Zum Ende der jüngsten Eiszeit war Nordamerika von zahlreichen Großtieren besiedelt, spätestens vor 11.000 Jahren waren sie alle verschwunden. Über den Verantwortlichen für dieses Ereignis gibt es heftige Diskussionen. Ein Bericht in der aktuellen "Science" könnte sie einer Lösung näher bringen.
Wenige Wochen vor dem Kopenhagener Klimagipfel diskutierten in Hamburg Forscher über gewaltsame Konflikte um Nahrung und Wasser - oder schlichtweg um Land zum Leben. Sie drohen als heftigste Konsequenz des Klimawandels.
Mehr als die Hälfte des menschgemachten Kohlendioxids wird von den Weltmeeren und der Biosphäre wieder geschluckt. Doch diese beiden sogenannten Kohlenstoffsenken zeigen deutlichen Schwächesignale. In der jüngsten "Nature" gehen Wissenschaftler in die Details.
Die Ausbaupläne für Offshore-Windparks vor den deutschen Küsten sind ehrgeizig. Doch auch die Übertragungsnetze müssen auf den Windstrom vorbereitet werden. Wie sich dieses Problem lösen lässt, darüber diskutierten diese Woche Fachleute in Oldenburg.
Nahezu alle Gesellschaften zu allen Zeiten haben Gottesvorstellungen und religiöse Systeme entwickelt. Warum das so ist, beschäftigt nicht mehr länger nur Theologen, Philosophen oder Soziologen. Sondern auch die Naturwissenschaften interessieren sich mittlerweile für das Thema.
Aus dem Klimawandel ergeben sich neue Perspektiven für die Arktis: In der Region werden riesige Öl- und Gasvorkommen vermutet. Und auch die Schiffswege könnten sich um ein Vielfaches verkürzen - sollte die Arktis in Zukunft eisfrei sein.
Glasfaserkabel bilden heute das Rückgrat des digitalen Datentransports. Dabei können sie auch als Thermometer verwendet werden. Zum Beispiel werden sie in Straßentunnels und U-Bahnschächten verlegt, um Brände schnell lokalisieren zu können.
Fast 1800 Windräder werden in den kommenden Jahren vor der deutschen Küste in den Meeresboden gerammt – zu Lasten zahlreicher Wassertiere. Um die Arbeiten für Schweinswal und Co. so lautlos wie möglich zu gestalten, haben sich Forscher etwas Besonderes einfallen lassen.
Bei der minimal-invasiven Chirurgie werden durch einen kleinen Schnitt Operationsinstrumente und Kamera in den Körper eingeführt, operiert wird über den Monitor. Das muss der Chirurg jedoch erst einmal lernen - zum Beispiel am European Surgical Institute in Norderstedt bei Hamburg.
Gefährliche Magen-Darm-Blutungen bleiben oft zu lange unbemerkt, weil Krankheitssymptome wie Blutarmut erst nach Stunden auftreten. Um Ärzte in solchen Fällen frühzeitig zu alarmieren, haben Tübinger Forscher einen implantierbaren Blutungssensor entwickelt.
Hunderte Windenergieanlagen werden zurzeit in der Nordsee geplant. Einer der wenigen fertigen Windparks ist Egmond aan Zee, vor der niederländischen Küste. Seit drei Jahren läuft dort ein aufwendiges Monitoring-Programm, das die ökologischen Auswirkungen des Parks untersucht.
Mancher kennt das: Tagsüber wird Sie gar nicht erst richtig wach. Oder nachts wälzen sie sich unruhig im Bett hin und her und finden keine Ruhe. Sollten Sie ein Medikament eingenommen haben, dann lohnt sich der Blick auf den Beipackzettel. Denn Schlafstörungen zählen zu den häufigsten Nebenwirkungen von Medikamenten.
J. Robert Oppenheimer baute zuerst die Atombombe und engagierte sich dann gegen den Einsatz nuklearer Waffen. 30 Jahre lang hat sich der Historiker Martin J. Sherin mit dem Leben des Forschers beschäftigt. Jetzt hat er zusammen mit dem Journalisten Kai Bird eine Biografie veröffentlicht.
Die Unicef wollte nur helfen, als sie 1971 in Bangladesch zehn Millionen Brunnen installieren ließ. Der Zugang zu sauberem Trinkwasser sollte sichergestellt werden. Allerdings hatte das Projekt eine Schattenseite: In vielen Brunnen erwies sich das Wasser als arsenverseucht.
Vergangenen Monat hat es gekracht auf dem Mond: Die NASA hatte eine Sonde aufschlagen lassen, in der Hoffnung, durch den Impakt würde sich Eis von der Oberfläche lösen. Damit wäre die Existenz von Wasser auf dem Mond bewiesen. Nun hat die NASA die Ergebnisse bekannt gegeben.
Es gibt keine Seele und kein Ich, es gibt nicht einmal ein Selbst. Es gibt aber großflächige Neuronenaktivitäten im Hirn, die uns den soliden Eindruck verschaffen: Hier bin ich, dort ist die Welt. In "Der Ego-Tunnel" gleicht der Philosoph Thomas Metzinger die Philosophie des Geistes mit der Hirnforschung ab.
Die Depression trifft Menschen, bei denen es unausweichlich scheint: unglückliche Kindheit, Beziehungsprobleme, Stress. Und sie trifft andere. Fast jeder fünfte Deutsche leidet zumindest einmal im Leben unter einer Depression. Ist das der Grund, weshalb moderne Antidepressiva es auf Platz 5 der weltweit am häufigsten verkauften Medikamente geschafft haben?
Der englische Astronom Paul Murdin erklärt in 65 Kapiteln die Geschichte der Astronomie und versucht, den Erkenntnisstand auch für Laien verständlich zu erklären. Mit über 500 Abbildungen lädt das Buch nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Schauen ein.
Die Sorge um die fremden Gene verschafft manch einer Forschungsarbeit ungeahnte Publizität - so eine Studie der Technischen Universität in München. Demnach sollen sich in Fleisch von Wildschweinen, die mit Gen-Mais gefüttert wurden, keine fremden Gene aus Gen-Mais befinden.
Haben Sonnenflecken Einfluss auf unser Klima? Astronomen am Weltrauminstitut in Boulder/Colorado haben durch ihre Beobachtungen diese Frage teilweise beantworten können.
Deutschlandradio Kultur · Wissenschaft und Technik · 15.11.2009
28 Jahre war Deutschland durch den sogenannten Todesstreifen getrennt in Ost und West. Entlang des Eisernen Vorhangs hatte sich ein einzigartiges Biotop entwickelt, ein Refugium für zahllose bedrohte Tierarten. Nach der Wende sollte dieses Biotop erhalten bleiben. Dafür machten sich Umweltschützer wie Kai Frobel stark.
Deutschlandradio Kultur · Wissenschaft und Technik · 15.11.2009
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