Seit dem 9. Juni rollte der Ball bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die 32 Mannschaften bei der FIFA WM 2006 traten zunächst in acht Vorrundengruppen gegeneinander an. Nachfolgend ein Überblick über die 64 Spiele
Ergebnisse und Spielplan zur FIFA WM 2006
"Spiegel"-Kulturchef Matthias Matussek glaubt nicht, dass der von der Begeisterung für die deutsche Fußballnationalmannschaft ausgelöste Patriotismus eine Eintagsfliege bleibt. Die Gefühle hätten sich ins kollektive Bewusstsein gesenkt und abgelagert, wo sie eine abrufbare Erinnerung blieben, so der Autor des Buchs "Wir Deutschen. Warum die anderen uns gern haben können".
Ex-Bundesinnenminister Otto Schily hat sich begeistert über die am Sonntag zu Ende gehende Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland geäußert. Die Deutschen hätten ein kreatives, gastfreundliches und offenes Land repräsentiert, sagte der SPD-Politiker.
Der FIFA-Präsident Joseph Blatter nennt diese "die beste WM" und begeistert sich vor allem für die perfekte Organisation. Sorgenvoll blickt man dagegen auf die nächste Fußball-WM 2010 in Südafrika. Das Land muss allein fünf neue Stadien bauen. Es mangelt an einem Nahverkehrsnetz und Public Viewings verlangen ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept.
Der frühere Nationaltrainer Kameruns, Winfried Schäfer, ist mit den WM-Leistungen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft insgesamt zufrieden. Für die Zukunft sei es wichtig, eine gute Jugendarbeit in den Vereinen zu machen. Wenn dies gelänge, bestünde die Chance, bei der nächsten Weltmeisterschaft in Südafrika um den Titel mitzuspielen.
Deutschlandfunk · Interview · 5.7.2006
Der Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, Peter Danckert (SPD), zog kurz vor Ende der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland eine durchweg positive Bilanz. Deutschland habe sich als ein fantastisches Gastgeberland präsentiert.
Der deutsche Patriotismus bei der Fußball-WM ist nach Ansicht von Wolfgang Kaschuba, Professor für europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, als durchweg positiv zu bewerten. Die meisten Menschen freuten sich über die deutsche Mannschaft, sie seien aber nicht nationalistisch eingestellt, sagte Kaschuba.
Fußball lebt von seiner Unberechenbarkeit. Fußballvernarrte Physiker der Abteilung Computerorientierte Quantenfeldtheorie an der Universität Leipzig haben trotzdem versucht, in den Spielergebnissen der deutschen Ligen ein Muster zu erkennen. Das gibt es zwar, eine Prognose für den Ausgang der Weltmeisterschaft lässt sich daraus allerdings nicht ziehen.
Der Bundestrainer der deutschen Hockey-Nationalmannschaft, Bernhard Peters, unterstützt die modernen Trainingsmethoden von Fußballbundestrainer Jürgen Klinsmann.
Englands Fußball am Scheideweg +++ Bei der Fußball-WM schaut die ganze Welt auf Deutschland +++ Deutsche Fußballfans und ihr Verhältnis zur Nation +++ Der Fußball und die Dichter +++ Fußball steckt voller Hochtechnologie +++ Frauen-Fußball gewinnt nur allmählich an Popularität +++ Wie Gewalt bei der WM verhindert werden soll +++ Deutschland entdeckt die Nachwuchsförderung +++ Die Fußball-WM und der Kommerz +++ Politiker suchen die Nähe zum Fußball +++ Der Fußball und die Emotionen der Zuschauer
Ex-Kanzler Gerhard Schröder, Schauspielerin Nora Tschirner, Autor Thomas Brussig - das waren drei der vom Deutschlandfunk befragten Fußballfans, die in der Sendung "Corso" einen persönlichen Ausblick auf die FIFA WM 2006 gaben.
"Frauensache Fußball - In den USA gilt der Sport als unmännlich" Deutschlandfunk · Studiozeit
"Geld stinkt nicht - Die FIFA und ihre Geschäfte" Deutschlandradio Kultur · Zeitfragen · 29.5.2006
"Keine Soldaten als Polizisten bei Fußball-WM" Deutschlandradio · Aktuell · 9.2.2006
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