Im Mittelpunkt der 21 Konzerte stehen kleinere Besetzungen, zum einen das Ensemble, wie es sich in den 1980er Jahren herausgebildet hat, zum anderen neue Netzwerke, zu denen sich junge Komponisten und Interpreten zusammenschließen.
Einige der bedeutendsten Ensembles der Neuen Musik sind bei Ultraschall zu Gast: das ensemble recherche, das Arditti Quartet, das KNM Berlin. Und in diesem Jahr ganz besonders: das Ensemble Modern. Mit seiner Suche nach neuen Kontexten belebt das in Frankfurt am Main beheimatete Ensemble weltweit seit 30 Jahren die Musikszene. Zwischen Morton Feldman und dem chinesischen Komponisten Cheung spielen sie den Sound unseres Lebens über alle Grenzen hinweg.
Es sind vor allem junge Musiker, die jenseits des ›klassischen‹ Ensembles nach neuen Organisationsformen suchen, nicht zuletzt als Reaktion auf die ökonomischen Zwänge von heute. Damit einher geht bei Komponisten eine neue Ästhetik des Alltags und des Understatements. Ein Beispiel dafür ist das Künstler-Netzwerk stock11, dem bei Ultraschall ein doppeltes Porträtkonzert gewidmet ist. Einer der originellsten Vertreter dieser Generation ist der dänische Komponist Simon Steen-Andersen. Er ist Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, mit dem Ultraschall eine langjährige Partnerschaft verbindet. Aufführungen seiner Werke durchziehen das Festival vom ersten bis zum letzten Tag - konzentriert in einem Porträtkonzert, mit dem das norwegische Ensemble Asamisimasa sein Debüt bei Ultraschall gibt.
Den jungen Komponisten stehen einige ›Klassiker der Avantgarde‹ gegenüber. Helmut Lachenmann, dem - kurz nach seinem 75. Geburtstag - ein dreiteiliges Konzert gewidmet ist; Alexander Goehr oder Iannis Xenakis.
Die gläserne Halle der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe ergänzt die bekannten Aufführungsorte - Radialsystem, Sophiensaele und Haus des Rundfunks - und ermöglicht die Öffnung in die Kunstszene der Stadt. Sie ist ein idealer Ort für den Diskurs mit der Kunst und für eine Begegnung mit den Musikern.
Von Anfang an waren die Orchester der Rundfunkorchester und -chöre GmbH (roc) fester Bestandteil des Festivalprogramms. In drei Konzerten stellen das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin erneut ihre Kompetenz in der Interpretation von zeitgenössischer Musik unter Beweis.
22 Ur- und Erstaufführungen unterstreichen die Bedeutung von Ultraschall als einem Ort des Neuen. Darüber hinaus gilt auch weiterhin das Anliegen des Festivals, durch hochkarätige Wiederaufführungen zu einer Repertoirebildung im Bereich der Neuen Musik beizutragen.
Informationen über das Festival unter folgenden Adressen:
www.dradio.de/ultraschall
www.kulturradio.de/ultraschall
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