Eine Featureproduktion von Deutschlandradio Kultur (entstanden in Koproduktion mit dem BR) ist einer der vier Beiträge, die von der ARD ins Rennen um den begehrten Prix Italia geschickt werden. In der Kategorie "Feature" nimmt teil der Beitrag von Malte Jaspersen "Souteigai - Jenseits der Vorstellung. Japan und die Dreifachkatastrophe". (Erstausstrahlung: 10.03.2012 in DKultur).
"Souteigai" - "unvorstellbar" - sagte der japanische Regierungssprecher, als die Flutwellen einen 300 km langen Küstenstreifen überrollten. "Souteigai" rechtfertigte sich AKW-Betreiber TEPCO angesichts der Kernschmelzen von Fukushima. "Souteigai" dachten die Menschen, die mit ansehen mussten, wie die schwarzen Wasser Häuser und Menschen niederwalzten - und die 80.000 Evakuierten, die wegen Fukushima ihre Heimat verloren. Malte Jaspersen lebt seit über 20 Jahren in Kyoto. Nördlich der Stadt stehen 13 Atomreaktoren. Nicht zuletzt deswegen wollte er wissen, wie die Dreifachkatastrophe das Leben der betroffenen Menschen verändert hatte. Er sprach mit Feuerwehrleuten, die Unvorstellbares gesehen haben, mit Eltern aus Fukushima, die versuchen, ihre Kinder vor Radioaktivität zu schützen, mit Anti-AKW-Aktivisten, Priestern und Menschen, die sich in der Leere ihrer zerstörten Orte an den Wiederaufbau machen. Seit letztem Jahr gehört zu seinem Hausrat ein Geigerzähler.
Malte Jaspersen, *1955 in Köln, aufgewachsen im Ruhrgebiet, Erstes und Zweites juristisches Staatsexamen, freie Theaterarbeit in Deutschland und Polen, ging 1989 nach Japan, um das Noh-Theater und das Schnitzen von Noh-Masken zu studieren. Er arbeitet als Dozent an einer japanischen Universität, produziert seit fast 20 Jahren Features und Hörspiele für den Hörfunk und audio-visuelle Installationen für Ausstellungen. Zurzeit arbeitet er mit dem Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer ("Rivers and Tides", "Touch the Sound") an einem Filmprojekt über japanische Undergroundmusiker.
Der Wettbewerb Prix Italia gilt als älteste und bedeutendste internationale Auszeichnung für Radio, Fernsehen und Internet und wird im September 2012 zum 64. Mal vergeben. Öffentlich-rechtliche und private Radio- und Fernsehstationen aus 45 Ländern sind Partner und ständige Mitglieder des Prix Italia. Die Organisation und Geschäftsführung hat die italienische Rundfunkanstalt RAI.
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