Ändert das digitale Zeitalter den Journalismus oder bietet es nur neue Möglichkeiten der Verbreitung, fragten sich Teilnehmer einer Diskussion am zweiten Tag der Konferenz zum 50-jährigen Bestehen des Deutschlandfunks in Köln. Die Recherche habe sich nicht geändert, doch sei die Verbreitung der Inhalte schneller geworden, meinte der Chefredakteur des Nachrichtenportals "politico.com", Tim Grieve aus Washington. Die Finanzierung seines Portals erfolge teilweise durch Themen-Sonderdienste, aber auch Anzeigen. Grieve beklagte, die Spaltung der Gesellschaft in den USA vertiefe sich, weil das Internet die Gefahr berge, dass jeder nur noch wahrnehme, was seine Sicht der Dinge bestätige: "Ich höre nicht die andere Seite der Geschichte oder weiß nicht einmal, dass es sie gibt." Deshalb seien glaubwürdige journalistische Institutionen wichtig, die sich durch professionelle Recherche auszeichneten.
Für Paul Lewis, leitender Redakteur des britischen "Guardian", überwiegen die Vorzüge des Internets. Wobei er ironisch anmerkte, dass es zwar immer weniger bezahlte Journalisten gebe, dank Smartphones und Twitter aber immer Journalismus in der Welt sei. Lewis selbst setzt darauf, dass wissenschaftliche und private Stiftungen zur Finanzierung der Recherchen beitragen. Für Arne Klempert von Wikimedia Deutschland geht es nun vorrangig um die Inhalte, zweitrangig sei die Technik der Verbreitung. Er betonte die größeren Wahlmöglichkeiten der Nutzer und warb dafür, das Internet nicht zu bekämpfen, sondern zu akzeptieren. Das stelle vor allem für deutsche Medien-Unternehmen eine kulturelle Herausforderung dar.
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