In Deutschland gilt Charles Dickens als ein humoristischer Volksschriftsteller mit sozialkritischen Ansätzen. Am 7. Februar 2012 ist der 200. Geburtstag von Dickens. Aus diesem Anlass hat der emeritierte Literaturwissenschaftler Hans-Dieter Gelfert seine wichtigsten Stationen zusammengetragen.
Deutschlandfunk · Büchermarkt · 6.2.2012
Der Protagonist in diesem Roman von Charles Dickens ist der elternlose Pip. Der Vollwaise erfährt eine wundersame Rettung aus elenden Verhältnissen. Ein Wohltäter verhilft im zu einem Vermögen und nun beginnt die neue Identität als Gentleman.
Der Historiker Niall Ferguson ist eine Leitfigur konservativer Geschichtsschreibung: Der Erste Weltkrieg, die Rothschilds, Aufstieg und Fall von Imperien und die Geschichte des Geldes sind Themen seiner Bücher. Jetzt macht Ferguson die Angst vor den Chinesen zu seinem Thema. Und bietet dazu ein neues Buch.
Die ägyptische Autorin zeichnet das Bild eines dörflichen Lebens in den 1980iger Jahren - und erzählt von Frauen, die aus diesem Leben ausbrechen. Die autobiografischen Bezüge sind deutlich wahrnehmbar.
Wiederentdeckt wurde Irène Némirovsky, die jüdische Autorin ukrainischer Herkunft, 2004 mit dem Roman "Suite francaise". In ihren "Meistererzählungen" zeigt sich erneut Némirovskys virtuoses Talent.
Wie geht unsere Gesellschaft mit Alter und Tod um? In seinem neuen Roman schildert Stewart O'Nan einige dunkle Winterwochen im Leben einer verwitweten Frau, ihren Kampf gegen die Resignation - und ihr Ringen um Würde und Selbstständigkeit.
Der neue Roman der englischen Autorin A.S. Byatt "Das Buch der Kinder", ist ein Epochenroman. An seinem Ende steht der Erste Weltkrieg. Zudem belebt Byatt jene Jahre wieder, die die Franzosen als Belle Epoque bezeichnen und lässt sie in all ihrer Größe vor unseren Augen wieder auferstehen.
Es gibt Gestalten der Vergangenheit, an denen haben sich schon immer die Geister geschieden. Zu ihnen zählt der Reformator Martin Luther - in all seiner Widersprüchlichkeit. Am schlimmsten aber wiegt Luthers Hass auf die Juden, der in diesem neuen Band ausgebreitet und analysiert wird.
Immer freitags sprechen wir mit Buchhändlern aus ganz Deutschland. Von ihnen wollen wir wissen, wie sie Neuerscheinungen und aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt einschätzen. Heute mit Viola Taube von der gleichnamigen Buchhandlung in Nordhorn.
Eislaufen im Europacenter, eine Kreuzberger Dichterlesung, die Erstbesteigung des Schönebergs: Rudols Lorenzen hat seine Impressionen aus dem Berlin der 60er- und 70er-Jahre in kleinen Feuilletons geschildert. Zu seinem 90. Geburtstag erscheint nun eine Sammlung dieser Texte.
Vor 200 Jahren wurde Charles Dickens geboren: der nach Shakespeare wohl wirkungsmächtigste englische Schriftsteller. Zum Jubiläum ist eine Box mit drei Hörspielen seiner berühmtesten Romane erschienen. Zehn Stunden Dickens zum Entdecken oder Wiederentdecken.
Der Roman "Die schwangere Witwe" beschwört das Jahr 1970 herauf, in dem freie Liebe en vogue ist. Aus dem Fokus eines alternden Mannes blickt der englische Schriftsteller Martin Amis selbstkritisch auf das "Goldene Zeitalter" zurück, in dem sich Sex vom Gefühl trennte.
Georg Trakls Erfolg hielt sich zu Lebzeiten in Grenzen. Nach seiner ersten Gedichtveröffentlichung im Jahr 1908 zwar sofort bemerkt, setzte der Ruhm erst nach Trakls frühem Tod im Alter von 27 Jahren ein.
Der polnische Publizist Adam Krzeminski hat an die verstorbene Lyrikerin Wislawa Szymborska als "Meisterin des Wortes" erinnert: Die Literaturnobelpreisträgerin sei eine sehr kluge Frau gewesen, die politisch, aber nicht plakativ geschrieben habe.
Hugh Hefner, Herausgeber des US-"Playboy", hat das Gegenstück zum unfreien Ehemann und Ernährer in den USA entworfen. Neu an dem von ihm propagierten Typ des urbanen Junggesellen war vor allem - seine Häuslichkeit. Eine kulturwissenschaftliche Analyse.
Mit "Babuljas Glück" legt Dorothea Razumovsky die Fortsetzung ihres Erstlingsromans "Letzte Liebe" vor. Diesmal verschlägt es ihre resolute Heldin aus dem Seniorenheim bis nach Sibirien – bester Lesestoff gegen etwaige Altersdepressionen.
Sie war sehr zurückhaltend, gab selten Interviews und nach Erhalt des Literaturnobelpreises veröffentliche Wislawa Szymborska erst einmal einige Jahre lang nichts. Ihr Tod ist ein schwerer Verlust für die polnische Literatur.
Deutschlandradio Kultur · Fazit · 1.2.2012
Wislawa Szymborska habe die Öffentlichkeit nicht gesucht, sondern gemieden, sagt Renate Schmidgall, die mehrere Gedichte der polnischen Lyrikerin übersetzt hat. Ihr Leben habe Szymborska augenzwinkernd in vor und nach der "Nobel-Katastrophe" geteilt.
Deutschlandfunk · Büchermarkt · 2.2.2012
Genauigkeit, Gelassenheit, Gedankenreichtum sind Kennzeichen der Poesie Wislawa Szymborskas. Was die Konzentration auf Alltägliches und Ironie oder Skepsis überhaupt nicht ausschließt. Szymborska als Gestalt war selbst ein bisschen wie Poesie. Sehr klein, sehr zurückhaltend, und sehr selbstkritisch.
James Joyce "Ulysses"erschien am 2. Februar 1922 in Paris und gelangte sofort zu Berühmtheit. Sein Held, der Dubliner Anzeigenakquisiteur Leopold Bloom, ist der bürgerliche Jedermann der modernen Massengesellschaft, dessen Dubliner Alltag sich in den mythischen Abenteuern des Odysseus spiegelt.
Mit seinem Debütroman "Plan D" lässt Simon Urban die DDR als Staat wiederauferstehen und bis ins Jahr 2011 weiterexistieren. Dabei bietet er ein komplettes Modell - bis ins kleinste Detail.
Nächste Woche begeht die literarische Welt den 200. Geburtstag von Charles Dickens. Welchen seiner Romane man heute unbedingt lesen sollte und was Dickens mit Stephen King zu tun hat, erklärt der Journalist Dietmar Dath.
In seinem Roman nähert sich der Österreicher Martin Kubaczek dem Verlöschen des Lebens. Aus der Sicht des Sohnes beschreibt er einen Vater, der einmal voller Kraft war, mitten im Leben stand - und im Alter plötzlich auf die Obsorge seiner Frau angewiesen ist.
Mit dieser Erzählung hat Herman Melville vieles vorweggenommen, was bei Franz Kafka oder Robert Walser prägend wird. Hauptfigur Bartleby verweigert sich allem: Der Arbeit, dem Essen, dem Vergnügen. Dem Leser hinterlässt er ein Rätsel.
Die französische Mode-Ikone Inès de la Fressange lüftet in ihrem Stilratgeber das Geheimnis der Pariser Eleganz, das ihrer Ansicht nach darin besteht, "chic" und "cheap" zu mixen. Neben Tipps und Tricks in Sachen Mode und Lifestyle enthält das Buch auch jede Menge Shopping-Adressen.
Jeden Monat veröffentlicht Deutschlandradio Kultur eine Liste mit fünf Buchempfehlungen. Die Liste der lesenswerten Neuerscheinungen wird von der Literaturredaktion des nationalen Kulturradios zusammengestellt als redaktionelle Bestenauswahl.
Franz Hessel, der Vater des heute 94-jährigen "Empört euch!"-Autors Stéphane Hessel, hat in den 1920er Jahren die Berliner Literaturszene mitgeprägt. In seinem kleinen Roman "Heimliches Berlin" aus dem Jahr 1927 entführt er den Leser in eine Welt verarmter Aristokraten, Künstler und Glückssucher, die schon für die Zeitgenossen nicht mehr recht greifbar war.
Kathrin Gerlofs dritter Roman erzählt von einem Ehepaar, das im Jahre 15 nach dem Mauerfall noch immer auf der Suche ist nach dem richtigen Leben und sich verstrickt in Wut, Trauer, Liebe und Einsamkeit.
Dem ersten Roman Emmanuel Boves "Meine Freunde" folgten 22 weitere und zahlreiche Erzählungen. Nach seinem Tod im Jahr 1945 lange Zeit in Vergessenheit geraten, wurde er von Peter Handke deutschen Lesern als Außenseiter der französischen Moderne bekannt gemacht.
Ein Sammelband voller komischer Texte, von den Brüdern Grimm bis Loriot. Heiko Arntz hat ein Lesebuch zusammengestellt, das den literarischen Qualitätsanspruch und die Vergnügungssucht am Text gleichermaßen befriedigt.
Der "Hipster" ist keine Erscheinung der 1990er-Jahre, wie viele Menschen glauben mögen. Angefangen hat es schon in den 1940er-Jahren mit schwarzen Jazzmusikern. Heute ist der Begriff meist negativ belegt.
Die Reportage "Auf der Fährte des Teufels" sucht nach den Gründen der brutalen Bürgerkriege Sierra Leones. Für seine Beobachtungen wanderte der englische Journalist Tim Butcher auf den Spuren des Schriftstellers Graham Greene durch das westafrikanische Land.
Hinter dem emotional eher flach gehaltenen Titel "Wie es war" verbirgt sich eine Sprachlandschaft, die auf den ersten Blick weniger schroffe Konturen aufweist als zu vermuten wäre. Liebe als existenzielle Grenzerfahrung zeichnet sich im Schatten der Sprache ab.
In der Adenauer-Ära galt der Literaturwissenschaftler Benno von Wiese als der bekannteste Repräsentant seines Fachs war. Seit Mitte der 60er-Jahre war er auch einer der umstrittensten.
Mit Helmut Frielinghaus zusammenzuarbeiten, sei immer reine Vertrauenssache gewesen, sagt der Literaturnobelpreisträger Günter Grass zum Tod seines Lektors und Freundes. Besonders für die Übertragung seiner Werke in andere Sprachen sei dieser unersetzbar, betont Grass.
Deutschlandfunk · Kultur heute · 30.1.2012
Frielinghaus war niemand, der apodiktisch auftrat, sagt Literaturkritiker Denis Scheck zum Tod des Autors, Lektors und Übersetzers. Wenn Frielinghaus jedoch "Qualität erkannte, konnte er missionarisch werden und dann auch sehr stark dafür werben".
Deutschlandfunk
Seit 21:05 Uhr
Jazz Live
Nächste Sendung: 22:00 Uhr
Nachrichten
Deutschlandradio Kultur
Seit 21:33 Uhr
Kriminalhörspiel
Nächste Sendung: 22:30 Uhr
Ortszeit
DRadio Wissen
Seit 21:05 Uhr
Radiolinks International: Radio France
Nächste Sendung: 22:00 Uhr
Nachrichten
Beiträge zum Nachhören
Deutschlandfunk
Andruck: Schieder - "Sind Religionen gefährlich?"
Sendezeit: 06.02.2012, 19:50
Deutschlandradio Kultur
Villa Kunterbunt im Land der schwarzen Zahlen
Sendezeit: 06.02.2012, 19:30
DRadio Wissen
Montag Kompakt 06.02.2012
Sendezeit: 06.02.2012, 19:30
dradio-Recorder
im Beta-Test: