Fast alle ehemaligen Sowjetrepubliken werden autoritär oder diktatorisch regiert. Ein extremes Beispiel ist das zentralasiatische Turkmenistan: Dort regiert seit 2006 Gurbanguly Berdymuchammedow, der sich am 12. Februar zur "Wiederwahl" stellt.
Die Falklandinseln vor der argentinischen Küste sind seit langem der Zankapfel zwischen der britischen und der argentinischen Regierung. Großbritannien hat sein modernstes Kriegsschiff vor den Falklandinseln stationiert, jetzt leistet auch der britische Thronfolger seinen Dienst vor den Inselgruppe im Südatlantik.
Drei Jahre herrschte in Mali relative Ruhe, doch seit dem 17. Januar haben Tuareg-Rebellen mehrere Städte im Norden des Landes angegriffen. Einige Experten machen unter anderem das frühere Gaddafi-Regime indirekt für die aktuellen Unruhen in Mali verantwortlich.
Wer Syrien und seinen Menschen wirklich helfen will, sollte bis zum letzten Moment auf internationale Geschlossenheit, Diplomatie und Sanktionen setzen, statt unbedacht nach Waffenlieferungen oder Luftschlägen zu schreien, findet Tomas Avenarius von der Süddeutschen Zeitung.
Deutschlandfunk · Themen der Woche · 11.2.2012
Freitagsgebet in einer Moschee in Damaskus. Die Stimmung ist angespannt, Unruhen werden erwartet. Ein Polizeioffizier nutzt die Wartezeit, um Syriens Position zu erklären - ein Untergrundkämpfer hält dagegen.
Seit Jean Gabin Marlene Dietrich verfiel, hat sich wohl kein französischer Mann mehr einer deutschen Frau derart ausgeliefert wie Nicolas Sarkozy Angela Merkel, kommentiert Sascha Lehnartz von der Zeitung "Die Welt".
"Iran ist nicht nur das Problem Israels": Die USA und Europa dürften Israel nicht allein lassen, falls es wegen des Atomprogramms zu einem bewaffneten Konflikt mit Teheran kommt, fordert David Harris, der Direktor des American Jewish Committee.
Einheiten der syrischen Sicherheitskräfte sollen ihre Angriffe auf Homs verstärkt haben, so heißt es aus Oppositionskreisen. Auch von der syrisch-libanesischen Grenze werden Gefechte zwischen dem Militär und Widerstandskämpfern gemeldet.
Nach Abschluss des Krisenmanagements hält Brauereibesitzer Athanasios Syrianos ein Investitionsprogramm für Griechenland für dringend notwendig, ähnlich dem Aufbau Ost oder dem Marshallplan. Veränderte Wettbewerbsbedingungen würden dann zu mehr Leistungsbereitschaft führen.
Deutschlandfunk · Interview · 11.2.2012
Während die positiven Auswirkungen der Reformen in Griechenland erst langfristig zutage treten, sind die negativen Folgen der Sparmaßnahmen sofort sichtbar, meint Publizist Jannis Papadimitriou.
Der Europa-Abgeordnete Daniel Caspary (CDU) hat sich „sehr überrascht“ gezeigt über den Rückzieher der Bundesregierung bei der geplanten Unterzeichnung des ACTA-Abkommens gegen Produktpiraterie. Das Übereinkommen sei im Sinne von Verbrauchern und Arbeitsplätzen.
Deutschlandradio Kultur · Interview · 11.2.2012
Das geltende Urheberrecht sei völlig veraltet, sagt hingegen Markus Beckedahl vom Verein Digitale Gesellschaft. Statt dieses durch ein Abkommen gegen Produktpiraterie im Internet zu zementieren, solle das Urheberrecht reformiert werden.
Deutschlandfunk · Interview · 11.2.2012
Ein Staat, der ACTA unterzeichnet, verpflichtet sich, Regeln gegen Raubkopierer und Markenpiraten zu erlassen - nicht nur, aber auch im Internet. Das ist an sich sinnvoll. Geistiges Eigentum, Urheberrechte, sind ebenso schützenswert wie materielle Güter, meint Joachim Dorfs von der Stuttgarter Zeitung.
Angesichts des Todes der elfjährigen Chantal in einer Pflegefamilie in Hamburg hat der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, deutschlandweit einheitliche Standards bei der Auswahl von Pflegefamilien gefordert.
Zwischen dem Kreml und dem russischen Außenministerium herrschte jahrelang eine Art Konkurrenzdenken. Die russischen Außenminister verstanden sich nicht als gehorsame Diener des Präsidenten, sondern verfolgten ihre ganz eigene Politik gegenüber dem Ausland, meint Hermann Krause.
1981 kam in Frankreich die Linke an die Macht. Sie fand eine Wirtschaft vor, die nach dem Ölpreisschock schwächelte. Der Ausweg des neuen Präsidenten François Mitterrand: Verstaatlichung von Schlüsselunternehmen. Vor 30 Jahren bestätigte der Verfassungsrat endgültig die Nationalisierungen.
Der Frankfurter Fall macht deutlich, dass der islamistische Terror in Deutschland eine andauernde Gefahr ist. Eine, die nicht unterschätzt werden darf.
Weil selbst auf dem Höhepunkt der Krise einige Parteichefs in Athen nur unter massivem Pleite-Druck reagieren, dürfen Eurozone und IWF keine weitere Milliardenkredite geben, ohne dass feststeht, dass die Reformen umgesetzt werden, meint Doris Simon.
Nach Polen, Tschechien und Lettland will auch Deutschland das Urheberrechts-Abkommen ACTA nicht unterzeichnen. Sandro Gaycken von der FU Berlin dagegen meint: Mit ACTA würde illegales Downloaden von Musik und Filmen bekämpft und sei kein Einfallstor für Internetzensur.
Am Freitag beginnt in der Hansestadt Bremen die 468. Schaffermahlzeit. Was dazumalen ein Abschiedsessen für Kapitäne war, hat heutzutage sozialen Stiftungscharakter und ist ein politisches Ereignis. Bundestagspräsident Norbert Lammert ist diesmal Ehrengast auf der Schaffermahlzeit.
Der Wolfenbütteler Landrat Jörg Röhmann (SPD) hat die Änderung des Atomrechts durch eine "Lex Asse" gefordert, um die Bergung des Atommülls aus dem ehemaligen Salzbergwerk Asse zu beschleunigen. Das Risiko, den Müll jetzt rauszuholen, sei geringer als den Müll langfristig drin zu lassen.
Deutschlandradio Kultur · Interview · 10.2.2012
Der ehemalige niedersächsische SPD-Umweltminister Wolfgang Jüttner sagt, das Verfahren lasse sich beschleunigen, ohne die Sicherheitsstandards zu senken.
Die rivalisierenden Palästinensergruppen von Hamas und Fatah haben sich offenbar auf eine Übergangsregierung geeinigt. Israel sieht diese Entwicklung kritisch und behindert den palästinensischen Alltag weiter, wo es nur geht - bis hin zum Verbot für Palästinenser, auf "israelischen" Straßen zu fahren, sagt "Grünhelme"-Vorsitzender Rupert Neudeck.
Wenn eine Staatsanwaltschaft ankündige, nicht gegen Bundespräsident Wulff zu ermitteln, müsse dies nicht endgültig sein, sagt Professor Klaus Bernsmann, Strafrechtler an der Ruhruniversität Bochum. Bei neuen Verdachtsmomenten könne man die Ermittlungen jederzeit wieder aufnehmen.
Das Rasen mit dem Auto soll nach einem neuen Vorschlag weniger Punkte in Flensburg bringen, als bisher. Gerd Lottsiepen, VCD-Verkehrsexperte, kritisiert dies. "Meines Erachtens sollte dort gemessen werden, wo es wirklich sinnvoll ist, also in der Nähe von Schulen, von Kindergärten", bemängelt er außerdem.
Als 1960 der CIA-Agent Gary Francis Powers mit seinem Flugzeug über der Sowjetunion abgeschossen wurde, drohte ihm eine lange Haftstrafe. Doch Powers musste nur zwei Jahre sitzen: In den USA war bereits ein russischer KGB-Agent infaftiert - eine gute Basis für einen Agentenaustausch.
Deutschland will bis 2020 vierzig Prozent an CO2 einsparen im Vergleich zu 1990. Dafür müssen Gebäude in Deutschland besser gedämmt werden. Die energetische Gebäudesanierung soll Eckpfeiler der Energiewende sein. Doch Bund und Länder streiten weiter darüber.
"Ein Schuss aus der Hüfte": Volker Lempp vom Automobilclubs ACE übt scharfe Kritik an den Plänen von Verkehrsminister Ramsauer für eine neue Verkehrssünderkartei. Die Reform mache das System weder einfacher noch gerechter.
Auch wenn altgediente Kollegen anderer Parteien belustigt den Kopf schütteln: Marina Weisband lebt ihre Idee des "offenen Politikers" vor: Während andere Politiker jedes Wort auf die Goldwaage legen, chattet, bloggt und twittert die 24-Jährige über das, was ihr spontan einfällt.
Voraussichtlich am 17. Juni entscheiden Münchens Bürger über eine dritte Startbahn am Airport "Franz-Josef Strauß". Während die schwarz-gelbe Regierungskoalition geschlossen für die Startbahn ist und in der SPD Uneinigkeit herrscht, sind Grüne und Freie Wähler strikt dagegen.
Die Konservativen in der CDU sind der Meinung, dass der Modernisierungskurs von Parteichefin Angela Merkel die Stammwählerschaft verprellt. Deshalb haben sie den Berliner Kreis gegründet, der die traditionellen Werte wieder stärker in den Fokus der Partei rücken will.
Initiativen gegen Rechts monieren einige "Handicaps" des Untersuchungsausschusses zu den Morden der Zwickauer Terrorzelle. Dennoch hofft Anetta Kahane von der Antonio-Stiftung, dass das Gremium Fehlentwicklungen in Behörden aufzeige - zudem müsse klar werden, dass Rechtsextreme bisher nur "mit langen Fingern angefasst" worden seien.
Deutschlandfunk · Interview · 9.2.2012
Bei der Aufklärung der Neonazi-Mordserie müssten alle Fakten auf den Tisch, sagt Sebastian Edathy (SPD), Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses, . Er setzt dabei auch auf die Mithilfe der Bund-Länder-Kommission.
Die "merkwürdigen Freundschaftsdienste", die Bundespräsident Wulff in Anspruch genommen habe, seien unerträglich, sagt der Jurist und frühere FDP-Innenminister Gerhart Rudolf Baum. An den jüngsten Vorwürfen zu einer Sylt-Reise Wulffs könne man strafrechtlich nicht vorbeigehen.
Das internationale Handelsabkommen ACTA soll regeln, wie weit zum Schutz der Urheberrechte in bürgerliche Freiheiten eingegriffen werden darf. In Tschechien setzte die Regierung den Ratifizierungsprozess nach einer Hacker-Aktion vorerst aus. Auch in der Slowakei wachsen Zweifel.
Deutschlandfunk · Europa heute · 9.2.2012
Die polnische Kulturwissenschaftlerin Bozena Choluj ist überzeugt, dass es bei den ACTA-Protesten in ihrer Heimat nicht nur um die Informationsfreiheit im Internet geht. Die Wut der Bürger richte sich gegen zu wenig Beteiligung in der Politik Polens insgesamt, sagt sie.
Im März 2011 übernahm Thein Sein die Regierung in Birma. Damit ging ein halbes Jahrhundert Militärherrschaft zu Ende. Und damit könnten sich nun auch die Arbeitsbedingungen für Journalisten und Kulturschaffende zum Positiven ändern.
Wenn Nicolas Sarkozy die Präsidentschaftswahlen gewinnen will, ist er auf die Sympathisanten des rechtsextremen Front National angewiesen. So ist es womöglich kein Zufall, dass Sarkozys enger Vertrauter, Innenminister Claude Guéant, am rechten Wählerrand auf Stimmenfang geht.
Für eine Lösung des Konflikts in Syrien sei es unabdingbar, dass Präsident Baschar al-Assad auf seine Macht verzichtet, sagt der syrisch-stämmige Grünen-Politiker Ferhad Ahma, der auch Mitglied des Syrischen Nationalrats ist.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan misst mit zweierlei Maß. Er beschwert sich über das neue französische Völkermord-Gesetz und wirft anderen Staaten vor, ethnische Minderheiten zu unterdrücken. Dabei hätte er im eigenen Land genug zu tun, zum Beispiel in der Kurdenfrage, meint Ralf Hosfeld.
Schüsse auf streikende Ölarbeiter, die jüngsten Parlamentswahlen eine Inszenierung, die Opposition unterdrückt, Journalisten systematisch eingeschüchtert? Dafür steht Nursultan Nasarbajew, der seit 20 Jahren das zentralasiatische Kasachstan regiert, meint Jule Reimer.
Als vergleichsweise armer Schlucker habe der Republikanerkandidat Santorum seine Schwächen in puncto Ressourcen durch persönlichen Einsatz ausgeglichen. Sein Wahlkampf sei beeindruckend, meint Klaus Remme.
Mit jedem neuen Vorwurf gegen Bundespräsident Wulff erhärte sich der Verdacht: Unser Staatsoberhaupt war ein Schnäppchenjäger par exellence. Es sei zu viel zusammengekommen, als dass Wulff seine Glaubwürdigkeit wiedererlangen könne, meint Frank Capellan.
Algerien hat seine Zeit als französische Kolonie im Wortsinn überlebt und sich an der Demokratie versucht. Die resultierende Erstarkung des Islam führt zum Bürgerkrieg. Seit etwa zehn Jahren ist der Kreislauf von Terror und Rache weitgehend vorbei. Doch die Bevölkerungsmehrheit - die junge Generation - bleibt wütend angesichts der anhaltenden Perspektivlosigkeit.
In Mexiko werden jedes Jahr Tausende von Flüchtlingen aus Zentralamerika verschleppt, gefoltert und ermordet. Die Behörden schauen weg, wenn sie nicht sogar selber mit den Banden unter einer Decke stecken. Wer keine Verwandten oder Freunde hat, die Lösegeld an die Banden zahlen, wird umgebracht.
Sie ist das Gesicht des Kampfes der guatemaltekischen Landbewohner: Rigoberta Menchú, die 1992 als bisher jüngste Preisträgerin den Friedensnobelpreis erhielt. Mit ihrem Einsatz für Menschenrechte stand sie allerdings nicht allein. Mit und hinter ihr kämpften und kämpfen andere Frauen.
Seit der Love-Parade-Katastrophe im Juli 2010 tobt der Streit um Duisburgs CDU-Oberbürgermeister Adolf Sauerland. Seine Abwahl ist das Ziel einer Bürgerinitiative, Gewerkschaften und Vertreter aller Parteien - außer der Duisburger CDU.
Erst das Veto Russlands im UN-Sicherheitrat gegen eine Syrien-Resolution, dann der Besuch des russischen Außenministers vor Ort: Moskau demonstriert Stärke und vorgebliche Diplomatie gegenüber dem Westen. Bei den Bürgern zieht das wenig - da hilft nur Demagogie.
Deutschlandfunk · Europa heute · 8.2.2012
Die Gespräche von Russlands Außenminister Lawrow mit dem syrischen Regime werden nach Ansicht der Grünen-Außenpolitikerin Kerstin Müller ergebnislos bleiben. Dass Moskau sich zufrieden gezeigt habe, sei "zynisch". Eine militärische Intervention wäre ihrer Ansicht nach "nicht zielführend".
Deutschlandradio Kultur · Interview · 8.2.2012
Nirgendwo ist die syrische Exilopposition so gut organisiert wie in der Türkei. Fast 10.000 Syrer sind ins Nachbarland geflohen. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat längst Partei für den Widerstand ergriffen. Doch wie weit ist sein Land bereit, gegen Syrien vorzugehen?
Hans Mathias Kepplinger, Professor für empirische Kommunikationsforschung an der Uni Mainz, sieht die Rolle der Medien bei den Vorwürfen gegen Bundespräsident Christian Wulff kritisch. Zum Teil seien Dinge "an den Haaren herbeigezogen".
Welche Folgen hat der Klimawandel? Wie viele Rentner wird es in zwanzig Jahren geben? Wie entwickeln sich der Eurokurs, die Arbeitslosenzahlen oder die Sympathiewerte der FDP? Ach, wenn man doch nur einmal einen Blick in die Zukunft werfen könnte, wünscht sich Martin Tschechne.
Im Müll steckt für die Kommunen jede Menge Geld, nämlich im Verkauf der Wertstoffe. Um diese buhlen sie mit den privaten Entsorgern. Mittwoch tagt der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Sie werden die Neuordnung des Abfallrechts beraten.
Auf den ersten Blick scheint die Idee einer Pflegewohngemeinschaft ein einnehmender Vorschlag. Doch bei dieser Idee habe Gesundheitsminister Daniel Bahr vor allem eines angetrieben, nämlich zu sparen, meint Andreas Baum.
"Nur Sparen" hilft den Kommunen in Schleswig-Holstein nicht. Um den Weg aus der Schuldenfalle zu finden, blicken Politiker im Norden interessiert nach Skandinavien: Die Gemeinden haben dort einen höheren Stellenwert im politischen System.
Anlässlich des 20. Jahrestages des Maastricht-Vertrages hat der ARD-Europa-Experte Rolf-Dieter Krause, davor gewarnt, dass der Euro als „Spaltpilz“ Europas wirksam wird. Er erinnerte daran, dass damals ein Argument für den Euro gewesen sei, er werde Europa zusammenschweißen.
Mit Emil Boc trat gestern in Rumänien ein Premier zurück, der sich als Krisenmanager und ehrlicher Realpolitiker in der EU einen Namen gemacht hat. Der eher unbeliebte Präsident Basescu hat flugs einen Nachfolger vorgeschlagen - doch den lehnen viele im Volk und der Opposition ab.
Der "Berliner Kreis" will den konservativen Geist innerhalb der CDU stärken, doch damit hat die Parteispitze ihr Problem. Die Wortführer treffen sich nun mit Generalsekretär Hermann Gröhe. Es könne keine Rede davon sein, dass sich hier nur die Rückgewandten der Partei sammeln würden, sagt CDU-Politiker Wolfgang Bosbach.
Deutschlandfunk · Interview · 7.2.2012
Der Politologe Werner Patzelt hält die Anhänger des "Berliner Kreises" nicht für Rückwärtsgewandte. Im Glanz der Kanzlerin würden sich viele CDU-Mitglieder geborgen fühlen, aber es sei unklar, wofür diese Partei stehe.
Für den Chefredakteur der Zeitschrift "Documents", Gerard Foussier, war das Fernsehinterview von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy eine Art Wahlkampfveranstaltung, doch: Für Sarkozy, der sich im März zur Wiederwahl stellt, könne dessen Deutschlandbegeisterung nach hinten losgehen.
Am Abend haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy im Fernsehen ihre Rettungspolitik für Europa verteidigt: Der Politologe Stefan Seidendorf dagegen empfiehlt einen anderen Ansatz - der sich im wirtschaftlich geschwächten Nachkriegseuropa schon einmal bewährt hat.
Griechenland muss sparen - auch mit harten Vorgaben. Das Land müsse dazu gebracht werden, dass Reformen nicht nur angekündigt, sondern auch in konkrete Gesetzgebungsverfahren umgesetzt würden, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Steffen Kampeter.
Alexander Dobrindt hält an seinem Vorstoß fest, ein Verbotsverfahren gegen die Linke zu erwägen. Wenn man eine Partei beobachte, dann dürfe man auch nicht ausschließen, dass am Ende einer Beobachtung auch ein Verbotsverfahren stehen könne, sagte der CSU-Generalsekretär.
Was die Bundesregierung zu den personellen Kontinuitäten zwischen NS-Staat und Bundesrepublik auf 85 Seiten zusammengetragen hat, liest sich wie ein Befreiungsschlag. Doch wie war der Aufbau demokratischer Strukturen mit diesem Personal überhaupt möglich?
Die wichtigsten Wahlen aus deutscher Sicht finden in diesem Jahr in Frankreich statt. Die Finanzkrise hat den deutsch-französischen Motor wieder angeworfen und er läuft bemerkenswert rund. Die so unterschiedlichen Persönlichkeiten, Merkel und Sarkozy, haben zueinandergefunden, und Angela Merkel hofft, dass sie sich nicht schon bald wieder werden trennen müssen.
Nicht nur der Islam kennt den Fundamentalismus, ihn gibt es in fast allen Religionen - so wie fast alle Religionen ein friedensstiftendes Potenzial haben. An diese großen Zusammenhänge erinnert Rolf Schieder, er ist Professor für Praktische Theologie in Berlin
Er wurde schon als "gefährlichster Philosoph des Westens" bezeichnet und als "Superstar der neuen Linken". Sicher ist nur eins: Zizek ist ein Autor, vor dem kein Thema sicher ist und der schreibend provoziert.
Vor lauter Evaluation kommt der öffentliche Dienst nicht mehr zur eigentlichen Arbeit, kritisiert Christoph Bartmann, Leiter des Goethe-Instituts in New York. Er plädiert für mehr Bürokratie der alten Schule.
Tomas Sedlacek war ein enger Mitarbeiter des verstorbenen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel. Kurz vor seinem Tod hat er das Vorwort zur deutschen Ausgabe des Buches "Die Ökonomie von Gut und Böse“ geschrieben. Sedláček ist von Haus aus Ökonom, aber er interessiert sich für weit mehr als nackte Zahlen.
Seit dem Erscheinen seines Buchs "Gomorrha" über die neapolitanische Camorra lebt Roberto Saviano mit Personenschutz. Nun ist sein neues Buch auf Deutsch erschienen - eine schriftliche Fassung von TV-Vorträgen, mit denen Saviano in Italien enorme Einschaltquoten erzielte.
Der Berliner Neurochirurg Bassam Abdullah unterstützt via Internet den Widerstand gegen das Assad-Regime. Nachrichten aus der Protesthochburg Homs bekommt auch er nicht - setzt seine Hoffnung in diesem Bürgerkrieg aber in die immer zahlreicher werdenden Deserteure der syrischen Armee.
Deutschlandfunk · Interview · 6.2.2012
Das gewaltsame Vorgehen des syrischen Regimes sei "von einer Brutalität, wie wir ihn auch im arabischen Raum nicht kennen", sagt Grünen-Politiker Tom Koenigs. Deutschland müsse eine Führungsrolle bei der Unterstützung der Aufständischen übernehmen.
Deutschlandfunk · Interview · 6.2.2012
Das Veto von China und Russland gegen eine Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat stieß rund um den Globus auf scharfe Kritik. Bei Zusammenstößen in der Stadt Homs wurden am Wochenende nach Angaben von Aktivisten mehr als 260 Menschen getötet.
In Hinblick auf eine funktionierende europäische Finanzpolitik sei es richtig, dass Bundeskanzlerin Merkel auch zur französischen Innenpolitik klare Position beziehe. Das sagt Andreas Schockenhoff (CDU), Leiter der deutsch-französischen Parlamentariergruppe.
Barack Obama hat es in seinem Präsidentschaftswahlkampf vorgemacht: Wer Wähler erreichen will, muss im Internet für sich werben. Die Freunde Wladimir Putins gehen den gleichen Weg: Ab heute erklären im Netz junge Leute in Videobotschaften, warum sie ihn erneut zum Präsidenten wählen werden.
Um das iranische Atomprogramm zu stoppen, erwägt die israelische Regierung Militärschläge auf Nuklearanlagen - womöglich schon in diesem Frühjahr. Der Militärtheoretiker Martin van Creveld zweifelt an der Effektivität eines solchen Angriffs.
Unter der wechselseitigen Abhängigkeit leide auf Dauer sowohl Griechenland als auch Europa, sagt der bayrische Finanzminister Markus Söder (CSU). Er fordert daher einen sauberen Schnitt zu ziehen: geordnete Insolvenz Griechenlands und Austritt aus der Eurozone.
Brasilien verzeichnete im Gegensatz zu vielen anderen Staaten im letzten Jahr ein klares Wirtschaftswachstum. Die neue Präsidentin Dilma Rouseff will ihr Land als Weltmacht etablieren und gibt sich entsprechend selbstbewusst.
Auf einem Gipfeltreffen mit 400 Vertretern aus Politik und Einwanderverbänden hat die Bundeskanzlerin Mitte der Woche ihren Nationalen Integrationsplan vorgestellt. Einen "Meilenstein" nennt ihn die Integrationsbeautragte Maria Böhmer. Stolperstein wäre vielleicht treffender gewesen, denn beim Thema Integration kommen deutsche Politiker leicht aus dem Tritt.
Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat einen neuen Anlauf zur Einführung der doppelten Staatsangehörigkeit gefordert. Wie Scholz im Deutschlandradio Kultur sagte, wäre dies ein Beitrag zur besseren Integration von Ausländern. Ferner sprach sich Scholz für eine Finanztransaktionssteuer aus.
Vor genau siebzig Jahren fand in Berlin die Wannseekonferenz statt, auf der die sogenannte "Endlösung der Juden" beschlossen wurde. In der vierten und letzten Folge der Serie blickt der Historiker Ernst Piper auf "das NS-Regime auf der Anklagebank".
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Sport aktuell vom 11. Februar 2012
Sendezeit: 11.02.2012, 22:50
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Sendezeit: 11.02.2012, 11:05
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im Beta-Test: