Die amerikanische Malerin Jo Baer gilt als Wegbereiterin des Minimalismus. Das Museum Ludwig in Köln zeigt eine Retrospektive ihres Werks. Es ist die erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum.
Amazon weiß, was wir lesen und was uns vielleicht auch gefallen könnte. Facebook kennt alle übrigen Vorlieben und Mircrosoft schaut jetzt ganz genau hin: Die neue Konsole Xbox One kann nämlich mit Mikrofonen und Kameras identifizieren, wer da alles was macht im Wohnzimmer.
Der Fotograf Arthur Fellig gab sich selbst das Pseudonym "Weegee - The Famous". Berühmt wurde er durch seine Fotos von Katastrophen, Morden und Unfällen. Die Ludwig Galerie Schloss Oberhausen widmet ihm eine Werkschau. Sie zeigt, wie ein Fotojournalist vor 50 Jahren arbeitete.
Die Designerin Gesche Joost schert sich nicht um Mode oder Stuhlformen. Mit ihrer Forschungsarbeit am Design Research Lab der Universität der Künste will sie stattdessen den "Digital Divide" überwinden und gesellschaftlich relevante Designprodukte entwickeln.
Von der "Bewegtbildmüllhalde" habe sich YouTube in den letzten Jahren zu einem zweiten Massenmedium mit einer redaktionellen Community im Hintergrund entwickelt, sagt Medienredakteur Philipp Banse. Das seien keine Nischenprodukte mehr, sondern echtes Jugendfernsehen.
Zur Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft in Weimar treffen sich zurzeit Fans des Dichters und Wissenschaftler aus aller Welt - auch Forscher aus China sind dabei. Der deutsch-iranische Schriftsteller Navid Kermani sprach zum Thema der Konferenz "Goethe und die Weltreligionen".
Der Vatikan sucht den Dialog mit der Kunstwelt und wird erstmals mit einem Pavillon zum Thema Schöpfung auf der Biennale vertreten sein. Gestaltet haben ihn der tschechische Fotograf Josef Koudelka, der australische Maler Lawrence Carroll und die italienischen Videokünstler des Mailänder Studio Azzurro.
Das Zerrbild vom reichen Juden, der mit dem Verleihen von Geld sein Vermögen vergrößert, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Judentums. Eine Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt fragt nach den Wurzeln und den Folgen dieses antisemitischen Klischees.
"Tore tanzt" ist der einzige deutsche Langfilm bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Tore hat sich den religiösen Punks in Hamburg angeschlossen und möchte ein Leben nach christlichem Vorbild führen. Als er sich mit einem Familienvater anfreundet, wird es allerdings grausam.
Was macht den Menschen zum Menschen? Die Frage ist so alt wie die Philosophie. In vier Salongesprächen versuchen die ZEIT-Stiftung und die Bucerius Law School eine Annäherung.
Er forderte die Verantwortung und das Engagement des Theaters für die Gesellschaft ein, begleitete es als genauer Analytiker - streitbar, beharrlich, und widerborstig. Nun ist Henning Rischbieter im Alter von 86 Jahren gestorben.
Detroit und Wolfsburg sind beide von der Autoproduktion geprägt. Doch während Detroit arm aber sexy ist und die Autoproduktion längst im Niedergang, ist Wolfsburg auf den ersten Blick mit wachsender Autoproduktion gesegnet und scheint reich aber langweilig.
Die Geschichte des Hutes ist alt und spannungsgeladen und wie häufig bei prägnanten Kleidungsstücken gilt auch beim Hut: Je nach Lage der Nation, nach Befinden der Gesellschaft sind Hüte gerade Top oder Flop.
Kunstwissenschaftler saugen in der Regel begierig auf, was Maler oder Bildhauer über ihre Werke zum Besten geben. Das sollten sie aber nicht unbedacht tun, finden die Autoren dieses Sammelbandes. Denn Künstler pflegen meistens einen eigenwilligen Umgang mit der Sprache.
Der Theaterkritiker Henning Rischbieter ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Rischbieter gründete 1960 die Zeitschrift "Theater heute" und war als streitbarer Analytiker und Förderer des Theaters respektiert.
Ein neues Hochschulgesetz sollte französischen Universitäten Vorlesungen in englischer Sprache ermöglichen. Kritiker laufen gegen eine angebliche Marginalisierung der französischen Sprache Sturm.
Die Tagung "Be.Bop 2013 - Black Europe Body Politics" in Berlin beschäftigt sich in Diskussionen, Filmen und Performances mit der Bewältigung einer verdrängten europäische Geschichte: Rassismus und Kolonialismus.
Mit "Shoah" wurde der Regisseur Claude Lanzmann bekannt. Nun hat er aus einem Interview mit Benjamin Murmelstein, dem letzten der jüdischen Ältesten in Theresienstadt, einen Film gemacht. Und entfaltet dabei ein ungewöhnlich vielschichtiges Panorama des Holocaust.
Die grandiose rumänische Produktion "Mutter & Sohn" erhielt bei der Berlinale den Goldenen Bären und ist ab dem 23. Mai im Kino zu sehen. Ebenfalls neu sind das akzeptable Spielfilmdebüt "Freier Fall" über homosexuelle Polizisten und das enttäuschende Drama "Der Dieb der Worte".
Von "Apocalypse Now" bis "Avatar": Wie kaum ein anderer Komponist hat Richard Wagner den Sound des modernen Hollywood-Kinos geprägt, sagt der Dirigent Frank Strobel. Im Zusammenspiel mit wuchtigen Filmsequenzen entfalte Wagners Musik eine ungeheuer manipulative Wirkung.
Behutsam und verständnisvoll nähert sich Regisseur Stephan Lacant einem schwierigen Thema: Nicht nur entsteht hier eine Beziehung zwischen zwei Männern in einem feindlichen Umfeld, alleine die Entdeckung seiner homosexuellen Leidenschaft löst im Helden einen Konflikt aus.
Der Sohn überfährt aus Unachtsamkeit ein Kind, seine Mutter versucht zu retten, was zu retten ist. Mit allen Mitteln. Goldener-Bär-Gewinner Calin Peter Netzer zeigt unaufgeregt, wie die rumänische Gesellschaft 25 Jahre nach dem Ende der Ceausescu-Diktatur funktioniert.
Seit dem Abitur ist Wolfgang Bellwinkel auf Reisen gewesen. Seine Erlebnisse hat der 54-Jährige jetzt in dem Bildband "No Land Called Home" zusammengefasst. Er porträtierte bosnische Muslime und zeigt Chinesen zwischen Tradition und Moderne. Oft sind seine Motive gezeichnet von Melancholie.
In eigens für die Pierpont Morgan Library entworfenen Vitrinen zeigt der Künstler Matthew Barney Fotos, Zeitungsausschnitte und Gegenstände. Sie reichen von einer verrosteten Fußfessel bis zum Schnappschuss eines Mannes, der sich mit einem Auspuff verlustiert.
Die Berliner "Topographie des Terrors" zeigt die Ausstellung "Zwischen den Zeilen?". Thematisiert wird, wie die Nationalsozialisten Denk- und Handlungsspielräume von Verlegern, Journalisten und Lesern einschränkten.
Mit seinen Thesen zu rechtem Gedankengut in Joseph Beuys' Leben und Werk sorgt der Autor Hans-Peter Riegel für Aufsehen. Er will beweisen, dass der Künstler von germanischem Okkultismus beeinflusst gewesen sei und in Kontakt mit ehemaligen Nazi-Ideologen gestanden habe.
Deutschlandradio Kultur · Fazit · 21.5.2013
Beuys war nie "ein gefärbter Völkischer", entgegnet sein Verleger Klaus Staeck. Aus einem dicken Buch werden Dinge zitiert, um "dann ein bisschen sensationsgierig Interesse zu wecken".
Für die einen sind sie pittoreske Gebäude, für die anderen ein Ärgernis: die Pavillons der Biennale von Venedig. Die Architekten Diener&Diener rücken in dem von ihnen herausgegebenen Fotoband mit Bildern von Gabriele Basilico deren Architektur wieder in den Vordergrund.
Es gehe um die Erhaltung der Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt, sagte Ulrich Katzer zum Aktionstag gegen drohende Kürzungen. Um das an UNESCO-Welterbestätten besonders reiche Bundesland zu unterstützen, müsse auch der Bund einspringen, so der Geschäftsführer des Bühnenvereins Ost.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 21.5.2013
In Sachsen-Anhalt plant die Große Koalition unter CDU-Ministerpräsident Reiner Haseloff einen harten Sparkurs. Bis zum Jahr 2020 will das Land schuldenfrei sein. Weil von den massiven Einschnitten besonders die Kultur betroffen sein wird, wird unter dem Motto "5 vor 12" protestiert.
Sie sind nur wenige Zentimeter groß, dafür aber unglaublich detailgenau: Eine junge Frau aus Berlin formt Prominente wie Axel Prahl, Helmut Schmidt oder Marilyn Monroe aus Knetgummi. Wir haben der Künstlerin mit dem Pseudonym "Karlotta Knetkowski" bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut.
In Berlin ist das 50. Theatertreffen zu Ende gegangen. Was bleibt vom Jubiläum? Starke Bilder, eine neue Kluft zwischen den Generationen und ein kleiner Krach zum Schluss. Für das nächste Mal wünscht sich unser Autor Michael Laages mehr Neugier, mehr Mut und mehr Provokation.
X-Wohnungen nennt sich ein Theaterformat, bei dem die Besucher auf Wanderschaft durch Privatwohnungen geschickt werden. Hinter den ansonsten verschlossenen Türen erwarten die Besucher kleine Dramen, Installationen, leutselige Besucher oder einfach das blanke Nichts. Nun wurde das in Berlin entstandene Format erstmals in Beirut umgesetzt.
Neben dem Wettbewerbsprogramm ist bei den Filmfestspielen in Cannes auch die Sektion "Un certain regard" zu sehen. In den Filmen werden die Verlustrechnungen aufgemacht, das Verzeichnis der Flurschäden der Globalisierung, der digitalen Parallelwelten mit ihrem Starkult.
Estlands Schriftsteller müssten erst kennengelernt werden, begründet Heinrich Detering, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, warum in Tartu das Frühjahrstreffen stattfindet. Umgekehrt sei Estland ein Land, "das von uns sehr viel weiß".
Die griechische Verlagswelt hat durch die Krise in den vergangenen Jahren enorme Verluste verzeichnet. Weil Buchläden schließen oder keine Literatur mehr von weniger bekannten Autoren kaufen wollen, können Verlage kaum neue Bücher veröffentlichen, wie ein Besuch der internationalen Buchmesse in Thessaloniki zeigt.
Renaissancegemälde, kostbare mittelalterliche Handschriften, aber auch moderne Brettspiele, bei denen man wie ein Fürst zur Zeit Machiavellis agiert: Die Ausstellung über Niccolò Machiavelli in Rom überrascht und stellt ihn als Staatstheoretiker in den Vordergrund.
Von manierierten Tremoli bis zur überragenden Rollenstudie mit ganz eigener Interpretation: Diese Entwicklung durchläuft Cecilia Bartoli auf der Premiere von Vincenzo Bellinis "Norma" bei den Salzburger Pfingstfestspiele - hervorragend unterstützt vom schweizerischen Rundfunkchor.
Laura de Wecks Bühnencollage, in der das Theater gegen seine eigenen dramaturgischen Gesetze anspielt und absurde Züge annimmt, ist glänzend inszeniert. Und glänzend gespielt!
Jedes Jahr jungen Menschen aus aller Welt das Rüstzeug zu geben, soziale Projekte in ihren Heimatländern umzusetzen: Das ist Ziel der Dekeyser & Friends Academy, gegründet von Ex-Profi-Fußballer Bobby Dekeyser. Dieses Jahr wird ein Theaterstück zum Thema Identität und Liebe erarbeitet.
Viel zu selten waren ihre Lieblingsfilme im Kino zu sehen. Deshalb gründete eine Gruppe begeisterter Cineasten in Köln den Filmclub 813. Ihre Mission ist es, vergessene Filmschätze in Archiven ausfindig zu machen und sie zurück auf die Leinwand zu holen.
1725 Tage lang war Murat Kurnaz im US-Gefangenenlager Gunatanamo und wurde dort gefoltert. Diese Geschichte arbeitet der Regisseur Stefan Schaller im Film "Fünf Jahre Leben" auf. Er sagt, vielen sei bis heute nicht klar, was für ein großes Unrecht Kurnaz angetan worden sei.
Seine Schaffensperiode liegt im frühen 16. Jahrhundert, immer wieder ist er zum Sozialrevolutionär erklärt worden, und er gilt als einer der "gottlosen" Künstler, weil er 1525 mit den aufständischen Bauern sympathisierte: der württembergische Maler Jörg Ratgeb.
Bekannt sind vor allem die Theaterstücke des Schriftstellers Samuel Beckett, in denen sich seine Figuren auf ungewöhnliche Weise die Zeit vertreiben. In seinen späten Prosaarbeiten konzentriert sich der irische Autor ganz auf seine Sprache.
Deutschlandfunk · Essay und Diskurs · 20.5.2013
Stärken und Schwächen liegen in der frühen Prosa von Samuel Beckett dicht nebeneinander. Die widerborstigen Texte führen in die Welt des jungen Genies, das alles wagt und Jahrzehnte später alles gewinnt.
Der Traum des Ikarus vom Fliegen erwacht in der neuen Ausstellung des Centre Pompidou in Metz zum Leben. Die Schau zeigt, wie die Vogelperspektive bis heute Maler und Fotografen inspiriert und die Raumkonzeption der Künstler seit dem 19. Jahrhundert verändert hat.
Bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes, der 66. Ausgabe, ist Deutschland gerade einmal mit einem Spielfilm vertreten: Im offiziellen Programm außerhalb des Wettbewerbs zeigt die erst 30-jährige Regisseurin Katrin Gebbe ihre Spielfilmdebüt "Tore tanzt".
Kostja, der mit seinem Gewehr eine Möwe vom Himmel holt, bei seinem Selbstmordversuch aber daneben schießt: Bei Anton Tschechow offenbart Komik die Tragik scheiternder Menschen. Andreas Kriegenburg macht bei seiner Neuauflage der "Möwe" dagegen radikal Ernst.
Wo immer er ausstellt, konfrontiert der britisch-indische Künstler Anish Kapoor die Besucher mit rätselhaften monumentalen Objekten. Ab heute zeigt der 58-Jährige im Berliner Gropius-Bau seine Werke - und stellt das Publikum erneut vor besondere Herausforderungen.
Schon 1913 braute sich zusammen, was bald darauf in Weltkriegen und Holocaust mündete. Am historischen Schauplatz des Österreichischen Parlaments findet Christoph Marthalers Projekt "Letzte Tage - Ein Vorabend" viel von diesem Gestern im Heute und Morgen.
Mehrere Einwanderungswellen aus Deutschland hinterließen Spuren in Brasiliens Wirtschaft und Architektur. Die Auftaktwoche zum deutsch-brasilianischen Jahr schlägt in São Paulo mit Kunst den Bogen von der Moderne zur Gegenwart.
Im Neonlicht beobachten wir faule Großstadtkatzen und fleißige Kurdinnen, die im Waschsalon lesen lernen. Wie entdecken Hinterhofflohmärkte in München und warten in Addis Abeba auf den Minibus.
In seinem neuen Film zeichnet Regisseur Stefan Schaller Murat Kurnaz' Leben und Überleben im US-Gefangenenlager Guantanamo nach. Die Geschichte hat ihn nicht mehr losgelassen - und er entdeckte auch Parallelen zwischen sich und Kurnaz.
Zum Berliner Theatertreffen wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ein Theaterstück mit behinderten Darstellern eingeladen, das "Disabled Theatre" aus Zürich. Der französische Tänzer und Choreograf Jerome Bel hat dieses Stück mit der Theatergruppe Hora erarbeitet.
In Guatemala leben Nachfahren der Maya, doch während der Kolonialisierung wurde die indigene Kultur beinahe völlig unterdrückt. Nun gelangt sie zu neuer Bedeutung - in einem spannungsgeladenen und konfliktreichen Umfeld.
Schon die alten Römer betrieben Propaganda, um sich ins rechte Licht zu setzen. Wie die Methoden im vergangenen und in unserem Jahrhundert funktionieren, welche Mittel die Mächtigen benutzen - damit setzt sich jetzt die British Library in London auseinander.
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Fehlstart - Die magere Bilanz von Italiens Ministerpräsident Letta nach 1 Monat
Sendezeit: 25.05.2013, 06:23
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Wort zum Tage 25.05.2013 (Katholisch)
Sendezeit: 25.05.2013, 06:23
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Netzreporter: Safari durch den Blätterwald
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