "Deutschland schafft sich ab". Deutsche Verlags-Anstalt

Vorabdrucke, Interviews, zahllose Debattenbeiträge in Zeitungen, Magazinen, Blogs: Es war eine beispiellose Marketingmaschinerie, die schon lange vor Erscheinen des Buchs von Thilo Sarrazin in Gang gesetzt wurde. Dessen krude Thesen bedürfen jedoch eines Warnhinweises: Lesen auf eigene Gefahr.

Deutschlandfunk · Andruck · 30.8.2010

 
Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, stellt  in Berlin sein neues Buch

SPD will Sarrazin ausschließen

Ex-Senator verteidigt seine Thesen bei Buchvorstellung

Nach seinen umstrittenen Äußerungen über muslimische Zuwanderer wird es für Thilo Sarrazin eng: Der SPD-Bundesvorstand hat ein Ausschlussverfahren gegen den Bundesbankvorstand beschlossen. Die Bundesbank hat eine Entscheidung über Sarrazins Zukunft indes vertagt.

Deutschlandradio · Aktuell · 30.8.2010

 
Techniker richten in Dresden den Plenarsaal für den Bundesparteitag der SPD ein. (Bild: AP)

"Demokratie lebt von Falschmeinungen"

Publizist Henryk M. Broder plädiert für Vielfalt der Standpunkte

Der Konsens gegen Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin erinnert Henryk M. Broder an die "dunkle Epoche" der "Hexenverbrennung". Auch wenn er das Buch noch nicht gelesen hat, sieht er in "Deutschland schafft sich ab" einen wichtigen Beitrag zum "demokratischen Diskurs".

Deutschlandradio Kultur · Thema · 30.8.2010

 
Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Thilo Sarrazin, stellt  in Berlin sein Buch

Onkel Thilo erklärt die Welt

Thilo Sarrazin: "Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen", Deutsche Verlagsanstalt, 464 Seiten

Wer Thilo Sarrazins Pamphlet auf die anti-muslimische Attitüde reduziert, der verkennt seinen missionarischen Anspruch. Es sollen die wohlhabenden, die gebildeten Deutschen fortzeugend sich gebären: "Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist."

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 30.8.2010

 
Die Spitzen des Minaretts der Sultan-Selim-Moschee, rechts, und des Turms der katholischen Liebfrauenkirche in Mannheim. (Bild: AP)

"Ein Missbrauch des öffentlichen Amtes"

Politikwissenschaftler über den Fall Sarrazin

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin empört mit seinen Aussagen zur Integrationsbereitschaft muslimischer Migranten. Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth sagt, Sarrazins Verhalten sei "am Ende der politischen Moral".

Deutschlandfunk · Interview · 30.8.2010

 
 

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