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WIRTSCHAFTSPRESSESCHAU

Freitag, 10. Februar 2012 13:55 Uhr

Die Zeitungen beschäftigen sich unter anderem mit der Schuldenkrise Griechenlands. Die BÖRSEN-ZEITUNG fragt:

"Ist das nun in der berühmt-berüchtigten letzten Sekunde vereinbarte neue Sparprogramm fruchtbar oder furchtbar? Aus Sicht des griechischen Volkes natürlich Letzteres: Senkung von Mindestlöhnen, Rentenkürzungen, Massenentlassungen von Staatsdienern et cetera. Aus dem Blickwinkel der Retter hingegen könnte dieses Sparpaket ein fruchtbarer Beitrag sein, um Griechenland endlich in trockene Tücher zu bringen. Allerdings empfiehlt es sich, nicht allzu früh 'Hurra' zu schreien. Allzu viele Durchbrüche zur Lösung der Staatsschuldenkrise wurden schon gefeiert und waren am Ende doch keine",

erinnert die BÖRSEN-ZEITUNG.

Das HANDELSBLATT schreibt:

"Das Schauspiel, das wir in diesen Tagen in Athen erlebt haben, war eine Farce. In den vergangenen beiden Jahren ist die griechische Wirtschaft zwischen vier und
fünf Prozent geschrumpft. Wie Griechenland trotz härtester Austerität auf einen Wachstumspfad zurückkehren soll, bleibt das Geheimnis der Troika. Griechenland kann nur mit einem geordneten Staatskonkurs 'gerettet' werden. Ohne diesen Neuanfang und ohne eine langfristige Wachstumsstrategie ist Athen verloren."

Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND geht auf die Bilanzzahlen des Daimler-Konzerns ein:

"Mit Daimler geht es bergauf, das belegt das Rekordergebnis. Allerdings war 2011 für alle Autobauer recht erfreulich. Außerdem darf die rosige Lage bei Daimler nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Rivalen Audi und BMW höhere Renditen abwerfen und der Abstand sich zu vergrößern scheint. Die Konkurrenz aus Ingolstadt und München hat auch ausgerechnet da die Nase vorn, wo Daimler unbedingt wachsen möchte: im Kompaktwagensegment. Die Rivalen wirken mit ihren Modellen bisher jünger als Daimler mit seiner A- und B-Klasse. Ob sich das ändern lässt, muss die neue Modellpalette zeigen - die erste Bewährungsprobe dafür steht im September an, wenn der Verkauf der neuen A-Klasse beginnt."

Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG befasst sich vor diesem Hintergrund mit den Plänen von Daimler, Milliarden Euro in neue Automodelle und Werke zu investieren:

"Mit diesen Aufwendungen lässt sich erklären, warum der Gewinn vorübergehend wohl nicht steigen wird. So begründet ist die Delle auch akzeptabel. Nachdem viele Jahre nicht so recht klar war, wo Daimler eigentlich hinsteuert, hat Konzern-Chef Zetsche eine Perspektive eröffnet. Endlich sind die Zeiten vorbei, in denen man mehr mit dem Aufräumen von Altlasten beschäftigt ist als mit dem Gestalten der Zukunft",

meint die F.A.Z.

 
 
 

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