Obwohl er nötig gewesen sei, bedauere sie Christian Wulffs Rücktritt, sagte die türkischstämmige Schriftstellerin Hilal Sezgin. Wulff habe sich als Präsident aller in Deutschland lebenden Menschen begriffen, nicht nur als Oberhaupt der Deutschen.
Depressionen, Zwangserkrankungen, Suchterkrankungen und andere gesundheitliche Beschwerden sind mögliche Folgen für Opfer von rassistischer Diskriminierung, sagt Meryam Schouler-Ocak, Oberärztin der Psychiatrie der Charité in Berlin.
Lesbisch und türkisch zu sein war für sie nie ein Widerspruch, sagt DJ Ipek. Als "typisches Kofferkind" pendelte sie als Mädchen zwischen der Türkei und Deutschland. Heute ist Ipek Ipekcioglu 38 und ein internationaler Star in der Club- und Musikszene.
Mit seiner vor über 25 Jahren geschriebenen Gastarbeiter-Reportage "Ganz unten" habe er einiges bewegt, ist der Journalist Günter Wallraff überzeugt. Mittlerweile setzten sich Türken und Deutsche auf vielen Ebenen "auf Augenhöhe" auseinander.
Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und die Republik Türkei den Vertrag über die Anwerbung von Arbeitskräften. Die Arbeitslosigkeit war in der Türkei damals hoch und viele versuchten ihr Glück in der Fremde.
Als vor 50 Jahren die ersten türkischen "Gastarbeiter" nach Deutschland kamen, glaubte niemand, dass dies eine Langzeitbeziehung werden würde. Doch die Türkinnen und Türken kamen, und viele von ihnen blieben.
Heike Wiese von der Uni Potsdam beschäftigt sich mit dem Kiezdialekt. Die neudeutschen Stilblüten hätten türkische Fremdwörter integriert. Dadurch, dass viele Sprecher mehrsprachig sind, sei die Kiezsprache ein sehr dynamischer Dialekt.
Nach Ansicht des Unternehmers Remzi Kaplan haben sich die Türken in dem halben Jahrhundert seit Beginn der Anwerbung in Deutschland sehr verändert. Er selbst hat es vom kleinen Markthändler zum millionenschweren Döner-Produzenten gebracht.
Das Anwerbeabkommen mit der Türkei sei eine Geschichte mit vielen Brüchen, Widersprüchen und Ungereimtheiten, sagt der Autor Imran Ayata. Der Sohn türkischer Einwanderer hofft, dass der Aspekt der Herkunft und der Abstammung in Zukunft nicht mehr die Bedeutung haben werde wie in seinem Leben.
Der CDU-Politiker Armin Laschet, glaubt, dass nach 9/11 die Auseinandersetzung mit dem Islam an Dramatik gewonnen habe. Das gesteigerte Interesse habe auch dazu geführt, zwischen Muslimen und Islamisten zu unterscheiden und den Islam als Teil der Gesellschaft anzuerkennen.
Die Integrationsministerin von Baden-Württemberg, Bilkay Öney (SPD), sieht bei den Sprachtests für Familiennachzügler keinen Bedarf einer gesetzlichen Nachbesserung. Die Stellungnahme der EU-Kommission sei rechtlich nicht bindend.
Während die Öffentlichkeit lautstark darüber debattiert, wie das Zusammenleben mit den türkischen Einwanderern funktionieren kann, stehen die polnischen Berliner selten im Mittelpunkt des Interesses. Kein Wunder, führen sie doch ein verhältnismäßig unauffälliges Leben in der Hauptstadt.
Studierende aus dem Ausland finden oft keinen Zugang zu ihren deutschen Kommilitonen und fühlen sich auch von den Profs nicht angenommen, sagt Yasemin Karakasoglu, Konrektorin für Interkulturalität an der Uni Bremen. Die Uni sei ein sozialer Lebensraum, in dem man nur gut lernen könne, "wenn man sich akzeptiert fühlt".
Er ist im Bundeskanzleramt angesiedelt und wird von der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer geleitet: Heute konstituiert sich der Bundesbeirat für Integration. Begleitet wird die Premiere von Kritik und der Forderung nach einem Ministerium für diese Aufgabe.
Deutschlandradio · Aktuell · 23.5.2011
Er hat 32 Mitglieder und soll die Frage beantworten, wie Migranten und Deutsche zusammenleben wollen und können: Im Bundesbeirat für Migration hat Maria Böhmer Menschen versammelt, für die ein unvoreingenommenes Miteinander erste Priorität ist.
Deutschlandfunk · Interview · 23.5.2011
Vor der ersten Sitzung des Bundesbeirats für Integration hat der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat, die Forderung nach einem Einwanderungsministerium bekräftigt. Er setzt auf eine grundsätzliche Veränderung der gesellschaftlichen Debatte.
Der Gründer des "Arbeitskreises jüdischer Sozialdemokraten", Sergey Lagodinsky, hat seiner ehemaligen Partei Versagen in der Integrationspolitik vorgeworfen. Er beklagte im Fall Sarrazin den fehlenden Mut der Sozialdemokraten.
Mehmet Tanriverdi ist aus der SPD ausgetreten. Damit reagierte er auf die Einstellung des Ausschlussverfahrens gegen Parteimitglied Thilo Sarrazin. Tanriverdi wirft Sarrazin Rassismus vor - der SPD unterstellt er wahltaktische Manöver wegen der bevorstehenden Berliner Senatswahlen.
Thilo Sarrazin zeigte sich in fünfstündigen Parteiauschluss-Verhandlungen augenscheinlich geläutert - die SPD sieht keinen Grund, ihn wegen seiner umstrittenen Migrantenthesen aus der Partei zu werfen: Alles Teil der Meinungsfreiheit, meint Andrea Nahles.
Frankreich ist das erste westliche Land, in dem das Tragen eines Ganzkörperschleiers nun per Gesetz geahndet werden soll. Das Verbergen des Gesichts in der Öffentlichkeit verstoße gegen die Grundwerte der Republik, lautet die Begründung.
Deutschlandradio · Aktuell · 11.4.2011
Dass sich die Ganzkörperverhüllung mit dem westlichen Frauenbild nicht in Einklang bringen lässt, liegt auf der Hand. Es gibt aber auch islamische Frauen, die Burka oder Niqab freiwillig tragen. Der Jurist und Islamwissenschaftler Mathias Rohe plädiert für mehr Gelassenheit.
Wolfgang Schäuble hatte die Konferenz einst ins Leben gerufen. Als damaliger Bundesinnenminister wollte er die Kulturen zusammenführen. Der Neue im Amt, Hans-Peter Friedrich, hat wohl endgültig die Chance verpasst, das fortzuführen.
Mit seiner Aussage, dass der Islam ein Teil Deutschlands sei, hat sich Bundespräsident Christian Wulff zum Teil heftige Kritik eingehandelt. Junge Moslems hingegen bestätigen seine Einschätzung. Umgekehrt ist das "Deutschsein" Teil ihrer eigenen Identität, meint der Lehrer Hakan Turan.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 17.3.2011
Thilo Sarrazins Buch, Deutschland könne sich abschaffen, weil es die Gefahren des Islams unterschätze, hat sich millionenfach verkauft. Grund genug für Patrick Bahners, "FAZ"-Feuilletonchef, vor den Gefahren irrationaler Islamkritik zu warnen.
Die Publizistin Necla Kelek sieht in den Revolten in der arabischen Welt einen großen Gewinn für die Diskussion über den Islam. Die demokratischen Umwälzungen in diesen Ländern hätten auch Auswirkungen auf die Muslime in Deutschland, sagte sie.
Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) warnt davor, die Finanzierung der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse weiter ungeklärt zu lassen. Die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz sieht hier großen Handlungsbedarf.
Im Westen habe die Mehrheitsgesellschaft ein bizarres und verzerrtes Bild vom Islam, sagt Melih Kesmen, Deutschtürke aus Witten. Mit seinem Streetware-Label Styleislam will er die Kernbotschaft des Islams bekannt machen.
Der Schweizer Islamwissenschaftler Tariq Ramadan sieht die Ursache der Islam-Ängste von Europäern in einer Identitätskrise durch die Globalisierung. Gleichzeitig nehme die "Sichtbarkeit" des Islam in Europa zu, sagte der Professor für islamische Studien an der Universität Oxford.
Thilo Sarrazin ist Persona non grata im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Als sein Verlag kürzlich anfragte, gab es eine brüske Absage. Nun war ein Mann zu Gast, dessen Ansichten einen absoluten Kontrast zu Sarrazins Thesen darstellen: der Islamwissenschaftler Tariq Ramadan.
Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU Nordrhein-Westfalen, Bülent Arslan, hat einen neuen Patriotismus-Begriff und Deutschlandfahnen an Schulen gefordert. Er schlägt vor, sich klassische Einwanderungsländer als Vorbild zu nehmen.
Die Süddeutsche Zeitung hat untersuchen lassen, wie der durchschnittliche Sarrazin-Leser aussieht. Weil das Buch sich 1,2 Millionen Mal verkauft hat, finden sich unter den Befragten genügend Personen, um Aussagen zum durchschnittlichen Sarrazin-Leser zu treffen.
Die Theaterintendantin Shermin Langhoff hat den Islamkritikern in Deutschland vorgeworfen, zum Teil ebenso chauvinistisch und antisemitisch zu sein wie fundamentalistische Moslems.
Feridun Zaimoglu selbst ist Migrantenkind, in der Türkei geborener Sohn türkischer Einwanderer der ersten Generation, heute berühmter deutschsprachiger Schriftsteller. Weil er die deutsche Sprache liebt, war sie für ihn sowohl Angebot als auch Ausflucht.
Immer mehr Türken kehren zurück in ihre Heimat. Wer sich noch was aufbauen möchte, der versucht, den Zeitpunkt nicht zu spät zu wählen. So auch eine Familie aus Hamburg. Die Eltern haben die Rückkehr nicht bereut, die beiden ältesten Kinder jedoch möchten so schnell wie möglich wieder nach Deutschland zurückkehren.
Er ist das Kind iranischstämmiger Juden und verlebt seine Jugend in Berlin. Von seinen muslimischen Altersgenossen wird Arye Sharuz Shallicar diskriminiert. Als junger Erwachsener wandert er nach Israel aus. Heute ist er Sprecher der israelischen Armee und hat ein Buch über sein Leben verfasst.
Die einen kamen als Gastarbeiter, die anderen suchten Asyl. Heute leben viele der Zugewanderten sowie deren Kinder in zweiter oder dritter Generation als Deutsche in der Bundesrepublik. Im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen diskutierten Experten über das Thema Migration.
Im November befassen sich die politischen Zeitschriften mit der Sarrazin-Debatte und ihrer Folgen. Eine davon ist das Nachdenken über den Terminus "Integration".
Die Gastarbeiter von damals sind die Muslime von heute, sagt Politikwissenschaftlerin und Journalistin Kübra Yücel. Der Islam sei in Deutschland nicht mehr eine Religion, sondern werde ethnisiert und rassifiziert. Die daraus entstehende Ausgrenzung führe zu sozialen Problemen, klagt Yücel.
Im neuen Buch des französisch-bulgarischen Kulturwissenschaftlers Tzvetan Todorov geht es um die Angst vor dem Abstieg - individuell und kollektiv. "Die Angst vor den Barbaren" heißt es, und die Rolle dieser Barbaren haben seiner Ansicht nach die Islamisten eingenommen. Konsequenz: Die Kultur erhält in den politischen Debatten auf einmal ein starkes Gewicht.
Jeden Tag integrieren sich in unserem Land Millionen von Einwanderern in die deutsche Gesellschaft, und keiner nimmt Notiz davon. Diese Menschen sind gesetzestreu, respektieren die Verfassung und sprechen deutsch.
Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen sowie von Migrantenvereinigungen kommen in Berlin zum vierten Integrationsgipfel zusammen. Staatsministerin Maria Böhmer sagte, es sei Zeit, die bisher beschlossenen Maßnahmen zu konkretisieren.
"Moscheenvereine sollen sich der hiesigen Gesellschaft gegenüber öffnen, sowie ihre Ziele und Arbeitsstrukturen transparenter gestalten", fordert Janina Ben-Fadhel (SPD). So könne man Vorwürfe wie Radikalisierung oder Islamisierung im Vorfeld ausräumen.
Die Offenbacher Bürgermeisterin Birgit Simon weiß, dass viel Kraft und Geld nötig sind, um eine wirkungsvolle Infrastruktur für Migranten und Flüchtlinge bereitzustellen. Die von der Bundesregierung geplante Verschärfung des Integrationsgesetzes hält sie für falsch: "In der Realität wird das kaum greifen."
Das Kabinett beschloss jetzt Maßnahmen gegen Zwangsheirat und Scheinehen. Außerdem soll die Teilnahme an Integrationskursen besser gefördert werden - von Symbolpolitik spricht Renate Künast, Fraktionsvorsitzende der Grünen.
Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) will mithilfe eines Punktesystems nur noch Migranten ins Land lassen, die "anpassungsfähig" seien. Einwanderern, die sich nicht um Integration bemühten, müsse notfalls mit Sanktionen begegnet werden, "bis hin zur Reduzierung von staatlichen Transferleistungen".
Hans-Peter Friedrich hat den Vorwurf zurückgewiesen, in der Debatte um Zuwanderung würden Pauschalurteile gefällt. Fachkräfte seien willkommen, egal wo sie herkämen. Allerdings müsse man zunächst das Potenzial in Deutschland und Europa ausnutzen.
Um den Mangel an Fachkräften auszugleichen, brauche man dringend eine Zuwanderung von qualifizierten Kräften, sagt Serkan Tören. Qualifikationsmaßnahmen von Menschen, die bereits in Deutschland lebten, reichten allein nicht aus, betont der FDP-Politiker.
Jetzt meldet sich auch der IT-Branchenverband Bitkom in der Zuwanderungsdebatte zu Wort, fordert ein Ende der "unerträglichen Debatte über einen Zuwanderungsstopp". Ob eigene Werbekampagnen oder bessere Qualifikation hier lebender Zuwanderer: Über das Wie wird weiter gestritten.
Laut Günter Piening herrscht angesichts der Integrationsdebatte bei den Einwanderern "das blanke Entsetzen". Positionen, die bisher nur an den Rändern des demokratischen Spektrums vertreten waren, würden "in die Mitte geschoben".
Wer ist eigentlich integrationsunwilliger? Die anatolischen Krethis und Plethis in Berlin-Kreuzberg oder der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer? Das ganze Land debattiert - und natürlich widmen sich auch die Autoren der aktuellen Ausgaben der politischen Zeitschriften diesem Thema.
Bei den Themen Familie, Ehe und Erbe wenden deutsche Gerichte bisweilen die Scharia an, sagt der Jurist Mathias Rohe. Allerdings gelte dies nur in Fällen, in denen das fremde Recht für das deutsche Rechtsempfinden "nicht zu anstößig" sei.
Die Laizisten innerhalb der SPD setzen sich für eine strikte Trennung von Staat und Kirche ein. Die derzeitige Integrationsdebatte gehe deshalb in dieser Beziehung "in die falsche Richtung", sagt der Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz und Mitglied der Gruppe.
In Brennpunktschulen werden deutsche Mitschüler von ausländischen Klassenkameraden gemobbt und schikaniert. Fremdenfeindlichkeit einmal umgekehrt. Heute berät die Kultusministerkonferenz, deren Vorsitzender Ludwig Spaenle (CSU) ist, in Berlin zusammen mit den Migrantenverbänden über das Thema.
In Österreich, Schweden und den Niederlanden verzeichneten Rechtspopulisten zuletzt große Wahlerfolge, bestimmen als potenzielle Mehrheitsbeschaffer Regierungshandeln mit. Ein Modell, das schon seit vielen Jahren in Dänemark Realität ist - dort etablierte sich die Volkspartei.
Die Debatte über Begrenzung von Zuwanderung blendet aus: Inzwischen wandern mehr Menschen aus als ein. Darunter auch die Deutschtürkin Rahükal Turgut. Wie 40.000 andere Türken aus Deutschland arbeitet und lebt sie jetzt in Istanbul und ist froh, "dass ich eine Auszeit habe von diesen ganzen Debatten".
Die FDP hat ihre Forderung nach einer gesteuerten Zuwanderung bekräftigt. FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte, Deutschland benötige eine Einwanderung in die Wirtschaft und nicht in die Sozialsysteme.
"Seit Mitte der 80er-Jahre, wenn es der CSU schlecht geht, wird sie ausländerfeindlich", konstatiert Bayerns SPD-Chef Florian Pronold. Horst Seehofer fahre eine rechtspopulistische Masche und versuche, einen Kulturkampf auszurufen. Das sei gefährlich.
Die Gesellschaften, in denen Frauen am meisten zu leiden haben, sind häufig islamisch. Ob Frauen tatsächlich Opfer der Religion oder vielmehr einer Jahrhunderte alten Macho-Tradition sind, darüber gehen die Meinungen weit auseinander.
Der Vorschlag von Horst Seehofer, Zuwanderung zu begrenzen, sei unrealistisch, meint die Soziologin Martina Löw. Allein aus demografischen Gründen brauche man Menschen mit neuen Ideen aus anderen Ländern. "Die Idee von Reinheit ist einfach geradezu schädlich für moderne Gesellschaften".
Laut Stefan Luft ist es "eher schwerer denn leichter geworden", nach Deutschland einzuwandern. Gründe dafür seien die Verschärfung des Asylrechts und der Heiratsmigration durch die Forderung eines Nachweises einfacher Deutschkenntnisse im Herkunftsland.
Die CSU-Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung von Menschen aus fremden Kulturkreisen stößt auf Kritik. Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland nannte die Äußerungen diffamierend. Die Integrationsbeauftragte zeigte sich schockiert.
Laut Hans-Peter Raddatz ist der Islam "nicht nur eine Religion, sondern auch eine Ideologie". Diese Ideologie sei nicht kritikfähig und habe einen hohen Geltungsanspruch, der sich beispielsweise in der Scharia manifestiere.
Der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch meint, Kriterien der Zuwanderung müssten Integrationswille und -fähigkeit sein. Dazu sollten Standards für Einwanderung definiert werden.
Der Vorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat sich für eine Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft ausgesprochen. Allerdings müssten die Muslime dafür die erforderlichen Voraussetzungen schaffen. Als Beispiel nannte er eine ausreichende Organisation in Dachverbänden.
Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, sein Land aktiv bei den EU-Beitrittsverhandlungen zu unterstützen und betont, es dürfe keine Verlangsamung in diesem Prozess geben.
Der Bundespräsident hätte auch sagen können "die Migranten gehören zu Deutschland", aber er sagte "inzwischen gehört auch der Islam zu uns" und wie fast immer in letzter Zeit, wenn es um den Islam geht, gibt es hysterische Reaktionen.
Integration sei ein beidseitiger Prozess, sagt Peter Müller (CDU). Wenn alle Beteiligten aufeinander zu gingen, könne dies eine Bereicherung für die Gesellschaft sein, so der saarländische Ministerpräsident vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und der Türkei.
Der Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion, Stefan Müller, hat die Äußerungen von Bundespräsident Wulff über die Stellung des Islam in Deutschland unterstützt. Muslimisches Leben gehöre selbstverständlich zur gesellschaftlichen Realität, sagte der CSU-Politiker. Die Werteordnung Land gründe sich aber auf das Christentum.
Die deutsch-türkische Schriftstellerin Hilal Sezgin ist besorgt über die Langzeitfolgen der Islam-Diskussion nach der Rede von Bundespräsident Christian Wulff. Es kämen so viele Gehässigkeiten an die Oberfläche, dass man sich frage, wo das hinführen solle.
Die islamische Kultur bereichere die deutsche, sagt Bülent Arslan. Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen nennt dazu die Bedeutung der Familie und die gelebte Solidarität der islamischen Gemeinschaft als mögliche Beiträge zur deutschen Kultur.
Die Debatte um die Äußerungen von Bundespräsident Wulff zum Islam dauert an. Manfred Weber, Vorsitzender der CSU-Zukunftskommission, versteht dessen Äußerungen als eine Situationsbeschreibung. Gleichwohl sehe er nicht, dass der Islam zu den Werten Deutschlands beigetragen habe.
Norbert Geis bewertet die Rede des Bundespräsidenten Wulff teilweise als missverständlich. Dass der Islam wie das Judentum und das Christentum zu Deutschland gehöre, könne nicht ganz richtig sein.
Die Niederlande werden künftig von einer Minderheitsregierung unter Duldung der Freiheitspartei PVV regiert. Damit kommt Rechtspopulist Geert Wilders eine Schlüsselrolle zu. Dieser setzt er sich für einen Immigrationsstopp aus muslimischen Ländern ein.
Deutschlandfunk · Europa heute · 29.9.2010
Nach der Wahl in Schweden sind nun in vier europäischen Ländern rechtspopulistische Parteien in aller Munde. Ihr ideologischer Nährboden ist vor allem die Angst vor Überfremdung.
Der Kieler Oberbürgermeister Torsten Albig (SPD) kritisiert die Unterfinanzierung kommunaler Aufgaben wie Bildung und Integration scharf. Die Erziehung der Kinder bezeichnet er als die "entscheidende Frage für die Qualität dieser Nation".
"Einfache Antworten" helfen laut Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in der Integrationsdebatte nicht weiter. Sie hält am im Grundgesetz vorgesehenen Prinzip der staatlichen Zurückhaltung für den Umgang mit den verschiedenen Religionen fest.
Halb fiktional, halb dokumentarisch erzählt die deutsch-türkische Autorin Güner Yasemin Balci in "Arab Queen" das absurde Leben einer 16-Jährigen zwischen zwei Kulturen im Berliner Bezirk Wedding.
Für den Migranten Dimitri Vrubel ist Thilo Sarrazin schon Teil seiner Familie. Der russischstämmige Künstler hat den umstrittenen Ex-Bundesbanker 20 Mal mit Kohle gezeichnet und ihm ungewöhnliche Zitate in den Mund gelegt.
Ausweisungen von Roma, Burka- und Minarettverbote, hoher Zulauf für Anti-Islam-Bewegungen - in vielen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird intensiv über Integration gestritten. Und teilweise radikal gehandelt.
Deutschlandradio · Aktuell · 14.9.2010
Die Ausweisung von Roma brachte Nikolas Sarkozy beim französischen Wähler Punkte - kann aber ein EU-Strafverfahren nach sich ziehen. Sylvie Goulard weiß um die Schwierigkeit, Roma zu integrieren - warnt aber vor Diskiminierung.
Deutschlandfunk · Interview · 15.9.2010
Endlich! Endlich hat sich die Europäische Kommission dazu durchgerungen, Frankreichs Vorgehen gegen die Roma nicht mehr zu tolerieren - meint Doris Simon in Brüssel.
Sarrazin, Steinbach, Integration und das Konservative: Wie viel Potenzial hätte eine Partei rechts der Union? Wenig, meint Politologe Frank Decker, auch weil "rechts" zu nah an rechtsextrem ist.
Am 3. September 2010 hat Hilal Sezgin in der Wochenzeitung DIE ZEIT geschrieben: Deutschland schafft mich ab. Mit ihrem Artikel reagiert die Autorin und freie Publizistin auf die Sarrazin-Debatte und kritisiert, dass Muslime in Deutschland auf diese Weise zu Unrecht verurteilt würden.
Der Schauspieler Tyron Ricketts vermisst die Einsicht, dass Deutsche und Einwanderer in einem Boot sitzen. Weil ihm eine Gesellschaft vorschwebt, in der "für jeden Platz" sein müsse, beteiligt er sich an der Aktion RESPEKT 2010.
Maria Böhmer will "Riesenversäumnisse" Deutschlands bei der Integration von Migranten aufarbeiten. Schon in der Schule sollen Migrantenkinder gezielt gefördert werden - noch gebe zu viele Schulabbrecher unter Einwandererkindern.
Die sarrazin'schen Migrantenthesen haben zu einem "Hype" geführt, kritisiert Migrationsforscher Stefan Luft. Die Politik diskutiere Scheinlösungen. Migranten müssten sich der Gesellschaft angleichen - Deutschland müsse jungen Einwanderern aber auch mehr "Eintrittskarten" bieten.
Der vom Haus der Kulturen der Welt ausgeladene Thilo Sarrazin diskutierte nun im Bildungszentrum Urania in Berlin mit dem ehemaligen Spiegel-Kulturchef Matthias Matussek seine umstrittenen Thesen. Die Provokationserwartungen bei manchen waren hoch. Sie wurden nicht erfüllt.
Am Wiener Burgtheater eröffnet Stephan Kimmig die Saison mit Franz Grillparzers "Die Jüdin von Toledo". Er verlegt die Handlung in die Gegenwart und möchte, in Gestalt der schönen Jüdin, auch über die Migranten von heute reden.
In der amerikanischen Gesellschaft würde Verschiedenheit als Stärke, nicht als Schwäche betrachtet. Eine Diskussion über Parallelgesellschaften wie in Deutschland gebe es dort nicht, sagt der Migrationsexperte Michael Werz angesichts der Integrationsdebatte um die Thesen von Thilo Sarrazin in Deutschland.
"Resonanz zu bekommen geht schnell, wenn man es intelligent anfängt. Die Medien lieben es, wenn Krach ist", sagte Thilo Sarrazin vor einem Jahr. Und nun hat er mit fetzigen Sätzen, biologischer Halbbildung und statistischen Halbwahrheiten ein Feuerchen entzündet, auf dem viele Süppchen köcheln.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 10.9.2010
Die Kopfbedeckung muslimischer Frauen ist außerhalb der islamischen Welt immer wieder Stein des Anstoßes. In einigen europäischen Ländern wie Belgien und Frankreich gibt es mittlerweile Burkaverbote, die das Tragen eines Schleiers verbieten, der auch das Gesicht verhüllt.
Die Regierung will mehr Lehrer mit Migrationshintergrund an Schulen einsetzen. Jovan Radosavlevic, Hauptschullehrer serbischer Herkunft, hält das für einen guten Ansatz. Es könne den Migratenkindern den Start erleichtern, werde sie aber nicht von der Pflicht des Deutschlernens entbinden.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Bedeutung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund für die Wirtschaft hervorgehoben. Diese Auszubildenden seien eine Chance für die Firmen, sagte der Hauptgeschäftsführer, Martin Wansleben.
Tayfun Keltek schließt sich der Kritik seiner Partei an der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer an. Die CDU-Politikerin sei "dieser Aufgabe nicht gewachsen". Keltek habe schon mehrere Integrationsbeauftragte erlebt. Keine sei "so defensiv gewesen wie Frau Böhmer".
Thilo Sarrazins kontroverse Thesen zur Integration von Migranten haben hohe Wellen geschlagen. Viele Beobachter meinen, er könnte eine erfolgreiche Partei gründen. Über diese Stimmung in Deutschland spricht der Psychologe Stephan Grünewald vom Rheingold-Institut in Köln.
Die frühere Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Barbara John, befürwortet einen stärkeren Umbau der Schule zu öffentlichen Einrichtungen, in denen Integration, Bildung und soziale Kontakte auch mit den Eltern von Migrantenkindern gepflegt würden.
18 Prozent der Deutschen würden sofort eine Partei unter der Führung von Thilo Sarrazin wählen. So sehr befürworten sie seine Thesen und seine Argumentation. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Emnid hat dies so ergeben.
Recep Keskin, Vorstandsvorsitzender des Verbandes türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa (ATIAD), hat sich für staatlichen Druck auf Migranten ausgesprochen, deren Kinder kein Deutsch lernen.
Sarrazin glaube an die biologischen Grundlagen von Gesellschaft, die eindeutig definiert seien, so FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher im Gespräch mit DRadio Wissen.
Thilo Sarrazins Thesen bewegen sich in der Nähe des Nationalsozialismus, findet Politikwissenschaftler Christoph Butterwege. Eine Umfrage, nach der 18 Prozent der Wähler für Sarrazin stimmen würden, ist für ihn nur eine Momentaufnahme.
Klaus von Dohnanyi rät seiner Partei, Thilo Sarrazin vor einem möglichen Rauswurf zunächst anzuhören. Der Bundesbankmanager habe nichts geschrieben, was einen Parteiausschluss rechtfertige. Die Bundesbank dagegen habe keine andere Wahl, als Sarrazin zu entlassen.
Über ein paar Dinge im Zusammenhang mit Thilo Sarrazin muss man nicht mehr streiten. Etwa darüber, ob er ein guter Buchvermarkter ist. Und dass sich im Köcher seiner Argumente neben manchem, was zutreffend ist, Giftpfeile befinden – auch darüber herrscht Einigkeit.
Die Debatte über das Buch des Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin zeigt, wie es um unsere Diskussionskultur bestellt ist. Wirklich kulturell relevante Themen geraten da schnell mal in den Hintergrund.
Was der Bundespräsident darf und sollte, das war oft Thema in den Wochen vor und nach dem beispiellosen Rücktritt von Horst Köhler. Christian Wulff hat seine Rolle noch nicht gefunden.
"Ich glaube, es tut uns gut, jetzt auch über Defizite zu sprechen." Für Armin Laschet ist Integration ein Prozess, der Zeit braucht und den man sowohl fördern als auch fordern müsse. In Bezug auf seine Kandidatur als NRW-Parteivorsitzender gab sich Laschet zuversichtlich.
Hat Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin in der vergangenen Woche zu viel mediale Aufmerksamkeit erhalten? Der sprichwörtliche "Blick aufs Wesentliche" wird in so mancher blitzartig geborenen Debatte schnell verstellt.
Alle paar Jahrzehnte tritt dieser Typus an die Rampe: Der Prophet des Untergangs des eigenen Volkes, mit seinen angeblichen, nie gesagten Wahrheiten. Dabei zielt er doch nur auf die irrationale Gefühlswelt einer bürgerlichen, zutiefst verunsicherten Gesellschaft.
Der Fall Sarrazin ist eine historische Wegmarke für Deutschland - er bewegt in diesen Tagen wie kein anderes Thema. Es wird heftig über die Thesen seines Buches gestritten, noch heftiger über seine Äußerungen im Verlaufe dieser Debatte.
Eine ungewöhnliche Flut von Hörerreaktionen per Mail, per Post, per Telefon erreichte die Redaktionen des Deutschlandfunks im Zuge der Berichterstattung über Thilo Sarrazin - viele stellten sich hinter ihn.
Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat sich einstimmig für eine Trennung von Thilo Sarrazin ausgesprochen.
Nachdem der Vorstand der Bundesbank sich gestern für eine Entlassung von Thilo Sarrazin ausgesprochen hatte, legt die SPD nun nach. Politiker fordern derweil eine sachliche Integrationsdebatte.
Anlässlich der Eröffnung der neuen Synagoge in Mainz wertet der Rektor des Abraham-Geiger-Kollegs, Walter Homolka, das Leben der jüdischen Gemeinden in Deutschland als "recht unproblematisch" und würdigt den Islam als "Schwesterreligion".
Nach Meinung des Freiburger Historikers Ulrich Herbert ist der SPD-Politiker Thilo Sarrazin kein ernst zu nehmender Analytiker gesellschaftlicher Verhältnisse: Er „verschmeißt ja die verschiedenen Bereiche andauernd ineinander“.
In seiner Funktion als Bundesbankvorstand repräsentiert Thilo Sarrazin auch die Bundesrepublik. Durch seine Äußerungen schade er dem Ansehen dieser, findet Renate Künast. Er werte Menschen ab - und verletze damit die Grundregeln des Zusammenlebens.
Wenn alles Reden nicht mehr hilft, muss man auf die Zahlen schauen. Genau das tut Katharina Schüller im Statistikgespräch. Denn sie hat sich die - wissenschaftlichen - Thesen des Thilo Sarrazin einmal zur Brust genommen.
Der Vorstand der Deutschen Bundesbank hat sich einstimmig für eine Trennung von Thilo Sarrazin ausgesprochen.
Bundesbanker Thilo Sarrazin postuliert die genetische Identität innerhalb bestimmter Volksgruppen und behauptet Intelligenz sei biologisch begründbar. Welche wissenschaftlichen Behauptungen stecken hinter solchen Thesen?
Die Thesen Thilo Sarrazins finden in den Kreisen der Neuen Rechten Applaus, sagt der Journalist Andreas Speit. Doch anders als bei diesen würden Sarrazins Ansichten wahrgenommen in der Mitte der Gesellschaft, aufgrund seiner gesellschaftlichen Stellung und seiner beruflichen Reputation.
Mit seinen Äußerungen zu genetischen Besonderheiten bestimmter Gruppen habe Thilo Sarrazin eine Grenzlinie überschritten, meint der Publizist Günter Wallraff. Dennoch warnt er die SPD davor, Sarrazin aus der Partei auszuschließen.
Sind Menschen bestimmter Herkunft von Natur aus dümmer? Einige Thesen von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin suggerieren so etwas. Professor Ernst P. Fischer, Naturwissenschaftler an der Uni Konstanz, hält das für "platt" und "dumm".
Vorabdrucke, Interviews, zahllose Debattenbeiträge in Zeitungen, Magazinen, Blogs: Es war eine beispiellose Marketingmaschinerie, die schon lange vor Erscheinen des Buchs von Thilo Sarrazin in Gang gesetzt wurde. Dessen krude Thesen bedürfen jedoch eines Warnhinweises: Lesen auf eigene Gefahr.
Nach seinen umstrittenen Äußerungen über muslimische Zuwanderer wird es für Thilo Sarrazin eng: Der SPD-Bundesvorstand hat ein Ausschlussverfahren gegen den Bundesbankvorstand beschlossen. Die Bundesbank hat eine Entscheidung über Sarrazins Zukunft indes vertagt.
Der Konsens gegen Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin erinnert Henryk M. Broder an die "dunkle Epoche" der "Hexenverbrennung". Auch wenn er das Buch noch nicht gelesen hat, sieht er in "Deutschland schafft sich ab" einen wichtigen Beitrag zum "demokratischen Diskurs".
Wer Thilo Sarrazins Pamphlet auf die anti-muslimische Attitüde reduziert, der verkennt seinen missionarischen Anspruch. Es sollen die wohlhabenden, die gebildeten Deutschen fortzeugend sich gebären: "Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist."
Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin empört mit seinen Aussagen zur Integrationsbereitschaft muslimischer Migranten. Der Politikwissenschaftler Gerd Langguth sagt, Sarrazins Verhalten sei "am Ende der politischen Moral".
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