Seit Anfang der 90er-Jahre gibt es die Sternzeit im Deutschlandfunk, betreut von Forschung-aktuell-Redakteur Gerd Pasch - am 27. September 2011 läuft die 1000ste Folge. Bis Ende 2008 war sie eine Übersetzung der US-amerikanischen Reihe 'Stardate'. Seit 2009 ist die Sternzeit eine eigene Produktion des Deutschlandradios - und hier der Blick aufs "Sternzeit"-Team.
Hermann Michael Hahn in Köln und Dirk Lorenzen in Hamburg telefonieren viel miteinander. Sie reden über besonders schöne Konstellationen von Mond, Planeten und Sternen. Erinnern sich an Jahrestage der Astronomiegeschichte. Fragen nach der nächsten Sonnenfinsternis und ob es sich lohne, dorthin zu reisen, wo das Spektakel gut zu beobachten sei. Oder ob mal wieder eine Raumsonde ihr Ziel erreicht habe und welche Erkenntnisse es jetzt gebe. Mit Fragen dieser Art beginnen die beiden Journalisten - von Haus aus Astrophysiker - die Planung für einen Monat Sternzeit.
Bis zu 31-mal müssen die Sternzeit-Autoren aus einem möglichst pfiffigen Astronomie- oder Raumfahrt-Thema eine kurze Geschichte schreiben, ein Schreibmaschinenblatt voll. Denn die Sternzeit dauert nicht einmal zwei Minuten. Jeden Tag gegen 16.58 Uhr, am Ende der Sendung Forschung Aktuell, nimmt die Sternzeit ihre Hörerinnen und Hörer mit auf einen kurzen Streifzug durch die Weiten des Kosmos. "Je abwechslungsreicher die Mischung ist, desto besser." Da geht es mal um ein Stelldichein von Venus und Mars am Abendhimmel, um Nebelwolken, aus denen Hunderte von Sternen werden, um ein neues Modul für die Internationale Raumstation, um das dramatische Schicksal der Prinzessin Andromeda, das eine ganze Gruppe von Sternbildern am Himmel erzählen oder um ein Riesenteleskop, das in der chilenischen Atacama-Wüste gebaut wird.
Auch zur Fußballweltmeisterschaft gab es himmlisch schöne Themen: Fußball auf dem Mond, afrikanische Sternsagen, Sternwarten in Südafrika aber auch das Traumpaar Messi/Messier - der eine ist begnadeter Balltreter, der andere war ein ebenso begnadeter Sternengucker.
Hermann Michael Hahn und Dirk Lorenzen gestalten ihre Himmelsgeschichten informativ und unterhaltsam, gern leicht skurril verpackt und - ganz wichtig - zum Staunen und auch mal zum Schmunzeln aufbereitet.
Drei, viermal im Jahr packt dann Dirk Lorenzen Hunderte von Blättern zusammen und fährt mit dem Zug nach Köln ins Studio. Aus Zürich fliegt gleichzeitig der Schauspieler Markus Scheumann ein. Stunden-, tagelang spricht er die Sternzeit-Texte ins Mikrofon. Überwacht von Dirk Lorenzen: "Sehr schön, Herr Scheumann, das bekommen Sie aber noch genialer hin." In einem weiteren Produktionsschritt werden die gesprochenen Texte mit dem von Max Schönherr komponierten, sphärischen Klangteppich zusammengemischt. Fertig ist das tägliche Stück vom Himmel.
Seit Anfang der 90er-Jahre gibt es die Sternzeit im Deutschlandfunk, betreut von Forschung-aktuell-Redakteur Gerd Pasch. Bis Ende 2008 war sie eine Übersetzung der US-amerikanischen Reihe 'Stardate'. Seit 2009 ist die Sternzeit eine eigene Produktion des Deutschlandradios. Und seitdem ist sie auch im Internet unter www.dradio.de/sternzeit nachzuhören und nachzulesen - ergänzt um weiterführende Links und Fotos zum Tagesthema. Manchmal sind es auch Bilder, die die Autoren selbst auf ihren Reisen zu den Raumfahrtzentren der Welt, bei Exkursionen zu Sonnenfinsternissen oder Besuchen in Observatorien in aller Welt geschossen haben.
"Vorkenntnisse braucht niemand", sagt Dirk Lorenzen, es genügten Interesse am Kosmos und Neugier auf himmlische Geschichten, die sich rund um die Lichter des Firmaments ranken. Sekundenschnell gehe es Milliarden Lichtjahre weit in den Kosmos, ohne aber die Bodenhaftung zu verlieren. Denn in unserem persönlichen All-Tag gebe es kein "hier unten" und "da oben". "Unsere Erde ist Teil des großen kosmischen Räderwerks", urteilt Hermann Michael Hahn.
Ob Urknall, Dunkle Materie oder verschmelzende Galaxienhaufen in der Frühzeit des Universums: Dies alles sei auch Teil unseres eigenen Werdens im Kosmos. "Wir alle bestehen aus Sternenstaub und sind wahre Kinder des Weltalls", meint Sternzeit-Autor Lorenzen. Diese Verbindung sei heute kaum jemandem noch bewusst. Und sein Kollege Hahn hofft, dass im Idealfall die Sternzeit ein wenig die Augen und Ohren für die wundersamen Phänomene in der Unendlichkeit öffneten, die manchen Ärger hier unten arg kleinlich erscheinen ließen.
Der Video-Blick hinter die "Sternzeit"-Kulissen:
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Hermann Michael Hahn, geboren 1948, freier Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Astronomie und Raumfahrt für Presse, Funk und Fernsehen tätig sowie als Autor, Co-Autor, Herausgeber und Übersetzer von derzeit 102 Büchern aus den Bereichen Astronomie und Raumfahrt. Übersetzungen seiner Bücher sind in vielen Ländern Europas und in den USA erschienen. Er war in den 1990er-Jahren als Außenlektor für Astronomie beim Kosmos-Verlag, Stuttgart, aktiv und gehört seit 2005 dem Kuratorium des Max-Planck-Institutes für Radioastronomie in Bonn als Mitglied an. Seit 1991 ist Hermann Michael Hahn Vorsitzender der Volkssternwarte Köln/Vereinigung der Sternfreunde Köln, e.V.
Webseite: www.astrohahn-koeln.de
Dirk H. Lorenzen, geboren 1968, Astrophysiker, ist freier Journalist mit
den Schwerpunkten Astronomie und Raumfahrt. Er ist Autor zahlreicher
Bücher. Der Reporter ist bei allen himmlischen Highlights hautnah
dabei und blickt den Forschern und Ingenieuren bei der Arbeit über die
Schulter: bei Raketenstarts am Kennedy Space Center oder in Baikonur
ebenso wie auf wichtigen Tagungen in aller Welt, bei totalen
Sonnenfinsternissen oder bei Beobachtungsnächten auf den Sternwarten
in Chile. Seit 2009 ist er Hauptautor der Sternzeit.
Markus Scheumann, geboren 1968, ist Schauspieler. Nach seiner Ausbildung
an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg war er an
verschiedenen Theatern engagiert, darunter am Schauspiel Köln und am
Düsseldorfer Schauspielhaus. Seit 2009 ist er am Schauspielhaus Zürich.
Den Sternen täglich seine Stimme zu leihen, ist ihm ein besonderes
Vergnügen.
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