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WIRTSCHAFTSPRESSESCHAU

Freitag, 14. Juni 2013 13:55 Uhr

Die Kommentare beschäftigen sich mit dem geplanten Hochwasser-Hilfsfonds und ersten Anzeichen für eine Trendwende in der Zinspolitik und am Aktienmarkt. Zu diesem Thema heißt es in der F.A.Z.:

"Noch ist im Grunde nichts passiert, aber schon die Diskussion über eine mögliche Straffung der amerikanischen Geldpolitik führt zu teilweise panikartigen Verkäufen an einigen Märkten. Die Börsen sind süchtig nach billig zufließendem Geld in immer größeren Mengen. Wie bei jeder Sucht muss die Dosis regelmäßig erhöht werden, um den Süchtigen noch zufriedenzustellen. Das funktioniert jedoch nicht ewig. Daher ist es gut, dass die Finanzmärkte nun beginnen, sich gedanklich auf einen Entzug einzustellen, wann immer er beginnen möge."

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU glaubt, dass eine geldpoltische Kehrtwende zu Kursverlusten an den Börsen führen könnte - denn:

"Fundamentale Daten wie Unternehmensgewinne spielen für die Kursentwicklung allenfalls auf lange Sicht eine Rolle. Kurzfristig sind psychologische Faktoren bedeutsamer. Aktuell ist das die Sorge der Anleger vor dem künftigen geldpolitischen Kurs der Notenbanken. Das Absurde daran: Je stärker sich die konjunkturelle Lage weltweit aufhellt, umso größer die Furcht der Investoren, die Notenbanken könnten wieder restriktiver werden."

Auf den Hochwasser-Hilfsfonds von Bund und Ländern in Höhe von acht Milliarden Euro müssen aus Sicht des HANDELSBLATTS weitere Maßnahmen folgen:

"Der Staat sollte sich darauf konzentrieren, angesichts des Klimawandels die Infrastruktur zu modernisieren. Dazu gehört der Deichschutz, dazu gehören aber auch großzügige Auenlandschaften. Stattdessen aber zeigt sich, dass die milliardenschwere Fluthilfe aus dem Jahr 2002 den Menschen renovierte Wohnungen und neue Möbel verschafft hat. Bund und Länder sollten daher zügig einen Plan zum nationalen Hochwasserschutz erstellen, damit Schäden künftig gar nicht mehr auftreten."

Und die SÄCHSISCHE ZEITUNG schreibt:

"Verzichtete man vor elf Jahren noch auf eine geplante Steuersenkung, wird die Flutopferhilfe nun auf Pump finanziert. Das mag angesichts niedriger Zinsen tatsächlich ein geeigneter Weg sein. Allein er macht deutlich, dass mit den Fluthilfen sorgsamer denn je umgegangen werden muss. Länder wie Sachsen müssen zeigen, dass sie aus früheren Fehlern gelernt haben und künftig Fälle von Verschwendung oder Missbrauch auf ein Minimum reduzieren."

 
 
 

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