Bundeskanzlerin Merkel sieht trotz der Kursstürze an den Börsen nicht die Gefahr eines konjunkturellen Einbruchs. Es gebe keine Anzeichen für eine Rezession in Deutschland, sagte Frau Merkel im NDR-Hörfunk. Die Auftragsbücher der produzierenden Industrie seien voll. Für dieses Jahr rechne sie mit einem Wachstum von 1,7 Prozent. Die Kanzlerin betonte weiter, Europa sei ein Stabilitätsanker der Weltwirtschaft und nicht mehr so abhängig von der US-Wirtschaft wie früher. Besorgt äußerten sich die Finanzminister der Europäischen Union. Zugleich gebe es die Hoffnung, dass man dank eines soliden Fundaments die Lage meistern werde, sagte der amtierende Vorsitzende des EU-Finanzministerrats, Bajuk, in Brüssel. Dort findet derzeit eine Sitzung statt, auf der über die Lage beraten wird. EU-Währungskommissar Almunia und der luxemburgische Finanzminister und Regierungschef Juncker erklärten, sie rechneten nicht mit einem globalem Börsencrash. In Asien hat sich heute der Abwärtstrend an den Börsen fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex startete ebenfalls schwächer in den Handel, erholte sich aber zum Mittag etwas.

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