Der britische Bestseller-Autor Robert Harris hat die Langeweile der heutigen Politik kritisiert. Die Politik im alten Rom sei mit machtvollen Männern wie Cicero, Cato und Cäsar großartiger gewesen, sagte der Schriftsteller.
Die Bilder von Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt gelten Kaiser Wilhelm II. als "Rinnsteinkunst". Doch die Künstler lassen sich nicht beirren und finden ihre Motive überall, weit entfernt von den Akademien. Die Kunsthalle Bielefeld zeigt in einer Übersichtsschau die Entwicklung des Impressionismus in Deutschland.
In seinem neuen Film "This is Love" greift Regisseur Matthias Glasner das Lolita-Thema Nabokovs auf. Mit Jens Albinus und Corinna Harfouch in Hauptrollen erzählt er von der sexuellen Beziehung eines älteren Mannes zu einer Achtjährigen.
Ein 70 Meter langer Comicstrip über die Eroberung Englands durch die Normannen im Jahr 1066 - so kann, etwas unorthodox, der berühmte Wandteppich von Bayeux beschrieben werden. Zu sehen ist er zurzeit in der Ausstellung "Die letzten Wikinger" im Archäologischen Museum Frankfurt am Main.
Funken sprühend und Böller werfend ziehen die Katalanen einmal im Jahr durch die Straßen - am Correfoc, dem Feuerlauf. Doch diesem traditionellen Fest der Teufel und Bestien droht nun wegen einer Sicherheitsnorm der EU das Aus.
Was als Steckenpferd der Ehefrau des spanischen Königs Ferdinand VII. begonnen hatte, sollte sich im Laufe von zwei Jahrhunderten zu einer der größten und bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt entwickeln: das Museo Nacional del Prado in Madrid.
Der Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele hält den Film "Die Anwälte", indem auch er porträtiert wird, für gelungen.
Deutschlandradio Kultur · Interview · 19.11.2009
Die Filmemacherin Birgit Schulz bringt die Politiker Otto Schily, Hans Christian Ströbele und Horst Mahler in einem Gerichtssaal zusammen, um mit den drei Anwälten über die Zeit zu sprechen, als sie noch am selben linken Strang zogen.
In der ostmährischen Stadt Zlín gründete Tomas Baťa, Sohn eines Flickschusters, Anfang des 20. Jahrhunderts seine erste Schuhfabrik. Daraus entwickelte sich ein weltweites Schuhimperium und Baťa ließ Zlin umbauen in eine moderne, funktional getrennte Modellstadt, die auch für die Freizeit der Arbeiter sorgte. Die Münchner Pinakothek zeigt nun die Entwicklung dieser Stadt.
Nach dem Literaturnobelpreisträger Imre Kertesz hat auch der ungarische Autor Laszlo Földenyi den wachsenden Rechtsextremismus und Antisemitismus in seinem Heimatland angeklagt. Er rechne damit, dass im kommenden Jahr eine rechtsextreme Partei im Parlament vertreten sein werde.
Der Schriftsteller Arno Surminski hat sich in der Debatte um die Nominierung von Erika Steinbach in den Beirat der Bundesstiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ für einen freiwilligen Verzicht der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen auf diesen Posten ausgesprochen.
Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, will den kulturellen Austausch mit China verbessern. "Wirtschaftspolitik gibt es nicht ohne wissenschaftliche und kulturelle Grundlage in einer Zusammenarbeit, und das versuchen wir zu verstärken", erklärte die FDP-Politikerin.
Die junge Wiener Regisseurin Cornelia Rainer inszeniert derzeit William Shakespeares Königsdrama "Richard II" als "One-Man-Show" am Thalia Theater. Die ganze Last der Aufführung liegt daher auf den Schultern des Burgtheaterstars Sven-Eric Bechtolf.
Deutschlandfunk · Kultur heute · 16.11.2009
Eigentlich sind für Shakespeares "Richard II." rund 30 Personen vorgesehen. Regisseurin Cornelia Rainer hat in ihrer Inszenierung auf die Menschenschar verzichtet - und bringt das Stück mit nur einem einzigen Darsteller auf die Bühne.
Stefan George, 1868 – 1933, ist ein Dichter, dessen Name sich heute eher raunt, als dass man seine Gedichte wirklich kennt. Er stand für eine exklusive und elitäre Kunstauffassung, eine "Aristrokratie des Geistes". Gerade wegen dieses Gedankens des Auserwähltseins konnten ihn die Nationalsozialisten für sich vereinnahmen.
Die Malerfamilie Francken bestimmte über lange Zeit die Kunstproduktion Antwerpens. Mit "Die Anbetung der Könige" widmet das Kunstmuseum Basel dem bedeutendsten Vertreter der Familie, Frans II. Francken, nun eine Ausstellung.
Als Fotografin gehörte Marianne Breslauer zur Avantgarde der 20er-Jahre. Nach ihrer Heirat wurde sie als Marianne Feilchenfeldt die erste Frau, die Kunsthandel auf höchsten internationalem Niveau betrieb. Eine Autobiografie schildert ihr ereignisreiches Leben.
Hochstapler sind immer spannende Bühnenfiguren. Denn sie entlarven die Schwächen einer Gesellschaft. Der Hochstapler in Jean-Paul Sartres "Nekrassow" heißt George de Valeras - und er enthüllt die Machtstrukturen im Frankreich des Kalten Krieges.
In dem Broadway-Stück "A Steady Rain" geben sich die Hollywood-Größen Daniel Craig und Hugh Jackman als böser und guter Bulle die Klinke in die Hand. Das Stück ist witzig und hat es in sich - die Eintrittspreise allerdings auch.
Seit langem begeistert sich Edith Dekyndt für Naturwissenschaften. Experimente verwandelt sie allerdings in poetische, ästhetische Kunstwerke. Das Museum für zeitgenössische Kunst im Grand-Hornu zeigt jetzt eine Retrospektive der Belgierin.
Die Zahlen sind alarmierend: In etwa 50 Ländern weltweit werden Christinnen und Christen diskriminiert, verfolgt und manchmal auch getötet. Vor allem in islamischen Ländern wie dem Irak oder Pakistan kommt es zu schweren Übergriffen, aber auch in Indien oder Nordkorea. Warum ist der christliche Westen eher zögerlich beim Protest gegen diese Menschenrechtsverletzungen?
Die Schauspielerin Tilda Swinton meint, es sei wichtig, dass sich die Berliner Mauer nicht langsam in der Erinnerung der Menschen auflöse. Daher sei es schade, dass sie nach der Wende so stark zerstört worden sei. Reisende, die nach Berlin kämen, suchten "das Drama der Mauer".
Ines Geipel befasst sich mit der Schwierigkeit, nach der Wende zu einer authentischen Sprache zu finden. Die Autorin und Wissenschaftlerin fühlt sich verpflichtet, verstummten Autoren Gehör zu verschaffen.
In Friedrich von Gagerns Theaterstück "Ozean" macht sich eine bunte Reisegesellschaft 1848 nach Amerika auf, um dort Glück, Freiheit und Gleichheit zu finden. Regisseur Frank Castorf zeigt das Stück in der Berliner Volksbühne - müde interpretiert und mit kleinen kabarettistischen Anspielungen garniert.
Doch, doch, das ist schon richtig, dass die DDR-Nostalgie ein eigenes Wort bekommt: Ostalgie. Denn während die normale Nostalgie völlig selbstverständlich ist, weil ja jeder weiß, dass es früher besser war, trifft die DDR-Nostalgie auf den Widerstand des offiziösen Geschichtsbildes, der Aufarbeitung, der Enquete-Kommission, der Historiker und Juristen.
Die europaweit größte Schau türkischer zeitgenössischer Kunst ist zurzeit in Berlin zu sehen: "Istanbul - next wave“ zeigt in den Akademie-Häusern am Pariser Platz und am Hanseatenweg sowie im Martin-Gropius-Bau Werke türkischer Künstler wie Sükran Moral, Neriman Polat oder Altan Gürman.
Geschichten erzählen - das ist eine uralte jüdische Tradition. Von Generation zu Generation wurden die Schilderungen aus biblischer Zeit und anderen vergangenen Tagen mündlich überliefert. Heutzutage haben Radio, Fernseher und Internet die Geschichtenerzähler abgelöst. Eine Ausnahme ist der in Berlin lebende Israeli Elija Avital.
Deutschlandradio Kultur · Aus der jüdischen Welt · 13.11.2009
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Interview Reiner Sörries, Direktor des Museums für Sepulkralkultur Kassel
Sendezeit: 21.11.2009, 06:49
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Aus den Feuilletons
Sendezeit: 21.11.2009, 06:38
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