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Pressemitteilung 09.02.2012

Wie das Netz die Demokratie verändert

Das Debattenportal „Diskurs@Deutschlandfunk - Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung startet


Der Deutschlandfunk und das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) luden am 8. Februar zur ersten Berliner "Debatte Digital" ein. Anlässlich des Starts des neuen Debattenportals "Diskurs@Deutschlandfunk - Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung" wurde mit Gästen und Publikum über drängende Fragen des digitalen Zeitalters diskutiert. Die Debatte geht ab sofort online auf diskurs@dradio.de weiter.

Um 17 Uhr begann im HIIG die erste "Debatte Digital", die den analogen Startschuss zur Diskussion auf dem Debattenportal "Diskurs@Deutschlandfunk" abfeuerte. Es diskutierten Stephan Detjen, Chefredakteur des Deutschlandfunk, Dr. Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des Instituts Internet und Gesellschaft, Bernd Schlömer, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei, Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts, und Willi Steul, Intendant des Deutschlandradio über die Frage: Wie verändert das Netz die Demokratie?

Die Debatte war umgehend kontrovers: Chancen und Risiken neuer digitaler Politikbeteiligungsformate waren genau so Thema, wie die Frage nach der Bedeutung der konventionellen Leitmedien im polyphonen Googleversum der Tweets, Blogs und Aggregatoren. Nur eines war allen klar: "Wer heutzutage behauptet, dass er genau weiß, wie sich die Kommunikation durch die modernen Medien entwickeln wird, der lügt" (Dr. Willi Steul, Intendant des Deutschlandradio).

Auch der Datenschutz in Zeiten der Massenproduktion persönlicher Daten und das Ende des Privaten im Post-Privacy Zeitalter standen zur Debatte. Es müsse einen neuen Umgang mit Daten geben. "Datenschutz soll nicht generell verbieten, sondern den zweckgebundenen Umgang mit Daten regeln", forderte Bernd Schlömer, stellvertretender Bundesvorsitzender der Piratenpartei.

Auch die revolutionäre Kraft des Netzes wurde reflektiert. Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des HIIG, betonte, dass das Internet kein Akteur sei. "Es ist nur ein Medium, es startet auch keine Revolutionen, es sind die Menschen die das machen."

Ab sofort werden die begonnenen Diskussionen auf dem Debattenportal "Diskurs@ Deutschlandfunk - Politik, Medien und Öffentlichkeit in Zeiten der Digitalisierung" mit Hörerinnen und Hörern, Userinnen und Usern fortgesetzt.

Im Internet unter diskurs.dradio.de, donnerstags und samstags im "DLF-Magazin" und in "Markt und Medien" mit Reportagen, Porträts und Interviews im linearen Programm des Deutschlandfunks.

Nachfragen bitte an:

Markus Heidmeier/
Oliver Baumann
Kooperative Berlin
Diskurs@Deutschlandfunk
Schönhauser Allee 161 A
10435 Berlin
T 030 23 25 746 - 0
E diskurs@kooperative-berlin.de oder diskurs@dradio.de
I diskurs.dradio.de


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