Facebook hat mal wieder neue Datenschutzbestimmungen eingeführt. Aber diesmal konnten die Nutzer Einspruch erheben - und Zehntausende haben Nein gesagt. Der Rechtsanwalt Christian Solmecke erläutert im Interview, welche Veränderungen den Usern am meisten gestunken haben.
Seit 16 Jahren ist das "neue" Internetprotokoll IPv6 fertig. Schaut man sich aber die Praxis in deutschen und amerikanischen Netzen an, dann ist vom neuen Standard quasi nichts zu sehen - weder bei Behörden und Unternehmen noch bei den großen Netzanbietern.
Unternehmen wie Dropbox, Google oder Apple unterbieten sich gegenseitig im Preis für möglichst viel Speicherplatz im Internet. Die künftigen Betriebssysteme sollen sogar von Hause aus mit solchen Cloud-Diensten verbunden sein. Doch wie steht's dabei mit der Sicherheit?
Vor 20 Jahren wurde die Internet Society (ISOC) ins Leben gerufen. Auch um diesen Anlass zu würdigen, fand nun in Genf die Konferenz Global INet 2012 statt. Im Mittelpunkt stand aber keinesfalls die Feierlichkeit, sondern die Frage, wie in der Zukunft noch ein Internet garantiert werden kann, das für alle offen ist.
In den USA regt sich Protest gegen das Internet-Sicherheitsgesetz CISPA. Eigentlich soll es Firmen vor Industriespionage aus dem Netz schützen. Kritiker allerdings befürchten, dass damit ein umfassendes System der Überwachung und Zensur auf den Weg gebracht wird.
Die Vielfalt der sogenannten Top-Level-Domains soll demnächst erweitert werden. Dann könnten Internet-Adressendungen wie ".shop" oder ".gmbh" möglich werden. Allerdings: Die Idee zu der Endung ".berlin" hatte ein Unternehmer bereits im Jahr 2000.
Einst waren Cookies harmlose Dateien, die den Wiederbesuch von Shopping-Webseiten erleichterten. Heute entziehen sich sogenannte Flash-Cookies dem direkten Zugriff des Nutzers über den Browser. Und auch die Browserhersteller selbst spielen sich gegeneinander aus und führen regelrechte Cookie-Kriege.
Sieben Negativpreise für sogenannte Datenkraken wurden nun vom "Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs" (FoeBuD) in Bielefeld verliehen. Allerdings: Nur drei der fragwürdigen Preisträger hatten auch den Mut, sich die Trophäe wirklich abzuholen.
Als Smart Meter werden intelligente Stromzähler bezeichnet, die den jeweiligen Energieverbrauch zusammen mit der tatsächlichen Nutzungszeit äußerst genau anzeigen. Allerdings: Die Geräte haben drastische Sicherheitslücken und begünstigen den Stromklau. Das hat zumindest eine Studie des FBI ergeben.
Immer mehr Hackerangriffe treffen ausgerechnet IT-Sicherheitsfirmen - also Unternehmen, in denen die einschlägigen Schutzmaßnahmen eigentlich selbstverständlich sind. IT-Fachleute sind sich einig: Für solche Vorfälle sollte eine Meldepflicht bestehen.
Dringen Hacker in die IT-Strukturen eines Unternehmens ein, wollen die Geschädigten das meist geheim halten: zu groß wäre der einhergehende Renommee-Schaden. Eine Meldepflicht für digitale Angriffe lehnen die meisten Unternehmen also ab.
Das Internet wird mobil. Nein, es ist es schon längst. Allerdings machen sogenannte smarte Anwendungen und Cloud-Computing den Sicherheitsfachleuten Sorgen: Beides bietet Cyberkriminellen ideale Voraussetzungen für digitale Angriffe.
An Skepsis mangelt es gegenüber Cloud-Computing nicht: Die Befürchtung, die Hoheit über eigene Daten zu verlieren, paart sich mit der Angst vor tatsächlichem Datenverslust. Dass diese Sorgen nicht unbegründet sind, zeigen zunehmende Angriffe auf vermeintlich sichere Systeme.
Ob Sand, Geröll, Gras oder gar Bäume: Schlangen bewegen sich über fast jedes Terrain scheinbar mühelos. Wie sie das machen, interessiert besonders Roboterkonstrukteure, die von den Reptilien lernen wollen. Ein US-Forscher, der das Geschlängel untersucht, hat nun neue Einsichten präsentiert.
Auf dem 15. Europäischen Polizeikongress in Berlin diskutierten 1400 leitende Polizeibeamte aus 50 Ländern über Angriffs- und Verteidigungsszenarien des sogenannten Cyberwar. Allerdings: Im Katz-und-Maus-Spiel zwischen Polizei und Kriminellen haben in einigen Bereichen noch die Schurken die Nase vorn.
Menschen, die distributed Denial-of-Service-Attacken durchführen, haben dafür oft unterschiedliche Motive. Im Interview mit Manfred Kloiber erläutert Wissenschaftsjournalist Achim Killer, wie Gerichte mit den Angriffen aus dem Netz umgehen und wie sich Opfer davor schützen können.
Sogenannte Denial-of-Service-Attacken begleiten seit Wochen die Proteste gegen den Stop Online Piracy Act. Neben einem bewährten Protestmittel sind solche Angriffe aber auch eine vielgenutzte Waffe von Internet-Kriminellen und Cyberterroristen.
Es gibt sie in Cafés, Bahnhöfen oder auch Flughäfen: sogenannte Hotspots, die einen öffentlichen Internetanschluss zur Verfügung stellen. Allerdings ist das Surfen damit nicht ganz ungefährlich. Denn Onlinekriminelle speisen besonders gerne über diese Netze Schadsoftware auf fremde Rechner.
Am 18. Januar ging die englischsprachige Ausgabe von Wikipedia einen Tag lang offline. Der Grund: In den USA hatten Bürgerrechtler und Unternehmen zum Protest gegen den Stop Online Piracy Act aufgerufen: ein Gesetzentwurf, der schon seit Wochen die amerikanische Online-Gemeinde umtreibt.
Google hat seine Suchmaschine radikal überarbeitet. Bisher sind die Neuerungen aber erst in den USA zu sehen. Wissenschaftsjournalist Marcus Schuler erklärt im Gespräch mit Manfred Kloiber, was die Suche mit Google persönlicher machen soll und wie die Änderungen bisher angekommen sind.
Soziale Netzwerke sind so angesagt wie nie zuvor. Doch nicht nur Privatsurfer wollen bei Facebook & Co. Präsenz zeigen, sondern auch Unternehmen. Allerdings können besonders Firmen dabei leicht in die verschiedensten Fallen tappen.
Die Verstöße gegen den Datenschutz im Internet haben 2011 zugenommen, wie eine Studie namens "Datenschutzbarometer" nun zeigt. Die Untersuchung legt noch mehr offen: Unternehmen, die die Datenschutzrichtlinien missachten, sparen dadurch oftmals Millionen.
Behörden und Unternehmen haben diese Woche geübt, wie einem großangelegten Angriff auf die IT-Infrastruktur in Deutschland begegnet werden kann. Die Katastrophenschutzübung mit dem Namen "LÜKEX" war die bisher größte ihrer Art in Deutschland.
In den Augen vieler Regierungen sind Terroristen oftmals Internetspezialisten, die jeden technischen Trick ausnutzen, um geheime Botschaften über das Netz zu verschicken. Auf der Wiener IT-Konferenz "DeepSec" wurde nun dargelegt, dass häufig das Gegenteil der Fall ist.
Das Internet müsse auch weiterhin unter der Oberaufsicht der USA bleiben, forderten nun amerikanische Politiker und Branchenvertreter auf der Londoner "Conference on Cyberspace". Das allerdings gefällt den chinesischen und russischen Delegierten nicht besonders.
Der vor wenigen Wochen aufgeflogene Staatstrojaner kann mehr, als er laut Richter eigentlich dürfte. Das hat auch im Bundestag für Wirbel gesorgt. Nun ist dem Chaos Computer Club eine neue Version der Software zugespielt worden. Und offenbar sind noch immer verbotene Funktionen an Bord.
Der Staatstrojaner, den der Chaos Computer Club auf Herz und Nieren untersucht hat, kann mehr, als das Bundesverfassungsgericht erlaubt. Daraus ergibt sich zwingend die Frage: Wer überwacht die Überwacher?
Vor gut einem Jahr wurde der Computerschädling Stuxnet entdeckt – ein Virus, das gezielt Industriesteueranlagen im Iran befallen hatte. Jetzt haben es Computerspezialisten mit einem neuen Schadprogramm zu tun, das Erinnerungen an Stuxnet weckt: Duqu.
Zum dritten Mal hat nun die Internet-Sicherheitsmesse "it-sa" in Nürnberg stattgefunden. Das Besucherinteresse galt vor allem selbstständig arbeitenden Überwachungssystemen. Welche neuen Werkzeuge in den Messehallen zu sehen waren, erläutert Computerjournalist Peter Welchering.
Mit "Timeline" will Facebook nach und nach so etwas wie eine Biografie seiner Nutzer erstellen: In einem Zeitstrahl soll zu sehen sein, wann welcher Nutzer welchen Kommentar gepostet hat, welches Foto hochgeladen hat, wo gewesen ist. Klar, dass das vor allem Datenschützer auf den Plan ruft.
Das "s" in der Buchstabenfolge "https" steht für "secure" und will dem Internetnutzer eine sichere Netzverbindung signalisieren. Das hier eingesetzte SSL-Protokoll soll die Identität der Gegenseite eindeutig belegen - per Zertifikat. Nun aber haben Hacks die Glaubwürdigkeit derer erschüttert, die jene Zertifikate ausstellen.
Mehr als 400 Technikinteressierte sind zum Chaos Communication Camp nach Finowfurt gekommen. Die Themen dort sind vielfältig. Aber ein Programmpunkt interessiert wohl die meisten Teilnehmer: Sie sind dazu aufgerufen, in die Whistleblower-Platform OpenLeaks einzudringen und Dokumente zu entschlüsseln.
Auf dem Sommercamp des Chaos Computer Clubs hat der Verschlüsselungsspezialist Karsten Nohl gezeigt, dass Datenverbindungen in Mobilfunknetzen leicht abgehört werden können. Im Gespräch mit Manfred Kloiber erläutert Computerjournalist Peter Welchering die Einzelheiten.
Ist Facebook wirklich ein soziales Netzwerk? Virtuelle Beziehungen können keine realen ersetzen und die Fertigkeit, sich mit allem und jedem zu verbandeln, schließt die Einsamkeit nicht aus, meint der Publizist René Weiland.
Auf dem Feld der Internet-Bezahlverfahren tut sich derzeit eine Menge. PayPal will den Kreditkartenfirmen im Einzelhandel Konkurrenz machen und Square will mit einem neuen Bezahlverfahren die Kreditkartenzahlung revolutionieren. Nur eines bleibt in weiter Ferne: ein festes Bezahlsystem für das Netz.
Das FBI hat in dieser Woche 16 mutmaßliche Mitglieder der Hackergruppe Anonymous festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, im Dezember die Websites von Mastercard und Visa sowie Server des Online-Bezahlsystems Paypal angegriffen zu haben.
Die Bezeichnungen für die Mitglieder von Anonymous sind vielfältig. Sind sie Hacker, Online-Aktivisten oder doch digitale Spaß-Guerilla? Computerjournalist Peter Welchering erläutert im Interview, dass die Motivationen jener Anonymen aus sehr unterschiedlichen Richtungen rühren.
Vor allem große E-Mail-Anbieter verlangen bei der Eröffnung eines Postfaches persönliche Daten. Wer ein kostenpflichtiges Postfach wählt, gibt zusätzlich zu Name und Anschrift auch noch die Bankverbindung preis. Das kann aber auch anders sein.
Wie sicher ist das Netz in fünf oder zehn Jahren? Um diese Frage ging es nun auf der Konferenz "Zukünftiges Internet". Zwar fielen die Antworten sehr unterschiedlich aus, über eines allerdings waren sich die Teilnehmer weitgehend einig: Die grundsätzlichen Probleme bleiben bestehen.
Seit dieser Woche ist das Nationale Cyber-Abwehrzentrum offiziell eröffnet. Es soll der organisierten Hacker-Kriminalität entgegenwirken. Die Bundesregierung fürchtet vor allem digitale Attacken auf die öffentliche Infrastruktur.
Bundesinnenminister Friedrich hat das Nationale Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ) in Bonn eröffnet. Die Einrichtung soll die Zusammenarbeit staatlicher Stellen im Kampf gegen Bedrohungen aus dem Internet verbessern.
Deutschlandradio · Aktuell · 16.6.2011
Der Krieg im Netz hat schon begonnen. Aber er ist noch nicht in den Köpfen der Beteiligten wie der Öffentlichkeit angekommen. Zivile Einrichtungen und Unternehmen sollten das Abwehrzentrum als Angebot zur umfassenden Zusammenarbeit auf diesem Gebiet verstehen.
Deutschlandfunk · Kommentar · 16.6.2011
Im heute eröffneten Cyber-Abwehrzentrum sitzen nur staatliche Stellen zusammen und analysieren Angriffe aus dem Netz. Die Wirtschaft geht aber davon aus, dass Informationen auch an Unternehmen weiter gegeben werden, da die Bedrohungslagen vergleichbar seien.
Deutschlandradio · Aktuell · 16.6.2011
Das jetzt eröffnete Cyber-Abwehrzentrum bündelt behördliche Kompetenzen, eine echte Abwehr von Cyber-Angriffen kann es nicht leisten, sagt Sandro Gaycken, Technik- und Sicherheitsforscher an der Freien Universität Berlin. Dazu bedürfte es Investitionen in neue IT-Infrastrukur.
Die Bündelung des Wissens über Angriffe auf Computernetze ist nach den Worten von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die Hauptfunktion des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums, das der CSU-Politiker heute in Bonn offiziell eröffnet. Das Zentrum hatte seine Arbeit am 1. April aufgenommen.
Mit iCloud bietet Apple den Nutzern seiner Geräte nun die Möglichkeit, nahezu alle persönlichen Dateien im Internet zu lagern – und das sogar kostenlos. Allerdings drängt sich die Frage auf, ob die Anwender genau das wollen, ihre Daten Apple anvertrauen.
Die europäischen Datenschutzbeauftragten sind besorgt über Facebooks neue Funktion der Gesichtserkennung. Die ist seit dieser Woche freigeschaltet und soll es den Nutzern erleichtern, verschiedenste Personen auf hochgeladenen Fotos möglichst schnell zu markieren.
Mit den sozialen Medien haben auch die sozialen Konflikte ihren Siegeszug im Internet angetreten. Mobbing, Rufmord, üble Nachrede betreffen Firmen und Unternehmen, aber auch Privatpersonen und vor allem Jugendliche. Der Autor und Reputationsmanager Christian Scherg nennt Gegenmaßnahmen.
Die Gefahr, Opfer einer Hacking-Attacke zu werden, sollte kein Unternehmen zu gering einschätzen. Schließlich lassen sich Firmeninterna oft prima an die Konkurrenz verkaufen. Nötig ist also mindestens ein IT-Grundschutz.
Wer im Internet einkauft, kann die Rechnung per Überweisung begleichen, doch vielen dauert das zu lange. Spezialisierte Zahlungsdienstleister sorgen dafür, dass es schneller geht - dafür muss der Kunde dem Unternehmen allerdings tiefe Einblicke in seine finanziellen Verhältnisse gewähren.
Auf dem heute beginnenden G8-Gipfel wird auch die Sicherheit im Internet Thema sein. Frankreichs Präsident Sarkozy stellte bereits am Mittwoch seine Ideen für Internetstandards vor - Markus Beckedahl warnt vor einem überregulierten Netz.
Bei Vertretern der IT-Branche leuchten die Dollarzeichen in den Augen, wenn das Wort "Cloud-Computing" fällt. Doch während die Technik davonrast, bleibt die mitunter die Sicherheit auf der Strecke.
Deutschlandfunk · Computer und Kommunikation · 21.5.2011
Wer persönliche Daten in der virtuellen Wolke speichert, ist selbst schuld. So sehen das zumindest viele Datenschützer. Besonders fahrlässig handeln vor allem Firmen, die täglich benötigte Informationen der Cloud anvertrauen.
Die Kriminalität im Internet steigt: die Anzahl der Delikte nahm von 2009 auf 2010 um mehr als zwölf Prozent zu. Dabei sinkt laut aktueller Kriminalstatistik die Zahl der aufgeklärten Fälle.
Digitalisierung und Vernetzung verändern die Gesellschaft radikal. Nur weil viele sich im Netz exhibitionieren, ist die Privatsphäre nicht abgeschrieben, meint Lars Reppesgaard.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 19.5.2011
Auf 600 Seiten breiten die Technik-Journalistin Suelette Dreyfus und ihr Co-Autor, der Wikileaks-Gründer Julian Assange, Details aus dem Innenleben der frühen australischen Hackerszene aus.
Wir sollten uns im Netz so verhalten wie im richtigen Leben. Also so, dass wir unsere Äußerungen am nächsten Tag auch mit unseren Namen auf der Titelseite der Tageszeitung veröffentlichen könnten, sagt der Journalist Markus Reiter.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 17.5.2011
Auf der European Identity Conference diskutierten die Teilnehmer darüber, wie der Umgang mit Nutzernamen und Passwörtern sicherer gemacht werden kann.
Es ist an der Zeit, das eigene digitale Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen, finden die Experten für Informationssicherheit, Constanze Kurz und Frank Rieger.
Das Autorentrio versucht zu zeigen, welche Gefahr darin steckt, wenn viele für sich betrachtet unwichtige Informationen zusammengefügt werden - geschickt miteinander kombiniert, entsteht ein Profil, das oft selbst die Betroffenen überrascht.
Neue Internetbrowser sollen die Verfolgung im Netz verhindern. Wissenschaftsjournalist Wolfram Koch erläutert im Interview mit Manfred Kloiber, ob dies auch gelingen kann.
Vor ein paar Tagen machte die Meldung die Runde, dass der Zoll in Bayern eine Schadsoftware, den sogenannten Bundestrojaner, mindestens auf einen Laptop bei der Flughafenkontrolle aufgespielt hat. Dem Betroffenen wurde der Rechner kurz abgenommen und als er ihn wiederbekam, war er infiziert.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 16.3.2011
Hacker haben sich Zugang zu den Datenbankservern des Playstation-Network und des Musik- und Videodienstes Qriocity von Sony verschafft. Die Daten von rund 77 Millionen Kunden sind dort gespeichert – unverschlüsselt.
Deutschlandfunk · Computer und Kommunikation · 30.4.2011
Die Sicherheitsvorkehrungen beim Playstation-Network sind offenbar schlecht. Der Wissenschaftsjournalist Peter Welchering erläutert im Interview mit Manfred Kloiber, wo genau die Kritik der IT-Experten ansetzt und welche Folgen der Vorfall haben wird.
Das FBI ist seit einigen Tagen der Betreiber eines der größten Bot-Netze. Die amerikanische Bundespolizei hat die Steuerungsrechner des Coreflood-Netzes beschlagnahmt und schickt seitdem laufend Stopp-Befehle an die Schadprogramme auf Hunderttausenden von infizierten Rechnern.
Das Internet wächst unaufhörlich. Nun könnte es wegen Überfüllung geschlossen werden, zumindest technisch gesehen. Alle sogenannten IP-Adressen sind vergeben. Allerdings naht eine Lösung für das Problem – und die könnte die Welt verändern.
Deutschlandradio Kultur · Wissenschaft und Technik · 3.4.2011
Software, die den Rechner ausspioniert, ist für die Strafverfolgung nicht zulässig. Unter gewissen Bedingungen haben die Richter jedoch den Einsatz von Trojanern erlaubt. Über einen aktuellen Fall in Bayern sprachen wir mit Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Clubs.
Was ist dran an der Bedrohung aus dem Cyberspace? Und wie können sich Länder wie etwa die USA schützen? Spannende Fragen, die Richard Clarke und Robert Knake in ihrem Buch "World Wide War" zu beantworten versuchen.
Berufliche Situation, Weltanschauung, sexuelle Orientierung - der Fragebogen der Online-Partnervermittlung überlässt nichts dem Zufall. Inzwischen lagern auf den Servern deutscher Singlebörsen Millionen intimer Daten. Ein Sicherheitsrisiko, meint Journalist Martin Tschechne.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 28.2.2011
Nicht erst seit dem Computervirus Stuxnet ist bekannt, dass Stromnetze, Raffinerien und sogar Atomanlagen Opfer von Cyber-Attacken werden können. Eine neuartige Software probt den Ernstfall: Das sogenannte Fuzzing simuliert den digitalen Angriff und sucht nach Schwachstellen im System.
Deutschlandfunk · Computer und Kommunikation · 26.2.2011
In Deutschland hat Fuzzing-Software noch einen schweren Stand. Das wird sich 2011 ändern, meint Wissenschaftsjournalist Peter Welchering.
Täglich sind private Internetnutzer, Behörden und Unternehmen digitalen Angriffen ausgesetzt. Die Bundesregierung will das Internet jetzt unter staatlichen Schutz stellen. Geplant ist die Einrichtung eines Cyber-Abwehrzentrums.
Deutschlandfunk · Kommentar · 23.2.2011
Für Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift "c't" ist das geplante Cyber-Abwehrzentrum Teil einer "eher wolkigen Strategie" der Bundesregierung. Konkrete Maßnahmen seien darin nicht enthalten.
DRadio Wissen · Medien · 25.2.2011
Kritiker sehen in der Verbreitung von Cyberwar-Szenarien eine Kampagne für mehr Regierungskontrolle im Netz. Immer stärker mische sich die Politik in die Gestaltung des Internets ein.
Sicherheit im Internet - darum geht es am "Safer Internet Day", der in diesem Jahr zum achten Mal stattfindet. Zahlreiche Unternehmen, Medien und Institutionen nehmen den Tag zum Anlass, sich für mehr Sicherheit im Internet einzusetzen.
Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es um riesige Datenmengen: Mehr als 100 Millionen Handys sind deutschlandweit registriert, fast zwei Drittel der Haushalte besitzen Internetzugang. 2006 hat die EU die Speicherung der Verbindungsdaten vorgeschrieben. Datenschützer halten die Informationen jedoch für unzureichend geschützt.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 14.2.2011
Ethikrat-Mitglied Spiros Simitis spricht sich gegen die präventive Speicherung von Verbindungsdaten aus. Nie zuvor sei der Zustand des Datenschutzes so kritisch gewesen wie heute.
Fast sechs Millionen Schüler nutzen das Online-Netzwerk schülerVZ. Experten schätzen, dass mehr als die Hälfte von ihnen dabei schon negative Erfahrungen gemacht hat. An einem Gymnasium in Oberhausen sollen die Kinder nun lernen, wie sie sich auf der Plattform sicher bewegen.
Die sicherheitspolitische Diskussion um die jüngsten Computer-Attacken auf Server, Versorgungssysteme und zuletzt das iranische Atomprogramm reißt nicht ab. Manch ein Beobachter fabulierte bereits vom bevorstehenden globalen Computerkrieg. Zu weit hergeholt, meint EDV-Experte Jörg Kantel. Kein Cyber-Krieg, allenfalls Netzkriminalität sei hier am Werk.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 7.1.2011
"Bereits die sprachliche Militarisierung ist falsch", kritisiert Andreas Bogk vom Chaos Computer Club. In den wenigsten Fällen könnten Computer-Angriffe berechtigterweise als Krieg bezeichnet werden.
DRadio Wissen · Medien · 15.2.2011
Auch Völkerrechtsexperte Wolff Heintschel von Heinegg stuft den Begriff "Cyberwar" als problematisch ein: Ob ein digitaler Angriff im völkerrechtlichen Sinne als Krieg zu werten sei, hänge vom Ausmaß seiner Wirkung ab.
Von Internet-Guerilleros und Netz-Partisanen ist die Rede: Längst sind es nicht mehr nur staatliche Akteure, die sich mit Viren und Würmern digitale Gefechte liefern. Private Akteure verliehen der Auseinandersetzung eine neue Dimension, meint Politologe Herfried Münkler.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 20.12.2010
Musik- und Filmindustrie, Autoren und Verlage, sie alle sehen ihre Urheberrechte durchs Internet bedroht. EDV-Experte Jörg Kantel sieht in der Digitalisierung aber auch eine Chance: Das Wissen der Welt frei und für jedermann verfügbar im Netz, für ihn eine "erstrebenswerte Utopie".
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 23.11.2010
Eine Debatte zum Schutz geistigen Eigentums hat jüngst auch die Plagiatsaffäre um Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ausgelöst. Copy und paste habe sich zur gängigen Praxis entwickelt, meint Autorin Barbara Sichtermann. Bedenklich sei dies nicht nur aus urheberrechtlicher Sicht.
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) will dem Internet das Vergessen beibringen. Deshalb hat sie heute eine Art digitalen Radiergummi vorgestellt. Mit einem Schutzsystem sollen persönliche Daten nach Überschreiten eines Verfallsdatums nicht mehr zugänglich sein.
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Vor dem Koalitionstreffen
Sendezeit: 26.05.2012, 18:12
Deutschlandradio Kultur
Vatikan bestätigt Festnahme des päpstlichen Kammerdieners
Sendezeit: 26.05.2012, 17:19
DRadio Wissen
Online- Talk 26.5.2012
Sendezeit: 26.05.2012, 11:05
dradio-Recorder
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