In unserem Rückblick auf 2012 wollen wir für jeden Monat ein Ereignis in Erinnerung rufen, über das Deutschland oder die Welt damals sprach. Einen umfangreichen Eindruck der Geschehnisse bietet zudem unser Jahresrückblicksportal.
Die Welt ist nicht untergegangen, Griechenland ist weiter im Euro, es gab keinen Krieg mit dem Iran, die Inflationsrate blieb erträglich und Deutschland wurde nicht Europameister. Viele Ereignisse, die für 2012 fest eingeplant waren, fanden nicht statt.
Was macht eigentlich Norbert Röttgen? Wieso haben Amerikas Ureinwohner eine Milliarde Dollar bekommen? Macht die wechselnde EU-Ratspräsidentschaft noch Sinn? Im Laufe eines Jahres gibt es eine Menge Geschichten, die nie erzählt werden.
Er ist seit fast 18 Jahren Luxemburgs Premierminister, seit genau drei Jahrzehnten in der Politik aber bald nicht mehr der Wortführer der Euro-Länder. Der überzeugte Europäer Jean-Claude Juncker zieht eine Zwischenbilanz.
Der SPD-Politiker Peter Struck ist im Berliner Krankenhaus Charité gestorben. Der langjährige Fraktionsvorsitzende und Bundesverteidigungsminister war erst am Montag als Vorsitzender der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung wiedergewählt worden.
Auf dem Parteitag der südafrikanischen Regierungspartei ist der amtierende Präsident des Landes, Jacob Zuma, mit großer Mehrheit als Parteichef wiedergewählt worden. Die Stimmung unter den Delegierten ist gemischt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zuma.
Parteiübergreifend hagelt es Kritik an Jürgen Fitschen, Co-Vorstandschef der Deutschen Bank. Der Grund: Fitschen hatte sich bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier über die Großrazzia in seinem Konzern beschwert.
Die Schießerei an einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut mit 28 Toten hat weltweite Trauer und Entsetzen ausgelöst. US-Präsident Obama fordert Konsequenzen. Die Polizei hat den Täter inzwischen identifiziert – den 20-jährigen Sohn einer Lehrerin.
Der Bundestag hat den Einsatz deutscher Soldaten in der Türkei genehmigt. Sie sollen den NATO-Partner mit dem "Patriot"-System vor möglichen Raketenangriffen aus Syrien schützen. Eine große Mehrheit der Abgeordneten stimmte zu, nur die Linkspartei votierte dagegen.
Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Sprengstofffund am Bonner Hauptbahnhof übernommen. Es lägen nun genug Anhaltspunkte dafür vor, dass es sich um den versuchten Anschlag einer Terrorgruppe islamistischer Prägung handele, teilte die Behörde mit.
Der am Bonner Hauptbahnhof gefundene Sprengsatz hätte einem Bericht zufolge verheerende Schäden anrichten können - vergleichbar mit dem Anschlag in Madrid 2004. Zwei festgenommene Männer sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Ein Tatverdacht habe sich nicht erhärten lassen, hieß es.
Die Europäische Union erhält den Friedensnobelpreis. Damit werden die 500 Millionen EU-Bürger für ihre Leistung als Friedensstifter geehrt. Stellvertretend für die 27 Mitliedsstaaten nahmen Ratspräsident van Rompuy, Kommissionspräsident Barroso und Parlamentspräsident Schulz die Auszeichnung entgegen.
Mario Monti will nicht mehr: Noch vor Weihnachten will er sein Amt als italienischer Regierungschef aufgeben. Sein Vorgänger Silvio Berlusconi hingegen will es nochmal wissen. Er wird bei den nächsten Wahlen wieder antreten.
Eigentlich hätte der UNO-Klimagipfel in Katar am Freitag enden sollen, doch die Verhandlungen gingen bis in die Nacht. Am Samstag hat die katarische Präsidentschaft der UN-Klimakonferenz in Doha durchgesetzt, dass das Kyoto-Protokoll bis Ende 2020 verlängert wird.
Nach dem Willen der Bundesregierung kann sich die Bundeswehr mit deutlich mehr Soldaten an der Sicherung der türkisch-syrischen Grenze beteiligen als bisher gedacht. Nun muss der Bundestag zustimmen.
"Ich bin echt platt und bewegt" - so kommentierte die Kanzlerin ihren Erfolg auf dem heutigen Parteitag in Hannover. Mit knapp 98 Prozent der Stimmen wurde sie in ihrem Amt bestätigt. Merkel ergänzte: "Nun ran an den Speck, wir haben viel vor."
Zwei Massenkundgebungen in Ägypten zeigen, wie gespalten das Land ist. Vor der Universität von Kairo demonstrierten tausende Anhänger von Präsident Mohammed Mursi, auf dem Tahrir-Platz trafen sich seine Gegner.
Der Bundestag hat dem neuen Milliardenpaket für Griechenland mit breiter Mehrheit zugestimmt. Allerdings verpasste die Koalition die Kanzlermehrheit. Vor der Abstimmung bescheinigte Bundesfinanzminister Schäuble der griechischen Regierung eine Reihe von Fortschritten - eine schnelle Lösung sei trotzdem nicht in Sicht.
Im Machtkampf in Ägypten gehen Gegner und Anhänger von Präsident Mohammed Mursi weiter auf Konfrontation. Beide Seiten kündigten für die kommenden Tage Großkundgebungen an. Unterdessen plant Mursi offenbar einen Coup.
Die internationalen Geldgeber von EU, EZB und IWF haben sich nach wochenlangem Ringen darauf geeinigt, dem Land neue Milliardenkredite auszuzahlen. Fast 44 Milliarden Euro sollen fließen, um eine Staatspleite Griechenlands zu verhindern - der Großteil davon noch bis Silvester.
Seit heute verhandeln Vertreter aus 190 Staaten wieder über die Zukunft unseres Planeten. Sie sollen einen Arbeitsplan für das geplante Welt-Klimaabkommen auf den Weg bringen.
Vor ihm schafften das nur Juan Manuel Fangio und Michael Schumacher - die Dreierfolge von WM-Titeln in der Formel 1. Dafür reichte Sebastian Vettel in Sao Paulo ein sechster Platz.
Die ganze Nacht saßen Vertreter der Troika aus EU, IWF und EZB in Brüssel zusammen, um über die Hilfen für Athen zu beraten. Doch die Gespräche wurden auf Montag vertagt. Damit muss Griechenland weiter auf die Auszahlung der nächsten Hilfstranche warten - Ministerpräsident Samaras reagiert bestürzt.
Die wirtschaftlichen Aussichten sind kritisch, findet die US-amerikanische Ratingagentur Moody's und entzieht Frankreich die Topbonität. Auch Deutschland laufe Gefahr, seinen "Triple-A"-Status einzubüßen.
Während der Raketenbeschuss zwischen Gaza und Israel unvermindert andauert, gerät ein Akteur in den Mittelpunkt der Friedensvermittlung: Ägyptens Präsident Mursi soll die radikalislamische Terrorgruppe Hamas im Gazastreifen zur Waffenruhe bewegen. Mursis Muslimbruderschaft und die Hamas teilen eine gemeinsame Geschichte.
In der deutschen Presselandschaft droht einem Traditionshaus das Aus. Die Frankfurter Rundschau hat nach Angaben des zuständigen Amtsgerichts Insolvenz angemeldet.
Ein TV-Beitrag der BBC beschuldigte einen Politiker Anfang November des Kindesmissbrauchs. Allerdings stellten sich die Vorwürfe als falsch heraus. BBC-Generaldirektor George Entwistle zog daraus die Konsequenzen und ist zurückgetreten.
Sieger und Verlierer der Grünen-Urwahl stehen fest: Die Parteimitglieder wählten Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin zu ihren Spitzenkandidaten für den Bundestagwahlkampf 2013. Einen schweren Dämpfer erteilte die Basis zugleich Parteichefin Claudia Roth und Renate Künast.
Die Praxisgebühr wird zum 1. Januar 2013 abgeschafft. Das beschloss der Bundestag in Berlin. Für das Ende der Zehn-Euro-Gebühr stimmten alle 548 Abgeordneten, die an der Abstimmung teilnahmen.
Die Bundesanwaltschaft hat die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe wegen Mittäterschaft bei zehn Morden angeklagt. Ein MAD-Mitarbeiter bestätigte unterdessen den Anwerbungsversuch ihres Komplizen Uwe Mundlos.
Barack Obamas Wiederwahl stößt auf ein reges internationales Echo. Aus Peking, Kairo, Brüssel und Berlin flitzen Glückwunschbotschaften in die USA. Bundeskanzlerin Merkel lud den US-Präsidenten nach Deutschland ein.
Deutschlandradio · Aktuell · 7.11.2012
Hier finden Sie die Stimmenverteilung nach Bundesstaaten geordnet - zudem die Ergebnisse der Senats- und Gouverneurswahlen in den USA.
Deutschlandradio · Aktuell · 7.11.2012
Barack Obamas Wiederwahl stößt auf ein reges internationales Echo. Aus Peking, Kairo, Brüssel und Berlin flitzen Glückwunschbotschaften in die USA. Bundeskanzlerin Merkel lud den US-Präsidenten nach Deutschland ein.
Das Land ist bereits heute ein sogenanntes US-amerikanisches Außengebiet. Nun will die Mehrheit der Bürger Puerto Ricos mehr. In einer Volksbefragung stimmten sie erstmals für den Anschluss an die USA als 51. Bundesstaat.
Dutzende Tote, zerstörte Viertel, ein abgesagter Marathon: Nach Hurrikan "Sandy" sind die Folgen des Klimawandels Thema der US-Politik geworden. Vier Tage vor der Präsidentschaftswahl erhält Präsident Barack Obama Unterstützung - seine Klimapolitik wird sogar im konservativen Lager geschätzt.
Vor allem in New York und in New Jersey richtete der Sturm große Schäden an. Dort sind viele Häuser, Straßen sowie Stromleitungen zerstört. Experten schätzen den wirtschaftlichen Gesamtschaden auf bis zu 50 Milliarden Dollar.
In der Ukraine sind von der Parlamentswahl noch nicht alle Stimmen ausgezählt, aber der Sieg ist der Regierungspartei von Viktor Janukowitsch sicher. Zweitstärkste Kraft ist die Partei von Julia Timoschenko. Außerdem ziehen die Kommunisten, die Nationalisten und die Partei Udar ins Parlament ein. Der Wahlablauf steht weiterhin in der Kritik.
Nach Auszählung von rund 45 Prozent der Stimmen liegt die Partei der Regionen von Präsident Viktor Janukowitsch vorn. Stärkste Oppositionsgruppe wird demnach die Vereinigte Opposition um die inhaftierte Julia Timoschenko. Parallel zu den Auszählungen geben heute Wahlbeobachter ihre Bewertungen ab.
In der CSU-Medienaffäre droht die SPD in Bayern nun mit einem Untersuchungsausschuss. Die Grünen kritisieren nach Bekanntwerden eines weiteren Anrufs beim Bayerischen Rundfunk, derartige Einmischungsversuche seien bei den Christsozialen offenbar die Regel.
Hans Werner Henze starb heute im Alter von 86 Jahren in Dresden - 74 Jahre, nachdem er seine ersten Klavierstücke komponiert hatte und 48 Jahre nach seinem internationalen Durchbruch mit der Oper "Der junge Lord".
Der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi profitiert nach seiner Verurteilung von einer Amnestie-Regelung aus dem Jahr 2006 - der Großteil seiner vierjährigen Haftstrafe werde ihm erlassen, teilte das Gericht in Mailand mit. Die italienische Öffentlichkeit reagiert gespalten auf das Urteil.
Das Europäische Parlament hat zwei iranische Oppositionelle mit dem renommierten Sacharow-Menschenrechtspreis ausgezeichnet. Die Anwältin Nasrin Sotoudeh und der Filmregisseur Dschafar Panahi werden für ihren Kampf für Bürgerrechte gewürdigt. Panahi gehörte der Berlinale-Jury an, durfte aber nicht einreisen.
Lance Armstrong verliert wegen Dopings seine sieben Titel bei der Tour de France. Der Radsport-Weltverband erkannte dem Amerikaner sämtliche Ergebnisse ab und folgt damit der Entscheidung der amerikanischen Anti-Doping-Behörde.
Fritz Kuhn hat Geschichte geschrieben. Erstmals ist mit ihm ein Grüner als Oberbürgermeister einer Landeshauptstadt designiert. Als die ersten Ergebnisse aus den Wahlbezirken auf der Leinwand im Großen Ratssaal erschienen, fielen sich seine Parteifreunde in die Arme.
Ein ungewöhnlicher Prozess auf deutschem Boden: In Hamburg sind zehn somalische Piraten verurteilt worden. Weil sie ein deutsches Schiff gekapert hatten, verhängte das Landgericht mehrjährige Haftstrafen gegen die Angeklagten. Deren Anwälte kritisieren das Verfahren.
Die Veröffentlichung eines Universitäts-Gutachtens zu möglichen Plagiaten in der Doktorarbeit von Bildungsministerin Schavan beschäftigt nun die Justiz. Die Universität Düsseldorf hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet.
Deutschlandradio · Aktuell · 16.10.2012
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will die Plagiatsvorwürfe gegen ihre Doktorarbeit ausräumen. Ein Gutachten sieht mehrere Anzeichen für eine Täuschungsabsicht. Die Opposition spricht von einem Glaubwürdigkeitsverlust. In ihrer Partei ist es ausgesprochen ruhig.
Islamisten und Vertreter von Parteien aus dem linken und liberalen Spektrum haben sich auf dem Tahrir-Platz in Kairo eine Straßenschlacht geliefert. Mit Steinen, Flaschen und Brandsätzen gingen sie aufeinander los.
Es ist kein leichter Gang nach Athen: Am Tag vor Angela Merkels Besuch gingen in der griechischen Hauptstadt die Bürger wieder auf die Straße. Sie protestierten gegen die Sparmaßnahmen, deren strikte Einhaltung die Bundeskanzlerin heute anmahnen will.
Die nach dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel benannte Auszeichnung gilt als die höchste im Bereich der Wissenschaft. Die Programme des Deutschlandradios informieren über die Geehrten und ihre Forschungsfelder.
Deutschlandradio · Aktuell · 8.10.2012
Die beiden Forscher John B. Gurdon und Shinya Yamanaka erhalten in diesem Jahr den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Das gab das Komitee des Stockholmer Karolinska-Instituts bekannt.
Deutschlandradio · Aktuell · 8.10.2012
Serge Haroche und David J. Wineland bekommen den Physiknobelpreis 2012. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm heute mit. Mit ihren Arbeiten leisteten die Forscher einen großen Beitrag auf dem Weg zum Quantencomputer.
Deutschlandradio · Aktuell · 9.10.2012
Mo Yan gehört zu einer Generation, die überwiegend in ganz einfachen und bäuerlichen Verhältnissen in China aufwuchs. Als Mitglied der KP des Landes wird dem heute ausgerufenen aktuellen Literaturnobelpreisträger meist aus dem Westen der Vorwurf gemacht, er habe nicht genug Distanz zum System. Groß ist allerdings auch das Lob vieler Kritiker: Seine Bücher wirken wie eine farbenprächtige Pekingoper.
Deutschlandradio · Aktuell · 11.10.2012
Die Bundesregierung wertet den Friedensnobelpreis als "eine Ermutigung für Europa". Friedensorganisationen halten die Entscheidung der Jury jedoch für fragwürdig. Die Frage sei, ob die Union heute überhaupt noch Frieden schaffe.
Deutschlandradio · Aktuell · 12.10.2012
Der sogenannte Wirtschaftsnobelpreis geht in diesem Jahr an die Ökonomen Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley (beide USA). Damit sollen ihre Erkenntnisse im Bereich der Spieltheorie gewürdigt werden, gab das Karolinska-Institut in Stockholm bekannt.
Die Lage im türkisch-syrischen Grenzgebiet schien sich beruhigt zu haben - doch nun ist Medienberichten zufolge erneut eine syrische Granate in der türkischen Provinz Hatay eingeschlagen. Das türkische Militär erwiderte das Feuer.
Georgien bekommt eine neue Regierung. Präsident Michail Saakaschwili gestand in Tiflis seine Niederlage ein. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Oppositionsführer Bidsina Iwanischwili von der Partei Georgischer Traum neuer Ministerpräsident.
Deutschland Atomkraftwerke müssen nachgerüstet werden. Dies ist nach Agenturberichten das Ergebnis eines sogenannten "Stresstests" der EU-Kommission. Die Bundesregierung will sich vorerst nicht zu dem Thema äußern und verweist auf die offizielle Präsentation der Studie im Oktober.
Nach übereinstimmenden Medienberichten ist der Moderator und Schauspieler Dirk Bach tot. Der 51-Jährige soll in seiner Wohnung in Berlin-Lichterfelde am Montag verstorben sein. Die Todesursache ist bisher unklar.
Haft für den mutmaßlichen Macher des islamfeindlichen Schmähvideos: Wegen Verletzung seiner Bewährungsauflagen wurde Nakoula Basseley Nakoula nun in Los Angeles festgenommen. Der in den USA lebende koptische Christ aus Ägypten war 2009 wegen Bankbetrugs angeklagt.
Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wird aller Voraussicht nach der Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl im Herbst nächsten Jahres. Zugleich kursieren Berichte, wonach der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD), zurücktreten will.
Mit einem Festakt in Berlin hat die CDU-nahe Konrad- Adenauer-Stiftung die Verdienste von Altbundeskanzler Helmut Kohl um die deutsche und europäische Einigung gewürdigt. Stephan Detjen war bei dieser eigenwilligen Veranstaltung dabei.
Die jährliche Vollversammlung der Vereinten Nationen hat begonnen. Zu den ersten Rednern gehörten Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Präsident Obama. Bis Montag werden in New York vor allem die Lage in Syrien, das iranische Atomprogramm und die Palästinenserfrage diskutiert.
Der Iran koppelt sich vom weltweiten Internet ab. Der Zugang zum Google-Emaildienst Gmail wurde gesperrt, auch die Google-Suche funktioniert nur noch eingeschränkt. Dies seien erste Schritte auf dem Weg zu einem eigenen, nur noch Iran-weiten Internetsystem, hieß es aus Teheran.
Nach den Freitagsgebeten hat es in mehreren Ländern neue Ausschreitungen gegeben. Die Proteste richteten sich gegen den Film aus den USA, durch den Muslime den Propheten Mohammed beleidigt sehen. Auch in Deutschland sind heute Demonstrationen angekündigt.
Im Inselstreit zwischen Japan und China verschärft sich der Ton. Chinesische Nationalisten forderten bei einer Demonstration, Tokio den Krieg zu erklären. Zehntausende gingen am heutigen 81. Jahrestag der japanischen Invasion in China auf die Straße.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich heute in Berlin einer Vielzahl innen- und außenpolitischer Themen der Presse gestellt: Im Streit um das islamfeindliche Video mahnte sie alle Seiten zu Mäßigung. Im Kampf gegen die Schuldenkrise forderte sie eine engere politische Zusammenarbeit in Europa.
Der frühere Bundesminister des Innern und für Verkehr, Friedrich Zimmermann, ist tot. Der CSU-Politiker starb im Alter von 87 Jahren nach längerer Krankheit in Österreich. Das teilte seine Witwe mit. Zimmermann gehörte von 1982 bis 1991 der Bundesregierung an.
Die internationale Staatengemeinschaft hat die zornigen, gewaltsamen Proteste gegen US-amerikanische und europäische Botschaften in islamisch geprägten Ländern verurteit. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Gewalt dürfe nie Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.
Aufatmen in Europa: Das Bundesverfassungsgericht hat die Mitwirkung Deutschlands am Euro-Rettungsschirm ESM und am Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin gebilligt - allerdings unter Vorbehalt: Die Haftung muss begrenzt sein. In Berlin und auch international reagierte man überwiegend erleichtert.
Es war einer der schwärzesten Tage in der Geschichte der USA. Terroristen steuern vier Flugzeuge auf Wahrzeichen amerikanischer Weltmacht. Rund 3000 Menschen sterben. Heute wurde den Anschlägen mit einer Schweigeminute im Weißen Haus gedacht.
Am Dienstag wählen die Niederländer ein neues Parlament. Die Parteienlandschaft ist zersplittert, das Land steht vor einer schwierigen Regierungsbildung. Umfragen zufolge zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den regierenden Rechtsliberalen und den Sozialdemokraten ab.
Heute wird das Kosovo offiziell in die uneingeschränkte Selbständigkeit entlassen. Stabil ist die Lage in dem Balkanstaat auch 13 Jahre nach Ende des Krieges allerdings längst nicht.
Die Europäische Union will neue Strafmaßnahmen gegen die Regierung Assad vorbereiten und die Sanktionen gegen Syrien verschärfen. Das ist ein Beschluss der Tagung der EU-Außenminister auf Zypern. Außenminister Guido Westerwelle kündigte an, die Flüchtlingshilfe aufzustocken.
Deutschlandradio Kultur hat den Deutschen Radiopreis 2012 in der Kategorie "Beste Sendung" gewonnen. Die Auszeichnung ging an Monika Künzel und Tom Noga für "The Crazy Never Die". Eine dreistündige Sendung über Hunter S. Thompson, die amerikanische Legende des neuen Journalismus.
Barack Obama wird für die Demokraten erneut in den Wahlkampf ums Präsidentenamt ziehen. Beim Wahl-Parteitag in North Carolina entschieden sich die Delegierten klar für den amtierenden Präsidenten. Sein Vor-Vorgänger Bill Clinton zog eine positive Bilanz von Obamas bisheriger Politik und wurde dafür bejubelt.
Es geht um den Tag X, von dem niemand weiß, wann er kommt: Der Tag nach einem Sturz des Assad-Regimes in Syrien. In Berlin sprachen Delegierte aus aller Welt über den Wiederaufbau des Landes. Außenminister Guido Westerwelle rief die syrische Opposition zur Bildung einer Übergangsregierung auf.
Hinter Syrien liegt die blutigste Woche seit langer Zeit. Die Zeit drängt für den neuen UNO-Vermittler Lakhdar Brahimi, der eine der schwierigsten Aufgaben der Diplomatie lösen muss. In einem BBC-Interview stapelt der Annan-Nachfolger tief.
Millionen von Menschen fiebern mit und freuen sich über die Erfolge bei den Paralympics. Das Interesse an den sportlichen Wettkämpfen ist groß: Alle Wettkämpfe sind ausverkauft. Für Deutschland gab es auch heute wieder zweimal Gold, im Diskuswurf und beim Tischtennis.
50 Jahre nach dem Skandal um das Schlafmittel Contergan hat sich der Hersteller Grünenthal erstmals entschuldigt. Opfer im In- und Ausland sind dennoch empört. "Wir erwarten Taten", sagte Ilonka Stebritz vom Verband der Contergangeschädigten in Deutschland.
Den September über ist Peter Wittig Herr der Tagesordnung. Deutschlands UNO-Botschafter hat zwar kein Veto wie seine Kollegen aus den USA, China oder Russland. Akzente setzen will Deutschland trotzdem, vor allem im Syrienkonflikt.
Julia Timoschenkos Inhaftierung wegen angeblichen Amtsmissbrauchs als Ministerpräsidentin der Ukraine erregte international Unmut. Heute befasst sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte mit ihren Haftbedingungen.
Vor 20 Jahren kam es in Rostock-Lichtenhagen zu den schlimmsten ausländerfeindlichen Unruhen der Nachkriegsgeschichte. Auf der zentralen Gedenkkundgebung betonte Bundespräsident Joachim Gauck, wie wichtig mutige Bürger und ein starker Staat für die Demokratie seien.
Er ist schuldfähig und wird wohl nie wieder auf freien Fuß kommen: Das Urteil gegen den Massenmörder Anders Breivik sorgt in Norwegen für Erleichterung. Die Überlebenden und die Angehörigen der Opfer wollen nun nach vorne schauen.
Der Attentäter Anders Behring Breivik ist vor Gericht für zurechnungsfähig erklärt worden. Die Richter verhängten die Höchststrafe von 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Damit muss Breivik die Verantwortung für seine Morde übernehmen.
US-Radsportler Lance Armstrong hat den jahrelangen Kampf gegen die ihm gegenüber erhobenen Doping-Vorwürfe jetzt wohl verloren. Es ist damit zu rechnen, dass dem Amerikaner alle seine sieben Tour-de-France-Titel aberkannt werden.
Es war der bisher massivste Schlag gegen die rechte Szene in Nordrhein-Westfalen: Mehrere hundert Beamte haben Vereine und Wohnhäuser rechtsextremer Gruppen durchsucht. Drei Kameradschaften hat der Innenminister verboten.
Schweden widerspricht dem Argument des Wikileaks-Gründers gegen seine Auslieferung: Man werde nie jemanden in ein Land ausliefern, in dem ihm die Todesstrafe droht. Assange ist im Asyl in der ecuadorianischen Botschaft Londons und wird sowohl von Schweden als auch den USA steckbrieflich gesucht.
Euro-Krise und minimalem Wirtschaftswachstum zum Trotz nehmen die Finanzbehörden deutlich mehr Steuern ein. Das Geld sprudelt vor allem bei der Lohnsteuer. Die Bundesbank warnt jedoch davor, über das hohe Steueraufkommen die maroden Haushalte zu vergessen.
Der US-amerikanische Folksänger Scott McKenzie ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Er wurde 1967 durch den Song "San Francisco - Be Sure To Wear Flowers In Your Hair" weltbekannt. McKenzie schrieb auch Lieder für die Beach Boys und sang bei den Mamas & Papas.
Der deutsche Geheimdienst soll laut einem Zeitungsbericht Aufständische in Syrien mit Informationen über die Regierungstruppen versorgen. Offiziell heißt es, vor der Küste Syriens und des Libanons im östlichen Mittelmeer ist ein deutsches Aufklärungsschiff im Einsatz.
Sie hatten zwei Minuten in der zentralen Kathedrale von Moskau gegen die Verschmelzung von Kirche und Politik gesungen, mit einem sogenannten Punkgebet. Jetzt müssen die Aktivistinnen von Pussy Riot für zwei Jahre ins Gefängnis.
Ecuador will Wikileaks-Gründer Julian Assange Asyl gewähren. Das verkündete Ecuadors Außenminister Ricardo Patiño in Quito. Nun droht eine diplomatische Krise zwischen London und Quito, denn Großbritannien will Assange nicht ausreisen lassen.
Plant Israel tatsächlich einen Präventivschlag gegen den Iran? Neuen Informationen zufolge sind schon sehr konkrete Kalkulationen angestellt worden - 30 Tage Krieg, 500 Tote auf israelischer Seite. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, schätzt US-Verteidigungsminister Leon Panetta.
Tausende Menschen haben gestern Abend in Tunesiens Hauptstadt Tunis demonstriert: Sie befürchten, dass sich die regierende Ennahda-Partei dem Druck von Islamisten beugt und die Rechte der Frauen beschneiden könnte.
Nach Bayern und Mecklenburg-Vorpommern signalisieren auch Thüringen und Schleswig-Holstein, ein neues NPD-Verbotsverfahren notfalls im Alleingang der Länder einleiten zu wollen.
London hat seine Olympischen Sommerspiele mit einem Streifzug durch die britische Popmusik-Geschichte gekrönt. Punkt Mitternacht Londoner Zeit erlosch das olympische Feuer. Die deutsche Mannschaft holte mehr Medaillen als bei den Spielen vor vier Jahren in Peking.
Die Sommerspiele der XXX. Olympiade gehen heute Abend in London zuende. Trotz der Diskussion über die Medaillen-Zielvorgaben für die deutschen Olympioniken waren es erfolgreiche Spiele für die Bundesrepublik. Und auch diesmal haben sich einige Athleten einen Platz in den Geschichtsbüchern erkämpft.
Jubel bei den deutschen Hockey-Herren: Am Abend besiegte das Team im Finale die Niederlande und sicherte sich wie schon in Peking den Olympiasieg. Der jamaikanische Sprinter Usain Bolt gewann auch mit der 4x100 Meter-Staffel Gold - in Weltrekordzeit.
Die Staatsanwaltschaft Bochum hat den Erhalt einer weiterer CDs mit Steuerdaten aus der Schweiz bestätigt. Der Ton zwischen Gegnern und Befürwortern der umstrittenen Ankäufe von Bankdaten wird rauer.
Für ihre provokante Aktion in einer Kathedrale müssen die russischen Punkerinnen von Pussy Riot vermutlich ins Gefängnis. Doch vor Gericht hatten die drei Frauen am Mittwoch noch einen großen Auftritt. Zu erleben war eine Nachhilfestunde in Philosophie, Literatur und moderner Kunst.
Immer mehr Herzen, Bauspeicheldrüsen und Lebern werden an der offiziellen Warteliste vorbei vergeben. Das zeigen einem Medienbericht zufolge neue Zahlen aus dem Bundesgesundheitsministerium. Das System der "beschleunigten Vergabe" sei anfällig für Manipulationen.
Sechs Gläubige der Sikh-Religion tötete der Attentäter, bevor er selbst erschossen wurde. Bisher gibt es nur Spekulationen über seine Motive, vermutet wird ein rassistischer Hintergrund. Das FBI soll Klarheit schaffen.
Diesmal schien es, als wäre Usain Bolt zu schlagen: Verletzung, Fehlstarts, zweite Plätze waren London vorausgegangen. Doch mit seinem Lauf am Sonntag strafte er Zweifler Lügen und lief souverän zu Gold über 100 Meter. Inzwischen ist Bolt allerdings in Reichweite seiner Mitbewerber.
Die Luft um den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad wird dünner: Nach zahlreichen hohen Militärs und Diplomaten hat sich nun auch sein Ministerpräsident Riad Hidschab ins Ausland abgesetzt. In einer Erklärung hieß es, er habe sich von "dem mörderischen und terroristischen Regime" losgesagt.
Premier Hischam Kandil hat seine Minister gewählt – und mit großer Sorgfalt alle politischen Parteien und Minderheiten bedacht. Nur die islamistische Muslimbruderschaft kommt überraschend kurz. Das größte Bündnis im ägyptischen Parlament ist in der Regierung nur am Rande vertreten.
Über 75 Jahre war es her, dass ein deutscher Turner eine Medaille im Mehrkampf gewonnen hatte - die Silbermedaille für Marcel Nguyen gleicht daher einer kleinen Sensation. Außerdem gab es am fünften Wettkampftag Gold für den deutschen Ruder-Achter sowie fünf weitere Medaillen aus Silber und Bronze.
In Europa wird weiter über den richtigen Kurs in der Eurokrise diskutiert. Es gibt Überlegungen, dem Schutzschirm ESM eine Banklizenz und damit Zugang zu unbegrenzten Krediten der EZB zu verschaffen. In Deutschland lösen solche Ideen alles andere als Begeisterung aus.
James Bond, Joanne K. Rowling und die Queen - very british ging es bei der Eröffnung der 30. Olympischen Sommerspiele in London zu. Rund 62.000 Menschen vor Ort im Olympiastadion und geschätzte vier Milliarden an den Bildschirmen in aller Welt verfolgten die Feier.
In London beginnen heute die 30. Olympischen Sommerspiele. Sportler und Organisatoren stehen in den Startlöchern und warten gebannt auf die Eröffnungszeremonie. Deutschlands Asse wollen in den nächsten 17 Wettkampftagen ihre Peking-Bilanz möglichst toppen.
Wenn am nächsten Sonntag der Bundestag gewählt werden würde, gäbe es kein Wahlrecht, das regelt, wie viele Sitze die Parteien für ihre Stimmen bekommen. Das Verfassungsgericht hat nämlich die Reform des Bundeswahlgesetzes gekippt. Sie verstoße gegen das Grundgesetz.
Heute werden die Bayreuther Festspiele mit der Premiere "Der fliegende Holländer" eröffnet. Die "Parsifal"-Aufführung ist am 11. August in ausgewählten Kinos zu sehen. 2016 soll der bildende Künstler und Performer Jonathan Meese den "Parsifal" in Bayreuth neu inszenieren.
Auf der Welt-Aids-Konferenz in Washington haben Forscher vor Nachlässigkeit im Umgang mit HIV gewarnt. Die Eindämmung der Pandemie befinde sich an einem Wendepunkt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) würdigt die deutschen Erfolge bei Bekämpfung der Krankheit.
Bradley Wiggins hat als erster Brite in der 109-jährigen Geschichte die Tour de France gewonnen. Dem Radprofi vom "Sky"-Team reichte am Sonntag in Paris beim Etappensieg seines Landsmanns Mark Cavendish ein Platz im Hauptfeld.
Durch die Vorwürfe gegen Ärzte im Zusammenhang mit Transplantationen leidet das Vertrauen in die Organspende. Gefordert werden nun harte Strafen und strengere Kontrollen. Ärzte an der Göttinger Uniklinik sollen Akten gefälscht haben, damit Patienten schneller Spenderorgane bekamen.
Grünes Licht für das Rettungspaket: Die Finanzminister der Euroländer haben den Finanzhilfen für spanische Banken in einer Telefonkonferenz zugestimmt. Gestern protestierten Hunderttausende Spanier gegen die rigide Sparpolitik und die Bankenhilfe.
Seit Monaten sitzen drei Musikerinnen der russischen Frauen-Punk-Band Pussy Riot in Untersuchungshaft. Ihr Vergehen: Sie haben im Februar, kurz vor der Präsidentenwahl, in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau ein sogenanntes Punk-Gebet gegen Wladimir Putin aufgeführt.
Ein Bewaffneter hat während der Premiere des neuen "Batman"-Films in einem Vorort der US-Metropole Denver das Feuer eröffnet. Bei der Schießerei wurden 12 Menschen getötet und 38 verletzt. Die Polizei konnte den jungen Mann festnehmen.
China und Russland haben erneut eine Resolution im UNO-Sicherheitsrat verhindert, die Sanktionen gegen die Regierung von Syriens Präsident Baschar al-Assad ermöglicht hätte. Unterdessen liefern sich in der syrischen Hauptstadt Aufständische und Regierungstruppen offenbar schwere Kämpfe.
225 Euro für Asylbewerber pro Monat reichen nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht zum Leben. Diese Höhe verstoße gegen das Grundgesetz. Die staatliche Hilfe müsse "unverzüglich" dem Hartz-IV-Regelsatz von 374 Euro pro Monat angeglichen werden.
Die säkulare Allianz der Nationalen Kräfte ist stärkste Kraft bei der Parlamentswahl in Libyen. Die Machtverhältnisse sind jedoch weiter unklar, da die meisten Sitze in der Nationalversammlung für unabhängige Kandidaten bestimmt sind. Die Libyer hatten erstmals seit mehr als 40 Jahren demokratisch gewählt.
Die ungarische Polizei hat den mutmaßlichen NS-Kriegsverbrecher László Csatáry festgenommen. Nach dem Krieg tauchte er jahrzehntelang unter. Er soll für die Deportation von bis zu 16.000 Juden ins Konzentrationslager Auschwitz verantwortlich sein.
Bayern will nicht mehr für die Schulden der anderen Bundesländer zahlen. Im vergangenen Jahr waren es 3,6 Milliarden Euro. Das bayerische Kabinett will bis Herbst eine Verfassungsklage einreichen. Scharfe Kritik kommt vor allem aus den klammen norddeutschen Nehmerländern.
Nicht nur in der Schweiz wird der Kauf von Steuer-CDs durch das Land Nordrhein-Westfalen kritisiert - auch Bundesfinanzminister Schäuble sieht dies nicht als dauerhafte Lösung. Er bezeichnet den Vorgang als "Behelfskrücke". Ein Steuerabkommen ist bereits unterzeichnet, aber noch nicht ratifiziert.
Nach Angaben der Opposition haben regierungstreue Kämpfer das schlimmste Massaker an der Zivilbevölkerung seit Beginn der Proteste in Syrien verübt. Hunderte Menschen sollen im Dorf Tremseh getötet worden sein. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich erschüttert.
Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke ist von seiner Position als Vorstandsvorsitzender sowie als Präsident von General Motors Europa zurückgetreten. Dies teilte der Autokonzern ohne Angabe von Gründen mit. Stracke hattte Schließungen von Standorten in Deutschland bis 2016 ausgeschlossen.
17 Jahre nach dem Massaker im bosnisch-herzegowinischen Srebrenica haben Angehörige über 500 Opfer beigesetzt. Sie waren im vergangenen Jahr aus Massengräbern geborgen und identifiziert worden. Über 35.000 Menschen gedachten bei einer Feierstunde den Opfern.
Verurteilt war der frühere kongolesische Milizenführer bereits, jetzt steht auch das Strafmaß fest. 14 Jahre wird Thomas Lubanga Dyilo insgesamt in Haft verbringen, urteilte der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag. Lubanga zwang im kongolesischen Bürgerkrieg 2002 bis 2003 Hunderte Kindersoldaten zum Töten.
Einwohnermeldeämter sollen persönliche Daten von Bürgern an Firmen und Adresshändler verkaufen dürfen. So sieht es ein Gesetzentwurf vor, der im Bundestag vor knapp zwei Wochen verabschiedet wurde. Nun regt sich Widerstand - nicht nur bei der Opposition.
"Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!" Mit diesem Satz initiierte 1962 der damalige französische Präsident Charles de Gaulle die Aussöhnung der beiden einstigen Kriegsgegner. 50 Jahre später wiederholte Bundeskanzlerin Merkel nun dieses Bekenntnis auf Französisch.
Vor der Afghanistan-Konferenz setzen die USA ein Signal: Sie erklären Afghanistan zu einem Hauptverbündeten. Die Internationale Gemeinschaft kommt in Tokio zusammen, um Afghanistan Milliardenhilfen zu versprechen - die Unterstützung wird aber an Bedingungen geknüpft werden.
Entscheidung im wohl letzten großen RAF-Prozess: Das Oberlandesgericht Stuttgart hat die frühere Terroristin Verena Becker wegen Beihilfe zum Mordanschlag auf Generalbundesstaatsanwalt Siegfried Buback im Jahr 1977 schuldig gesprochen.
Der Kreml blockiert bislang alle Versuche, den syrischen Präsidenten Assad zum Rücktritt zu bewegen. Außenminister Westerwelle hat bei einem Besuch in Russland versucht zu vermitteln - ohne Erfolg.
Der Kampf gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen hat eine Schlappe erlitten. Das Europaparlament lehnte das umstrittene Handelsabkommen ACTA ab. "Die beabsichtigten Vorteile dieses internationalen Übereinkommens werden bei weitem durch die potenziellen Gefahren für die bürgerlichen Freiheiten aufgewogen", heißt es in der Begründung.
Forscher am europäischen Kernforschungszentrum CERN haben ein Teilchen entdeckt, das das sogenannte Higgs-Boson sein könnte. Mit ihm wird erklärt, wie Materie zu ihrer Masse kommt - warum also beispielsweise Atome, Planeten oder sogar unser eigener Körper, zusammengehalten werden.
In den 70er-Jahren gehörte sie zu den großen Stars im Showbusiness, ihr Markenzeichen waren die feuerroten Haare. Nun ist die in Österreich geborene Sängerin und Tänzerin Margot Werner in einer Münchner Klinik gestorben.
Von 1929 bis ins Jahr 2000 hatte die Partei der Institutionellen Revolution (PRI) in Mexiko die Alleinherrschaft. Es folgten zwei konservative Regierungen, in deren Zeit der innerstaatliche Drogenkrieg das Land beherrschte. Nun kehrt die PRI mit ihrem schillernden Kandidaten Peña Nieto wieder an die Macht zurück.
Die Pannen bei den Ermittlungen gegen die Zwickauer Neonazi-Zelle NSU haben erste personelle Konsequenzen: Der Präsident des Verfassungsschutzes, Heinz Fromm, bat um die Versetzung in den Ruhestand. Bundesinnenminister Friedrich nahm das Gesuch an.
Die Republik Zypern hat für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Die türkische Regierung hat angekündigt, dies nicht anzuerkennen. Das könnte auch einen EU-Beitritt der Türken gefährden.
Das Parlament und die Länderkammer in Berlin haben mit großer Mehrheit den Rettungsschirm ESM und den Fiskalpakt gebilligt. Zuvor hatte Kanzlerin Merkel in einer Regierungserklärung die Ergebnisse des EU-Gipfels in Brüssel erläutert.
Aus der Traum. Die deutsche Elf ist im EM-Halbfinale ausgerechnet gegen Italien ausgeschieden. Mann des Spiels war Mario Balotelli. Erst in der Schlussminute gelang der deutschen Mannschaft ein Treffer - zu spät.
Die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama ist verfassungskonform: Ab 2014 gilt also eine weitgehende Versicherungspflicht für die Bürger der USA. Das Urteil gilt als wichtiger Erfolg für Obama - die Reform war sein wichtigstes innenpolitisches Projekt.
Erst das Land, nun die Banken: Die US-Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit von 28 spanischen Banken herabgestuft. Dies sei eine Folge der schlechteren Bonität Spaniens insgesamt und der geplatzten Immobilienblase.
Die Ukraine wählt im Oktober ein neues Parlament, und es sieht danach aus, als sollte die ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko nicht an den Wahlen teilnehmen. Ihre Partei, Batkivschina (Vaterland), hat sich unterdessen mit anderen Oppositionsparteien zusammengeschlossen.
Und noch ein Land braucht Geld aus Brüssel: Zypern hat am Montag einen offiziellen Antrag auf europäische Rettungshilfen gestellt. Einer der Gründe für die Schieflage Zyperns ist die starke Verflechtung seiner Banken mit Griechenland.
In Ägypten ist Mohammed Mursi, der Kandidat der Muslimbrüder, zum neuen Staatschef gewählt worden. Wie die Wahlkommission in Kairo mitteilte, ging Mursi aus der Stichwahl vom vergangenen Wochenende gegen den Ex-Ministerpäsidenten Ahmed Schafik als Sieger hervor.
Die Türkei droht immer mehr in den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien hineingezogen zu werden. Nach der Aufnahme von zehntausenden syrischen Flüchtlingen ist nun ein türkisches Kampfflugzeug abgeschossen worden. Das syrische Militär bestätigte den Abschuss. Das Nato-Mitglied Türkei könnte nun den Bündnisfall ausrufen.
Eine durchwachsene Bilanz ziehen die Teilnehmer des Mammutumweltgipfels von Rio. Wo Vertreter von Regierungen und UNO von Erfolgen sprechen, klagen Umweltorganisationen über zu viel Unverbindlichkeiten. Beobachter sehen in einem Punkt sogar einen gravierenden Rückschritt. .
Nach zwölf Stunden haben Sicherheitskräfte und NATO-Soldaten die Geiselnahme in einem Hotel nahe Kabul beendet. Zahlreiche Zivilisten, Sicherheitskräfte und Taliban-Kämpfer sollen ums Leben gekommen sein.
Griechenlands neue Regierung wird von drei Parteien getragen. Angeführt wird sie von der konservativen Nea Dimokratia, dem Sieger der erneuten Parlamentswahl. Ihre Partner sind die sozialistische Pasok und die Demokratische Linke, die aber kein Parteimitglied ins Kabinett entsenden wird. Ministerpräsident wird Antonis Samaras.
Vor 21 Jahren wurde die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Da sie damals unter Hausarrest stand, nahm ihr Sohn Alexander die Ehrung entgegen. Heute nun will Suu Kyi ihre Dankesrede in Oslo nachholen.
Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Spaniens um drei Noten gesenkt. Nun steht das Land nur noch eine Stufe über "Ramschniveau" - trotz anstehender Hilfen aus dem EU-Rettungsschirm. Auch Zypern wird von Moody's abgewertet.
Zwei Tage vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in Ägypten hat das Verfassungsgericht die Parlamentswahl des Landes für ungültig erklärt. Die Islamisten, die vor sechs Monaten stärkste Fraktion wurden, sprechen von einem Putsch.
In Syrien herrscht Bürgerkrieg - jetzt spricht auch der UN-Untergeneralsekretär für Friedensmissionen davon. Die Gewalt gegen Zivilisten und insbesondere gegen Kinder eskaliert. Das Terrornetzwerk al-Kaida ruft zum bewaffneten Kampf gegen das Assad-Regime auf. Der Syrien-Konflikt wird immer mehr zum Streitpunkt zwischen den USA und Russland.
Der Koalitionsvertrag wurde mit großer Einigkeit verabredet und unterzeichnet - wenn es nach SPD, Grünen und SSW geht, soll es heute bei der Abstimmung zum Ministerpräsidenten genauso laufen. Das muss es auch, denn die Koalition hat im Landtag nur eine Mehrheit von einer Stimme.
In Teilen Birmas toben religiös motivierte Unruhen. Nach Morden an Muslimen sind nun Buddhisten getötet worden. Präsident Thein Sein verhängte daraufhin das Kriegsrecht über die betroffenen Gebiete und ein nächtliches Ausgangsverbot.
Entscheidung nach monatelangen Verhandlungen: Die Schengen-Staaten sollen auch künftig eigenständig festlegen können, ob sie ihre Landesgrenzen schließen, wenn sie die innere Sicherheit "massiv bedroht" sehen. Das haben die EU-Innenminister auf ihrem Treffen in Luxemburg entschieden.
Keine militärische Einmischung, kein gewaltsamer Regierungswechsel: Russlands und Chinas Präsidenten Putin und Hu stellen sich weiter schützend vor Baschar al-Assad. Der isoliert sich weiter, indem er westliche Diplomaten als unerwünscht erklärt. Wie lange hat Syrien noch Freunde?
Nach den Rückschlägen bei verschiedenen Landtagswahlen demonstrieren die Parteichefs von CDU, CSU und FDP Einigkeit. Beim Koalitionsgipfel vereinbarten die Spitzenpolitiker, das Betreuungsgeld und die Pflegevorsorge noch diese Woche im Kabinett zu verabschieden. Mindestlohn und Frauen-Quote lehnten die Liberalen jedoch ab.
In einer Rede vor dem Parlament hat Syriens Präsident Assad Oppositionelle als vom Ausland gesteuerte "Terroristen" bezeichnet. Ein Ende des Kampfs gegen sie schließt er aus. Die EU drängt Russland unterdessen weiter zu einer härteren Haltung gegenüber dem syrischen Regime.
Das Urteil ist gefallen: Ein ägyptisches Gericht hat den früheren Präsidenten Husni Mubarak wegen der Beihilfe zur Tötung von mehr als 800 Demonstranten während des Arabischen Frühlings zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe beantragt.
Schlecker wird abgewickelt. Darauf hat sich der Gläubigerausschuss in Berlin geeinigt. Rund 13.000 Mitarbeiter stehen vor der Kündigung. Die Reaktionen auf das Aus reichen von Zustimmung bis hin zu blankem Entsetzen. Auch eine Transfergesellschaft wurde wieder angeregt.
Schuldig gesprochen war er bereits - heute wurde das Strafmaß verkündet: Liberias früherer Diktator Charles Taylor wird die letzten Jahre seines Lebens im Gefängnis verbringen. Das Sondertribunal der Vereinten Nationen in Den Haag legte eine Gefängnisstrafe von 50 Jahren fest.
Beim Erdbeben in Norditalien sind mindestens 15 Menschen getötet und 200 verletzt worden. Die Regierung spricht von 8000 weiteren Obdachlosen - es war das zweite Erdbeben innerhalb von zehn Tagen.
Pfingsten wird im Vatikan vom Enthüllungsskandal "Vatileaks“ überschattet . Am Mittwoch war der Päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele verhaftet worden. Doch der Vatikan hüllt sich in Schweigen.
Das Eurovision Song Contest-Fieber steigt. Zugleich wird aber auch die Kritik an der Menschenrechtslage im Gastgeberland Aserbaidschan lauter. In der Hauptstadt Baku kam es in den vergangenen Tagen zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei.
Jeder Bürger ab 16 Jahre soll künftig von seiner Krankenkasse regelmäßig befragt werden, ob er nach seinem Tod Organe spenden will oder nicht. In Deutschland gibt es zu wenige Organspenden. Deshalb sterben pro Tag drei Menschen.
Peter Altmaier steigt um aufs Rad. Er ist neuer Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und löst damit Norbert Röttgen ab. Ihn hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel entlassen. Merkels Vertraute warnen Röttgen nun vor einer "Abrechnung" deswegen.
Die Serben haben einen neuen Staatschef gewählt. Amtsinhaber Boris Tadic unterlag völlig unerwartet dem rechtskonservativen Oppositionsführer Tomislav Nikolic. Der 60-Jährige konnte sich bei der Stichwahl ums Präsidentenamt durchsetzen.
Mit seinen Brüdern Barry und Maurice gründete Robin Gibb in den 1960er Jahren die Formation The Bee Gees, die erfolgreichste "Familienband" der Popgeschichte. Gibb ist am Sonntag nach einer langen Krebserkrankung im Alter von 62 Jahren gestorben.
Die 3300 Opel-Beschäftigen in Bochum werden weiter vertröstet: Ende Juni soll die Zukunft der europäischen Standorte des Autobauers besiegelt werden, sagte Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke. Eine Schließung des Bochumer Werks wird seit Monaten diskutiert. NRW-Landeschefin Hannelore Kraft will ein Ende dieser Spekulationen.
63 Jahre nach Gründung der NATO baut das weltgrößte Militärbündnis jetzt eine eigene Raketenabwehr in Europa auf, die bis 2020 einsatzbereit sein soll. Weitere solcher Rüstungsprojekte kündigten die 28 Mitgliedsstaaten auf ihrem Gipfeltreffen in Chicago an.
Frust statt Jubel in München: Die Niederlage gegen den FC Chelsea hat die Titelträume von Millionen Bayern-Fans zerplatzen lassen. Im Elfmeterschießen unterlag die Mannschaft mit 3:4. Bundestrainer Löw tröstet: "Fußball ist manchmal brutal."
Ab heute treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus vier EU-Ländern, Japan, Kanada, den USA und Russland zum G-8-Gipfel in Camp David. Besonders Diskussionen über die Wirtschafts- und Finanzsituation der Europäischen Union stehen auf der Agenda.
Nach der Entlassung von Bundesumweltminister Norbert Röttgen mehrt sich die Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel. In der CDU sind nicht alle mit ihrer Entscheidung einverstanden. Aus der SPD werden Forderungen nach Neuwahlen laut. Die CSU will zudem ein eigenständiges Energieministerium.
Erst reichte er muslimischen Kindern Bonbons, dann ließ er ihnen die Kehlen durchschneiden. So brannte sich Ratko Mladic bei Augenzeugen des Massakers von Srebrenica ins Gedächtnis. Knapp 20 Jahre danach hat nun der Prozess gegen den ehemaligen Kommandeur der bosnischen Serben begonnen.
Die Internationalen Filmfestspiele in Cannes gelten als das bedeutendste Filmfest der Welt. 22 Werke renommierter Regisseure treten im Wettbewerb um die "Goldene Palme" für den besten Film an. Deutsche Filme sind nicht darunter.
Erst Bengalos, dann Fans auf dem Spielfeld: Nach dem Chaos beim Relegationsspiel in Düsseldorf will der Fußball-Bundesligist Hertha BSC Einspruch gegen die Wertung einlegen. Damit muss das DFB-Sportgericht entscheiden, ob Fortuna Düsseldorf nach dem 2:2 in die Bundesliga aufgestiegen ist.
Die von der Landesregierung eingesetzte Untersuchungskommission ist in ihrem Abschlussbericht zu einem klaren Schluss gekommen: Den Thüringer Behörden sind bei der Suche nach dem Neonazi-Trio aus Jena schwere Fehler unterlaufen.
Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es die drittgrößte Nation der Erde. Über 900 Millionen Menschen haben sich registriert. Was einst in einem Studentenwohnheim in den USA entstanden ist, soll nun zu einem der größten Börsengänge aller Zeiten verhelfen.
Im Prozess um den Mordanschlag auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 hat die frühere RAF-Terroristin Verena Becker vor Gericht eine Mitwirkung an dem Attentat verneint. Sie sei an einer konkreten Anschlagvorbereitung "nie beteiligt" gewesen. Auch die Frage, wer Buback ermordet habe, könne sie nicht beantworten.
Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen steuert die CDU auf das schlechteste Ergebnis seit 1950 hin. Ihr Spitzenkandidat Norbert Röttgen will nun zurücktreten. Stärkste Kraft wird deutlich die SPD. Sie kann mit den Grünen eine stabile Mehrheit bilden und will nun rasch Koalitionsgespräche führen.
Er spielte oft für Fassbinder, saß drei Jahre zu Unrecht wegen Mordes im Gefängnis - der Schauspieler Günther Kaufmann ist überraschend gestorben. Er brach am Donnerstag in Berlin auf offener Straße zusammen: Der gebürtige Münchner wurde 64 Jahre alt.
Rechtsextreme stellen sich vor Moscheen und halten Mohammed-Karikaturen hoch. Salafisten fühlen sich davon wie heute in Köln provoziert. Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard protestiert gegen den Missbrauch seiner Zeichnungen durch die rechtsextreme Partei Pro NRW - gerade im Landtagswahlkampf.
Äußerst knapp ist die CDU bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein stärkste Kraft geworden. Doch zu einer Regierung unter Jost de Jager wird es wohl nicht reichen. SPD, Grüne und SSW bereiten eine "Dänen-Ampel" vor.
Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat, wie schon einmal 2005, weder Rot-Grün noch Schwarz-Gelb eine Mehrheit. SPD, Grüne und die Dänen-Minderheit SSW wollen mit einer Stimme Mehrheit koalieren. Das misslang Ex-Ministerpräsidentin Heide Simonis vor sieben Jahren. Eindeutige Machtverhältnisse gibt es auch diesmal nicht.
In Moskau wurde heute der alte – neue Präsident Wladimir Putin vereidigt. Er war im März mit mehr als 63 Prozent der Stimmen gewählt worden. Putin-Gegner hatten angekündigt, friedlich gegen den Präsidenten zu demonstrieren. Dazu kam es nicht. Das gesamte Stadtzentrum war abgesperrt.
In Athen beginnen die Gespräche zur Bildung einer Regierung. Begleitet werden sie von Mahnungen aus Deutschland, eine Fortsetzung des Sparkurses zu gewährleisten. Auch den Kurs von Frankreichs neuem Präsidenten François Hollande betrachtet die Bundesregierung mit Sorge.
Frankreichs künftiger Präsident heißt François Hollande. In der Stichwahl siegte der Sozialist mit geringem Vorsprung vor Amtsinhaber Nicolas Sarkozy, der sich nun aus der Politik zurückziehen will. Die deutsche Bundesregierung stellt Hollande eine enge Zusammenarbeit in Aussicht.
So schnell kann eine Energiewende gehen: Knapp 14 Monate nach dem GAU von Fukushima nimmt Japan seinen letzten Atomreaktor für Wartungsarbeiten vom Netz. In Tokio feierten Menschen die zeitweilige Abschaltung.
Die Lufthansa fliegt weiter auf Sparkurs. In den kommenden Jahren sollen weltweit 3500 Stellen abgebaut werden - betroffen ist vor allem die Verwaltung. Vorstandsvorsitzender Christoph Franz will so "langfristig Arbeitsplätze erhalten".
Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist gemeinsam mit Abgeordneten ihrer Partei "Nationale Liga für Demokratie" im Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw vereidigt worden. Aung San Suu Kyi hatte sich zunächst geweigert, den Eid abzulegen, weil darin die Vormachtstellung der Armee festgeschrieben ist.
Sollte die inhaftierte Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko nicht freigelassen werden, will Angela Merkel ihren Ministern empfehlen, der Fußball-EM in der Ukraine fernzubleiben. Nur für Innenminister Hans-Peter Friedrich könnte eine Ausnahme gelten.
Sechs Wochen vor Beginn der Fußball-Europameisterschaft hat eine Anschlagsserie mit vielen Verletzten die Ukraine erschüttert. Die UEFA sieht die Sicherheit für die EM aber weiter gewährleistet.
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat Königin Beatrix seinen Rücktritt angeboten. Damit ist der Weg für Neuwahlen frei. Ruttes christlich-liberale Minderheitsregierung war am Wochenende mit dem Vorhaben gescheitert, bis zu 16 Milliarden Euro einzusparen.
Die Fans von Borussia Dortmund haben nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft die Nacht zum Tag gemacht. Nach dem 2:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach sicherte sich das Team von Trainer Jürgen Klopp zum zweiten Mal hintereinander die Meisterschale.
Schärfere Sanktionen gegenüber Syrien - das fordert US-Außenministerin Hillary Clinton angesichts der anhaltenden Gewalt in dem Land. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon übt deutliche Kritik an der Regierung in Damaskus.
Wieder ist ein Amerikaner zum Präsidenten der Weltbank gewählt worden. Trotzdem ist Jim Yong Kim eine ungewöhnliche Besetzung: Er ist weder Banker noch Politiker.
Markige Sprüche und von Reue keine Spur: "Ich gebe die Taten zu, bekenne mich aber nicht strafschuldig", sagte der norwegische Massenmörder Anders Behring Breivik zum Auftakt des Prozesses. Ihm wird die Ermordung von 77 Menschen vorgeworfen, darunter viele Jugendliche.
Sie galt als unsinkbar - und ging noch auf ihrer Jungfernfahrt unter: Vor genau 100 Jahren kollidierte die Titanic mit einem Eisberg. Sie fasziniert bis heute Kinobesucher, Schatzsammler und Verschwörungstheoretiker.
Im Winter gingen in russischen Städten Hunderttausend gegen Putin und für Reformen auf die Straße. Putin wurde trotzdem gewählt. Doch die Opposition lässt sich nicht entmutigen. Fast täglich gibt es in Moskau kleine Proteste. Allerdings schaut die Polizei jetzt nicht mehr zu, wie noch vor der Wahl.
Für den Versuch, eine Trägerrakete abzuschießen, ist die nordkoreanische Regierung international scharf kritisiert worden. Der UN-Sicherheitsrat berät über eine Verurteilung des gescheiterten Starts, viele Länder sprachen von einer schweren Provokation.
Die Straßburger Richter wiesen heute die Klage eines 35-Jährigen ab, der wegen der Inzestbeziehung zu seiner Schwester in Deutschland mehrfach verurteilt worden war. Das deutsche Inzestverbot sei legitim, weil es auf den Schutz der Moral und der Rechte anderer abziele, so das Gericht.
Heute um 5.00 Uhr (MESZ) ist die Frist zur Einhaltung der Waffenruhe in Syrien abgelaufen. Die Einstellung der Kampfhandlungen wäre Teil des Friedensplans von Kofi Annan - doch an der Glaubwürdigkeit des syrischen Präsidenten Assad bestehen international starke Zweifel.
Linkspartei-Chef Klaus Ernst will nach dem überraschenden Rücktritt seiner Amtskollegin Gesine Lötzsch keinerlei Personalentscheidungen vor den anstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein treffen. Andere in der Partei dagegen schon.
Vor dem Gipfel zur iranischen Atomfrage übt sich Irans Präsident Ahmadineschad in Drohgebärden. Die USA fordern von Teheran klare Belege dafür, dass sie nicht nach Atomwaffen strebt. .
Wie kann der deutsche Staat Steuerschlupflöcher für Vermögende stopfen? Das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz hatte eine Antwort auf diese Frage gefunden. Auch ohne die jüngsten Schweizer Haftbefehle wäre seine Verabschiedung allerdings fraglich.
Volle Fahrt voraus: Meinungsforscher sehen die Piratenpartei auf einem Höhenflug. In der aktuellen Sonntagsfrage von Forsa segeln die Politneulinge auf ihrer Erfolgswelle an der Linkspartei vorbei - und kommen den Grünen bereits gefährlich nahe.
Während im Norden die Tuaregs die Sezession vorantreiben, gerät in der Hauptstadt die Militärjunta in Bedrängnis: Rund eineinhalb Wochen nach dem Staatsstreich in Mali wird die Lage in dem westafrikanischen Land immer brisanter.
Bei der Nachwahl in Birma hat die Partei der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi nach eigenen Angaben einen haushohen Sieg errungen. Das offizielle Ergebnis soll erst in einigen Tagen vorliegen. Die Burmesen hoffen auf einen Ruck hin zu mehr Demokratie.
In Syrien sollen ab nächster Woche die Waffen schweigen. Das Regime in Damaskus hat sich zu einem Friedensplan ab 10. April bereiterklärt. Das gab der Vermittler Kofi Annan bei einer Tagung des UNO-Sicherheitsrates bekannt.
Der Plan einer Auffanglösung für 11.000 Schlecker-Beschäftigte ist gescheitert. Bayern, Sachsen und Niedersachsen verweigern die Beteiligung an einer Kreditbürgschaft für die insolvente Drogeriemarktkette - alle drei Länder haben ein FDP-Wirtschaftsministerium.
Das Gasleck an der Elgin-Bohrinsel mitten in der Nordsee ist weiterhin außer Kontrolle: Es hat sich eine riesige Gaswolke gebildet, auf dem Wasser treibt ein Ölfilm. Betreiber Total evakuierte die Anlage, das giftige hochexplosive Gas strömt aber weiter in die Umwelt.
Eine verbindliche Kontrolle von Nuklearanlagen wird es erneut nicht geben: Zum Abschluss des Gipfeltreffens zur atomaren Sicherheit in Seoul haben die 50 Teilnehmerländer eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Fachleute warnen unterdessen weiter vor dem Missbrauch friedlich genutzter Kernenergie.
Die CDU hat die Landtagswahl im Saarland mit 35,2 Prozent gewonnen. Nach dem vorläufigen Endergebnis wird die SPD mit 30,6 Prozent zweitstärkste Partei. Die Linke verliert deutlich, die Piraten kommen auf Anhieb auf 7,4 Prozent. Während die Grünen den Wiedereinzug in den Landtag schaffen, scheitert die FDP an der Fünf-Prozent-Hürde.
Mit seinem Roman "Erklärte Pereira" wurde er weltberühmt. Mehrfach galt er als Kandidat für den Literaturnobelpreis. Heute starb der italienische Schriftsteller Antonio Tabucchi nach langer Krankheit in seiner Wahlheimat Portugal.
Einen Blick hinter die Kulissen des Hörfunkbetriebs bietet der Deutschlandfunk am Samstag, 24. März, zwischen 11.00 und 18.00 Uhr. Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens öffnet er die Türen seines Funkhauses in Köln für alle Interessierten.
Bundespräsident Gauck hat in einer gemeinsamen Sitzung von Bundestag und Bundesrat seinen Amtseid abgelegt. In seiner Antrittsrede skizzierte er die Schwerpunkte seiner Amtszeit. Er wolle für ein Deutschland werben, in dem Freiheit und Gerechtigkeit verbunden seien, sagte Gauck.
Nach den Todesschüssen vor einer jüdischen Schule in Toulouse wird mit Hochdruck nach dem Attentäter gesucht. An allen Schulen Frankreichs gedachten die Menschen mit einer Schweigeminute der vier Opfer.
Joachim Gauck ist der neue und elfte Bundespräsident. Eine überwältigende Mehrheit in der Bundesversammlung wählte den ostdeutschen Bürgerrechtler und Theologen im ersten Wahlgang. Politik und Bürger äußerten vor der Wahl große Erwartungen an den 72-Jährigen.
Nach der Auflösung des Düsseldorfer Landtages hat der Wahlkampf in NRW bereits begonnen. Als Spitzenkandidaten treten die SPD-Politikerin Hannelore Kraft und Bundesumweltminister Norbert Röttgen gegeneinander an. FDP und Linke müssen um den Wiedereinzug ins Parlament bangen.
In einem Schweizer Autobahntunnel ist ein Reisebus mit Kindern verunglückt. 28 Menschen sind tot, darunter 22 Schüler. Sie waren nach den Skiferien im Kanton Wallis auf der Heimreise nach Belgien.
Nach dem Amoklauf eines US-Soldaten hat es in Afghanistan erste Proteste gegeben. Eine Regierungsdelegation wurde nahe des Tatorts angegriffen. Ein Soldat wurde getötet. Die USA betonten, sie wollten an ihrer bisherigen Strategie festhalten.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen 33 Rechtsradikale ein Ermittlungsverfahren wegen schwerer Körperverletzung und Bildung einer kriminellen Vereinigung eingeleitet. 24 Personen wurden festgenommen. Verbindungen zum "Nationalsozialistischen Untergrund" konnten bislang nicht nachgewiesen werden.
Obwohl bei den Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition in Syrien jeden Tag Menschen sterben, hat Präsident Assad für den 7. Mai Parlamentswahlen angekündigt. Gleichzeitig wird berichtet, dass Syrien Fluchtwege entlang der Grenzen verminen lässt.
Bundeskanzlerin Merkel hat sich skeptisch zum geplanten Termin des Abzugs der NATO-Truppen aus Afghanistan geäußert. Im Bundeswehr-Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Sharif sagte sie, es gebe zwar Fortschritte, aber man könne nicht sagen, "wir können heute hier abziehen".
Die bisherige konservative Regierungspartei Demokratische Union kommt auf gerade einmal elf Mandate. Klare Gewinnerin ist die linksgerichtete, pro-europäische Oppositionspartei Smer. Nach dem vorläufigem Endergebnis erreichte sie die absolute Mehrheit der Sitze im künftigen Parlament.
Mit zahlreichen Zeremonien und Demonstrationen haben heute viele Japaner der über 15.000 Opfer der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe vor einem Jahr gedacht. In Deutschland haben Verbände zu Demonstrationen gegen Atomkraft aufgerufen.
Die EU-Außenminister wollen die Sanktionen gegen Syrien erneut verschärfen. Kofi Annan ist vor Ort unterwegs, um Regierung und Oppositionelle zu einem Waffenstillstand zu bewegen. Und Russland und die Arabische Liga verkündigen gemeinsame Positionen.
Von 10.000 Teilnehmern sprach die Polizei, 25.000 sollen es nach Angaben der Organisatoren gewesen sein: In Moskau gingen am Mittag erneut die Menschen auf die Straße, um gegen das Ergebnis vom vergangenen Sonntag und für ehrliche Wahlen zu demonstrieren.
Im öffentlichen Dienst soll es morgen Streiks in Baden-Württemberg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern geben. Heute kam es besonders in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zu Behinderungen.
Die Wahl in Russland ist nach Ansicht der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa nicht fair verlaufen. Mängel gab es demnach bereits im Vorfeld der Abstimmung. Auch bei der Auszählung sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen.
Egal, wie das Ergebnis der Präsidentenwahl ausfallen wird: Mehr als je zuvor muss sich Wladimir Putin auf Kritik aus dem In- und Ausland einstellen. Der CDU-Politiker Andreas Schockenhoff beobachtet eine zunehmende Entfremdung zwischen Staat und Gesellschaft in Russland. Laut der Grünen-Politikerin Marieluise Beck habe es keine Alternative zu Putin gegeben.
Nach Auszählung fast aller Stimmen hat Wladimir Putin laut Wahlleitung fast 64 Prozent erhalten. Vor dem Kreml bedankte er sich bei seinen Anhängern. Beobachter berichten von Wahlfälschungen.
Als Folge der Schuldenkrise hat sich der Großteil der EU-Länder mit einem Fiskalpakt zu strengerer Haushaltsdisziplin verpflichtet. Die Mehrheit der 27 europäischen Staats- und Regierungschefs unterschrieben am Freitag das Sparpaket.
Die Staats- und Regierungschefs der 27 Euroländer treffen sich heute in Brüssel. Das Sorgenkind Griechenland, Wirtschaftswachstum und Wettbewerb, der Rettungsmechanismus ESM und der Schengen-Beitritt Rumäniens und Bulgariens stehen zur Debatte - und die Wahl des Präsidenten des Europäischen Rates.
Joachim Gauck wird bei der Wahl des Bundespräsidenten am 18. März offenbar eine Gegenkandidatin haben. Die Linkspartei stellt nach Informationen aus Parteikreisen Beate Klarsfeld auf. Die Publizistin wurde durch die Aufarbeitung von Nazi-Verbrechen bekannt.
Jubel für die Macher des französischen Stummfilms "The Artist": Die vorher schon hochgehandelte Produktion erhielt in der Nacht zum Sonntag nahezu alle wichtigen Auszeichnungen. Die deutschen Hoffnungen auf einen der Academy Awards erfüllten sich nicht.
In Moskau fand die seit Langem größte Protestaktion der russischen Opposition statt. Die Teilnehmer bildeten eine kilometerlange Menschenkette um die Innenstadt. Da keine offizielle Kundgebung genehmigt worden war, kamen sie ohne Plakate oder Fahnen.
Bei dem Versuch von afghanischen Demonstranten, das Hauptquartier der UN im Kundus zu erstürmen, sind mindestens drei Menschen getötet worden, in Kabul wurden zwei US-Amerikaner in einer Behörde getötet. Seit der Verbrennung von Koranexemplaren durch US-Soldaten kommt es seit fünf Tagen zu gewalttätigen Übergriffen auf Ausländer.
Es war ein Verhandlungsmarathon, den die Finanzminister der Euro-Länder in der Nacht absolvierten. Nach mehr als zwölfstündigen Beratungen war das neue Rettungspaket für Griechenland geschnürt: Doch es bleiben viele Unsicherheiten.
Unterdrückung, Fehler, Versöhnung, Wahrheit, Freiheit – das sind Begriffe, mit denen sich Joachim Gauck sein ganzes Leben auseinandersetzt. 1940 in Rostock geboren, arbeitet er in der DDR als Pfarrer und wird nach der Wende der erste Bundesbeauftragte für die Unterlagen der Staatssicherheit.
Der Theologe und Ex-Chef der Stasi-Unterlagenbehörde Joachim Gauck soll neuer Bundespräsident werden. Dies kündigte CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel am Sonntagabend in einer Pressekonferenz mit den Parteichefs von CSU, FDP, SPD und Grünen im Beisein Gaucks an.
Deutschlandradio · Aktuell · 20.2.2012
Die Rede ist von "Kraftmeierei" und "Vertrauensbruch": Die Kür Joachim Gaucks zum Kandidaten für Schloss Bellevue hat das schwarz-gelbe Regierungsbündnis vor eine schwere Belastungsprobe gestellt. Hat sich die CDU von den Liberalen erpressen lassen?
Deutschlandradio · Aktuell · 20.2.2012
Konsenskandidat? Von wegen! Nicht nur die Linkspartei pflegt ihre Abneigung gegen Joachim Gauck, Vorbehalte gibt es auch unter Grünen-Politikern und Netzaktivisten. Vor allem im Internet formieren sich nun die Kritiker des designierten Bundespräsidenten.
Der Bundespräsident ist zurückgetreten, doch wer soll die Nachfolge von Christian Wulff antreten? Im Internet wird bereits eine Vielzahl von Namen gehandelt, doch der Kreis der tatsächlich in Frage kommenden Kandidaten ist nicht ganz so groß.
Jetzt ist Horst Seehofer der erste Mann im Staat: Als Bundesratspräsident übernimmt er nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff die Amtsgeschäfte. Als CSU-Chef ist er zugleich an der Nachfolgersuche beteiligt.
Mit 51 Jahren zog Christian Wulff im Juni 2010 als jüngster und zehnter Bundespräsident ins Berliner Schloss Bellevue. "Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland" - diese Passage aus seiner Rede zur Deutschen Einheit bleibt im Gedächtnis.
Deutschlandradio · Aktuell · 17.2.2012
Jetzt ist Horst Seehofer der erste Mann im Staat: Als Bundesratspräsident übernimmt er nach dem Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff die Amtsgeschäfte. Als CSU-Chef ist er zugleich an der Nachfolgersuche beteiligt.
Die britische Soulsängerin Adele ist die Hauptgewinnerin der Grammy-Verleihung in Los Angeles in der letzten Nacht. Die ganze Veranstaltung stand allerdings im Schatten des Todes von Whitney Houston.
Rund eineinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten muss der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland sein Amt abgeben. Der CDU-Politiker wurde am Sonntag in einem Bürgerentscheid abgewählt.
Am Sonntag hat Griechenland ein neues Sparpaket mit umfangreichen Entlassungen im öffentlichen Dienst sowie erheblichen Lohn- und Renten-Kürzungen beschlossen. Die Parlamentsdebatte wurde von schweren Ausschreitungen begleitet. In Berlin fielen die Reaktionen zurückhaltend aus.
Zehntausende Menschen sind heute in Deutschland und anderen europäischen Ländern gegen das ACTA-Abkommen auf die Straße gegangen. Die Bundesregierung will das Abkommen vorerst nicht unterzeichnen - erntet dafür aber nicht nur Beifall.
Abgeordnete aller Fraktionen haben sich im Bundestag zu einer Räumung radioaktiven Mülls aus dem maroden Endlager Asse bekannt. Uneinig zeigten sich die Politiker allerdings darüber, wie die rund 126.000 Fässer am schnellsten geborgen werden können.
Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat den Radprofi Alberto Contador wegen Dopings rückwirkend für zwei Jahre gesperrt. Der Spanier war positiv auf das verbotene Mittel Clenbuterol getestet worden und kann nun weder bei der diesjährigen Tour de France noch bei Olympia starten.
In Moskau wollen heute bei klirrender Kälte Gegner von Ministerpräsident Putin demonstrieren. Unter dem Motto "Für ehrliche Wahlen" erwarten die Veranstalter bis zu 100.000 Teilnehmer. Die Staatsmacht warnt vor der Teilnahme - nicht zuletzt wegen des Wetters.
Ägypten kommt nicht zur Ruhe: In der Hauptstadt Kairo und in Suez haben sich auch am Freitag hunderte Demonstranten versammelt. Steine fliegen, die Polizei reagiert mit Tränengas.
Bundespräsident Christian Wulff soll einem Medienbericht zufolge während seiner früheren Anwaltstätigkeit mehr Geschäftsbeziehungen zum Unternehmer Geerkens unterhalten haben als bisher bekannt. Sein Anwalt Gernot Lehr weist die Vorwürfe zurück.
Offiziell soll es auf dem EU-Gipfel am Nachmittag vor allem um die Förderung von Wachstum und Beschäftigung gehen. Für Gesprächsstoff dürfte aber auch die Forderung nach einem Sparkommissar für Griechenland sorgen.
Auf ihrem Gipfel in Brüssel haben die Staats- und Regierungschefs der EU beschlossen, ab Juli den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM in Kraft treten zu lassen. Außerdem wollen sich die EU-Staaten zu mehr Haushaltsdisziplin verpflichten und den neuen Fiskalpakt auf den Weg bringen.
Die Arabische Liga hat ihre Syrienmission unterbrochen. Der Staatenbund teilte in Kairo mit, die Arbeit der Beobachter werde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Hintergrund dieser Entscheidung sei die anhaltende Gewalt im Land, die Abgesandten würden aber nicht abgezogen.
Die Fraktionen des Bundestages haben auf einen gemeinsamen Antrag hin einen Untersuchungsausschuss zum Rechtsterrorismus eingesetzt. Er wird sich mit den Ermittlungspannen nach der Mordserie der Zwickauer Terrorzelle befassen.
Vor einem Jahr versammelten sich die ersten Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz, um gegen die Regierung Mubaraks zu demonstrieren. Sie zwangen den Machthaber zum Gehen. Ein Jahr später haben sich wieder Hunderttausende versammelt - sie gedenken den Opfern der "Arabellion".
Der dauerhafte Rettungsschirm ESM tritt im Juli in Kraft - ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Darauf haben sich die EU-Finanzminister geeinigt. Der Fonds hat ein Volumen von 500 Milliarden Euro. Doch aus Sorge um Italien und Spanien wird schon über eine Ausweitung spekuliert.
Der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte gemeinsam mit der Familienministerin Kristina Schröder (CDU) zu einem runden Tisch gegen rechts eingeladen. Nun soll ein Zentrum eingerichtet werden, das Erfahrungen von Initiativen und Organisationen im Kampf gegen rechts bündeln soll.
Die Vorwürfe gegen Bundespräsident Wulff nehmen kein Ende. Nun wollen die niedersächsischen Sozialdemokraten gegen ihn klagen. Er habe als Ministerpräsident das Parlament falsch über die Finanzierung des "Nord-Süd-Dialogs" informieren lassen, so der Vorwurf. Wulff räumte ein, in der vergangenen Woche Vertrauen verloren zu haben.
Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche zwischen CDU und SPD soll es voraussichtlich im März Neuwahlen geben. Die SPD hofft im Saarland auf einen eigenen Ministerpräsidenten.
Die Staatsanwaltschaft Hannover hat in den Räumen des ehemaligen Sprechers von Bundespräsident Christian Wulff Dokumente beschlagnahmt. Damit soll geklärt werden, ob Olaf Glaeseker die Veranstaltungsreihe Nord-Süd-Dialog "gefällig gefördert" habe. Auch bei dem Event-Manager Manfred Schmidt gab es eine Razzia.
Mindestens ein Deutscher ist bei der Schiffskatastrophe vor der Küste Italiens getötet worden. Taucher haben indes fünf weitere Leichen aus dem Rumpf des havarierten Luxusliners geborgen. Die Zahl der Toten steigt damit auf elf.
Langsam schwinden die Hoffnungen, im Wrack der gesunkenen Concordia noch Überlebende zu finden. Inzwischen wurde ein weiteres Todesopfer geborgen. Damit erhöht sich die Zahl der Menschen, die bei diesem Unglück ihr Leben verloren haben, auf sechs.
In Deutschland wird weiter kontrovers über eine Finanztransaktionssteuer diskutiert. Der Streit zwischen Union und FDP dreht sich um die Frage, ob eine Einführung lediglich in den Euroländern sinnvoll ist. Mittlerweile melden sich Ökonomen zu Wort, die die Wirksamkeit einer solchen Abgabe generell anzweifeln.
Der Fall Wulff hat die Menschen in den vergangenen Wochen bewegt. Investigativer Journalismus sei das konstitutive Element unserer Demokratie, sagte der Chef der WAZ-Mediengruppe, Bodo Hombach. Es gehe darum, den Leser, Hörer oder Zuschauer zu informieren.
Seit 50 Jahren berichtet der Deutschlandfunk, jetzt haben Sie das Wort. Zu unserem Geburtstag wünschen wir uns Ihre Erinnerungen. Was macht den Deutschlandfunk aus? Welche besonderen Momente verbinden Sie mit dem Deutschlandfunk?
Die "Jamaika"-Koalition aus CDU, FDP und Grünen im Saarland ist am Ende. Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer sah keine Möglichkeit mehr, das Bündnis mit den Liberalen fortzusetzen. Eine Große Koalition aus CDU und SPD gilt nun als wahrscheinlich.
Die "Bild"-Zeitung hat Christian Wulffs Äußerungen, er habe die Berichterstattung nur aufschieben wollen, widersprochen. Eine Anfrage der Zeitung, den Wortlaut der Mailbox-Nachricht an Chefredakteur Diekmann zu veröffentlichen, lehnte der Bundespräsident ab.
Die Kritik an Bundespräsident Christian Wulff reißt auch nach seinem Interview in ARD und ZDF nicht ab. Die Opposition sieht weitere Fragen aufgeworfen - etwa, ob Wulff nun den kritischen Zeitungsbericht über seinen Kredit verhindern oder nur aufschieben wollte. Es gibt aber auch Lob für den Bundespräsidenten.
Seit Christian Wulffs versuchte Einflussnahme auf die Berichterstattung der "Bild"-Zeitung bekannt geworden ist, schwindet der Rückhalt für den Bundespräsidenten auch in den Reihen der Koalition. Wulff selbst schweigt jedoch zu den neuen Vorwürfen.
Kann ein kleines Nicht-Euro-Land das Europa der 27 auf einen guten Weg bringen? Dänemark hat die EU-Ratspräsidentschaft zum Jahresbeginn von Polen übernommen. Die Erwartungen an sechs Monate Führungsarbeit sind groß.
Deutschland ist auf dem Weg zur Rente mit 67. Während Sozialverbände die Erhöhung kritisch sehen, verteidigt Bundeswirtschaftsministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Modell. Andere fordern flexible Rentenlösungen.
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Interview mit Uwe Eric Laufenberg, Opernregisseur, zu Richard Wagner
Sendezeit: 22.05.2013, 23:49
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Kulturpresseschau - Aus den Feuilletons
Sendezeit: 22.05.2013, 23:52
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Auf der Suche nach der Seele II - Florian Steger
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