Nach Spät-Siebziger Live-Alben wie den "Tokyo Tapes" der Scorpions oder "Made in Japan" von Deep Purple sind die Begriffe Heavy Metal und Japan miteinander verbunden. Auch heute noch ist Heavy Metal in Japan angesagt - besonders deutscher Power Metal der Marke Helloween, Blind Guardian oder Gamma Ray.
Die Situation auf dem Wohnungsmarkt habe ihm sein Projekt gleichsam aufgedrängt, sagt der Berliner Autor Paul Plamper über sein Hörspiel-, Theater- und Performanceprojekt "Der Kauf". Das preisgekrönte Stück lädt zur Reflexion über das Bauen, Wohnen und Besitzen ein.
Am 16. Juni ist der Tag der Autobahnkirche. Die Hinweisschilder hat wohl jeder schon mal gesehen. Aber wer besucht diese Orte? Vor drei Wochen wurde an der A45 von Dortmund nach Frankfurt die 40. Autobahnkirche der Republik eröffnet. Ein erstaunlicher Neubau im religiösen Siegerland.
Ernst Ludwig Kirchner revolutionierte Anfang des 20. Jahrhunderts die deutsche Malerei. Unter anderem gründete er den Künstlerbund "Die Brücke" mit. Nach dem Ersten Weltkrieg zog er sich traumatisiert ins Exil zurück, wo sein Leben ein tragisches Ende nahm.
Die Ausstellung "Kaboom! Comic in der Kunst" in der Weserburg in Bremen stellt 30 internationale Künstlerinnen und Künstler vor, die sich von Comics haben inspirieren lassen. Sie zeigt: Auch heute geht noch viel Innovation von den Sprechblasen aus.
Dem Loreleytal droht der Verlust des UNESCO-Gütesiegels. Streitpunkt ist eine Gondelbahn über den Rhein, die seit der Bundesgartenschau 2011 das Koblenzer Stadtbild prägt. Die Seilbahn muss wieder weg, sagt die UNESCO. Die Seilbahn muss bleiben, forderten jetzt mehr als 3000 Menschen.
"Kicher", "würg", "grübel" - was simpel klingt, kann auch Kunst sein. In der Ausstellung "Kaboom!" zeigt die Weserburg in Bremen Werke von mehr als 30 internationalen Künstlern rund um die Sprechblase.
Die EU-Handelsminister verhandeln heute über das Freihandelsabkommen mit den USA. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, fordert, dass sich die Bundesregierung für die Herausnahme des Kultursektors aus diesem Abkommen eintrete.
Am 29. Mai 1953 erreichten Edmund Hillary und Tenzing Norgay als erste Menschen den Gipfel des Mount Everest. Der Neuseeländer George Lowe war Teil des Teams. Er schrieb Briefe, die man nun nachlesen kann.
Die Handlungen der Filme ähneln sich: Ein schlechter Christ oder Moslem wird im Laufe der Handlung bekehrt und ist zum Schluss ein guter Mensch. Religionskritik war im afrikanischen Kino bisher unerwünscht. Doch das ändert sich derzeit.
Die Rote Armee Fraktion ist reif fürs Museum: Das Haus der Geschichte in Stuttgart zeigt eine historische Ausstellung rund um die Terroristengruppe. Schriftliche Zeugnisse klären zwar über die Psyche der Täter auf, erklären aber nicht die Genese ihrer Gewalt.
Ein neuer Kunstskandal macht Schlagzeilen: Das BKA hat einen Fälscherring hochgehen lassen, der Maler der russischen Avantgarde kopierte. Mehr als 400 Gemälde kamen in Umlauf. Der Fachjournalist Stefan Koldehoff meint: Die Ereignisse der letzten Jahre hätten offenbar nichts bewirkt.
Er sei Ungar - und er schäme sich, sagte Regisseur David Marton gestern im Berliner Maxim Gorki Theater. Grund sei die Lage der Künstler, die unter Ungarns rechtem Regierungschef Viktor Orbán immer schwieriger werde: "Das Unabhängige, das Freie existiert als Idee nicht mehr."
Regisseurin Nanouk Leopold hat den Erfolgsroman "Oben ist es still" des niederländischen Schriftstellers Gerbrand Bakker verfilmt. Lakonisch erzählt sie die Geschichte des ledigen Bauern Helmer, der mit seinen Kühen und dem kranken Vater einsam auf dem Land lebt.
Armin Petras übernahm 2006 die Intendanz am Berliner Maxim Gorki Theater. Nach sieben Jahren zieht es ihn mit seinem Ensemble nun nach Stuttgart. Vom Berliner Publikum verabschiedet er sich mit einem Theater-Marathon.
Mit mehr als 300 beteiligten Galerien aus 39 Ländern ist die "Art Basel" die weltweit größte Messe für Gegenwartskunst. Rund 4000 Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts werden ausgestellt. Dieses Jahr sind erstmals auch Aussteller aus Singapur und den Philippinen dabei.
Der Kopffüßler hat ihn berühmt gemacht: Horst Antes gilt seit den 50er-Jahren als wichtigster Vertreter der neuen figurativen Malerei in Deutschland. Im Berliner Martin-Gropius-Bau werden Gemälde des Künstlers aus den Jahren 1958 bis 2010 gezeigt.
Einen ungewöhnlichen Tanzfilm hat der Belgier Frédéric Fonteyne mit "Tango Libre" inszeniert. Geballte Leidenschaft und Eifersucht erschüttern den Alltag in einem Männergefängnis. Im Mittelpunkt der gleichzeitig komischen und explosiven Ereignisse steht die geheimnisvolle Alice.
Mit "Oben ist es still" schneidet die Regisseurin Nanouk Leopold mehrere Themen subtil an: Alleinsein auf dem Land, Ehelosigkeit der Bauern, Pflege im Alter. Die Geschichte des eigenwilligen Helmer ist dabei förmlich im ausdrucksstarken Gesicht seines Darstellers Jeroen Willems zu lesen.
Der Medientheoretiker Friedrich Kittler erforschte Technik und Musik, Kriege und Dichtung. 2011 gestorben, hat Kittler ein kaum überschaubares Werk hinterlassen. Es besteht nicht nur aus Schriften, sondern zu diesem Werk gehören auch Computerprogramme und Hardware.
Immer häufiger taucht in Hörspielen dokumentarisches Material auf, sagt Anna Dünnebier. Bei "Ooops, wrong Planet, dem diesjährigen Siegerwerk beim "Hörspielpreis der Kriegsblinden", sei diese Idee "sehr genial" umgesetzt worden, meint die Vorsitzende der Jury.
Eine No-go-Area waren die Industriebrachen im östlichen Zentrum von Johannesburg lange Zeit. Ein Kunst- und Kulturprojekt hat der Region neues städtisches Leben verliehen, bekannte Künstler haben hier ihre Ateliers.
Das Stadtschloss gebe Berlin sein historisches Zentrum zurück, sagen die einen. Ein Millionengrab, meinen die anderen. Doch der Streit um den Wiederaufbau wird bald Geschichte sein: Bundespräsident Joachim Gauck hat heute den Grundstein für die Rekonstruktion gelegt.
Deutschlandradio · Aktuell · 12.6.2013
Vor knapp 20 Jahren waren die Berliner und ihre Gäste fasziniert von der Schlossfassade, die Wilhelm von Boddien auf Plastikplanen hatte malen lassen. Nun ist der Grundstein für die Rekonstruktion der ehemaligen Hohenzollern-Residenz gelegt - aber keiner will das Schloss, meint Günter Hellmich.
Deutschlandfunk · Kommentar · 12.6.2013
Das Humboldtforum sei ein Ort, der alle Menschen der Gesellschaft anziehen könne, meint Hermann Parzinger. "Wichtig ist, dass wir eben damit nicht Glanz und Gloria wiederbeleben wollen, sondern dass wir uns zu unserer Geschichte bekennen", so der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 12.6.2013
Hinter der rekonstruierten Barockfassade des Stadtschlosses wird mitten in Berlin einer der spannendsten Orte der Republik entstehen, ist sich Manfred Rettig sicher. Das Humboldtforum habe ein "tolles Konzept", so der Stiftungschef am Tag der Grundsteinlegung.
Deutschlandradio Kultur · Interview · 12.6.2013
In Berlin findet heute die feierliche Grundsteinlegung des Humboldt-Forums statt. Einige Kilometer entfernt - in Berlin-Spandau - wird unterdessen weiter an der Rekonstruktion der Fassade des Berliner Stadtschlosses gearbeitet.
Deutschlandradio Kultur · Reportage · 12.6.2013
Im Bildband "Das Berliner Schloss" zeigt Richard Schneider eindrucksvoll, wie der 1950 gesprengte Bau in den 20er-Jahren ausgesehen hat. Die komplizierte Geschichte der oft umgestalteten preußischen Hauptresidenz erklärt er in einem einleitenden Essay.
Die Familie des französischen Filmemachers Namir Abdel Messeeh stammt aus Ägypten. Er hat sich dort auf die Spur einer ganz besonderen religiösen Passion begeben. "Die Jungfrau, die Kopten und ich" heißt der so entstandene Dokumentarfilm, der überaus vergnüglich geraten ist.
Der Literaturwissenschaftler Gilbert Ndi Shang eröffnet mit seiner Führung "Afrika in Bayreuth" eine ganz andere Sichtweise auf die Geschichte der Stadt - jenseits von Richard Wagner und dem Grünen Hügel.
Als der wortkarge Motorradstuntman Luke erfährt, dass er Vater geworden ist, wird er zum Bankräuber, um die Familie zu ernähren. Er wird vom ehrgeizigen Polizisten Avery Cross gestellt. 15 Jahre später schließen ihre Söhne nichts ahnend Freundschaft.
Die USA im Jahr 2022. Es gibt keine Arbeitslosen und nur wenig Armut. Denn einmal im Jahr, am "Tag der Säuberung", werden die Sozialschwachen von ihren Mitbürgern systematisch gejagt und ermordet.
"Cleopatra" gab der Welt "Liz and Dick", das Liebespaar Taylor-Burton. Insgesamt zweieinhalb Jahre dauerten die Dreharbeiten, bei denen Regisseure und sämtliche Hauptdarsteller außer Liz Taylor ausgetauscht wurden und das Budget um ein Vielfaches anstieg.
Der Neubau des Museums ägyptischer Kunst München schaffe bewusst Assoziationen zur Herkunft der Ausstellungsstücke, sagte Sylvia Schoske zur Eröffnung. Einen wichtigen Bestandteil der Exponate lieferten die sammelwütigen Wittelsbacher, erläuterte die Direktorin.
Das Ägyptische Museum in München eröffnet seinen Neubau, der in abstrakter Form an ägyptische Tempel erinnert. Nicht mehr chronologisch, sondern thematisch präsentiert das Museum nun die Ausstellungsstücke, erläutert Museumsdirektorin Sylvia Schoske.
Es gibt nur ganz wenige Komponisten, denen einfach alles gelingt. John Adams ist solch ein Glückskind. Beim Holland Festival gab es sein Oratorium "The Gospel According to the Other Mary".
Mit gewohnter Selbstironie und Wortwitz präsentiert Friedrich Küppersbusch in seiner neuen Sendung das Tagesgeschehen im Schnelldurchlauf. Die erste Folge des "Tagesschaums" startete jedoch mit einigen kleineren Pannen.
Das gerade im Textem-Verlag erschienene Modemagazin "Untragbar" der Hochschule für Künste Bremen ist beim Wettbewerb "die schönsten deutschen Bücher" der Stiftung Buchkunst mit dem "Förderpreis für junge Buchgestaltung 2013" ausgezeichnet worden.
Schauspieler Christian Ulmen hat mit dem Song "Remedy" von den Black Crowes Schlagzeug spielen gelernt. Bis heute kann er nur diesen einen Rhythmus spielen - dafür hat das Lied ihm dabei geholfen, Mädchen kennenzulernen.
Graphic Novels - so heißen die ernsten, erzählenden Bildergeschichten, die innerhalb weniger Jahre die Buchmessen erobert haben. Auch jenseits der Feuilletons entsteht eine Diskussion über die farbigen Reportagen. In Hamburg trifft sich die Szene zu einem eigenen Festival.
Seit 40 Jahren schreibt Karlheinz Deschner seine kirchenkritische "Kriminalgeschichte des Christentums". Nun ist der abschließende zehnte Band erschienen. Darin lässt Deschner seine leidenschaftliche Lust manchmal vermissen.
Mordanschläge, Sex und Missbrauch bestimmten das Leben im Nonnenkloster Sant'Ambrogio im Rom des 19. Jahrhunderts. Diese wahre Geschichte hat Vatikankenner Hubert Wolf für sein neuestes Werk recherchiert. Und lässt damit sogar historische Thriller von Dan Brown harmlos wirken.
Zur Vorstellung des Buches Die Rosenburg über das Bundesjustizministerium und die NS-Vergangenheit hielt der 90-jährige Ralph Giordano eine bewegende Rede. Der Publizist mit jüdischen Wurzeln hatte die Nazi-Zeit nur mit Glück überlebt. Er habe sich sein ganzes Leben mit der Last herumgeplagt, ein Deutscher zu sein, sagte Giordano in Berlin.
Bernd Neumann lässt keinen Zweifel aufkommen: Der Kultur- und Medienbereich soll außen vor bleiben beim geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA. Die Aufgabe der Autonomie deutscher Kulturpolitik sei "nicht akzeptabel", so der Kulturstaatsminister.
Auf der 2004 eröffneten Internetplattform "Fuck for Forest" sind hausgemachte Erotikfotos und Pornos zu sehen. Mit den Einnahmen wollen die Betreiber den Regenwald retten. Das stößt aber auf wenig Gegenliebe, wie Regisseur Michal Marczak zeigt.
Drei Shakespeare-Stücke interpretiert John Neumeier mit seinen "Shakespeare-Dances". Als Rahmen dient dabei der Philosoph Jacques, der verträumt in den Stücken des englischen Dichters schmökert.
Er bekannte sich zur Schönheit des Wortes und fühlte sich dem Zweifel verpflichtet: der Philologe und Schriftsteller Walter Jens. Politisch war er ein nimmermüder Geist, bis er 2003 an Demenz erkrankte. Jetzt ist er im Alter von 90 Jahren in Tübingen gestorben.
Die Veranstaltung erfreut sich bereits seit 2011 großer Beliebtheit: Der "I,Slam" ist zu Gast beim Poesiefestival Berlin. Muslimische Dichter präsentieren hier satirische Texte über Gesellschaft und Religion auf der Bühne. Gotteslästerung ist allerdings nicht erlaubt.
Porzellankatzen, Kerzen in den unmöglichsten Farben oder rosarote Plastiktotenköpfe: Der Kunsthistoriker Gustav E. Pazaurek würde sich im Grabe umdrehen, wenn er all das sehen würde. Er war es, der Anfang des 20. Jahrhunderts guten und schlechten Geschmack im Kunstgewerbe unterscheiden wollte.
In Spanien ist Gin Tonic zum Politikum geworden: In der Parlamentscafeteria ist das Getränk schon für 3,45 Euro zu haben - weil es subventioniert wird. Auch sonst polarisiert der Long Drink. DRadio Wissen klärt auf, wie man Gin richtig genießt.
Seit vielen Jahren setzt sich der Künstler David Zink Yi intensiv mit Musik und deren Produktion auseinander. Jetzt hat er in Braunschweig eine neue Arbeit geschaffen. Dabei sind die Räume der Villa, in der der Braunschweiger Kunstverein residiert, zu einer Klangskulptur geworden.
Rasenfläche, Nutzgarten, scheinbare Wildnis oder Landschaft mit Kunstobjekt und Koi-Teich: Gärten gibt es viele. Schon immer habe der Mensch versucht, die Natur nach seinen Vorstellungen zu formen, sagt der Kunstwissenschaftler Adrian von Buttlar von der TU Berlin.
Schulen aus Bambus, perforierte Mauern zur besseren Klimatisierung, vertikal geschichtete Gebäude: Architektengruppen und Architekturstudenten bauen in Dritte-Welt-Ländern Alltagsgebäude, helfen damit vor Ort und lernen praxisnahes Entwerfen. Eine Schau in Frankfurt zeigt eine Auswahl solcher Projekte.
Es ist ein Film voller Grauen, Gewalt, Ekel, Horror und Erotik. Aber die Zuschauer sehen all das nicht. Sie hören es nur. "The Berberian Soundstudio" ist ein Psychothriller, der den Zuschauer mit in die Wahnvorstellungen eines Tontechnikers im Italien der 70er-Jahre nimmt.
Das Berliner Maxim Gorki Theater wurde von der Kulturpolitik fast schon aufgegeben - bis Armin Petras es vor sieben Jahren übernommen und wieder ganz nach vorne gebracht hat. Nun verlässt er die Hauptstadt und geht in die Provinz: nach Stuttgart.
Unter dem Titel Vom Wandel der Wörter. Ein Deutschlandbericht hat Christoph Frick die Erzählung "Das Deutschlandgerät" von Ingo Schulze am Staatsschauspiel Dresden inszeniert. Die Schauspieler überzeugen, der Text des Stücks ist jedoch langatmig und teilweise kurz gedacht.
Willi Sitte gelang, was vielen Künstlern in der DDR verwehrt blieb: Seine Kunst war nicht nur anerkannt und gefeiert, auch konnte er als Kulturfunktionär Einfluss nehmen. Genau diese Rolle sorgte jedoch im wiedervereinigten Deutschland bei Vielen für Skepsis.
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Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
Sendezeit: 15.06.2013, 20:45
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Offshore-Leaks-Datenbank ist online
Sendezeit: 15.06.2013, 17:21
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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013
Sendezeit: 15.06.2013, 15:05
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