Kernspintomographen sind aus dem Klinikalltag nicht mehr wegzudenken. Wissenschaftler arbeiten allerdings schon an einer Nachfolgetechnik, die magnetische Nanopartikel zur Bildgebung nutzt. Ein Vorteil wären wesentlich luftigere Geräte als die heute üblichen Kernspin-Röhren.
Der Erreger der Elefantenkrankheit führt bei den Erkrankten zu monströs angeschwollenen Extremitäten. Mediziner der Universitätsklinik Bonn arbeiten an einer Therapie, die weniger den Erreger, einen parasitären Wurm, anpeilt, sondern ein mit ihm symbiotisch lebendes Bakterium.
In den kommenden fünf Jahren wird die "Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg" zahlreiche Moore renaturieren - ein Millionenprojekt, das auch die EU finanziert. Und das hat nicht nur ökologische Gründe.
Einst ein Tabu im soldatischen Männerbund, bemüht sich die Bundeswehr inzwischen verstärkt um eine frühzeitige Aufklärung und die Behandlung der Posttraumatische Belastungsstörungen. Dabei wendet sie bislang weitgehend die gleichen psychotherapeutischen Verfahren und Methoden wie im zivilen Bereich an.
Seit einem knappen Jahr zählen große Teile des Wattenmeeres zum UNESCO-Weltnaturerbe. Bis morgen beraten rund 130 Wissenschaftler, Politiker und Naturschützer bei der Wattenmeerkonferenz auf Sylt über den Schutz und die künftige Entwicklung dieses ganz besonderen Lebensraumes.
Muscheln produzieren ihren eigenen Klebstoff, um auf Steinen, Korallen und sogar glatten Schiffsrümpfen zu haften. Ein deutsches Forscherteam baut diesen Klebstoff nach und will ihn in der Medizin einsetzen. Der erste Test steht jetzt bevor.
Paviane leben als komplexe soziale Gruppen zusammen, deren Rangordnung sich durch Kämpfe ständig verschiebt. Forschern konnten deshalb kaum erkennen, welcher Nachwuchs von welchem Vater stammt. Nun haben Princeton-Biologen erste Einblicke in die väterliche Fürsorge von Pavianmännchen erhalten.
Wer direkt daneben steht, kann es riechen, wenn ein Blatt Papier frisch bedruckt wird. Und manche Menschen führen massive gesundheitliche Beschwerden auf Drucker oder Kopierer zurück. Und in der Tat: Aus den Geräten kommt mehr als bedrucktes Papier.
Die globale Erwärmung macht dem Wattenmeer zu schaffen, sagt Karsten Reise. Zwar passe sich das Watt an den Meeresspiegel an. Bei der Größenordnung von einem Meter Anstieg pro Jahrhundert müsse man jedoch eingreifen - mit Sand aus der Nordsee.
Kernphysiker verwandeln chemische Elemente in andere, indem sie schwere Atomkerne mit Neutronen beschießen. Auf diese Weise kann auch radioaktives Material in weniger gefährliche Stoffe umgewandelt werden – Transmutation heißt dieses Verfahren.
Taucht ein Taucher aus größerer Tiefe auf, perlt der im Wasser gelöste Stickstoff in seinem Blut aus wie Blasen in einem Sektglas. Das kann Gelenkschmerzen oder gar Lähmungen verursachen. Forscher wollen die Gefahr Taucherkrankheit nun weiter bannen.
Keine Krankheit wird allein durch das Essen ausgelöst, aber viele Krankheiten werden durch unsere Ernährung maßgeblich beeinflusst. Ein Beispiel aus der Augenmedizin ist die Makula-Degeneration.
Göttinger Forscher haben die Laufweise von Kakerlaken genauer unter die Lupe genommen, um einen intelligenten Roboter zu entwickeln. Ein Roboter, der die Gangarten wechseln kann und damit quasi mitdenkt.
Im vergangen Jahr geriet Eisschnellläuferin Claudia Pechstein unter Dopingverdacht. Nun deuten Untersuchungen darauf hin, dass Anomalien im Blut der Sportlerin nicht etwa von Doping verursacht wurden, sondern von einer vererbten Erkrankung.
Quadrokopter sind ferngelenkte Hubschrauber mit vier Rotoren. Weil die Flugroboter sehr stabil in der Luft liegen und zudem leichte Lasten tragen können, werden sie nun auch für die Feuerwehr interessant. Im Projekt Airshield sollen die Miniflieger Giftstoffe in der Luft aufspüren.
Dank ihm konnten etliche Leukämiekranke geheilt werden: Der amerikanische Mediziner und Forscher Edward Donnall Thomas entwickelte die Knochenmarktransplantation. Durch sie lässt sich der Blutkrebs effektiv bekämpfen.
Die Anthropologin Sarah Blaffer Hrdy betont in "Mütter und andere" die "weibliche Seite" der Evolution. Sie zeigt, dass sich das menschliche Kooperationsvermögen mit der Tatsache kollektiver Aufzucht erklären lässt.
Zahlreiche Fälle sind bekannt, von Menschen, die allein durch den Glauben an eine Krankheit krank wurden und im Extremfall sogar starben. Dazu braucht es keine schwarze Magie, eine falsche ärztliche Prognose reicht oft schon aus - Mediziner sprechen vom Nocebo-Effekt, dem bösen Bruder des Placebo-Effekts.
Seesterne könnten nach neuesten Untersuchungen Kieler Meeresbiologen einen Einfluss auf unser Klima haben. Denn sogenannte Stachelhäuter binden eine große Menge an Treibhausgas CO2 in ihren Kalkskeletten.
Deutschlandradio Kultur · Wissenschaft und Technik · 14.3.2010
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