Wer gerne Monopoly spielt, ist in Berlin gerade richtig. Die Stadt ist hip - und die Immobilienpreise sind im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten niedrig. Viele Wohnungen werden an Investoren verkauft, die sie teuer vermieten.
Der Markt muss es richten: Nur wenn die Folgen für den Klimawandel in Energiekosten einberechnet werden und die Preise dementsprechend steigen, werden die Menschen ins Energiesparen investieren, meinen Andreas Wolfsteiner und Günter Wittmann.
So übersichtlich waren Tarifverhandlungen schon lange nicht mehr. 6,5 Prozent mehr Geld wollen die Metaller. 6,5 Prozent fordern auch die öffentlich Bediensteten. Das Frühjahr wird zum tarifpolitischen Großkampfplatz.
Rolf Peffekoven sieht in der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit, geringen Produktion und Bürokratie drei Hauptprobleme für Griechenland. Es mangelt nicht am Zufluss von Hilfsgeldern, sagt der Ökonom. Die abgeschottete griechische Markt muss sich öffnen - und Investoren Rechtssicherheit bieten.
Greenpeace versucht, die IT-Industrie öffentlich unter Druck zu setzen. Damit IT-Unternehmen umweltfreundlicher arbeiten, haben die Umweltaktivisten die fünfte Auflage ihrer Klima-Rangliste "Cool IT" veröffentlicht.
Die Einsparungen Griechenlands treffen die, die ohnehin kaum etwas haben, Rentner und Geringverdiener. Die großen Fische sind den Behörden längst durch die groben Steuermaschen. Odysseas Apostolou, Kapitän einer Fähre, kann als "kleiner Fisch" davon ein Lied singen.
Die gegenwärtige Krise hat keinen breiten Diskurs darüber ausgelöst, welche Gestalt das zukünftige Europa annehmen soll. Ohne eine politische Vision werden wir unter das Diktat einer Finanz- und Wirtschaftsoligarchie geraten, meint Bernd Wagner.
Deutschlandradio Kultur · Politisches Feuilleton · 10.2.2012
Umschuldung steht an in Griechenland. Noch bangen alle Beteiligten, ob Griechenland die geforderten Sparmaßnahmen erfüllen kann. Experten glauben, dass das Land nur durch Einsparungen nicht aus der Krise geführt werden kann.
Am Schicksalstag für Athen bleiben Europas Währungshüter in Lauerstellung. Tricksen will EZB-Präsident Draghi aber nicht, um dem Pleitekandidaten aus der Patsche zu helfen.
Viele Südafrikaner gehen sorglos mit Trinkwasser um: Ihre Leitungen und Wasserhähne sind oft defekt. In der Landwirtschaft, wo Halbwüsten falsch bewässert werden, wird viel Flüssigkeit verschwendet - dazu kommt die Belastung der Flüsse und Seen durch Umweltgifte. Längst gilt Südafrika als wasserarmes Land.
Der Daimler-Konzern hat als erster deutscher Autobauer sein Zahlenwerk für 2011 vorgestellt. Und das war ziemlich beeindruckend, auch für die Börsianer. Dennoch sieht Daimler-Chef Dieter Zetsche "noch Luft nach oben".
Die deutschen Exporte knackten erstmals die Eine-Billion-Euro-Marke. Der Wachstumskurs liegt vor allem am privaten Konsum. Das wiegt stärker als der leichte Einbruchs bei den Exporten Ende letzten Jahres. Doch die Schuldenkrise schlägt natürlich auf die Stimmung.
Eine "massive Verarmung" der Griechen infolge der Sparpolitik kritisiert der Liberale Jorgo Chatzimarkakis. Das "Zombie-System" der Klientelparteien in Athen werde zwar bald zerfallen, doch die EU müsse sofort einen anderen Kurs einschlagen - sonst drohe eine Tragödie.
Deutschlandfunk · Interview · 9.2.2012
Der haushaltspolitische Sprecher der FDP, Otto Fricke, hat sich für eine gründliche Prüfung der angekündigten griechischen Sparmaßnahmen ausgesprochen. Zudem betonte er, ein unkontrollierter Zusammenbruch Griechenlands müsse auf jeden Fall vermieden werden.
Bundesrat und Bundestag haben sich am Abend erneut nicht auf eine steuerliche Förderung für die energetische Sanierung von Gebäuden einigen können. Klaus Töpfer vom Institut für Kimawandel fordert sofortiges Handeln, die Erhöhung der Sanierungsquote und eine deutliche Aufstockung der Finanzmittel - und warnt vor einem Vernachlässigen des Klimawandels.
Die gesetzlichen Krankenkassen schwimmen im Geld, der Gesundheitsfonds hat einen Überschuss in Milliardenhöhe. Dies sei ein Effekt der guten Konjunktur, sagt die Grünen-Politikerin Biggi Bender, kein Ergebnis schwarz-gelber Politik. Man müsse sich auch auf schlechtere Zeiten einstellen.
Keine Finanzhoheit mehr für Griechenland - diese Forderung steht hinter der Idee, ein Sperrkonto für die griechischen Staatseinnahmen einzurichten. Die Regierung in Athen hätte damit dann keinen Zugriff mehr auf das Geld.
Die Grünen-Politikerin Viola von Cramon sagt, dass Kasachstan keine demokratischen Mindeststandards bei der Präsidentenwahl eingehalten habe. Die Bundesregierung müsse diesen Aspekt bei einer Rohstoffpartnerschaft mit Präsident Nasarbajew jedoch ernst nehmen.
Wer wie Fritz Vahrenholt davon spricht, dass die Ölreserven in 50 Jahren verbraucht seien, sei noch zu optimistisch, findet der Autor Andreas Eschbach. "Wir werden es noch erleben zu unseren Lebzeiten, wie Öl an Bedeutung verliert, weil es weniger davon geben wird, weil die Preise steigen und steigen werden".
Die Deutschkenntnisse der Niederländer lassen zu wünschen übrig: Zum Leidwesen der Wirtschaft, denn Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner. Die länderübergreifende "Actiegroep Duits" soll das ändern - und will insbesondere junge Niederländer erreichen.
In der Diskussion um weitere Sparanstrengungen Griechenlands werde zu wenig an die Unternehmen im Land gedacht, bemängelt der Leiter der Deutsch-Griechischen Industrie- und Handelskammer, Martin Knapp. Die Reformen müssten von entsprechenden Hilfen für die Konjunktur begleitet werden.
Eine ausgezeichnete Konjunktur, gestiegene Produktivität, höhere Gewinne: Für IG-Metall-Vize Detlef Wetzel passt die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn "ausgezeichnet in die wirtschaftspolitische Landschaft". Doch er hat noch zwei weitere Forderungen an die Arbeitgeber.
Deutschlandfunk · Interview · 8.2.2012
2011 hat sich die Wirtschaft gut erholt - jetzt sollen auch die Arbeitnehmer etwas vom Aufschwung abbekommen.
Deutschlandfunk · Wirtschaft und Gesellschaft · 7.2.2012
Darf die IG Metall in Deutschland das Ende der Bescheidenheit, darf sie satte Lohnzuwächse fordern, während in den Eurokrisenländern Beschäftigte um die Existenz ringen? Ja, sie darf, sagt Klemens Kindermann. Ein Kommentar.
Das Entscheidende für Griechenland ist, dass die noch gesunden Firmen vor der Krise gerettet werden, sagt Martin Knapp von der Deutsch-Griechischen Handelskammer. Nur dann kann aus seiner Sicht die Schuldenlast des Landes abgetragen werden.
Die größten, bisher nicht ausgebeuteten Grubengasvorkommen liegen unter Australiens fruchtbarstem Land. Die Farmer fürchten, dass das das Grundwasser verseucht. Die Folgen: Blockaden und Demonstrationen.
Im Müll steckt für die Kommunen jede Menge Geld, nämlich im Verkauf der Wertstoffe. Um diese buhlen sie mit den privaten Entsorgern. Mittwoch tagt der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Sie werden die Neuordnung des Abfallrechts beraten.
Leerstand, hohe Arbeitslosigkeit, Brachflächen - das ist das Erscheinungsbild vieler ostdeutscher Städte. Um dagegen etwas zu unternehmen, überlegen die Leipziger Architekten vom Büro Karo Maßnahmen. Darunter: eine Freiluftbibliothek bei Magdeburg und so genannte Wächterhäuser in Leipzig.
Die Turbulenzen an den Börsen im Zuge der EU-Schuldenkrise zeigen Wirkung. Viele Anleger sind auf Nummer sicher gegangen und haben 2011 verstärkt ihre Fondsanteile verkauft.
Matthias Kullas vom Freiburger Centrum für Europäische Politik sagt, dass die anderen europäischen Länder keine Staatsinsolvenz Griechenlands wollen. Es könnte sich ein Dominoeffekt einstellen. Für Deutschland würden dann auch erstmalig "wirklich Gelder fällig".
Deutschlandfunk · Interview · 7.2.2012
Das luxemburgische Mitglied der Sozialistischen Fraktion, Robert Goebbels, hat die Rolle der Hedgefonds bei den Verhandlungen um die Hilfen für Griechenland kritisiert. Einige Hedgefonds würden "mit allen Mitteln versuchen, sich gegen ein Abkommen zu wehren, um damit Kasse zu machen".
In diesem Jahr werden Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst oder auch die Metallindustrie geführt. Die Gewerkschaften werden ihre Forderungen mit einem erfolgreichen Konjunkturverlauf 2011 begründen. Die Arbeitnehmer hoffen konjunkturbedingt auf maßvolle Abschlüsse.
Mit Blick auf die Energiewende war vor einem allzu kalten Winter gewarnt worden. Minustemperaturen könnten zu Blackouts in der Energieversorgung führen, klagten die vom Atomausstieg betroffenen Großkonzerne. Jetzt ist es kalt, aber die Stromversorgung funktioniert.
25 Prozent der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Das Land hat keine eigenen Ressourcen, keine Industrie. 90 Prozent der Lebensmittel müssen importiert werden, darunter sogar Trinkwasser. Dennoch gelten die Kapverdischen Inseln seit 2008 als Aufsteiger Afrikas.
Die Energieversorgung ist ein Dauerproblem in Uganda – die Wasserkraft könnte nun endlich Abhilfe schaffen. Das Kraftwerk Bujagali soll die installierte Stromerzeugung in dem ostafrikanischen Land um die Hälfte steigern.
Vor lauter Evaluation kommt der öffentliche Dienst nicht mehr zur eigentlichen Arbeit, kritisiert Christoph Bartmann, Leiter des Goethe-Instituts in New York. Er plädiert für mehr Bürokratie der alten Schule. Alle 20 bis 30 Jahre müsse die herrschende Büroordnung überdacht werden.
Leiharbeiter als Steward oder Stewardess - das ist offenbar eine der geplanten Maßnahmen, mit der die Lufthansa künftig konkurrenzfähiger werden will. Heute stellt der Konzern seinen Managern die neuen Sparpläne vor.
Der Europapolitiker Karl-Heinz Florenz rechtfertigt die EU-Verpflichtung für Fluggesellschaften, sich am Emissionshandel zu beteiligen. Trotz Widerstands aus asiatischen Ländern und den Vereinigten Staaten sei es richtig, dass Europa vorangehe.
Ende letzten Jahres wurde auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ein Kirchengesetz verabschiedet, durch das beim Verfahren zur Lohnfindung ein Recht auf Streik ausgeschlossen wird. Jetzt gibt es Widerspruch gegen diesen Beschluss aus der Theologie.
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"Zartbitter" 25 Jahre Kampf gegen sexuellen Missbrauch von Kindern
Sendezeit: 12.02.2012, 19:44
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Der Fluch der bösen Fans - Tatort Fußballstadion
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Online Talk - Europe versus Facebook
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