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PRESSESCHAU
 

Sonntag, 12. Februar 2012 23:55 Uhr

Blick in die Zeitungen von morgen

Das Abwahlverfahren, das den Duisburger Oberbürgermeister nun doch aus seinem Amt entfernt hat, ist ein guter Stoff für Kommentatoren.

"Für ihn mag das schmerzhaft sein", meint zum Beispiel die RHEINISCHE POST.

"Für viele aber, nicht zuletzt für die, welche Angehörige verloren und Verletzte beklagen, die vielleicht selbst Schaden nahmen, wirkt dies wie ein Befreiungsschlag."

Das WESTFALEN-BLATT aus Bielefeld schreibt:

"Bis zuletzt hat Adolf Sauerland auf den 'demokratischen Schulterschluss' gehofft, um so im Amt zu bleiben. Das war eine der letzten Fehleinschätzungen des Duisburger Oberbürgermeisters."

Die NEUE RUHR ZEITUNG aus Essen ist euphorisch:

"Die Duisburger können stolz auf eine erfolgreiche Bürgerbewegung sein, der es darum ging, Ehre und Ansehen ihrer Stadt wiederherzustellen. Nach dem Desaster der Loveparade hatte ihr Oberbürgermeister bereits sein Amt moralisch verloren."

Die Sache könnte Schule machen, findet das DELMENHORSTER KREISBLATT:

"Mit der Abwahl hat das Bündnis aus Bürgern, Parteien und Gewerkschaften gezeigt, dass sich mit gesellschaftlichem Zusammenhalt gegen politische Missstände angehen lässt. Dieses vorbildhafte Zusammengehen regt zur Nachahmung an und sollte manchen Politiker nachdenklich stimmen."

Themenwechsel. Viele haben an diesem Wochenende einen neuen Begriff gelernt: Acta. Die Gegner dieses Abkommens zwischen EU- und anderen Staaten fürchten Einschränkungen im Internet und haben heftig protestiert. Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG gibt aus ihrer Sicht Entwarnung:

"Acta ist nicht das Ende des Internets. Acta macht nicht das Netz kaputt. Acta ist kein paragraphengestützter Exekutionsauftrag der reichen Staaten gegen das Web."

Die MÄRKISCHE ALLGEMEINE aus Potsdam sieht es etwas anders:

"Es ist richtig, dass die Bundesregierung ihre Zustimmung zu Acta jetzt erst einmal ausgesetzt hat. Das Abkommen interessiert und mobilisiert mittlerweile so viele Menschen, dass es nicht nur in geheimen Verhandlungen, sondern in aller Öffentlichkeit diskutiert werden muss."

Der MANNHEIMER MORGEN gibt zu bedenken: "Wwas verstehen die von Linken, Grünen und der Piratenpartei unterstützten Demonstranten darunter, wenn sie 'Freiheit im Internet' fordern? Der uneingeschränkte, kostenlose Zugriff auf das geistige Eigentum anderer wäre sicher ein grandioses Misverständnis."

Zum Abschluss noch etwas - zugegebenermaßen - Unpolitisches. Die SCHWERINER ZEITUNG schreibt morgen:

"Wer ihre Songs hörte, wusste meist sofort, wer die Interpretin war. Sie brauchte keine Band für den Erfolg, sie lebte - an der Spitze ihrer Karriere - allein von ihrer grandiosen Stimme. Aber sie lebte auch, als der Glanz zu verblassen begann, mit den Dämonen, die gerade die Superstars des Show-Geschäfts gerne begleiten. Auch diese dunkle Seite des Ruhms verbindet sie - ebenso wie der frühe Tod - mit Michael Jackson."

Ein Nachruf auf Whitney Houston. Gestorben im Alter von 48 in einem Hotelzimmer in Beverly Hills.

 
 
 

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