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LITERATUR
Exponate einer Anne-Frank-Ausstellung im Holocaust Museum Houston (Bild: AP Archiv)

Ein deutsche Familie

Mirjam Pressler: "Grüße und Küsse an alle"

Anne Frank ist zur Symbolfigur für die Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns geworden. Weniger bekannt hingegen ist das familiäre Umfeld Anne Franks. Die Autorin Mirjam Pressler erzählt in ihrem neuen Buch die Geschichte der deutsch-jüdischen Familie über drei Jahrhunderte.

Deutschlandfunk · Andruck · 23.11.2009

 
Francisco Franco. Die Folgen der Diktatur sind in Spanien noch immer zu spüren.  (Bild: AP Archiv)

Francos Erbe

Isaac Rosa: "Das Leben in Rot"

In seinem Roman "Das Leben in Rot" holt Isaac Rosa das nach, was 1975 versäumt wurde: die Aufarbeitung der Franco-Diktatur. Er zeigt die Verflechtungen zwischen politischer und wirtschaftlicher Macht sowie einen Polizeiapparat, der sich seiner Geschichte immer noch nicht gestellt hat.

Deutschlandfunk · Büchermarkt · 23.11.2009

 
Uljana Wolf schreibt ein

Flirrende Zwischenzonen der Wörter

Uljana Wolf: "falsche freunde", Gedichte

Ausgangspunkt dieses Gedichtbands sind die "falschen Freunde" aus der Sprachwissenschaft: Wörter, die im Deutschen und Englischen gleich klingen, aber eine andere Bedeutung besitzen. Die 30-jährige Schriftstellerin Uljana Wolf lebt in Berlin und New York.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 23.11.2009

 
Schrieb radikal: die Dichterin Else Lasker-Schüler. (Bild: Stock.XCHNG / Erik Dungan)

Die Eigenbrötlerin

Kerstin Decker: "Mein Herz - Niemandem. Das Leben der Else Lasker-Schüler"

Else Lasker-Schüler, eine der wichtigsten deutschen Dichterinnen, stand Anfang des 20. Jahrhunderts im Zentrum der Berliner Boheme. Mit ihrer expressionistischen Lyrik war sie die Radikalste unter den Radikalen. Kerstin Decker hat ihr Leben in einer fulminanten Biografie festgehalten.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 23.11.2009

 
Blick auf einen Kalender (Bild: Stock.XCHNG / Doru Lupeanu)

"toter mann"

Gedicht von Nadja Küchenmeister

Das Sommerbild, das die Lyrikerin Nadja Küchenmeister (geb. 1981) hier zeichnet, erlaubt zunächst einen Rückblick in idyllische Szenen einer Kindheit. Beim Schwimmen übt das Kind das bewegungslose Dahintreiben, den "toten Mann".

Deutschlandfunk · Lyrikkalender · 23.11.2009

 
Der Autor Colum McCann erhält den National Book Award 2009. (Bild: AP)

Und die Welt hielt den Atem an

Buch der Woche: "Die große Welt" von Colum McCann

Corrigan, einer der Protagonisten in Colum McCanns Werk "Die große Welt", entdeckt schon früh die Leidenschaft für das Gute in sich, seine Zuneigung zu den Abgestürzten. Vielleicht zieht es ihn gerade deshalb in die New Yorker Bronx.

Deutschlandfunk · Büchermarkt · 22.11.2009

Im August 1974 schreitet der Hochseilartist Philippe Petit über ein Drahtseil, das er zwischen die Zwillingstürme des World Trade Centers gespannt hat. Um dieses Ereignis herum drapiert der Autor Colum McCann seinen Roman "Die große Welt", für den er jetzt mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde.

Deutschlandradio Kultur · Fazit · 19.11.2009

 
Erich Honecker prägte über viele Jahre die SED (Bild: AP Archiv)

Das Wirken einer Einheitspartei

Andreas Malycha/Peter Jochen Winters: "Die SED"

Das Buch "Die SED" stellte die Geschichte der sozialistischen Partei dar. Dabei argumentieren Andreas Malycha, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiters beim ZK der SED, und Peter Jochen Winters, ein früherer "FAZ"-Redakteur, in ihren Kapiteln über die Ära Ulbricht und Honeckers Macht weitgehend ähnlich.

Deutschlandradio Kultur · Lesart · 22.11.2009

 
Frische Blutstropfen am Tatort (Bild: Stock.XCHNG / Ahmed Al-Shukaili)

Mann in der Falle

William Boyd: "Einfache Gewitter"

Boyd liebt es, dem Bösen auf die Pelle, unter die Haut, ins Ich zu kriechen. Immer wieder packt einen der Zorn ob der möglichen, wohl allzu möglichen Wahrheitsgehalte dieser penibel recherchierten und glänzend geschriebenen Fiktion.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 20.11.2009

 
Klett-Cotta widmet sich seit 350 Jahren der Literatur. (Bild: Stock.XCHNG / Paul Ijsendoorn)

Geistesgeschichte in Briefen

Stephan Askani / Frank Wegner (Hrsg.): "Cotta. Das gelobte Land der Dichter. Briefe an die Verleger"

Die Geschichte des Verlages Klett-Cotta spiegelt auch die Geistesgeschichte Deutschlands wider, wurden hier doch illustre Namen wie Klopstock, Goethe oder Carl Amery verlegt. Zum 350. Verlagsjubiläum erscheint nun ein Band mit Briefen von Autoren an die jeweiligen Verleger. Allein die Anreden und Abschiedsformeln sind mehr als sprechend.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 20.11.2009

 
Gab William Shakespeare nur seinen Namen für Werke her, die von einem Anderen verfasst wurden? (Bild: AP)

Shakespeare - nur eine Erfindung?

Sachbuchautor Kreiler: Edward de Vere war der wahre Autor

William Shakespeare, der große Dichter, war nur eine Erfindung, ein Tarnname, um den adligen Urheber der Werke zu schützen. Das zumindest behauptet der Publizist und Autor Kurt Kreiler. Edward de Vere, der 17. Earl of Oxford, habe die Werke, die William Shakespeare zugeschrieben werden, unter Pseudonym verfasst.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 19.11.2009

 
Denkmal für den Warschauer Aufstand in der polnischen Hauptstadt (Bild: AP)

Dokumentarprosa über ein schwieriges Verhältnis

Wlodzimierz Nowak: "Die Nacht von Wildenhagen." Eichborn Verlag

Aus den zwölf Reportagen der "Nacht von Wildenhagen" ergibt sich ein spannendes Panorama deutsch-polnischer Befindlichkeiten. Dabei bewältigt Wlodzimierz Nowak auch die großen Themen ohne Pathos.

Deutschlandfunk · Büchermarkt · 19.11.2009

 
Samuel Fischer entdeckte zahlreiche Autoren, die für die deutsche Literatur von Einfluss waren. (Bild: AP)

Der Autorenfischer

Barbara Hoffmeister: "S. Fischer, der Verleger. Eine Lebensbeschreibung"

Der S. Fischer Verlag zählt zu den bedeutenden Verlagen in Deutschland. Seinen Erfolg verdankte der Verlag seinem Gründer Samuel Fischer, der das Verlagssignet eindeutig interpretierte.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 19.11.2009

 
David Albaharis neuer Roman

Selbstgespräche mit Ludwig

David Albahari: "Ludwig". Eichborn Verlag

Seit der jüdisch-serbische Schriftsteller David Albahari Jugoslawien den Rücken kehrte und ins Exil ging, brauchte es einige Zeit, bis das hiesige Feuilleton den Erzähler entdeckte: Sein neuer Roman "Ludwig" widmet sich einer paradoxen Selbstverständigung des exilierten Schriftstellers.

Deutschlandfunk · Büchermarkt · 19.11.2009

 
Jean-Louis Fournier kann sich mit seinen zwei behinderten Kindern nicht unterhalten. Sie entwickeln sich nicht. (Bild: Stock.XCHNG / Adrian Yee)

Die verzweifelte Liebe eines Vaters

Jean-Louis Fournier: "Wo fahren wir hin, Papa?"

Jean-Louis Fournier ist Vater zweier behinderter Söhne, von denen lediglich einer gerade mal "wo fahren wir hin, Papa?" sagen kann. Fournier erzählt Ausschnitte aus dem gemeinsamen Leben, erzählt von seiner Sehnsucht, sich mit ihnen unterhalten zu können, und von seiner Verzweiflung angesichts der Unmöglichkeit von Entwicklung.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 19.11.2009

 
In Argentinien erfolgte die gesellschaftliche Aufarbeitung der Militärdiktatur im Zickzackkurs. (Bild: AP Archiv)

Folter und Moral in Argentinien

Martin Kohan: "Zweimal Juni"

In seinem Werk stellt Martín Kohan die politische Geschichte Argentiniens auf den Prüfstand, einschließlich der Jahre der Militärdiktatur von 1976 bis 1982. Allerdings thematisiert Kohan nicht die Diktatur an sich. Ihm geht es vielmehr um das absurde Räderwerk der Macht.

Deutschlandfunk · Büchermarkt · 18.11.2009

 
Oliver Kemeid leitet das Theater

Schreiben aus Angst vor dem Tod

Der Regisseur und Theaterautor Olivier Kemeid

Der 34-jährige Regisseur und Theaterautor Olivier Kemeid leitet seit drei Jahren das Theater "Espace Libre" in Montreal. In seinen Stücken beschäftigt er sich häufig mit der Übertragung antiker Mythen in die Gegenwart. So auch in dem Stück "Die Aeneis", das in Potsdam zu sehen ist.

Deutschlandradio Kultur · Profil · 18.11.2009

 
Luftbild von Manhattan in New York (Bild: AP)

Roman über reiche und arme reiche Leute

Nelson DeMille: "Das Vermächtnis"

Gekonnt karikiert Nelson DeMille hier den Gegensatz zwischen altem New Yorker Geldadel und dem zu Geld gekommenen Mafia-Nachwuchs und kombiniert dies mit einer Lovestory und einem Mord.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 18.11.2009

 
Walter Kempowski  (Bild: AP)

Hildegard Kempowski: "Whispering" war zur Publikation vorgesehen

Witwe verteidigt Veröffentlichung aus dem Nachlass

Die Witwe des Schriftstellers Walter Kempowski, Hildegard Kempowski, hat die Veröffentlichung von Teilen einer bisher nicht publizierten Textsammlung mit dem Titel "Whispering" aus dem Nachlass des Autors in einer Zeitung verteidigt. Die Publikation dieser Texte sei von Kempowski sehr wohl geplant gewesen.

Deutschlandfunk · Kultur heute · 17.11.2009

 
DJ Darky sucht den Freejazzer Schwa. (Bild: Stock.XCHNG / heizfrosch)

Im Sound der Wendezeit

Paul Beatty: "Slumberland"

In Los Angeles hat DJ Darky den "perfekten Beat", ein hypnotisches Tanzstück, kreiert. Mit dieser Aufnahme kommt er ins Westberlin der Wendezeit, um dort den legendären, verschollen gegangenen Freejazzer Schwa zu finden.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 17.11.2009

 
Wenn aus misshandelten Kindern Eltern werden, beginnt der Albtraum von neuem. (Bild: Stock.XCHNG / Marek Wojtal)

Der rosarote Traum vom bürgerlichen Familienglück

Edward St. Aubyn: "Muttermilch"

Im Vergleich zu den Psychotrips der letzten drei Romane wirkt Edward St. Aubyns gebeutelter Held Patrick Melrose im neuen Roman "Muttermilch" so abgesichert wie nie. Doch natürlich birgt selbst das Vaterglück für jemanden wie Patrick noch Albtraumpotenzial.

Deutschlandfunk · Büchermarkt · 17.11.2009

 
Der Schriftsteller Alan Pauls kann ausschweifen - aber richtig. (Bild: Stock.XCHNG / Sanja Gjenero)

Lange Rede, großer Sinn

Alan Pauls: "Die Vergangenheit"

Der südamerikanische Autor Alan Pauls schreibt mit Vorliebe lange, aus einem Satz bestehende Monologe, ausufernde Einschübe und eine Flut von scheinbar abschweifenden Vergleichen und Metaphern - allerdings mit solcher Intensität, Dichte und Spannung, dass man sich die Augen reibt.

Deutschlandradio Kultur · Kritik · 17.11.2009

 
 

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Symposium Hochleistungssport

Sendezeit: 23.11.2009, 22:57

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Kommentar: Job-Poker bei Opel

Sendezeit: 23.11.2009, 22:36

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