Zum Inhalt
Zur Deutschlandfunk-Startseite
Zur Deutschlandradio Kultur-Startseite
Zur DRadio-Wissen-Startseite
 
nach oben
DER NSU-PROZESS
Der Angeklagte Carsten S. im Gerichtssaal in München. (Bild: picture alliance / dpa / Marc Müller)

Ermittlungshilfe unter Eid

Neue Erkenntnisse im NSU-Prozess und die Versäumnisse der Behörden

Das NSU-Verfahren wird ein langer Prozess - in jeder Hinsicht. Denn die Angeklagten schweigen oder reden, ohne etwas zu sagen. Richter Manfred Götzl und sein Senat werden eine glückliche Hand benötigen, meint Holger Schmidt.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 15.6.2013

 
Holger G. und Carsten S. gelten als wichtigste Zeugen (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Carsten S.: "Ich habe mich stark gefühlt"

Sechster Verhandlungstag im NSU-Prozess

Im NSU-Prozess setzte der Angeklagte Carsten S. seine Aussage vor dem Oberlandesgericht München fort. Er habe in der rechten Szene ein Gefühl der Sicherheit verspürt. Gestern hatte der 33-Jährige zugegeben, eine Pistole für das NSU-Trio Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe besorgt zu haben.

Deutschlandradio · Aktuell · 5.6.2013

 
Der Vorsitzende im NSU-Untersuchungsausschuss, Sebastian Edathy (Bild: dpa / Sebastian Kahnert)

Beispielloses Versagen der Sicherheitsbehörden

NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag beendet Zeugenvernehmung

Der NSU-Untersuchungsausschuss tritt am Donnerstag zum letzten Mal zusammen. Nach 15 Monaten Ausschussarbeit spricht der Vorsitzende Sebastian Edathy (SPD) von einem beispiellosen, multiplen Versagen deutscher Sicherheitsbehörden.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 15.5.2013

 
Angeklagte Zschäpe beim zweiten Prozesstag (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

NSU-Prozess bleibt im gleichen Saal

Gericht lehnt Antrag der Verteidigung ab

Der NSU-Prozess wird nicht in einen größeren Sitzungssaal verlegt. Die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe hatten das am heutigen zweiten Verhandlungstag beantragt. Doch das Gericht wies das Ansinnen zurück.

Deutschlandradio · Aktuell · 14.5.2013

 
Eva Högl: „Symbolische Politik.“ (Bild: picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

Vorhandenes Potenzial im Kampf gegen Rechtsextremismus nutzen

SPD-Politikerin Högl: Wir brauchen keine neue Behörde

Benötigen wir einen Extremismusbeauftragten oder eine Behörde, wie sie Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ins Gespräch gebracht hat? Eva Högl, SPD-Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss, meint, es sei wichtiger, in den vorhandenen Institutionen "eine andere Mentalität einzuführen“.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 13.5.2013

 
Hans-Peter Friedrich (CSU), Bundesinnenminister (Bild: picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

"Sicherheit duldet keinen Aufschub"

Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) über das Unterschätzen des Rechtsextremismus

Die Ermittlungspannen bei der NSU-Mordserie haben gezeigt, dass es einen "Behördenegoismus" gegeben habe, räumt Innenminister Hans-Peter Friedrich ein. Die umstrittene Antiterrordatei und das Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus verteidigt Friedrich gegen Kritik aus den Ländern. Er werde sich nicht zurückhalten lassen.

Deutschlandfunk · Interview der Woche · 12.5.2013

 
Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (Bild: dpa / pa / Schlesinger)

"Es muss ein Ruck durch unser Land gehen"

Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, über Islamfeindlichkeit und den NSU-Prozess

Hakenkreuz-Schmierereien und Brandsätze auf Moscheen: Die Übergriffe auf Muslime nehmen zu, warnt der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Islamfeindlichkeit müsse endlich als gesamtgesellschaftliches Problem wahrgenommen werden.

Deutschlandradio Kultur · Religionen · 11.5.2013

 
OLG: Richter nicht befangen. (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

NSU-Prozess: Befangenheitsanträge zurückgewiesen

Verfahren geht am kommenden Dienstag weiter

Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht München am Freitag alle Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter zurückgewiesen. Damit kann die Verhandlung am 14. Mai wie geplant fortgesetzt werden.

Deutschlandradio · Aktuell · 10.5.2013

 
Die Verteidiger von Beate Zschäpe werden versuchen, sie als Gehilfin statt als Mittäterin darzustellen, sagt Kett-Straub. (Bild: dpa / Peter Kneffel)

"Der Befangenheitsantrag wird keinen Erfolg haben"

Strafrechtlerin über den ersten Tag beim NSU-Prozess

Der Befangenheitsantrag der Verteidiger im NSU-Prozess sei zu erwarten gewesen, sagt die Strafrechtlerin Gabriele Kett-Straub von der Universität Erlangen. Mit den ungewöhnlichen Einlasskontrollen habe der Vorsitzende Richter Stärke beweisen wollen. Eine Befangenheit beweise das aber nicht.

Deutschlandfunk · Interview · 7.5.2013

 
Beate Zschäpe im Gerichtssaal in München (Bild: dpa / pa / Peter Kneffel)

Zschäpes Schweigen vor Gericht

Die mutmaßliche NSU-Terroristin überlässt das Reden ihren Anwälten

Beate Zschäpe präsentiert sich als junge, seriöse Frau. Ihr Benehmen im Gerichtssaal soll unterstreichen, dass sie geläutert ist. Durch eine Aussage, bei der sie sich verplappern könnte, kann dieses Bild zerstört werden. Jetzt kommt es auf geschickte Verhandlungsführung des Gerichts an, meint Rolf Clement.

Deutschlandfunk · Kommentar · 6.5.2013

Am Montag hat der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des NSU begonnen. Der ARD-Terrorexperte Holger Schmidt berichtet live vom NSU-Prozess. Außerdem geht es um die Berichterstattung in der Türkei und die Situation der Opfer in der Kölner Keupstraße.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 6.5.2013

 
Zu Prozessbeginn erinnert ein schwarzer Kranz vor dem Gericht in München an die NSU-Opfer. (Bild: picture alliance / dpa / Stephan Jansen)

NSU-Prozess bis 14. Mai unterbrochen

Befangenheitsanträge gegen Richter verursachen Aussetzung der Verhandlung

Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München ist wegen mehrerer Befangenheitsanträge gegen die Richter bis nächste Woche unterbrochen worden. Die Verhandlung gegen Beate Zschäpe und ihre vier Mitangeklagten hatte am Montagmorgen begonnen.

Deutschlandradio · Aktuell · 6.5.2013

 
Die Angeklagte Beate Zschäpe wird zum Prozessauftakt ins OLG München gebracht. (Bild: picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

NSU-Prozess: Verteidigung stellt Befangenheitsantrag gegen Richter

Beobachter ordnen Zschäpes Auftritt zwischen gespieltem Stolz und Unsicherheit ein

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess begonnen. Zum Auftakt stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter. Die Hauptangeklagte Zschäpe gab sich bei ihrem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit nach eineinhalb Jahren unnahbar.

Deutschlandradio · Aktuell · 6.5.2013

 
Hier soll der NSU-Prozess stattfinden: Gerichtssaal in München (Bild: picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

Zahlen und Fakten zum NSU-Prozess

Zehn Opfer, 80 Nebenkläger, 606 Zeugen, fünf Richter

Heute soll in München der NSU-Prozess beginnen. Der Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle fielen zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen zum Opfer. Hinzu kamen zwei Sprengstoffanschläge mit insgesamt 23 Verletzten.

Deutschlandradio · Aktuell · 6.5.2013

 
Beate Zschäpe wird die Mitbegründung des NSU zur Last gelegt (Bild: picture alliance / dpa / BKA)

Der NSU-Prozess und die fünf Angeklagten

Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben sind die Hauptpersonen

Fünf Angeklagte müssen sich im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht verantworten. Die Hauptpersonen sind Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben. Wir dokumentieren einige Details zu ihren biografischen Hintergründen.

Deutschlandradio · Aktuell · 6.5.2013

 
Beate Zschäpe beim Betreten des Gerichtssaals in München. (Bild: dpa / Peter Kneffel)

"Wir können nicht dem Gericht die Aufarbeitung überlassen"

Rechtsextremismusforscher über den NSU-Prozess

Beim NSU-Prozess entscheide die Justiz über Schuld oder Nichtschuld. Deshalb sei bei Forderungen über die Höhe des Strafmaßes Zurückhaltung geboten, sagt Dierk Borstel. Wichtiger sei die Aufarbeitung der NSU-Morde. Hier gebe es für Medien, Politik und Staat genug zu tun.

Deutschlandfunk · Interview · 6.5.2013

 
Der Kern des NSU: Uwe Mundlos, Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt (Bild: picture alliance / dpa)

Jena und die rechte Gewalt

Ein Besuch in der Heimat der mutmaßlichen NSU-Terroristen

Als der Nationalsozialistische Untergrund und seine Taten aufgedeckt wurden, war schnell klar: Der Kern der Gruppe kam aus Jena. Auch deswegen haben sich sich die thüringische Stadt und ihr Verhältnis zu Rechtsextremen verändert.

Deutschlandfunk · Deutschland heute · 6.5.2013

 
Gerichtshammer (Bild: picture alliance / dpa - Andrey Starostin)

Transparenz bei der Arbeit der Justiz

Richter im Fokus der Öffentlichkeit

Der NSU-Prozess hat begonnen. In den letzten Wochen ging es allerdings weniger um den Fall der Angeklagten Beate Zschäpe, als um das Drumherum: die Vergabe der Presseplätze. Das Handeln von Richtern scheint oft undurchsichtig, zumindest für die Öffentlichkeit. Wie viel Einblick in die Justiz ist sinnvoll?

DRadio Wissen · Agenda · 6.5.2013

 
Winfried Hassemer befürwortet eine Videoübertragung von Prozessen in andere Gerichtssäle (Bild: AP)

Hassemer: Strafrecht kann in NSU-Prozess keine Wiedergutmachung leisten

Ex-Verfassungsrichter warnt vor falschen Erwartungen

Es sei kein Zufall, dass sich das Strafrecht auf den Täter konzentriere und das Opfer nicht so sehr im Fokus habe, sagt der frühere Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Winfried Hassemer, mit Blick auf den NSU-Prozess. Es sei lediglich die Feststellung möglich, dass den Opfern Unrecht geschehen ist.

Deutschlandfunk · Interview · 6.5.2013

 
Barbara John (CDU), Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer. (Bild: picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

"Es geht jetzt darum, die individuelle Schuld der Täter nachzuweisen"

Ombudsfrau dämpft Erwartungen an den NSU-Prozess

Für die Opfer der NSU-Morde steht eine wichtige Frage im Vordergrund: Warum haben diese Verbrechen ausgerechnet in Deutschland stattgefunden? Die Ombudsfrau Barbara John stellt klar, dass das Gericht diese Frage nicht beantworten kann. Die politische Aufarbeitung stehe noch bevor.

Deutschlandfunk · Interview · 6.5.2013

 
Hier steht ab Montag Beate Zschäpe vor Gericht: Der Saal 101 (Bild: picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

Es geht um die Opfer, nicht um Journalisten

Der NSU-Prozess und die Platzvergabe

Der Saal 101 des OLG München ist zu klein - für das Leid und für die Fehler, die über mehr als ein Jahrzehnt hinweg passierten und für das Maß an mörderischer, rechtsextremistischer Unmenschlichkeit, über das in diesem Saal verhandelt werden soll, meint Birgit Wentzien.

Deutschlandfunk · Themen der Woche · 4.5.2013

 
Ägypten - hier steht die größte Vogelfanganlage der Welt (Bild: NABU / Holger Schulz)

Aufarbeitung einer rassistischen Mordserie

Das Terrorgeflecht NSU und der bevorstehende Prozess

Vor knapp eineinhalb Jahren flog der "Nationalsozialistische Untergrund" in Eisenach und Zwickau auf. Dessen Gründer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen zehn Menschen ermordet haben. Was hat Beate Zschäpe davon gewusst? Das ist die Kernfrage im Münchener NSU-Prozess.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 3.5.2013

 
Der Direktor des Grimme Instituts, Uwe Kammann (Bild: picture alliance/dpa/Henning Kaiser)

"Ein sehr weltfremdes Verfahren"

Leiter des Adolf-Grimme-Instituts über den Streit um die Presseplätze beim NSU-Prozess

Beim NSU-Prozess ist Öffentlichkeit wichtig, um ein solches Verfahren auch zu kontrollieren, ob zum Beispiel der Prozess fair geführt wird, sagt Uwe Kammann vom Adolf-Grimme-Instituts. Durch die Vergabe der Journalistenplätze mittels des Zufalls habe es nicht in allen Fällen die Richtigen getroffen.

Deutschlandfunk · Interview · 30.4.2013

 
Pressekonferenz des Oberlandesgerichts München zur Bekanntgabe der Plätze an Medienvertreter (Bild: picture alliance / dpa)

NSU-Prozess: Viele große Medien gehen leer aus

"taz", "Die Welt" und "F.A.Z." drohen mit Klagen

Das Los hat entschieden: Nach wochenlangen Querelen sind die festen Presseplätze für das NSU-Verfahren neu vergeben worden. Türkische Medien sind beim Prozess nun vertreten - ebenso wie RTL 2 und die Frauenzeitschrift "Brigitte". Viele große deutsche Zeitungen und internationale Presseagenturen gingen leer aus.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.4.2013

 
Hier soll der NSU-Prozess stattfinden: Gerichtssaal in München (Bild: picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

Neue Pannen vor dem NSU-Prozess

Gericht vertauschte Lose bei Medienplatzvergabe

Das juristische Tauziehen um die Medienplätze beim NSU-Terrorprozess in München geht in die nächste Runde: Der freie Journalist Martin Lejeune hat Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Zudem wurde bekannt, dass es offenbar Pannen bei der Auslosung gab.

Deutschlandradio · Aktuell · 30.4.2013

 
Pressekonferenz des Oberlandesgerichts München zur Bekanntgabe der Plätze an Medienvertreter (Bild: picture alliance / dpa)

NSU-Prozess: Viele große Medien gehen leer aus

Presseplätze für Verfahren in München neu vergeben

Das Los hat entschieden: Nach wochenlangen Querelen sind die festen Presseplätze für das NSU-Verfahren heute neu vergeben worden. Türkische Medien sind beim Prozess nun vertreten - ebenso wie RTL 2 und die Frauenzeitschrift "Brigitte". Viele große deutsche Zeitungen und internationale Presseagenturen gingen dagegen leer aus.

Deutschlandradio · Aktuell · 29.4.2013

Überblick: Diese Medien sind zum NSU-Prozess zugelassen

Deutschlandradio · Aktuell · 29.4.2013

In einem Gerichtsverfahren kommt es nicht darauf an, jeden einzelnen Medienwunsch zu berücksichtigen, sondern eine breite Öffentlichkeit herzustellen. Das ist geschehen, meint Michael Watzke. Auch wenn es natürlich bitter für die nicht berücksichtigten Journalisten ist.

Deutschlandfunk · Kommentar · 29.4.2013

 
Beate Zschäpe wird die Mitbegründung der NSU zur Last gelegt. (Bild: picture alliance / dpa / BKA)

Neue Ermittlungen gegen NSU in Erfurt

Staatsanwaltschaft rechnet mit baldigen Ergebnissen

Im Mai beginnt der NSU-Prozess in München. Zudem wird in Erfurt gegen Beate Zschäpe ermittelt. Das Verfahren stehe nicht im Zusammenhang mit dem Prozess in München und es müsse sich erst rausstellen, ob das Trio um Zschäpe am Silvesterabend 1996 Schüsse auf zwei Punker abgefeuert habe, so die Staatsanwaltschaft.

Deutschlandfunk · Deutschland heute · 29.4.2013

 
Das OLG München wird versuchen, das deutsch-türkische vertrauenshältnis zu wahren. (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Beschädigtes Vertrauensverhältnis

Beim NSU-Prozess muss sich auch der deutsche Rechtsstaat verantworten

Die deutschen Behörden haben sich bei der Aufklärung der NSU-Morde nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und doch sollten Deutschland und die Türkei an ihrer traditionellen Verbundenheit festhalten und einander weiter vertrauen, meint Baha Güngör.

Deutschlandradio Kultur · Kommentar · 20.4.2013

 
Hier soll der NSU-Prozess stattfinden: Gerichtssaal in München (Bild: picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

Der NSU-Komplex

Porträtreihe zum Auftakt des NSU-Prozesses

Die Schriftstellerin Esther Dischereit porträtiert im Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur Menschen, die fragen: Wie war es möglich? - Eine Sendereihe vom 15. bis 19. April 2013, jeweils um 11:55 Uhr.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 19.4.2013

Die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König wurde vor 20 Jahren zum ersten Mal von Neonazis zusammengeschlagen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 19.4.2013

Jahrelang waren die Bewohner der Keupstraße in Köln das Ziel unfairer Ermittlungen, kritisiert Kutlu Yurtseven.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 18.4.2013

Der Streetworker Thomas Grund arbeitet im Jugendzentrum "Hugo" in Jena. Den Club haben auch die späteren NSU-Terroristen Beate Zschäpe und Uwe Mundlos oft besucht.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 17.4.2013

Die Sozialwissenschaftlerin Eike Sanders aus Berlin bündelt mit dem Projekt "NSU Watch" das Wissen antifaschistischer Gruppen.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 16.4.2013

Der Polizist Mario Melzer hatte schon 1998 die Pannen bei der Durchsuchungsaktion gegen das Neo-Nazi-Trio kritisiert.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 15.4.2013

 
Die Platzvergabe für Journalisten beim Münchener NSU-Prozess sorgt für Irritationen (Bild: picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

Presseplätze im NSU-Prozess werden verlost

Oberlandesgericht München gibt neue Regelung zur Akkreditierung bekannt

Die 50 Presseplätze im NSU-Prozess werden im Losverfahren vergeben. Dabei werden drei Gruppen gebildet, wobei vier Plätze für türkische Medien reserviert sind, wie das Oberlandesgericht München mitteilte.

Deutschlandradio · Aktuell · 19.4.2013

 
Gamze Kubasik, die Tochter von Mehmet Kubasik aus Dortmund (Bild: picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

"Wie kann das sein in diesem Land?"

Die Erinnerungen von Gamze Kubasik kurz vor dem NSU-Prozess

Sie wird Beate Zschäpe in die Augen schauen: Der Vater von Gamze Kubasik wurde von den NSU-Terroristen ermordert. Die 27-Jährige hat teilweise ihr Vertrauen in den deutschen Staat verloren. Trotzdem kann sie sich nicht vorstellen, das Land zu verlassen.

Deutschlandfunk · Podium · 16.04.13

 
Symbolbild OLG München (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Mahrenholz: OLG München hat wenig Feingefühl bewiesen

Ehemaliger Verfassungsrichter zum NSU-Prozess

Bei der Vergabe von Presseplätzen beim NSU-Prozess habe das OLG München zu formal gehandelt, findet der ehemalige Verfassungsrichter Ernst Gottfried Mahrenholz. Das Karlsruher Urteil zur Berücksichtigung türkischer Medien begrüßte Mahrenholz. Dadurch sei eine spätere Revision eher unwahrscheinlich.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 17.4.2013

 
Seit neun Jahren arbeitet der Jurist als selbstständiger Strafverteidiger. (Bild: dapd)

"Ein Fall letztlich wie viele andere"

Einer der Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe im Porträt

Wolfgang Heer ist einer der Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe im NSU-Prozess am Oberlandesgericht in München. Zur Übernahme des Mandats haben den Kölner Anwalt weder finanzielle noch rechtsextremistische Beweggründe bewogen.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.4.2013

 
Hier residiert das Oberlandesgericht München. (Bild: picture alliance / dpa - Peter Kneffel)

Kontrolle der Rechtsstaatlichkeit

Kommunikationswissenschaftler beschreibt Funktion und Bedeutung der Medien im NSU-Prozess

Im Zusammenhang mit dem NSU-Prozess hat der Kommunikationswissenschafter Matthias Kohring auf die wichtige Rolle der Medien hingewiesen. Sie hätten Öffentlichkeit herzustellen und den Prozess zu kontrollieren. Der Ausschluss türkischer Medien habe Zweifel am deutschen Rechtsstaat genährt.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 17.4.2013

 
Von der Verschiebung des Prozesses haben die Mandanten von Peter Stolle erst aus der Presse erfahren. (Bild: dpa / Peter Kneffel)

"Ein erneuter Schlag ins Gesicht der Angehörigen"

Opferanwalt kritisiert Verschiebung des NSU-Prozesses

Bei seinen Mandanten herrschten Entsetzen, Wut und Enttäuschung, sagt Rechtsanwalt Peter Stolle, der eine der Opferfamilien im NSU-Prozess vertritt. Bei der Entscheidung, den Prozess zu verschieben, sei auf die Angehörigen keinerlei Rücksicht genommen worden.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 16.4.2013

 
Die Platzvergabe für Journalisten beim Münchener NSU-Prozess sorgte für Irritationen. (Bild: picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

Der türkische Blick auf den NSU-Prozess

Prozessverschiebung ist nur Randnotiz bei türkischen Medien

Auf Unverständnis stieß in der Türkei natürlich das Presseakkreditierungsverfahren des Münchener Oberlandesgerichts zum NSU-Prozess. Generell ist aber nicht das Vertrauen in den deutschen Staat gesunken - ganz anders sieht es bei den in Deutschland lebenden türkischen Bürgern aus.

Deutschlandfunk · Europa heute · 16.4.2013

 
Ernst Gottfried Mahrenholz, ehemaliger Verfassungsrichter (Bild: picture-alliance / ZB)

Ehemaliger Verfassungsrichter plädiert für Videoübertragung bei NSU-Prozess

Ernst Gottfried Mahrenholz hält Revisionsklage sonst für denkbar

Da beim NSU-Verfahren nicht alle Interessierten zugelassen werden können, sollte das Gericht einen zweiten Saals eröffnen, sagt Ernst Gottfried Mahrenholz. Wenn die Öffentlichkeit nicht ausreichend Zugang habe, könnte sich ein Revisionsgrund ergeben, ergänzt der ehemalige Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts.

Deutschlandfunk · Interview · 16.4.2013

Es hätte von Anfang an viele Möglichkeiten gegeben, den NSU-Gerichtsprozess besser zu regeln, sagt Eva Högl (SPD). Sie befürwortet die Übertragung des Prozesses in einen anderen Saal. Dieses habe das Verfassungsgericht nicht untersagt, sagt die Obfau im NSU-Untersuchungsausschuss.

Deutschlandfunk · Interview · 16.4.2013

 
Barbara John (Bild: picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

"Es ist eine seelische und eine organisatorische Zumutung"

Barbara John kritisiert Verschiebung des NSU-Prozesses

Für die Angehörigen der NSU-Opfer ist die Verschiebung des Prozesses "eine Zumutung", sagt deren Ombudsfrau Barbara John. Sie hätten "ihr Leben um diesen Prozess herum organisiert" und müssten nun noch länger warten, "bis endlich Recht gesprochen wird".

Deutschlandradio Kultur · Interview · 16.4.2013

 
Sitzungssaal 101 im Oberlandesgericht München (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Gericht verschiebt NSU-Prozess

Neues Akkreditierungsverfahren angekündigt

Das Oberlandesgericht München hat den Beginn des NSU-Prozesses vom 17. April auf den 6. Mai verschoben. Grund ist der Streit um die Presseplätze im Gerichtssaal. Die Akkreditierung von Journalisten beginnt nach Angaben des Gerichts jetzt von vorn. Es sei ein neues Akkreditierungsverfahren notwendig.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.4.2013

 
Auch bei der türkischen Zeitung

"Jetzt können wir ja zumindest sagen: Türkische Medien sind dabei"

Mehrere Plätze für ausländische Medien beim NSU-Prozess

Das OLG München muss türkischen Pressevertretern Plätze beim NSU-Prozess gewähren. Welche das sein werden, ist unklar. Genau wie die Arbeitsbedingungen für Journalisten im Gericht. Deshalb gibt es weiter Kritik an den Richtern.

Deutschlandfunk · Markt und Medien · 13.4.2013

 
50 Journalisten sind für den NSU-Prozess akreditiert - alle anderen müssen draußen bleiben. (Bild: dpa / Peter Kneffel)

Fotografenpool und Teilakreditierungen

Die Möglichkeiten der Journalisten beim NSU-Prozess

Die einen dürfen nur fotografieren, die anderen dürfen berichten, andere dürfen beides nicht. 50 Journalisten konnten einen Platz beim NSU-Prozess ergattern - alle anderen gehen bislang leer aus - oder rücken vielleicht nach. Das Bundesverfassungsgericht soll nun entscheiden, ob dieses Prozedere rechtens ist.

Deutschlandfunk · DLF-Magazin · 11.4.2013

 
Richter Manfred Götzl, Vorsitzender des Staatsschutzsenat am OLG München (Bild: picture alliance / dpa / Tobias Hase)

NSU Prozess: Gericht verteidigt sich

"Nicht in der Lage, angemessene Differenzierungen vorzunehmen"

Nachdem die türkische Zeitung "Sabah" wegen der Platzvergabe im NSU-Prozess eine Verfassungsbeschwerde eingereicht hat, verteidigt sich das Münchner Oberlandesgericht jetzt in einer Stellungnahme.

Deutschlandradio · Aktuell · 10.4.2013

 
Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland (Bild: picture alliance / dpa / Marc Tirl)

Kolat: "Es gibt natürlich jetzt Belastungen und Ängste"

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland über NSU-Prozess und Kölner Hausbrand

Im Fall des Brandes in einem Kölner Wohnhaus, in dem vorwiegend Migranten wohnten, ist Kritik an den polizeilichen Ermittlungen nicht angebracht, so Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Die Platzvergabe durch das Münchener Gericht beim NSU-Prozess sei allerdings ein Skandal.

Deutschlandfunk · Interview · 4.4.2013

 
Deutsche und türkische Flaggen (Bild: picture alliance / dpa Foto: Marijan Murat)

Deutsch-türkisches Verhältnis ist belastet

NSU-Prozess, türkische Medien, Brand in Köln

Auf den ersten Blick haben der NSU-Prozess mit nicht-akkreditierten türkischen Medien und der Brand in einem Kölner Wohnhaus nichts miteinander zu tun. Aber auf den zweiten Blick offenbaren sie ein bestürzend gestörtes Verhältnis zwischen türkischen Einwanderern und Deutschen, meint Dorothea Jung.

Deutschlandfunk · Kommentar · 3.4.2013

 
Die ehemalige Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) (Bild: AP)

Zypries: Mehr Fingerspitzengefühl wäre wünschenswert gewesen

SPD-Politikerin kritisiert mangelnde Flexibilität bei der Organisation des NSU-Prozesses

Es sei schade, dass die Justiz bei der Presse-Akkreditierung im NSU-Prozess "so unbeweglich dasteht", sagt Brigitte Zypries (SPD). Es gehe nicht um die Unabhängigkeit des Gerichts, sondern um organisatorische Fragen. Hier lasse das Gerichtsverfassungsgesetz durchaus Spielräume.

Deutschlandfunk · Interview · 28.3.2013

Das Gericht habe es "an Sensibilität fehlen lassen", kritisiert der Journalist Heinrich Wefing die Platzvergabe für Journalisten beim Prozess gegen Beate Zschäpe. "Jetzt braucht es Öffentlichkeit in jeder denkbaren Weise und das Gericht hat sich daran offensichtlich nicht orientiert."

Deutschlandfunk · Interview · 28.3.2013

 
 Armin Laschet, stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender und früher Integrationsminister in NRW. (Bild: AP)

Laschet: Windhundverfahren ist nicht klug

CDU-Vize fordert pragmatische Lösung für das Akkreditierungsverfahren im NSU-Prozess

"Das ärgert mich fast schon", sagt der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet angesichts der Diskussion um das Akkreditierungsverfahren für den NSU-Prozess. Deutschland müsse ein Interesse daran haben, dass die internationale Presse über diesen Prozess berichte.

Deutschlandfunk · Interview · 27.3.2013

 
Der Gerichtssaal in München muss  für den NSU-Prozess umgebaut werden - mehr Plätze gibt es dadurch nicht (Bild: dpa / Peter Kneffel)

"Die Leute wollen diesen Prozess auch mitverfolgen"

Türkischer Journalist hofft beim NSU-Prozess auf Video-Übertragung

Das Oberlandesgericht München hat türkische Medienvertreter nicht zum NSU-Prozess akkreditiert, der in drei Wochen beginnt. Der Berlin-Korrespondent der türkischen Zeitung "Zaman Avrupa" hofft, dass das Gericht einen Weg findet, auch türkischen Journalisten Zugang zum Prozess zu verschaffen.

Deutschlandfunk · Interview · 26.3.2013

 
Sitzungssaal 101 im Oberlandesgericht München (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

Streit um Presseplätze im NSU-Prozess

Keine Akkreditierung für türkische Medien

Das Oberlandesgericht München steht wegen der Journalisten-Akkreditierung beim NSU-Mordprozess unter massiver Kritik. Kein einziges türkisches Medium soll einen der 50 festen Plätze für Journalisten im Gerichtssaal bekommen. Politiker, Journalistenverbände und türkische Vertreter schlagen Alarm.

Deutschlandradio · Aktuell · 27.3.2013

 
Spurensuche nach dem Bombenanschlag 2004 in Köln (Bild: dpa / Federico Gambarini)

Schily: Sicherheitsbehörden haben versagt

Ex-Innenminister übernimmt Mitverantwortung für NSU-Ermittlungspannen

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat ein Versagen der deutschen Sicherheitsbehörden im Fall der rechtsextremen Terrorzelle NSU eingeräumt. Er trage dafür gemeinsam mit den damaligen Landesinnenministern die politische Verantwortung.

Deutschlandradio · Aktuell · 15.3.2013

 
Der Gerichtssaal A 101 im Münchner Oberlandesgericht. Hier beginnt am 17. April der Prozess gegen Beate Zschäpe (Bild: picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

"Erhebliches Gefährdungspotenzial"

Justiz erwartet Attacken Rechtsradikaler bei NSU-Prozess

Der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte beginnt am 17. April. Dafür betreibt das Oberlandesgericht München einen Riesenaufwand: Sein Präsident spricht von einem erheblichen Gefährdungspotential im Hinblick auf Anschläge.

Deutschlandradio · Aktuell · 16.3.2013

 
Semiya Simsek, Tochter des NSU-Opfers Enver Simsek (Bild: picture alliance / dpa -  Stephanie Pilick)

"Wie krank können Menschen sein?"

Die Tochter des ersten NSU-Opfers hat das Geschehen literarisch verarbeitet

Am 17. April beginnt in München das Verfahren gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer der Terrorzelle NSU. Zu den Nebenklägern gehört Semiya Simsek, die Tochter eines der Opfer. Heute erscheint ihr Buch "Schmerzliche Heimat", in dem sie den Tod des Vaters verarbeitet.

Deutschlandradio · Aktuell · 8.3.2013

 
Bundespräsident Joachim Gauck und die Mutter des ermordeten Halit Yozgat, Ayse.

Gauck will Erinnerung an NSU-Terror wachhalten

Bundespräsident trifft Angehörige der Opfer

Bundespräsident Joachim Gauck hat den Angehörigen der Opfer des NSU-Terrors versprochen, sich für dieAufklärung der Verbrechen einzusetzen. Bei einem Treffen mit etwa 70 Verwandten der Ermordeten sagte Gauck, er wolle mithelfen, dass ihr Leid "weiter wahrgenommen und anerkannt" wird.

Deutschlandradio · Aktuell · 18.2.2013

 
Aktenordner werden im Landtag in Erfurt von einem Landtagsmitarbeiter in den Sitzungssaal des Neonazi-Untersuchungsausschusses des Thüringer Landtags getragen. (Bild: picture alliance / dpa / Martin Schutt)

NSU-Morde: Opfer-Anwalt kritisiert Innenministerium

Yavuz Narin mahnt zu besserer Aufklärung

Im Schloss Bellevue hat Bundespräsident Gauck Angehörige der NSU-Opfer empfangen. Doch mehrere Hinterbliebene wollten an dem Treffen nicht teilnehmen. Opfer-Anwalt Yavuz Narin über die Absage seiner Mandantinnen und Versäumnisse des Innenministeriums bei der Aufklärung der Verbrechen.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 18.2.2013

 
Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe (Bild: picture alliance / dpa / BKA)

Mordanklage gegen Zschäpe zugelassen

Auch vier mutmaßliche NSU-Helfer müssen vor Gericht

Die mutmaßliche NSU-Terroristin Beate Zschäpe muss sich wegen Mittäterschaft bei zehn Morden verantworten. Nach übereinstimmenden Medienberichten hat das Oberlandesgericht München die Anklage gegen sie zugelassen.

Deutschlandradio · Aktuell · 31.1.2013

 
Geheimsache (Bild: dpa / Hans-Jürgen Wiedl)

"Eine massive Bedrohung"

NSU-Ausschuss-Beobachterin Esther Dischereit: Ständiges Verschwinden der Akten bedrohlich

Vor dem Untersuchungsausschuss zu den Neonazi-Morden sind schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitsbehörden in Thüringen erhoben worden. Die Autorin Esther Dischereit sieht in der Unterstützung rechtsextremistischer Gruppierungen durch Behörden wie den Verfassungsschutz eine große Gefahr.

Deutschlandradio Kultur · Thema · 31.1.2013

 
Aiman Mazyek, Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) (Bild: ZMD)

Zentralrat der Muslime: "Unser 9/11 ist der NSU-Terror in Deutschland gewesen"

Aiman Mazyek fordert stärkeren Fokus auf den Rechtsextremismus

"Der Rechtsextremismus in Deutschland konnte gedeihen im Schatten des 11. Septembers", kritisiert Aiman Mazyek, Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Und: "Es gibt noch viel zu viele Weggucker vor dem Rechtsextremismus."

Deutschlandfunk · Interview · 15.12.2012

 
Barbara John (CDU), Ombudsfrau für die NSU-Opfer (Bild: picture alliance / dpa / Erwin Elsner)

Ermittlungen zur NSU waren "schauderhaft"

Ombudsfrau der Bundesregierung macht Sicherheitsbehörden schwere Vorwürfe

Die Ombudsfrau für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John, hat den Sicherheitsbehörden vorgeworfen, sich von Vorurteilen geleitet haben zu lassen. Lange Zeit seien die Ermittler davon ausgegangen, dass es sich bei den Tätern um Ausländer gehandelt haben müsse.

Deutschlandradio Kultur · Interview · 3.11.2012

 
Fahndungsfotos der Mitglieder der sog. Zwickauer Zelle: Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos (v.l.). (Bild: picture alliance / dpa /Frank Doebert)

Ein Jahr danach

Der NSU und seine Spuren

Am Nachmittag des 4. November 2011 flog die Neonazi-Terrorzelle NSU auf. Seither ist die Kritik an den Sicherheitsbehörden wegen Pannen und schleppender Aufklärung nicht abgerissen. Die Warnungen vor institutionellem Rassismus in Deutschland werden lauter.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 2.11.2012

 
Berlins Innensenator Henkel (Bild: picture alliance / dpa / Robert Schlesinger)

Berliner Innensenator räumt Fehler in NSU-Affäre ein

Bundesanwaltschaft widerspricht Henkels Darstellung

Der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU) hat Fehler bei der Aufklärung der Neonazi-Morde eingestanden. Wichtige Informationen über einen rechtsextremen V-Mann seien nicht früh und klar genug an die zuständigen Stellen übermittelt worden.

Deutschlandradio · Aktuell · 18.9.2012

 
Rücktritte beim Verfassungsschutz nach Akten-Chaos und Ermittlungspannen zu NSU-Mordserie (Bild: picture alliance / dpa/Martin Schutt/lth)

Verfassungsschutz in der Krise

Nach Rücktritt des sächsischen Chefs Boos sollen aufgetauchte Akten schnellstmöglich ausgewertet werden

Nach dem Rücktritt des sächsischen Verfassungsschutzpräsidenten Reinhard Boos kommt die Parlamentarische Kontrollkommission des Landtags heute zu einer Sondersitzung zusammen. Die erst kürzlich wieder aufgetauchten Akten zum Umfeld der Zwickauer Terrorzelle NSU sollen so schnell wie möglich ausgewertet werden.

Deutschlandradio · Aktuell · 12.7.2012

 
Akten: Warum wurden Dokumente im Verfassungsschutz geschreddert? (Bild: picture alliance / dpa / Uli Deck)

Aktenvernichtung bleibt ungeklärt

Vernehmung von führenden Verfassungsschützern im NSU-Untersuchungsausschuss ohne Ergebnis

Warum im Bundesamt für Verfassungsschutz Akten über die Zwickauer Zelle geschreddert wurden, konnte bislang nicht im Untersuchungsausschuss geklärt werden. Bis zum Schluss der rund sechsstündigen Vernehmung von Verfassungsschutzpräsident Fromm blieben Fragen zu den V-Leuten in der Neonazi-Szene und der Aktenvernichtung beim Verfassungsschutz offen.

Deutschlandradio · Aktuell · 5.7.2012

 
Heinz Fromm, noch bis Ende Juli 2012 Bundesverfassungsschutzpräsident (Bild: picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

NSU-Untersuchungsausschuss befragt Heinz Fromm

Verfassungsschutzpräsident soll Licht in Aktenvernichtungsaffäre bringen

Warum wurden im Bundesamt für Verfassungsschutz Akten über die Zwickauer Zelle geschreddert? Dazu soll Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm heute vor dem Bundestagsuntersuchungsausschuss zum Neonazi-Terror aussagen. Bayerns Innenminister Herrmann will den Informationsfluss zwischen Geheimdienst und Kriminalpolizei verbessern.

Deutschlandradio · Aktuell · 5.7.2012

 
Thüringens Verfassungsschutz-Präsident Thomas Sippel verliert seinen Posten (Bild: picture alliance / dpa / Martin Schut)

Thüringer Verfassungsschutzpräsident muss gehen

Konsequenz aus Affäre um die Neonazi-Terrorzelle

Die Pannen bei den NSU-Ermittlungen haben weitere personelle Folgen. Thomas Sippel vom Thüringer Verfassungsschutz stand schon seit längerer Zeit in der Kritik - nun muss er seinen Posten räumen. Am Vortag bat bereits Verfassungsschutzpräsident Fromm um die Versetzung in den Ruhestand.

Deutschlandradio · Aktuell · 3.7.2012

 
Die Bildkombo aus Handouts des Bundeskriminalamtes zeigt die mutmaßlichen Mitglieder der Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) Uwe Mundlos, Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt. (Bild: picture alliance / dpa)

Stochern im Nebel

Die mühsame Arbeit der NSU-Untersuchungsausschüsse

Ausschüsse im Bundestag und bald drei Landtagen sollen die Verantwortung für den Ermittlungspannen um die NSU-Mordserie aufklären. Eines scheint bereits klar: Nicht zuletzt führte mangelnde Kommunikation zwischen den Sicherheitsbehörden zum Versagen der Ermittler.

Deutschlandfunk · Hintergrund · 4.7.2012

 
Der Rückzug von Verfassungsschutzpräsident Fromm ist nach Ansicht vieler Politiker nur ein erster Schritt (Bild: picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Verfassungsschutzchef gibt sein Amt auf

Druck auf Fromm nach NSU-Ermittlungspannen

Die Pannen bei den Ermittlungen gegen die Zwickauer Neonazi-Zelle NSU haben erste personelle Konsequenzen: Der Präsident des Verfassungsschutzes, Heinz Fromm, bat um die Versetzung in den Ruhestand. Bundesinnenminister Friedrich nahm das Gesuch an.

Deutschlandradio · Aktuell · 2.7.2012

 
Hat der Verfassungsschutz wichtige Geheimakten vernichtet? (Bild: dpa / Hans-Jürgen Wiedl)

Abgeordnete empört Datenlöschung nach Enttarnung von Zwickauer Terrorzelle

BKA-Chef Ziercke vor Ausschuss: "Wir haben versagt"

Der Präsident des Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, hat schwerwiegende Fehler bei den Ermittlungen zur Zwickauer Terrorzelle eingestanden. Noch nach Auffliegen der NSU sollen Geheimakten über deren Vorgängerorganisation, Thüringer Heimatschutz, vernichtet worden sein.

Deutschlandradio · Aktuell · 28.6.2012

 
Warum blieb die Zwickauer Zelle so lange unentdeckt? (Bild: picture alliance / dpa / Franziska Kraufmann)

Experten sollen Neonazi-Mordserie untersuchen

Kabinett setzt Bund-Länder-Kommission ein

Wer hat was wann gewusst? Warum dauerte die Aufarbeitung so lange? Über Jahre hinweg blieb die Zwickauer Neonazi-Zelle unentdeckt. Nun soll die Mordserie auf verschiedenen Ebenen aufgeklärt werden. Deshalb hat die Bundesregierung die Einsetzung einer Bund-Länder-Kommission beschlossen.

Deutschlandradio · Aktuell · 8.2.2012

 
Fahndungsfotos der Mitglieder der sog. Zwickauer Zelle: Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos (v.l.). (Bild: picture alliance / dpa /Frank Doebert)

"Demokratie täglich verteidigen"

Bundestag setzt Untersuchungsausschuss zu Neonazi-Morden ein

Die Fraktionen des Bundestages haben auf einen gemeinsamen Antrag hin einen Untersuchungsausschuss zum Rechtsterrorismus eingesetzt. Er wird sich mit den Ermittlungspannen nach der Mordserie der Zwickauer Terrorzelle befassen.

Deutschlandradio · Aktuell · 26.1.2012

 
 

JETZT IM RADIO

Deutschlandfunk

Seit 22:05 Uhr
Atelier neuer Musik
Nächste Sendung: 22:50 Uhr
Sport aktuell

mehr

Deutschlandradio Kultur

Seit 22:30 Uhr
Erotikon
Nächste Sendung: 23:00 Uhr
Nachrichten

mehr

DRadio Wissen

Seit 20:00 Uhr
DRadio Wissen Lärm
Nächste Sendung: 00:00 Uhr
DJ Wissen

mehr

LIVE-STREAM

Deutschlandfunk

Deutschlandradio Kultur

DRadio Wissen

Dokumente und Debatten mehr

AUDIO ON DEMAND

Beiträge zum Nachhören

Deutschlandfunk

Kein eigenes Sportministerium: Interview mit SPD-Politiker Thomas Oppermann

Sendezeit: 15.06.2013, 20:45

Deutschlandradio Kultur

Offshore-Leaks-Datenbank ist online

Sendezeit: 15.06.2013, 17:21

DRadio Wissen

Absolventenporträt - Die Harfenistin Marina Tsaytler vom 15.06.2013

Sendezeit: 15.06.2013, 15:05

PODCAST

Radio zum Mitnehmen

Podcast: Sendungen

Podcast: Themen

PLAYER / RECORDER

dradio-Recorder
im Beta-Test:

 

KOOPERATIONSPARTNER

ARD-Logo und Link  ZDF-Logo und Link  Phoenix-Logo und Link