Die britischen Archäologen Thomas Wynn und Frederick Coolidge lassen die geistige Welt des Neandertalers wieder auferstehen. Sachlich und unterhaltsam - ein faszinierender Einblick in das wahre Leben und die Kultur des Neandertalers.
Sommerzeit, Urlaubszeit, Lesezeit! Endlich können wir mal wieder ganz entspannt lesen. Ob im Strandkorb oder auf dem heimischen Balkon, bei Sonnenschein oder Dauerregen. Nur, welche Bücher sollten in den Ferienkoffer?
Das heutige Israel ist wohl nicht der Staat, von dem Yoram Kaniuk einst träumte. So hörte er nicht auf, die Missstände immer wieder anzuprangern. Soziale Ungerechtigkeiten und Machtansprüche - vor allem auch des religiösen Establishments hielt er für unvereinbar mit Demokratie und Gleichheit.
Deutschlandradio Kultur · Aus der jüdischen Welt · 14.6.2013
Nur 99 Tage nach seiner Thronbesteigung, stirbt der preußische König und deutsche Kaiser Friedrich III. an Kehlkopfkrebs. Wer war dieser Kaiser wirklich? Mit leicht spöttischer Distanz zeichnet der Historiker Frank Lorenz Müller dieses Leben nach: nicht streng chronologisch, sondern thematisch.
Wer es nicht schafft, sich in das Leben von Kriegsflüchtlingen hineinzuversetzen, der verliert seine eigene Menschlichkeit, sagt die Autorin Janne Teller. Ihr Buch "Krieg - Stell dir vor, er wäre hier" fand sich plötzlich in Berliner Briefkästen.
Immer freitags sprechen wir mit Buchhändlern aus ganz Deutschland. Von ihnen wollen wir wissen, wie sie Neuerscheinungen und aktuelle Entwicklungen auf dem Buchmarkt einschätzen. Heute mit Nicole Haarhoff von der Natura-Buchhandlung in Kleinmachnow.
Die Welt verschmilzt im Lokalen: Nino Vetri beschreibt sein Multikulti-Viertel in Palermo. Sein Ich-Erzähler sucht nach dem Wortlaut eines rumänischen Liedes und beleuchtet derweil das Alltagsleben der kleinen Leute in seinem Stadtteil.
Einer der einflussreichsten Romane der Moderne ist zum zweiten Mal als Hörbuch erschienen. Mit 38 Stunden, gebrannt auf 31 CDs, kann "Ulysses" als Mammutprojekt bezeichnet werden - zumal 40 Sprecher "die literarische Bibel der Moderne" vortragen.
"Ein Geniestreich" - mit diesen Worten pries der US-Kultautor David Foster Wallace diesen Roman, der bereits 1988 in den Vereinigten Staaten erschienen ist: "Wittgensteins Mätresse" ist eine Mixtur aus Science Fiction, philosophischem Rätsel - und einer Studie über menschliche Einsamkeit.
Als in Albanien der stalinistische Diktator Enver Hoxha herrschte, war die heutige Autorin Luljeta Lleshanaku noch ein Kind. Die Schikanen hat sie dennoch nie vergessen - und in ihrer Lyrik aufgearbeitet. "Ich gehöre einer Familie an, die unter der Diktatur sehr gelitten hat", sagt sie.
Mit hohem Unterhaltungswert, glaubwürdig und schonungslos porträtiert Kulturjournalistin Johanna Adorján ihr eigenes Umfeld: die Kreativen in Berlin. Arroganz und Unsicherheit sind das Markenzeichen dieser "500 besten Freunde" darunter Filmregisseure, Galeristen oder Models.
Als Giovanni Boccaccio seine Novellen verfasste, grassierte die Pest. So hat es seinen Sinn, dass die Erzählungen des "Decameron" etwas derb ausfallen: Boccaccio feiert die sinnliche Liebe als vitalen Akt und Widerstand gegen den Tod.
Er ist einer der großen Geheimnisvollen in der Geschichte der Weltliteratur. Äußerlich führte Fernando Pessoa über 30 Jahre lang ein unauffälliges Leben als einfacher Angestellter. Erst nach seinem Tod wurde das umfangreiche, visionäre Werk des Portugiesen entdeckt.
Sie sind um die 30 und es fehlt ihnen an nichts, außer am Lebensinhalt. Auch mit der Liebe klappt es nicht. Katherine und Daniel halten sich für beziehungsunfähig und scheitern aneinander. Da helfen nur Alkohol, Selbstmitleid, Drogen und Sex.
In den Niederlanden liegen die Bücher von Stephan Enter stapelweise in den Läden. "Im Griff" ist der zweite ins Deutsche übersetzte Roman des Bestsellerautors. Eine Geschichte von vier jungen Bergsteigern, die ihr Leben weniger im Griff haben als die Gipfel auf den Lofoten.
Seit gut 35 Jahren schreibt Günter Kunert Gedanken, Prosaminiaturen, Erinnerungsfetzen, Träume in sein "Big Book". Das Kompendium ist eine Fundgrube, die das Verhältnis von Leben und Schreiben literarisch dokumentiert.
Die Romane der norwegischen Literaturkritikerin Linn Ullmann handeln von innerfamiliären Problemen, Geheimnissen, Offenbarungen und Lügen. In "Das Verschwiegene" löst die Anwesenheit, vor allem aber das Verschwinden eines Kindermädchens bei allen ein seelisches Drama aus.
In diesem Buch für Kinder ab 5 Jahren ist nichts so, wie man es erwartet: Der böse Wolf gewinnt das Erbe des Hasen, weil er erfolgreich den größten Angsthasen des Waldes spielt. Nur, um dann hinterher feststellen zu müssen, dass er tatsächlich Angst hat.
Seit 20 Jahren vergibt die Universität Kassel die Grimm-Professur. In diesem Jahr hat die jüngst gekürte Georg-Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff die Professur. Wie die Gebrüder Grimm stehe sie in der "Tradition einer fantasievollen poetischen Literatur", sagt Literaturprofessor Peter Seibert.
Dieses Buch ist kein Roman, sondern eine Spurensuche. Miriam Toews versucht, ihren depressiven Vater und seinen Selbstmord zu verstehen. In kurzen und längeren Episoden entsteht so die Lebensgeschichte eines zutiefst unsicheren Menschen - der aber auch glückliche Moment kennt.
Er hatte den einzigen Lehrstuhl für Rhetorik in Deutschland inne. Im Gedächtnis bleibt er auch als Literaturhistoriker, Autor und Präsident der Berliner Akademie der Künste. Nach seiner Demenzerkrankung verließ ein vielseitiger linksliberaler Denker das öffentliche Parkett. Nun ist Walter Jens in Tübingen im Alter von 90 Jahren gestorben.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 10.6.2013
Der Präsident der Akademie der Künste in Berlin, Klaus Staeck, sieht in Walter Jens einen großen Demokraten. Staeck sagte, Jens habe die seltene Gabe besessen, den Menschen Lust auf Demokratie zu machen.
Deutschlandradio Kultur · Fazit · 10.6.2013
"Er war eine unglaublich eindrucksvolle Person, die sozusagen gegen den Wind lief", sagt Schriftsteller Peter Härtling über Walter Jens.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 10.6.2013
Der katholische Theologe Hans Küng hat den verstorbenen Philologen Walter Jens als "unerschrockenen Kämpfer für Demokratie und freie Meinungsäußerung" gewürdigt.
Deutschlandradio Kultur · Thema · 10.6.2013
Walter Jens engagierte sich nach dem Krieg in der "Gruppe 47", schrieb zahlreiche literaturhistorische Aufsätze und hatte den ersten Lehrstuhl für Allgemeine Rhetorik in Tübingen inne.
Ein Angler wird Zeuge eines Hubschrauberabsturzes. Im Wrack findet er ein Paket Kokain - der Beginn einer Reihe an Ereignissen, die ihn mitzureißen drohen. Patrícia Melos genau konstruierter Thriller dreht sich im Kern um die Frage: Was braucht es eigentlich, um uns zu kriminellen Handlungen zu verleiten?
Die isolierteste Diktatur der Welt ist in "Das geraubte Leben des Waisen Jun Do" Schauplatz einer beklemmenden Verwechslungskomödie. In seinem Nordkorea-Roman zieht der US-amerikanische Schriftsteller Adam Johnson alle Register - und erhielt dafür den Pulitzer-Preis.
Er gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller Israels: Yoram Kaniuk hat in seinen Werken immer wieder das deutsch-jüdische und deutsch-israelische Verhältnis thematisiert. In seiner Heimat wurden seine Bücher jedoch lange unterschätzt. Am 8. Juni 2013 erlag Kaniuk in Tel Aviv seinem Krebsleiden.
Das bekannteste Werk der dänischen Autorin Janne Teller löste vor über zehn Jahren einen Skandal aus. "Nichts - Was im Leben wichtig ist" könnte seine jungen Leser in den Selbstmord treiben, so der Vorwurf. Zurzeit ist in Mannheim eine Bühnenfassung des Romans zu sehen.
Mit seinem Roman-Debüt "Das große Leuchten" hat sich Andreas Stichmann einen Platz in der vorderen Reihe der Nachwuchsautoren erobert. Die Geschichte über drei Jugendliche auf der Suche nach sich selbst führt bis in den Iran und lässt den Leser irritiert, aber doch begeistert zurück.
Der Protagonist aus Ingomar von Kieseritzkys neuem Roman "Traurige Therapeuten" reiht sich würdig ein in die Reihe von traurigen Helden seiner Vorgängerwerke. Das Buch ist ohne Zweifel unterhaltsam, mutet jedoch zeitweilig wie ein Kuriositätenkabinett an.
Mit dem Roman "Flughunde" hat der Lyriker und Schriftsteller Marcel Beyer 1995 sein Meisterwerk abgeliefert. Die Berliner Zeichnerin Ulli Lust hat daraus eine kongeniale Bild-Erzählung gemacht. Unablässig übersetzt sie Geräusche in Bilder - eine künstlerisch vielgestaltige Sensation.
Er gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller Israels: Yoram Kaniuk hat in seinen Werken immer wieder das deutsch-jüdische und deutsch-israelische Verhältnis thematisiert. In seiner Heimat wurde seine Bücher jedoch lange unterschätzt. Am 8. Juni 2013 erlag Kaniuk in Tel Aviv seinem Krebsleiden.
Tom Wolfe legt mit "Back to Blood" einen fesselnden Gesellschaftsroman vor, der einer geltungssüchtigen amerikanischen Gesellschaft den Spiegel vorhält. Auf fulminante Weise bringt er mit einer Fülle an Stoff und Handlungsfäden die Themen Herkunft, Status, Sex und Geld zusammen.
Zum 75. Geburtstag der belgischen Kult-Comic-Serie "Spirou und Fantasio" erzählt Zeichner Émile Bravo die Vorgeschichte Spirous zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die Jubiläumsausgabe ist ein Doppelband aus unkolorierter Rohfassung und fertigem Werk, in dem Bravo seine Kunstfertigkeit beweist.
Schon mit ihrem Debütroman "Herbstattacke" ist Nataly Savina 2012 der Sprung in die Liste der besten 7 Bücher für junge Leser gelungen, mit "Love Alice" wiederholte sie das Kunststück. Ihr jüngstes Werk ist eine Geschichte der Freundschaft.
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Beiträge zum Nachhören
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Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann
Sendezeit: 15.06.2013, 20:45
Deutschlandradio Kultur
Offshore-Leaks-Datenbank ist online
Sendezeit: 15.06.2013, 17:21
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Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013
Sendezeit: 15.06.2013, 15:05
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