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WIR ÜBER UNS: AKTUELL

Wulff-Debatte: Überschätzen Medien sich selbst?

Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt

Das Internet schafft nach Auffassung des britischen Politologen Colin Crouch die Möglichkeit freier Debatte und grenzenloser Massenkommunikation. Es gebe aber Versuche von Konzernen und Regierungen, die solche kontrollfreien Räume gefährdeten, sagte Crouch auf einer Tagung zum 50-jährigen Bestehen des Deutschlandfunks in Köln. Der Berliner Historiker Paul Nolte widersprach Crouchs These, die traditionellen demokratischen Strukturen hätten ausgedient. Er verwies auf die Protestbewegungen in der arabischen Welt. Der deutsch-ägyptische Blogger und Journalist Philip Rizk hob hervor, das Internet habe zwar geholfen, die Demonstrationen in Kairo vor einem Jahr zu organisieren, doch sei es "totaler Schwachsinn" von einer Facebook-Revolution zu sprechen.

Während der Podiumsdiskussion über "Macht und Ohnmacht des politischen Journalismus" warnte der Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe in Essen, Bodo Hombach, Journalisten davor, sich von der Politik vereinnahmen zu lassen. Der investigative Journalismus sei ein konstitutives Element der Demokratie. Es gebe für die Mächtigen nichts Disziplinierenderes als die Drohung mit totaler Transparenz. Der Chefredakteur des WDR-Fernsehens, Jörg Schönenborn, ging auch auf die Debatte um Bundespräsident Christian Wulff ein. Medien sollten sich nicht als Vertreter der Mehrheitsmeinung sehen und dabei zu sehr auf die Stimmung im Internet berufen. Dort forderten viele einen Rücktritt des Präsidenten. Weite Kreise der Bevölkerung solidarisierten sich aber inzwischen mit Wulff und sähen eine Hetzjagd der Medien. Der Leiter des FAZ-Parlamentsbüros in Berlin, Günter Bannas, stellte in Frage, ob die Wulff-Berichterstattung wirklich noch Relevanz für den Leser habe. Aus Sicht der Medien sei die Geschichte dennoch Pflicht, denn sie stehe für den Trend zur Personalisierung.

Für den Mitveranstalter der Tagung, die Bundeszentrale für politische Bildung, hatte deren Präsident Thomas Krüger zum Auftakt betont, für ihn als "Kind der DDR" sei der Deutschlandfunk stets ein "Dabei-Medium" statt eines "Nebenbei-Mediums" gewesen. Am 1. Januar 1962 - rund vier Monate nach dem Bau der Berliner Mauer - hatte der Deutschlandfunk als Bundesrundfunkanstalt in Köln den Sendebetrieb aufgenommen.

Aktuelle Pressefotos der Tagung finden Sie nach Registrierung zum Download in unserem Pressebereich unter www.dradio.de/presse.

 

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